Der neue Matussek "Sucht und Ordnung".

Von PETER BARTELS | In diesen Zeiten ein Buch zu schreiben, ist wie Lotto: Man schreibt sich von der Seele, was noch übrig ist an Glut, Wut und Mut, hofft, dass möglichst viele die 9,99 Euro via PayPal „abdrücken“. Denn der Schreiber lebt ja nicht von Luft allein. Vom Duft der großen, weiten Welt nun auch nicht mehr…

Matthias Matussek (66) ist so einer. Der frühere Fürst des SPIEGEL-Feuilletons hat ausgerechnet ein Büchlein über die „Sucht“ geschrieben. „Gestern“ rissen die großen Verlage ihm noch die Seiten aus der Schreibmaschine: Fischer, Rowohlt, Droemer. „Vaterlose Gesellschaft“ … „Wir Deutschen“ …Das katholische Abenteuer“. Allesamt Bestseller. Doch dann stellte er sich in Hamburg bei klirrender Kälte auf eine Bierkiste, skandierte: „Merkel muss weg!“ Und das war’s dann. Bei „White Rabbit“ (Abschied vom gesunden Menschenverstand) wurde es schon schmallippiger um den grandiosen Schreiber und Philosophen (FinanzBuch Verlag). Sein neuestes Buch Sucht und Ordnung: Wie ich zum Nichtraucher wurde und andere irre Geschichten musste er jetzt sogar im Selbstverlag machen. Vom Konzert-Karajan zum Kneipenkünstler – steiler bergab geht’s nicht. Je nun, die Plumpabacke im Kanzleramt wird Matussek, wie schon Sarrazin, nicht lesen. Dabei wäre „Sucht und Ordnung“ womöglich für die Bunker-Berta wirklich „hilfreich“. Auch wenn es weniger von Weißwein am Vormittag und Rotwein am Nachmittag handelt, sondern vom Qualmen – Hasch, Marihuana, Koks, Zigaretten und was der Fürst der „rechten“ Finsternis sich im Laufe seines Lebens noch so reingezogen hat bis zur Sucht.

Matussek:  „Meine Heroinphase dauerte nur wenige Monate, dann habe ich die Sache eingestellt – wobei „eingestellt“ hier ein ziemlicher Euphemismus ist. In den USA würde ich sagen „I kicked the habit“, was zutreffender ist: ich habe die Abhängigkeit, die sich an mich klammerte wie ein Makako-Äffchen, buchstäblich und sehr brutal von mir weggetreten. Von einem Tag auf den nächsten. Zwei Tage lang habe ich geschwitzt und gezittert, dann war der körperliche Entzug überstanden. Und ich habe entzogen, weil ich es wollte. Einige Freunde haben es nicht geschafft und sind tot. Andere vegetieren dahin in irgendwelchen Methadon-Programmen – seit Jahrzehnten. Zugegeben, danach stürzte ich mich in den Suff – alles Anfang zwanzig; alles ausprobiert, alles bis zur Grenze und darüber hinaus“…

„Wie ich zum Nichtraucher wurde“

Matussek legt gleich mit einer steilen Behauptung los: „Wie ich zum Nichtraucher wurde“. Etwas realistischer desavouiert er sich Gottseidank im selben Satz: „… und andere irre Geschichten“. Geschichten, wie die:  „Da fällt mir Helmut Schmidt ein. Man hätte seine Lunge mal präparieren sollen, zugunsten der Wissenschaft! Teerpappe in ihrer robustesten Form! Geeignet auch für größere Schäden an Dach und Balkon!“ …Schmidt war auch im hohen Alter noch hellwach, unser dauerquarzender Altkanzler, und in seinen Meinungen ungebeugt und von anmutigster Rücksichtslosigkeit auf die politisch-korrekte Etikette …  „Im engen Wortsinn war Helmut Schmidt ein Junkie – der Prototyp eines Junkies! Seine Rauchfreiheit ging ihm über alles; wo immer ihm die nicht zugesichert werden konnte, sagte er seine Auftritte ab“ … Aber Scheiß auf die derzeit politisch angesagten Anstandsregeln, auf das ganze Kulturgewese, auf diesen staatlich betreuten Meinungsschnickschnack! Ich schreibe nicht für Merkel-Wähler …“

„Als ich in der Herz-Reha erfuhr, die Nikotinabhängigkeit sei noch schwerer zu bekämpfen als die Heroinabhängigkeit, konnte ich da durchaus mitreden … Zunächst die Nikotinsucht, denn die ist die purste aller Süchte – das Zen der Sucht! Warum? Sie produziert nichts anderes als – Sucht. Sie schenkt keine angenehmen Gefühle wie Heroin, keine Über-Wachheit oder gar gesteigerten sexuellen Appetit wie Koks oder irgendeinen kreativen Quatsch wie Marihuana, sondern einzig und allein das Wonnegefühl, das sich einstellt, wenn der Abhängige seinen Entzug kurzfristig befriedigt …

Nun gut, Nikotin hat sich offenbar auch als erfolgreich im Kampf gegen Blattläuse bewährt, aber die halten sich selten bei mir auf dem Schreibtisch auf – geschweige denn im Berliner Szene-Restaurant Borchardt nach 24h, wenn dort gepafft werden darf. Also wenig bis gar nichts auf der Haben-Seite. Betrachten wir nun mal die Soll-Seite: Das Lungenkrebs-Risiko für Raucher erhöht sich um das 15-fache im Vergleich zu Nichtrauchern. Weltweit sterben jährlich bis zu acht Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens – in diesem Todeszigarettendunstkreis befinden sich sogar ein Millionenheer unbescholtener Passivraucher. Beispielsweise meine Mutter, sie erkrankte im Alter an Lungenkrebs und sie war die einzige in unserer vielköpfigen Familie, die nicht rauchte.“

Die letzte Zigarette war kein bisschen dramatisch. Sie wurde runtergepafft wie Hunderttausende vor ihr und weggeschnipst. Dann war Schluss. Ohne jedes Bedauern. Du musst aufhören wollen – wirklich wollen! Das ist alles… Dazu gehört nichts als ein kurzer Moment. Bouuumm! Das ist alles!“ Die Folge: „ Eine geradezu rauschhafte Nüchternheit. Du inhalierst anders. Du inhalierst neu! Du inhalierst… frische Luft!

Sicher, in den Wochen nach meiner Entlassung aus der Klinik gab es Momente, in denen ich hätte töten können für eine Zigarette – entweder jetzt oder ich krepiere! Doch so ein Anfall geht vorüber, und dann ist es ein Segen, dass du eben keine Kippen in der Wohnung hattest! Das ist sooo wichtig, zumindest in den ersten Wochen sei deine Haus-Parole: Alle Zigarettenschachteln (!), alle Feuerzeuge (!), alle Aschenbecher(!) – weg damit!!!

Wenn der Anfall also kommt, lässt du ihn vorüberziehen – wie eine Gewitterwolke. Und erstaunt stellst du fest: Nichtrauchen bringt dich nicht um – im Gegenteil! Du lebst weiter – und das sooo viel leichter!“

Da wir neuen Nichtraucher besonders in den ersten Tagen (und Nächten) unserer Enthaltsamkeit ständigen Gefährdungen unserer nikotinfreien Jungfräulichkeit ausgesetzt sind, sollten wir bei Verführungen und Sirenengesängen ähnlich standhaft bleiben wie dies der gewichtigen Hamburger Grünenchefin und Antifa-Doppelzentner-Einheizerin Katharina Fegebank zu wünschen ist – angesichts jeder nächstgelegenen McDonalds-Filiale. Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer“ war insofern der genialste Spruch, den es geben konnte – auch wenn’s sich irgendwann herumsprach, dass es den Marlboro-Cowboy Wayne McLaren im Alter von 51 an Lungenkrebs dahingerafft hatte.“

Und hier der Raucher …

Just to remind you, Durchlaucht: Das geliebte Mütterlein … die Einzige? In Ihrem Ereignishorizont vielleicht. Und wie sieht’s in der zweiten, dritten Ahnenreihe mit Gevatter Krebs aus?? Jedenfalls hätten’s die Raucher-Exorzisten der EU- und WHO nicht „apodiktischer“ sagen können, als Matussek an dieser Stelle! Um es für alle Eiferer und Rückfall-Gefährdete „ohne wenn und aber“ zu bestätigen: Der liebe Gott hat für Lunge, Bronchien und Herz  Sauerstoff vorgesehen bei seiner Operation Adam, nix sonst. Jedenfalls keinen Nikotin (Tabak), keinen Teer (Papier) oder sonst wie atomisierte Feinstoffe, psychedelische Schwebe-Wölkchen für’s Gehirn. Aber, die allermeisten Menschen holt der Schnitter nicht, weil sie rauchen, sondern weil ihre Gene ihn wie ein offenes Gartentor einladen. In diesem Fall würfelt Gott eben doch, lieber Einstein …

Uuund jeder Raucher, der Nichtraucher werden will, glaubt instinktiv , mit  einem „Glaubensbruder auf dem Gang nach Canossa“ geißelt es sich leichter. Die Hohen Priester von EU und WHO machen’s ja vor: Erst Menetekel an die Mauer, in die Mikros, dann Kippe auf’m Klo. Haaach!! Baubude, Bullenkloster, Bundestag. Überall! „Aber morgen hör ich auf! Oder übermorgen! Ganz bestimmt!“ Heuchler! Dabei muss man/frau doch nur aufhören, wie „Nichtraucher“ Matussek so schick schreibt … Und der Raucher assistiert: Egal wie viel Päckchen er im Kühlschrank hortet, wieviel goldene Dupont, Ascher aus Kristall auf dem „Rauchertischchen“ , Havanna im Humidor, Bruyere-Pfeifen im Ständer.

Natürlich weiß das alles auch Bruder Matthias (siehe oben), er fragt trotzdem suggestiv: „Warum also tun wir Raucher uns (und anderen) das an? Denn abgesehen von einem frühen Tod, sind es zu Lebzeiten ja oft Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit, schlechter Körpergeruch, nikotingelbe Finger, ganzjährig entzündetes Zahnfleisch, Ausschlag, gelegentlich auftretende Raucherbeine …“

Danke, lieber Cicero !!

Ob dieser Bettelei um ein paar Wochen oder Monate, fällt unsereinem nur noch Cicero ein, der Quälgeist aller Lateinschüler: „80 oder 800 Jahre – es ist immer zu früh!“ Und siehe da, auch “Nichtraucher” Matussek seufzt: “Lohnen sie sich wirklich, diese paar Extra-Jahre, die man wahrscheinlich dann im Rollstuhl absitzt, während die Welt, wie du sie kanntest, in Trümmer fällt und deine Freunde, allesamt Raucher, längst zu Grabe getragen sind und Angela Merkel noch immer KanzlerdarstellerIn ist (ihr beide seid im gleichen Alter), weil die Deutschen ihre Mutti nach einer theatralisch aufgezogenen Volksabstimmung mit einem lebenslangen Mandat ausgestattet haben? Dies allein ist ein Rückfallgrund!“

Der alte, weiße Mann sitzt an der Biegung des Flusses und qualmt eine (selbstgedrehte) „American Spirit“, während er darauf wartet, dass der „Nichtraucher“ Matussek ans Ufer treibt. Okay, mit Zigarettenspitze und Filter. Aber immer noch besser als der schlaffe Marlboro Cowboy oder die schlappe Pall Mall. Husten? Verschieben wir’s auf morgen…

„Sucht und Ordnung“, Matthias Matussek:  „Wie ich zum Nichtraucher wurde“. Der Autor für die PI-NEWS-Leser: „10 Euro ebook, für das broschierte Buch mit Widmung und einem nach Wunsch alternativen (und lebenslustigeren) Cover 15,00 inkl. Versandkosten. Best, Ihr mm“.


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.

 

image_pdfimage_print
FFP2-Maskenpflicht - nie ohne Protest!  
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.
Jetzt den PI-NEWS-Telegram Kanal abonnieren!

19 KOMMENTARE

  1. Mich persönlich interessieren keine Exjunkies Exalkis ExEx….

    Wer für seinen Körper nichts übrig hat, der interessiert mich einen Nuller

    30Jahre fressen und saufen wie ein Schwein, dann Magenband rein und sich präsentieren wie der Kaiser?

    Heroin spritzen dann teure Entwöhnung und danach Vorbild in den Schulen?

    Wie ich solche Menschen verachte.

  2. .
    Tja, was
    soll ma dazu
    sagen, Herr Bartels ?
    Valleicht dies — die einen
    vertragen es besser und die
    anderen eben schlechter … Aber
    das gilt imgrunde für das Leben
    an sich. Und erst natürlich
    für Nichtraucher. Kann
    ja von Glück sagen,
    daß meine Frau
    in der Sache
    tolerant
    ist …
    .

  3. Einige interessante Fakten für einen seit 15 jahren Nichtraucher wie David.
    Aber seit längeren lese ich hier nichts mehr über und von Geert Wilders, Thommy Robinson, Marine Le Pen und andere Mitkämpfer aus dem Ausland. Es wäre für mich interessanter wieder etwas von/ über sie zu erfahren. Vor einiger Zeit war PI internationaler.

  4. Ich hab noch eins:
    Raucher sind toleranter als Nichtraucher:
    Oder ham Sie schon mal einen Raucher gesehen, der sich beschwert hat, daß ein Nichtraucher nicht raucht?

  5. „Den“ guten „Stilisten“ erkennt „man“ an „der“ Anzahl „der „Anführungszeichen“, die „er“ verwendet. „Ein“ weiteres „Meisterwerk“ der „Edelfeder“ Bartels.

  6. Seit 15 Jahren von heute auf gleich zum Nichtraucher. Keine Entzugserscheinungen und die Zigaretten lagen Wochenlang noch auf dem Tisch neben dem Aschenbecher. Welche Vorteile habe ich davon? Keine soziale Ächtung, rieche wieder besser und spare Geld. Schneller laufen kann ich immer noch nicht. Dafür aber 35 kg zugenommen. Auch frage ich mich, wo ist das gesparte Geld? ich habe es noch nicht gesehen.
    Man kann auch sagen, wo stehen die Häuser der Nichtraucher?

  7. Raucher sieht man noch selten in der Öffentlichkeit. Früher war es anders. Vlt sind viele auf Nikotinpflaster bzw. E-Zigaretten umgestiegen.

    Alkohol ist eine weitere Sache. Merkel säuft immer noch massenhaft.

  8. Vielfaltspinsel 18. Dezember 2020 at 18:29

    .
    Vifapi,
    auch wieder
    da ?! Gell, jeder
    hat seine Wehwehchen
    und auch so seine
    Idiosynkrasien.
    Dafür kann
    ma nicht.
    .

  9. Man sollte seinen Gegnern nicht den Gefallen tun, durch sinnlose Entartung von Sensualität das eigene Ableben zu beschleunigen.

    Die Menge machts. Wenn die Kontrolle nicht klappt, dann muss komplett aufgehört werden. Das spart auch Geld an dem Staat oder den muslimischen Drogendealern und macht Energie frei für Sport, Bewegung und Kampf gegen die neuen Nazis

  10. Vor über 12 Jahren habe ich auch das Rauchen aufgegeben und bin bis heute froh, dass ich es gepackt habe. Ich gönne aber jedem Raucher seinen Genuss und lehne Vorschriften ab, die Raucher diskriminieren. Erwachsene Menschen müssen selbst über sich bestimmen und in Gaststätten sollen die Betreiber und eben nicht der Staat die Spielregeln festlegen!

  11. Die meisten Raucher sind ja unter den Migranten und den untersten Sozialschichten zu finden, vor allem bei Türken und anderen Muslimen. Da fällt es mir schwer, als Patriot und Rechter für Rauchen einzutreten, da kaum noch jemand in meinem bürgerlichen Bekanntenkreis raucht.

  12. Kulturhistoriker 18. Dezember 2020 at 17:57; Leider gibts von den Zeitgenossen Millionen, weltweit möglicherweise Milliarden. Ich erinnere mich noch gut, wie endlich (womöglich als letzter europäischer Staat) ein Nichtraucherschutz gesetzlich eingeführt wurde. Da wurde sich von den Rauchern ständig beschwert, dass die Nichtraucher ihren Giftmüll nicht einatmen wollten. Siehe francomorisano. Das ist auch heute nicht viel anders geworden, aber mittlerweile haben dies doch eingesehen, dass die Sache wohl gelaufen ist.

  13. @Vielfaltspinsel 18. Dezember 2020 at 18:29
    „Den“ guten „Stilisten“ erkennt „man“ an „der“ Anzahl „der „Anführungszeichen“, die „er“ verwendet. „Ein“ weiteres „Meisterwerk“ der „Edelfeder“ Bartels.
    ++++++++++
    Das hat sich bei Herrn Bartels aber deutlich sichtbar verbessert. Da sind viel weniger Anführungszeichen, kursive oder fette oder gesperrte Hervorhebungen als anfangs, hier auf pi news.
    Dieses unklare Bild der gedruckten Sprache ist leider ein Kennzeichen des Boulevard-Stils. Sozusagen Grobmotoriker-Stil für grobmotorische Leser.

    Finde es freundlich von Herrn Bartels, dass er einen hinweisenden Text für Herrn Matusseks Buch schreibt.

  14. Kulturhistoriker 18. Dezember 2020 at 17:57
    Ich hab noch eins:
    Raucher sind toleranter als Nichtraucher:
    Oder ham Sie schon mal einen Raucher gesehen, der sich beschwert hat, daß ein Nichtraucher nicht raucht?

    ——————————————–

    Mein Onkel zu mir beim Abendessen, während er sich seine Pfeife ansteckt: „Es stört mich nicht, wenn du isst, während ich rauche.“ Er ist vor Jahren an Kehlkopfkrebs gestorben.

  15. Ich kann mich noch gut an einen Nenn-Onkel erinnern. Wenn wir sonntags hinkamen, saß er in seinem Sofa-Eckchen und rauchte Zigarre. Er war damals ca. 75 und hat dann noch ca. 10 Jahre gelebt.
    Ob man vom Rauchen Krebs bekommt oder nicht, liegt wohl eher an der genetischen Disposition.

  16. Durch ein freundliches Schicksal wurde ich von meiner Nikotinsucht befreit – plötzlich ekelte es mich furchtbar und das war`s dann.

  17. Wenn jemand Alkohol trinkt, zwingt er regelmäßig niemanden mitzutrinken.
    Das liegt bei Rauchern schon ganz anders. Neulich habe ich meinem Sohn mein Auto für eine Tour mit Freunden ausgeliehen, natürlich mit der Maßgabe, daß in meinem Auto niemand raucht. Am nächsten Morgen stinkt die ganze Karre wie ein alter Aschenbecher. Zur Rede gestellt, erklärt mir mein Junior
    „Papa, hier hat niemand geraucht, das war der Sepp, der raucht nur in seinem Auto, aber der ganze Mensch mit seinen Klamotten stinkt so“.

    Eindeutig, ich bin militanter Nichtraucher. Bei Stellenbesetzungen werden Raucher sofort aussortiert,
    genau so bei der Vergabe von Mietwohnungen. Wer Rauchen für sein gutes Recht hält, kann dies am Wohnsitz „unter der Brücke“ gerne ausüben, ohne meine Wände zu patinieren.

  18. Ich kannte im Verwandtenkreis einen starken Raucher, der erst in den
    Kämpfen an der Ostfront , insbesondere vor Angriffen auf die Russen mit Rauchwaren von den Offizieren auf die Dauer zum Nikotinjunke gemacht wurde . Er rauchte quasi vom 18. Lebensjahr bis zum Tod mit 79 Jahren
    sehr intensiv ohne Rücksicht auf seine Zimmergenossen im Familienkreis .

    Er starb nach langen Jahren des Siechtums ( schwere Schmerzen mit Durchblutungsstörungen in den Füßen , Händen , und mit
    Gefäßerkrankungen usw. an einer Herzmuskelschwäche mit 79 Jahren .
    Lungenkrebs hat er nicht bekommen . Seine Lunge war vermutlich schon so ausgeteert , dass die Kondensat – Schichtdicke keine Rolle mehr spielte .

    Er wurde im Laufe seines Lebens mind. zehntausenmal ermhnt , mit dem Rauchen aufzuhören . Interessierte ihn nicht . Er verqualmte quasi ein Vermögen , man schätzte ein Einfamilienhaus .

Comments are closed.