"Inzidenz" von 272 "Neuinfektionen" pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen

Corona-Lockdown: Berchtesgadens Bürger werden „eingesperrt“

Von DER ANALYST | Der Markt Berchtesgaden hat knapp 8000 Einwohner und liegt im äußersten Südosten Oberbayerns. Die Ortschaft ist gegenwärtig überall in den Schlagzeilen, weil dort ab heute der bundesweit erste Corona-Lockdown seit April verhängt wurde. Am Sonntag meldete das zuständige Landratsamt eine 7-Tage-Inzidenz von 272 Fällen pro 100 000 Einwohnern.

Auslöser des Corona-Ausbruchs im Berchtesgadener Landkreis sei eine Party gewesen, sagte der bayerische Ministerpräsident Söder. Um welche Veranstaltung es sich konkret handelt, verriet er nicht. Söder kündigte gestern ein Maßnahmenpaket an, das dann am frühen Abend von der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in Berchtesgaden präzisiert wurde:

„Ab Dienstag, 14 Uhr werden Ausgangsbeschränkungen gelten.“

Und die sehen wie folgt aus:

  • Das eigene Haus oder die eigene Wohnung dürfen die Einwohner nur mit „triftigen Gründen“ verlassen. Dazu zählen: Arbeitswege, Arztbesuche, Einkäufe, Besuch von Lebenspartnern, Sport allein.
  • Alle Schulen werden geschlossen. Bewohner des Landkreises dürfen keine schulischen Einrichtungen in Nachbarlandkreisen besuchen.
  • Die Gastronomie muss schließen. Erlaubt ist nur noch Speisen-Verkauf auf der Straße.
  • Hotels und Ferienwohnungen müssen ebenfalls schließen. Ausgenommen sind Betriebe, die nur Geschäftsreisende aufnehmen.
  • Alle öffentlichen Veranstaltungen sind untersagt. Einzige Ausnahme: Gottesdienste.
  • Geschlossen werden Freizeiteinrichtungen wie Bäder, Kinos, Theater, Museen und Tanzschulen.
  • Krankenhäuser, Pflegeheime und Altenheime dürfen keine Besucher empfangen. Ausgenommen ist die Begleitung Sterbender.
  • In den Fußgängerzonen von Freilassing, Bad Reichenhall und Berchtesgaden gilt Maskenpflicht. Diese gilt auch am Seeufer von Schönau und an Bahnhofsplätzen und Bushaltestellen.

Die Folgen

Berchtesgaden lebt hauptsächlich vom Tourismus. Der Königssee ist jedem ein Begriff, es gibt kaum eine schönere Landschaft in Deutschland. Was der kurzfristige verhängte Lockdown, der zunächst bis zum 2. November gilt, für die Tourismus-Branche bedeutet, muss nicht näher erläutert werden.

Analyse der Begrifflichkeiten 

Um einen Sachverhalt zu analysieren, ist es unabdingbar, sich zunächst einmal die Begrifflichkeiten genau ansehen, die zu seiner Darstellung verwendet werden.

Der Ausdruck „Lockdown“ stammt (Überraschung!) aus dem Englischen. Die deutsche Übersetzung: „Abriegelung“, „Einschließung“, „Gefängnis“. Das sagt ja schon mal eine Menge darüber aus, was mit den Bewohnern von Berchtesgaden gemacht wird.

Widmen wir uns als nächstes dem Begriff „Inzidenz“. Laut der Definition von Oxford Languages  handelt es sich dabei um „die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen innerhalb einer Personengruppe von bestimmter Größe während eines bestimmten Zeitraums“.

Und hier haben wir schon das erste Framing. Denn bei den festgestellten „272 Fällen“ handelt es sich nicht oder nicht ausschließlich um Erkrankungen, sondern um Personen, bei denen der PCR-Test positiv ausgefallen ist. Das selbe gilt natürlich auch für den Begriff „Neuinfektionen“. Es müsste richtig heißen: „Positive Testergebnisse“.

Die Regel: Positiv getestet und kerngesund

Es ist bekannt, dass mit dem PCR-Test positive Ergebnisse erzielt werden, obwohl die Getesteten seit bis zu 14 Wochen nicht mehr infektiös und und ohne Krankheitssymptome sind. Dazu kommen noch 1-2 Prozent falsch-positive Ergebnisse bei Proben, die keinerlei virales Material enthalten. Eine Umfrage unter Infizierten ergab, dass 70 Prozent der positiv getesteten Personen nie Symptome hatten, in Ischgl waren es sogar 85 Prozent.

Dementsprechend fällt laut einem Bericht des Focus auch die Reaktion der betroffenen Bevölkerung in den sozialen Medien aus.

Dort wird argumentiert, dass sich in den Kliniken des Kreises derzeit nur 13 Corona-Patienten in stationärer Behandlung befänden, keiner davon auf der Intensivstation.  Einige beschuldigen Söder „Angst zu schüren“ und „Panik zu verbreiten“.

Prognose

Berchtesgaden dürfte die Blaupause dessen sein, was die Deutschen in der kalten Jahreszeit erwartet. Einen flächendeckenden Lockdown wird es wahrscheinlich nicht mehr geben, sondern eine Vielzahl von regional begrenzten, um die Bevölkerung in Angst zu versetzen und zu disziplinieren.

Die Anzahl der Erkältungskrankheiten und Grippeinfektionen wird in den nächsten Monaten jahreszeitlich bedingt unweigerlich ansteigen. Da schaffen auch die Masken keine Abhilfe, da jeder eine Vielzahl von Krankheitserregern in sich trägt, die nur darauf warten, dass durch eine Unterkühlung das Immunsystem kurzzeitig schwächelt. Dann können sich die Erreger stark vermehren und man wird krank. Nicht selten kommt es dabei zu so genannten Mischinfektionen, an denen mehrere Erreger (darunter auch Corona-Viren) beteiligt sind.

Auf die Angstkampagne, die dann von Medien und Politik gefahren wird und die zahlreichen lokalen Lockdowns, die darauf unweigerlich folgen, dürfen wir uns jetzt schon freuen.

Doch wer glaubt, dass die Majorität der Bevölkerung Einwände gegen solche Maßnahmen erheben wird, dem sei hier mit dieser (nicht repräsentativen, aber glaubwürdigen) Umfrage des FOCUS der Zahn gezogen:

Man sieht, die Gehirnwäsche funktioniert.