AfD-Bundesvorstand schmeißt Roland Hartwig aus „AG VS“

Paukenschlag in der AfD: Der Bundesvorstand der Partei hat in einer Telefonkonferenz am Montagmorgen den Leiter der parteiinternen Arbeitsgruppe Verfassungsschutz (AG VS), Dr. Roland Hartwig, aus der AG VS geworfen.

Die Entscheidung fiel durch Mehrheitsbeschluss. Als Grund wurden „unüberbrückbare Meinungsdifferenzen über den Kurs von Parteichef Jörg Meuthen“ genannt. Knuth Meyer-Soltau, Landesvorstandsmitglied der AfD NRW und als Meuthen-Getreuer bekannt, wird ihn an der Spitze der Gruppe ersetzen.

Bundesvorstandsmitglied Stephan Brandner reagierte geschockt von der Nachricht: „Leider habe ich mich erst später in die Telefonkonferenz eingeschaltet und habe an diesem Tagesordnungspunkt nicht teilgenommen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass eine untadelige, hervorragend qualifizierte und in den Verfassungsschutzsachen sehr erfolgreiche Persönlichkeit wie Roland Hartwig von Jörg Meuthens BuVo-Mehrheit grundlos geschasst wird. Auf der anderen Seite belässt genau diese Mehrheit mehr als zweifelhafte Personen wie Alexander Wolf im Amt. Das ist mir rätselhaft.“

Der frühere Chefsyndikus der Bayer AG mit weltweiter Verantwortung für den Bereich Recht und Patente des Bayer-Konzerns, genießt innerhalb der Bundestagsfraktion mit seiner ruhigen und sachlichen Art hohes Ansehen.

Nach dieser Legislatur wird der 66-Jährige voraussichtlich nicht mehr für den Bundestag kandidieren.