23-jährige Samantha Murphy blieb als einzige Spielerin stehen

Nicht auf Knien: US-Frauenfußballerin im Netz gefeiert

Als die Hymne zu spielen begann, legte sie die Hand aufs Herz und… blieb stehen! Und das, obwohl alle anderen Spielerinnen auf die Knie fielen. Als Einzige schloss sie sich dem „Black Lives Matter“-Kniefall nicht an. Das Foto geht um die Welt. Die US-Fußballerin wird als „wahre Patriotin“ und „Heldin“ gefeiert.

Zugetragen hat sich die Szene bei einem Spiel der US-amerikanischen Frauenfußball-Profiliga NWSL am Samstag, 27. Juni 2020.

Bei Nationalhymne stehen geblieben

Bevor das Fußballspiel begann, setzten alle Spielerinnen der Klubs „Portland Thorns“ und „North Carolina Courage“ demonstrativ ein Zeichen und gingen während der US-Hymne auf die Knie. Der gemeinschaftliche Protest fand beim Abspielen der US-Nationalhymne an der Mittellinie statt, auch die Reservespielerinnen machten an der Seitenlinie mit.

Alle? Nein, nicht alle: Die 23-jährige Samantha Murphy blieb an der Seitenlinie stehen. Sie verweigerte den Kniefall und stand aufrecht zur Nationalhymne.

Jubel im Netz: „Wahre Patriotin“

Im Netz wird die Profifußballerin als Heldin und „wahre Patriotin“ gefeiert.

So schrieb der Ex-Polizist und Youtuber Tim Kellner auf Facebook: „Ehre steht aufrecht, Feigheit kniet“. Just bekam er dafür mehr als 8000 Likes.

Es ist oft nur ein Augenblick, der über Ehre oder Feigheit entscheidet.Über Stolz oder Schmach.Dieser eine Augenblick…

Posted by Tim K. on Monday, June 29, 2020

Symbolisch nach wochenlanger Knie-Challenge

Die Fußballerin dürfte so ziemlich die erste Person in der Öffentlichkeit sein, die der seit Wochen tobenden „Auf die Knie“-Challenge der selbsternannten „Anti-Rassismus“-Kampagne widerspricht. Im Zuge der „Black Lives Matter“-Proteste wurde es üblich, dass Weiße vor Schwarzen demonstrativ knien. So hieß es auch in einer gemeinsamen Erklärung der Fußballerinnen:

„Wir sind aufs Knie gegangen, um gegen Rassenungerechtigkeit, Polizeibrutalität und systematischen Rassismus zu protestieren.“ Die Spielerinnen trugen Shirts mit der Aufschrift der Initiative „Black Lives Matter“.

Anfang Juni fielen auch deutsche Polizeibeamten, wie dies derzeit in der gesamten westlichen Welt üblich ist, vor Demonstranten auf die Knie:

Den Rekord in der Knie-Challenge dürften noch die US-Demokraten halten: Diese gingen unlängst im amerikanischen Kongress für ganze acht Minuten und 46 Sekunden auf die Knie.


(Dieser Beitrag erschien im Original auf wochenblick.at)