Maischbergers Verschwörungstheorien:

Ist Trump schuld am türkischen Einmarsch nach Syrien?

Von MANFRED ROUHS | Von den USA aus gesehen ist Syrien ein Land jenseits des Atlantiks, weit weg und uninteressant. Von Deutschland aus gesehen ist Syrien das Land hinter der Türkei, und weil Millionen Türken und Kurden, deren Heimat auf türkischem, syrischem, irakischem und iranischem Gebiet liegt, in Deutschland leben, ist ein Krieg zwischen Türken und Kurden in Syrien für uns so etwas ähnliches wie ein innerdeutscher Konflikt.

Die ersten Schlägereien zwischen Kurden und Türken fanden im Oktober im Ruhrgebiet statt. Weitere Auseinandersetzungen werden folgen.

Maischberger erklärt die Welt

Als Sandra Maischberger in der ARD am 20. Oktober über den Syrienkonflikt diskutieren ließ, konnte der Zuschauer den Eindruck gewinnen, nicht Recep Erdogan, sondern Donald Trump hätte seinen Truppen den Einmarsch nach Nord-Syrien befohlen. Die gesamte erste Hälfte der Sendung bestand aus Trump-Bashing. Dabei hat Trump mit dem Rückzug der US-Truppen aus der Krisenregion lediglich eine schon lange öffentlich bekannt gemachte Ankündigung umgesetzt: die Aktion erfolgte weder überstürzt, noch überraschend.

Trumps USA wollen nicht mehr den Weltpolizisten spielen, sondern in internationalen Konflikten nur noch unmittelbare US-Interessen wahrnehmen. Und die sind in Syrien nicht betroffen.

Die Truppen Assads sowie russische Streitkräfte sind in die entstandene Lücke nachgestoßen. Trump hat Erdogans militärisches Abenteuer nicht nur scharf verurteilt, sondern sofort empfindliche wirtschaftliche Nadelstiche gegen die Türkei gesetzt. Sein militärisches Ziel, die kurdischen Milizen in Nordsyrien auszuschalten, hat Erdogan jetzt schon verfehlt, weil ihm die Trump-Administration den freien Abzug dieser Streitkräfte aufgezwungen hat.

Die türkischen Truppen stehen nun nutzlos im Norden Syriens herum und können sich ungünstigstenfalls an einer Handvoll Zivilisten vergehen, sind ansonsten aber für Ankara militärisch, wirtschaftlich und politisch nutzlos. Sie kosten jeden Tag Geld, ohne die türkische Führung ihrem Ziel näher zu bringen, das kurdische militärische Potential in Syrien auszuschalten.

Bürgerkrieg auf deutschem Boden

Es bedarf keiner großen geostrategischen Kenntnisse, um abzusehen, dass dieses Abenteuer für die Türkei nicht gut ausgehen wird. Bis sich diese Erkenntnis auch in Ankara durchsetzt, werden viele Menschen sterben. Und die Deutschen werden wieder einmal feststellen, dass eine multikulturelle Gesellschaft nicht nur Vorteile hat.

Wir brauchen keinen türkisch-kurdischen Bürgerkrieg auf deutschem Boden. Wer das nicht einsieht, sollte seine Sachen packen und gehen!




Medien mit geschönten Teilnehmer-Zahlen zu den Demos in Dresden

Genehme Zahlen zu Pegida lieferten gestern fast alle Medien den Regierungen in Sachsen und im Bund. Übergreifend vergaßen sie dabei, dass die Quellenkritik zum journalistischen Handwerk gehört.

Der FOCUS zum Beispiel gab die Teilnehmerzahl der Gegendemonstranten mit etwa 5000 an und folgte damit brav den Angaben der linken Veranstalter! Für Pegida wurde die Zahl der Teilnehmer mit „schätzungsweise“ 3000 angegeben, wobei die Schätzung nicht (!) von der Polizei kam, die gar keine Angaben machte.

Man muss befürchten, dass hier ebenfalls die Zahl von den Linken übernommen wurde, die so ihre Schwierigkeiten beim Zählen, Schätzen und mit der Wahrheit haben.

Auch die Dresdner Neuen Nachrichten nennen 5000 Gegendemonstranten, und man darf getrost hinter der Bezahlschranke 3000 für Pegida annehmen.

Gleiches gilt vom SPIEGEL bis hin zum „Hitradio RTL Sachsen“. Immer dieselben Zahlen.

Die unkritisch und wahrscheinlich nur zu gern übernommenen Angaben sind eine glatte Lüge.

Unser Leser und Kommentator „Johann“ wies auf eine Luftaufnahme des MDR hin (Bild Nr. 9), auf der deutlich zu sehen ist, dass die Pegida-Demo auf der rechten Seite weitaus mehr Teilnehmer hat als die der Gegendemonstranten.

Wenn es 3000 und 5000 gab, dann eher umgekehrt: 5000 bei Pegida und 3000 bei den Gegendemonstranten. Der FOCUS zitiert im genannten Artikel die Sprechchöre der Pegida:

Die Menge reagierte mit bekannten Sprechchören wie „Merkel muss weg“ oder „Lügenpresse“.

Beide Parolen haben – wie man gerade wieder sehen kann – ihre volle Berechtigung.

(Dank an Johann und den MDR)




Renner: Medien sind zu Herolden der politisch Mächtigen geworden

Von MARTIN E. RENNER | Ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute über die vorliegenden Anträge zum Thema öffentlich-rechtlicher Rundfunk sprechen – sicher nicht wegen der Inhalte, aber doch, weil es dringend notwendig ist, dass in diesem Parlament über das Thema öffentlich-rechtlicher Rundfunk gesprochen wird. Bündnis 90/Die Grünen möchten seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern, die FDP möchte ihn zukunftsfest machen und seine gesellschaftliche Akzeptanz erhöhen. Schon die Titel sind bezeichnend, der Inhalt noch viel mehr.

Die Grünen fordern, was Grüne eben immer so fordern: Diversität, Quoten, Plattformen für ideologische Absurditäten, die außer ihnen kaum jemand täglich sehen und hören möchte, für die der Bürger aber zahlen soll.

Jawohl. Die Grünen haben weder die Demokratie noch die Rundfunk- und Medienfreiheit in ihren grundsätzlichen Strukturen und ihren Voraussetzungen jemals richtig verstanden. Ich denke, das sind einfach Kobolde für die Grünen.

Zum Antrag der FDP. Meinen Sie nicht, dass der unabhängige und staatsferne öffentlich-rechtliche Rundfunk in erster Linie selber für seine gesellschaftliche Akzeptanz verantwortlich ist?

Sie haben hier zwar einige der vielen Probleme erkannt, verleugnen aber die Ursachen. Fragen Sie doch erst einmal, warum wir denn überhaupt eine so ausgesprochen große Medienkrise in unserem Land haben.

Wir erleben heute eine Symbiose, eine gegenseitige Abhängigkeit von Politik und Medien zu allfälligem gegenseitigem Nutzen. Der Bürger sieht sich einem schier erdrückenden politmedialen Komplex gegenüber, der ihn unentwegt mit voller gleichgeschalteter Lautstärke beschallt, einer Lautstärke, die keinen Widerspruch zum Gesagten, zum Dargestellten mehr zulässt. Dieser politmediale Komplex mit seiner allgegenwärtigen politischen Korrektheit schränkt den Korridor des Denk- und Sagbaren, aber auch den Korridor der freien und unabhängigen Informationsgewinnung für den Bürger in unerträglicher Weise ein. Die Medien und insbesondere der öffentlich-rechtliche Rundfunk transportieren keine alternativen politischen Sichtweisen mehr. Sie verkünden fast ausschließlich nur noch Botschaften, die den Machtinteressen der Regierenden oder der gierig regieren Wollenden dienlich scheinen.

Früher hieß es, die Medien seien die vierte Gewalt in unserer Demokratie und damit die Kontrolleure der politischen Macht. Und heute? Heute sind die Medien zu Herolden, zu Lautsprechern, zu Meinungsverstärkern der politisch Mächtigen geworden. Kritische Berichterstattung, alternative Sichtweisen, neutralen, ideologiefreien Journalismus findet man zumeist nur noch im benachbarten Ausland.

Sie kennen das aus der Geschichte -, wie in den unseligsten Zeiten: damals bei der BBC und später dann im sogenannten Westfernsehen. Alle diese Entwicklungen bleiben dem Bürger nicht verborgen.

Jetzt soll die öffentliche Meinungsbildung noch unverhohlener, noch drastischer beeinflusst und gelenkt werden und dann auch noch ausgestattet werden mit Zukunftsgarantien für die Perpetuierung des heute schon unerträglichen und immer schlimmer werdenden Zustands. Dem Bürger sollen seine Mündigkeit und die Fähigkeit zur Bildung einer eigenen Meinung vom übergriffigen Nanny-Staat noch weiter abgesprochen und entzogen werden, und dann wird er sogar noch gezwungen, für die vorgekauten Meinungen und die eigene Entmündigung Gebühren zu zahlen. Und das soll die gesellschaftliche Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks befördern? Wohl kaum.

In unserer noch so genannten Demokratie, in der ein privates Zusammenkommen zum Kaffeetrinken mit dem Vorsitzenden der größten Oppositionspartei zum Verlust der beruflichen Existenz des hessischen Filmförderchefs führte, wo bleibt denn da der weiträumige mediale Aufarbeitungsansatz des angeblich so staatsfernen und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks?

Meine Damen und Herren, das Thema der vorgelegten Anträge ist richtig; der Zeitpunkt ist lange überfällig. Doch die hier aufgezeigte Stoßrichtung ist grundverkehrt. Die Probleme sind weitaus komplexer. Ganz sicher ist, dass die Organisation und der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks grundlegend infrage gestellt gehören.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunkt bedarf einer strukturellen und entideologisierenden Reform. Und ganz sicher sollte diese nicht wieder durch die Etablierung einer Expertenkommission geschehen, einmal mehr bestehend aus staatsgeldgierigen Geschwätzwissenschaftlern aus dem internationalsozialistischen One-World-Phantasma-Spektrum. Vielmehr muss ein solches Gremium zur Reformfindung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ganz zwingend aus den Mitgliedern dieses Parlaments zusammengestellt werden, inklusive der Parlamentarier der Landesparlamente, weil es um den Fortbestand unserer Demokratie geht.

Sie werden in Kürze Vorschläge zu diesem Thema von uns präsentiert bekommen.

Pax vobiscum!




Monika Lazar: Das ZDF wusste, dass ich Grünen-Abgeordnete bin

Am Montag, dem 14.10.2019, strahlte das ZDF in seiner 14 Uhr-Nachrichtensendung „heute in Deutschland“ einen Beitrag von Brandenburg-Reporter Jan Meier aus, in dem ein Bioladenbetreiber erklärte, warum er keine zertifizierte Bio-Hirse mehr anbieten will. Der Hersteller passte ihm politisch nicht, weil der in der AfD ist und nicht gegen den Braunkohleabbau sei (der ihm den Strom für seinen Bioladen ermöglicht).

„Malte Reupert Geschäftsführer Biomare Leipzig“ stand auf dem Insert des rührigen Ladenbesitzers. Daneben kam auch eine „Kundin“ zu Wort, die mit ihrem Namen „Monika Lazar“ und der Bezeichnung „Kundin“ untertitelt wurde.

Biobesitzer und Kundin, das Volk kommt beim ZDF zu Wort, so der Eindruck. Dass beide Mitglieder der Grünen sind, wurde nicht erwähnt, während der Hersteller der Hirse zusammen mit seiner Parteizugehörigkeit vorgestellt wurde.

Der Fake flog auf und wurde u.a. auf Apollo-News, der Jungen Freiheit, der Achse des Guten und  auf PI-NEWS publik gemacht. Das ZDF nahm daraufhin das Video aus der Mediathek und besserte nach: „Monika Lazar B’90/Die Grünen Bundestagsabgeordnete“ steht jetzt auf der Bauchbinde, während Malte Reupert, Vorstandssprecher der Grünen im Kreisverband Nordsachsen, immer noch nicht als solcher kenntlich gemacht wird.

Warum das ZDF so verfuhr wie dargestellt, ist eine Frage, die hier ergänzend zu dem bisherigen Beitrag auf PI-NEWS aufgeworfen werden soll. Eine offizielle Stellungnahme des ZDF oder von Reporter Jan Meier persönlich gibt es bislang nicht.

  1. Möglichkeit: Das ZDF wusste es nicht besser. Dies wäre die beste Ausrede. Es würde auch erklären, warum man nachholte, was vorher nicht geschah, also Kenntlichmachung der „Kundin“ als grünes MdB (sie ist Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus in ihrer Partei). Dem ZDF könnte man das verzeihen, auch Nachrichtenleute müssen nicht jedes Gesicht aus dem Bundestag kennen. Das ZDF äußert sich aber nicht dazu.
  2. Möglichkeit: Das ZDF wusste es vorher und hat mit Absicht die Voreingenommenheit der beiden Grünen verschwiegen, um den gewünschten Eindruck vom bunten Biovolk zu erzeugen, das sich einmütig gegen die AfD-Hirse positioniert. Das ZDF kann so etwas natürlich nicht zugeben, aber Monika Lazar hat es getan. Angesprochen von einem User (Hubertus_Zulu) auf Twitter, ob das ZDF-Team wusste, wer sie ist, gab sie naiv-fröhlich zu, dass sie sich dem ZDF vorgestellt habe, mitsamt ihrer Funktion als Bundestagsabgeordnete:

Sehr geehrter Herr ***

Ich war tatsächlich zufällig als Kundin im Laden und wurde, wie andere, vom ZDF, das vor Ort war, was ich nicht wusste, gefragt. Selbstverständlich habe ich denen mitgeteilt, dass ich Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen bin.

Soweit also alles ganz unspektakulär.

Viele Grüße

Monika Lazar

Fazit

Wenn Lazar hier die Wahrheit sagt, wovon man ausgehen kann, hat das ZDF bewusst in manipulativer Weise zwei Grüne als biedere Ladenbesitzer und Kundin präsentiert, wider besseres Wissen, um so den Eindruck mieser Parteipolitik in der Tradition von „Kauft-nicht-bei-Juden“ zu vermeiden. So wie es die beiden in der Nazi-Tradition gefällig schonte, leistete das ZDF auf der anderen Seite im Rahmen seiner medialen Möglichkeiten seinen Beitrag zur beruflichen Demontage, wenn nicht zur Vernichtung des Hirseherstellers. Der wurde bereits in der Anmoderation der „Nachrichten“ als jemand vorgestellt, „der den menschengemachten Klimawandel leugnet und AfD-Mitglied ist.“

Dass man in Beziehung auf den Klimawandel auch eine andere Meinung haben kann, wird damit vom ZDF gleich am Anfang ausgeschlossen. Die Verkünder der heute-Wahrheiten deuten damit zu Beginn ihres Beitrags ihre parteiliche Berichterstattung an, auch wenn sie diese noch nicht offen zugeben und sich – wie in diesem Falle – noch widerwillig zur transparenten Berichterstattung hinzwingen lassen.

Kontakt:

Brandenburgs ZDF-Reporter Jan Meier.
ZDF
„heute in Deutschland“
Jan Meier
55100 Mainz
Telefon: +49 (0) 6131-700
Fax: +49 (0) 6131-70-12157
Email: zuschauerservice@zdf.de




Kurz‘ Klatsche für Claus Kleber

Claus Kleber ist bekanntlich Moralist und Betroffenheits-Journalist und deshalb auch Propagandist beim ZDF, stets unterwegs gegen das Böse und für das Gute. Kleber ist so gut, dass er vor Mitleid schon mal eine Träne verdrückt, wenn ein einfacher Busfahrer zu armen Flüchtlingen „Welcome“ sagt.

Nichts ist umsonst auf dieser Welt, auch Klebers grandiose und einfühlsame Art nicht, auch nicht sein edler Kampf gegen das Böse. 50.000 Euro von den GEZ-Beiträgen werden dafür fällig. Jeden Monat versteht sich, nicht im Jahr.

Das hat eine psychologisch interessante Wirkung. Im Umkehrschluss, weil er das Geld tatsächlich erhält, glaubt Kleber nun von sich selbst, er sei „gut“, fachlich und moralisch erst recht. Und so bekommt er immer wieder und immer öfter Anwandlungen, dass er die Welt retten müsse, zuletzt am Sonntag, im Interview mit dem österreichischen Wahlsieger Sebastian Kurz (Video oben).

Es galt, „rechts“ zu verhindern, in Österreich. Seinen Kampf begann Kleber sogleich in der ersten Frage: Kurz schließe eine Koalition mit der FPÖ nicht aus, „nach allem, was geschehen ist.“ Damit meint Kleber das Ibiza-Video. Kurz versteht das absichtlich anders, „was geschehen ist“, und antwortet mit der “guten inhaltlichen Zusammenarbeit“, die es mit der FPÖ gegeben habe. Die Kontrahenten im Wortlaut:

Kleber:  Sie bräuchten nach diesem grandiosen Wahlergebnis die FPÖ nicht mehr. Und trotzdem schließen Sie heute Abend auch eine Koalition mit den Rechtsnationalen nicht aus, nach allem was geschehen ist. Warum nicht?

Kurz: Ja, schaun Sie, die inhaltliche Zusammenarbeit mit der Freiheitlichen Partei, die hat in den letzten beiden Jahren sehr gut funktioniert. Wir haben sehr viel weitergebracht. Und die Zustimmung für diese Regierung war extrem hoch. […]

Erste Klatsche für Kleber. Der 64-Jährige im zweiten Versuch, deutlicher: Aber da gab es doch „Ibiza“, und das ging doch auch weiter, und die FPÖ wolle doch selbst gar nicht mitregieren. Kurz rekurriert auf sein Versprechen vor der Wahl, mit allen Parteien zu reden. Im Wortlaut:

Kleber: Nun haben … nun hat man deutlich gemerkt, wie Sie versucht haben, die Geschichte mit Ibiza und so weiter als eine kleine Blessur in einer in der Sache doch erfreulichen Zusammenarbeit darzustellen, aber es hat ja mit Ibiza nicht aufgehört, die Skandale gingen danach immer weiter, und selbst der FPÖ-Generalsekretär sagt heute, das Wahlergebnis ist für uns, die FPÖ, ganz gewiss kein Auftrag zum Weiter-Mitregieren. Wäre jetzt nicht von Ihnen klare Ansage genau das Richtige?

Kurz: Ja, vielleicht würden Sie besser wissen, was ich tun sollte, als ich das selbst weiß. Ich hab’ mich immer daran gehalten, nicht zu schnell meine Meinung zu ändern, sondern einfach das zu tun, was ich vorher auch versprochen hab. Und ich hab vor der Wahl ein Versprechen abgegeben, nämlich dass ich mit allen Parteien Gespräche führen werde. Dass ich unvoreingenommen in all diese Gespräche hineingehen werde und dass ich versuchen werde, mit allen Parteien eine Schnittmenge zu finden. […] Respektvoll mit dem Ergebnis umzugehen heißt aus meiner Sicht, nach der Wahl das zu tun, was man vor der Wahl versprochen hat. Und das ist: mit allen zu sprechen.

Zweite Klatsche für Kleber. Wie kommt man dagegen an, dass einer sein Versprechen halten will? Kleber schaltet nun, nachdem er sich bescheiden „einen ausländischen Reporter“ nennt, in den Messias-Gang. Jetzt spricht er nicht mehr nur für das ZDF und seine Kanzlerin, sondern schon gleich mal für ganz Westeuropa.

Alle würden doch auf ein Ende der „zweifelhaften rechtsnationalen“ Allianz hoffen, so der heilige Claus inständig. Kurz, der den Braten riecht, klärt daraufhin auf, wie eine Regierungsbildung vonstatten geht und welche Aspekte dabei zu berücksichtigen sind, untersetzt mit feinen, kleinen Spitzen. Hier der Dialog im Wortlaut:

Kleber: Nun haben Sie große Kraft gewonnen heute, zweifellos, erlauben Sie da einem ausländischen Reporter die wichtigste ausländische Frage. Sie wissen, dass die deutsche Regierung, die Benelux-Regierungen und die Frankreich-Regierung und so weiter sehr darauf hoffen, dass die Allianz mit den zweifelhaften Rechtsnationalen in Österreich aufhört. Spielt ein solcher Gesichtspunkt bei den Überlegungen, die Sie jetzt anstellen werden, überhaupt eine Rolle?

Kurz: Nein. Ich bin meinen Wählerinnen und Wählern verpflichtet und nicht dem Ausland. Und auch nicht irgendwelchen Medienvertretern und anderen „Tipp-Gebern“. […]  Ich kann Ihnen nur sagen: Ich stehe zu meinem Wort. Und mein Wort im Wahlkampf war, wir sprechen mit allen im Parlament vertretenen Parteien. Das werden wir tun und ich werde dann versuchen abzuwägen, mit welcher Partei gibt es die größten inhaltlichen Übereinstimmungen, mit welcher Partei ist auch die notwendige Stabilität vorhanden, um eine Regierung bilden zu können, mit welcher Partei finden wir auch Personen, die die charakterlichen Eigenschaften haben, die es braucht um ein Regierungsamt auszuüben. Und all das gilt es dann abzuwägen und zu beraten. Sie müssen sich vorstellen, wir haben heute als Volkspartei einen historischen Tag erlebt und ich könnt’ jetzt natürlich mich ausgelassen freuen, das werde ich heute hoffentlich nach dem Interview auch noch tun können. Aber neben dieser unendlich großen Freude, die ich empfinde, und der unendlich großen Dankbarkeit, spür’ ich schon eine starke Verantwortung. Das ist ja keine Kleinigkeit, eine Regierung zu bilden. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Da geht’s um die Zukunft unseres Landes und die nächsten 5 Jahre unseres Landes und das gilt es ganz behutsam und ordentlich zu machen. Und dafür wird’ ich mir auch die entsprechende Zeit nehmen und mich jetzt sicherlich nicht zu Schnellschüssen hinreißen lassen: irgendwelche Parteien ausschließen, irgendwelche Parteien präferieren, weil das vielleicht das Ausland oder irgendein Medium sich wünschen würde.

Dritte und finale Klatsche für Kleber und der verliert nun endgültig die Fassung. So, wie es seine Kollegen in den primitiven Talk-(Brüll)Shows vorexerzieren, redet er nun Kurz dazwischen, der sich aber nicht aus der Ruhe bringen lässt. Wenn Kleber Kurz hochnehmen wollte, so geschah das genaue Gegenteil. Der alte Propagandist des ZDF mit seinem Repertoire an Sprechblasen, läuft beim jungen und rhetorisch geschulten Sebastian Kurz gehörig auf. Um das zu vergessen, muss er zu Hause erst mal auf den Kontoauszug gucken. Heute ist der Erste, 50.000 Euro für Santa Claus. Denn auch das Wollen ist wertvoll.




ARD: Wir wollten doch nur die Hände von Gottschalk zeigen

PI-NEWS hat am Sonntag über die herabwürdigende Darstellung des AfD-Abgeordneten Kay Gottschalk in der Tagesschau berichtet. Gottschalk war perspektivisch so dargestellt worden, dass er möglichst klein erscheint und in einem Zwischenschnitt wurde mehrere Sekunden lang sein Hosenstall eingeblendet.

Sein Hosenstall? Nein, soo war das ja gar nicht gemeint, schreibt jetzt Daniel Pokraka, der verantwortliche Autor. Nicht der Hosenstall wurde gezeigt, sondern: die Hände!

Ist Ihnen denn nie aufgefallen, wie oft man in der Tagesschau Hände vor einem Interview zu sehen bekommt? Sie wurden abgewogen gegen den „prominent“ dargestellten Hosenstall und der Korrespondent entschied, dass die Hände von Gottschalk so sehr wichtig wären, dass sie also gezeigt werden sollten.

Hier die Ausrede von Pokraka im Originalton:

Sehr geehrter Herr *****

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Als Autor des kritisierten Beitrags möchte ich Ihnen antworten.

In Fernsehbeiträgen ist es üblich, unmittelbar vor O-Tönen von Politikern (oder anderen) so genannte „Antexter“ zu verwenden. Nicht immer, aber häufig sind das Bilder vom Politiker selbst. Dem Autor gibt das die Möglichkeit, Fakten zum Thema und für das Verständnis des O-Tons notwendige Informationen unterzubringen.

Im Fall von Kay Gottschalk haben wir zwei Antexter verwendet: das Bild (länger), auf dem er im Gespräch mit mir zu sehen ist und das (kürzer) von Ihnen kritisierte, das seine Hände zeigt.

Wenn Sie darauf achten, werden Sie feststellen, dass Sie Bilder von Händen in Nachrichtenbeiträgen häufig sehen. Dass in unserem Fall die Hände wahrnehmungstechnisch in den Hintergrund treten, weil tatsächlich der Lendenbereich prominent zu sehen ist, kann man kritisieren. Ich fand das Bild aber in der Abwägung vertretbar.

Ich würde mich freuen, wenn Sie der Tagesschau auch als kritischer Zuschauer gewogen bleiben.

Daniel Pokraka
Fernsehkorrespondent
ARD-Hauptstadtstudio
Wilhelmstraße 67a / 10117 Berlin
E-Mail:  daniel.pokraka@ard-hauptstadtstudio.de
Twitter: @PokrakaD

Wahrscheinlich lachen sie sich nach dem Ansehen des Beitrags jetzt noch einmal in ihrer Redaktion über die super Ausrede kaputt, die Prokaka da eingefallen ist. „Publizistische und gestalterische Qualität“ nennen sie das feixend bei der Tagesschau.




„Publizistische und gestalterische Qualität“ bei der Tagesschau

Vor dem Hintergrund nett lächelnder Moderatoren der Tagesthemen erläutert die ARD ihre Grundsätze für die journalistische Programmgestaltung so:

Kern unserer Qualitäts­sicherung in der ARD […] ist die kontinuierliche und systematische Sicherung der publizistischen und gestalterischen Qualität der journalistischen Programme. 

Diese Qualität wird in ganz besonderem Maße durch die Redaktionen gestaltet, denn die Journalistinnen und Journalisten sowie Produktionsteams treffen täglich Entscheidungen über die Auswahl und die Gestaltung von Themen und Sendungen.

In den regelmäßigen Redaktionskonferenzen nehmen daher der Austausch und die Diskussion über unsere journalistische Qualität sowie ihre Evaluation einen wichtigen Stellenwert ein.

So viel zur Theorie. Es folgt ein aufgeblasener Wust von Kriterien und Qualitätsmessungen, die sicherstellen sollen, wie phantastisch deren Nachrichtensendung war und ist. Man bemüht sich also sehr.

Praktisch sieht das dann so aus, dass während des Interviews mit dem AfD-Politiker Kay Gottschalk die Kamera den Bereich um seinen Hosenstall erfasst und abbildet, während die anderen interviewten Politiker in gewohnter Weise mit Gesicht und Oberkörper abgebildet werden.

Burkhard Müller-Ullrich erläutert auf der Achse des Guten die angewandte „publizistische und gestalterische Qualität“ der Tagesschau vom 24.09. im Detail.

Wir bitten unsere Leser, sich mit entsprechenden Nachfragen an die Redaktion der Tagesschau zu wenden. Reaktionen der ARD werden wir gerne hier veröffentlichen. Sollten Stellungnahmen der Tagesschau ausbleiben, bitten wir ebenfalls um Mitteilung.

» redaktion@tagesschau.de




Phoenix: Keine Bauchbinden für AfD-Abgeordnete im Bundestag

Bei der Befragung des Bundesfinanzministers Olaf Scholz am Mittwoch im Bundestag hat sich der live übertragende Sender Phoenix (Video oben) etwas ganz Besonderes ausgedacht, um der AfD indirekt zu schaden: Bei nahezu allen Rednern der AfD wurde – im Gegensatz zu nahezu allen Vertretern der Altparteien – die sogenannte Bauchbinde, also die Einblendung am unteren Bildrand, die den Namen und die Funktion einer Person erklärt, NICHT eingeblendet. Folgende Liste zeigt, von wann bis wann es bei den jeweiligen Politikern die Bauchbinde gab:

  • Stefan Keuter, AfD (ab 5:23 min.) – keine Bauchbinde
  • Christian Dürr, FDP – Bauchbinde von 8:53 – 8:58, von 9:01 – 9:08 und von 10:45 – 10:54 min.
  • Carsten Träger, SPD – Bauchbinde von 12:01 – 12:04 und von 12:06 – 12:13
  • „Gesine Lötzsch, DIE LINKE  Stellv. Fraktionsvorsitzende“, Anmoderation durch Phoenix-Sprecherin Katharina Kühn, Bauchbinde von 14:08 – 14:16 und 15:21 – 15:28 min.
  • „Stefan Schmidt, GRÜNE  Sprecher für Kommunalfinanzen“, Anmoderation durch Phoenix-Sprecherin Katharina Kühn, Bauchbinde von 17:05 – 17:14  und 19:14 – 19:24 min.
  • Albrecht Glaser, AfD (ab 22.20 min.) – keine Bauchbinde.

Angekündigt wird Glaser mit folgenden vor Gift triefenden Worten durch den Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble: „Die nächste Frage stellt der Kollege Albrecht Glaser, AfD – wenn er mag. Er muss nicht. Herr Mag? Sie sind so erschrocken.“

  • Bettina Stark-Watzinger, FDP, 26:29 – 26:39 und 28:07 – 28:17 min.
  • Matthias Miersch, SPD, 30:20 – 30:26 min.
  • „Fabio De Mari, DIE LINKE  Stellv. Fraktionsvorsitzender“, Anmoderation durch Phoenix-Sprecherin Katharina Kühn, Bauchbinde von 33:27 – 33:36 und 35:19 – 35:19 min.
  • Lisa Paus, GRÜNE, 36:30 – 36:39 min.
  • Dr. Bruno Hollnagel, AfD (ab 39:21 min.) – keine Bauchbinde
  • „Florian Toncar, FDP Sprecher für Finanzpolitik“, Anmoderation durch Phoenix-Sprecherin Katharina Kühn, Bauchbinde von 42:39 – 42:46 min.

Es folgen ein SPD-Abgeordneter ohne Bauchbinde und ein LINKEN-Abgeordneter ohne Bauchbinde (der zuständige Phoenix-Mitarbeiter war wohl gerade anderweitig beschäftigt).

  • Anja Hajduk, GRÜNE, Bauchbinde von 50:56 – 51:00 min.
  • „Beatrix von Storch, AfD  Stellv. Faktionsvorsitzende“ wird so von 54:11 – 54:20 als Bauchbinde gezeigt.

Sie bildet die letzte im Video dargestellte Rednerin der AfD gegen Ende der Fragestunde. Wie zufällig wirken diese letzten gegebenen oder nicht gegebenen Bauchbinden, und deswegen haben wir uns die Arbeit gemacht, hier einen kompletten Überblick zu geben.

Und diesem nach zu urteilen, steht doch mehr System hinter den vom Sender Phoenix ausgelassenen Namens- und Parteieinblendungen für die AfD, als es zum Schluss den Anschein hat. Es ist auch kaum vorstellbar, dass der moderierenden Phoenix-Mitarbeiterin Katharina Kühn das nicht aufgefallen ist, selbst wenn sie auf einer „Evangelischen Journalistenschule“ volontierte.

Die „freie Moderatorin und Journalistin […] für Politik, Gesellschaft und Spaß“ widmet sich schließlich neben Prostituierten in Flatrate-Bordellen oder Samenspendern zu gerne auch dem „Kampf gegen Rechts“, wie man an ihren Beiträgen unschwer erkennen kann: „Populisten verstehen. Die Erfolgsrezepte neuer Parteien“ oder  „Der neue Hass. Ressentiments als Gesellschaftsvertrag“ heißen ihre Werke. Der Verdacht liegt nahe, dass sie „ihren Kampf“ hier im Kleinen bei Phoenix weiterführt und sich so in die romantischen Revolutionsmarschierer auf ihrer Webseite und in die Herzen ihrer Vorgesetzten einreihen wollte.

Kontakt:

Phoenix
Der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF
Langer Grabenweg 45-47
53175 Bonn
Telefon: 0228-9584-192
Fax: 0228-9584-198
info@phoenix.de




Die Deutsche Presseagentur – wie man mit der Wahrheit täuscht

Von EUGEN PRINZ | Im Gesetzestext des Paragraphen 263 Strafgesetzbuch, dem so genannten „Betrugsparagraphen“, findet sich folgende Formulierung: „Wer (…) durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Die Deutsche Presseagentur und einige andere große Medien können von Glück reden, dass sich diese Formulierung nur auf die Erlangung eines Vermögensvorteils bezieht und nicht auf die vorsätzliche Irreführung der Leser, sonst wären sie jetzt dran. Sehen wir uns einmal  diese Schlagzeilen an:

Die „Lücken-Presseschau“

Die Quintessenz aus dem Inhalt der verschiedenen Berichte: Ende 2018 haben „nur noch“ 411.000 Menschen in Deutschland Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) empfangen. Das bedeutet nach Angaben des Statistischen Bundesamtes den dritten Rückgang in Folge seit 2015 und noch dazu im zweistelligen Prozentbereich.

Der Grund dafür ist einfach: Da bei den Asylverfahren nunmehr Schnelligkeit vor Genauigkeit geht, werden mehr Anträge erledigt, als neue hinzukommen.

Doch zurück zu den Schlagzeilen. „Ausgaben für Asylbewerber gesunken“.  Sind das nicht gute Nachrichten? Ein kollektives Aufatmen geht durch die schon länger hier lebende Leserschaft der Republik. Der Steuerzahler muss also seine Taschen nicht mehr ganz so weit für die Zuwanderer aufmachen. Noch erfreulicher: Es ist erkennbar, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird.

Richtig?

Falsch. Das ist genau die Falle, in die mit Sicherheit neun von zehn Medienkonsumenten  getappt sind, als sie diese Artikel gelesen haben. Und genau das war mit Sicherheit auch so gewollt.  Es ist nämlich explizit das Gegenteil der Fall: Die Ausgaben für die Zuwanderer steigen weiter an.

Was die Lückenpresse verschwiegen hat

Die Grundsicherung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), von der in den oben genannten Beiträgen der Mainstream-Medien die Rede ist, erhalten Zuwanderer, deren Asylverfahren noch nicht entschieden ist.

Nach Abschluss des Asylverfahrens haben jene, denen ein Bleiberecht in Deutschland zugesprochen wurde (oder die nicht abgeschoben werden können), Anspruch auf Sozialhilfe, sofern sie nicht plötzlich über Nacht eine Arbeitsstelle gefunden haben.

Das heißt, der genannte Personenkreis wird weiterhin aus Steuermitteln alimentiert, das Geld kommt nur aus einem anderen Topf. In der Praxis bedeutet das: Raus aus der Statistik für Asylbewerberleistungen und rein in die Statistik für Sozialhilfeempfänger.

Und es kommt noch besser: In den ersten 15 Monaten liegen die Leistungen nach dem AsylbLG unter dem Sozialhilfesatz. Das heißt, wenn das Asylverfahren innerhalb dieses Zeitraums positiv beschieden wird, was bei den meisten der Fall sein dürfte, bekommt der Betreffende sogar noch mehr Geld als vorher. Wie war doch gleich nochmal die Überschrift?

„Ausgaben für Asylbewerber gesunken“

 

Genau so, liebe Leser, arbeiten die dpa und die anderen Volkstäuscher: Die Art der Formulierung und das Weglassen wichtiger Fakten erzeugen beim Leser den gewollten Irrtum. Sie sehen, auch mit wahrheitsgemäßer Berichterstattung kann man ein verfälschtes Bild der Realität zeichnen.

Ob der dpa und den anderen Hofberichterstattern der Kanzlerin ihr Täuschungsmanöver gelingt, liegt nun an Ihnen, liebe Leser. Sie können diesen Artikel nun entweder abhaken und zur Tagesordnung zurückkehren, oder vorher noch dafür sorgen, dass ihn möglichst viele Menschen lesen und die Wahrheit über die „gesunkenen Ausgaben für Asylbewerber“ erfahren. Es liegt bei Ihnen.


Eugen Prinz im Mai 2019 auf dem Kongress der Neuen Medien in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern und schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Der Fachbuchautor und Journalist ist dem traditionellen bürgerlichen Konservatismus zuzurechnen. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015. Erreichbar ist Eugen Prinz über seine Facebook-Seite oder Twitter.




„Ich fürchte, der SPIEGEL hat seinen Wesenskern verloren“

Es ist der größte Fälschungsskandal seit Jahrzehnten: Ein Reporter des SPIEGEL hatte Reportagen und Interviews aus dem In- und Ausland geliefert, bewegend und oftmals mit dem Anstrich des Besonderen. Sie alle wurden vom SPIEGEL und seiner legendären Dokumentation geprüft und abgenommen und sie wurden gedruckt. Claas Relotius war mit seinen Geschichten zum Superstar unter den Reportern aufgestiegen und wurde mit mehr als 40 Preisen überhäuft.

Aber: Die Geschichten waren – ganz oder zum Teil – frei erfunden.

Nun hat der Reporter, der Relotius fast im Alleingang und gegen heftige Widerstände beim SPIEGEL zur Strecke brachte, ein Buch über den Fall geschrieben. Juan Moreno erzählt hier die ganze Geschichte vom Aufstieg und Fall des jungen Starjournalisten, dessen Reportagen so perfekt waren, so stimmig, so schön.

Claas Relotius schrieb immer genau das, was seine Redaktion haben wollte

Es stellt sich die Frage, wieso diese Fälschungen jahrelang unentdeckt bleiben konnten. Juan Moreno schreibt mehr als die unglaubliche Geschichte einer beispiellosen Täuschung, er fragt, was diese über den Journalismus und den SPIEGEL aussagt.

Macht und Einfluss im Vordergrund

Für Matthias Geyer, den damaligen Leiter des Gesellschaftsressorts, für das Claas Relotius schrieb, wie für Ullrich Fichtner, den Entdecker und Förderer des Reporters, standen zum Jahreswechsel Beförderungen an – zum Blattmacher und zum Co-Chefredakteur. Und damit sollte auch Relotius selbst aufsteigen, zum Ressortleiter. Mit nur 33 Jahren.

Als nur wenige Wochen vor Erreichen der Ziellinie der freie Mitarbeiter Moreno mit schwerwiegenden Hinweisen auf mögliche Fälschungen quer auf die Bahn gelaufen kam, wurde er erst von Geyer und dann von Fichtner scharf kritisiert. In einem Gespräch habe man ihm sogar angedeutet, seinen Vertrag auslaufen zu lassen.

Unangenehme Hintergrundinformationen im Buch mit Sprengkraft

Juan Moreno, der seinerzeit wie beschrieben „nur“ als freier Mitarbeiter für den SPIEGEL schrieb, hat seine gesamten Erlebnisse in einem mutigen Buch dokumentiert, das auf nicht wenigen Seiten mit ordentlich Sprengkraft beladen ist und besonders diversen einflussreichen Entscheidern beim SPIEGEL ganz und gar nicht gefallen dürfte.

Denn, die damals erhoffte Bewältigung des schwerwiegenden Fälschungsskandals, beispielsweise mit der vom SPIEGEL selbst eingesetzten Aufklärungskommission zum Fall Relotius, wurde mit dem 17-seitigen Abschlussbericht alles andere als gänzlich vollzogen.

Ein entscheidender Satz des für den SPIEGEL in unzähligen Bereichen selbst schon hochbrisanten Abschlussberichts der Aufklärungskommission lautet:

„Es wurden keine Hinweise darauf gefunden, dass jemand im Haus von den Fälschungen wusste, sie deckte oder gar an ihnen beteiligt war.“

Wer das Buch gelesen hat, dem dürften nicht nur bei obigem Satz so einige Zweifel aufkommen…

Bestellinformation:

» Juan Moreno: Tausend Zeilen Lügen, 288 Seiten, 18,00 Euro – hier bestellen!




Höcke entlarvt GEZ-Auftragstäter

“Skandal” kreischen heute die Schlagzeilen im Mainstream-Blätterwald der Republik. Björn Höcke, der “Teufel der AfD”, die Reinkarnation des Bösen, habe wieder mal zugeschlagen: sich erdreistet ein Interview mit den öffentlich-rechtlichen Gralshütern der Wahrheit einfach abzubrechen, die Journalisten gar übel zu bedrohen. Die Wahrheit könnte nicht weiter entfernt liegen. Lügenpresse bleibt eben Lügenpresse.

Was war geschehen? Das ZDF-Politmagazin “Berlin direkt” hatte ein Interview bei Björn Höcke zum Start des Thüringen-Wahlkampfs und dessen bundespolitischer Bedeutung angefragt. Die voraussichtliche Gesamtdauer des Interviews sollte zehn bis 15 Minuten dauern. Heraus kam ein zwölfminütiger Tribunal-Versuch, in dem es ausschließlich um einige aus dem Kontext gerissene Zitate aus dem Höcke-Buch “Niemals zweimal im selben Fluss” ging. Mithilfe dieser Zitate – mit einer für heutige Politiker zugegebenermaßen ungewöhnlichen Sprache – sollte Höcke dann vom ZDF-Reporter David Gebhard auf schäbigste Art und Weise in eine direkte Traditionslinie zur Sprache des Nationalsozialismus und Adolf Hitler höchstpersönlich gebracht werden. Vom “großen Teufel” zum “kleinen Teufel” sozusagen.

Mal wieder zwangsgebührenfinanziertes Schmierentheater vom Feinsten also, das mit Blick auf sonst übliche Interviewformate mit Politikern der Kartellparteien in “Berlin direkt” völlig aus dem Rahmen fiel. Weshalb Höcke-Sprecher Günther Lachmann, seines Zeichens selbst ehemals leitender WELT-Journalist, nach 12 Minuten dazwischen ging und die gebrochenen Vorabsprachen rügte. Nach einer kurzen Diskussion zwischen David Gebhard, Lachmann und Höcke beendete letzterer dann schließlich die Verhörsituation mit der “unglaublichen Drohung”, dass er künftig für solche ZDF-Interviews nicht mehr zur Verfügung stehen werde, auch wenn er mal eine “interessante politische Persönlichkeit” sei. Er, Höcke, sei schließlich auch nur ein Mensch.

Im Interview selbst hat sich Höcke trotz des unredlichen Verhaltens des ZDF-Reporters äußerst souverän und klug verhalten. Präzise Rhetorik weitab von plumpen Wahlkampfparolen und intellektueller Tiefgang statt der immer gleichen öden und glattpolierten 08/15-Politikersprechblasen. Höcke zeigte sich einmal mehr als unorthodoxer Politiker, dem man seinen Idealismus und seine tiefe Überzeugung abnimmt und der im persönlichen Gespräch selbst in einer solch feindseligen Stresssituation noch sympathisch und menschlich rüber kommt.

Deshalb lautet die einzige Manöverkritik auch, dass der durch den Höcke-Sprecher initiierte Abbruch des Interviews eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Schließlich hat Höcke durch seine souveränen Antworten die Machenschaften des politisch motivierten GEZ-Staatsfernsehens weitaus mehr “entlarvt” als umgekehrt. Was natürlich auch der Grund dafür ist, warum Höcke das größte Feindbild des politisch-medialen Establishments ist und auf absehbare Zeit bleiben wird. Denn Politiker wie Höcke sind wirklich eine Gefahr für die derzeit Herrschenden, die unser demokratisches System pervertiert und das eigene Volk verraten haben.

Kontakt:

» David Gebhard: gebhard.d@zdf.de oder Tel.: 030-2099-1140


P.S.: Wer Höcke und andere AfD-Hochkaräter wie Alexander Gauland und Gottfried Curio nicht nur im Fernsehen, sondern auch mal live erleben will, kann das am Mittwoch um 18 Uhr in Arnstadt tun. Für alle, die nicht selbst vor Ort sein können, wird PI-NEWS den Livestream in einem Extra-Artikel übertragen.




Eine Massenbewerbung der besonderen Art…

Von PETER BARTELS | Es geschieht Seltsames in Deutschland. Da ist eine einst sehr große Zeitung, die „gestern“ noch über fünf Millionen Käufer am Tag hatte … Die heute mit weniger als einer Million längst den Ereignishorizont des Schwarzen Lochs erreicht hat. Und weil sie weiß, dass sie der Singularität dieses „Horrorzonts“ nicht mehr entkommen kann, startet sie die größte Massenbewerbung ever: 26 Redakteure schreiben eine Art Curriculum BILD, den Lehrplan ihrer sterbenden Zeitung: „Das ist BILD, das sind wir“ …

Fischkopf first: Julian Reichelt (40), Chefredakteur, former Front-Fußballer für Kinder, die den Gasbomben von Syrien-Schlächter Assad gerade eben entkommen waren. Ansonsten erfahrener Tee-Trinker unter den Arkaden von Damaskus mit Donnergrollen in weiter Ferne. Besondere Blattmacher-Leistung: Er hat die Auflage in nur zwei Jahren um 700.000 Käufer von knapp zwei Millionen auf “offiziell” 1,3 Millionen niedergemacht. Die von BZ und ONLINE bereinigte Papier-Wahrheit beträgt weniger als eine Million.

Also ideale Bewerbungs-Voraussetzung für Nullblätter wie taz (Auflage 42.454), NEUES DEUTSCHLAND (Auflage 19.732 von 1,3 Mio), Frankfurter Rundschau (früher über 230.000, heute „Beilage“ der FAZ). Aber der Julian trägt zu gerne rote Socken und ruht in der Redaktion auf seinem nagelneuen Feldbett aus seinem Feldzug für die linke Wahrheit in Syrien …

Bewerbungs-Profil für die 26 Redakteure, mit denen er das Blatt in den Mahlstrom des Ewigen Schwarzen Lochs führte: “Unser Anspruch bei BILD ist es, ganz genau hinzugucken, alles zu hinterfragen, jede Lüge zu entlarven, jeden Missstand aufzudecken … Wir berichten, was euch bewegt: vor der eigenen Haustür, in der weiten Welt … 26 Reporter, warum sie für BILD brennen. Was sie antreibt …”

Und so lügt Julian los…

Elegisch: “Während ich diese Zeilen schreibe, blicke ich auf die herzzerreißenden Bilder vom brennenden Regenwald in Brasilien. Die Feuer sind so gewaltig, dass man sie aus dem Weltall sehen kann. Der Amazonas verschlungen von Flammen … Feuer zerfrisst die Lunge unserer Erde … Ohne BILD könnten die Mächtigen ignorieren, was man aus dem Weltall sehen kann.”

Pathetisch: “BILD ist immer da, wo unsere Zukunft entschieden wird. Das kann auf den Straßen unserer Städte, auf Bahnhofsplätzen und in Freibädern sein … Wo Menschen ermordet werden, die Politik in beschämender Bequemlichkeit wegsieht. BILD beschreibt die Welt nicht, wie wir sie gern hätten, sondern so, wie sie ist.“

Heuchlerisch: “Unsere Reporter erspüren, was Deutschland bewegt. Sie machen sich jeden Tag zu Zeugen. Wo es Zeugen gibt, kann niemand leugnen. Solange es Reporter gibt, kann niemand wegsehen … Wir sind stolz darauf, ein Haus der Reporter zu sein. Reporter sagen nicht, was sie denken, sondern was sie sehen. Ohne Reporter wäre die Welt blind. Ohne Reporter würden die Brände unserer Zeit nicht gelöscht. Ohne Reporter hätte die Welt kein Gedächtnis. Das ist BILD, das sind wir.”

Wer jetzt noch nicht über der Schüssel hängt, hat lange nichts gegessen…

BILD und die Welt atmen mit der Lunge des Regenwaldes? Und BILD weiß nicht, dass die Amazonas-Lunge gerade eben für seine eigene Flora, Fauna und Ur-Einwohner reicht; die wirkliche Lunge der Welt das schöne blaue, graue, grüne Meer ist? Was jeder halbwegs gelernte (nicht gelenkte) Klimaforscher in der Klippschule der Wissenschaft lernt? BILD weiß offenbar nicht mal, dass der Regenwald seit Millionen Jahren jeden Sommer brennt…

BILD ist da, wo unsere Zukunft entschieden wird… Auf den Straßen, wo nackte Afrikaner auf fahrende Kühlerhauben knüppeln? … Auf den Bahnhofsvorplätzen, wo arabische Horden „ungläubige“ Blondinen vergewaltigen? … In den Freibädern, wo 17-jährige Macker und Knacker mit Vollbart Kinder bis in die Umkleidekabinen zuonanieren?… Im Park, wo Joggerinnen in die Büsche gezerrt werden, und – wenn sie Glück haben – wieder lebend rauskommen? … Auf dem Weihnachtsmarkt, wo der Moslem-LKW 12 Menschen mit Allahs Sense in den Tod mäht … Merkel und Meute bis heute Nägel kauend schweigen oder schwurbeln? Führer*In, wir folgen dir …

BILD “gesteht”, dass sich seine Reporter jeden Tag zu ZEUGEN machen. Aber NICHT erspüren, was Deutschland bewegt … Nicht sagen, was sie sehen, nur was sie denken sollen. Zum Glück sind Leser weder taub noch blind … Und so haben in der Shoah von Totengräber Kai Diekmann drei Millionen den Exodus gemacht, unter Julian Reichelt noch mal 700.000 (“offiziell”) obendrauf. ”Ohne Reporter hätte die Welt kein Gedächtnis”? Ohne die AfD hätte Deutschland längst Alzheimer …

BILD hilft … rechnen

Noch 25 weitere Redakteure müssen sich für BILD und den Chefredakteur auf den Marktplatz seiner Eitelkeiten stellen. Natürlich auch sein bester Freund Paul Ronzheimer, sein Ersatz-Teetrinker für Syrien. Seit der “Schlächter” kaum noch Kinder vergast, muss Rotzheimer mit Steckblick den Amazonas abglasen, aufpassen, dass keine Funken das Gestrüpp am Kinn entzünden, während er sich todesmutig mit verständnislosen halbnackten Indios vor verkohlten Bäumchen für die BILD-Wahrheit knipsen läßt … Tapferkeitsmedaille? Jau: Stellvertretender Chefredakteur mit 34…

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Oder … Chefreporterin Karina Mößbauer (ein Hundsfott, wer jetzt an Diekmann denkt …). Sie knallt mit Platzpatronen: “Die Panzer mögen Schrott sein, unsere Soldaten sind es nicht!” Oder … Stefanie May, Leben und Wissen. Sie schafft “mit BILD, was für einen Arzt unmöglich ist” … und bringt mit BILD die besten Ärzte zu den Menschen! Und lügt, dass BILD täglich mehr als zwölf Millionen Menschen erreicht.
 
Seufzer-Pause: Trotz Claudia Roth hat sich die neue gefühlte GRÜNE Mathematik offenbar doch nicht ganz rumgesprochen: 2,4 ist immer noch der Auflagen-Multiplikator… Also selbst bei der “offiziellen” Auflage von 1,3 Millionen Käufern, ergibt das eine „Reichweite“ von 3,12 Millionen. 12 Millionen war gestern bei Rambo & Django. Und die verkauften täglich über fünf Millionen, nicht nur 1,3 Millionen …

BILD und … der Gesunde Menschenverstand

Oder … ENRICO AHLIG, REDAKTEUR UNTERHALTUNG: “BILD ist laut, wild, immer volle Pulle. Wir hören trotzdem hin: ‚Mein Körper ist definierter als der von Auschwitz-Insassen‘ – Song von Kollegah und Farid Bang, Rapper. ECHO der Schande. Wenige Wochen später war der ECHO Geschichte. Abgeschafft … Wir bei BILD werden weiter hinhören. Kunst sollte niemals Hass, Beleidigungen, Ausgrenzung sein. Das lassen wir nicht zu.“ Nur bei Erdowahn, Böhmermanns “Ziegenficker”, schwurbelte BILD mit klammheimlicher Freude, gelle?!

Oder … MOHAMMED RABIE, REDAKTEUR NACHRICHTEN: „Ich kam als Flüchtling … Bei BILD hat jeder die Möglichkeit, alles zu werden … Ich bin dankbar, dass BILD es mir ermöglicht hat, Redakteur zu werden“ … Natürlich ahnt jetzt keiner, warum arabische Macheten-Metzger in BILD nur eine „südländische Erscheinung“ sind, die in der Klapsmühle beschützt werden müssen … Warum afrikanische Vergewaltiger zwar einen dunklen Teint, aber sonst keine ethnischen Merkmale haben …

Und dann ist da noch … RALF SCHULER, Parlamentsbüro-Chef. Auch er mußte die Schaufensterpuppe für BILD machen. Der V-Mann des Gesunden Menschenverstands von “Chesterton” Matussek schaffte es tatsächlich zu dieser Überschrift: “Wir sind für Europa, aber lassen uns nicht tEUschen“ … Seine schriftliche Bewerbung für die unvermeidliche Zeit nach BILD hätte eigentlich einen Komplettabdruck verdient … Vielleicht morgen, junger Mann!

Leider gibt es die Zeitung nicht mehr, die Schuler verdient – als BILD noch die deutsche Eiche war, an der sich Gott und die Welt kratzen konnte. Die wurde vor langer Zeit von Diekmann, Reichelt und Konsorten gefällt …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (hier bestellen!) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor; inzwischen mehr als 4 Mio. Bartels ist zu erreichen über FB und seinen Blog bartels-news.de.




Manipulation und Anti-AfD-Propaganda im heute-Journal

Von SARAH GOLDMANN | Im Grunde ist das ganze heute-Journal von vorne bis hinten beste Merkelsche Staats- bzw. Regierungs-Propaganda. Wie immer mit einer gehörigen Portion Anti-Trump und Pro-Obama, wenn es um die USA geht (0:40-0:55 min). Und wie immer mit einem mehr oder weniger großen Pflichtteil gegen die AfD. Am Sonntag war das mal wieder die volle Breitseite. Karl Eduard von Schnitzler und Josef Goebbels wären blass vor Neid geworden, angesichts der heutigen Möglichkeiten von Meinungs-Manipulation.

Marietta Slomka, in schwarzes Moralin gekleidet, haute die Karten auf den Tisch (ab Minute 3:16). Den äußeren Anlass bzw. Rahmen für die ZDF-Hetze bildete der Jahrestag der ersten Tagung des deutschen Nachkriegsparlamentes in Bonn im Jahre 1949. Geht da was gegen die AfD? Und wie, O-Ton Slomka:

„In Berlin stand heute ein Jubilar im Mittelpunkt, der Bundestag feiert seinen 70. Am 7. September 1949 wurde die erste Bundestagssitzung in Bonn abgehalten. In einem Parlament, das besser gegen die Feinde der Demokratie geschützt werden sollte als sein Weimarer Vorgänger. Wie wenig selbstverständlich dieser stabile Parlamentarismus ist, ist aktuell ja sehr viel spürbarer als in vergangenen Jahrzehnten. Angesichts populistischer Strömungen, die nicht nur den Wert von Parlamenten in Frage stellen. Dazu gleich ein Gespräch mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Doch zunächst ein Bericht von Florian Neuhann.“

Ein Vorbericht, dem „zunächst“ und „gleich“ erst einmal etwas anderes folgen soll. Das war jetzt – was? Es ist der Rahmen, der Kontext für das, was Slomkas Kollege gleich berichten wird. Der Zuschauer soll im Hinterkopf haben, dass es „aktuell“ „Strömungen“ gibt, die den Wert des Parlamentarismus in Frage stellen. Und wer ist das? Die Linke, die Gesetze nur akzeptiert, wenn sie ihr in den Kram passen (ab 1:55)? Die den Anspruch auf eine außerstaatliche Schlägertruppe erhebt, die SAntifa, die nicht Gesetzen unterliegt, sondern linke Positionen „durchsetzen“ soll? Slomka sagt nicht, wer da „nicht nur den Wert von Parlamenten“ in Frage stellt und darüber hinaus offensichtlich noch mehr. Was da Schlimmeres geplant wird, vor allem durch wen, wird vorerst der durch das ZDF geschulten Phantasie des Zuschauers überlassen.

Dann kommt der Bericht von Florian Neuhann. Neuhann fährt einen Topos auf, der von Linken gerne genutzt wird, genutzt durchaus im Sinne von „ausgenutzt“: Verfolgte der Nazi-Diktatur, idealerweise ehemalige KZ-Insassen, kehren als alte Menschen nach Deutschland zurück, um das gnadenlose Unrecht aufzuarbeiten, das ihnen hier widerfahren ist, um so mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Wenn sie dann Vorträge halten oder über ihre Erfahrungen berichten, ist ihnen Aufmerksamkeit und Respekt sicher. Zu Recht. Von denen gibt es allerdings nicht mehr viele, die man jetzt so gut gebrauchen könnte im Kampf gegen…

Doch es gibt eine andere Möglichkeit, erfunden hat sie Florian Neuhann: Wenn man die gewünschten Opfer schon nicht mehr kriegen kann, dann kann man sie zumindest  inszenieren. Und das tat Neuhann: Eine ältere Dame kehrt nach Jahrzehnten aus Amerika nach Deutschland zurück, in Begleitung ihres amerikanischen Mannes. Mit zittriger Stimme und einem durch das Alter bedingten schon etwas unsicheren Gang geht sie in den Reichstag, in den sie als Ehrengast eingeladen wurde. Ihr Statement (04:39 min), als sie das Auto verlässt, zeigt, wer in der Anmoderation von Slomka gemeint war und weswegen sie vom ZDF begleitet wurde:

„Ich hoffe nur, dass AfD nicht schafft [?]. Ick möchte nicht wieder Hitler-Zeiten erleben.“

Nur: Viel „Hitler-Zeiten“ hat sie nicht gerade erlebt. Mareile Van der Wyst wurde im September 1944 im Luftschutzbunker des Reichstages geboren, so legt es der Bericht nahe, hat also die Nazizeit nur als Säugling „erlebt“, bewusst überhaupt nicht. Es gibt sicher viele, die wie sie in dieser Zeit geboren wurden, und nicht mehr über sie sagen können als jene, die sie aus den Geschichtsbüchern kennen. Es sei denn, man inszeniert sie im deutschen Propagandafernsehen, wie in diesem Beispiel gezeigt. Die Aussage von Van der Wyst bekommt so den gewünschten Spin des Nazi-Opfers und dient als Aufhänger für die nächsten Fragestellungen, die mit dem ursprünglichen „Aufmacher“, dem „Jubilar Bundestag“ nicht mehr viel zu tun haben, sondern sich weiter der Hetze gegen die AfD widmen.

Neuhann: „Wie umgehen mit einer AfD, die immer radikaler und immer erfolgreicher wird?“

Die Antwort erfolgt von einer, die als Bundestagspräsidentin Recht gebeugt hat, indem sie z.B. wider besseres Wissen die nicht gegebene Beschlussfähigkeit des Bundestages kraft ihrer Macht feststellte und eine illegale Abstimmung so „zu Recht“ bog.

Gerade diese Claudia Roth will „deutlich […] machen, was eine starke, eine bunte Demokratie und ein Rechtsstaat bedeutet.“

Und Neuhann warnt anschließend, neben den anderen Vertretern der Nationalen Front, dass die AfD in der anstehenden Generaldebatte die „Gelegenheit zur Provokation“ erhalte und dass sich die Demokratie jetzt „gerade besonders bewähren“ müsse. Hier hat der ZDF-Propagandist Johann Neuhann, ohne es allerdings zu verstehen, sogar Recht.

 




Grün-roter Rundfunk: ARD und ZDF ignorieren Rauschen des Unmuts

ARD und ZDF sind zur Ausgewogenheit verpflichtet, so steht es im Rundfunkstaatsvertrag.

Warum ist es dann bloß so schwer, dort einen Journalisten zu finden, der in seinen Kommentaren nicht für die linke Sache trommelt?

Manchmal zeigt sich die Wahrheit in der Abweichung vom Gewohnten, der Panne, die kurz die Routine durchbricht.

Der erhellendste Moment am vergangenen Wahlabend, als die Ergebnisse aus Sachsen und Brandenburg einliefen, war der Auftritt von Robert Habeck im ZDF.

Der Grünen-Chef war aus der Ferne zugeschaltet. Im Hauptstadtstudio saß Bettina Schausten, um ihn zum Abschneiden der grünen Partei zu befragen.

Die Zuschauer konnten Schausten hören, aber Habeck konnte es nicht, da es offensichtlich ein Problem mit der Leitung gab.

Habeck will antworten – ohne die Frage gehört zu haben

„Ich höre jetzt gar nichts“, sagte Habeck, während er an seinem Ohrstecker fingerte. „Ich kann aber trotzdem antworten, auch ohne die Frage gehört zu haben, wahrscheinlich.“ Worauf Frau Schausten geistesgegenwärtig den Daumen senkte:

„Ich glaube, das machen wir mal nicht.“

Die Szene lässt zwei Deutungen zu. Entweder verfügt Habeck über telepathische Fähigkeiten. Oder er ist durch seine Fernseherfahrung so konditioniert, dass er davon ausgeht, dass es auf Fragen von Journalisten nicht wirklich ankommt, weil man ihm grundsätzlich wohlgesonnen ist.

Ich tippe auf Letzteres


Auszug aus der FOCUS-Kolumne von Jan Fleischhauer. Hier weiterlesen…




Bis dass der Tod sie endgültig scheidet…

Von PETER BARTELS | „Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus…“ So etwa schrie Herbert Zimmermann im Sommer 1954 ins Mikrofon. Deutschland war Fußballweltmeister. Millionen „trugen“ Fritz Walter jubelnd auf den Schultern. Und über eine Million von ihnen kauften Axel Springers BILD.

3:2, das Wunder von Bern… Das Wunder BILD sollte über fünf Millionen groß werden. Jetzt ist es kleiner als eine Million… Und diesmal raunen sie eigentlich nur noch auf den Springer-Fluren: „Aus! Aus! Aus! Jeder Fünfte muß raus…“

“Es wird Heulen und Zähneklappern sein”, schrieb Johannes in seiner Apokalypse über die Endzeit. Der heilige Mann sagte, was bei BILD und WELT längst jeder weiß: Jeder Fünfte soll/muss raus.

Auf die Frage von unsereinem an einen, der schon etwas länger da ist, ob wenigstens er in Sicherheit sei, kam die tapfere Antwort: “Das weiß man nie. Aber wenn die mich weghaben wollen, wird’s immerhin sehr teuer!” Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Gestern (Freitag) kam das Schreiben der Springer-Pharisäer (liegt unsereinem und PI-NEWS im Original vor):

Klarstellung zur Berichterstattung von heute morgen: Liebe Kolleginnen und Kollegen, heute Morgen wurde im Hamburger Abendblatt und in der Berliner Morgenpost über Axel Springer berichtet. Das wurde zunächst von Turi und nun auch von anderen Medien aufgegriffen. Von einem möglicherweise geplanten Personalabbau ist die Rede, insbesondere in der BILD-Redaktion. Ausdrücklich genannt wird eine angebliche ‚Schließung aller Außenbüros mit Ausnahme von Hamburg, Essen und München‘. Darüber hinaus wird ein möglicher Wegfall von Werktagsausgaben der WELT angesprochen…

Nach einem verständnisvollen Halbsatz zum Schock der 883 Redakteure, Reporter plus 200 Fotografen (Stand 2012!!):“Wir können uns vorstellen, dass Sie sich nach diesen Berichten Gedanken machen” … Wie die 231 WELT-Redakteure/Autoren sicher auch, die immer noch siegesgewiß, aber alphabetisch auf Google das Lächeln der unfehlbaren, weil meist linken Mainstream-Meute lächeln – von A wie Aust, bis Y wie Yücel und Z wie Zwick. Dann kamen die Herr*Innen zur Sache:

Mit voller Wucht in die Wolken

Richtig ist … wir arbeiten intensiv an der Zukunftsstrategie von BILD und WELT und der zugehörigen Verlagsbereiche. Diese Strategie beinhaltet Investitionen in Wachstumsfelder und gleichzeitig Umbau- und Kostenmaßnahmen in Bereichen, die nicht mehr wachsen. Momentan befinden wir uns aber noch im Planungsstadium. Details und konkrete Maßnahmen können wir noch nicht nennen, vieles ist noch gar nicht beschlossen.

Falsch ist … dass eine Schließung redaktioneller Außenstandorte bei BILD geplant ist. Das ist definitiv keine Option. Wir dementieren das aktuell bei allen Medienanfragen. Darüber hinaus haben wir bereits vor einigen Wochen klargestellt, dass die WELT, inklusive der Print-Ausgabe, fester Bestandteil unserer Zukunftsstrategie ist.

Sobald wir … unsere Überlegungen abgeschlossen haben, setzen wir uns mit den Betriebsräten zusammen und werden natürlich auch unsere Vorstellungen an Sie kommunizieren. Bis dahin brauchen wir aber noch ein paar Wochen.

Viele Grüße, Stephanie Caspar, Julian Reichelt, Ulf Poschardt, Christian Nienhaus, Stefan Betzold, Samir Fadlallah und Carsten Schwecke

Es kommt halt meistens anders als man lenkt… 

Ausgerechnet das Hamburger Abendblatt und die Berliner Morgenpost hatten als Erste vom Anfang des Endes im Springer-Verlag berichtet. Ausgerechnet zwei der Leib- und Magenblätter von Axel Springer. CEO (BILD-Deutsch: Vorstandsvorsitzender) Mathias Döpfner hatte sie mit anderen Lieblings-Latifundien von Axel Springer auf Sylt, in Schleswig Holstein oder Berlin verhökert, um mit dem Tafelsilber die Bilanz schön zu säuseln, Friede beim Klavier zu begöschern: “Wir machen aus Geist Geld!” Jetzt die Scheidung über den Tod hinaus. Endgültig.

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Denn es war ja alles nix. Die Preise für seine Blätter stiegen immer höher, die Auflagen sanken immer tiefer. Gleichzeitig traten seine Redakteure den Verbliebenen, noch nicht Vertriebenen immer ungenierter mit links in den vermeintlich rechten Arsch; erst ein paar Tage her, dass Julian Reichelt (40), der „Daniel Kübelböck“ des Boulevards und die zweitgrößte Pfeife (das jus primae noctis gehört Kaischi Diekmann) der BILD-Geschichte, prahlte: „BILD ist die einzige Marke, in der man kein AfD-Interview finden wird … Ich möchte diesen Leuten keine Plattform geben.“

Musst Du auch nicht, junger Mann: Diese „Leute“ und ihre Wähler fühlen sich längst auf Social Media wohl – bei PI-NEWS, JOUWATCH, ACHGUT, TICHYs, KOPP oder MATTHIAS MATUSSEK auf YouTube. Alles „Leute“ vom und mit Gesundem Menschenverstand. Alles ehemalige BILD- und WELT-Leser, CDU-, CSU-, SPD- und FDP-Wähler. Dafür haben BILD und WELT jetzt die Leser von taz (Auflage etwas über 40.000) und NEUES DEUTSCHLAND (Auflage etwas über 20.000)… Je nun, die Deutschland-Hasser der taz hatten nie viel mehr. Die BRD-Verteufeler vom NEUEN DEUTSCHLAND dagegen sogar mal 1,3 Millionen. Aber das war, als die SED noch Bilanzen und Wahlen fälschen durfte…  Die WELT dagegen hatte mal über 200.000 (heute etwas über 60.000), BILD sogar über fünf Millionen, heute mit Ach und ONLINE-Krach weniger als eine Million…

t-online zitiert:

Die ‚Berliner Morgenpost‘ hatte berichtet, dass der Springer-Vorstand um Konzernchef Mathias Döpfner wohl noch im Herbst, frühestens Ende September, über Pläne zum Abbau von Personal entscheiden solle. Offenbar seien vor allem ‚Bild‘, ‚Welt‘ sowie der Werbevermarkter AS Media Impact betroffen. Bei ‚Bild‘ werde diskutiert, die Redaktion um bis zu 20 Prozent zu verkleinern, schrieb der Medienjournalist Kai-Hinrich Renner in einer Kolumne.

 Ein bißchen Häme darf schon sein …

COMPACT konnte sich’s verständlicherweise nicht verkneifen, den Nagel auf den Kopf zu treffen:

Vorbei die Zeit der Volkserzieher, die sich die Deutungshoheit über das unter den Nagel rissen, was die Untertanen zu denken, zu fühlen, zu glauben haben. Die Hybris, mit der sie sich über den Intellekt ihrer Leserschaft erhoben, sich zu Hohepriestern der Meinung aufschwangen, zu Agitatoren und Propagandisten im Dienst der vom Parteienkartell verordneten Marschrichtung von Verblödung…

Ob BILD, ARD & ZDF, Süddeutsche, Spiegel oder WELT – alle berichten nicht objektiv, lassen Fakten weg oder lügen wie gedruckt … Spätestens seit der Eskalation der Merkel gemachten Flüchtlingskrise im Sommer 2015 ebbt der Protest nicht mehr ab. Schnell fand der Volksmund das richtige Wort:  ‚Lügenpresse‘…

Dessen grünrote Gesinnungsethik, die insbesondere bei den dem Volk auf der Seele brennenden Themen wie Masseninvasion von Kulturfremden, Hofierung von Muslimen, Islamisierung, AfD-Bashing oder Klimahysterie und Dieselsünde im Gleichschritt mit allen anderen Mainstreamern marschiert, wurde nicht nur vom Leser entsprechend quittiert. Nun bekommen sie selbst vom Arbeitgeber den berühmten Tritt in den Hintern…

Wie recht COMPACT hat… Nur eine kleine Ergänzung, Kollegen: Auch alle anderen werden sich demnächst für den (vielleicht) goldenen Arschtritt bücken müssen…  Und dann mit dem Bus zum Arbeitsamt fahren… Natürlich mit dem E-Bus!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (hier bestellen!) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor; inzwischen mehr als 4 Mio. Bartels ist zu erreichen über FB und seinen Blog bartels-news.de.