„Ich bleibe dabei: Die Maske ist der Hitlergruß unserer Zeit!“

Echter Mut: weg mit FFP33!

Er ist der Tausendsassa der Corona-Gegenöffentlichkeit – Dr. Heinrich Fiechtner, 60 Jahre, zwei Söhne, einhändig seit der Geburt, Onkologe, Ex-AfD, jetzt parteiloser baden-württembergischer Landtagsabgeordneter, großer Freund des jüdischen Volkes und des Staates Israels. Wo auch immer der „Durchgeknallte mit der Fliege“ auftaucht, ob in Erfurt vor ein paar Tagen oder bei seinen „Skandal“-Reden im Stuttgarter Landtag, bleibt kein Auge trocken. Jetzt provozierte er mit einem Maske/Hitlergruß-Vergleich. Grund genug für PI-NEWS, sich ausführlich mit dem langhaarigen (Fiechtner: „das Symbol der klassischen ritterlichen Freiheit“) Schwaben zu unterhalten.

PI-NEWS: Herr Dr. Fiechtner, Sie kämpfen wie kaum ein anderer Politiker in Deutschland seit vielen Monaten öffentlich gegen die Freiheitsbeschränkungen infolge der Corona-Maßnahmen und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund. Zuletzt haben Sie die Maske als den „Hitlergruß unserer Zeit“ bezeichnet. Passt der Vergleich wirklich?

FIECHTNER: Ja, was waren denn die Symbole der damaligen totalitären Diktatur? Es gab etwas, was für alle Menschen verpflichtend und verbindend war: nämlich der Gruß. Und ich habe von meinem Vater gelernt, dass manche sogar morgens im Bett die Ehefrau mit „Heil Hitler“ und ausgestrecktem Arm begrüßt haben. Das war so selbstverständlich, und wer es nicht tat, fiel auf und kam ins Visier der Machthaber. Ähnlich verhält es sich heutzutage mit der Maske, die auch das Zeichen ist: Man tut, was die Regierung will und man unterwirft sich! Und wer es nicht tut, fällt damit auf. Ob dies gesundheitliche Gründe hat oder andere, ist ja erstmal gar nicht offensichtlich. Die meisten werden mit Sicherheit gesundheitliche Gründe haben, aber wer sie nicht trägt, ist ein Außenseiter. Und die Staatsmacht setzt dies mit aller Macht durch. Es ist eine sinnlose Maßnahme, die gegenüber Viren keinerlei Effekte hat, egal wie viele Scheinstudien man jetzt zusammenbastelt, und die alleine dazu dient, den Machthabern zu zeigen: wir haben das Volk im Griff!

Wenn man als Nicht-Linker Vergleiche mit der NS-Zeit stellt, reagiert das Establishment meistens sehr gereizt.

Ja, die Verwendung von Vergleichen mit der NS-Zeit galt ja eigentlich als Privileg der Linken. Die haben das weidlich genutzt. Immer dann haben sie aufgeschrien, wenn jemand aus den anderen Reihen, der nicht zu ihnen gehört, da historische Bezüge herzustellen versuchte. Jetzt wird aber die Parallelisierung von Strukturelementen, die hin zu einer diktatorischen Regierung führt und was volkstümlich als „faschistisch“ bezeichnet wird, immer offensichtlicher.

Die rot-weiß-schwarze Maske mit den acht(!) Zacken, die Sie am 27. Januar im Stuttgarter Landtag trugen und für die Sie sogleich gerügt wurden, erinnert fatal an die Hakenkreuzarmbinde von damals. Was wollen Sie mit solch einer Provokation erreichen?

Nun ja, es sind ja auch die Farben der SPD, aber man kann sagen, der sozialistischen Bewegungen überhaupt. Also das knallende Rot, irgendeine Symbolik dann darin, abgehoben durch weiß. Was will ich damit erreichen? Abscheu will ich damit erreichen. Ich will erreichen, dass die Menschen aufhorchen, dass sie merken: Menschenskind, was geschieht denn jetzt? Das, was wir schon mal hatten, was die meisten nur noch aus Geschichtsbüchern und aus Filmen kennen, aber auch diejenigen, die noch am leben sind, möchten sich daran erinnern. Ich möchte erreichen, dass man mit einem Sinnlosinstrument wie der Maske genau diese Unterwürfigkeit verbindet, die damals mit Macht erzwungen wurde, die zur Gleichschaltung führte und am Ende zu ganz viel Schrecken, Leid und Tod. Was soll es denn sonst bedeuten, wenn wir immer wieder sagen „Nie wieder!“ und „Wir sollen aus der Geschichte lernen“? Wie lernen wir denn: Wir lernen doch nicht dadurch, dass wir die Augen verschließen, dass wir bestimmte Themenfelder mit dem tabuisierenden Begriff des Relativierungsverbotes aus der Diskussion verbannen. Nein, wir können nur dann Schlüsse ziehen, wenn wir konkret frühere Sachverhalte in den Diskurs einbeziehen und schauen, ob es dazu Entsprechungen in der Gegenwart gibt, damit wir dann sinnvolle Handlungen weiterführen können. Und an der Stelle ist die sinnvollste Handlung: Weg damit!

Von vielen Kritikern der Corona-Maßnahmen hört man in diesen Tagen den Satz: „Jetzt verstehe ich, wie 1933 passieren konnte“. Wie erklären Sie sich, dass so viele Deutsche aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, obwohl wir doch tagein tagaus durch die Medien und die Politik daran erinnert werden?

Ich frage mich, ob Menschen als Gesellschaft überhaupt in der Lage sind, zu lernen. Mittlerweile denke ich, dass die Rahmenbedingungen nur passend sein müssen, und es kann zu jederzeit alles geschehen. Ganz wesentlich hängt es ab von der persönlichen Einstellung, vom Grundgerüst an Moral, Ethik und an Orientierung hin auf höhere Ziele. Wenn dies nur rudimentär vorhanden ist, dann begrenzt sich das Leben der meisten Menschen ohnehin auf Alltagsbewältigung, Arbeit, Freizeit, Freundschaft und mehr nicht. Dann reichen kleine Veränderungen aus, um sie in die Defensive zu bringen. Solche Ziele wie Freiheit und Recht sind abstrakt zwar vorhanden, aber unter einer konkreten sie persönlich betreffenden Bedrohung, sei es auch nur ein kleines Bußgeld, schrecken die allermeisten dann zurück. Prinzipien zu haben und zu halten, ist mit Sicherheit eine Sache der Minderheit.

Heißt das, Sie halten eine Rückkehr von Totalitarismus und Faschismus jederzeit wieder für möglich?

Leider ja, wir sind auf dem besten Weg dorthin. Und ich fürchte, wir sind nicht mehr im Jahr 1928, sondern schon im Jahr 1934.

In Bayern muss im Nahverkehr und beim Einkaufen künftig eine FFP2-Maske getragen werden. Was halten Sie als Mediziner von dieser Maske?

Das Bayernland unter dem Großkönig und absolutistischen Herrscher Södolf ist geradezu Taktgeber für das, was uns blüht – sinnlose Maßnahmen mit größtem Impetus durchzusetzen. Das fing schon mit der Alltagsmaske an, für die es keinerlei Definitionen gab, keinerlei Wirksamkeitsnachweis, keinerlei Untersuchungen über etwaige Nebenwirkungen und die trotzdem propagiert wurde. Jetzt interessanterweise ist sie anscheinend gar nicht mehr tauglich. Ja wie hat man sich die letzten Monate denn so sehr getäuscht? Kann man sich überhaupt auf die Regierung verlassen? Jetzt muss es die FFP2-Maske richten, die ja für Situationen des Virusschutzes gar nicht zugelassen ist, sondern unter relativ eng regulierten Bedingungen bei bestimmten Arbeiten eingesetzt werden darf, aber auch nur zeitlich begrenzt und nach einer sorgfältigen Untersuchung, ob der, der sie tragen muss, sie überhaupt tragen kann. Es zeigt, die Regierung macht, weil sie es machen kann, weil es funktioniert, weil die Leute es klaglos oder nur mit Murren hinnehmen. Selbst wenn eine Pandemie da wäre, könnten wir sie dadurch nicht verhindern und nicht hemmen.

Steckt in der Schnabelform der FFP2-Maske Ihrer Meinung nach auch eine gewisse Symbolik?

Ja, die Form ist ja geradezu Karikatur. Die Menschen machen sich zur Karikatur ihrer selbst. Noch vor einem Jahr hätte man gesagt, ich lass mich doch nicht veräppeln, ich lass mich doch nicht als Deppen hinstellen, als Clown. Und jetzt machen es die Leute. Sie müssten sich einfach mal mit diesem Schnabel im Spiegel anschauen. Die Überlegung ist das Entscheidende, die Reflektion: Kann das wirklich wahr sein? Soll ich jetzt wirklich so in der Öffentlichkeit herumlaufen? Kann man mit mir denn wirklich alles machen? Soll ich jetzt vielleicht auch noch meinen blanken Hintern zeigen, indem ich meine Hose an dieser Stelle aufschneide? Oder fallen den Regierenden sonstige demütigende, symbolhafte Handlungen ein? Es ist ein Symbol dafür, was man mit den Bürgern machen kann, bevor diese sich wehren oder der Erkenntnis, sie wehren sich nicht.


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