Vier Albaner zur Zeit des Anschlags anwesend

Pforzheim: Scharfschütze verletzt Passanten mit Diabolo-Munition

Von ALEX CRYSO | So gut wie alle Bahnhöfe in unserem Land sind keine sicheren Plätze mehr – das Pforzheimer Objekt stellt da keine Ausnahme dar. Erst vor einem Jahr kippte dort ein mehrstöckiges Baugerüst in den Abendstunden um. Als Grund wurde eine Windböe genannt. Zahlreiche Gastronomien wie Kneipen oder Shisha-Bars befinden sich im direkten Umfeld des Unfallortes. Von Personenschäden ist glücklicherweise nichts bekannt.

An diesem Samstag gegen 14.50 Uhr wurde der nächste Beweis angetreten, dass der Pforzheimer Bahnhof auch weiterhin großräumig zu umfahren ist. Zur besagten Uhrzeit feuerte ein 16-jähriger polizeibekannter „Deutscher“ mit einem Luftdruck-Gewehr auf mehrere Passanten vor dem Haupteingang des Bahnhofs.

Verwendet wurden dabei so genannte Diabolo-Geschosse, die hauptsächlich beim Sportschießen oder der Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommen. Der Täter schoss von einem Fenster gegenüber des Vorplatzes, wurde allerdings noch während der Tat erkannt und ausfindig gemacht. Beide Opfer erlitten stark blutende Platzwunden an Kopf und Ellbogen. Letztendlich soll es sich jedoch um leichte Verletzungen gehandelt haben.

Die Polizei musste das Gebäude, in dem sich der Täter befand, laut eigenen Aussagen mit „starken Kräften“ betreten. Munition und das Gewehr wurden sichergestellt. Wie deutsch der Täter wirklich ist, darf bei einer Stadt wie Pforzheim getrost in Frage gestellt werden. Fakt ist jedoch, dass sich zum Zeitpunkt des Anschlags vier Albaner in der Wohnung des 16-Jährigen befanden. Derzeit laufen die Vernehmungen.