Polizeibekannter Gewalttäter und „Stalker“

Hamburg: Libyer ermordet 20-jährige Schülerin im Fahrradkeller

Von JOHANNES DANIELS | Ein polizeibekannter Gewalttäter aus Libyen, der sich schon längst nicht mehr in Hamburg aufhalten durfte, ermordete im Fahrradkeller eines Mehrfamilienhauses am Hamburger Rahel-Varnhagen-Weg am Sonntag die 20 Jahre alte Schülerin Viktoria L., genannt Vika. Nach ersten Erkenntnissen wurde die junge Frau neben „weiteren Gewalteinwirkungen“ erstickt. Der 22-Jährige Libyer hatte die Rettungskräfte der Feuerwehr benachrichtigt und die Sanitäter nach deren Eintreffen in den Keller zu „einer verletzten Person“ geführt. Er gab an, die Frau zufällig gefunden zu haben, entpuppte sich aber im Laufe der Ermittlungen als ihr Mörder:

„Als Rettungskräfte den leblosen Körper auffanden und daraufhin die Polizei alarmierten, ergriff der Anrufer die Flucht“, teilte eine Polizeisprecherin mit. Umgehend begann die Polizei mit einer Großfahndung und nahm den Tatverdächtigen um 18.10 Uhr an der Straße Henriette-Herz-Garten fest. Gegenüber der Polizei soll er zunächst eine falsche Identität angegeben haben.

Die Mordkommission Hamburg übernahm die Ermittlungen vor Ort. Beamte in weißen Schutzanzügen suchten nach Spurenträgern und belastbaren Beweisen, um das Tatmuster erkennen zu können. „Die Leiche wies deutlich sichtbare Verletzungen auf“, betonte die Sprecherin weiter. Die Leiche lag in einem dunklen Keller zwischen abgestellten Fahrrädern, Werkzeug und Unrat.

Die genaue Todesursache blieb zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin eine Eilsektion an, die am Montag Morgen in der Rechtsmedizin durchgeführt wurde. Das Ergebnis bestätigte dann den anfänglichen Verdacht einer Tötung: Die 20-jährige Schülerin wurde offenbar erstickt.

Der festgenommene Libyer, der in der Vergangenheit bereits (wie kann es anders sein) „wegen Drogen- und Diebstahlsdelikten in Erscheinung“ getreten war, kam vor einen Haftrichter, der ihn wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft schickte – er soll die erst 20-jährige „Vika“ im Affekt getötet haben.

Die junge Frau hatte erst im Dezember eine Stalking-Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei aufgegeben. Der 22-jährige Sharif A., der laut BILD 2016 als „Flüchtling“ nach Hamburg kam, dann nach Plauen im Voltlandkreis „umverteilt wurde“ und noch eine Duldung bis April hatte, hatte die Schülerin permanent „gestalkt“.

Die Nachbarn der Tochter ukrainischer Einwanderer sind schockiert: „Sie war ein so liebes Mädchen, sie wurde von ihren Eltern geliebt, ging immer mit ihrem Hund spazieren, hat sich immer um ihre kleine Schwester gekümmert. Es ist wirklich eine schreckliche Tragödie.“

Die Eltern des Opfers wurden von Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams betreut. Am Montag Nachmittag verließen sie gemeinsam die Wohnung in Neuallermöhe. Sie kommen die nächste Zeit bei Familienmitgliedern unter.

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