Sechs „Experten“ und ein „Exorzist“

Maischbergers Corona-Geisterstunde

Von PETER BARTELS | Fernsehen? Heutzutage? Sinnlos! Man wird belogen, die Wahrheit verbogen. Oder einfach verschwiegen, bestenfalls verschwiemelt. Ob „Tagesschau“ oder „heute“ oder RTL-Doof-TV… Oder „Talkshow“. Exemplarisch wieder mal „Maischberger“. Eine  Corona-Geisterstunde“…

Da sitzen sechs „Experten“, natürlich handverlesen, deutsch: Man weiß vorher, was sie denken, sagen wollen, sagen sollen. Zwei „Politikerinnen“ (Saskia Esken, SPD / Karolin Preisler, FDP), die von uns Deppen-Deutschen fürstlich bezahlt werden … Eine Lungenärztin (Jördis Frommhold), die sich mit „180.000 Corona-Genesenen“ via TV die Praxis mit künftigen Corona-Frührentnern volllabert … Eine „Politologin“ (Cathryn Cluver Ashbrook), die seit Jahren die Freiheit der linken Obama-Demokraten genießt … Eine ältliche „taz“-Journalistin“ (Bettina Gaus), die sich mit den Talkshow-Silberlingen die erbärmliche „taz“-Penunse aufbessert … Ein WELT-Stellvertreter (Robin Alexander), der so tun muß, als würde er noch für 200.000 Leser von einst im Mai sprechen, statt den armseligen Rest von 26.000  auf dem Absprung …

Und dann ist da noch ein alter weisser, manchmal weiser BILD-Mann (Josef Nyary), der sich solche Talkshows Nacht für Nacht antun muß, eine Art „Exorzist“ geben soll, auch wenn ihm sein linker BILD-Chef nur den Schattenboxer erlaubt, journalistisches Potemkin allemal: Du!Du!Du!

Etwa so: „Dieser Tage sind SPD-Politiker besonders gefragt: Ex-Kanzler Schröder als Putin-Amigo, Kanzlerkandidat Scholz als Cum-Ex-Kenner und Parteichefin Saskia Esken als Talkgast in „maischberger. die woche“. Wie klingen die Antworten?“

Piano bei Putin? Ja, aber …

Und so: „Sakia Esken … Tonprobleme: Übersteuert bei Trump, piano bei Putin“ …  Oder so: Bettina Gaus … Die Journalistin ist eine Meisterin der Ja-aber-Argumentation, von der zum Schluss immer nur das „aber“ übrig bleibt.“ Dann Nyarys’s Versprechen, das er nicht halten kann, weil „Maischberger“auch diesen Mittwoch es nicht hergibt: „Politik, Presse, Pneumologie: Dem Zoff-o-Meter geht die Luft auch heute nicht aus!“ So dass der alte weisse Mann am Ende in die Tasten knirschen muß: „Ideologie bis zur intellektuellen Insolvenz … die vermeintliche Sozialtigerin Esken zahm wie ein Bettvorleger: Das war ein Talk der Kategorie „Versuch macht klug“.

Zwischen Nyarys „Zoff“-Versprechen und seinem „Fazit“-Seufzer die hinlänglich bekannte, gebackene Luft der von Betroffenheit besoffenen Gutmenschen im Studio. Nyary notiert: „Diese überfüllten Lager (in Griechenland, PI-NEWS) sind seit Monaten eine Schande für die Europäische Union!“ schimpft Gaus über die Brände in Moria … „Diese Lager sind ein Produkt des EU-Türkei-Deals“, erläutert Alexander deutlich differenzierter: „Irreguläre Migranten sollten in die Türkei zurückgebracht werden“ … „Es muss erst mal geholfen werden“, fordert Cluever Ashbrook so simpel wie wahr …“

Die „taz“-Omma kann nur heiße Luft … Der wieder molligere WELT-Bubi verschweigt, dass die heimliche SPRINGER-Herrin Merkel den Türken-Deal mit deutschen Milliarden seinerzeit als grandiosen Erfolg bejubeln ließ … Die „Politologin“ Cathryn Cluver lebt zum Glück ja weit weg  in Obamas Amerika …

Lorbeerkranz für den Mann von WELT

Dann setzt der BILD-Kritiker dem WELT-Kollegen  den Lorbeerkranz auf die hohe Stirn,

Nyary: „Klartext: „Die Idee, dass Putin auf böse Mächte im Westen reagiert, die sollten wir vergessen!“ wettert er über die verständnisinnigen Kommentare aus der deutschen Linken.

Denn, so Alexander: „Putin hat gesagt: Wo ein Russe ist, da ist russische Erde. Und das ist kein Sicherheitskordon!“ Sein Vorschlag: „Man müsste die Russen da treffen, wo es weh tut – etwa mit „Nord Stream 2“. Und dann hofiert der Nyary Josef den WELT-Mann unter der Zwischenzeile „Klügste Analyse“ weiter:

„Die Kanzlerin hat in den letzten Tagen erstaunliche Pendelbewegungen gemacht … Ich glaube, dass Frau Merkel genau sieht, wie sich die Debatte entwickelt … Ein Pipeline-Stopp „wäre sehr teuer, aber es wäre den Preis wert.“

Klar, der nette Mann von WELT zahlt’s ja nicht … Und die Talkmaster/In will Blut,  Schröders Kopf, der laut Nyary „dröhnend schweigt“. So peitscht „Staatsanwältin“ Maischberger suggestiv Richtung Runde: „Wollen Sie ihn verteidigen?“ Gaus beeilt sich: „Nein.“ Alexander schnauft: „Wie komme ich denn dazu?“ Ashbrook schnappatmet: „Ich bestimmt nicht!“ „Gut“, kräuselt Maische das geschminkten Mündchen.: „Dann warte ich, dass es vielleicht die Parteichefin macht …“ Der alte weisse BILD-Mann staunt: „Und schon sitzt Esken ihr gegenüber, die Füße in den roten Slingpumps locker vorgestreckt.“

Erst Pakete, dann Kellnerin

Maischberger macht erstmal artig curriculum vitae: Abgebrochenes Studium, Paketzustellerin, Kellnerin, Straßenmusikerin … Die Vertreiberin der allerletzten SPD-Wähler zur AfD (früher 4o% heute um 14 %) macht erstmal PR in eigener Sache, Nyary: „Ich war 18, 19 Jahre alt und vergleichsweise schüchtern“, begründet die SPD-Chefin die Pflaster-Mucke mit „Crosby, Still & Nash“. „Das war ein Mittel, in den öffentlichen Raum zu gehen und sich zu trauen.“ Und dann übt sie die übliche sozialistische Selbskritik, Nyary: „Ihr Urteilsspruch, Olaf Scholz sei „kein standhafter Sozialdemokrat“, tue ihr längst leid: „Ich habe mir das entlocken lassen“, gesteht sie, „mich aber direkt danach bei Olaf Scholz entschuldigt … Er ist durch und durch ein Sozialdemokrat!“

Dann stellt sie einen Persilschein nach dem anderen aus:“Cum-Ex“, der Hamburger Millionenskandal? Ex-Bürgermeister/SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat „in allen Befragungen proaktiv deutlich gemacht, dass es keinen Einfluss gegeben hat.“ Reichensteuer 75 Prozent ab 1 Million? „So nicht!“ Bundeswehr raus aus im Ausland? „Ich war immer dafür!“ GroKo?  Im Moment sehr verantwortungsvoll, siehe Pandemie-Bewältigung, siehe Bevölkerungszustimmung. Schröder, Putin, Gasprom? Nyary reicht Maische die „Kneifzange“: „Das stört Sie gar nicht, was er (Ex-Kanzler Schröder)  da macht?“ Die SPD-Dröge säuerlich: „Ich kann’s ihm nicht verbieten … jeder muss selber wissen, ob er noch in den Spiegel gucken kann oder nicht.“ Dann verrät sie noch ihr Lieblingsministramt („Digital-Ministerium“)

Und dann macht Maische wieder das, was  Fernsehen und Merkel-Presse am besten können: German Ängst: Einer FDP-Hinterbänklerin namens Preisler fielen drei Monate nach Corona eines Nachts die Haar aus: „Das war wie das Nadeln vom Weihnachtsbaum … Mein Kopfkissen war voller Haarsträhnen … Und Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis … Im Gespräch fehlten mir plötzlich die Worte …“

Corona und die Langzeitfolgen

Donnerwetter, genau, wie bei Unsereinem, wenn er 3 Glenlivet  zu viel getrunken hat… Zum Glück hat die Lungenärztin in der Runde Trost für die FDP-Hinterbänklerin und ihr Corona-Tagebuch. Frau Doktor Jördis F. hat nämlich schon „100 Patienten mit „Corona-Langzeitfolgen“ (sind 6 Monate lang?)  behandelt: Leistungsminderung, Abgeschlagenheit, psychische Belastung. Taubheitsgefühle, Koordinationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Gedächtnisverluste. Schmerzen in den Oberschenkeln, plötzlich rasender Puls, Blutdruckentgleisung, Erschöpfung der Atemmuskulatur.“

Der Glaube kann Berge versetzen, SOLL Jesus laut Bibel gesagt haben. Frau Dr. Jördis Frommhold HAT im deutschen Fernsehen gesagt: „So wie es früher war, wird’s nicht mehr.“ Der PI-NEWS Autor sagt: Beide haben recht. Leider …

PS: Manchereiner hatte das Glück, am Mittwoch-Abend im österreichischen „West-Fernsehen“ ServusTV Prof. Dr Sucharit Bhakdi, DIE Corona-Koriphäe schlechthin, zu sehen, zu hören. Titel: „Corona: Nur Fehlalarm?“   Einer, der es sah: „Einfach wohltuend!“ Bitte schön:


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.