Gegner der Kopftuchlehrerin massiv gemobbt

Speyer KollegSchülerinnen und Schüler in Speyer, die sich weigern, am Unterricht einer Kopftuch tragenden Lehrerin teilzunehmen (PI berichtete), sehen sich inzwischen massivem Mobbing ausgesetzt. Die Polizei weigerte sich bisher artig, Strafanzeigen der betroffenen Schüler entgegen zu nehmen. In einem offenen Brief wandten sie sich jetzt an die Landesregierung von Rheinland-Pfalz.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie im folgenden Sachverhalt um Unterstützung ersuchen. An unserem Kolleg ist während des laufenden Schuljahrs eine Lehrerin versetzt worden, die aus religiösen Gründen auf das Tragen des Kopftuchs besteht. Wir lehnen das Verhalten der Lehrerin aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2003 ab. In dem Urteil wird ausdrücklich auch auf die Wahrung der negativen Religionsfreiheit Bezug genommen und die Landesregierungen dazu aufgefordert, entsprechende klärende Gesetze zu erlassen.

Unser Ersuchen lautet daher wie folgt:

1. Bewahrung unseres Grundrechts auf negative Religionsfreiheit.
2. Eine landesrechtliche Umsetzung der Vorgaben des BVerfG.
3. Entfernung der betreffenden Lehrerin von der Schule, sofern diese nicht bereit ist, auf das Kopftuch zu verzichten.
4. Gewährleistung eines Schutzes vor Mobbing, Bedrohungen und anderen Repressalien.
5. Klärung des Sachverhalts, warum die Polizei hinsichtlich gegenüber uns ausgesprochener Drohungen, keine Strafanzeige trotz entsprechender Aufforderung aufnimmt.

Die betroffene Schülergruppe des Speyer-Kolleg.

Interessant ist, dass für die überzeugte Muslima nicht nur rasant und unbürokratisch in Pleitezeiten offenbar eine Stelle geschaffen wurde, sondern dass das Kollegium der Speyer-Schule, das mit großer Mehrheit gegen das Kopftuch sein soll, nicht um sein Einverständnis gebeten wurde.

» info@speyer-kolleg.de
» Email an Kurt Beck: kurt.beck@stk.rlp.de

(Spürnase: Thomas B., crysis01)




1 Milliarde Euro für Integrationskurse seit 2005

Die Feierlichkeiten sind in vollem Gange, man konnte der Simultandolmetscherin bei Erdogans Rede nicht immer folgen, irgendwie hat er wieder Antisemitismus und Islamophobie gemixt. Folgen konnte man aber der Bundeskanzlerin, die sogar das Wort ‚Kriminalität‘ erwähnte und dann eine schöne Summe: Seit fünf Jahren hat die Bundesrepublik Deutschland 1 Milliarde Euro nur für Integrationskurse ausgegeben.

Diese Integrationskurse sind für alle Einwanderer, die meisten Teilnehmer dürften aber Türken und andere Moslems sein, US-Amerikaner sieht man dort nicht. Dazu kommen die Kosten für Kindergärten, Schulen, Lehrer, Dolmetscher, Rechtsanwälte, Gerichte, Gefängnis, Polizei, Krankenhäuser, Sozialarbeiter, Jugendhilfe, Integrationsbeauftragte, Psychologen. Dann der riesige Berg an Sozialhilfe, Wohngeld und so weiter. Die Einwanderung aus den islamischen Südländern ist nie eine Bereicherung gewesen, sondern ein Minusgeschäft von Anfang an. Herwig Birg schrieb einst in der FAZ:

Der Anteil der Personen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend durch Arbeitslosengeld beziehungsweise Hartz IV ( Sozialunterstützungsquote) bestreiten, übersteigt bei den Migranten den entsprechenden Wert der Nicht-Migranten um etwa das Doppelte: 10,7 Prozent im Vergleich zu 5,1 Prozent bei Männern; 9,1 Prozent der zugewanderten Frauen leben von staatlicher Wohlfahrt und nur 4,3, Prozent der weiblichen Nicht-Migranten. Die Sozialunterstützungsquote der Migranten aus Ländern der EU übertrifft ebenfalls die der Nicht-Migranten. Die höchsten Quoten – zwischen elf und siebenundzwanzig Prozent – haben Zuwanderer aus der Ukraine, aus dem Nahen und Mittleren Osten, der Russischen Föderation, Afrika und der Türkei.

Häufig wird argumentiert, dass von Migranten viele Arbeitsplätze geschaffen würden, weil ihre Selbständigenquote (Anteil der Selbständigen an den Erwerbspersonen) überdurchschnittlich hoch sei. Diese Vorstellung ist falsch: Die Selbständigenquote der Migranten ist niedriger. Nur 8,1 Prozent der Migranten sind selbständig, aber 10,4 Prozent der Nicht-Migranten. Entgegen einer ständig wiederholten Behauptung ist auch die Selbständigenquote der türkischen Migranten nicht größer, sondern niedriger als die der Nicht-Migranten.

Eine bittere Konsequenz der ungünstigen Werte bei den Bildungsstandards, der Erwerbsquote, der Selbständigenquote und der Sozialleistungsquote sind unterdurchschnittliche Einkommen und damit auch geringere Leistungen an Steuern und Abgaben. Der Anteil der Personen, die in die höchste Einkommensklasse fallen (Nettoeinkommen von 4500 Euro und mehr pro Monat), ist bei den Migranten nur halb so groß wie bei den Nicht-Migranten.

Daran hat sich nichts geändert, auch wenn heute Jubelarien gesungen werden!




Die Mehrheit der Muslime ist friedlich…

…doch der Rest von ihnen terrorisiert derzeit die gesamte Welt. Es ist hierzulande nach und nach eine Art von öffentlichem „Fight-Club“ entstanden, in dem Gewalt, Brutalität und das Recht des Stärkeren ganz unverblümt „gepflegt“ werden, zumeist direkt vor den staunenden Augen der zahlreichen Sozialbetreuer, Diversitätsmanager und den Konfliktbeauftragten in unseren westdeutschen Großstadt-Kiezen. Ob sich es nun um die neu angelegten Rheinterrassen in Köln, den Jungfernstieg in Hamburg, oder um diverse Einkaufszentren im Ruhrgebiet handelt, ab den frühen Abendstunden sind dies absolute NO-GO Zonen für Menschen ohne Migrationshintergrund geworden.

(Von Cantaloop)

Man fühlt sich vielerorts bereits an die berüchtigten Nord- und Südamerikanischen Ghettos erinnert, dort, wo ebenfalls nach Einbruch der Dunkelheit die Wegstrecke gut überlegt sein will, wenn man körperlich unversehrt bleiben möchte. In Köln und näherer Umgebung regt sich deshalb auch ein „Widerstand“ in der Bevölkerung. Nicht jedoch gegen die derzeitigen Missstände dort – sondern explizit gegen jene, die dagegen ankämpfen wollen (PI berichtete).

Verstehen muss das niemand mehr. Die jahrzehntelang angewandte linke Dogmatik und deren schönfärberische Apologie von „Multikulti“ in Rot-Grün regierten Bundesländern zeigt eben ihre Wirkung.

Wer als deutscher Bürger gegen seine eigenen, andersdenkenden Landsleute und Mitmenschen „zu Felde zieht“, aber vor der allgegenwärtigen Bedrohung durch „zugereiste“ hochaggressive Jungmänner orientalischer Provenienz in den Großstadtschluchten die Augen verschließt, ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie politische Semantik, die „Begriffsbesetzug“ der Sozialisten, wirken kann.

Gesunder Menschenverstand ist hierbei schon lange kein guter Indikator oder Ratgeber mehr. Wohlfeile Worte jener „Versteher“ und „Gutmeinenden“, die jedoch in den meisten Fällen persönlich nicht von sinnbildlicher „Bereicherung“ betroffen sind. Ein zynischer Anachronismus sondergleichen, der derzeit nur noch von den Schweden überboten wird. Man würde jedoch von den meisten Zeitgenossen, die so engagiert „Gesicht zeigen gegen rechts“, noch nicht einmal die Nasenspitze sehen, wenn sie irgendwelche Nachteile davon hätten, oder ihnen tatsächliche Gefahr drohen würde.

Journalistisches Mittelmaß und politische Überkorrektheit kennzeichnen die diesbezügliche Berichterstattungslinie in der (gelenkten-) Presse. Eine geradezu hysterisch geführte Debattenkultur von Seiten des politischen Establishments unterdrückt zuverlässig jeden Lösungsansatz. Der komplexe deutsche Föderalismus trägt ebenfalls nicht gerade zur Entschärfung der Situation bei. Oftmals gibt es Differenzen in der Zuständigkeit, Transparenz und Zusammenarbeit der Behörden.

Denk- und Sprechverbote entstehen allenthalben. Schon bald wird auch das „freie“ Internet gemäß den linken „Traditionen“ scharf überwacht und reglementiert.

So disponiert man den aufkommenden Protest eben auf sozialistische Art und Weise. Er wird einfach alles kontrolliert und verboten, was nicht „auf Linie“ ist. Im Übrigen eine sehr praktische Anwendung für die verantwortlichen Politiker à la Maas & Konsorten. So können diese die unmittelbaren Folgen ihrer desaströsen Politik, ihrer persönlichen Eitelkeiten und ihres Versagens auf ganzer Linie ohne viel Aufhebens einfach „aussitzen“ – und die Konsequenzen daraus im Anschluss den „Andersdenkenden“ oder der Nachfolgeregierung in die Schuhe schieben. Wirklich raffiniert!

So wie früher Zuverlässigkeit, Qualität und Sicherheit als Synonyme für Deutschland standen, so ist jetzt Gewalt, explodierende Kriminalität und Unsicherheit zur Chiffre geworden. Eine „Bedrängung“ durch „Schutzsuchende“ kann mittlerweile jeden zu jeder Zeit treffen. Frauen, Kinder und Senioren sind in besonderem Maße gefährdet. Meist wird dabei nach dem gleichen heimtückischen Angriffsmuster vorgegangen; stets werden aus großen „Männer“- oder „Jugendlichen“- Gruppen heraus Einzelne überfallen – um dann im Anschluss rasch das Weite zu suchen. „Seek and Destoy“ eben. Der Fahndungsdruck nach solchen Subjekten ist in der Regel jedoch gering. Oft wird erst nach Monaten ein entsprechendes Bild veröffentlicht, das dann, meist aus dubiosen„Persönlichkeitsrechten“, auch noch verpixelt ist. Es ist also schon eher dem Zufall, denn einer zielführenden und stringenten Ermittlung geschuldet, falls ein solch ein Heißblüter mit Importbiographie überhaupt dingfest gemacht werden kann. Um ihn nach einer Personalienfeststellung wieder auf freien Fuß zu setzen. Oder gleich in die „Obhut“ seiner Eltern zu übereignen.

Das Bemerkenswerte an diesen Gegebenheiten ist: je mehr Verbrechen aus dieser Gruppe von Migranten heraus begangen werden, umso eifriger wird die Kritik daran „eingeschränkt“. Auch nach jeder noch so bestialischen Tat findet sich ein zumeist grünlinks – gesinnter, oder ebenfalls zugewanderter „Experte“, der medial wirksam zu Verständnis und Besonnenheit aufruft. Und die eigentlich Schuldigen stets in der Gesellschaft, insbesondere natürlich in den bio-deutschen Milieus verortet. Eine pathologische Umkehrung der Kausalitätskette, wie sie eben nur von Gesellschaften im Endstadium der Dekadenz oder aus schierer Dummheit praktiziert werden kann.

Jeder Selbsterhaltungstrieb oder Verteidigungsinstinkt wurde von den linkswirkenden Kräften in Staat, Politik und Medien langsam „abtrainiert“. Hilflose und verängstigte Bürger, die jetzt, im (Vor-) Zustand einer Agonie nach staatlichen Autoritäten rufen, wo keine mehr sichtbar sind, werden jedoch von der politische Elite auch noch als „Abgehängte“, „Ewiggestrige“ oder gar als „Rassisten“ verhöhnt und verspottet. „Coole“ linke und als progressiv geltende „Antifas“ auf den Straßen, benutzt als willfährige Idioten eines teuflischen Destruktions-Regimes, das von den meisten Bürgern jedoch immer noch nicht als ein solches erkannt wird, sind die Insignien des baldigen Unterganges.

Die normativen Kräfte und einst angeeigneten Überlebensreflexe funktionieren nicht mehr vollständig. Alles ist irgendwie verzerrt, verdreht und …. falsch. Die moralische Gratwanderung zwischen einem Altruisten, der als alleiniger Herr seiner Sinne die Entscheidung zum Helfen trifft und einem Trottel, der aufgrund eigener Schwerfälligkeit oder Feigheit handlungsunfähig erscheint, ist bekanntlich schmal und muss gut bedacht sein. Zu schnell könnte sonst die löbliche und edle Absicht des Philanthropen ausgenutzt werden, um eben genau die Zustände zu schaffen, die derzeit vorherrschen. Der Klügere gibt eben nur solange nach, bis er von den „Dummen“ dominiert wird. Und dann nimmt das Unheil seinen Lauf.

Wer sich selbst, sein Land und letzten Endes seine gesamte Zukunft zugunsten einer fragwürdiger Bevölkerungs-„Heterorgenisierung“ durch Muslime opfert ist eben in den meisten Fällen kein guter Mensch, sondern eher ein einfältiger, der einer raffiniert-obskuren Propaganda aufgesessen ist und dessen phlegmatische „Gutmütigkeit“ einfach schamlos ausgenutzt wird.

Die Zukunft ist noch nicht geschrieben. Sollten aber alle Entwicklungsparameter weiterhin in diese ungute Richtung weisen, sieht es nicht so rosig aus. Doch jammern gilt nicht, denn es gibt noch reichlich konservativ-liberale Kräfte und Menschen im Lande, die das Potential haben, dies aufzuhalten. Und diese gilt es nun als Patriot und Bürger zu unterstützen.




Türkei erpresst Kulturfestival in der Schweiz

Auf politischen Druck aus Ankara sind ein Liebesfilm und Texte aus dem Programm des alljährlichen „Culturescapes„-Festivals, das dieses Jahr das Thema „Türkei“ hätte behandeln sollen und dessen Durchführung unter dem Patronat des Schweizer Bundespräsidenten stand, gestrichen worden. Festivalleiter Jurriaan Cooiman bereut im Nachhinein, der türkischen Erpressung nachgegeben zu haben und fürchtet, das Festival könne jetzt gar nicht mehr stattfinden. Aktiven Widerstand gegen die Zensur leisten die Schweizer Kinos.

Ein von Ankara zensierter Text von Tagesanzeiger-Korrespondent Kai Strittmatter war eine Filmbesprechung zu einem Werk von Sener Özmen, in der innertürkische Konflikte und Probleme angesprochen wurden. Aus dem verbotenen Programmheftteil ein paar Auszüge:

Tabus und Propaganda haben vor Jahrzehnten einen bleiernen Mantel über das künstlerische und intellektuelle Leben der Türkei gebreitet, von dem das Land sich erst seit ein paar Jahren und nur unter großen Mühen zu befreien sucht. Denker und Künstler fallen nun einmal aus allen Rollen, für solche Leute war lange kein Platz in einem Land, in dem man glaubte, ein jeder Bürger habe die ihm von Republikgründer Atatürk zugedachte Schablone auszufüllen: „Wie glücklich der, der sich Türke nennen darf.“ Aber bitte nur Türke! Nicht Tscherkesse, nicht Laze und schon gar nicht Kurde. Und bitte nur Muslim. Wenn du Christ oder Jude warst, bliebst du am besten stumm. Und als Muslim bitte nur Sunni. Du warst Alewit? Glaubtest an die Lehren der Sufis? Dann gab es dich offiziell nicht. Einheit war die Staatsräson der Türkei. Eine gewaltsam erpresste, staubtrockene, öde Einheit, in der das Individuelle, die Unterschiede verkümmerten, ja: verkümmern sollten, erkauft mit Furcht, Verfolgung und kollektivem Gedächtnisverlust. Nach dem letzten Militärputsch von 1980 galt sowieso: Wenn sie nicht Hofnarren waren, dann waren Intellektuelle und Künstler nicht nur lästig, dann waren sie gefährlich. (Der beste Künstler ist den Staatstreuen noch immer der General, der selber malt, wie Kenan Evren, der Putschist von 1980, der heute in seinem Alterssitz in Marmaris Leinwände mit Stilleben und Akten vollpinselt, die ihm reiche Geschäftsleute abkaufen.) Was für Themen für die Kunst! Wenn man ihr schließlich einmal den Atem lässt.

Dieses Land ringt noch immer. Mit sich selbst. Die Türkei ist noch immer auf der Suche nach ihrem Wesen und ihrem Weg. Es ist ein Land, das oft mit sich selbst hadert – und in dem gerade deshalb angebliche Gewissheiten oft verbissen behauptet werden. Die Zerrissenheit des Landes macht vielen Angst. Sener Özmen zum Beispiel, der Kurde, glaubt noch immer, dass die Mehrheit der Türken die Demokratie nicht ertrügen – weil sie die Vielfalt des Landes zum Vorschein brächte. Und den Türken wird schon in der Schule eine Furcht vor dem Anderen, vor der Vielfalt, vor dem Pluralismus eingebläut.

Und so stehen sich hier gegenüber die Türken und die Kurden, die Religiösen und die vermeintlich Säkularen, die Muslime und die Christen, und es trennen sie nicht nur eine andere Herkunft und andere Lebensweisen, es trennen sie Welten.

Ausgemerzt aber sind die alten Übel noch nicht, nicht die Unterdrückung von Frauen, nicht die Ausgrenzung eines jeden, der anders ist.

Solche Wahrheiten und Erlebnisberichte will man in Ankara offenbar unter Verschluss halten. Beim verbotenen Film handelt es sich um „Gitmek, My Marlon and Brando„, eine türkisch-kurdische Liebesgeschichte.

Festivalchef Cooiman wollte zum Vorgehen der Türkei zunächst keinen Kommentar abgeben.

Beamte des Kulturministeriums in Ankara hatten seinem Team dem Vernehmen nach ein Ultimatum gestellt: Wenn es die Artikel und den Film nicht streiche, werde die Türkei ihre 400’000 Euro zurückziehen. Das Festival wäre kollabiert.

Im Nachhinein bereut Cooiman den „nervösen“ Entscheid und begründet, er hätte unbedingt das Festival retten wollen, aber jetzt sei es erst recht gefährdet.

Er habe den Vertreter des türkischen Kulturministeriums davor gewarnt, dass ein Eingriff ins Programm der Türkei mehr schaden würde als Toleranz.

Er vermute aber, dass die Programmsäuberung auf einem persönlichen Entscheid eines einzelnen Mitarbeiters des Kulturministeriums beruhe.

Vermutlich handelt es sich bei diesem Mitarbeiter um Ibrahim Yazar, den stellvertretenden Generaldirektor für Information im türkischen Kulturministerium.

Meuterei gibt es indessen innerhalb des Festivals selbst, da die beteiligten Schweizer Kinos nicht daran denken, sich der Dhimmitude des Festivalleiters zu beugen.

Die Kinos Stadtkino Basel, Xenix Zürich und Kino Kunstmuseum Bern haben am Freitag Nachmittag mit Entrüstung auf den türkischen Zensurversuch reagiert und wollen „Gitmek, My Marlon and Brando“ wie angekündigt präsentieren.

Ungewohnte Rückendeckung erhielt die Schweiz vom deutschen Europaabge­ordneten Cem Özdemir, der erklärte, ein Ein­griff des türkischen Staates sei

„eine Ungeheuerlichkeit, die man sich nicht bieten lassen sollte.“ Man müsste die Herren Beamten daran erinnern, dass der Staat, der ihnen den Lohn zahlt, Mitglied der Europäischen Union werden wolle und die EU ohne Zensur funktioniere. „Wer das anders sieht“, sagte der Politi­ker der Grünen, „darf sich gern für ein Kulturfestival in Nordkorea bewerben.“

Die Widerstands-Kinos:

» Stadtkino Basel (zeigt Gitmek am 19.11. um 21.00 Uhr)
» Xenix Zürich (zeigt Gitmek am 20. und 21.11. ab 19.00 Uhr)
» Kino im Kunstmuseum Bern (zeigt Gitmek am 22. November um 20.30 Uhr und am 23. November um 16.00 Uhr)

(Spürnase: Freespeech)




EU-Parlament hebt Le Pens Immunität auf

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen soll offenbar mit aller Macht ausgeschaltet werden. Le Pen hatte 2015 via Twitter die islamischen Gräueltaten rund um die Ermordung des US-Journalisten James Foley und anderer angeprangert und dabei auch ein Bild des enthaupteten Leichnams Foleys und zwei weitere Tatfotos gepostet. Dazu schrieb sie: „DAS ist der IS“. Seither wird versucht sie deswegen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

Am Donnerstag hob das EU-Parlament ihre Immunität auf, nachdem sich der Rechtsausschuss bereits am Dienstagabend dafür aussprach, der Staatsanwaltschaft von Nanterre bei Paris eine Strafverfolgung der Vorsitzenden der Front National wegen „Verbreitung von Gewaltbildern“ zu ermöglichen. Im Falle einer Verurteilung droht Le Pen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 75.000 Euro. Le Pen rechtfertigte sich: „Ich bin Abgeordnete. Es ist meine Aufgabe, den IS anzuprangern. Täte ich das nicht, wäre ich als Abgeordnete nichts wert.“

Die Wahrheit ist mittlerweile nicht nur eine gefährliche Sache geworden, sondern wer sie aufzeigt wird schlicht ausgeschaltet, besonders wenn es um den Islam geht.




TV-Tipp: Thilo Sarrazin zu Gast bei Maischberger

TV-Tipp: Thilo Sarrazin zu Gast bei MaischbergerGestern Abend noch erhielt der Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin großen Applaus bei seinem Gastauftritt im Duisburger Lehmbruck Museum, heute nun ist er zu Gast in der ARD-Sendung „Maischberger“ (22.45 Uhr). „Ist Deutschland wirklich in Gefahr?“, hat die Redaktion die Sendung betitelt und man darf schwer davon ausgehen, dass die Conclusio des Abends selbstverständlich lauten wird: „Nein, Sarrazin übertreibt maßlos!“ JETZT mit Video.

Dafür sorgen wird nicht nur die stets gutmenschelnde Moderatorin Sandra Maischberger, sondern – wie von Ö-R Sendern nicht anders gewöhnt – ein Ungleichgewicht (4:2 gegen Sarrazin) in der Gästeauswahl. Auf Sarrazins Seite wird sich wohl allein der frühere BDI-Chef Hans-Olaf Henkel stellen, der schon im Oktober 2009 nach der Veröffentlichung des Sarrazin-Interviews in Lettre International seine Solidarität mit dem Berliner Ex-Finanzsenator bekundete: “Ich unterstütze Sarrazin ohne Wenn und Aber.”

Die Gäste im ARD-Kurzportrait:

Thilo Sarrazin (Bestsellerautor)
Mit provokanten Thesen hat der ehemalige Berliner SPD-Finanzsenator eine lawinenartige Debatte um Zuwanderung und Ausländer ausgelöst. Thilos Sarrazins Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ verkaufte sich mehr als eine Million Mal und brachte dem Ex-Bundesbank-Vorstand Zustimmung, aber auch heftige Kritik ein, u. a. in seiner eigenen Partei, die ein Auschlussverfahren gegen ihn eingeleitet hat.

Nazan Eckes (RTL-Moderatorin)
„Migranten helfen, das heißt Deutschland helfen“, davon ist die in Köln geborene RTL-Moderatorin („Let’s dance“) überzeugt. In ihrem aktuellen Buch „Guten Morgen, Abendland“ beschreibt die Tochter türkischer Gastarbeiter, die in den 60er Jahren nach Deutschland gekommen waren, den Spagat zwischen den zwei Kulturen, in denen sie aufgewachsen ist.

Hans-Olaf Henkel (Ex-BDI-Chef)
„Die Mehrheit der Deutschen unterstützt Sarrazins Thesen“, glaubt der frühere BDI-Chef, der auch selbst Sarrazin inhaltlich voll zustimmt. In einem offenen Brief nahm Hans-Olaf Henkel den umstrittenen Autor in Schutz. Die massive Kritik sei ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit, sagt der langjährige Spitzenmanager und Bestsellerautor.

Jörg Schönenborn (WDR-Chefredakteur)
Wie gehen die Deutschen mit dem Thema Integration um? Die sogenannte „Sarrazin-Diskussion“ sei inhaltlich kaum präzise zu fassen, so Jörg Schönenborn. Der ARD-Wahlexperte weiß: „Es gibt Stimmungen, die mit Umfrageergebnissen offenbar nur schwer zu beschreiben sind.“

Tarek Al-Wazir (B’90/Grüne, Parteivorsitzender Hessen)
„Heute heißt es nicht mehr ‚Ausländer raus‘, stattdessen werden Migranten als kriminell und ungebildet abgestempelt“, sagt der hessische Landesvorsitzende der Grünen. Der gebürtige Hesse, der als politischer Nachwuchsstar seiner Partei gilt, wurde wegen seines Namens selbst diskriminiert und warnt davor, Migranten pauschal zu verurteilen.

Prof. Dr. Christian Pfeiffer (Kriminologe)
„Bei jungen Muslimen nimmt mit steigender Religiosität die Akzeptanz der Machokultur, die Zahl der straffälligen Freunde und die Nutzung gewalthaltiger Medien zu“, sagt der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Studien zufolge gebe es einen Zusammenhang zwischen Glauben und Gewaltbereitschaft. „Sarrazin hat die Debatte über die Schwachpunkte der deutschen Integrationspolitik in Schwung gebracht“, meint Christian Pfeiffer.

» Video zur Sendung auf Youtube (6 Teile)

(Spürnasen: wursti, Angela, Reinhard A.)




Video: Islamischer Extremismus in Flandern




Italien verbietet islamische Gebete vor Kirchen

MaroniNachdem am 3. Januar tausende muslimische Extremisten den Platz vor dem Mailänder Dom in eine Freiluftmoschee verwandelt haben (PI berichtete), hat Innenminister Roberto Maroni (Foto) eine Weisung an die Polizeichefs der italienischen Städte erteilt, dass Demonstrationen und Gebete auf bestimmten Plätzen „von besonderer sozialer, symbolischer oder religiöser Bedeutung“ nicht mehr stattfinden dürfen (Quelle).

(Spürnase: Leserin)




Türken fordern vordere Listenplätze


Rassismus in Reinkultur betreibt die Türkische Gemeinde in Deutschland: Ihr Vorsitzender Kenan Kolat (Foto) fordert mehr aussichtsreiche vordere Listenplätze für türkischstämmige Bundestagskandidaten. Es kommt also kein bisschen auf die Qualifikation, sondern nur auf türkisches Blut in den Adern an.

„Wir befürchten, dass in der kommenden Legislaturperiode Abgeordnete mit Migrationshintergrund deutlich unterrepräsentiert sein werden“, sagt Kenan Kolat. Er ist Vorsitzender der Türkischem Gemeinde in Deutschland (TGD) und Mitglied der SPD. Eine Quote wolle niemand, so Kolat im Gespräch mit dem SPIEGEL, „aber es geht schon darum, dass die Parteien guten Leuten eine realistische Chance geben, auch wenn diese einen türkischen Namen haben“.

Derzeit sitzen fünf türkischstämmige Abgeordnete im Bundestag. Zwar kandidieren mehr als zwei Dutzend Türkischstämmige für die Wahl, mehrheitlich jedoch auf hinteren Listenplätzen – ohne Aussicht auf ein Mandat.

„Mehr als zwei oder drei werden es nach der Wahl aber wohl nicht mehr sein“, schätzt Ahmet Külahci, Redakteur der türkischen Zeitung „Hürriyet“.

Das mag daran liegen, dass die SPD weniger Stimmen bekommt. Aber das wäre zu einfach. Lieber bejammert man sich und betreibt den Rassismus, den man beklagt, selbst.

(Spürnasen: Tomas D., Marcus E., Eisfee, Ben K. und HBS)




In Grazer Kita kein Muttertag wegen Ramadan

ramadan_statt_muttertagIm städtischen Kindergarten Andersengasse im österreichischen Graz soll es in diesem Jahr weder eine Muttertags- noch eine Vatertagsfeier geben. In einem Informationsblatt, das der Kronenzeitung vorliegt, teilte die Leiterin, Sabine Ornigg den Eltern mit, dass es wegen des am 6. Juni beginnenden Ramadans kein Muttertagsfrühstück geben werde. Auch das alljährliche Sommerfest müsse verschoben werden, da Ende Juni zum geplanten Termin das moslemische Fastenbrechen zum Ende des Ramadans stattfinde. Das empörte nicht nur die Eltern, der sich in der Minderheit befindlichen österreichischen Kinder, auch für FP-Chef Mario Eustacchio sieht Integration anders aus. Ausländische Kinder sollten wissen, warum in Österreich welche Feste gefeiert würden, so Eustacchio. Aufgrund der großen Aufregung gestattet die sich dem Islam unterwerfende Leiterin nun doch eine Muttertagsfeier, das Sommerfest allerdings wird verschoben, um die Islamisierung doch noch voranzutreiben. (lsg)

» E-Mail: kdg.andersengasse@stadt.graz.at




Schweden: Unbegleitetes „Flüchtlingskind“ sticht Polizisten nieder

Von ALSTER | Gestern, am 31. August berichtete PI-NEWS über einen Polizisten, der hinterrücks am Stockholmer Medborgarplats mit einem Messer angegriffen wurde. Laut Polizeiquelle handelt es sich beim Täter um ein sogenanntes marokkanisches Straßenkind (gatubarn), das zwischen 20 und 30 Jahre alt sein soll.

Der angegriffene Polizist gehörte zu einer Polizeipatrouille, die die Demonstration auf der anderen Seite der Straße beobachtete, dort, wo sogenannte unbegleitete Flüchtlingskinder und Asylaktivisten wochenlang dagegen demonstrieren, als Illegale ausgewiesen zu werden.

Schon am 10. August berichtete PI-NEWS im Beitrag über die Erlebnisfreizeit für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge von der Demonstration etwa hundert „einsamer unbegleiteter Flüchtlingskinder/Männer“, die auf dem Mynttorget neben dem Parlamentsgebäude in Stockholm einen Sitzstreik veranstalteten.

Sie verlangten, dass die Einwanderungsbehörde sämtliche Abschiebungen nach Afghanistan stoppen sollte. Nach einer Gegendemonstration, bei der die Lügenpresse einmal mehr Angreifer und Angegriffene verwechselte, entschied die Polizei, dass der Protest der unbegleiteten Kinderlein zum Medborgarplats umziehen müsse. Dort zählte die Polizei inzwischen 600 Teilnehmer – hauptsächlich „Asylsuchende“ aber auch nicht wenige Sympathisanten – Umma-Brüder und schwedische Brüder und Schwestern im Geiste.

Die „Hauptstadt besetzen“ bis alle bleiben können

Sie richteten sich ein, wurden versorgt, und obwohl sie wegen Ordnungswidrigkeiten angezeigt wurden (auf dem Medborgerplats (übersetzt Mitbürgerplatz) ist die Übernachtung nicht gestattet) geschah nichts. Heute nun sollen die Besetzer zum Norra Bantorget in Stockholms Innenstadt umziehen.

Die Demonstranten sagen, sie werden bleiben und die Hauptstadt besetzen, bis alle „Vertreibungen“ nach Afghanistan gestoppt sind. „Hier ist die Erlaubnis abgelaufen, und die Treppe bei Medborgarplatsen muss renoviert werden… „, sagte Fatemeh Khavari, Sprecher des Netzwerks, das den Streik organisiert. Svt nyheter schreibt:

Der Umzug findet am Freitagabend statt und dann wird die Gruppe gemeinsam zum neuen Standort marschieren.

Die schwedische Lügenpresse hat die oben erwähnte Gegendemonstration durch die Bank als Attacke von Nazis auf Flüchtlinge deklariert. Ein freier Journalist, Roger Salle Sandström (er arbeitet auch für Dagens Nyheter), hat die wahren Angreifer gefilmt. 10 bis 15 unvermummte wackere Schweden riefen: „Ali, Abdullah, go away“

Die Wahrheit über die Aktion am Mynttorget – Video:




Lampedusa: Protest gegen Flüchtlingswelle

Lampedusa: Protest gegen FlüchtlingswelleDie „Invasion“ der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa durch Wirtschaftsflüchtlinge aus Nordafrika ist weiter in vollem Gange. Während sich zur Zeit schon 3.500 Afrikaner auf der sonst 5.000-Einwohner-Insel befinden und auf die Weiterleitung in die europäischen Wohlstandszentren warten, sollen sich bereits weitere 13 Boote mit vielen hundert überwiegend jungen Männern auf dem Weg dorthin befinden.

Unterdessen gleicht die Stimmung unter den italienischen Inselbewohnern immer mehr einem Pulverfass. Als gestern ein Schiff der Küstenwache mit 116 auf hoher See an Bord genommenen Migranten in Lampedusa landen wollte, wurde dies durch etwa 100 protestierende Einwohner verhindert.

Der Bürgermeister der Insel, Bernardino De Rubeis, der keinen Hehl daraus macht, dass diese Wirtschaftsflüchtlinge seiner Meinung nach in Europa nichts zu suchen hätten, warnte: „Lampedusa ist ein Pulverfass, Bürgerrevolten könnten ausbrechen“.

Für eine Insel, die beschaulich ihr Auskommen mit Tourismus finden möchte, sind die Schlagzeilen der letzten Wochen unterdessen alles andere als förderlich.

Vielleicht sollte Herr De Rubeis, der keine Berührungsängste mit europäischen Rechtspolitikern wie z.B. Marine Le Pen hat, aus der Not eine Tugend machen. So könnte etwa ein „Sommercamp der Islamkritiker“ den „freundlichen Fremdenverkehr“ auf der Insel beflügeln. Auch die Stärkung des Bankenplatzes Lampedusa, z.B. durch Bereitstellung von Konten für in Deutschland durch öffentlich-rechtliche Banken verfolgte konservative Rechtsparteien, könnte eine Maßnahme zur Wirtschaftsförderung sein.




Video: Londoner Moslempatrouille schlägt Bier trinkenden Amerikaner zusammen

Ein amerikanischer Student, der eine Flasche Bier trank, wurde in London von einer Moslem-Patrouille, bestehend aus fünf asiatischen „Jugendlichen“, zusammengeschlagen. Die islamischen Verbrecher zertrümmerten die Bierflasche in seinem Gesicht und traten ihn zusammen. Hier die Geschichte. Der Amerikaner, der in London studieren wollte, überlegt es sich ein zweites Mal. Moslem-Gangster, die Gegenden wie Tower Hamlets kontrollieren und terrorisieren, sind in London keine Seltenheit.




Fotocollage.

Douglas Murray: Der seltsame Selbstmord Europas

Von KEWIL | Europa hat sich – einmalig in der Geschichte – selbst zum Tode verurteilt. Douglas Murrays prophetisches Buch „The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam“ ist „wahrscheinlich das wichtigste politische Buch, das im 21. Jahrhundert bisher geschrieben wurde“. Es wird im März 2018 unter dem Titel „Der seltsame Tod Europas. Immigration, Identität, Islam“ im Münchner FinanzBuch-Verlag erscheinen. Diagnose:

Die Ursache der verhängnisvollen Krankheit Europas wird nicht simplifizierend einem einzigen Faktor zugeschrieben, sondern dem Zusammenwirken mehrerer. Der erste ist das beispiellose Ausmaß der Masseneinwanderung nach Europa. Der zweite die intolerante religiöse Ideologie, mitgebracht von einer überproportional großen Anzahl Einwanderer. Der dritte und zeitgleiche ist eine Krise des Vertrauens der Europäer in die Rechtmäßigkeit ihrer eigenen Überzeugungen und Traditionen. Schuldgefühle und Selbstzweifel lassen sie davor zurückscheuen, in einer Auseinandersetzung ihre eigene Sache zu vertreten. Schließlich, verwandt mit dem letzten Faktor, die Vergiftung des Diskurses. Am Gipfelpunkt der Migrationskrise, an dem Gedanken, Worte und Debatte einen Zenith des vielfältigen Austausches über die zukünftigen Implikationen der Einwanderung erreicht haben sollten, wird die Sprache eingeengt und die Sprecher unberechtigterweise mit Schmutz beworfen.

Die deutsche Bundeskanzlerin setzte den Facebook-Chef Mark Zuckerberg unter Druck, in sozialen Medien Kritik an ihrer Migrationspolitik einzudämmen, der „Guardian“ schaltete bei dem Thema seine Kommentarspalten ab, und jeder, der versuchte, europäische Werte ins Spiel zu bringen, wurde unmissverständlich als „rechts“ abgestempelt. Murray legt dar, wie der Trend von Millionen Menschen hin zu einer „schuldigen“, existentiell erschöpften, sterbenden Kultur, die ihre eigene Ethik und ihre Grundsätze aus dem Blick verloren hat – Europa – zu einem selbst verhängten Todesurteil führt.

PI hat bereits im Mai kurz auf dieses Buch hingewiesen, aber hier steht jetzt eine umfangreiche Inhaltsangabe, die es bereits in sich hat und mehr als erschreckend ist! Unbedingt lesen!

» Douglas Murrays „The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam“ ist für 21 Euro beim Antaios-Verlag erhältlich.




Papst-Rede in Aachen: Die Satz für Satz-Analyse

karlspreisAm vergangenen Freitag erhielt Papst Franziskus den Karlspreis für seine angeblichen, leider nicht näher bekannten Verdienste um die europäische Einigung. Im Blick auf Europa ist dieser Papst bisher nur unangenehm aufgefallen, insbesondere durch seine oberlehrerhafte Art, völlig unbekannte Leute, die illegal an italienischen und griechischen Küsten anlanden, aus dem bloßen Augenschein pauschal zu „Flüchtlingen“ zu erklären und dann den Moralapostel zu spielen. Seine Rede zum Karlspreis ist intellektuell erstaunlich seicht. Sie ist ein streckenweise wirres Hin und Her zwischen verschiedensten Themen, einschließlich einem seltsamen Schwenk zur „verflüssigten Wirtschaft“, und strotzt nur so vor unsauberen, inhaltsleeren Phrasen. Hier die Satz für Satz-Analyse.

(Von R. Schmidt)

Sehr verehrte Gäste, herzlich heiße ich Sie willkommen und danke Ihnen, dass Sie da sind. Ein besonderer Dank gilt den Herren Marcel Philipp, Jürgen Linden, Martin Schulz, Jean-Claude Juncker und Donald Tusk für ihre freundlichen Worte.

Der Papst beginnt mit einem Dank an genau die Leute, die seit Jahren in der Verantwortung stehen und deshalb auch für das erbärmliche Erscheinungsbild verantwortlich sind, dass Europa und die „EU“ heute bieten. Selbstverständlich käme keiner dieser Typen auf die Idee,  die Schuld und Mitschuld an diesem Erscheinungsbild bei sich selbst zu suchen. Leider kommt auch der Papst, Karlspreisträger und Spezialist für das Thema Schuld, nicht auf die Idee, diese Typen mal darauf anzusprechen, warum der Laden, den sie seit Jahren verantworten, Stück für Stück in die Brüche geht.

Ich möchte noch einmal meine Absicht bekräftigen, den ehrenvollen Preis, mit dem ich ausgezeichnet werde, Europa zu widmen: Wir wollen die Gelegenheit ergreifen, über dieses festliche Ereignis hinaus gemeinsam einen neuen kräftigen Schwung für diesen geliebten Kontinent zu wünschen.

Dem ist erstmal beizupflichten.

Die Kreativität, der Geist, die Fähigkeit, sich wieder aufzurichten und aus den eigenen Grenzen hinauszugehen, gehören zur Seele Europas. Im vergangenen Jahrhundert hat es der Menschheit bewiesen, dass ein neuer Anfang möglich war: Nach Jahren tragischer Auseinandersetzungen, die im furchtbarsten Krieg, an den man sich erinnert, gipfelten, entstand mit der Gnade Gottes etwas in der Geschichte noch nie dagewesenes Neues.

Im Grunde ist das alles richtig. „Noch nie dagewesenes Neues“ ist allerdings etwas übertrieben. Es hat in der Geschichte Europas zahllose Versuche gegeben, Europa zu einigen, nicht nur militärisch, sondern auch friedlich, und tatsächlich war Europa immer wieder für Jahrhunderte zumindest in großen Gebieten geeinigt.

Schutt und Asche konnten die Hoffnung und die Suche nach dem Anderen, die im Herzen der Gründerväter des europäischen Projekts brannten, nicht auslöschen. Sie legten das Fundament für ein Bollwerk des Friedens, ein Gebäude, das von Staaten aufgebaut ist, die sich nicht aus Zwang, sondern aus freier Entscheidung für das Gemeinwohl zusammenschlossen und dabei für immer darauf verzichtet haben, sich gegeneinander zu wenden. Nach vielen Teilungen fand Europa endlich sich selbst und begann sein Haus zu bauen.

Auch das kann man so unterschreiben. Zu Recht betont er, dass die „freie Entscheidung“ durch „Staaten“ erfolgte und nicht durch die Völker. Die hat man nämlich nie gefragt, sondern wie schon zu Zeiten der Donaumonarchie in der politischen Oberschicht alles unter sich ausgemacht.

Diese „Familie von Völkern“, die in der Zwischenzeit lobenswerterweise größer geworden ist, scheint in jüngster Zeit die Mauern dieses gemeinsamen Hauses, die mitunter in Abweichung von dem glänzenden Projektentwurf der Väter errichtet wurden, weniger als sein Eigen zu empfinden. Jenes Klima des Neuen, jener brennende Wunsch, die Einheit aufzubauen, scheinen immer mehr erloschen.

Ab jetzt gleitet der Papst leider ab und wird zum politischen Ideologen. Der „brennende Wunsch, die Einheit aufzubauen“, ist nicht erloschen. Es besteht heute in der „Familie von Völkern“ nur eine berechtigte Furcht davor, diese Einheit so aufzubauen, wie sich das die vom Papst begrüßten Typen Juncker, Schulz &Co vorstellen: als eine zentralistisch gesteuerte Einheit, in der die „Familie der Völker“ nach der Pfeife von Bürokraten in der Kommission zu tanzen hat und die demokratisch gewählten Parlamente nicht mehr gefragt werden. Raus aus der „EU“ heißt nicht raus aus der Idee einer europäischen Einigung!

Wir Kinder dieses Traumes sind versucht, unseren Egoismen nachzugeben, indem wir auf den eigenen Nutzen schauen und daran denken, bestimmte Zäune zu errichten.

Er selbst ist als Argentinier kein Kind dieses Traums. Der Rest ist Unsinn: Auf den eigenen Nutzen zu schauen, ist eine menschliche Selbstverständlichkeit und kein Egoismus. Dass Zäune in Europa errichtet werden, hat auch nichts mit Egoismus zu tun, sondern einfach damit, dass Brüssel nicht gewillt oder in der Lage ist, den vertraglich gemeinsam vereinbarten Schutz der Außengrenzen tatsächlich umzusetzen. Niemand müsste am Brenner einen Zaun bauen, wenn die italienische Regierung endlich ihre Marine einsetzen würde, um illegal einreisende Ausländer aus Afrika an der Überfahrt zu hindern. Niemand will einen Zaun am Brenner. Der Zaun am Brenner ist vielmehr ein Symbol des Scheiterns von Recht und Ordnung in der „EU“ derjenigen Typen, die vor dem Papst in der ersten Reihe sitzen. Das wäre ein Thema für eine Rede des Papstes gewesen!

Dennoch bin ich überzeugt, dass die Resignation und die Müdigkeit nicht zur Seele Europas gehören und dass auch die „Schwierigkeiten zu machtvollen Förderern der Einheit werden können“.

Resignation? Müdigkeit? Das ist vielleicht im Vatikan so oder in seiner Heimat Südamerika, wo man Siesta hält, aber nicht in Europa. Europa ist quicklebendig. Der Teilsatz in Gänsefüßchen ist grammatikalisch eine Herausforderung und inhaltlich eine Plattitüde.

Im Europäischen Parlament habe ich mir erlaubt, von Europa als Großmutter zu sprechen. Zu den Europaabgeordneten sagte ich, dass von verschiedenen Seiten der Gesamteindruck eines müden und gealterten Europa, das nicht fruchtbar und lebendig ist, zugenommen hat, wo die großen Ideale, welche Europa inspiriert haben, ihre Anziehungskraft verloren zu haben scheinen; ein heruntergekommenes Europa, das seine Fähigkeit, etwas hervorzubringen und zu schaffen, verloren zu haben scheint.

Welche großen  Ideale meint er? Europa hat Hunderte von Idealen hervorgebracht, es bringt noch immer jeden Tag  große Ideale hervor, auch wenn viele dieser Ideale Tagträume sind. Der Multikulturalismus ist ein großes Ideal – aber das Recht auf sein eigenes Land und ein Recht auf Schutz vor fremder Landnahme sind auch große Ideale. Und Europa hat die Fähigkeit, etwas hervorzubringen und zu schaffen, verloren? Hat sein Argentinien oder ganz Südamerika überhaupt jemals irgendetwas hervorgebracht oder geschaffen? Trotzdem würde er Südamerika vermutlich nicht als müde, unfruchtbare Großmutter bezeichnen.

Ein Europa, das versucht ist, eher Räume zu sichern und zu beherrschen, als Inklusions- und Transformationsprozesse hervorzubringen;

Europa hat immer Räume gesichert, es hat immer Räume beherrscht – vor hundert Jahren fast die ganze Welt. Und jedes Land sichert Räume und beherrscht Räume, auch Argentinien tut das. Räume zu sichern und Räume zu beherrschen ist die natürliche Aufgabe jeden Staates. Der Zusammenhang zwischen dem Sichern von Räumen und „Inklusion- und Transformationsprozessen“, was immer das konkret sein soll, bleibt unklar.

ein Europa, das sich „verschanzt“, anstatt Taten den Vorrang zu geben, welche neue Dynamiken in der Gesellschaft fördern – Dynamiken, die in der Lage sind, alle sozialen Handlungsträger (Gruppen und Personen) bei der Suche nach neuen Lösungen der gegenwärtigen Probleme einzubeziehen und dazu zu bewegen, auf dass sie bei wichtigen historischen Ereignissen Frucht bringen.

Jeden Tag trudeln Tausende von Ausländern aus aller Welt illegal in Europa ein, Europa nimmt sie alle auf, füttert sie auf Kosten der Eingeborenen jahrelang durch und baut ihnen Wohnungen in Blankenese – das soll „Verschanzen“ sein?  Und die „neuen Dynamiken“ einer muslimischen Masseneinwanderung haben vor uns bereits Armenier und Griechen in Anatolien, die Buddhisten in Pakistan und die Hindus in Java kennengelernt, warum sollen wir Europäer uns jetzt denselben lebensgefährlichen Risiken dieser „neuen Dynamiken“ aussetzen? Und welche „neuen Lösungen der gegenwärtigen Probleme“ haben die nach Südamerika einwandernden Spanier denn damals den dort lebenden Indios mitgebracht?  Und obendrein: „Bei wichtigen historischen Ereignissen Frucht bringen“ – die heute illegal nach Europa einreisenden Personen sind doch selber das „wichtige historische Ereignis“, wie sollen diese Leute bei sich selber „Frucht bringen“? Ein unglaubliches Geschwafel.

Ein Europa, dem es fern liegt, Räume zu schützen, sondern das zu einer Mutter wird, die Prozesse hervorbringt.

Wenn man keine Räume schützt, bringt man Prozesse hervor? Wie bitte? Übt sich der Papst hier in Formulierungen aus dem Beratersprech? Und warum soll Europa aufhören, zu schützen?

Was ist mit dir los, humanistisches Europa, du Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit? Was ist mit dir los, Europa, du Heimat von Dichtern, Philosophen, Künstlern, Musikern, Literaten? Was ist mit dir los, Europa, du Mutter von Völkern und Nationen, Mutter großer Männer und Frauen, die die Würde ihrer Brüder und Schwestern zu verteidigen und dafür ihr Leben hinzugeben wussten?

Eine schöne Theatralik, aber komplett inhaltsleer. Was los ist mit Europa? Gar nichts ist los mit Europa. Soll Europa darauf verzichten, Regeln für die geordnete Einreise von Ausländern zu erstellen, nur weil Schiller „Das Lied von der Glocke“ gedichtet hat? Was hat das Lied von der Glocke mit der Einreise von Ausländern aus Afrika zu tun? Verzichtet Argentinien auf seine Visa-Bestimmungen, nur weil man dort den Tango erfunden hat? „Mutter, Brüder, Schwestern, das Leben hingeben“ – aufgeblasenes Pathos!

Der Schriftsteller Elie Wiesel, Überlebender der Nazi-Vernichtungslager, sagte, dass heute eine „Transfusion des Gedächtnisses“ grundlegend ist.

Oben hatten wir die „Inklusionen“ und „Transformationen“, jetzt kommen die „Transfusionen“ – alles verwaschenes Beratersprech.

Es ist notwendig, „Gedächtnis zu halten“, ein wenig von der Gegenwart Abstand zu nehmen, um der Stimme unserer Vorfahren zu lauschen. Das Gedächtnis wird uns nicht nur erlauben, nicht dieselben Fehler der Vergangenheit zu begehen (vgl. Evangelii gaudium, 108),

Richtig: Genau deshalb sollten wir keine Türken nach Europa hereinlassen, wie damals die Byzantiner die Türken nach Anatolien hereingelassen hat. Es sei denn, wie möchten am Ende die gleichen „neuen Dynamiken der Gesellschaft“ erleben, die die Armenier 1915  erlebt haben, nachdem sie vorher jahrzehntelang vergeblich versucht hatten,  alle „sozialen Handlungsträger bei der Suche nach neuen Lösungen der gegenwärtigen Probleme einzubeziehen“.

sondern gibt uns auch Zutritt zu den Errungenschaften, die unseren Völkern geholfen haben, die historischen Kreuzungswege, denen sie begegneten, positiv zu beschreiten. Die Transfusion des Gedächtnisses befreit uns von der oft attraktiveren gegenwärtigen Tendenz, hastig auf dem Treibsand unmittelbarer Ergebnisse zu bauen, die „einen leichten politischen Ertrag schnell und kurzlebig erbringen [könnten], aber nicht die menschliche Fülle aufbauen“ (ebd., 224).

In jedem Schulaufsatz würde dieser Absatz rot angestrichen: unverständlich, unklar, schlecht.

Zu diesem Zweck wird es uns gut tun, die Gründerväter Europas in Erinnerung zu rufen. Sie verstanden es, in einem von den Wunden des Krieges gezeichneten Umfeld nach alternativen, innovativen Wegen zu suchen. Sie hatten die Kühnheit, nicht nur von der Idee Europa zu träumen, sondern wagten, die Modelle, die bloß Gewalt und Zerstörung hervorbrachten, radikal zu verändern. Sie wagten, nach vielseitigen Lösungen für die Probleme zu suchen, die nach und nach von allen anerkannt wurden.

Das hat er oben schon einmal gesagt.

Robert Schuman sagte bei dem Akt, den viele als die Geburtsstunde der ersten europäischen Gemeinschaft anerkennen: „Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung: Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“  Gerade jetzt, in dieser unserer zerrissenen und verwundeten Welt, ist es notwendig, zu dieser Solidarität der Tat zurückzukehren, zur selben konkreten Großzügigkeit, der auf den Zweiten Weltkrieg folgte, denn – wie Schuman weiter ausführte – „Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“

„Solidarität der Tat“, „schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen“: Das kann alles Mögliche bedeuten – auch ein gemeinsamer Befreiungsschlag gegen die „EU“-Politik der islamischen Landnahme. Die Landnahme schafft ja gerade nicht „Frieden“, sondern brennende Städte in Europa, sie schafft „Unfrieden“ in einem vorher friedlichen und sicheren Paris, Brüssel, Stockholm und Köln. Den Absatz könnte genauso auch Lutz Bachmann auf einer Pegida-Demo vortragen.

Die Pläne der Gründerväter, jener Herolde des Friedens und Propheten der Zukunft, sind nicht überholt: Heute mehr denn je regen sie an, Brücken zu bauen und Mauern einzureißen. Sie scheinen einen eindringlichen Aufruf auszusprechen, sich nicht mit kosmetischen Überarbeitungen oder gewundenen Kompromissen zur Verbesserung mancher Verträge zufrieden zu geben, sondern mutig neue, tief verwurzelte Fundamente zu legen. Wie Alcide De Gasperi sagte: „Von der Sorge um das Gemeinwohl unserer europäischen Vaterländer, unseres Vaterlandes Europa gleichermaßen beseelt, müssen alle ohne Furcht eine konstruktive Arbeit wieder neu beginnen, die alle unsere Anstrengungen einer geduldigen und dauerhaften Zusammenarbeit erfordert.“

Nochmal für den Papst zum Mitschreiben:  Wir würden auch heute noch in Europa sehr gerne Brücken bauen und Mauern niederreißen, wenn unsere Regierungen unsere Außengrenzen wirksam und ordnungsgemäß schützen würden. Wer sichere Außengrenzen hat, braucht keine Innengrenzen. Ist das denn so schwer zu begreifen?

Diese Übertragung des Gedächtnisses macht es uns möglich, uns von der Vergangenheit inspirieren zu lassen, um mutig dem vielschichtigen mehrpoligen Kontext unserer Tage zu begegnen und dabei entschlossen die Herausforderung anzunehmen, die Idee Europa zu „aktualisieren“ – eines Europa, das imstande ist, einen neuen, auf drei Fähigkeiten gegründeten Humanismus zur Welt zu bringen: Fähigkeit zur Integration, Fähigkeit zum Dialog und Fähigkeit, etwas hervorzubringen.

„Mehrpoliger Kontext“ – noch ein Begriff aus dem Beratersprech. Nach vielen blumigen Windungen, die man im Detail nicht nochmal lesen muss, findet der Papst nun wenigstens zu einer Art Gliederung seiner Rede: Integration, Dialog und die „Fähigkeit, etwas hervorzubringen“. Wir sind gespannt.

Fähigkeit zur Integration: Erich Przywara fordert uns mit seinem großartigen Werk Idee Europa heraus, sich die Stadt als eine Stätte des Zusammenlebens verschiedener Einrichtungen auf unterschiedlichen Ebenen vorzustellen. Er kannte jene reduktionistische Tendenz, die jedem Versuch, das gesellschaftliche Gefüge zu denken und davon zu träumen, innewohnt. Die vielen unserer Städte innewohnende Schönheit verdankt sich der Tatsache, dass es ihnen gelungen ist, die Unterschiede der Epochen, Nationen, Stile, Visionen in der Zeit zu bewahren.

Das ist unbestreitbar eine Stärke europäischer Städte, auch wenn man beim „Nationen“ deutlich regional differenzieren muss. In Westeuropa hat es in den Städten „Unterschiede der Nationen“ nämlich nur in Ausnahmefällen gegeben: im gewaltsam von Arabern eroberten und dann wieder zurückerkämpften Spanien und in den ehemals deutschen Städten westlich des Rheins, die eines Tages französisch landgenommen wurden. Überall sonst in Westeuropa sind die Städte geprägt durch jahrhundertelange nationale Kontinuität und Homogenität. Vermutlich aber geht es dem Papst mit diesem Einschub der „Nationen“ sowieso nicht um eine Erinnerung an die einstige Multinationalität der osteuropäischen Städte in der Habsburgerzeit, sondern – wir ahnen es bereits – um das brandaktuelle Thema der Integration von nichteuropäischen Nationen in europäische Städte.

Es genügt, auf das unschätzbare kulturelle Erbe Roms zu schauen, um noch einmal zu bekräftigen, dass der Reichtum und der Wert eines Volkes eben darin wurzelt, alle diese Ebenen in einem gesunden Miteinander auszudrücken zu wissen.

„Unterschiede der Epochen, Stile und Visionen“ trifft für Rom zu, Unterschiede der „Nationen“ nicht. In Rom wird seit 3000 Jahren nur Lateinisch-Italienisch gesprochen, es hat dort außer der lateinisch-italienischen nie eine andere Nation gegeben. Übrigens: „Wert eines Volkes“ hätte ein Lutz Bachmann ganz sicher nicht sagen dürfen.

Die Reduktionismen und alle Bestrebungen zur Vereinheitlichung – weit entfernt davon, Wert hervorzubringen – verurteilen unsere Völker zu einer grausamen Armut:

„Vereinheitlichung“ bringt also keinen Wert hervor – und das aus dem Munde eines Karlspreisträgers? Hat er nicht vorhin selbst vom „brennenden Wunsch der Einheit“ gesprochen? Und jetzt verurteilt „Vereinheitlichung“ die „Völker“ zu grausamer Armut?

jene der Exklusion. Und weit entfernt davon, Größe, Reichtum und Schönheit mit sich zu bringen, ruft die Exklusion Feigheit, Enge und Brutalität hervor. Weit entfernt davon, dem Geist Adel zu verleihen, bringt sie ihm Kleinlichkeit.

Wer nicht Latein kann: „Exclusio“ bedeutet Ausschluss. Ausschluss kann alles Mögliche sein, es ist ein wertneutraler Begriff. Es kann völlig richtig sein, etwa einen Verbrecher von der Gesellschaft „auszuschließen“. Das bedeutet nicht, dass die Gesellschaft durch den Ausschluss des Verbrechers „brutaler“ oder „enger“ wird.  Der ganze Satz ist inhaltlicher Unsinn.

Die Wurzeln unserer Völker, die Wurzeln Europas festigten sich im Laufe seiner Geschichte. Dabei lernte es, die verschiedensten Kulturen, ohne sichtliche Verbindung untereinander, in immer neuen Synthesen zu integrieren. Die europäische Identität ist und war immer eine dynamische und multikulturelle Identität.

Wer es vergessen hat: Hier spricht ein Papst, der Chef des Christentums. „Verschiedenste Kulturen ohne sichtliche Verbindung zueinander“ – sein eigenes Christentum war genau diese „sichtliche Verbindung“ aller Völker in Europa und zwar schon seit dem frühen Mittelalter! Die „europäische Identität“ war bis zur Aufklärung  immer eine ausdrücklich christliche Identität, und zwar in Frankreich, Spanien und England, im Deutschen Reich genauso wie in Polen und Litauen. Europa war immer mehrsprachlich, es war politisch immer differenziert – aber es war religiös-kulturell immer eine Einheit. Die europäische Identität war ganz sicher immer multinational, aber sie war nie multikulturell, sondern kulturell immer homogen, christlich-abendländisch. Wer hat dem Papst diese Rede geschrieben?

Die Politik weiß, dass sie vor dieser grundlegenden und nicht verschiebbaren Arbeit der Integration steht.

Wie schon zu ahnen war, geht es in diesem ganzen Abschnitt sowieso nur oberflächlich um die innereuropäische Integration, tatsächlich spricht der Papst zwischen den Zeilen über die Integration der Muslime. Denn man braucht keine „grundlegende Arbeit“, um einen Polen nach Europa zu integrieren, auch einen Finnen oder Portugiesen nicht. Die wissen alle, dass sie Europäer sind und stehen zum ganz großen Teil auch hinter der Idee der europäischen Einigung – allerdings nicht unbedingt einer Einigung durch diese „EU“.  Der besonderen Erwähnung und „Arbeit“ wert ist Integration also nur, wenn es um die unübersehbar gescheiterte Integration der muslimischen Gastarbeiter und Asylanten geht – sofern diese überhaupt dauerhaft in Europa bleiben sollen.

Wir wissen: „Das Ganze ist mehr als der Teil, und es ist auch mehr als ihre einfache Summe.“ Dafür muss man immer arbeiten und „den Blick ausweiten, um ein größeres Gut zu erkennen, das uns allen Nutzen bringt“ (Evangelii gaudium, 235).

Allgemeinplätze auf dem Niveau von Kalendersprüchen. Du fehlst uns, Benedikt XVI!

Wir sind aufgefordert, eine Integration zu fördern, die in der Solidarität die Art und Weise findet, wie die Dinge zu tun sind, wie Geschichte gestaltet werden soll.

Um diesen verschrobenen Satz in verständliche Worte zu übersetzen: Solidarität soll die Leitlinie der Integration sein (von wem in was?), solidarische Integration (Integration der Italiener nach Europa oder der muslimischen Gastarbeiter nach Europa?) soll die Geschichte gestalten.

Es geht um eine Solidarität, die nie mit Almosen verwechselt werden darf, sondern als Schaffung von Möglichkeiten zu sehen ist, damit alle Bewohner unserer – und vieler anderer – Städte ihr Leben in Würde entfalten können. Die Zeit lehrt uns gerade, dass die bloß geographische Eingliederung der Menschen nicht ausreicht, sondern dass die Herausforderung in einer starken kulturellen Integration besteht.

Er spricht von der „geographischer Eingliederung der Menschen“ – also geht es jetzt ganz konkret um die Integration der sogenannten „Flüchtlinge“. Was meint er mit „kultureller Integration“? Meint er als Chef des Christentums damit auch die Integration der „Flüchtlinge“ in das Christentum? Oder die kulturelle Integration in die europäische Kultur der Aufklärung? Oder genügt ihm als „kulturelle“ Integration, wenn zugereiste Personen sich an die Gesetze halten und niemandem das Handy klauen oder den Frauen der Eingeborenen nicht ungefragt den Finger in die Vagina schieben? Hier hätte man von einem Papst gern mehr Konkretes erfahren, was das aus Sicht eines Papstes denn genau sein soll, die „kulturelle Integration“.

Auf diese Weise wird die Gemeinschaft der europäischen Völker die Versuchung überwinden können, sich auf einseitige Paradigmen zurückzuziehen und sich auf „ideologische Kolonialisierungen“ einzulassen.

„Paradigmen“, „Kolonialisierungen“– schwere Worte. „Ideologische Kolonialisierungen“ – großer Gott!

So wird sie vielmehr die Größe der europäischen Seele wiederentdecken, die aus der Begegnung von Zivilisationen und Völkern entstanden ist, die viel weiter als die gegenwärtigen Grenzen der Europäischen Union geht und berufen ist, zum Vorbild für neue Synthesen und des Dialogs zu werden.

Aus welchen konkreten Begegnungen mit welchen konkreten Völkern, die jenseits der Grenzen der „EU“ leben, ist die „europäische Seele“ entstanden? Meint er die Russen? Sind die Russen nicht ein Teil der europäischen Kultur? Und welche „Begegnungen“ mit Russen sollen das gewesen sein? Waren die Begegnungen mit Russen, sofern es auf Ebene der einfachen Leute überhaupt welche gab, nicht überwiegend kriegerisch? Nein: die europäische Seele ist im alten Griechenland, im alten Rom, im mittelalterlichen Deutschen Reich, in Frankreich, in England, in Spanien, in Polen entstanden – heute alles Mitglieder der „EU“. Außerhalb der „EU“ ist nichts, was die „europäische Seele“ geprägt hat. Oder geht es ihm hier zwischen den Zeilen wieder um etwas ganz anderes? Wirbt er indirekt für einen „EU“-Beitritt der Türkei?

Das Gesicht Europas unterscheidet sich nämlich nicht dadurch, dass es sich anderen widersetzt, sondern dass es die Züge verschiedener Kulturen eingeprägt trägt und die Schönheit, die aus der Überwindung der Beziehungslosigkeit kommt.

Zum Glück für Europa haben wir uns im 15. Jahrhundert den Mongolen widersetzt (tatsächlich hatten wir nach der Niederlage echtes Glück!)), zum Glück haben wir uns im 16. und 17. Jahrhundert den Türken widersetzt. Sonst wäre das „Gesicht Europas“ nämlich nie entstanden. Und was dieser seltsame Ausdruck „Überwindung der Beziehungslosigkeit“ hier soll?  War Europa, das vierhundert Jahre lang die ganze Welt beherrscht hat und intensivste Handelskontakte zu allen Erdteilen unterhielt, jemals irgendwie „beziehungslos“?

Ohne diese Fähigkeit zur Integration werden die einst von Konrad Adenauer gesprochenen Worte heute als Prophezeiung der Zukunft erklingen: „Die Zukunft der abendländischen Menschheit [ist] durch nichts, aber auch durch gar nichts, durch keine politische Spannung so sehr gefährdet wie durch die Gefahr der Vermassung, der Uniformierung des Denkens und Fühlens, kurz, der gesamten Lebensauffassung und durch die Flucht aus der Verantwortung, aus der Sorge für sich selbst.“

Immerhin stellt er zu Recht einen Zusammenhang her zwischen der offenbar gemeinten muslimischen „Integration“ (was das genau sein soll, hat er ja leider nicht gesagt) und der Zukunft der abendländischen Menschheit. Adenauers Zitat bezieht sich auf die gesellschaftliche „Vermassung“, einen komplett anderen Themenkontext, und hat hier eigentlich gar nichts zu suchen.

Die Fähigkeit zum Dialog:

Der zweite Abschnitt seiner Gliederung, wir können uns schon denken, was jetzt kommt, bleiben aber gespannt.

Wenn es ein Wort gibt, das wir bis zur Erschöpfung wiederholen müssen, dann lautet es Dialog. Wir sind aufgefordert, eine Kultur des Dialogs zu fördern, indem wir mit allen Mitteln Instanzen zu eröffnen suchen, damit dieser Dialog möglich wird und uns gestattet, das soziale Gefüge neu aufzubauen. Die Kultur des Dialogs impliziert einen echten Lernprozess sowie eine Askese, die uns hilft, den Anderen als ebenbürtigen Gesprächspartner anzuerkennen, und die uns erlaubt, den Fremden, den Migranten, den Angehörigen einer anderen Kultur als Subjekt zu betrachten, dem man als anerkanntem und geschätztem Gegenüber zuhört.

Endlich benennt er konkret, um was es in seiner Rede die ganze Zeit schon geht: die „Migranten“. Warum hat er das nicht schon oben genauso konkret gesagt? Wenigstens ist ihm das Publikum dankbar, weil es jetzt nicht mehr zwischen den Zeilen zuhören muss.

Es ist für uns heute dringlich, alle sozialen Handlungsträger einzubeziehen, um „eine Kultur, die den Dialog als Form der Begegnung bevorzugt,“ zu fördern, indem wir „die Suche nach Einvernehmen und Übereinkünften [vorantreiben], ohne sie jedoch von der Sorge um eine gerechte Gesellschaft zu trennen, die erinnerungsfähig ist und niemanden ausschließt“ (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 239).

Jede Menge Themen in einem einzigen Satz verpackt, das Publikum wird völlig überfrachtet. Gegen eine Kultur, die „den Dialog als Form der Begegnung bevorzugt“,  ist nichts einzuwenden. Allerdings predigt er das den Bekehrten. Dass wir in Europa den Dialog als Form der Begegnung bevorzugen, sollte er lieber den Typen auf der Kölner Domplatte erzählen oder den Brandstiftern in einem brennenden französischen Banlieue. Aber das traut er sich nicht.

Der Frieden wird in dem Maß dauerhaft sein, wie wir unsere Kinder mit den Werkzeugen des Dialogs ausrüsten und sie den „guten Kampf“ der Begegnung und der Verhandlung lehren.

Auch diesen klugen Spruch sollte er den Eltern der Brandstifter in einem brennenden Banlieue über das Bett hängen.

Auf diese Weise werden wir ihnen eine Kultur als Erbe überlassen können, die Strategien zu umreißen weiß, die nicht zum Tod, sondern zum Leben, nicht zur Ausschließung, sondern zur Integration führen.

Die Europäer sind den „Migranten“ seit Jahrzehnten mit einer Kultur des Dialogs begegnet. Zum Dank hat man ihnen ihre Städte in Paris, London und Stockholm angezündet. Wenn die eine Seite auf Dialog setzt und die andere auf Gewalt, gewinnt in dieser Begegnung immer die Seite der Gewalt. Aber er ist Christ, und diese Erfahrung hat schon Jesus Christus am eigenen Leibe erlitten. Genau diese Erfahrung, dass die Gewalt immer stärker ist als der Dialog, ist die zentrale Erfahrung des Christentums.

Diese Kultur des Dialogs, die in alle schulischen Lehrpläne als übergreifende Achse der Fächer aufgenommen werden müsste,

Diese Kultur des einseitigen  Dialogs ist seit Jahrzehnten bis zum Erbrechen Bestandteil aller Lehrpläne aller Schulen im heutigen Europa. Das kann er natürlich nicht wissen, weil er in Argentinien zur Schule gegangen ist.

wird dazu verhelfen, der jungen Generation eine andere Art der Konfliktlösung einzuprägen als jene, an die wir sie jetzt gewöhnen.

An welche „andere Art der Konfliktlösung“ gewöhnen „wir“ die junge Generation denn jetzt? Hat man die Lehrpläne der Schulen inzwischen auf eine Konfliktlösung durch Nicht-Dialog umgestellt? Und wer ist „wir“? Er selbst, Herr Juncker, Herr Schulz und Herr Tusk, die da alle gerade vor ihm sitzen?

Heute ist es dringend nötig, „Koalitionen“ schaffen zu können, die nicht mehr nur militärisch oder wirtschaftlich, sondern kulturell, erzieherisch, philosophisch und religiös sind. Koalitionen, die herausstellen, dass es bei vielen Auseinandersetzungen oft um die Macht wirtschaftlicher Gruppen geht. Es braucht Koalitionen, die fähig sind, das Volk vor der Benutzung durch unlautere Ziele zu verteidigen. Rüsten wir unsere Leute mit der Kultur des Dialogs und der Begegnung aus.

Erster Satz: Das Wort „Koalition“ ist immer ein strategisch-politischer Begriff, wie man das auf den Bereich der Philosophie, Kultur oder Religion übertragen soll, bleibt unerklärt. Zweiter Satz: Dass es bei Auseinandersetzungen auch um die Macht wirtschaftlicher Gruppen geht, ist eine Erkenntnis auf dem Niveau des ersten Semesters, wirkt hier völlig isoliert und bringt inhaltlich nicht weiter. Dritter Satz: Das hätte so wortwörtlich auch der Führer sagen können, von einem Papst hätte man hingegen gern erfahren, wie er das genau definiert, die „unlauteren Ziele“. Vierter Satz: Das tun wir schon seit Jahrzehnten, trotzdem hat man uns die Banlieues angezündet. Diese Aufforderung sollte er also weniger an „unsere Leute“, sondern die Leute der Brandstifter richten.

Die Fähigkeit, etwas hervorzubringen:

Jetzt sind wir mal gespannt, wie er dem größten Wirtschaftsraum der Welt, Europa, erklären möchte, dass er mehr hervorbringen soll.

Der Dialog und alles, was er mit sich bringt, erinnern uns daran, dass keiner sich darauf beschränken kann, Zuschauer oder bloßer Beobachter zu sein. Alle, vom Kleinsten bis zum Größten, bilden einen aktiven Part beim Aufbau einer integrierten und versöhnten Gesellschaft. Diese Kultur ist möglich, wenn alle an ihrer Ausgestaltung und ihrem Aufbau teilhaben. Die gegenwärtige Situation lässt keine bloßen Zaungäste der Kämpfe anderer zu. Sie ist im Gegenteil ein deutlicher Appell an die persönliche und soziale Verantwortung.

Leider sind wir Europäer derzeit Zaungäste von Kämpfen zwischen Migranten in unseren Städten und brennenden Migrantenvierteln in unserem eigenen Kontinent. Und wenn wir uns nicht mehr darauf beschränken wollen, „Zuschauer und bloße Beobachter“ zu sein, sondern diese „gegenwärtige Situation“ kritisieren, wirft uns als erstes seine Kirche eine falsche Gesinnung vor. Da er oben die Gelegenheit verpasst hat, uns zu erklären, was aus seiner Sicht genau eine „integrierte“ Gesellschaft sein soll, kann dieser Begriff je nach Interpretation auch für die kulturell homogene, friedliche, zivilisierte, sozial und politisch weitgehend versöhnte – und vielerorts intensiv katholische , sprich: integrierte Gesellschaft der 50er und frühen 60er Jahre stehen. Der Papst vergisst offenbar, dass Europa die von ihm gepredigte „integrierte und versöhnte Gesellschaft“ bereits hatte.

In diesem Sinne spielen unsere jungen Menschen eine dominierende Rolle. Sie sind nicht die Zukunft unserer Völker, sie sind ihre Gegenwart. Schon heute schmieden sie mit ihren Träumen und mit ihrem Leben den europäischen Geist. Wir können nicht an ein Morgen denken, ohne dass wir ihnen eine wirkliche Teilhabe als Träger der Veränderung und des Wandels anbieten. Wir können uns Europa nicht vorstellen, ohne dass wir sie einbeziehen und zu Protagonisten dieses Traums machen.

Das ist so alles richtig.

Kürzlich habe ich über diesen Aspekt nachgedacht, und ich habe mich gefragt: Wie können wir unsere jungen Menschen an diesem Aufbau teilhaben lassen, wenn wir ihnen die Arbeit vorenthalten? Wenn wir ihnen keine würdige Arbeiten geben, die ihnen erlauben, sich mit Hilfe ihrer Hände, ihrer Intelligenz und ihren Energien zu entwickeln? Wie können wir behaupten, ihnen die Bedeutung von Protagonisten zuzugestehen, wenn die Quoten der Arbeitslosigkeit und der Unterbeschäftigung von Millionen von jungen Europäern ansteigen? Wie können wir es vermeiden, unsere jungen Menschen zu verlieren, die auf der Suche nach Idealen und nach einem Zugehörigkeitsgefühl schließlich anderswohin gehen, weil wir ihnen hier in ihrem Land keine Gelegenheiten und keine Werte zu vermitteln vermögen?

Dass junge Leute keine Arbeit finden, ist vor allem ein südeuropäisches Problem. Dieses Problem hängt, Volkswirtschaft erstes Semester, mit der mangelnden Konkurrenzfähigkeit dieser Länder zusammen, die alle viel zu schlechte Produkte herstellen, diese schlechten Produkte aber wegen zu höher Löhne und einem zu starken Euro zu viel zu hohen Preisen anbieten – also kauft sie keiner. Die Hauptverantwortlichen für diese Politik einer brutalen Einheitswährung sitzen beim Papst während dieser Rede in der ersten Reihe.

„Die gerechte Verteilung der Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit ist keine bloße Philanthropie. Es ist eine moralische Pflicht“. Wenn wir unsere Gesellschaft anders konzipieren wollen, müssen wir würdige und lukrative Arbeitsplätze schaffen, besonders für unsere jungen Menschen.

Alles schön und gut, aber Wirtschaftswissenschaften sind nicht unbedingt die Kernkompetenz eines Papstes. Er sollte im eigenen Interesse lieber das Thema wechseln.

Das erfordert die Suche nach neuen Wirtschaftsmodellen, die in höherem Maße inklusiv und gerecht sind.

Wir wünschen dem Papst bei seiner Suche nach „neuen Wirtschaftsmodellen“ viel Erfolg. Lenin hat sie nicht gefunden, Mao hat sie nicht gefunden, Fidel Castro hat sie auch nicht gefunden, obwohl man all diesen Leuten wirklich glauben darf, dass sie ganz ernsthaft und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln danach gesucht haben.

Sie sollen nicht darauf ausgerichtet sein, nur einigen wenigen zu dienen, sondern vielmehr dem Wohl jedes Menschen und der Gesellschaft.

Das hätte so wortwörtlich auch von Stalin kommen können.

Und das verlangt den Übergang von einer „verflüssigten“ Wirtschaft zu einer sozialen Wirtschaft. Ich denke zum Beispiel an die soziale Marktwirtschaft, zu der auch meine Vorgänger ermutigt haben. Es ist nötig, von einer Wirtschaft, die auf den Verdienst und den Profit auf der Basis von Spekulation und Darlehen auf Zinsen zielt, zu einer sozialen Wirtschaft überzugehen, die in die Menschen investiert, indem sie Arbeitsplätze und Qualifikation schafft.

Ermutigt er hier zur „sozialen Marktwirtschaft“, in der ein Unternehmer ja auf „Profit“ und Zinsertrag zielt? Oder möchte er statt unserer sozialen Marktwirtschaft lieber eine „soziale Wirtschaft“, in der Gewinnstreben und Zins verboten sind? Und investiert ein Unternehmer in der sozialen Marktwirtschaft etwa nicht in Arbeitsplätze und Qualifikationen? In nahezu allen Unternehmen steigt mit dem Umsatz auch gleichzeitig die Zahl der Mitarbeiter, alle führenden Unternehmen investieren ständig in Aus- und Fortbildung. Hat er wirklich keine Ahnung vom modernen Wirtschaftsgeschehen der Gegenwart, oder tut er nur so?

Von einer „verflüssigten“ Wirtschaft,

Was für ein Gelaber!

die dazu neigt, Korruption als Mittel zur Erzielung von Gewinnen zu begünstigen,

Vielleicht gilt das für Südamerika – aber er spricht als Karlspreisträger in Europa, wo die Unternehmen gerade unter einem Bürokratiewust von Antikorruptions- und Compliance-Regeln erstickt werden.

müssen wir zu einer sozialen Wirtschaft gelangen, die den Zugang zum Land und zum Dach über dem Kopf garantiert.

Wer hat in Europa heutzutage denn keinen Zugang zu Land? Und wer braucht bei einem Bauernanteil von unter 1% in Westeuropa überhaupt noch Land? Will er eine neue Bodenreform, „Junkerland in Bauernhand“? Und das „Dach über dem Kopf“ in Form von Sozialwohnungen gibt es überall in Europa, der Staat zahlt Bedürftigen überall die Miete, sogar in Italien. Ist der Papst nicht ganz auf der Höhe der Zeit, oder war die Rede eigentlich für den Karlspreis von Südamerika gedacht?

Und dies mittels der Arbeit als dem Umfeld, in dem die Menschen und die Gemeinschaften »viele Dimensionen des Lebens ins Spiel (bringen können): die Kreativität, die Planung der Zukunft, die Entwicklung der Fähigkeiten, die Ausübung der Werte, die Kommunikation mit den anderen, eine Haltung der Anbetung.

Ja, Arbeit bedeutet naturgemäß: Kreativität, Planung der Zukunft, Entwicklung der Fähigkeiten, Ausübung der Werte, Kommunikation mit anderen und – wenn es denn sein muss – auch eine Haltung der Anbetung ins Spiel zu bringen. So what?

In der weltweiten sozialen Wirklichkeit von heute ist es daher über die begrenzten Interessen der Unternehmen und einer fragwürdigen wirtschaftlichen Rationalität hinaus notwendig, ‚dass als Priorität weiterhin das Ziel verfolgt wird, allen Zugang zur Arbeit zu verschaffen‘ « (Enzyklika Laudato si‘, 127).

Wir sind sehr gespannt, wie der Papst die wirtschaftliche Rationalität, dass ein Unternehmer erst Geld verdienen muss, um es dann – auch in Arbeiter – zu investieren, durch irgendeine andere, weniger „fragwürdige Rationalität“ ersetzen möchte. In Nordkorea arbeitet man übrigens auch an dem Thema.

Wenn wir eine menschenwürdige Zukunft anstreben wollen, wenn wir eine friedliche Zukunft für unsere Gesellschaft wünschen, können wir sie nur erreichen, indem wir auf die wahre Inklusion setzen: „die, welche die würdige, freie, kreative, beteiligte und solidarische Arbeit gibt“. Dieser Übergang (von einer „verflüssigten“ zu einer sozialen Wirtschaft) vermittelt nicht nur neue Perspektiven und konkrete Gelegenheiten zur Integration und Inklusion, sondern eröffnet uns von neuem die Fähigkeit von jenem Humanismus zu träumen, dessen Wiege und Quelle Europa einst war.

Der Absatz ist eine unglaubliche Aneinanderreihung von hohlen Phrasen und wirrem Zeug. Statt von „verflüssigter Wirtschaft“ zu predigen, hätte er sich auf Matthäus, Markus, Lukas und Johannes beschränken sollen, da kennt er sich wenigstens aus.

Am Wiederaufblühen eines zwar müden, aber immer noch an Energien und Kapazitäten reichen Europas kann und soll die Kirche mitwirken.

Die Kirche wirkt schon heute ständig mit, vor allem als politischer Lobbyverein für illegal einreisende Personen. Sie wirkt derzeit mehr mit, als für uns Europäer gut ist.

Ihre Aufgabe fällt mit ihrer Mission zusammen, der Verkündigung des Evangeliums. Diese zeigt sich heute mehr denn je vor allem dahin, dass wir dem Menschen mit seinen Verletzungen entgegenkommen, indem wir ihm die starke und zugleich schlichte Gegenwart Christi bringen, seine tröstende und ermutigende Barmherzigkeit.

Endlich kommt er zu einem Thema, von dem er wirklich etwas versteht. Man kann ihm nur zustimmen: die „schlichte Gegenwart Christi“ auch den unchristlichen Ungläubigen aus dem Nahen Osten zu bringen, genau das sollte die Aufgabe der Kirche sein. Leider verbietet die realexistierende Kirche von Papst Franziskus ihren Mitarbeitern jede „Mission“ und „Verkündigung des Evangeliums“ in Asylkasernen und widmet sich an vorderster Front dem Umbau von Kirchen in Moscheen.

Gott möchte unter den Menschen wohnen, aber das kann er nur mit Männern und Frauen erreichen, die – wie einst die großen Glaubensboten des Kontinents – von ihm angerührt sind und das Evangelium leben, ohne nach etwas anderem zu suchen.

Ja, so spricht ein Papst. Das Evangelium leben, ohne nach etwas anderem zu suchen. Das müsste nach diesen klaren Worten konsequenterweise auch für das „andere“ in Form des Korans gelten.

Nur eine Kirche, die reich an Zeugen ist, vermag von neuem das reine Wasser des Evangeliums auf die Wurzeln Europas zu geben. Dabei ist der Weg der Christen auf die volle Gemeinschaft hin ein großes Zeichen der Zeit, aber auch ein dringendes Erfordernis, um dem Ruf des Herrn zu entsprechen, dass alle eins sein sollen (vgl. Joh 17,21).

Solche Sätze hätte man gern mehr von ihm gehört.

Mit dem Verstand und mit dem Herz, mit Hoffnung und ohne leere Nostalgien, als Sohn, der in der Mutter Europa seine Lebens- und Glaubenswurzeln hat, träume ich von einem neuen europäischen Humanismus: „Es bedarf eines ständigen Weges der Humanisierung“, und dazu braucht es „Gedächtnis, Mut und eine gesunde menschliche Zukunftsvision“. Ich träume von einem jungen Europa, das fähig ist, noch Mutter zu sein: eine Mutter, die Leben hat, weil sie das Leben achtet und Hoffnung für das Leben bietet.

Gut gesprochen. „Das Leben achten“ ist eine klare Ansage gegen die Abtreibungs- und Euthanasie-Euphorie der politischen Klasse, die vor ihm in der ersten Reihe sitzt.

Ich träume von einem Europa, das sich um das Kind kümmert, das dem Armen brüderlich beisteht und ebenso dem, der Aufnahme suchend kommt, weil er nichts mehr hat und um Hilfe bittet.

Leider schon wieder der Schwenk zu seinem Lieblingsthema. Nochmal für den Papst zum Mitschreiben: Jemand, der „nichts mehr hat“, hat auch keine 10.000 Euro für einen Schlepper von Ghana nach Finnland. Und für jemanden, der „um Hilfe bittet“, sind die Welthungerhilfe und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zuständig, das von den Regierungen der europäischen Länder (und allen anderen auch) mit genug Geld auszustatten ist, damit es diese Hilfe auch wirkungsvoll leisten kann.

Ich träume von einem Europa, das die Kranken und die alten Menschen anhört und ihnen Wertschätzung entgegenbringt, auf dass sie nicht zu unproduktiven Abfallsgegenständen herabgesetzt werden.

Dem kann man sich anschließen.

Ich träume von einem Europa, in dem das Migrantsein kein Verbrechen ist, sondern vielmehr eine Einladung zu einem größeren Einsatz mit der Würde der ganzen menschlichen Person.

Ja, da ist er schon wieder beim Thema. Und was für ein unglaublich dummer Unsinn ist dieser Satz! Nirgendwo in Europa ist das „Migrantsein“ an sich ein Verbrechen, davon muss man nicht träumen, das ist schon heute so. Im übrigen ist „Migrant“-sein auf der ganzen Welt gegen das Gesetz, wenn sich der „Migrant“ nicht an die Einreisebestimmungen gehalten hat. Selbst bei ihm daheim in Argentinien ist das so. Wir leben heute nicht mehr in der Steinzeit. Die Welt hat eine Rechtsordnung, an die sich auch „Migranten“ zu halten haben.

Ich träume von einem Europa, wo die jungen Menschen die reine Luft der Ehrlichkeit atmen, wo sie die Schönheit der Kultur und eines einfachen Lebens lieben, die nicht von den endlosen Bedürfnissen des Konsumismus beschmutzt ist; wo das Heiraten und der Kinderwunsch eine Verantwortung wie eine große Freude sind und kein Problem darstellen, weil es an einer hinreichend stabilen Arbeit fehlt. Ich träume von einem Europa der Familien mit einer echt wirksamen Politik, die mehr in die Gesichter als auf die Zahlen blickt und mehr auf die Geburt von Kindern als auf die Vermehrung der Güter achtet. Ich träume von einem Europa, das die Rechte des Einzelnen fördert und schützt, ohne die Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft außer Acht zu lassen.

Das kann man so alles unterschreiben. Ob „Konsumismus“ eine gelungene Wortwahl ist, sei dahingestellt. Nach „Transfusionen“ und der „verflüssigten Wirtschaft“ ist das Publikum vermutlich schon etwas abgehärtet.

Ich träume von einem Europa, von dem man nicht sagen kann, dass sein Einsatz für die Menschenrechte an letzter Stelle seiner Visionen stand.

Die Menschenrechte sind in der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen aufgeschrieben. Sie beinhalten zum Beispiel den Schutz vor Folter. Im modernen Europa sind die Menschenrechte alle gewährleistet. Die beliebige Wahl eines weltweiten Wohnsitzes gehört nicht zu den Menschenrechten, falls er an dieser Stelle – was anzunehmen ist – schon wieder indirekt auf die Thematik der illegal nach Europa einreisenden Personen anspielt. Ausgerechnet dem modernen Europa hier eine Missachtung oder auch nur Vernachlässigung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vorzuwerfen, ist, das muss man leider so sagen, weit mehr als eine völlig deplazierte, selbst für einen Papst unangemessene Überheblichkeit, es ist eine politische Frechheit.