BILD: „Der Kanzlerin schwant Unheil“

Merkel tickt … nicht richtig!

Von PETER BARTELS | Wenn unsereiner könnte, würde er Ralf Schuler, den (eigentlich) letzten Mohikaner der krepierenden BILD-Zeitung, fragen: „Haben Sie mit der Dame geschlafen?“ Denn was Schuler da heute den allerletzten Lesern auftischt, kann er eigentlich nur aus ihrem Schlafzimmer haben …

Schlagzeile Seite 1 Donnerstag: „Merkel warnt Deutschland vor Unheil“, daneben Weiß auf Schwarz: Maßnahmen „nicht hart genug“ +++ Kanzlerin droht mit Lockdown +++ Sperrstunde +++ Beherbergungsverbot +++ Angst um Weihnachten. Schlagzeile Seite 1 Freitag: Beherbergungsverbote in mehreren Bundesländern gekippt: Gerichte retten unseren Herbst-Urlaub. Dann, Seite 2: „Wie tickt Merkel…? “, darunter: „BILD erklärt …“

Der Herr Schuler legt los: „Der Kanzlerin schwant „Unheil“! Mit den Corona-Beschlüssen vom Mittwoch ist es für sie nicht getan. Die Katastrophe nicht abgewendet. Merkel wollte mehr („Das reicht nicht!“), blieb aber ungehört von vielen – auch in den eigenen Reihen.

Angela Merkel (66, CDU), die einsame Ruferin – sie fühlt sich ungehört wie die Sagengestalt Kassandra: verdammt, machtlos die Zukunft zu erahnen! Das ermattet …“

Und:Nach acht Stunden zähen Ringens mit den Länderchefs, tritt eine sichtlich abgekämpfte und hörbar unzufriedene Merkel vor die Presse. Denn was sie sieht, sieht nicht jeder so. Das treibt sie um. Es ärgert sie, dass selbst Unions-Ministerpräsidenten nicht folgen. Und Gerichte kippen Beherbergungsverbote, die sie will. Und sie lässt ‚Parteifreunde‘ die Stirn runzeln: „Sie wird immer kompromissloser … (Sie)wissen aber: Merkel blickt auch mit der Furcht der Risikogruppe auf das Virus – 66 Jahre alt und nach den Zitter-Attacken weiter nicht kerngesund.“

Warum hat Gott ihr nicht geholfen?

Dann spricht BILD mal wieder zuerst mit dem (der?) Toten: „Am Ende blickt die Kanzlerin als Physikerin auf die Lage… Aus ihrer Sicht kommt Wissenschaft nur noch schwer gegen Meinung an – das lässt sie verzweifeln. Schon im Mai … ächzte sie: „Ich bin kurz davor aufzugeben …“

Lieber Gott, warum hast Du ihr nicht beim Aufgeben geholfen? Dein Sohn hing doch auch für diese Blindschleiche am Kreuz, die offenbar auch tagsüber schon ein Glas Wein zuviel süffelt … Deutschland, den Menschen, der Automobil-, Flugzeug-, Reise-, Hotel- und Kneipen-Wirtschaft wäre viel Leid erspart geblieben… Die vielen alten Menschen, die sich einsam und verlassen auf Merkels Befehl von ihren Liebsten in die Ewigkeit weinen mussten… Die Kinder, die immer noch hinter Merkels Pest-Maske Lernen und Lächeln verlernen…

Die „Führerin“ ist offenbar genau an dem Punkt, an dem der „Führer“ noch hysterisch vom Endsieg kreischte, während die Sowjets schon die Rote Fahne auf dem Reichstag hissten… Schuler lauscht natürlich nicht an Merkels Schlafzimmertür. Aber er sitzt im Kanzler-Flieger schon mal hinter ihr, oder beim Hintergrundgespräch im Bunker ihr gegenüber. Also darf er dunkel wie einst Nostradamus orakeln:

„Verdüstert ist Merkels Weltenblick seit Längerem. Sie hat eine 70-Jahre-Theorie: Die Lehren großer Katastrophen werden nach einem Menschenalter vergessen, wenn niemand mehr da ist, der aus eigenem Erleben berichten kann. Vom Augsburger Religionsfrieden (1555) zum 30-jährigen Krieg, von Napoleon bis 1870/71 und nun, 75 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, greifen Nationalismus und Populismus um sich.“

„Führerin“ parshippt „Führer“

Was würde Sigmund Freud nach einer Psychoanalyse dazu sagen? Größenwahn! Also GröKaz parshippt GröFaz. Und Ruhrpott-Philosoph Jürgen von Manger? Plemplem! Oder vielleicht auch nur Prost!! Folgt unsereiner aber dem 70-jährigen Intervall des Merkel-Mantras, führt die 70-jährige Zeitachse vom bombigen Glas-Bunker der „Führerin“ direkt zum Beton-Bunker des „Führers“… Also doch alle 70 Jahre, Mutti? Und so muss Schuler durch den BILD-Volksempfänger raunen: Merkel sieht uns zwischen zwei Katastrophen: „Mental da, wo man 1920 war …“ Und das Corona-Virus: „Jahrhundert-Katastrophe“, „fürchterliches Unglück“. Vergleichbar nur mit großen Kriegen und der Pest …

Der Merkel-Flüsterer haut jetzt Crescendo voll in die Tasten: „Wer Merkel zuhört in diesen Monaten, der sieht, untermalt von schwerem Wagner-Sound, dunkle Wolken um den Globus ziehen: Die Kanzlerin sieht Weltennot“… Und lässt die BILD-Mutti noch mal warnen (Prösterchen!): „Wenn wir eine echte Notlage haben, können wir politisch nichts mehr steuern.“ Also: volle Kontrolle gegen Kontrollverlust … Schuler: Ihr Horror: Das Virus könnte stärker sein als die Politik. „Noch so eine Welle, und es könnte keine Kraft der Welt verhindern“, dass die Dinge in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft außer Kontrolle geraten…“ Hick! Als wenn sie das dank Merkel nicht längst wären …

Lassen wir den lieben Gott in der Hängematte der Ewigkeit weiter pennen, lohnt nicht, ihn wegen Merkels Bullshit zu wecken: Die wirklichen Wissenschaftler … Der „gesunde Menschenverstand“ … Wir alle wissen längst, dass Corona nicht mehr ist, als eine andere – leichte bis saisonale – Grippe  … Dass nur die wenigsten alten Säcke wie unsereiner (0,03 Prozent) an Corona sterben … Die allermeisten dagegen – wie immer – an Krebs, Herz, Lunge oder so. Oooder am ewigen Kollateralschaden der Biologie, der „Vergreisung“ … Manchmal sogar mit Corona … Und wir alle wissen inzwischen, dass die Merkel-Pest im nächsten Jahr schlagartig vorbei ist, wenn die Blockparteien die Wahl doch mal mal gewonnen haben sollten…

PS: Natürlich gibt’s dann auch keine Pest-Tüten mehr, die der/die ehemalige Pharma-Lobbyist/In und heutige Gesundheitsminister/In Jens Spahn millionenfach kaufen ließ; seine 4,2 Millionen-Euro-Villa, die er mit seinem BUNTE-Ehemann dem US-Botschafter abgekauft hat, dürfte dann auch sicher endlich abgestottert sein…


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER!-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.