Was den Bürgern angetan wird, ist ein Verbrechen

Die Bedeutung der Berührung oder die Pathologie des Lockdowns

Von NADINE HOFFMANN | Im Studium habe ich gelernt, dass menschliche Berührung das Immunsystem stärkt. Der Kontakt lässt Hormone frei, die für unser Wohlbefinden sorgen. Küssen hält gesund, hieß es. Stimmt. Obwohl man für diese Erkenntnis keine Hochschule besucht haben muss, es ist Alltagsbeobachtung, Grundwissen und Selbsterfahrung. Unser Körper würde uns auch instinktiv davon abhalten, wäre dem nicht so. Aber nein, dieses schlaue Etwas, in dem wir leben, weiß genau, was gut ist oder nicht.

Wie ich darauf komme? Weil genau dieser Kontakt nun pathologisiert wird. Das ist für mich eines der Grundverbrechen, die der Shutdown mit sich bringt. Etwas so Naturgegebenes wird tabuisiert.

Und nicht nur das fehlt. Mit jedem freundlichen Zusammensein steigt die körpereigene Abwehr, denn wir lachen ja auch zusammen. Mit jedem Lachen werden Sie ein Stück gesünder, kräftiger, vitaler. Auch das wird uns genommen. Klar, wir können für uns alleine hinlachen, vielleicht nicht in der Öffentlichkeit (obwohl es durch den Mundschutz keiner sieht), aber zusammen ist das doch viel schöner.

Was bedeutet das für die Senioren in den Heimen, wenn sie keinen Besuch mehr bekommen? Für die Opas und Omas, die nur noch einen Enkel sehen dürfen? Für die Familien, die aus mehr als einer Handvoll Personen bestehen? Für die Freunde, die sich nicht mehr sehen können? Für die Paare, die aus Angst vor Corona-Kontrolleuren nicht mehr Händchen halten? Sie werden krank gemacht. Krank gemacht durch eine Politik, die als Funktionärswesen blanker Inzidenzzahlen agiert.

Vermutlich wissen viele der Lockdown-Handlanger in den Politbüros gar nicht, was sie auf menschlicher Ebene anrichten. Wobei es Etliche zu geben scheint, die das genau wissen und genau deswegen so handeln. Man denke da an gewisse Gesundheitsexperten, die seit Jahren auf keinem Zahnarztstuhl gesessen haben dürften.

Diese downgelockte Gesellschaft wird krank gemacht und krank gehalten. Weil jeglicher, für uns Menschen so wichtiger Kontakt stigmatisiert und kriminalisiert wird. Letztendlich wurde mit dem Corona-Regime eine Entsolidarisierung geschaffen, besser, als es jegliche andere Versuche gekonnt hätten. Und in einer solchen „Gemeinschaft“ blühen die auf, die sich im Pathologischen wohl fühlen. Indem sie etwa ihre Nachbarn verraten, wie sie den Weihnachtsbraten mit mehr als der zulässigen Menschenzahl essen. Oder indem sie Polizisten auf rodelnde Kinder ansetzen. Oder, indem sie Händler, die um ihre Existenz bangen und arbeiten wollen, an den öffentlichen Pranger stellen.

Wenn wir davon reden, wie verrückt es gerade zugeht, dann sprechen wir bewusst oder unbewusst davon, wie sich die Maßnahmen, Strafen und Androhungen auf unsere Gesundheit auswirken. Nicht nur auf die mentale, auch direkt auf die körperliche. Weil Umarmungen pathologisiert werden, weil Händehalten argwöhnisch beäugt wird, weil die Berührung fehlt. Die für uns, für unser Wohlbefinden so wichtige Berührung.

Was den Bürgern angetan wird, ist ein Verbrechen. Eine Regierung, die so etwas tut, ist gefährlich, sehr gefährlich.


(PI-NEWS-Gastautorin Nadine Hoffmann ist Sprecherin für Umweltpolitik und Tierschutz der AfD-Landtagsfraktion Thüringen)