Wetterleuchten für Trump-Sieg?

USA: Massive Zunahme der Waffenverkäufe

Nach einer aktuellen Statistik der Firearm Industry Trade Association (NSSF, Verband der Schusswaffenhersteller) ist der Verkauf von Waffen und Munition in den USA im letzten Halbjahr deutlich gestiegen. Gegenüber 2019 hat sich der Absatz von Schusswaffen mit einem Plus von 95 Prozent fast verdoppelt. Die Nachfrage nach Munition nahm sogar um 139 Prozent zu. Dabei handelt es sich allerdings nur um die legalen Verkäufe.

Nicht erfasst sind solche Waffen, die von ihnen Besitzern im genannten Zeitraum auf dem Schwarzmarkt erworben wurden.

Auffallend auch: In der Gruppe der Afroamerikaner war mit 58,2 Prozent der stärkste Anstieg des Kaufinteresses unter allen Bevölkerungsgruppen zu verzeichnen. Hintergrund dieser Entwicklung ist die explosionsartige Zunahme von Kriminalität und Gewalt in vielen amerikanischen Städten als Folge der durch die linke Black-Live-Matters-Bewegung (BLM) initiierten Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Denn im Windschatten dieser Demonstrationen kommt es immer wieder zu teilweise brutalen Ausschreitungen der radikalen Antifa und anarchistischer Gruppen, die sich nicht nur gegen die Polizei, sondern auch die persönliche Sicherheit und das Eigentum rechtstreuer Bürger richten.

Besonders betroffen sind Städte, die von Bürgermeistern der demokratischen Partei regiert werden. Beispiele sind Minneapolis, Portland, Chicago, New York, Seattle, Los Angeles, Atlanta und auch die Bundeshauptstadt Washington D.C. In Chicago etwa ist die Zahl der Morde in den ersten sechs Monaten um 139 Prozent gegen dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. In New York hat die Polizei 23 Prozent mehr Morde registriert.

Gleichzeitig hat sich die Zahl der Schusswaffenopfer in Big Apple nahezu verdoppelt, von 577 in 2019 auf 1.087 im laufenden Jahr.

Allein zwischen Donnerstag und Samstag letzter Woche sind Presseberichten zufolge 49 Menschen angeschossen worden, sechs kamen dabei zu Tode. Gleichzeitig wird die Polizei in vielen demokratisch regierten Kommunen systematisch demontiert. Auf Druck der linken BLM-Aktivisten, deren Schlachtruf »Defund the Police« lautet, streichen die politisch Verantwortlichen der Polizei die Mittel. Allein in New York hat der demokratische Bürgermeister de Blasio das jährliche Budget des NYPD um eine Milliarde Dollar gekürzt. Und in Minneapolis, wo der Schwarze George Floyd im Mai bei seiner Festnahme ums Leben kam, hat der Stadtrat sogar die Auflösung der Polizeibehörde beschlossen.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass immer mehr Bürger Waffen kaufen, um sich und ihre Familien vor der grassierenden Gewaltkriminalität zu schützen – auch in dem Bewusstsein, dass die Polizei und damit der Staat seine Fähigkeit zunehmend einbüßt, diese Aufgabe zu erfüllen. Dass es vor allem schwarze Bürger sind, die verstärkt auf Selbstschutz setzen und deshalb Schusswaffen erwerben, hängt mit ihrem hohen Bevölkerungsanteil in den betroffenen Metropolen zusammen. Afroamerikaner leben zudem häufig in unterprivilegierten Stadtteilen, in denen nicht selten kriminelle Gangs ihr Unwesen treiben, die das entstandene Sicherheitsvakuum für ihre Zwecke ausnutzen und vermehrt Straftaten begehen bzw. die Einwohner terrorisieren.

Für die Demokraten, die mit ihrem Präsidentschaftskandidaten Joe Biden den amtierenden Donald Trump im Weißen Haus ablösen wollen, könnte sich diese Entwicklung nachteilig im Wahlkampf auswirken.

Denn es ist die demokratische Partei, die schon seit Jahrzehnten versucht, den 2. Zusatz der US-Verfassung, der den privaten Schusswaffenbesitz garantiert, auszuhebeln mit dem Ziel, den Erwerb, den Besitz sowie das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit zu beschränken. Doch diese programmatische Kernforderung könnte den Demokraten angesichts der verschärften Sicherheitslage in den USA bei der im November anstehenden Wahl auf die Füße fallen. Denn unter den zahlreichen Bürgern, die in den letzten Wochen Waffen und Munition gekauft haben, dürften sich auch zahlreiche Anhänger der demokratischen Partei befinden. Die aber werden eine Verschärfung des Waffenrechts, wie sie Biden und Harris wollen, kaum befürworten.

Aus Sicht der Trump-Herausforderer besorgniserregend ist auch das stark gestiegene Interesse der afroamerikanischen Minderheit an bewaffnetem Selbstschutz. Denn die ist eine der wichtigsten Wählergruppen der Demokraten: 2016 votierten 80 Prozent der männlichen Schwarzen und sogar 94 Prozent der Frauen für die demokratische Kandidatin Hillary Clinton. Sollte es Trump gelingen, einen größeren Teil dieser Wählerklientel, die in ihrer überwältigenden Mehrheit genauso an Sicherheit und Stabilität im Land interessiert ist wie andere Amerikaner auch, für sich zu gewinnen, könnte es für die Demokraten am Wahlabend ein böses Erwachen geben.

Hinzu kommt, dass die Partei und ihre Repräsentanten die BLM-Bewegung öffentlich unterstützen, und trotz der ausufernden Gewalt weiter von »friedlichen Demonstranten« fabulieren, obwohl die Realität offensichtlich eine andere ist.

Ganz anders Trump, der die Ausschreitungen scharf verurteilt und damit auch vielen schwarzen Amerikanern aus der Seele spricht. Er positioniert sich so als Garant für Recht und Ordnung, was angesichts der prekären Sicherheitslage in vielen US-Städten ein wahlentscheidendes Alleinstellungsmerkmal in der politischen Auseinandersetzung mit den linken Demokraten sein kann.

Sollte sich der aktuelle Run auf die Waffengeschäfte im November in Wählerstimmen für Trump niederschlagen, könnte eine zweite Amtszeit des Präsidenten wahrscheinlicher sein, als die meisten Medienschaffenden und Politikexperten heute annehmen. Aber es wäre ja nicht das erste Mal, dass die linksgewickelten Auguren die Chancen von Donald Trump falsch einschätzen!

P.S.: Nach einer gerade veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SSRS zur Präsidentschaftswahl liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden, der bis vor kurzem mit einem deutlichen Vorsprung in Führung lag, jetzt nur noch knapp vor Amtsinhaber Donald Trump. Hintergrund dieser Entwicklung ist nach einer Analyse des (linken) US-Fernsehsenders CNN nicht zuletzt der wachsende Zuspruch, den Trump bei so bezeichneten »People of Color« erfährt.

Die Wahl in den USA ist noch längst nicht gelaufen, auch wenn die Mainstream-Medien in Deutschland dem Publikum einen anderen Eindruck vermitteln wollen!

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(Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen).