Der beliebte Youtuber und AfD-Abgeordnete Roger Beckamp hat in seinem jüngsten Video in scharfen Worten Teile seiner eigenen Partei kritisiert. Streit auf offener Bühne, Macht- und Gewinnstreben um jeden Preis sowie kurzsichtige Spaltungsphantasien hätten die AfD laut Beckamp in schwieriges Fahrwasser geführt.

Während man äußere Faktoren wie den politischen Missbrauch des Verfassungsschutzes oder eine weitgehend feindlich gesinnte Medienlandschaft nur schwer beeinflussen könne, würde man so selbstverschuldet Mitglieder und Sympathisanten demotivieren.

“Was muss sich ändern, um die AfD auf Erfolgskurs zu halten? Was ist das Gebot der Stunde?” Die Antworten darauf dürften nicht jedem gefallen, seien aber notwendig, so Beckamp: “Denn wenn es die AfD nicht gäbe, müsste sie heute sofort wieder gegründet werden!” Schließlich habe die etablierte Politik nichts aus ihren Fehlern gelernt und vor allem die große Herausforderung unserer Zeit, die demographische Umwälzung Deutschlands durch eine ungezügelte Massenzuwanderung, ginge auch in Zeiten von Corona munter weiter.

“Dieser Entwicklung die Stirn zu bieten, im übrigen auch dem Islam-Extremismus, sollte uns allen eigentlich Ansporn genug sein. Kein Amt, kein Mandat und auch keine Partei sind Selbstzweck.” Die Frage, was mit all den damit verbundenen Möglichkeiten tatsächlich zur Aufklärung und Mobilisierung der Bevölkerung beigetragen werde, sei völlig legitim. Wer im Parlament nur das gleiche tue wie alle anderen Parteien, sei fehl am Platz. Mut zur Wahrheit sei auch hier gefragt und ebenso der Mut, daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

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21 KOMMENTARE

  1. Danke für die klaren Worte, Roger Beckamp!

    Es geht um die AfD und es geht um Deutschland.

    Wer seine persönlichen Befindlichkeiten in der Vordergrund stellen muß und seine narzißtischen Kränkungen auf Kosten der AfD und Deutschlands Zukunft glaubt ausleben zu müssen, der ist in Politik fehl am Platze.

    Die Zeit des Gärens sollte vorbei sein; jetzt muß reiner Wein eingeschenkt werden!

  2. Freilich hat Herr Beckamp Recht. Unser Land steht am Abgrund, wird mit lauter Flüchtlingen überflutet, unsere Wirtschaft wird durch Corona zerstört und bei der AfD geht es darum, ob irgendein Politiker vor 20 Jahren mal bei einem falschen Verein war. Wir haben jetzt eine Alarm-Situation, da müssen die Prioritäten neu gesetzt werden. Diese Säuberungsaktionen müssen endlich aufhören. Wenn wir uns jetzt nicht alle gegen unsere Feinde stemmen, haben wir verloren. Zusammenhalt ist wichtiger denn je.
    Sollte irgendein AfD-Politiker bewusst gewisse Grenzen überschreiten, so ist dieser selbstverständlich zur Rechenschaft zu ziehen. Die Verhältnismäßigkeit muss aber gewahrt bleiben.
    Jeder AfD-Politiker muss künftig besonders achtsam sein, damit er der Schweinepresse keine Munition liefert. Ich schließe mich den Worten von Herrn Dr. Hartwig an: Hart in der Sache, aber wohlüberlegt in den Worten.

  3. Wenn die AfD jetzt, in der Corinna Krise, nicht das Ruder übernimmt,

    wann denn dann?

    Für mich ist diese FakeShow die Feuerprobe für die AfD.

  4. Ach es gibt die AfD!
    Als Oppositionspartei müssten vielmehr auf die Misswirtschaft, Steuergeldverschwendung, Armut der Deutschen Bevölkerung, steigende Asylanden Ausgaben bei den Kommunen, Nichtrückführung von abgelehnten Asylanden hinweisen und und …
    Man muss diese Regierung mit ihren eigenen Waffen schlagen.

  5. …ich rege erneut an:

    die AfD muß unverzüglich und auf allen Ebenen eine „Betreuung“ gründen für

    a) seine Mitglieder
    b) seine Funktioner

    Ich habe es so oft erlebt und erzählt bekommen… die Mitglieder + die Deligierten fühlen sich „alleine gelassen“! Die AfD hat schon so viele Engagierte verloren… nur aus dem vorgenannten Grund!Und eine unter „Beschuss“ stehende Partei wie die AfD hat einfach nicht ein so großes Potential an Engagierten…

  6. Herr Beckamp hat vollkommen Recht. Da unterschreibe ich jedes Wort. Von mir aus soll es unterschiedliche Meinungen innerhalb einer Partei geben. Schlimm wäre es, wenn dies nicht so wäre. Schaut euch dazu nur Merkels SED & Blockparteien an. Das ist politische Einfalt pur.

    Die AfD muss sich lediglich von all denen säubern, die sich in den statischen Parteienbetrieb einrichten wollen und Absicherung suchen, anstatt auf notwendige Veränderungen im Lande hinzuwirken. Also quasi die Umsetzung des Wählerauftrages. Da wo ich herkomme, hat sich ein Beamter mit den 4 Jahren DBT eine fette Pension gesichert und dampft nächstes Jahr nach der Abwahl ab. Dafür habe ich den nicht gewählt. Vorher große Fresse und dann einen auf Mäuschen machen.

  7. Religionsfeind 29. Oktober 2020 at 18:16

    Dank Meuthen und anderen U-Booten hat die AfD fertig. “

    Meuthen muss unbedingt abgewählt werden. Der gehört nach Brüssel und nicht in den Bundesvorstand. Dann geht es mit der AfD wieder aufwärts.

  8. Björn Höcke muss Parteivorsitzender werden. Hinter ihm kann sich die AfD versammeln nachdem die Störenfriede rausgeworfen wurden. Mit einer klaren Linie geht es dann mittelfristig Richtung 20%. Im Osten wird man sie sogar bitten unter ihnen Juniorpartner in einer Koalition werden zu dürfen.

  9. „Beckamp hat in seinem jüngsten Video in scharfen Worten Teile seiner eigenen Partei kritisiert.“
    ———
    in scharfen Worten? Habe den Aufruf eher als banal und platüdenhaft empfunden. In der Sache natürlich richtig, scheint er mir eher ein Langweiler ohne Charisma zu sein. Da lobe ich mir die rhetorischen Fähigkeiten eines Dr. Gottfried Curio.

  10. Also ich halte solche Einlassungen für völlig unwichtig (wobei ich es auch gar nicht gesehen habe).
    Beckkamp soll sein Ding machen (er ist mir ja sympathisch) und sehen, dass er die Leute, die er für korrupt hält absägen kann)
    Appelle sind doch sinnlos, es sein denn sie sollen Mehrheiten gewinnen um z.B. Meuthen zu beseitigen. Ansonsten ist es doch sinnlos korrupten Leuten mit Apellen ins Gewissen reden zu wollen. Es gibt Anständige und Andere (badische und unsymbadische).
    Gegen die Unanständigen muß man als Anständiger versuchen mit Mehrheiten zu agieren. Ich war ja ne zeitlang aktiv. Ich habe meine Personalentscheidungen immer nach Fähigkeit und Anstand getroffen. Fertig.

  11. Die AfD zeigt derzeit Profil und das ist gut so. Die anderen machen es der AfD doch so leicht, liefern ihr Fehler über Fehler. Man braucht sie nur aufzuheben und zu nutzen. Und das geht halt nur Rücken an Rücken, und nicht mit Messer im Rücken.

  12. Ein paar Störenfriede, Radikalinskis und Extremisten sind ja in den letzten Monaten bereits ausgeschlossen worden. Diese Eigenhygiene der AfD war auch gut so. Jetzt kann sich die AfD auf den konservativ-patriotischen Weg konzentrieren und vermeidet, in den braunen Sumpf abzudriften. Vor allem muss verhindert werden, bundesweit vom VS beobachtet zu werden, damit die bürgerliche Basis zu vergraulen und auch Beamten die Mitgliedschaft unmöglich zu machen.
    Die steigenden Umfragewerte machen Mut, diesen Weg fortzuführen.

  13. Heisenberg73 29. Oktober 2020 at 20:49
    Der Leitgrundsatz der AfD ist demokratisch, deshalb kann nie die ganze Partei vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Sollte ein AfD-Politiker dagegen verstoßen, so wird richtigerweise im Einzelfall entschieden. Nur weil einer oder ein paar Leute Blödsinn machen, darf nie die ganze Partei in Geiselhaft genommen werden.

  14. Durch Egoismus, Profilierungssucht, Rechthaberei und Eitelkeiten Einzelner ist die Partei da wo sie aktuell ist.
    Hätten alle an einem Strang gezogen, so hätten auch alle davon positiv profitiert.
    Unnötige und völlig überflüssige Äußerungen kommen noch als Negativposten dazu.

    Jemand wie Roger Beckamp wäre eigentlich zu höherem berufen.

  15. Dieser Heini ist mit an der Spitze der Zerstörer der AfD in NRW. Der sollte sich schämen, und weniger Alkohol zu sich nehmen.

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