Sprach-Säuberungen auf Hochtouren

Der Siegeszug der politisch korrekten Jakobiner

Von SELBERDENKER | „Der hat Neger gesagt! Der muss weg!“ So konnte sich Harald Schmidt vor wenigen Jahren noch über ein Phänomen lustig machen, das heute längst Staatsraison ist. Das entsprechende Video kann man momentan noch bei Youtube abrufen, es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass es dort bald verschwindet. Zum Beispiel „wegen Hass“. Denn das Video ist einerseits politisch nicht korrekt und andererseits arbeitete Schmidt mit Humor. Vor Beidem haben sie Angst wie der Teufel vor dem Weihwasser.

Keine Zigeunersauce und keine „Afrika“-Kekse mehr

In recht kurzen Abständen werden im Schatten von „Corona“ gerade politisch korrekte Säuberungen vorgenommen. Vor wenigen Wochen noch warf ein Haufen Spinner dem Gebäckhersteller Bahlsen „Rassismus“ vor, weil dieser seit 60 Jahren einen Schokoladenkeks mit dem Namen „Afrika“ verkauft. In Afrika wird mit Abstand die größte Menge Kakao angebaut und verkauft, weil das Klima dort für diesen Zweck wie geschaffen ist. Der Kakao kommt aus Afrika. Deshalb heißt der Keks so. Afrika steht hier für kulinarische Genüsse. Trotzdem wird Bahlsen nun nach 60 Jahren seinen Keks für die Spinner umbenennen:

„Viele von euch haben sich intensiv mit unserem Produktnamen Bahlsen Afrika auseinandergesetzt und hier kommentiert. Eure Meinungen und die Kritik nehmen wir sehr ernst. Wir distanzieren uns von Rassismus und Diskriminierung in jeder Form. Aus euren Kommentaren haben wir unterschiedliche Meinungen herausgelesen. Einige assoziieren den Produktnamen mit Rassismus, während andere die Diskussion um den Produktnamen nicht nachvollziehen können und finden, dass genau dieses Schubladendenken Rassismus fördert. Wir haben dieses Produkt vor 60 Jahren ins Leben gerufen und damals wie heute lagen uns rassistische Gedanken mehr als fern. Um zu vermeiden, dass unser Produkt Assoziationen mit Rassismus hervorruft, arbeiten wir bereits an einer Umbenennung.“

Aktuell hat es nun auch, wie PI-NEWS bereits berichtete, Knorr getroffen. Der vermutlich gleiche Haufen Spinner hatte der Zigeunersauce von Knorr „Rassismus“ vorgeworfen. Die umgehende Reaktion von Knorr:

„Da der Begriff „Zigeunersauce“ negativ interpretiert werden kann, haben wir entschieden, unserer Knorr Sauce einen neuen Namen zu geben. In ein paar Wochen finden Sie diese als „Paprikasauce Ungarische Art.

Warum verbieten sie nicht auch die Jägersauce? „Paprikasauce Ungarische Art“ könnte zudem ebenfalls „negativ interpretiert werden“. Dazu muss sich einfach nur ein entsprechender Spinner finden. Es kann schlicht alles, wirklich alles, von irgendjemandem irgendwie als Beleidigung aufgefasst werden. Reicht das als Grund dafür, es zu verbieten? Siegt ab jetzt Empörung automatisch immer über Ratio?

Politisch korrekte Jakobiner auf einer Welle des Irrsinns

Es trifft alle Bereiche. Eine Brauerei geht wegen Spinnern offline. Ein jahrhundertealtes Hotel wird mal eben seines traditionsreichen Namens beraubt. Dem „Sarotti-Mohr“ geht es an den Kragen. In Berlin werden Straßen und Haltestellen umbenannt. Kinder sollen nicht mehr Cowboy und Indianer spielen. Otto Waalkes und Astrid Lindgren sind jetzt ebenfalls „rassistisch“. Die Köpfe rollen.

Die politisch korrekten Jakobiner unserer Zeit töten keine Leute, noch nicht. Die BLM-Welle hat bereits Menschenleben gefordert. Doch ihr Vorgehen gleicht dem ihrer historischen Vorbilder auch auf anderer Ebene: Es wird alles vernichtet, was ihnen nur „verdächtig“ erscheint. Sie merzen alles aus, was sie in ihrem eigenen wirren Ideologiegespinst auch nur negativ assoziieren – und kommen damit immer automatisch durch!

Doch warum? Wie kann ein Haufen konditionierter Spinner plötzlich so erfolgreich überall die eigene Agenda durchdrücken? Wie lange geht das noch? Wohin führt das? Woher kommt dieser totale Gehorsam? Vor was oder wem haben die Vernünftigen heute solche Angst?