Der Schmerz wird nicht zur Erlösung führen

Von NADINE HOFFMANN | Der Mensch erträgt fast alles, heißt es. Demütigung, Repression, Entmündigung und Schmerz. Probe gefällig? Schauen Sie sich um: Deutschland ist voll von Probanden, die ihre Selbstachtung aufgeben, um der perfekte Steuerzahler zu sein. Die ihre Entmündigung auf dem Wahlzettel besiegeln und das für Weltgeschick halten. Die ihre schmerzenden Knie für nötige Kollateralschäden der Karriere halten.

Nicht so zynisch? Nun, Zynismus ist der Humor der Zweifelnden und Verzweifelten. Eine Sünde sei mir gestattet.

Hallo Volk, wo bist du? Nicht auf den Straßen, nicht vor den Palästen, nicht vor den Studios der GEZ-Giganten. Du sitzt brav auf dem Sofa und kriegst ein Magengeschwür. Wird der liebe Gott dir später sagen, dass du das alles artig ausgehalten hast, was von den Regierenden erlassen wurde? Oder wird er fragen, warum der Mensch seine gegebenen Talente dafür eingesetzt hat, eine ihm feindlich gesinnte Regierung durch Lethargie zu legitimieren?

Aus dieser Corona-Nummer kommt kaum einer unbeschadet heraus. Da hilft kein Wegducken. Da nutzt es nicht, die Last zu tragen, bis die Knochen schmerzen. Das Leiden des Bürgers wird nicht in Erlösung gegossen, am Ende steht bestenfalls die Erkenntnis, dass Widerstand auch ein Weg gewesen wäre, womöglich der bessere.

Aber noch haben wir die Abschaffung der Grundrechte nicht vollends erlebt, noch wäre Zeit, um sich des eigenen rebellischen Geistes zu bedienen und aufzubegehren. Aber es muss jetzt geschehen. Sonst kommt nach Corona nicht der Frühling, sondern das Aus einer ganzen Nation.


(PI-NEWS-Gastautorin Nadine Hoffmann ist Sprecherin für Umweltpolitik und Tierschutz der AfD-Landtagsfraktion in Thüringen)