Moslembonus?

Hamburg: Klappspaten-Attacke von Grigoriy K. „nicht antisemitisch“

Von MANFRED BLACK | Der Kasache Grigoriy K., der im Oktober letzten Jahres in Hamburg auf offener Straße einem Juden den Schädel spalten wollte, wird von offiziellen Stellen oft als „Deutscher“ bezeichnet. Die Wirklichkeit: Der Täter hat „kasachische Wurzeln“, er ist vermutlich Moslem. Jetzt erklärte die Staatsanwaltschaft, es handele sich nicht um antisemitische Kriminalität – der Verbrecher sei psychisch krank.

Der Spaten-Schläger lauerte einem Studenten in Hamburg-Eimsbüttel auf – vor der Synagoge an der Straße Hohe Weide. Grigoriy K. wollte dem 29-Jährigen, der eine Kippa trug und deswegen eindeutig als Jude erkennbar war, mit einem Klapp-Spaten töten. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen, aber es überlebte die blutige Attacke.

„In der Hosentasche des Beschuldigten wurde ein Zettel mit einem handgemalten Hakenkreuz gefunden“ („Die Welt“). Was die Zeitung nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass etliche Moslems – im Orient, aber auch in westeuropäischen Staaten – ausgeprägte Sympathien für den Nationalsozialismus hegen: Nicht selten erklären diese Moslems in persönlichen Gesprächen, dass sie sich über den Holocaust freuen, dem Millionen von Juden zum Opfer fielen.

Ins Gefängnis muss Grigoriy K. nun aber vermutlich nicht. Das hat die Staatsanwaltschaft entschieden, die meint, der Kasache leide an einer psychischen Krankheit und sei deswegen „nicht schuldfähig“. Die Ermittler gehen auch nicht länger von einem antisemitischen Hintergrund der Tat aus. „Sollte der 29-Jährige verurteilt werden, käme er damit nicht ins Gefängnis, sondern in die Psychiatrie“ („NDR“).

Gegenüber dem Radiosender „NDR 90,3“ erklärte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, der Angriff habe sich zwar gegen einen Juden gerichtet. Auslöser sei jedoch die Krankheit von Grigoriy K. gewesen.

Die Jüdische Gemeinde ist empört

„Die Jüdische Gemeinde Hamburg ist schockiert“ („Bild-Zeitung“). Für Philipp Stricharz, den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Hamburg, kann es keinen Zweifel an einem judenfeindlichen Motiv geben. Tatsächlich hatte sich Grigoriy K. in einem Taxi zur Synagoge fahren lassen und dort gezielt den Mann mit Kippa attackiert. „Es muss anerkannt werden, dass wir als jüdische Gemeinschaft bedroht sind“, sagt Stricharz.

Die Gemeindemitglieder fragten sich, wie man in Zukunft antisemitische Taten verhindern wolle, wenn man sie nicht einmal als antisemitisch benenne.

Daniel Sheffer zum Beispiel, der eine Bürgerinitiative gegen Antisemitismus gegründet hat, kommentierte die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, deren oberste Dienstherrin die umstrittene grüne Justizsenatorin Anna Gallina ist, so:

„Für die Staatsanwaltschaft ist Hass und Gewalt gegen Juden eine Krankheit. Wenn dem so ist – warum versagt die Staatsanwaltschaft, diese Krankheit zu bekämpfen?“

Hinter vorgehaltener Hand sagen manche deutsche Juden auch, dass die Staatsanwälte womöglich eine andere Bewertung abgegeben hätten, wenn es sich bei dem Täter um einen „Herkunfts-Deutschen“ gehandelt hätte. Es wird die Frage gestellt, ob nach der Spaten-Attacke der Angreifer deswegen geschont wird, weil er Moslem ist.