"Lina wer?" - Tagesschau-Redakteur Florian Flade (r.) schreibt aus der Sicht der Linksextremisten.

Am 11. November fiel dem „Focus“ auf, dass sich in Deutschland staatliche Maßnahmen gegen linksradikale Gruppierungen häuften und effektiver umgesetzt würden, nachdem über lange Zeit „[…] Linksextremisten in Deutschland scheinbar nach Belieben schalten und walten […] konnten.“ Die rückblickende Erklärung des „Focus“ zum staatlichen Kuschelkurs gegenüber den Linksfaschisten in den letzten Jahren (kursiv):

Profitiert haben sie dabei von Politikern, die das Phänomen linker Gewalt konsequent ignorierten oder verharmlosten, und von Sicherheitsbehörden, die sich im Kampf gegen die weitgehend autonome Szene traditionell schwertun. Von ein paar Ausnahmen abgesehen, blieben die Täter in der Regel unentdeckt und damit straffrei.

Es versteht sich von selbst, dass Merkels Haussender, die ARD, solche Meldungen so nicht stehen lassen kann. Sie müssen entweder abgestritten oder – wenn das nicht geht – heruntergespielt werden. Für letzteren Weg entschied sich die Tagesschau am 23. November in einem Artikel, den man als Antwort auf den „Focus“-Bericht verstehen kann. Versucht wird, durch rhetorische Kunstgriffe die gewalttätige linke Szene aus Leipzig in Schutz zu nehmen.

Die Tagesschau nimmt darin Stellung zum Fall Lina E., die bis zu ihrer Verhaftung mutmaßlich im linken Leipziger Faschistenmilieu tätig war und – laut Focus – eine übergeordnete Bedeutung besaß. Sie bzw. die durch sie mutmaßlich verkörperte Gewaltbereitschaft wollte (konnte) die ARD so nicht stehen lassen. Der Vergleich der beiden Darstellungen von Lina E. in beiden Medien zeigt das anschaulich. Zuerst der Focus und anschließend die „Tagesschau“.

Focus:

Als großer Wurf gilt dabei die Verhaftung der 25-jährigen Lina E. aus Leipzig. Beamte des Landeskriminalamts Sachsen holten die Studentin […] am 5. November 2020 aus ihrer Wohnung im Stadtteil Connewitz. Bewaffnete Elitepolizisten brachten die junge Frau – lange Haare, schwarze Strumpfhosen, Minirock, Nike-Turnschuhe, rotlackierte Fingernägel – im Hubschrauber nach Karlsruhe, wo die Bundesanwaltschaft ihren Sitz hat.

Die oberste deutsche Anklagebehörde unter Generalbundesanwalt Peter Frank stuft Lina E. als Kopf einer kriminellen Vereinigung ein, die den demokratischen Rechtsstaat bekämpft. Spätestens im September 2019 soll sie sich einer linksextremen Gruppe in Leipzig angeschlossen und dort sofort „eine herausgehobene Stellung“ eingenommen haben.

„Unter anderem übernahm sie bei Anschlägen das Kommando, bereitete deren Ausführung vor und stellte ihr Kraftfahrzeug als Fluchtmittel zur Verfügung“, so die Bundesanwaltschaft.
[…] Den Ermittlungen zufolge war Lina E. bei zwei Anschlägen auf eine Kneipe im thüringischen Eisenach beteiligt, die den Tätern als mutmaßlicher Treffpunkt der „rechten Szene“ galt.

Tagesschau-Redakteur Florian Flade vom WDR spielt den Fall in seinem Artikel („Fall Lina E. Wie gewaltbereit ist die linke Szene?“) herunter, indem er behauptet, Lina kenne bei den Leipziger Faschisten ja keiner. Will sagen: wer gewalttätig ist, müsste dort eigentlich bekannt sein. Interessante These, auf die wir noch zurückkommen werden. Flade in seinem
Tagesschau-Artikel:

Lina wer? Die Verwunderung in der linken Szene in Leipzig war groß, als der Generalbundesanwalt Anfang November die 25-jährige Studentin Lina E. festnehmen ließ. Die ursprünglich aus Kassel stammende Frau war in den linksradikalen Kreisen der Stadt ziemlich unbekannt, sie galt eher als Randfigur.

Die Ermittler werfen ihr vor, die Rädelsführerin einer „linksextremistischen kriminellen Vereinigung“ zu sein. Sie soll an mehreren Angriffen auf Angehörige der rechten Szene beteiligt gewesen sein. Etwa, als im Oktober 2019 die Gäste und der Wirt einer Gaststätte im thüringischen Eisenach mit Schlagstöcken, Pfefferspray und Faustschlägen attackiert wurden. Die Gaststätte galt den Tätern als rechter Treffpunkt.

Wir stellen gegenüber: „herausgehobene Stellung“ (Focus) gegenüber „ziemlich unbekannt“ und „eher“ „Randfigur“ im ARD-Artikel von Florian Flade. Mehr als eine rhetorische, blöde Miene aufzusetzen („Lina wer?“) bringt Flade allerdings nicht zustande.

Allein ihr angeblich nicht vorhandener Bekanntheitsgrad wird angeführt, um Zweifel an der Gewaltbereitschaft der linken Szene in Leipzig zu säen, deren Grad grundsätzlich in Frage gestellt wird („Wie gewaltbereit ist …“) – Zerstörung von Baukränen hin, Angriffe auf Polizeistationen her. Als das passierte, schnarchte der Flade wohl gerade.

Indirekt sollen mit seinem Artikel natürlich auch die polizeilichen Maßnahmen gegen Lina E. und die linksfaschistische Szene in Leipzig als unnötig oder übertrieben eingestuft werden, Kein Wort beim ARD-Artilel zur Position der Staatsanwaltschaft in diesem Fall. Die ARD schreibt aus Sicht der Linksextremisten.

Nun gibt es immerhin auch eine Gemeinsamkeit beider Artikel. Beide verweisen auf die enorme Unterstützung von Lina E. durch Leipzigs Linksextremisten.

Focus:

In der Szene sorgte die Verhaftung der Studentin für Unruhe. „Gestern entführten die Bullen die Antifaschistin Lina aus Leipzig-Connewitz“, hieß es auf einer einschlägigen Internetseite. Die Polizeiaktion sei „politisch motiviert“ gewesen, ätzte ein Autor, die linke Bewegung solle „eingeschüchtert“ werden.

Tagesschau:

Mittlerweile solidarisiert sich die radikale Linke mit der Festgenommenen. Unter dem Slogan „Freiheit für Lina“ werden Spenden für die Studentin gesammelt. „Wir sprechen uns gegen die Kriminalisierung antifaschistischer Arbeit aus und wollen nicht schweigend mit ansehen, wie Polizei und Presse ein reißerisches Konstrukt an Vorwürfen gegen eine junge Antifaschistin aufbauen“, heißt auf einer Webseite.

Und hier beißt sich die Maus selbst in den Schwanz. Wie war das doch eben? Wenn, wie Flade suggeriert, Lina E. in Leipzig so unbedeutend war, dass man sie nicht kennt, siehe oben, dann fragt man sich allerdings, wie es zur enormen Unterstützung von Lina E. durch die linksextremistische Szene dort kommen kann, die hier sogar ihre „antifaschistische Arbeit“ gefährdet sehen. Sowohl Focus als auch Tagesschau berichten das übereinstimmend. Dann war das wohl doch nichts mit unbedeutend…

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13 KOMMENTARE

  1. Auch hier hat ein Messermann seine Ehre wieder hergestellt, vermutlich weil das Weib widerspenstig wurde

    Sieht nach Sharia-konformer Rechtsumsetzung aus, entweder durch von Merkel (CDU/SPD) importierten Islamneger, Syrer, Afghane, Pakistani, oder sonstige ISlamanhänger.

    Wetten werden noch angenommen.

    Der Schlitzer ist flüchtig in Richtung Italien, wahrsccheinlich will er heim in sein Kalifat oder mit dem Boot und zurück nach Afrika zu seinen Artgenossen.

    https://web.de/magazine/panorama/34-jaehrige-mutter-erstochen-leiche-tagelang-kinderbett-35292456

  2. Solche flachsinnigen Propaganda-Ergüsse werden bei tagesschau.de publiziert? Das ist ja unterirdisch…

  3. Leipzig war einmal eine der in Deutsche kulturell fuehrenden Staedte, jedoch NUR in einem
    BUERGERLICHEN UMFELD konnte sich dies entwickeln. Ich spreche hier von Zeiten als dies moeglich war,
    wie Thomaskirche mit einem Johann-Sebastion BACH, einem Konzerthaus namens Gewandhaus/Orchesters, eines Felix Mendelsohn,
    Zu DDR Zeiten hingegen war die Karl Marx Uni und marxistische Strukturen, incl. Stasi Richtstaedte wo Todesurteile ausgefuehr wurden, der Platz wo Macht ausging, Propaganda verbreitet wurden.
    Trotzdem oder gerade deswegen, wurde diese Stadt das Zentrum, von dem aus die friedliche Bewegung gegen den DDR Unrechtsstaat ausging, der auf seine Buerger schiessen liess, die von einem Teil D ins andere wechseln wollten.
    Nur mit Hilfe von Gorbatschow, der den DDR Militaristen Schiessverbot/Gewaltanwendung erteilte wurde dies moeglich, das Honneckerregim zu stuertzen.
    Leider ohne die notwendigen Konsiquenzen, dass all jene Linksfaschisten aus seinem Umfeld, die diesem Staat als 150 %ige dienten, nicht lebenslang Berufsverbot fuer irgend eine Beschaeftigung im Staatswesen inc. Medien usw. Politik erteilt worden waere.
    Dann waere D auch eine Merkel erspart geblieben.

  4. Wurde bei ihrer Festnahme nicht ein Hammer und andere Schlagwerkzeuge direkt hinter der Eingangstür gefunden? Waren sicher für die nächste Gartenarbeit gedacht…

    ARD ist der letzte Dreck. Linksfaschistoid hoch zehn.

  5. @oak 24. November 2020 at 18:21

    Leipzig ist tatsächlich für Musik bekannt. Bach und der Thomanerchor mal als Beispiel. Sicher gab es da noch viel mehr. Inzwischen ist der Ort mehr durch Krawalle in Connewitz und Linksextremismus in den Medien.

  6. Warum hat die Tagesschau nicht auch gleich noch das Spendenkonto bzw. den Bitcoin-Account zugunsten von Lina E. veröffentlicht?

  7. Böller an eine Moschee schmeißen gibt 8 Jahre.

    Ich bin der Ansicht, dass die linken Gewaltexzesse ähnlich geahndet werden sollten. Acht Jahre Knast für die Terrorbraut als kleines Signal an unsere „linken Aktivisten.“ Das dürfte die erhitzten antifaschistischen Gemüter etwas abkühlen …

  8. Es ist zwar eine Schande, dass wir diese Typen finanzieren, aber über die Berichterstattung gekaufter Journalisten zu schwadronieren hilft nichts. Eigene Strukturen, Medien aufbauen und stärken! Solang es noch geht! Das dort Gesagte kommunizieren und nicht den Scheiss der ÖR

  9. @Eurabier

    Manuela Schwesig hat kleine Kinder und Krebs, trotzdem krallt sich die Sieche mit letzter Kraft an ihren Ämtern fest. Ihr Zuhause oder das Familienleben muss für sie die Hölle sein! Wenn man/frau sich so wenig um die eigenen kleinen Kinder kümmern mag, frage ich mich aber schon aus welchem Grunde wir ihr die Rolle der umsichtigen Landesmutter abnehmen sollen! Die eigenen Kinder zur Seite schieben und Fürsorglichkeit für Menschen vorgeben, die sie noch nicht Mal kennt! Sie können mich ruhig altmodisch nennen, aber Karriere und Kleinkinder zusammen geht nun mal nicht!

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