Der Oktober 2020 ist ein beidseits der Alpen bedeutendes historisches Datum. 30 Jahre deutsche Wiedervereinigung und 100 Jahre Annexion Südtirols durch Italien. Zwei Ereignisse, die eigentlich auf das engste miteinander korrespondieren.

Von REYNKE DE VOS | Der Oktober 2020 zwingt  zur Vergewisserung bedeutender  Ereignisse, die auf das engste miteinander korrespondieren. Wenngleich nicht auf den ersten Blick zu erkennen, so besteht zwischen der Erinnerung an 30 Jahre Vereinigung der beiden deutschen Rumpfstaaten BRD und DDR, an 100 Jahre Kelsen-Verfassung für Österreich, an 100 Jahre Volksabstimmung in Kärnten, an die territoriale Kastration Ungarns sowie an die formelle Annexion des südlichen Teils des einstigen Kronlandes Tirol durch Italien eine – wenn auch kontrastive, so doch – innere Verbindung.

Die Wiedervereinigung Deutschlands war die glückliche Antwort auf die seit 1945 stets im politischen Raum stehende „Deutsche Frage“. Möglich wurde die deutsche Einheit durch  Erosion und Auflösung des Ostblocks zufolge der Implosion des sowjetkommunistisch-moskowitischen sowie des titoistisch-balkankommunistischen Herrschaftssystems und der zwischen Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) und Eichsfeld (Thüringen) raumgreifenden „Abstimmung mit den Füßen“

Die von dem bedeutenden Völker- und Staatsrechtler Hans Kelsen entworfene  Bundesverfassung, auf die Österreich(er) zurecht stolz ist (sind), manifestierte die Ablösung des über Jahrhunderte bestimmenden  monarchischen Herrschaftsprinzips durch den republikanisch-demokratischen Rechtsstaat. Sie markiert(e) damit aber auch die Reduktion des einstigen Staatsgebiets infolge der für die Verlierer des Ersten Weltkriegs in den 1919/1920 unterzeichneten Pariser „Vorortverträgen“ von den Siegermächten, insbesondere von Frankreich, „friedensvertraglich“ diktierten territorialen und materiellen Verluste.

Kärnten, wo die Siegermächte auf amerikanischen Druck hin am 10. Oktober 1920 eine Volksabstimmung erlaubt hatten, entging – maßgeblich zufolge des mehrheitlichen Votums der slowenischen Minderheit Südkärntens für Verbleib bei Österreich – der vom jugoslawischen SHS-Staat (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen)  verlangten Landesteilung. Ohne Volksabstimmung wurden hingegen per Vertrag von Saint-Germain-en-Laye (1919) das Mießtal dem SHS-Staat sowie das Kanaltal  Italien übereignet.

Die Teilung Tirols

Von dem, was nach kriegsbedingter Auflösung des vormaligen österreichisch-ungarischen Imperiums durch die Herausbildung neuer Nationalstaaten an territorialer Substanz für die zunächst an ihrer Existenzfähigkeit zweifelnde Republik (Deutsch-)Österreich verblieb, war  die erzwungene Abtretung Südtirols (mitsamt Welschtirol/Trentino) an Italien zweifellos das für das kollektive Bewusstsein  der ohnedies notleidenden Bevölkerung einschneidendste Ereignis. Das Zerreißen Tirols, die formelle Annexion des südlichen Landesteils am 10. Oktober 1920, kontrapunktorisch und deklarativ just am Tag der Kärntner Volksabstimmung vollzogen,  ist und bleibt, wie der in nämlichem Jahr  am 4. Juni  im Friedensdiktat von Trianon bestimmte Verlust Ungarns  von zwei Dritteln (sic!) des Territoriums, eine Wunde, die nicht verheilen kann – denn damit sind nicht nur Menschen- und Selbstbestimmungsrechte verletzt worden, sondern Völker und Seelen.

„Bella Italia“, das von alters her die Sehnsüchte sonnenhungriger nördlicher Hemisphärenbewohner  beflügelnde „Land, wo die Zitronen blühen“ (Goethe), muss sich all seinen heutigen beschönigenden und begütigenden politischen Parolen zum Trotz gefallen lassen, nicht allein von historisch bewussten Betrachtern der „Südtirol-Causa“ als hinterhältiger, sich verstellender politischer Akteur eingestuft zu werden. Schon Bismarck ließ mit seiner Bemerkung nach der quasi parallel vollzogenen Einigung Italiens, die ja erst mit der „Presa di Roma“, der Einnahme der Ewigen Stadt 1870, vollendet war, und der maßgeblich von ihm herbeigeführten Reichsgründung 1870/71 aufhorchen, im Gegensatz zum „satten“ (saturierten) preußisch-deutschen Kaiserreich sei das sardinisch-toskanisch-sizilianische Königreich Italien ein „hungriger“ Staat. „Italien hat einen großen Appetit, aber sehr schlechte Zähne“, bemerkte der Reichskanzler über seinen damaligen Verbündeten.

„Großer Appetit, schlechte Zähne“

Vielfach lieferte Italien hernach  Beweise für Bismarcks abfälliges Diktum. Um seinen nationalromantisch verbrämten, quasi der Idee des „Imperium Romanum“ verschriebenen und von „sacro egoismo“ („heiligem Eigennutz“) getriebenen „Hunger“ nach territorialer Ausweitung am adriatischen Gegenufer, in Nord(ost)afrika sowie nicht zuletzt entlang der alpinen Wasserscheide zu stillen und stets zielgerichtet auf „Siegesspur“ und Sieger-Seite zu sein, wechselte es nach Belieben die Fronten.

Südtirol war das  kontinentale „Tortenstück“ dieses dem Macht- und Landhunger geschuldeten Seitenwechsels von 1915. Das Gebiet zwischen dem heutigen Salurn und dem Brenner-Pass rundete das Risorgimento-Begehr Welschtirol / Trentino,  zuvor Bestandteil Gesamttirols, nach Norden hin bis zur stets von den italienischen Nationalisten eingeforderten Grenzziehung an der Wasserscheide ab. Dafür hatte die Königlich Geographische Gesellschaft  das geophysikalische Rüstzeug geliefert, der auch jener Deutschenhasser Ettore Tolomei angehörte, der mit der von faschistischen Gewalttaten auch in Bozen begleiteten Machtübernahme ab 1922 Mussolini als Entnationalisierungsfanatiker im südlichen Tirol (kultur)geschichtsfälschend dienstbar war.

Nichts von dem, was der einstige Ministerpräsident Luigi Luzzatti nach der Unterzeichnung des Friedensdiktats von St.Germain (10. September 1919) im römischen Parlament sagte – „Es muß eine Ehrenpflicht für die Regierung und für das Parlament sein, den Deutschen, die nur wegen der absoluten Notwendigkeit,  unsere Grenzen verteidigen zu können, angegliedert wurden, ihre autonomen Einrichtungen zu bewilligen“ – wurde zugestanden. Im Gegenteil: selbst die trientinischen (Welsch-)Tiroler Reichsratsabgeordneten  Enrico Conci und Alcide DeGasperi – er sollte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, als den Südtirolern wiederum die Selbstbestimmung verweigert wurde, abermals eine verhängnisvolle Rolle spielen – schlugen Töne an, welche sich nicht im geringsten von jenen der Schwarzhemden unterschieden. So schrieb DeGasperi in einem Artikel unter dem Titel „Tirolo addio“, der am 4.12.1918 in der von ihm herausgegebenen Zeitung „Il Nuovo Trentino“ erschien:  „Tiroler, euer Leben war unser Tod, nun wird unser Leben euer Tod sein.“

Der faschistische Furor

Mit dem ersten von faschistischen Schlägertrupps am 24. April 1921 in Bozen Getöteten, dem Marlinger Lehrer Franz Innerhofer,  nahm die Knechtschaft  der Südtiroler ihren Lauf. Benachteiligung, Erniedrigung, Drohungen, Gewalt, Folter, Mord waren sozusagen an der Tagesordnung.  Geschichtsfälschungen und die Italianisierung von Vor- und Familiennamen (bis hin zu jenen auf Grabsteinen) sowie von Orts- und Flurnamen, Verbot öffentlichen Gebrauchs der deutschen Sprache, verbunden mit der massenhaften Ansiedlung von ethnischen Italienern in den eigens aus dem Boden gestampften Industrie- und Gewerbezonen, mit der Zerschlagung von Vereinen und Verbänden mittels Verbots sowie der Installation rein italienischer Strukturen, dem Ersatz gewählter Ortsvorsteher durch faschistische Amtsbürgermeister, dem Austausch  des für Sicherheit und Ordnung zuständigen Personals sowie der Kujonierung von Medien und Kultureinrichtungen, schließlich der Errichtung des unsäglichen „Siegesdenkmals“ und vielem mehr hatten zum Ziel, den südlichen Teil Tirols in eine rein italienische Provinz zu verwandeln.

Am rigorosesten wütete der faschistische Umerziehungsfuror an den Schulen. In einer höchst ansprechenden, sachkundigen Dokumentation, die der Verein Südtiroler Geschichte zusammenstellte und soeben im effekt!-Verlag (Neumarkt/Etsch) erschien ist luzide veranschaulicht, was unter der bereits ein Jahr nach der Einverleibung Südtirols in den italienischen Staatsverband vom damaligen  italienischen Vizepräfekten der Provinz Bozen, Giuseppe Bolis, getätigten Aussage zu verstehen gewesenen Richtlinie des faschistischen Erziehungswesens gemeint war: „Die Deutschen brauchen keine Schulen, und wir brauchen auch keine Deutschen“.

Als sich alle kolonialistischen Zwangsmaßnahmen, die Bevölkerung des „Hochetsch“ („Alto Adige“, gemäß damals verordneter, alleingültiger Benennung) zu assimilieren, als fruchtlos erwiesen, zwangen die „Achsenpartner“ Mussolini und Hitler

die Südtiroler in einem perfiden Optionsabkommen, sich entweder für das Deutsche Reich zu entscheiden und über den Brenner zu gehen oder bei Verbleib in ihrer Heimat schutzlos der gänzlichen Italianità anheim zu fallen. Obschon die meisten für Deutschland optierten, verhinderte der Zweite Weltkrieg die kollektive Umsiedlung. 1946 lehnten die Alliierten die Forderung nach einer Volksabstimmung in Südtirol ab, woraufhin sich in Paris die Außenminister Österreichs und Italiens auf eine Übereinkunft zugunsten der Südtiroler verständigten, die Bestandteil des Friedensvertrags mit Italien wurde.

Das Gruber-DeGasperi-Abkommen vom 5. September 1946 sah die politische Selbstverwaltung vor, und im Kulturellen wurden muttersprachlicher Unterricht sowie die Gleichstellung der deutschen mit der italienischen Sprache auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens garantiert. In Südtirol selbst taten italienische Partisanen und Insurgenten alles, um das Gebiet, das nach der Absetzung Mussolinis 1943 als faktisch unter der Suprematie des Obersten Kommissars der „Operationszone Alpenvorland“ und Gauleiter von Vorarlberg-Tirol Franz Hofer stand, quasi der „Riconquista italiana“ den Weg zu bereiten. Der Publizist Helmut Golowitsch hat soeben  minutiös dokumentiert, wie diese Insurgenten im Zusammenwirken mit  weiterbestehenden Behörden und Carabinieri der Repubblica di Salò, dem verbliebenen Refugium Mussolinis unter militärischer Protektion von Wehrmacht und SS, alles daransetzten, die Südtirol-Frage auf ihre Art und Weise ein für allemal zugunsten des Umfallers und Kriegsgewinnlers Italien zu lösen. Viele der Übergriffe­ geschahen  unter der Verschwiegenheit der neuen politischen Oberschicht Südtirols sowie der Alliierten. (Helmut Golowitsch: „Repression. Wie Südtirol 1945/46 wieder unter das Joch gezwungen wurde“, Neumarkt/Etsch, Effekt! Verlag 2020, ISBN-9788897053682)

Der Trick des Trientiners DeGasperi

Zwar erließ Rom dann 1948 das vorgesehene Autonomie-Statut und deklarierte es – wie zwischen Vertragspartnern und Siegermächten verabredet – zum Bestandteil der italienischen Verfassung. Allerdings wurde die Provinz Bozen-Südtirol mit der Nachbarprovinz Trient in einer Region („Trentino – Alto Adige“) zusammengefasst. Dieser Trick des verschlagenen Trientiners DeGasperi führte die Majorisierung der deutschen und der ladinischen Volksgruppe durch die italienische herbei, die im Trentino absolut dominant war.

Dagegen und gegen die vom „demokratischen Italien“ ungebrochen fortgeführte Ansiedlung weiterer Italiener in ihrer Heimat protestierten die Südtiroler 1957 unter der Parole „Los von Trient“. Mit Anschlägen auf „Volkswohnbauten“ und andere italienische Einrichtungen machte der „Befreiungsausschuss Südtirol“ (BAS) die Welt auf die verweigerte Selbstbestimmung und die uneingelösten vertraglichen Zusicherungen Roms aufmerksam. 1960 trug der damalige österreichische Außenminister Bruno Kreisky den Konflikt vor die Vereinten Nationen, und da Italien trotz zweier UN-Resolutionen nicht einlenkte, erreichten die Anschläge im Sommer 1961 ihren Höhepunkt. Rom verlegte 22.000 Soldaten sowie Carabinieri in den Norden und stellte das Land unter Ausnahmerecht mit all den damit verbundenen rigorosen Gewaltmaßnahmen gegen die Bevölkerung, insbesondere das Foltern von inhaftierten BAS-Aktivisten.  Südtirol rückte infolgedessen auch international in den Mittelpunkt des Weltgeschehens, woran sich heute außer der Erlebnisgeneration und Historikern kaum noch jemand erinnert.

„Paket“ und zweites Autonomiestatut

Nach unzähligen zähen Verhandlungsrunden zwischen Wien und Rom im Beisein von Vertretern beider Tirol einigte man sich auf die Entschärfung des Konflikts, indem man 137 Einzelmaßnahmen an einen „Operationskalender“ band – also an eine zeitlichen Vorgabe für die Umsetzung – und in einer sogenannten „Paket-Lösung“ verschnürte. Bevor diese am 20. Januar 1972 als „Zweites Autonomiestatut“ in Kraft treten konnte, musste ihm die Südtiroler Volkspartei (SVP), die seit 1945 maßgebliche politische Kraft im Bozner Landhaus, zustimmen. Auf der SVP-„Landesversammlung“ in der Kurstadt Meran kam 1969  eine knappe Mehrheit dafür zustande.

Es sollte weitere zwanzig Jahre und ungezählter Verhandlungen im Reigen stets wechselnder italienischer Regierungen in Anspruch nehmen, die wesentlichen Bestimmungen über die Selbstverwaltung umzusetzen sowie die annähernde Gleichstellung der deutschen mit der italienischen Sprache im öffentlichen Leben sowie die Stellenbesetzung gemäß ethnischem Proporz zu verwirklichen. Erst 1992 konnte das „Paket“ für erfüllt und am 11. Juni der Südtirol-Konflikt durch Abgabe der „Streitbeilegungserklärung“ vor den Vereinten Nationen formell für beendet erklärt werden. Zuvor hatte der damalige italienische Ministerpräsident Giulio Andreotti im römischen Parlament sowie mittels eines Briefes nach Wien die Zusicherung gegeben, dass Änderungen daran nur mit Zustimmung der Südtiroler vorgenommen werden dürften.

Ohne Perspektive

Letzteres ist seitdem vielfach nicht eingehalten oder im Sinne der von Rom  in Anspruch genommenen zentralstaatlichen „Ausrichtungs- und Koordinierungsbefugnis“ (AKB) stark verwässert worden. Die SVP fand sich immer öfter bereit, von Rom dekretierte Änderungen an Substanz und Charakter des Statuts letztlich in „kompromisslerische“ Reduktionsforme(l)n zu kleiden. Sie nahm diese Änderungen  hin, um den Anschein von „Convivenza/Zusammenleben“  aufrecht zu erhalten sowie die von ihr ebenso wie von den jeweils in Rom Regierenden verabsolutierte, angeblich „beste Autonomie der Welt“ nach innen außen als „modellhaft“ anzupreisen. Und  nicht zuletzt auch, um möglichst die  ihr insbesondere seit den 1980er Jahren zugewachsene politisch-ökonomische  Macht zu erhalten, von deren  ökonomisch-finanziellen wie sozialen Pfründen das Gros ihrer in Gemeinden,  Provinz und Region wirkenden Funktionsträger profitiert.

Von der „Autonomie-Partei“ SVP, deren geduldiger, langwieriger, mitunter bis zur Selbstverleugnung reichendes  politisches Wirken für ein erträgliche(re)s Dasein der Südtiroler, zuvorderst für eine prosperierende Wirtschaft und eine geordnete Verwaltung, die den Zuständen in Italien hohnspricht, nicht gering geschätzt werden soll,  ist daher insbesondere unter ihrer gegenwärtigen Führung nicht zu erwarten, dass sie je an eine Änderung des Status quo auch nur denkt oder gar einen „Plan B“ in die Schublade legte, um für Eventualitäten gerüstet zu sein. Demgegenüber  weisen alle austro-patriotischen Kräfte beidseits des Alpenhauptkamms und von Vorarlberg bis ins Burgenland völlig zurecht  darauf hin, dass in sämtlichen Befunden aus mehreren demoskopischen Erhebungen der letzten Jahre – sowohl in Südtirol, als auch in Österreich selbst – klar zutage tritt, dass sich die weit überwiegende Mehrheit der Befragten stets für die Beseitigung bzw. Überwindung des Teilungszustands ausgesprochen hat.

„100 Jahre Unrecht machen keinen Tag Recht“

Es kann daher nicht verwundern, dass sich Tiroler im Zusammenhang mit dem deutschen Staatsfeiertag  (3. Oktober) zur Erinnerung an die Wiedervereinigung 1990 die Frage stellen, was „das Bundesland Tirol, die Autonome Provinz Bozen-Südtirol und die Republik Österreich zur Vereinigung Süd-, Ost- und Nordtirols unternehmen“. Dabei wissen die derart Fragenden von vornherein, was sie, wenn überhaupt, aus Wien, Innsbruck und Bozen gegebenenfalls zur Antwort erhalten, nämlich dass „die einst trennenden Grenzen seit dem EU-Beitritt Österreichs nicht mehr wahrnehmbar, ja sogar überwunden“ seien und sich die „Landeseinheit durch EUropäisierung verwirklichen“ lasse, was institutionell bereits in der „Euregio Tirol Südtirol Trentino“ bzw. dem  „Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit“ (EVTZ) seinen Ausdruck finde. Kollektiverfahrungen im Zusammenhang mit Grenzschließungen wegen der Abwehr des Flüchtlingszustroms respektive mit Grenzkontrollen aufgrund der Corona-Pandemie strafen derartige politische Beschönigungen ebenso Lügen wie der Blick auf die unverkennbare Renationalisierung der Staatengemeinschaft EU, deren Monstrosität, Entscheidungsschwäche  und Kraftlosigkeit als internationaler Akteur.

Vereinigungen wie Schützen (SSB), Heimatbund (SHB) und deutschtiroler Landtagsopposition halten indes daran fest, immer wieder  – und in diesem Gedenk-Herbst umso mehr – das völkerrechtswidrige Zerreißen Tirols und die stete Verweigerung der Selbstbestimmung ins Gedächtnis zu rufen. Beispielhaft und aller Ehren wert sind in diesem Zusammenhang das „Kenntlichmachen  der Mitte Tirols“ durch einen geweihten Markierungsstein, den der Schützenbezirk Brixen in unmittelbarer Nähe des Schutzhauses „Latzfonser Kreuz“ im Gebirge auf Gemeindegebiet von Klausen errichtete, sowie die von Trient bis Wien organisierte Plakataktion des SHB unter der Losung „100 Jahre Unrecht machen keinen Tag Recht“.

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33 KOMMENTARE

  1. Im Prinzip bietet der Vertrag von Schengen eine Antwort auf alle diese Fragen. Mal abgesehen davon, was sonst alles mit der Europäischen Union falsch läuft, die Grundidee ermöglicht es uns, alle diese Gebiete wieder mit deutschem Leben zu erfüllen, von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt, wenn man nur will. Im Unterschied zu damals halt ohne formale deutsche Vorherrschaft (die in Brüssel durchaus auch wieder ihre Muskeln spielen läßt, zum Guten wie zum Schlechten) und unter der Maßgabe, daß alle anderen Europäer das eben auch dürfen. Wenn sie nur nicht den Braten riechen und dann einfach austreten…

  2. Die Wiedervereinigung Deutschlands war die glückliche Antwort auf die seit 1945 stets im politischen Raum stehende „Deutsche Frage“.
    ++++

    Deutschland wurde aber nur teilweise glücklich wiedervereinigt!
    Ostpreußen, Schlesien, Pommern, das Hultschiner Ländchen usw. fehlen!
    Und außerdem die nach dem
    1. Weltkrieg annektierten Gebiete!

    Der Gewaltverzicht und die Ostverträge waren völkerrechtswidrig!
    Das Versailler Diktat ebenso!

    Ich persönlich habe allerdings keine Ansprüche auf diese Gebiete, da ich dort keine Besitztümer habe.

    Und ich hätte auch keine Lust dazu, nochmals extra Steuern und Abgaben wie für die Ostzone bei einer Wiedervereinigung zu entrichten!

  3. Uns hat die Einheit das allergrößte Geschenk gebracht.

    Die von Gott geschenkte Kanzlerin, um die uns die ganze Welt beneidet.

  4. „Wohin man in der Welt auch kommt, beneiden uns alle um eine solche Kanzlerin», lobte Kretschmann die Arbeit der CDU-Politikerin.

    Ohne Kommentar

  5. ich erinnere mich noch sehr gut (damals war ich noch ein Kind) an den Freiheitskampf der Südtiroler und sogar ich konnte es verstehen, da meine Familie damals mehrfach engen Kontakt mit der Südtiroler Bevölkerung hatten.
    Viel später, als ich und mein Mann auf den Ortler stiegen (1987), hatten wir Halt gemacht in Sulden, um dort noch einmal zu essen. Beim Eintritt in das „Ristorante“ sprachen alle Leute Deutsch. Plötzlich verstummte Alles und es wurden ein paar Sätze auf Italienisch gewechselt.
    Mein Männe sagte auf Deutsch.“ Ihr könnt ruhig weiterreden“.
    Und danach war alles wieder normal.

  6. Wir sind das Volk.
    Stasi raus.
    Stasi in die Produktion.

    Sowas stand auf den Transparenten bei den Demos in der DDR. Viele fragen sich warum es so lange gedauert hat. Die meisten älteren haben sich an 1953 erinnert, als der Aufstand blutig beendet wurde. Danach gab es noch Haftstrafen und einige Todesstrafen. Kennt das jemand im Westen?

  7. In der Nachkriegszeit wollte Berija (Geheimdienstchef Stalins) die Einheit Deutschlands. Nur Stalin war nicht damit einverstanden. Nach dessen Tod kam das Thema 1953 kurz auf dem Tisch. Auch da gab es keine Zustimmung vom Politbüro.

  8. Ich sehe grade neues in den nachrichten. Kim Jong Un entschuldigt sich bei der Bevölkerung. Merkel würde sowas niemals tun. Die schadet uns nochmal extra.

  9. Also: Die tatsächliche und völkerrechtswidrige Annexion Südtirols durch Italien ist den Augen der EUdSSR und unserer gerne telefonierenden Kanzler_In kein rückgängig zu machendes Verbrechen, während die „Einstaatlichung“ der Krim zu Russland nach einem Volksentscheid die selbe EUdSSR als Verbrechen katalogisiert, Rückgängigmachung fordert und Russland mit Strafen – Sanktionen – belegt.

    Und da gibt es noch Leute, die den Begriff „EUdSSR“ für unpassend und übertrieben halten.

    Ein Tirol!

    Sorry, Matteo.
    😉

  10. Die Trennung Österreichs und Deutschlands ist in diesem Zusammenhang zu nennen, aber auch die (Ab-)Trennung der Ostgebiete von Deutschland ist einfach nur bitter. Aber vielleicht gelingt uns zumindest die Vereinigung von Ersterem irgendwann wieder. 🙁

  11. was ist eigentlich aus dem regionalorientierten, Groß-EUROPA der verschiedenen Ethnien, Kulturen und zwar unterschiedlichen, aber miteinander befreundeten, auf gleichen Interessen basierendem, aus Nationalstaaten bestehendem, miteinander im kommerziellen Wettbewerb befindlichem Gemeinwesen geworden (Haus Europa)???????????

    Linksrotgrünpädoverkifft: Alles gleich!!!

    Vorbild-Sozialismus (DDR,UDSSSR, Korea, Zimababwe, Mosambique, Venezuela, Polen, Bulgarien, Rumänien, Yougoslavien, u.s.w.: alle waren total begeistert, oder?

    : alle sind gleich arm, aber die Bonzen haben alles. Umweltverschmutzung bis zum Abwinken. Ineffizienter Energieverbrauch.
    Dreck in jeder Ecke. Dasein auf Abnutzung, bis die Infrastruktur zusammenkracht.

    –> Hoffnung auf den großen Sponsor, der alles wieder richtet?
    Schei§§e-Werfen und Autoanzünden werden wahrscheinlich Olympische Disziplin.

  12. eule54 10. Oktober 2020 at 18:34
    Die Wiedervereinigung Deutschlands war die glückliche Antwort auf die seit 1945 stets im politischen Raum stehende „Deutsche Frage“.
    ++++

    Deutschland wurde aber nur teilweise glücklich wiedervereinigt!
    Ostpreußen, Schlesien, Pommern, das Hultschiner Ländchen usw. fehlen!
    Und außerdem die nach dem
    1. Weltkrieg annektierten Gebiete!
    ————————

    Zur Erinnerung: Die wurden ja von Gorbatschow 1990 angeboten, aber von der BRD abgelehnt!!!

  13. Söder heißt er und das Volk bescheißt er, wunderbarer Aufmacher für ein Wahlplakat
    Zonen -Wachtel Merkel ist das größte Ferkel,sühlt sich gern im Dreck, und deshalb muss die weg!
    Die Grüne Warze Roth, predigt gerne Wasser und Brot, für Deutschland du mieses stück Scheiße kassiert sie jede Menge Kohle,zum Wohle.

  14. OT
    Halle: Steinmeier kniet vor der Synagoge, weil es einen Anschlag auf Juden geben sollte, der so nicht stattgefunden hat. Stattdessen wurden Deutsche ermordet. Warum soll niemand ihre Gesichter und ihre Geschichten kennen? Wann kniet „unser Präsident“ vor deutschen Opfern, die seine Politik kostet?
    In Hamburg wird ein Jude vor einer Synagoge angegriffen, wir hören wieder die alte Leier: psychisch krank soll der Täter gewesen sein. Die 2. Bürgermeisterin wird vorstellig in der Synagoge. Ob sie gekniet hat weis man nicht. Gut möglich. Der Rabbi stellt danach Forderungen. Interview:ttps://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/proaktiv-und-nicht-reaktiv/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
    Man ersetze verfolgter Jude durch verfolgte Frau! Von denen werden nämlich jedes Jahr fast täglich und tatsächlich welche ermordet, nicht nur fast! Denen stellt trotzdem niemand bewaffnete Polizisten vor die Tür, niemand kniet. Auch die Frauenverfolgung hat eine sehr lange Geschichte. Sie ist grausamer als die des jüdischen Volkes. Man stelle sich vor jedes Jahr würden nicht über 100 Frauen ermordet , sondern 100 Juden! Was wäre dann hier los?
    Es gibt also Tote erster Klasse und Tote, die nicht ins Gewicht fallen, nicht „mattern“. Es waren Mütter,Großmütter, Mädchen.

  15. Nicht die Hoffnung verlieren, liebe Südtiroler.
    Es kommt zu geopolitischen Veräderungen, es kommt zu einer neuen Weltornung.
    Alle „Großreiche“, eine EU, die USA, auch ein Deutschland sind zu große Verwaltungseinheiten, sie alle werden früher oder später scheitern.
    Staatsverschuldung von Italien = 157% des BIP
    Nach Corona werden sie bei 200% liegen.
    Kleinere Einheiten sind leichter und besser zu Organisieren, können leichter zu Wohlstand gelangen.
    Ihr müsst dafür sorgen, dass sie sich euch nicht mehr leisten können.
    Die natürliche Einheit ist der Volksstamm, dahin wird alles zurückkehren.

  16. Die grüssten Verbrecher der politischen Geschichte waren immer schon Diiplomaten
    Dass sich gerade die Antifa ind BRD sich heuchlerisch dieses Ettiket
    anklebt , ist wahrlich traurig , und von der BRD aus kann man eh mit solchen
    Politikern wie Steinmeier null Verständniss für ein geeintes oder Freistaat
    Südtirol erhoffen Kein Einziger Poltiker der Altparteien in D/ kann sich
    moralisch
    Heute mit einen Kreisky oder DR.Silvius Magnago messen, denn beide wussten,
    was für verheerende
    Verwerfungen man einen Volk aufbürdet, wenn man von Kuturfremder Einanderung
    überrant wird, das wahren die die wirklich realen Antifaschisten.
    Aber genau das Gegenteil passiert, schön längere Zeit in der BRD mit der islamischen
    Umvolkung, die gefährlicher ist, wie die Umsiedlung von Sizillianern nach Südtirol

    Aus meinen Dorf wurde Heuer ein Mann geehrt, der mit meinen
    Uronkel Verwandt war und Widerstandskämpfervereinigung „Andreas Hofer Bund“ gehörte
    https://www.suedtirolnews.it/unterhaltung/kultur/kranz-am-grab-von-widerstandskaempfer-hans-egarter

    Gestern gab es eine tolle Doku Sendung
    TV-Tipp am Samstag: Dokureihe zu Südtirol
    Gleich drei Dokumentarfilme strahlt ORF III dazu am Samstag aus. Um 20.15 Uhr startet der Dokuabend
    mit “100 Jahre Südtirol – Zerissen zwischen den Mächten”, danach folgt “Silvius Magnago –
    Der Vater Südtirols”, ehe um 21.55 Uhr “Südtirol – Zwischen Bomben und Autonomie” beginnt.
    https://www.unsertirol24.com/2020/10/10/tv-tipp-am-samstag-dokureihe-zu-suedtirol/

    Ich werde mal nachschauen, ob es dazu einen Link zur ORF-3 Mediathek gibt, dann liefere ich das Nach

  17. Haremhab 10. Oktober 2020 at 20:12
    In der Nachkriegszeit wollte Berija (Geheimdienstchef Stalins) die Einheit Deutschlands. Nur Stalin war nicht damit einverstanden. Nach dessen Tod kam das Thema 1953 kurz auf dem Tisch. Auch da gab es keine Zustimmung vom Politbüro.
    ———————————————–
    Auf den Tisch kam das Angebot, die Einheit Deuschland, dafür strikte Neutralität wie die Schweiz.
    Das hat Adenauer abgeleht, er wollte die „Westbindung“!

  18. Kann man in D/ kaum erwarten, dass der ZDF-Info-Kanal solche Dokus bringt wie der ORF, denn dort ist Prorität mit Fake gegen Rechts zu hetzen

  19. Hilda 11. Oktober 2020 at 01:21
    OT
    Halle: Steinmeier kniet vor der Synagoge, weil es einen Anschlag auf Juden geben sollte, der so nicht stattgefunden hat. Stattdessen wurden Deutsche ermordet. Warum soll niemand ihre Gesichter und ihre Geschichten kennen? Wann kniet „unser Präsident“ vor deutschen Opfern, die seine Politik kostet?
    ————————-

    Der Schweinmeier und deutsche Opfer? Die sind doch für den, wie für alle Linksversifften, wie tote Kakerlaken! Bei denen heißt es doch „Deutschland verrecke“! Wenn Deutsche von Tag zu Tag einer nach dem anderen verrecken, ist das ja für die Monster so richtig gut!

  20. Suedtirol 100 Jahre Unrecht im Herzen Europas
    https://youtu.be/7UuOtTgJDOw

    Der Südtiroler Schützenbund gedenkt an diesem 10. Oktober 2020 der hundertjährigen Zerreißung Tirols.
    Pünktlich um 19.20 Uhr wurden bei über 30 historischen Stätten im Süden Tirols rote Leuchtfeuer entzündet.

  21. Diese Kanzlerin (einst SED/FDJ) und ihre Lakaien von LINKS-GRÜN bis CSU hat Deutschland nicht verdient – einerseits; andererseits haben diese Regierung verdient, die sie wählten!

  22. Diese Kanzlerin (einst SED/FDJ) und ihre Lakaien von LINKS-GRÜN bis CSU hat Deutschland nicht verdient – einerseits; andererseits haben diese Regierung verdient, die sie noch immer wählen!

    Was der Schleimmeier alles von sich gibt, ist übelste Schleimerei! Er quasselt dauernd ´was von „Antisemitismus“, der bekämpft werden müsse, aber er selbst gratuliert dem Mullah-Regime in Teheran zum Jahrestag der Islamischen Revolution 1979, als alle Menschenrechte beseitigt wurden und die Vernichtung ISRAELS öffentlich angekündigt wurde. Und der Koran, der dazu auffordert, alle „Ungläubigen“ – vor allem Juden und Christen – zu bekämpfen, ja zu töten, gilt immer noch als Religionsbuch, das vom deutschen Grundgesetz her zu schützen sei.

    Dieser Präsident ehrte auch den Judenhasser Arafat mit einer Kranzniederlegung „im Namen seiner Landsleute“.

    Schleimmeier fordert auch – wie die Kanzlerin und der kleine Maas – die Teilung des kleinen Staates ISRAEL (so klein wie Hessen)! Und dafür kriegt der Mann jährlich 250.000 Euro aus dem Steuersäckel. Ihm haben wir auch die Beförderung von Schebli zur Staatssekretärin zu verdanken.

    Wir brauchen überhaupt keinen Präsidenten, zumal ja Merkel sowieso bestimmt, wo´s langgeht! Das Geld kann gespart werden!

  23. Anita Steiner 11. Oktober 2020 at 10:10

    Sechs Tage bleibt diese Sendung in der ORF3 Mediathek zum Absehen bereit
    oku & Reportage | zeit.geschichte
    100 Jahre Südtirol – Zerrissen zwischen den Mächten
    https://tvthek.orf.at/profile/zeit-geschichte/13606695/zeit-geschichte-100-Jahre-Suedtirol-Zerrissen-zwischen-den-Maechten/14067619
    =============
    Schade.
    „Dieses Video darf aus rechtlichen Gründen nur in Österreich wiedergegeben werden“

    An „Reineke Fuchs“
    Allerbesten Dank für den Artikel.

  24. Must du nur eine VPN Österreich einrichten, genau so wie ich es auch bei deutschen Medithekaufrufen aus Italien machen muss

  25. Einheitsfreude und Trennungsschmerz
    https://www.unsertirol24.com/blog/einheitsfreude-und-trennungsschmerz/

    Ja wo sind denn die heuchlerischen Linken Politiker
    die im Bundestag mit Antifa-Sticker herumlaufen?
    Die richtigen Antifaschisten sind nur in Südtirol zu finden, aber nicht in der
    Bunten-Republick , die Italienesierung Südtirols ist gleichzusetzen
    mit der Islamiesierung Deutschland und Europas, genau deswegen sind die Linken
    so merklich Still, wenn es um 100 Jahre Unrecht gegen Südtirol geht

  26. Ich frage mich auch, wo sind die Stimmen der bayrischen Schützen die sich gegen das Unrecht einsetzen.
    Aber der oberste Patron der bayrischen Schützen Markus Söder hat hier auch nichts zu melden. der lässt sich lieber
    medial bei der Einweihung einer Islamistenmoschee zu Wort zu kommen. Ja liebe bayrischen Schützen, es reicht nicht bei Alpengregionstreffen
    trommelnd mitzumarschieren, sonder man muß auch politisch gegen Unrecht trommeln und den Südtirolern Beistand leisten, sonst ist das Alles
    heuchlerische bayrische Lederhossenscheisser-Mentalität

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