Die glorreichen Sieben

Von PETER BARTELS | Die glorreichen Sieben? Ewige Helden! Mal in Theben, mal an den Thermopylen, auch wenn die „Heilige Schar“ da auf 300 angewachsen war. Immer kämpfte eine Minderheit gegen eine Übermacht. Und immer waren sie am Ende siegreich,

Andere Zeiten, andere Schlachten. „Die glorreichen Sieben“ heute: Boris Reitschuster, Matthias Matussek, Roland Tichy, Max Erdinger, Michael Klonovsky, Wolfgang Hübner und Henryk M. Broder. „Die glorreichen Sieben“ – ein zu gewagter Zeitsprung? Nein! Auch sie kämpfen gegen eine gewaltige Übermacht. Nicht mit dem Schwert, mit der Feder, zuweilen sogar mit goldener Feder. Aber immer mit Gesundem Menschenverstand. Mehr noch: Sie versuchen der dunklen Seite der Macht wenigstens einen Hauch heller Erleuchtung zu bringen. Aber es ist wie einst in Schilda: Egal, wieviel Licht in Eimern sie heute der „Mutti“ von gestern in den fensterlosen Turm schreiben –  der ältlichen Dame geht nicht mal eine Darmol-Funzel auf.

So gestand ihr Herold, das frühere ZDF-Frühstücksei Steffen Seibert, zwar gerade auf die Frage Reitschusters vor gähnendem Staats-TV: Wir haben kein „präzises Bild, wo wir in der Pandemie stehen“. Was „Mutti“ kurz darauf nicht daran hinderte, in BILD dunkel zu unken, die Bürger von „Corona-Schilda“ noch bis zum Osterhasen in Schutzhaft nehmen zu wollen. Sie hat wahrscheinlich wieder mal mit der Schwurbellocke der Pandemie-Uni gefrühstückt. Und das Kerlchen weiß, was Mutti und ihr Wolperdinger hinter den sieben Bergen im November in den Wahlkabinen brauchen, um zu siegen: Die Pandemie der Angst!

 „Mutti“ zahlt die Fake-Flagellanten

Und so schreiben sich die Glorreichen Sieben die spitzen Federn rund. Ein Reitschuster, der mit und ohne Maske in der Bundespressekonferenz ein ums andere Mal die Regierungssprecher mit den „richtigen Fragen“ kopflos macht … Ein Matussek, der mit Schalk und spöttischem Lächeln eines Sokrates über die linken Lügeleien und Lügen „seines“ früheren SPIEGEL seufzt, weil der sich längst zum rot-grünem Relotius-Rumpelstielzchen verkrüppelt hat … Ein Tichy, gesegnet mit Platons Politeia und dem Fleiß einer Ameise  … Ein Erdinger, der auf Jouwatch sarkastisch eine Mainstream-Manipulation nach der anderen entlarvt und geißelt (nicht nur in Sachen Trump) … Ein Klonovsky, den wir vielleicht bald im Bundestag sehen werden und der in seiner gerade frisch relaunchten, augusteischen „Tageszeitung“ acta diurna mit feiner Ironie den Sturm aufs Capitol mit jenem auf den Reichstag ad absurdum führt … Ein Hübner, der auf PI-NEWS regelmäßig kurz und messerscharf Merkel und ihre Macht-Mogule gegen die Wand schreibt … Ein Broder, der mit göttlicher Ironie und teuflischen Fakten die Fake-Presse mit ihren von Mutter Marxen bezahlten News-Flagellanten aus dem Lügen-Tempel prügelt, bis sie heulend bei der längst auf dem linken Auge wirklich blinden Justizia Schutz suchen.

Was haben diese „Arbeiter im Weinberg der Wahrheit“ gemeinsam? Sie hatten alle ein Leben: Matussek war Feuilleton-Fürst beim SPIEGEL, Broder daselbst, Tichy erfolgreicher Chefredakteur der „Wirtschaftswoche“, Klonovsky bei BURDA, Reitschuster dito … Und sie sind heute (fast) alle „erwachsen“, also jenseits der 60 Jahre alt. Und damit genau so jung, wie die Mehrheit der (Bio)-Deutschen, für die sie schreiben. Und diese Mehrheit schweigt nicht mehr. Sie hat jetzt „telegram“, hat die Ketten der Sperrwut-Willkür von Twitter und Facebook gesprengt; wie auch soll man mit Krückmann und Hackenporsche zur Demo nach Berlin? Ganz abgesehen davon, dass der Zugang zum Reichstag nicht mal seniorengerecht ist … lauter Stufen!!

Trizonesien, Maxwell – alles überlebt

An ihren Altersflecken auf der Faust sollt ihr die Goldenen Federn erkennen. Die Glorreichen Sieben wissen, wovon sie schreiben, weil sie fast alles selbst überlebt haben: Trizonesien, Lucky Strike, Maxwell, Coca Cola, und was sonst noch zur Entnazifizierung der Mitläufer nötig war. Nur, sie scheinen manchmal vergessen zu haben, dass schon die Eltern ihrer Generation Grauer Panther, den Massenmörder Hitler 1938 nicht verhindert haben. Oder zu spät mit geballter Faust in der Tasche, die Rechte trotzdem gehorsam zum „Gröfaz-Gruß“ nach oben schnellen ließen. Vielleicht haben sie sogar geseufzt: Morituri te salutant … Der braune „Spuk“  ging jedenfalls nicht so „schnell vorbei“, wie es vorher „alle“ wussten. Er ging leider erst nach 5,5 Millionen gefallenen Soldaten und sechs Millionen ermordeten Juden vorbei. Dank Amis wie Trump… 

Natürlich werden heuer nach GröKaz, Rotem Spuk nicht im Ansatz so viele Tote auf der Wallstatt liegen. Weder in Deutschland noch EUnuchen-Europa noch irgendwo im linken Nirgendwo auf der Welt. Es werden „nur“ ein paar Tausend sein, die „im Zusammenhang“ MIT Corona verschieden sind, die wenigsten AN Corona. Die allermeisten wären auch ohne Muttis Angst-Folter gestorben, nur nicht so einsam, so mutterseelenallein. An Herz, Kreislauf, Krebs, Schlaganfall, Alterschwäche. Jedenfalls die allermeisten (90 Prozent) der über 70-, 80-,  90-jährigen. Wie seit 120 Jahren alle zwei, drei Jahre auch, an der Pandemie der Russischen, Spanischen, Schweine- oder  Hongkong-Grippe. Und immer die gleiche Weise, immer dieselbe Greisen-Schneise: Husten, Schnupfen, Heiserkeit; das letzte Schnauferl.

Schneeflöckchen spielt Völker-Bällchen

Die jungen Deutschen? Welche? Die schon länger hier lebenden, seit ewig hier geborenen Kartoffel-Deutschen? Oder die neuen Halal-Hammel-Deutschen mit und ohne „Deutsch-Pass“? Wer auch immer: Schon beim Führer biwakierten die Jungen lieber im HJ-Lager (in Muttis „verlorenem“ Mauerstaat natürlich in der FDJ), spielten mit Fanfaren und Landsknechttrommel das „Abenteuer Krieg“. Die jungen Koran-„Deutschen“ von heute dagegen spielen lieber im IS-Zelt mit christlichen jungen Frauen. Während die biodeutsche „Generation Schneeflöckchen“ am liebsten im Tütü mit Wattbäuschchen Völker-Bällchen spielt. Sie alle wählen „Mutti“, weil sie bei ihr gleich nach dem Zauberwort „Asyl“ oder Abi nach dem Homeschooling in Rente gehen können. Oder in die Politik. Was auf’s Gleiche raus kommt. Und die Alten? Sie wählen „Mutti“ (die bekanntlich nie eine war), weil sie so gruselig mit ihrem Nußknacker-Lächeln Angst machen kann.

In Deutschlands bitterstem Märchen jagen „Die sieben Schwaben“ das Ungeheuer mit einem langen Spieß. Als sie es schlafend auf dem Brachfeld entdecken, entpuppt es sich als Hase und hoppelt einfach weg; Merkel ist noch dieses Jahr „voraussichtlich“ weg. In nur 15 Jahren hat sie alles platt gemacht, was dank der Alten aus „Trümmern und Ruinen auferstanden“ ist. Und sich nach Gröfaz die Freiheit zu Lande, zu Wasser, in der Luft zurückerobert haben. Und nun, nach Grökaz? Finaler Karnickel-Fangschlag: Corona-Gulag … bis Ostern … Pfingsten … Herbst … Dann, nach der Wahl ihres Kronzprinzen Wolperdinger, wird Mutti „voraussichtlich“ von der Brache hoppeln. Zur Goldenen Pension, Goldenen Datsche, Goldenen Einbrenne für die Kartoffelsuppe.

Es sei denn, die Feder ist doch nicht schärfer als das Schwert…


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.