Kommt jetzt die Schweigepflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln?

Von CANTALOOP | Passend zu den von der Kanzlerin verschärften Maßnahmen zur „Corona-Eindämmung“ gleichen jetzt auch verschiedene öffentlich-rechtliche Institutionen und Verbände ihre Forderungen nach „mehr Sicherheit“ an. So ist es ihrer Ansicht nach nur konsequent, dass der Wunsch nach einer Schweigeverordnung in öffentlichen Verkehrsmitteln erneut vorgetragen wird. Dies könne wirksam virenbehaftete Aerosole verhindern, die ansonsten frei in der Luft umherfliegen würden.

Der Verband deutscher Verkehrsunternehmer (VDV) würde solch eine Schweigepflicht und auch das damit einhergehende Telefonierverbot vollumfänglich unterstützen, so dessen Verbandspräsident Ingo Wortmann.

Eine zweckmäßige Maßnahme, da die nötigen Abstände in Bussen und Bahnen oft nicht eingehalten werden, so der besorgte Präsident. Auf manchen spanischen Inseln werde dies schon erfolgreich praktiziert. Dass die mallorquinische Bevölkerung dagegen jedoch massiv protestiert, verschweigt man geflissentlich. Auch der bundesweite Zwang nach FFP-2 Masken, wie er in Bayern schon praktiziert wird, steht zur Debatte. Dass man damit ungewollt die absolute Wirkungslosigkeit der bisher vorgeschriebenen Standard-Masken zugesteht, scheint ebenfalls kaum jemanden zu interessieren. Wurden diese Atemschutz-Lappen doch in den letzten acht Monaten praktisch von jedem Bürger getragen – und trotzdem gab es keine signifikante Verbesserung der Umstände.

Verbot unserer Sprachkultur

Doch es gibt auch Gegenwind: als die in Mannheim ansässigen Verkehrsbetriebe ebenfalls ein Schweigegelübde forderten, gab es von Seiten der Bürger wegen der elementaren Vernichtung ihrer Grundrechte starken Protest. Zudem: wer soll derlei Vorgaben denn überhaupt kontrollieren bzw. wie wird ein diesbezügliches Vergehen anschließend geahndet? Fragen über Fragen.

Eine Totalisierung des öffentlichen Lebens sondergleichen: Hier tun sich in der Tat Abgründe auf, wie man es sich vor nicht allzu langer Zeit kaum hätte vorstellen können. Eine derart rasante Eigendynamik hinsichtlich der Umsetzung umstrittener Anordnungen scheint aber kaum einen Journalisten oder Redakteur der Mainstream-Medien ernsthaft zu beunruhigen. So liest man, abgesehen vom Focus, kaum etwas über diese angedachte Einschränkung unserer Kommunikation, die sich zweifellos der wohlwollenden Unterstützung unserer Kanzlerin sicher sein kann.