Corona und die Linke: Eine Bankrotterklärung

Von WOLFGANG HÜBNER | Ob „harter Lockdown“ oder „Lockdown light“: In diesen politisch beschlossenen Ausnahmesituationen wird die möglichst ungestörte Weiterführung der industriellen Produktion, der Bautätigkeit und des Verwaltungswesens in den Büros nie in Frage gestellt. In diesen Bereichen arbeiten Tag für Tag Millionen Deutsche weiter, meist mit Maske und mehr oder weniger zu beachtenden Abstandsregeln. Es gibt also einen wichtigen Teil des Alltags von diesen Millionen, in dem keine Infektionsgefahr zu bestehen scheint. Diese Unterstellung ist stiller Konsens in der Politik, in den Medien und wohl auch bei den allermeisten Bürgern.

Selbstverständlich ist das allerdings überhaupt nicht. Denn die Arbeitswelt ist keine Tabuzone für die Viren, die in Cafés, Restaurants, Läden, Theatern und Kinos als so gefährlich eingeschätzt werden, dass all diese Einrichtungen nun schon seit Monaten geschlossen bleiben müssen. Weder wird diese auffallend widersprüchliche Situation von der politischen Mitte noch den meisten Rechten in Frage gestellt. In Deutschland wird halt gerne gearbeitet, auch unter extremen Bedingungen. Doch kommen auch von denen keine Einwände gegen diese Anormalität, von denen sie am ehesten zu erwarten wären: von den angeblich kapitalismusfeindlichen Linken. Auch für diese ist das Coronageschehen offenbar nur eine über die Menschen gekommene Naturkatastrophe, die es irgendwie zu überstehen gilt.

Und wenn es linke Kritik an dieser Zeit gibt, dann entzündet sie sich an sekundären Erscheinungen wie dem unzureichenden Zustand des Gesundheitswesens oder den möglichen unsozialen Folgen der Zwangsmaßnahmen. Hingegen gibt es keine mir bekannte kritische Diskussion über die Weiterführung des Produktions- und Arbeitsprozesses trotz Virusgefahr, aber auch nicht darüber, was das Virus mit der kapitalistischen Globalisierung zu tun haben könnte. Vielmehr reiht sich die Linke in Deutschland brav ein in die Corona-Front gegen alle Kritiker und Zweifler, gerne auch militant wie die kriminelle „Antifa“ bei Aktionen gegen „Querdenker“-Proteste. Die Linke zeigt damit, dass sie auch in dieser Beziehung Teil des herrschenden Machtkomplexes ist und von diesem trotz einiger Restbedenken auch akzeptiert wird.

Das Virus ist keine reine Naturkatastrophe

Tatsächlich haben aber Pandemien und Pandemiegefahren sehr viel mit der kapitalistischen Globalisierung zu tun. Industrielle Tierhaltung, rücksichtslose Umweltschädigung und internationaler Warenverkehr sind eben nicht unbeteiligt an solchen Ereignissen wie Vogelgrippe, Schweinepest oder nun das Corona-Virus. Schon die antiken Pestpandemien, die wesentlich zum Untergang des Römischen Reiches beitrugen, wurden durch Handelsbeziehungen mit dem Osten eingeschleppt. Die Linke schweigt zu den nach wie vor offenen deutschen Grenzen, die schon wegen der engen Wirtschaftsabhängigkeiten und des „Just-in time“-Prinzips ein ebenso ungeschütztes wie tabuisiertes Einfallstor auch für Vireneinschleppung sind.

Eine Linke, die solche Probleme nicht mehr wahrnehmen will und wegen ihrer ideologischen Verblendung wohl auch nicht mehr kann, ist geradezu eine Aufforderung an die intellektuelle Rechte, sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Denn das Virus ist eine von Menschen mit oder sogar hauptsächlich verursachte Folgewirkung, also keine reine Naturkatastrophe. Diese Ursachen müssen untersucht und benannt werden, um sie und ihre Folgen erfolgreich bekämpfen zu können. Die Linke in Deutschland ist dazu weder fähig noch willens, stattdessen vollauf mit staatlich subventionierten „Nazi“-Denunziationen und „Rassismus“-Bekämpfung beschäftigt – eine Bankrotterklärung.


Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.