„Niederträchtig und gemein“ habe ihm Roloff „von hinten das Messer in den Rücken gehauen“, sagte der 39 Jahre alte Post am Sonntag. Er überlegt nun, ob er überhaupt weitermachen oder seiner Partei die Kandidatur vor die Füße werfen soll. In der kommenden Woche will er seine Entscheidung bekannt geben.

Wir alle fiebern dieser Entscheidung entgegen. Bleibt noch die Antwort auf die Frage nach den Hintergründen für die überraschend deutliche Abstimmungsniederlage des Noch-Bundestagsabgeordneten. Auch diese liefert die SZ:

„Roloff  (Anm. der Red.) sammelte Stimmen von Menschen, die mit dem wegen seiner Art oft umstrittenen Post Rechnungen offen hatten.“

„Wegen seiner Art oft umstrittenen…“ Offenbar handelt es sich bei Post nicht gerade um einen Sympathieträger. Anders kann man diese Zeilen nicht interpretieren.

Angriffsziel: Die AfD und Petr Bystron

Aber auch außerhalb seiner Partei machte sich Post unbeliebt. Zum Beispiel bei dem AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron, der das „Vergnügen“ hat, sich mit dem „Noch-Kollegen“ aus der SPD den Wahlkreis zu teilen.

Als Roter, der soweit vom Format eines Helmut Schmidt entfernt ist, wie die Volksrepublik Kongo von ihrer ersten Mondlandemission (um den YouTuber Tim Kellner zu zitieren), fühlte sich Post natürlich auch berufen, die AfD und Petr Bystron anzugreifen.

Post postete (man beachte den Wortwitz!) auf seiner Facebook-Seite drei Tage lang an oberster Stelle ein Banner, von dem er dachte, dass es von Petr Bystron sei, das aber in Wirklichkeit aus einer Fake-Banner Serie stammte, die von den Berliner Linksextremisten „Hooligans gegen Rechts“ ins Netz gestellt worden war, um die AfD zu diskreditieren. In seinem Post griff Post (Wortwitz 2) Bystron heftig an, bezeichnete ihn sogar als „dumm“.

Wer ist der Dumme?

Ob es dabei sonderlich klug war, unerlaubt ein Foto von Bystron zu benutzen, für das Post keine Bildrechte besaß, sei dahingestellt. Jedenfalls schickte ihm Bystrons Anwalt kostenpflichtig eine Unterlassungserklärung, die der Noch-Bundestagsabgeordnete der SPD zusammen mit einem Bildhonorar für die Fotografin bezahlen musste.

Damit nicht genug: Post leitete seinen Facebook-Post auch an die Abendzeitung in München weiter, die nichts besseres zu tun hatte, als einen Artikel darüber zu schreiben, ohne mit Bystron Rücksprache zu halten, wie es seriöser Journalismus eigentlich erfordern würde. Das Balle-Blatt musste nach einer Abmahnung von Bystron eine Gegendarstellung veröffentlichen. Freundlicherweise informierten sie im Rahmen dieser Gegendarstellung Bystron darüber, von wem genau diese Fake-Plakate erstellt worden waren. Ein Wissen, das Bystron vorher nicht zur Verfügung stand. Jetzt kann er – dank der Abendzeitung – die Urheber dieses Machwerks auch noch verklagen.

Fazit

Es ist kein Verlust für die Wähler, wenn ein Abgeordneter einer Regierungspartei, der nichts über seine eigene Arbeit zu sagen hat und stattdessen tagelang auf seiner Facebook-Seite gegen einen Oppositionspolitiker aus dem selben Wahlkreis stänkert, dem nächsten Bundestag nicht mehr angehört.

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43 KOMMENTARE

  1. Es wäre auch insgesamt ein Gewinn für Deutschland, wenn keinerlei Politiker der Altparteien dem Bundestag angehörten. Schaden genug hat diese korrupte Einheitspartei angerichtet von SED-Linkspartei bis CDU/CSU.

    Neue Parteien und Wählerbündnisse braucht das Land. Und vor allem braucht es eine konservativ freiheitliche AfD! Mein Herz schlägt Deutschland und tief blau!

    Guten Morgen, Vaterland Deutschland!

  2. Ich kenne diesen Herrn Post ja nicht näher. Aber ich habe hier mal ein Video gesehen, da ist er den Herrn Stürzenberger (den ich sehr schätze) derart unverschämt angegangen und hat ihn derartig beschimpft, so dass mir der Herr Post seitdem höchst unsympathisch ist.
    Insofern finde ich sein – hoffentliches Ende seiner politischen Karriere – überhaupt nicht schade.

  3. Na ja, ist halt Politik. In Jahrzehnten erlernt und verinnerlicht. Zum eigenen Wohl der „Volkszertreter“. Auf den Wähler und das Volk sei dsbei geschi$$en. So jedenfalls mein Resümee.
    H.R

  4. Wieso sollte eine Partei, die ihre Stammwähler in der Hoffnung auf eine lukrativere Klientel wegwirft und Arbeitnehmern und Rentnern „ein Messer in den Rücken stößt“ mit ihren Pöstchen-Inhabern anständiger umgehen.

    Verraten, Verkaufen, Renten kürzen, Löhne drücken, etc. ist nun mal bei manchen Parteien systemimmanent.

    Meiner Meinung nach wählen nur noch Profiteure und ganz Naive so eine Partei.

    Ich freue mich schon auf die Wahlkampfstände dieser Partei im Herbst. Da werde ich den Aktiven immer wieder ganz klar sagen:

    Ich habe euch seit den 70-er Jahren jahrzehntelang gewählt, werde aber nie mehr so blöd sein.

    Arbeiterverräter und Rentenkürzer wählt man nicht. Nie wieder Verschissmuss!

  5. @friedel
    Das sehe ich anders , jeder einzelne Vollpfosten muss später öffentlich diskutiert werden.
    Alle Peinlichkeiten gehören auf den Tisch! Es gibt immer noch genug Uninformierte die so einer Partei Stimmen geben.

  6. friedel_1830
    9. März 2021 at 07:50
    .

    1.) Artikel ist überflüssig, weil SPD eh wahrscheinlich an 5% scheitert.
    ++++

    Nicht in München.

    München ist wie die meisten Großstädte Deutschlands immer noch eine linksgrüne Kaderschmiede.

  7. Im Bundestag sitzen nur hochkriminelle Subjekte.
    So lange ein Abgeordneter nicht seinem Gewissen folgen darf sondern dem Fraktionsschef seiner Partei zu folgen hat, ist der Bundstag obsolet.
    Jede Entscheidung ist in einem Hinterzimmer längst gefällt bevor sie überhaupt in den Bundestag kommt.
    Im Parlament wird uns „Demokratie“ vorgespielt wie in einen drittklassigen Stadttheater.
    Der Bundestag, das Parlament, kann weg, das braucht niemand.

  8. „…
    alles-so-schoen-bunt-hier
    9. März 2021 at 07:37
    Florian Post war einer der aktivsten Kritikern und der ärgste Polemiker in der entscheidenden Fraktiinssitzung, die 2019 zum Rücktritt von Andrea Nahles führte. S. https://www.abendzeitung-muenchen.de/politik/florian-post-im-az-interview-deshalb-lag-ich-in-der-nahles-frage-richtig-art-471318

    Die aber ist immer noch gut vernetzt in Partei und IG Metall, sie dürfte auch hier wieder ihre Wurstfinger im Spiel haben…”

    Wenn es um Intrigen in der SPD geht, ist die in Weiler bei Mayen ( in der Eifel ) auf geerbten Bauernhof wohnende Nahles nicht weit!

    Frau Nahles war ja nicht nur eine der unfähigsten SPD Parteivorsitzenden, sondern vor allem als Regierungsmitglied mit ihrer Juso-Vergangenheit bei der Roten Hilfe eine ganz bemerkenswerte Persönlichkeit!

    Falls jemand die Rote Hilfe nichts sagt, ein kurzer Auszug aus Wiki:
    „… Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet die Rote Hilfe e. V. weiterhin. Laut Verfassungsschutzbericht 2017[35] leistet der Verein „Straf- und Gewalttätern aus dem linksextremistischen Spektrum politische und finanzielle Unterstützung, beispielsweise bei anfallenden Anwalts- und Prozesskosten sowie bei Geldstrafen und Geldbußen“. Er versuche, „durch meinungsbildende Öffentlichkeitsarbeit (Publikationen, Vorträge, Demonstrationen) die Sicherheits- und Justizbehörden sowie die rechtsstaatliche Demokratie zu diskreditieren“ und betreue „rechtskräftig verurteilte Straftäter während ihrer Haft, um diese weiter beziehungsweise stärker an die ‚Bewegung‘ zu binden“ und um sie „zum ‚Weiterkämpfen‘ zu motivieren“…”

  9. Nicht die feiner Art, aber offenbar heutzutage überall üblich, nicht nur im Bundestag, auch im normalen Leben da draussen. Da keinerlei Kompetenzen mehr erforderlich sind, um ein Land zu regieren, oder Multikonzerne zu leiten, ist auch keine Kompetenz mehr nötig, den Chef zu geben, oder den Kundenbetreuer, oder was oder wen auch immer. Echte Überlebenskämpfe gibt es heutzutage nicht mehr, derzeit noch, schon seit mehr als 30 Jahren nicht, also wo kann Mann oder Frau sein Mütchen kühlen? Bestimmt nicht in seinen Aufgaben im Beruf, dann eben im Umgang mit anderen, vor allem, wenn es um Jobs, um Partner, oder einfach zum Zeitvertreib geht. Von hinten durch die Brust ins Auge mit fiesen, schmutzigen Tricks. Im Berufsalltag wird dies dann ebenso gehandhabt, man muss sich nur die Politdarsteller ansehen.

  10. Mein Mitleid hält sich in sehr engen Grenzen. Wer in der SPD Karriere machen will, muss mit solchen Schlammschlachten rechnen. Derartiges haben wir doch schon gefühlt hunderttausend Mal erlebt, und es ist auch direkt schon zum geflügelten Wort geworden: „Er hat mich gelinkt, er ist ein linker Kerl!“ Also selbst schuld! – Aber es ist natürlich auch richtig: wenn diese Partei unter die 5% Hürde sinkt, hat sich alles Hauen und Stechen bei den Genossen wie von selbst erledigt, drücken wir den Sozis die Daumen!

  11. friedel_1830 9. März 2021 at 07:50
    1.) Artikel ist überflüssig, weil SPD eh wahrscheinlich an 5% scheitert.
    ——————————————————————————-
    …jetzt ist er hin, der Vollversorgungsposten mit
    Steuergeld. Jedoch haben Arbeitsplätze wie Tiolettenreiniger oder
    Müllsammler im öffentlichen Raum Hochkonjunktur, gern als MAE
    beim Jobcenter anmelden. Auch als Flaschensammler innerhalb
    der Altparteien könnte ich mir diesen, vermutlich noch nie eine
    Arbeit verrichtet zu habenden , sehr gut vorstellen. Das würde
    doch seinem IQ am nächsten kommen.
    Kann also weg, er wird nicht mehr gebraucht, bei einer
    Arbeiter Verräterpartei die bald mit 3% verschwinden wird.

  12. Die Karriere erst Gewerkschaftler, Betriebsratsmitglied, dann Personalleiter ist nicht selten.

  13. „In seinem Post griff Post (Wortwitz 2) Bystron heftig an, bezeichnete ihn sogar als „dumm“.“

    Das ist unhöflich, das macht man einfach nicht. Ich bezeichne Frau Dr Merkel schließlich auch nicht als dumm. Im Gegenteil bewundere ich sie, wie sie immer von Neuem versucht, einen Denkprozess anzustoßen, wo sie doch so große Schwierigkeiten hat, alles vom Ende her zu denken.

    Nun die Ergebnisse sind nicht immer zufriedenstellend, aber die Presse macht aus jedem Misserfolg eine Heldentat dieser von Gott Gesandten Führerin.

    Selbst ihren grässlichen Augenringen wird gehuldigt: „die Augenringe des Vertrauens“. Auf so eine Formulierung muss man erst einmal kommen!

  14. Die Begriffe „SPD“ und „Sympathieträger“ sind ein Oxymoron. Aber vielleicht liegen die Gründe für die Erfolglosigkeit des Herrn Post auch in seinem wenig markanten Namen. In Rheinland-Pfalz haben die Genossen einen Johannes Klomann auf den Schild gehoben. Schauen wir mal, was draus wird!

  15. friedel_1830 9. März 2021 at 07:50

    1.) Artikel ist überflüssig, weil SPD eh wahrscheinlich an 5% scheitert.

    Gut, dass die PI-Redaktion entscheidet, worüber sie berichtet und nicht Sie. Ich halte es für ziemlich arrogant einem Autor hier, der Ihnen gratis seine Lebenszeit und Arbeitskraft zur Verfügung stellt hinzurotzen, dass seine Arbeit überflüssig ist.

  16. „Ich habe den Delegierten ein Angebot gemacht, das erstaunlich gut angenommen wurde, worüber ich mich sehr freue.“

    Das kann man auch dahingehend interpretieren dass der Kerl genau wusste wo bei seinen Parteifreunden die Leichen im Keller liegen.
    Daher das überraschende Abstimmungsergebnis.

  17. Die SPD besteht ja fast nur noch aus Sympathieträgern. Z. B. dem Oberbürgermeister von FFM, dem Herrn Feldmann. Der „pfeift seine Polizei zurück“, damit die Jugend der Stadt Nicht-corona-konform feiern darf:
    https://www.hessenschau.de/panorama/500-jugendliche-feiern-illegal-am-mainufer-stadt-frankfurt-kuendigt-krisentreffen-an,illegale-party-frankfurt-100.html
    …. tja, FFM ist fast deutschenfrei…. da darf man schon die Sau rauslassen und muß nicht die „Geßlerhut-Normen“ befolgen, denn die gelten NUR für autochthone Deutsche….

  18. Achgottchen, das tut mir aber leid! Da verliert die SPD doch ihren größten Dummschwätzer und kriminellen Hetzer gegen die AfD. Ich wünsche dieser Pfeife einen Minijob als Kloputzer. Dann sieht er einmal wie andere hart arbeiten müssen anstatt sich für 10.000 € im Monat nur den Arsch platt zu sitzen und gequirlte Scheiße zu labern.

  19. Bin ich froh! Der Post ist a dermaßen asoziale, niederträchtige Kreatur, die nur auffiel, wenn er im BT wieder ´mal proletenhaft herumgepöbelt hatte, dass ich mir nie erklären konnte, wie der´s durch die Aufstellungsversammlung schaffte. Stürze fragte den Post während einer Kundgebung z. B. mehrmals nach seiner Meinung in Bezug auf diese und jene Probleme mit dem pol. Islam in Deutschland, doch Post entgegnete auf jede Frage stereotyp: „Sie sind doch lächerlich!“ und lachte dazu jedes Mal knarrend mit dem Charme einer Ratsche. Beleidigung des Gegners nämlich ist Posts Polit-Arbeitsstil. Mehrere Umstehende sagten damals aus, ihnen sei danach gewesen, dem Post Eins in die Fress… zu geben! Meine Solidarität mit Posts leidgeprüften Genoss*innen. Wie gut, dass das Sesselfurzen und Herumkotz… dieses schmierigen, perversen Unsympaths im 9/21 endet.

  20. Freuen wir uns also alle gemeinsam auf die bevorstehenden „Post-Post-Zeiten“.
    (Wortwitz Nummer wasweißich)

  21. Genosse Post ähnelt innerlich wie äußerlich dem Genossen Stegner.
    Post ist nur etwas jünger und hat die tuntigere Frisur.

    Einerlei – immer schön, wenn Sozen einander Dolchstöße verpassen 🙂

  22. Freut mich zu lesen, wie Listenplätze beim sich abzeichnenden wahldebakel der Esken-Scholz-Partei knapp werden und wegen Pöstchen die Ellenbögen offen angewendet werden.

    Was für ein widerlicher IntrigantInnenstadl, was für ein mieses Geschäft.

    Bah.

  23. 18_1968
    9. März 2021 at 11:39

    „Genosse Post ähnelt innerlich wie äußerlich dem Genossen Stegner.
    Post ist nur etwas jünger und hat die tuntigere Frisur.“

    Laut Wikipedia ist der unverheiratet und hat keine Kinder.
    Nach der „tuntigen Frisur“ habe ich sofort nach seinem Heirat Status gesucht

  24. Ist dieses Dolchstossdings denn kein Nahtsi-Vokabular?

    Ach halt, wir leben ja im Postnazismus.

  25. Bei der SPD ist die Steigerung von Scheisse nicht Feind, Todfeind, Parteifreund

    sondern

    Feind, Todfeind, Genosse

    Verzeihung ….Genoss*innen

  26. Da geht die Post ab:

    Bitte nicht verwechseln: Bei der SPD gibt es im Bundestag tatsächlich noch 2 Abgeordnete mit dem Namen Post:

    Florian Post
    Achim Post

    Kann man eigentlich beide in die Tonne treten. Der erste ist ein Kumpel von Gabriel aber hat wenigsten etwas halbwegs nützliches studiert. Der Zweite ist ein Raffzahn, der zeitweise die höchsten Nebeneinnahmen neben seiner Abgeordnetenentschädigung hatte und dazu noch den überaus nützlichen Titel eines Diplom-Soziologen. Naja, wenigstens zu Ende studiert….

  27. die meuthen-afd mit nockemann, dr.wolf, steinhöfel, pazderski, reil etc. ist kein bischen besser.

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