Auch wenn er öffentlich immer wieder das Gegenteil beteuert: Da oben ins Kanzleramt will Markus Söder hin - koste es, was es wolle.

Dank Corona auf dem Weg ins Kanzleramt

Söder oder der ewige politische Lump

Von WOLFGANG HÜBNER | Wer nur eine einzige Überzeugung hat, kann alle anderen möglichen Überzeugungen nicht verraten. Die einzige Überzeugung des Politikers Markus Söder ist diejenige, unter allen Umständen und mit fast jedem Mittel ganz oben zu sein. Auf dem Weg dorthin ist er weit gekommen, nun will er auch noch den letzten Schritt tun. Deshalb wird er die politisch für ihn so ertragreiche Corona-Zeit bis zur letzten Sekunde für seine Karriere nutzen. Einen wie Söder können die unzähligen sichtbaren und unsichtbaren Kollateralschäden, die mit dieser Corona-Zeit verbunden sind, weder interessieren noch schrecken. Für ihn zählt nur der Ertrag, und der ist bislang über alle Maßen üppig.

Bayern und die Bayern hat er längst im Griff. Und im Rest der Merkulatur ist er jetzt der von den subventionierten und korrumpierten Medien gefeierte harte Hund, der keine Maßnahme scheut, um Millionen verängstigte, um lange Ruhestandsjahre fürchtende Deutsche vor dem Erstickungstod durch die neue Pest zu retten. Wenn Söder nun öffentlich äußert, auch er habe genug von Corona, ist das zugleich wahr wie eine besonders freche Lüge: Er hat sicher genug Profit aus der Krise bezogen, das ist nicht zu bestreiten. Doch um Kanzlerkandidat gegen die drei Konkurrenten aus der CDU zu werden, wird Söder in den kommenden Wochen und Monaten mit Sicherheit noch eine dritte oder auch vierte Seuchenwelle erfinden – die „zweite Welle“ hat er bekanntlich schon erfolgreich monopolisiert.

Doch Corona ist nicht alles: Söder muss auch an den favorisierten künftigen Bündnispartner denken, den er für die Kanzlerwahl braucht. Deshalb macht sich der Ministerpräsident des BMW- und Audi-Landes nun auch für baldige Klimaneutralität und gegen den Verbrennungsmotor stark. Unzählige Arbeitsplätze in Gefahr? Söder hat ja einen, das reicht. Und selbstverständlich profiliert sich Söder auch als der militanteste Feind der AfD, die in Bayern allerdings ohnehin in einem jämmerlichen Zustand ist. Nun will er noch die Reichskriegsflagge verbieten, was ihm auf den letzte Drücker Außenseiterchancen für den diesjährigen Friedensnobelpreis einräumen könnte.

Dass Söder einmal unter gutgläubigen konservativen Zeitgenossen als Law&Order-Politiker vermutet wurde, war zwar aufgrund früherer Profilierungsbemühungen des Franken nicht ganz abwegig. Doch einer wie er brettert durch die jeweils auftauchenden Gesinnungskurven auf der Zeitgeiststrecke in einem so rasanten Tempo, dass es selbst aufmerksamen Betrachtern ganz schwindelig wird. In der Geschichte der Menschheit hat es diesen skrupel- und überzeugungsfreien Typus des ewigen politischen Lumpen immer gegeben. Das ist aber gerade im politisch so unbegabten, ja geradezu politisch widerwilligen Deutschland kein Trost. Nach den verheerenden bald 16 Merkel-Jahren demnächst Söder im Bundeskanzleramt: Das wird die ganze Nation verlumpen.


Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.