Kontaktbeschränkungen im Zeitalter von Corona: das vieler Sitze beraubte Haus des Berliner Ensembles.

Von WOLFGANG HÜBNER | In den hochsubventionierten deutschen Staats- und Stadttheatern hat die Aufführungssaison 2020/21 begonnen. Selbstverständlich unter den amtlichen Corona-Auflagen, also mit kontrollierten Einlassregeln, stark verminderter Zuschauerzahl in den jeweiligen Vorstellungen, Wegfall der Pausen, mit gekürzten Stücken bzw. Opern. Es handelt sich also um mehrfach kastrierte Veranstaltungen, die nur einem Zweck dienen: Es muss einfach weitergehen. Denn wenn das nicht der Fall wäre, müssten auch in den unzähligen Kulturtempeln der Republik Kurzarbeit für das technische und künstlerische Personal eingeführt, ja sogar Entlassungen erwogen werden. Das aber darf im öffentlichen Dienst nicht sein. Und außerdem würde das politisch lästige Unruhe in einem stark linksgrün geprägten Bereich der Kulturindustrie erzeugen.

Deshalb bekommen die wenigen Besucher, die nun zu Aufführungen zugelassen werden, die teuersten Schauspiel- und Opernaufführungen aller Zeiten zu sehen und zu hören. Denn der gesamte technische und künstlerische Apparat wird ja gemäß Tarifen und Verträgen weiterbezahlt. Die mögliche Alternative zu diesem Übelstand, nämlich vielfach erhöhte Eintrittspreise, wäre selbst den zahlungskräftigsten Besuchern kaum zuzumuten. Da im Gegensatz zum Profifußball kein Fernsehsender Millionen für die Bühnen locker macht, müssen eben für den fragwürdigen Kunstgenuss von wenigen alle Steuerpflichtigen viel mehr über ihre Zwangsabgaben dazu beitragen, dass Schauspiel und Oper Corona trotzen können.

Über diesen finanzpolitischen, sozialen und auch kulturellen Skandal herrscht allerdings in den gleichgeschalteten deutschen Medien völliges Schweigen. Niemand dort stört es offenbar, dass Millionen Lohnabhängige und Selbständige, die von Kurzarbeit, Entlassungen und Insolvenzen betroffen oder bedroht sind, für kulturelle Veranstaltungen blechen müssen, die ein noch wesentlich geringerer Teil des Volkes als bislang schon der Fall in Anspruch nimmt.

Doch die Regierenden in Bund, Ländern und Kommunen wissen: Solange Beamte und der öffentliche Dienst von coronabedingten finanziellen Einbußen verschont werden, bleibt die Lage im Land unter Kontrolle und können die Bußgeldexzesse gegen Masken- und Abstandsverweigerer ungehindert fortgesetzt werden. Für die „progressiven“ Kulturschaffenden mit Tarifverträgen kommt die jetzige Situation einer besonderen Demaskierung gleich: Denn sie halten brav die sonst so kritische Klappe, schlucken „Aida“ oder „Faust“ in der Kurzfassung und auch den spärlichen Applaus des reduzierten Publikums, nur um am Monatsende keine gekürzten Gehaltsüberweisungen auf dem Konto zu haben. Das ist menschlich verständlich, moralisch und künstlerisch jedoch ein Offenbarungseid.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.

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74 KOMMENTARE

  1. Nun ja, vielleicht sollte man daran erinnern, dass Frau Dr. Merkel nicht im Traum daran denkt, auch nur einen einzigen Cent für eine Aufführung in Bayreuth zu zahlen.

    Ganz im Gegenteil, der Steuerzahler zahlt fast 100000 € dafür, dass Frau Dr Merkel mit ihrer Panzerwagenkolonne vor dem roten Teppich aussteigen kann und im Blitzlichtgewitter langsam den Hügel empor steigen kann.

    Sie hat ein einziges Problem. Wagner, Bayreuth und die Kunst interessiert sie kein bisschen, aber sie würde gerne zehn Mal nacheinander mit der Panzerwagenkolonne vorfahren und aussteigen. Das ist ihr einziges Elixir.

    Kultur hat sie nie interessiert und Beate bestimmt, was sie sich ansehen muss, damit sie von der Bevölkerung als Kulturinteressierte wahrgenommen wird.

    Sie war die, die laut Helmut Kohl nicht mal mit Messer und Gabel essen konnte.

  2. Ich war in der DDR ziemlich oft im Theater. Es waren sehr schöne Stücke dabei. Politisch aufgeladenen waren die Wenigsten. Seit 1990 war ich nie wieder. Am Anfang hatten wir andere Probleme, und nachher wurde man im Theater, politisch zum Grün-Links-versifften Bunten, erzogen.

  3. Interessanter Aspekt der „Krise“. Waren die Häuser denn nicht auch zeitweise ganz geschlossen, bei dem sog. Lockdown im März / April?

  4. Opern von Verdi nur noch für Ver.di?

    Durch FDJ-Merkels Kriegsrecht infolge der Wuhangrippe mit gestern immerhin 4 Todesfällen wurde das Land in Patrizier und Plebejer gespalten:

    Der Öffentliche Dienst stellt die neuen Patrizier dar, gut und sicher versorgt, während die Plebejer der Schausteller und Gastronomen Hartz IV beantragen und der Mechatroniker „beim Bosch“ oder „beim Daimler“ immer höhere Steuern zur Finanzierung der Patrizier mit seinen eigenen Händen und seinem eigenen Kopf erwirtschaften muss!

  5. Guter Punkt, den Herr Hübner da aufgreift. Früher hätte man noch die „Vielfalt“ der deutschen Theaterlandschaft – historisch gewachsen auch durch zahlreiche Territiorialherrschaften – als Argument für die staatliche Subventionierung bringen können. Aber schon seit vielen Jahren ist diese „Vielfalt“ Vergangenheit, da die Aufführungen nur noch im Dienste von „Diversität“/Multikulti und „Kampf gegen rechts“ stehen.

  6. johann 9. September 2020 at 12:58

    Guter Punkt, den Herr Hübner da aufgreift. Früher hätte man noch die „Vielfalt“ der deutschen Theaterlandschaft – historisch gewachsen auch durch zahlreiche Territiorialherrschaften – als Argument für die staatliche Subventionierung bringen können. Aber schon seit vielen Jahren ist diese „Vielfalt“ Vergangenheit, da die Aufführungen nur noch im Dienste von „Diversität“/Multikulti und „Kampf gegen rechts“ stehen.

    Auch Hollywood verkündet stolz wie Oscar:

    https://www.welt.de/kultur/article215327094/Oscar-Nominierung-fuer-Bester-Film-gibt-es-nur-noch-mit-Diversitaet.html

    Die Academy des Filmpreises Oscar trifft eine historische Entscheidung und ändert die Regeln für die Sparte „Bester Film“. Gefordert wird fortan mehr Diversität in den Geschlechterrollen, auch Minderheiten sollen stärker repräsentiert werden – sonst keine Nominierung.

  7. Der Kampf gegen Räääächz kostet eben. Das muß der Steuertrottel verstehen, eine dauerhafte moralische Belehrung ist im Preis inbegriffen.

  8. OT … Thema Corona… damit man sich das vor Augen hält

    Frankreichs Präsident Macron bekommt Hustenanfall

    Bei einem Treffen mit Berufsschülern in Clermont-Ferrand bekommt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen Hustenanfall. Schuld daran ist offenbar seine Maske, aber dann die Corona Maske zum Husten absetzen . . . In die Hand husten, mit genau dieser Hand Wasser holen dann neue Maske verlangen, sich an der Nase reiben und verseuchte Maske dem buckligen Hofnarrn im Hintergrund ( klick !) in die Hand drücken… siehe 1.07 Min. Netzfund Video vom 9.9.2020 . . . … klick !

  9. Die „Profis“ in der 1. u. 2. Bundeslisga werden alle 2 Tage auf „Corona“ getestet.
    Das schon seit Beginn der angeblichen Todesseuche.
    Das zahlt auch alles der Steuerdepp.

  10. johann 9. September 2020 at 12:58
    Aber schon seit vielen Jahren ist diese „Vielfalt“ Vergangenheit, da die Aufführungen nur noch im Dienste von „Diversität“/Multikulti und „Kampf gegen rechts“ stehen.

    „Diversity“ wird uns demnächst jeden Tag in die Birne gehämmert, keine Inszenierung/kein Fernsehfilm ohne Quoten-PoC, früher Quotenneger genannt, das Schauspiel Bochum geht sogar noch weiter und hat Hamlet mit einer Frau und seine Mutter Gertrud mit einer Schwarzen besetzt. Wie sie das mit Ophelia hingekriegt haben, weiß ich nicht, in Bochum von Gina Haller gespielt, auch PoC.

    Hier ein Szenenfoto: Links Mutter Gertrud, die beiden Trauerklöße rechts sind Hamlet und Ophelia (kahlrasiert), die beiden sollen, so wollte es zumindest Shakespeare, ineinander verliebt sein:

    https://www.lokalkompass.de/bochum/c-kultur/von-einer-die-auszog-das-fuerchten-zu-lernen-und-ihr-glueck-fand_a1247658#gallery=default&pid=10761525

    Oder das Hessische Landestheater Darmstadt, Eröffnung der neuen Spielzeit mit: Corona und Rassismus mit diversen PoCs, die FAZ berichtete hingebungsvoll, Leserinteresse gleich null:

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/hessisches-staatstheater-frische-buehnenluft-16938947.html

    Die Oscars werden demnächst unter „Diversity“-Gesichtspunkten vergeben, ihr Absturz in die Bedeutungslosigkeit.

  11. Wie muss ich mir einen Diversity-Spielfilm über das Hitler-Attentat vorstellen?

    Hitler, ein Schwarzer mit jüdischen Vorfahren und Stauffenberg eine mohammedanische Lesbe?

  12. Einerseits spricht Herr Hübner hier eine weitere Facette der unkoordinierten und unüberlegten Corona-Massnahmen an, die von den meisten unbemerkt geblieben wäre. Andererseits muss ich die Frage stellen, ob es richtig wäre, den Kulturbetrieb jetzt platt zu machen, weil andere es auch nicht leicht haben im Leben. Ausserdem vermute ich, dass so mancher Künstler in ebenso prekären Beschäftigungsverhältnissen lebt wie Paketzusteller und Wurstmacher. Das Leben ist hart aber ungerecht.

  13. Und was bedeutet das nun alles für den Fortgang der Geschichte dieses Systems. Ich will es nicht im Klartext schreiben. Denn sonst wagt es ja auch keiner.

    Ich will es lediglich vielleicht neutral ausdrücken. Was bedeutet es denn; wenn das System den Corona-Protest nicht mehr unter Kontrolle halten kann. Genau wie die Euro-Rettung hält nur noch die Corona-Rettung das System (also das tägliche Leben) am Laufen. Natürlich nicht mehr lange.

  14. Komische Oper oder Trauerspiel? Wie dem auch sei, das kostspieligste Theater Deutschlands dürfte nach wie vor jenes im Berliner Reichstagsgebäude sein. Von reduzierten Sitzplätzen oder überhaupt irgendwelchen Corona bedingten Einschränkungen ist aus diesem „Herzen der Demokratie“ allerdings noch nichts öffentlich geworden.

  15. Das Volk hat keine Arbeit?
    Dann soll es ins Theater gehen, da wird das Stück „Je suis Marie-Antoinette“ aufgeführt, es heisst nur anders.

  16. Eurabier 9. September 2020 at 13:09

    Also bleibt alles, wie es ist.
    :mrgreen:

    Filme, die gute Kritiken und Auspreisungen bekommen, schaut keiner an und Filme, die von der Kritik verrissen werden, sind Kassenschlager.

  17. @ Eurabier 9. September 2020 at 13:43

    Wie muss ich mir einen Diversity-Spielfilm über das Hitler-Attentat vorstellen?

    Hitler, ein Schwarzer mit jüdischen Vorfahren und Stauffenberg eine mohammedanische Lesbe?

    ****************************************************

    Ohne Attentat, aber mit einiger Diversity: „Cabaret.“ 1973 acht Oscars. Berlin 1931.

    https://www.youtube.com/watch?v=EfL1J4QVhSM

  18. „Das ist doch alles eine widerliche Scharade“
    .Diese bauten werden früher oder später, sowieso zu Moscheen umfunktioniert!

  19. Barackler 9. September 2020 at 14:02

    Also ich hatte mich in erster Linie auf die Aussage konzentriert, dass Corona nur noch so lange aufrecht erhalten werden kann, bis der öffentliche Dienst kein Gehalt mehr bekommt. Was dann freilich noch zu beweisen wäre. Vielleicht sind die ja auch so brav, dass sei auch dann noch Corona-Anhänger sind. Die kleinen Theater-Angestellten werden sicher auch zu schamhaft sein sich zu wehren (aber die Beamten-Bonzen?).
    Ich meine ein Aufstand der Beamten wäre nichts anderes als direkter Faschismus, aber es wäre Geschichte.

  20. Ewald Harms 9. September 2020 at 14:20

    „Das ist doch alles eine widerliche Scharade“
    .Diese bauten werden früher oder später, sowieso zu Moscheen umfunktioniert!

    Dann müssen aber alle Stühle raus!

  21. INGRES 9. September 2020 at 14:22

    Nochmal die Frage ist, wie lange kann das Corona-Spiel noch betrieben werden? Und Hübner hat halt einen Aspekt genannt, dass es zu Ende sein könnte, wenn die Beamten kein Geld mehr bekommen. Ein relevanter Aspekt, andererseits ist dann ja ohnehin schon Schicht. Unter diesem Aspekt muß man freilich auch die Polizisten sehen. Die bekommen gutes Geld für das Niederknüppeln ihrer Mitbürger, auch im Crash.

  22. INGRES 9. September 2020 at 14:27

    Und was, wenn Raketenwissenschaftler aus Somalia und Neurochirurgen aus dem Irak und Kernphysiker aus Afghanistan kein Hartz IV und keinen Schokopudding mehr bekommen?

  23. Tomaat 9. September 2020 at 14:32

    Es wird wohl wie bei uns in NL mehr getestet aber das „Killervirus“ tötet nicht mehr!

  24. INGRES 9. September 2020 at 14:27

    Bevor diese „Staatsbediensteten“ kein Geld mehr bekommen und wegbrechen, stellt die Regierung „Reichtumsfahnder“ ein, die Oma Elses Gebiss pfänden.

  25. @ INGRES 9. September 2020 at 14:22

    Barackler 9. September 2020 at 14:02

    Also ich hatte mich in erster Linie auf die Aussage konzentriert, dass Corona nur noch so lange aufrecht erhalten werden kann, bis der öffentliche Dienst kein Gehalt mehr bekommt. Was dann freilich noch zu beweisen wäre. Vielleicht sind die ja auch so brav, dass sei auch dann noch Corona-Anhänger sind. Die kleinen Theater-Angestellten werden sicher auch zu schamhaft sein sich zu wehren (aber die Beamten-Bonzen?).
    Ich meine ein Aufstand der Beamten wäre nichts anderes als direkter Faschismus, aber es wäre Geschichte.

    *************************************************

    Indien hat alleine gestern mehr „new cases“ gemeldet als China seit Beginn „total cases“. Todesfälle weiss wohl niemand so genau. Wenn im Slum oder auf der Müllhalde wieder ein paar umfallen, fragt wohl niemand, ob sie mit oder ohne oder an Corona verreckt sind. Die werden weggeräumt oder vielleicht auch liegen gelassen und das Leben geht für den Rest weiter. Womit die bisher testen, weiss ich nicht. Aber jetzt werden sie mit Drosten-Kits beglückt.

  26. Um „Kultur“ zu subventionieren, bedarf es

    1. zunächst einmal einer rudimentären Vorstellung von „Kultur“
    2. einem staatlichen Imperativ zur Subvention
    3. eine Gesellschaft, die die Ressourcen (Kohle!) für die staatliche Kulturbesessenheit erwirtschaftete
    4. eines Abhängigkeitsverhältnisse, gekennzeichnet durch gönnerhafte „Subventionen“
    5. Und damit ist die Kultur im Eimer.

  27. Jetzt kommt der „Quoten-Oscar“!

    .
    „Academy announces inclusion requirements set to take full effect in 2024

    The standards dictate that more people from underrepresented populations are hired for positions on- and off-screen

    OSCARS EXPANDS BEST PICTURE CATEGORY AND SETS NEW RULES FOR DIVERSITY AND INCLUSION
    „Academy governors DeVon Franklin and Jim Gianopulos headed a task force to develop the standards that were created from a template inspired by the British Film Institute (BFI) Diversity Standards used for certain funding eligibility in the UK and eligibility in some categories of the British Academy of Film and Television (BAFTA) Awards, but were adapted to serve the specific needs of the Academy,“ explained the release. „The Academy also consulted with the Producers Guild of America (PGA), as it presently does for Oscars eligibility.“ …..

    All other award categories will be held to their current eligibility requirements.
    Submissions to the best picture category from other entries such as „animated feature film, documentary feature [or] international feature film“ will be evaluated separately.

    Two of the four following standards must be met in order to qualify for eligibility for the best picture award beginning with the 96th Oscars.

    OSCARS CEREMONY DELAYED TO APRIL 2021 DUE TO CORONAVIRUS
    On-screen representation, themes and narratives
    The first requirement requires that at least one of the following criteria be met, including hiring „at least one of the lead actors or significant supporting actors“ that belongs to a marginalized population — Asian, Hispanic/Latinx, Black/African American, Indigenous/Native American/Alaskan Native, Middle Eastern/North African, Native Hawaiian or other Pacific Islander or another „underrepresented race or ethnicity.“
    Similarly, 30% or fewer „secondary and more minor roles“ must be occupied by women, people in the LGBTQ+ community or a „racial or ethnic group,“ as well as those „with cognitive or physical disabilities, or who are deaf or hard of hearing.“
    At least two „creative leadership positions and department heads“ must be filled by those belonging to underrepresented groups, including the „casting director, cinematographer, composer, costume designer, director, editor, hairstylist, makeup artist, producer, production designer, set decorator, sound, VFX supervisor and/or writer.“
    https://www.foxnews.com/entertainment/academy-inclusion-requirements-2024

  28. Babieca 9. September 2020 at 14:42

    Um „Kultur“ zu subventionieren, bedarf es

    1. zunächst einmal einer rudimentären Vorstellung von „Kultur“
    2. einem staatlichen Imperativ zur Subvention
    3. eine Gesellschaft, die die Ressourcen (Kohle!) für die staatliche Kulturbesessenheit erwirtschaftete
    4. eines Abhängigkeitsverhältnisse, gekennzeichnet durch gönnerhafte „Subventionen“
    5. Und damit ist die Kultur im Eimer.

    Henryk M. Broder hierzu vor Jahren:

    Kultur ist, wenn man aus deinem Kopf eine Blumenvase machen will – Zivilisation dagegen wenn man dafür bestraft wird

  29. Herr Hübner, Danke für Ihre Zeilen. Der Maffiöse Bühnenverein, die grünlinksversiffte deutsche Theaterbehörde, beschloss im Lockdown schon ein 90 prozentiges Kurzarbeitergeld für Theaterangestellte bis heute. Klassiker werden schon seit langem nicht mehr original gespielt. Da wird dann ein „Kaufmann von Venedig“ ein Projekt mit Partizipationsanspruch. Aus einer Zauberflöte wird eine Rappoper mit Flüchtlingen. Die Theater waren vor sechs Monaten fast durch die Bank nur noch halb besetzt. Ausnahme die großen Häuser. Den schon lange gehegten Wunsch, kulturdummer Grüninen, viele kleine Häuser zu schließen, kann man jetzt sicher über die handgemachte Coronakrise eins, zwei, drei verwirklichen.

  30. Na ja, wenigstens sind Neger und Araber äusserst selten in diesen Kulturpalästen zu sehen!

    Sehr erholsam!

  31. Focus online hält seine schützende Hand über Ganoven und Betrüger. Sie glauben das nicht?

    Wer eine Lichtgestalt wie Frau Dr Merkel ist, wird sakrosankt. Sie ist in Sphären, wo sie nicht mehr angetastet werden darf.

    Auch Franz Beckenbauer

    „Franz Beckenbauer spricht vor seinem 75. Geburtstag erstmals seit langem in der Öffentlichkeit, auch über die Ungereimtheiten der WM-Vergabe 2006. Nicht zum ersten Mal wird ersichtlich, dass Beckenbauer in seiner eigenen Welt lebt. Lassen wir ihn in Frieden.“

    So geht betreutes Denken heute.
    Natürlich verlinke ich nicht auf Focus online. Sie brauchen den Quatsch nicht zu lesen

  32. Heute gab es ja eine Künstler- / Verandtalterdemo „Alarmstufe rot“. Dabei: 5.000 Menschen in Berlin.

    Die Branche ist mit rund einer Million Beschäftigten und 130 Milliarden Euro Umsatz der sechstgrößte Wirtschaftszweig des Landes.

    Die darf ebenso nicht vergessen werden.

    Wer nur vor 200 statt 1.000 Besuchern auftreten darf, kann davon sicherlich nicht leben.

    Daß die Schauspieler von Stadttheater & Co. den öffentlichen. Dienst als Zahler haben…wußte ich nicht bzw. habe nie darüber nachgedacht.

  33. @ ghazawat 9. September 2020 at 15:27

    Merkel steht über allen Gesetzen. Nach 5 Jahren ständigen Gesetzesbrüchen kommt das kriminelle Stück ohen Probleme da raus. Genauso Uschi Leyen. Korruption und Beweisvernichtung kommen bei ihr zum tragen. Nichts passiert.

  34. Tritt-Ihn 9. September 2020 at 14:58

    Asylzahlen für August.
    _______________________
    7275 Erstanträge plus 1149 Folgeanträge.

    Von Januar bis August bisher 64.003 Erstanträge.
    https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Statistik/AsylinZahlen/aktuelle-zahlen-august-2020.pdf?__blob=publicationFile&v=2
    ___________
    Bis Ende des Jahres dürften es wieder ca. 100.000 Merkel-Gäste sein,
    die in Germoney anlanden und versorgt werden müssen.
    Eine weitere Stadt !

    Was dabei immer unterschlagen wird: Was über Familiennachzug und Resettlement hier reinströmt, läuft jenseits des Asylverfahrens, die bekommen SOFORT die unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis und tauchen in den sorgfältig runterfrisierten Asyl-Statistiken überhaupt nicht auf.

    Ebenso die „Geduldeten“- 100.000 neue Kuffnucken pro Jahr ist optimistisch niedrig, es geht stabil seit 2105 Jahr für Jahr um um 1 Million. Zumal auch nicht in die Statistik einfließt, wie viele, kaum in D, sofort ihre 3 Cousinen in Islamien heiraten, schwängern und nach D nachziehen. Das ist nicht nur „Familennachzug“, das ist Polygamie-Inzest-berechnete Scharia zum Abgreifen der Ungläubigen, in diesem Fall gedeckt durch islamisches Familienrecht, Kriegsrecht, Staatsrecht.

  35. Babieca 9. September 2020 at 14:42

    Um „Kultur“ zu subventionieren, bedarf es

    1. zunächst einmal einer rudimentären Vorstellung von „Kultur“
    2. einem staatlichen Imperativ zur Subvention
    3. eine Gesellschaft, die die Ressourcen (Kohle!) für die staatliche Kulturbesessenheit erwirtschaftete
    4. eines Abhängigkeitsverhältnisse, gekennzeichnet durch gönnerhafte „Subventionen“
    5. Und damit ist die Kultur im Eimer.

    Schlimmer.
    Die Kultur wird auf diese Weise eine aufgepfropfte Kultur, die mit der gewachsenen Kultur eines Volkes nichts mehr zu tun hat.

    Es ist wie Maos, nein, wie jede sozialistische Kulturrevolution, nur ohne Genickschüsse und KZs Gulags.

  36. Cum-EX-Geschäfte, Schaden ca 30 Milliarden, das teuertse Opernhaus der Welt ist der Bundestag, mit den Darstellern der Altparteien, da sind die Opernhäuserausgaben Pinatz dagegen

  37. nicht die mama 9. September 2020 at 15:44

    Oder wie es Grönemeyer bei seiner Rede im Musikpalst auf den Punkt brachte, weil „Gesellschaft“ schliesslich auch die Kultur beinhaltet:

    Es liegt an uns, zu diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat!

  38. Bald können die Altparteienpollitiker, Verdis Nabuco singen, den Gefangenchor aber auf anderre Weise, Gefangen in den Klauen der Wirtschafts und Banklobysten, CUM-EX znd Wirecard -Manager können den Dirigentenstab schwingen

  39. Mir kommen die Tränen….

    An der Schauspielschule soll jemand zu ihm gesagt haben: „den Prinz von Homburg wirst du niemals spielen…“

    .

    „Mohamed Achour ist in Laatzen aufgewachsen – und gehört nun zum Ensemble am Schauspiel

    Der Schauspieler Mohamed Achour hat Erfahrungen mit rassistischen Zuschreibungen gemacht. Am Schauspiel Hannover erzählt er davon. Denn auch heute sei es noch so, dass People of Colour kaum große Hauptrollen spielen.“

    https://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Region/Mohamed-Achour-hat-Erfahrungen-mit-rassistischen-Zuschreibungen-gemacht

  40. @ Babieca 9. September 2020 at 14:42

    Um „Kultur“ zu subventionieren, bedarf es

    1. zunächst einmal einer rudimentären Vorstellung von „Kultur“
    2. einem staatlichen Imperativ zur Subvention
    3. eine Gesellschaft, die die Ressourcen (Kohle!) für die staatliche Kulturbesessenheit erwirtschaftete
    4. eines Abhängigkeitsverhältnisse, gekennzeichnet durch gönnerhafte „Subventionen“
    5. Und damit ist die Kultur im Eimer.

    *******************************************

    Bitte zurück zu 1.

    Für mich ist unsere Kultur Turnen, Schwimmen, Fussball, grosses Theater, Konzerthallen, Kleinkunst, Trachtenfeste, Bierfeste, Kunsthallen, Literaturstammtische, Kneipenstammtische, … unendlich fortzuführen. Und natürlich unsere Sprache, was ja sogar der immer noch nicht nach Anatolien entsorgten Özoguz aufgefallen war.

    Weiter mit 2.

    Ich sehe einen gesellschaftlichen Konsens für eine gewisse Förderung für notwendig an. Subvention ist für mich negativ belastet. Am schwersten einer Mehrheit vermittelbar sind notwendige Gelder für Opernhäuser und Kunsthallen, da immer weniger Menschen im Land der Dichter und Denker Zugang und Gefallen finden.

    3. bis 5.

    Eine Gesellschaft, die jährlich viele Milliarden erwirtschaften kann und will für die Energie-Kugel Eis, für erwerbsferne Zuläufer, für Subventionierung (sic!) des Club Med, wird doch hoffentlich noch etwas Kleingeld für die Pflege ihrer Kultur aufbringen können.

    Dass diese Kultur schrittweise von den selben Leuten vereinnahmt werden konnte wie die Presse und die Politik, schreibe ich in erster Linie der Passivität derer zu, die eigentlich für sie stehen müssten.

    P.S. Reiten gehört meinetwegen auch dazu.

    P.P.S. In Ordnung, auch christliches Gedöhns.

    P.P.P.S. Wenn uns das Geld komplett ausgeht, können wir immer noch Filzlaus-Rennen veranstalten.

    🖤

  41. Haremhab
    9. September 2020 at 15:31
    Heute Abend kommt wieder Aktenzeichen XY ungelöst.
    ++++

    Aktenzeichen XY = Kuffnuckensuchdienst

  42. Barackler 9. September 2020 at 15:52

    Ich sehe einen gesellschaftlichen Konsens für eine gewisse Förderung für notwendig an. Subvention ist für mich negativ belastet. Am schwersten einer Mehrheit vermittelbar sind notwendige Gelder für Opernhäuser und Kunsthallen, da immer weniger Menschen im Land der Dichter und Denker Zugang und Gefallen finden.

    Die Förderung von Theater und Oper könnte so aussehen, dass der Staat lediglich auf verkaufte Karten einen gewissen Betrag aufschlägt.

    So ist gesichert, dass nur das, was die Gesellschaft auch als Kunst betrachtet, auch gefördert wird und nicht die wirren Fantasieen in den drogenbenebelten Hirnen mancher Regisseure.

    Und so ist auch gesichert, dass das normale Volk auch mal wieder ins Theater oder in die Oper geht, wenn es von „Stücken“ wie dem Hakenkreuz-Tannhäuser mangels Finanzierung verschont wird.

  43. Barackler 9. September 2020 at 14:38

    Mich interessieren nur die Zahlen aus Deutschland, USA, Schweden, Israel. Und die Zahlen auch nur, um selbst mit den offiziellen Systemzahlen die Sache auch empirisch ad absurdum zu führen.

    Theoretisch ist das eh kompletter Humbug (auch wenn es möglich ist, dass es das Virus gibt). Und vielleicht bekommt ja auch Drosten eine Strafanzeige in den USA. Gegen Fauci soll ja Anzeige wegen Falschinformation von Trump geplant sein.
    Man fragt sich natürlich, was Drosten und Fauci sich gedacht haben.
    Die WHO und die Regierungen sind entweder naiv oder korrupt eingebunden. Aber Drosten könnte natürlich belangt werden. Ich weiß nicht ob man ihm Straffreiheit zugesichert hat?

  44. INGRES 9. September 2020 at 16:34

    Also ich sehe auch ab und zu auf Spanien, Italien, UK. Aber was soll ich zu Indien sagen. Bei der Riesenbevölkerung sind hohe Zahlen kein Wunder. Was da sonst läuft weiß ich nicht. Und relevant sind für mich letztlich momentan nur Deutschland und die USA. Wenn man die Zahlen offiziell hochhalten kann, ist nichts Interessantes zu erwarten. Wenn nicht (das Fälschen bei den Toten ist vielleicht nicht so einfach), dann ist es nicht ausgeschlossen, das es mal wieder relevant wird.

  45. nicht die mama 9. September 2020 at 15:44
    Barackler 9. September 2020 at 15:52

    Gute Anmerkungen, die die ganze Dimension von Kultur zeigen. Ich bleibe dabei und das ist eine gelernte Erfahrung: In dem Moment, wo eine anfangs gutgemeinte – und manchmal auch kurzfristig nötige Subvention – sich in staatlicher Hand verstetigt, gerade für „Kultur“, kommt da nie Pluralismus raus, sondern Staatskultur. Und Staatskitsch.

    Zu verführerisch ist der Hebel „Geld gegen Gehorsam“.

  46. Theater ist überholt, und selbst vielen Linken sind die geisteskranken Stücke, die dort aufgeführt werden, zu extrem.
    Der BRD Theaterbetieb schmort schon lange im eigenen Saft, eine Echokammer des linken Wahnsinns. Kann weg.

  47. Lesefehler 9. September 2020 at 17:53

    Es reist auch niemand in der Pferdekutsche

    Könnte sich demnächst wieder ändern… ;))

  48. Heisenberg73 9. September 2020 at 18:15

    Theater ist überholt, und selbst vielen Linken sind die geisteskranken Stücke, die dort aufgeführt werden, zu extrem. Der BRD Theaterbetieb schmort schon lange im eigenen Saft, eine Echokammer des linken Wahnsinns. Kann weg.

    Eben! Folge des Subventionsirrsinns. Dabei ist Theater klasse. Eine einmalige Kulturleistung des Abendlands. Seit den ollen Griechen, und dann weiterentwickelt. Als Ableger dann sowas Nettes wie Marionetten- und Handpuppentheather. Salopp gesagt: Ohne die griechische Antike, ohne Shakespeare, Kein Kasperpuppentheather, keine Augsburger Puppenkiste (im Islam alles undenkbar und nie entwickelt, er kennt per Ideologieverbot weder bildende noch darstellende Kunst, konnte daher nie eine Malerei entwickeln, geschweige denn Perspektive in der Malerei und ultimativ Fotographie).

    Auch in Asien gibt es Theater … recht starr. Aber die kulturelle weltweite Bedeutung, die Einmaligkeit, hat nur das Theater-Dingens aus Europa erreicht. Ganz ohne Subventionen.

  49. @ nicht die mama 9. September 2020 at 16:31

    Barackler 9. September 2020 at 15:52

    Ich sehe einen gesellschaftlichen Konsens für eine gewisse Förderung für notwendig an. Subvention ist für mich negativ belastet. Am schwersten einer Mehrheit vermittelbar sind notwendige Gelder für Opernhäuser und Kunsthallen, da immer weniger Menschen im Land der Dichter und Denker Zugang und Gefallen finden.

    ###############################

    Die Förderung von Theater und Oper könnte so aussehen, dass der Staat lediglich auf verkaufte Karten einen gewissen Betrag aufschlägt.

    ***************************************

    Das könnte ein sinnvoller Ansatz sein.

  50. Bedauerlich ist es aus meiner Sicht, dass
    z. B.
    a) Veranstalter von Messen und ihre Mitarbeiter bzw. Zulieferer wie Messestandbauer u. Ä. durch die Corona-Vorschriften sehr hart getroffen wurden und werden;
    b) auch Orchester-Musiker sind unnötigerweise von Staats-Dilettanten in ihrer Berufsausübung arg behindert worden.

    Demgegenüber ist es aus meiner Sicht kein Kultur-Verlust, wenn irgendwelche stumpfsinnigen linken Comedians oder Gesangsgruppen oder Großmäuler wie Lindenberg oder Gröhlemeier, die in ihren Texten links-grünes Propagandaliedgut mit Ausgrenzung Andersdenkender unterbringen, wenigstens zeitweise verstummen.

    Was die öffentlichen Kulturstätten („Theater“) betrifft, wäre auch ohne Corona längst für einige der Sub-Kultur-Stätten einmal ein STOP erforderlich geworden.

    Was sich in zahlreichen Theatern im Schauspiel- und Opernbereich an Verirrungen abspielt, ist m. E. grotesk.
    Da werden beispielsweise Mozart-Opern oder klassische Schauspiele (dem „pseudo-kultivierten“ Zeitgeist entsprechend!!) verschwult, auch durch Fäkalien „angereichert“- und letztlich urheberrechtlich bedenklich verändert, weil sich ein paar offenbar durchgeknallte Regisseure selbst darstellen wollen – unter Vernebelung der Ursprungswerke.

    Dass diese Verirrungen auch noch durch öffentliche Haushalte finanziert werden, kann ich nicht tolerieren.
    Da ist es aus meiner Sicht eine Wohltat, wenn Corona diese fragwürdigen „Kulturschaffenden“ aussperrt.

  51. Babieca 9. September 2020 at 18:34

    Lesefehler 9. September 2020 at 17:53

    Und wo bitte parke ich mein Pferd, ohne Ärger mit den Tierschutzverein zu kriegen?

    Und hafte ich dann dafür, wenn das im Freien stehende Pferd bei einem freilaufenden Mohammel den Sprungimpuls auslöst und der dann vom Pferd einen Tritt vor den Latz kriegt?

    Und wohin mit den Äpfeln?
    Die Post trägt die mir sicher nicht ins Rathaus…
    :mrgreen:

  52. @ Babieca 9. September 2020 at 16:48
    @ nicht die mama 9. September 2020 at 15:44

    Barackler 9. September 2020 at 15:52

    Gute Anmerkungen, die die ganze Dimension von Kultur zeigen. Ich bleibe dabei und das ist eine gelernte Erfahrung: In dem Moment, wo eine anfangs gutgemeinte – und manchmal auch kurzfristig nötige Subvention – sich in staatlicher Hand verstetigt, gerade für „Kultur“, kommt da nie Pluralismus raus, sondern Staatskultur. Und Staatskitsch.

    Zu verführerisch ist der Hebel „Geld gegen Gehorsam“.

    *******************************************

    Ich möchte mich nochmals gegen das Wort Subvention wehren. Subvention ist für mich, wenn zu viel Milch produziert und dann vernichtet wird. Kulturförderung heisst, Dinge möglich zu machen, die halt mehr Geld kosten, als sie wieder einspielen können.

    Einerseits ist da der Konsument schuld, der sich alles vorsetzen lässt, völlig verständnislos, ohne Bildung und ohne Vorbereitung auf irgendwelche Dinge glotzt, seien es Theaterstücke oder Skulpturen, weil er sein neues Outfit präsentieren will, möglichst mit einem Glas Champagner in der Hand. Wichtig ist ein Selfie.

    Andererseits fehlt es offenbar an Kontrollmechanismen, die verhindern könnten, dass sich Kulturbetriebe in Selbstversorgungs-Einrichtungen verwandeln, ähnlich einer ursprünglich ebenfalls gut gemeinten AWO.

    Auch sollte niemand zu schnell den Stab brechen über neue Entwicklungen und Experimente. Wer hat sich schon jemals informiert, warum Joseph Beuys immer wieder Fett, Filz und Hasen darstellte und variierte?

  53. Gut, dass Herr Hübner dieses Thema aufgegriffen hat. Ich habe mich schon länger gefragt, wie es seit Corona in Opernhäusern oder Konzertsälen abläuft. Opernaufführungen dürfen also stattfinden in verkürzter Form und mit reduzierten Stücken. Die „Künstler“ und die Orchestermusiker haben also weniger Zeitaufwand zu leisten, haben sozusagen Kurzarbeit, aber mit vollem Gehalt, nicht schlecht.

    Opernhäuser haben auch Chöre, wie sieht es denn da aus? Ich frage deshalb, weil in meinem Gesangverein seit März keine Chorproben mehr stattfinden dürfen, weil angeblich beim Singen die meisten Viren freigesetzt werden und größte Ansteckungsgefahr besteht. Es ist auch nicht absehbar, wann wieder Proben erlaubt sind. Bei Opernchören geht das offenbar schon und auch bei den Solisten in der Aufführung auf der Bühne. Hier wird auch mit zweierlei Maß gemessen. Auch die Orchestermusiker müssten eigentlich reduziert sein, wenn nicht genügend Platz für alle vorhanden ist, da sie ebenfalls Abstand einhalten müssen.

  54. ZU:
    Barackler 9. September 2020 at 20:02
    ZITAT:
    „Auch sollte niemand zu schnell den Stab brechen über neue Entwicklungen und Experimente. Wer hat sich schon jemals informiert, warum Joseph Beuys immer wieder Fett, Filz und Hasen darstellte und variierte?“

    ………………………..

    Möchte gerne anknüpfen an „Joseph Beuys“, den ich einmal anlässlich einer Veranstaltung in den 1980er Jahren in Düsseldorf persönlich kennenlernte. Kenne aus dem von mir besuchten Museum Schloß Moyland seine Objekte und Skizzen ganz gut. Ich sage mal so: Ein faszinierender Typ mit Grips und viel hintergründigen Gedanken und Interpretationen.

    Joseph Beuys trat gegen die kommerzielle Kunstwelt an und wurde für eine „moderne“, teils (aus traditioneller Sicht) arg abscheuliche Kunst bekannt. Seine Werke wurden von vielen als „Kunstmüll“ bezeichnet, doch trotzdem gilt Beuys als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

    Nach jahrelangem Kampf mit seiner durch den 2. Welt-Krieg ziemlich instabilen Psyche, fand Beuys den Weg in die Kunstwelt und besuchte die Kunstakademie in Düsseldorf, wo ihm schnell klar wurde, dass er ein weniger elitäres Verständnis von Kunst hatte. Beuys Credo lautete: „Ein Künstler sollte nicht im Atelier eingesperrt bleiben, sondern rausgehen und die Gesellschaft mitgestalten.

    Er behielt vor allem seine Faszination für das Material Fett für seine Kunstobjekte.

    In den 1960ern begann er“ Aktionskunst“zu gestalten, und zwar mit Werken die ziemlich seltsam tituliert waren „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ oder später, in den 1980ern, „7.000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“, wo Beuys 7.000 Eichen in Düsseldorf pflanzen ließ. Auch sein „Stuhl mit Fett“ wurde schon 1958 prominent.
    In den 1980ern sorgte er für viel Aufregung in der Kunstwelt. Zusammen mit Künstlern wie Andy Warhol brach er mit der (aus seiner Sicht) altmodischen, elitären Idee von Kunst und machte Kunst (angeblich) für die Allgemeinheit zugänglich. Dies gelang ihm im eigentlichen Sinne aber nicht!

    Nach Beuys besaßen alle Menschen die Fähigkeit, Künstler zu sein. Als er an der Kunstakademie Düsseldorf Lehrer einer Klasse wurde, nahm er alle Studenten an, die sich bei ihm bewarben. Ein Skandal, der ihm seine Stelle kostete (damals war Johannes Rau der zuständige NRW-Minister für diese Sparte).
    Aber sein bekanntestes Werk bleibt bis heute:
    Die Fettecke.
    Beuys stellte 1982 Fett in eine Ecke seines Kunstraumes in der Kunstakademie Düsseldorf und ließ sie vor sich hinschmelzen und verranzen. Und dies jahrelang.

    Zur Bekanntheit des Werkes trug nämlich auch das schäbige Ende der Fettecke bei. Nachdem Beuys 1986 starb, kam es zu einem Versehen: Der dortige Hausmeister entfernte das Fett neun Monate nach Beuys Tod. Die Überreste der zerstörten Fettecke fand der Künstler Johannes Stüttgen in einem Abfalleimer und machte sie wiederum zu einem neuen Kunstwerk:
    „Reste einer staatlich zerstörten Fettecke“.

  55. Diese Art Kultur ist reine Nischenwixerei die auch noch teuer bezahlt werden muss . Der Staat sollte sich hier vollkommen heraus halten und auf Privatisierung drängen , dann wird die Qualität auch wieder besser . Auf die Bühne Scheissen oder Pissen halte ich nicht für Kunst , sondern für Schund . Diese sogenannten Kulturschaffenden sind besonders vom Geldhahn des Staates abhängig und sind eingefleischte Systemlinge , die sich nicht zu Schade sind , offen Ihre Gönner der Parteien zu hofieren und kritische Geister übel zu beschimpfen . Nee … das hat schon lange nichts mehr mit Kunst zu tun und schon gar nichts mit Kultur … ich würde sagen , eher mit Supkultur !

  56. Ich habe an Beuys nur 2 Erinnerungen. Zum einen kenne ich die Vokabel „Fettecke“. Die 2. habe ich anläßlich seines Todes. Mein Vater konnte ja mit seiner Kunst nichts anfangen (ohne das man sich dafür je interessiert hätte, aber Beuys war halt ein Begriff gewesen).
    Aber anläßllch seines Todes meinte mein Vater, als er ein Gespräch mit Beuys gehört habe: der sei (wohl trotz seiner merkwürdigen Kunst) ganz in Ordnung gewesen. Und den Hut hätte er wegen einer Kriegsverletzung getragen.

  57. Der Artikel von WOLFGANG HÜBNER hier befasst sich grundsätzlich mit kulturellen Veranstaltungen.

    Mein oben getexteter Ausflug zu Joseph Beuys ist in dem Zusammenhang also nur ein „Nebenkriegsschauplatz“.

    Man sollte aber rein gedanklich zu Beuys festhalten, dass er auch wirklich zeichnen konnte – also nicht nur Objektkunst installierte und damit provozierte.

    Das heißt, J. Beuys ist kein „Kunst-Schmierfink“ gewesen, von denen es heute allerdings zahlreiche Selbstdarsteller gibt, die in zwei Minuten Farbe auf die Leinwand spritzen und das Gemälde dann „Dramatische Begebenheit 4711“ nennen. Diese Selbstdarsteller können in der Regel z. B. zeichnerisch wenig bis nichts.

  58. Warum eigentlich nicht, Unser Dorfbgm hat alle öffentlichen Angestellten in Kurzarbeit geschickt. Wenn er gekonnt hätte, dann auch die Beamten.

    Heta 9. September 2020 at 13:38; Dann doch lieber klassische Opern, die sind seit über 100 Jahren immer gleich, auch wenn sich die Stimmen der Sänger etwas unterscheiden. Das hören aber eh bloss die wenigsten.
    Auch wenn die Inszenierung teilweise katerstrofal ist.

    Tomaat 9. September 2020 at 14:32; Ist doch bei uns genauso, jeden Tag werden neue Höchststände bei „Infizierten“ gemeldet, aber kaum jemand stirbt mehr mit Corona. Ich verfolgs schon länger nicht mehr, aber seit dem Sprung auf 9200 bis jetzt sind wohl 6 bis 8 Wochen vergangen. Und alle diese Leute sind nicht an sondern mit Corona gestorben.

    Tritt-Ihn 9. September 2020 at 14:58; Plus das 10 bis 20 fache an Familiennachzug.

    ghazawat 9. September 2020 at 15:27; Ach wenns nur wahr wäre, Die gottgleiche und der letzte deutsche Kaiser in höheren Sfären, dort wo sie lange verstorbenen Bekannten, Verwandten und ihrem Schöpfer begegnen.

    Vernunft13 9. September 2020 at 15:39; Es gibt schlicht kein Theater, Operndingens, Musical usw, das nicht hochsubventioniert ist. Möglicherweise gilt das sogar für alle möglichen Festivals, solange sie genügend weit links sind. Aber wehe, es treffen sich ein paar hundert Rechte um Nazimusik zu hören, dann jault die Medienmeute ganz laut auf.

    Marie-Belen 9. September 2020 at 15:52; So ein Pech aber auch, nicht mal den weissen Neger Wumbaba kann er spielen.

    INGRES 9. September 2020 at 16:34; Natürlich gibts das Virus. Das Teil ist möglicherweise älter wie die Menschheit und hat wohl schon den Steinzeitmenschen eine laufende Nase und nen rauhen Hals beschert.

    Babieca 9. September 2020 at 18:34; Höchstens indirekt, die Gäule werden, wie in Spanien in ner Tretmühle zur Erzeugung von elektrischem Strom für die Autoakkus genutzt.

    Babieca 9. September 2020 at 18:45; Ganz ohne Subventionen meinst du hoffentlich nicht ernst, Theater, Oper wurde schon immer subventioniert. Das fing schon mit den damaligen Königen, Bischöfen usw, an, die sich die Komponisten quasi wie Hofnarren hielten. Denen wurden vergleichsweise riesige Gehälter bezahlt, nur damit der Bonze gelegentlich mal in der Oper neue Stücke hören durfte. Dabei wurden natürlich auch die ganzen Freunde und andere die sich für wichtig hielten eingelassen. Bezahlt hat das hauptsächlich der grosse Gönner, wer auch immer er war. War natürlich mit Leonardo, Michelangelo, Dürer, Rembrandt nicht anders.

    A. von Steinberg 9. September 2020 at 21:00; Beuys war genial, einfach weil er seine Geldgeber total verarscht hat, und die es wahrscheinlich bis heute nicht mal gemerkt haben. Irgendwann mal muss er in der Schweiz fast für den Lynchmord an nem Bgm Schuld gewesen sein. Der hatte ein Kunstwerk bestellt, Beuys ging in irgendein Zimmer, hat das geweisselt und ne Krankentrage reingestellt. Dafür bekam er dann keine Ahnung, muss wohl wenigstens 6 stellig gewesen sein. Wie das die Bürger mitkriegten war aber einiges geboten. Ich weiss nur noch dass der zwischen Kunst-Kunst und Gebrauchskunst unterschied, Kunst-Kunst, das war das, was fast alle anderen machten. Also das, was du und ich als Kunst empfinden, keine Ahnung Mona Lisa, die zerfliessenden Uhren von Dali, oder Colanis Werke.

  59. Ja, Beuys war stets für Überraschungen gut. Seine Objektkunst war überhaupt nur voll verständlich mit seiner Interpretation dazu. Natürlich haben sich manche Betrachter an den Kopf gefasst …..
    TIPP:
    Falls jemand diesen Künstler noch nicht kennt:
    >> Wolfgang Beltracchi – für mich ein „universeller Jahrhundertkünstler“, der nahezu alles kann,
    aber die moderne Kunst und Objektkunst kritisch sieht.
    LINK:
    https://www.wolfgang-beltracchi.com/wp-content/uploads/2018/11/Du888_GzD_20181113-low.pdf

  60. uli12us 9. September 2020 at 23:29

    INGRES 9. September 2020 at 16:34; Natürlich gibts das Virus. Das Teil ist möglicherweise älter wie die Menschheit und hat wohl schon den Steinzeitmenschen eine laufende Nase und nen rauhen Hals beschert.

    ————————–
    Also das seh ich nicht so einfach. Es gibt natürlich Corona.Viren. Aber ob es COVID19 gibt wei0 ich nicht, denn der Test ist ja am Computer entwickelt worden an einem virtuellen Virus. Ich weiß nicht, ob das Virus in echt bisher isoliert wurde. Für den PCR-Test jedenfalls nicht, der testet meine ich allgemein Corona-Viren. Diesen Skandal habe ich Anfang April schon so verstanden und nie etwas anderes dazu gelesen und bin sprachlos darüber. Die WHO soll den Drosten Test noch am Tage der Einreichung angenommen haben.

  61. INGRES 10. September 2020 at 10:27

    Ich bin so sprachlos darüber, dass ich zwar meine im Prinzip richtig zu liegen, aber (hinsichtlich des Tests) irgend etwas doch falsch zu sehen. Aber bisher klärt mich niemand darüber auf.
    Aber im Prinzip gehe ich davon aus, dass der Test keinen spezifischen Nachweis von COVID19 liefert. Irre!

  62. Linientreue Kultur egal, ob Wagner oder Brecht wird vom Staat
    subventioniert. So in der DDR oder BRD seit 1950.
    Diskotheken & Rockfestivals, was das „niedere“ Volk will,
    muß von den Bürgern selbst bezahlt werden.
    (zur Klarstellung mal undifferenziert ausgedrückt)
    Krass ist nur, daß Merkels Antifa seit Jahren Lokale anzündet,
    die angeblich die falsche Musik spielen.

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