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Er gehörte zur tragischen zweiten Nachkriegsgeneration deutscher Künstler, in der selbst die Hochbegabten nur eine Wahl hatten: Entweder die vorgefundenen Werte und Traditionen für ungültig zu erklären und mit Dreck zu bewerfen – oder eine Karriere im von linker Kulturschickeria besetzten deutschen Kunstbetrieb vergessen. Schlingensief entschied sich für die Karriere. Einiges weist darauf hin, dass er an dieser Entscheidung zerbrochen ist.

Der FOCUS berichtet:

Als er im Sommer 2004 an seiner Bayreuther „Parsifal“-Inszenierung arbeitete, machte er in einem Interview eine prophetische Bemerkung: Er sei davon überzeugt, nach dem „Parsifal“ Krebs zu bekommen. Vier Jahre später sollte sich seine Aussage bewahrheiten.

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Jetzt ist Schlingensief am Lungenkrebs gestorben. In manchem Interview der letzten Jahre schimmerte durch, dass die Rolle des Hofdichters für die rotgrüne Schickeria dem Regisseur nicht wirklich glücklich machte. Einige Erinnerungen:

Schlingensief als schlechter Verlierer, als Harald Schmidt ihm die Show stahl:

Mit etwas mehr Liebe zur Freiheit – und etwas mehr Mut – hätte Schlingensief vielleicht das Zeug gehabt, ein deutscher Theo van Gogh zu werden? Kurz vor seinem Tod berichtet er vom Ende des Islam:

Nachdenkliche Töne in den letzten Einträgen auf Schlingensiefs Blog:

und dieses verzweifeln an der eigenen sättigung sollte signal dafür sein, sich selber wieder mehr als sehr widerstandsfähigen kämpfer der liebe und zuneigung, der hilfsbereitschaft und überbringer neuer und guter ! nachrichten zu werden!

dieses : „ich kann nicht mehr!“ ist nicht immer, aber sehr oft ein fürchterlicher wichtigtuersatz, der niemandem helfen wird. leute schaut euch die an, die mit plastikmasken (rund um den kopf herum) unter das ding müssen, um dort in die tiefen ihres gehirns strahlen zu lassen, damit der gierige krebs nicht weiterwächst und -frißt. lebt so gut ihr könnt. genießt jeden punkt der entspannung im kreise der familie oder der freunde, glaubt immer an eine zukunft und pflegt das normale ! – Das Normale ist das höchste was uns geschenkt wurde oder von den eltern beigebracht wurde. nutzt das ! ich kann es immer noch nicht.

und ich hatte jedesmal gedacht: jetzt hast du es endlich kapiert. noch ein härterer schlag kann kaum passieren… und jetzt wieder noch näher… eines stimmt: man lernt nie aus… darum genießt den punkt der dummheit, aber zieht daraus schlüsse des glücks ! glück hat, wer mal nicht über sich und seinen zustand reflektieren muß. und dieses fast zwanghafte überlegen über den eigenen zustand macht alles so suaer und ungenießbar!

ich wäre froh, wenn ich ohne dieses reflex über den eigenen zustand nachdenken zu müssen… ;denn das wichtigste ist eigentlich: denke an die anderen, die dich ertragen müssen. die haben mehr hölle auf erden als erlaubt ist.

die müssen nicht nur deine chaotische art ertragen oder deinen großen pessimismus! nein, diese leute sehen jemanden, der sich schon auf dem abschiedsweg befindet. und der dann so redet, als müsse er nun halbwegs erträglich bleiben, damit er in guter erinnerung bleibt. dazu würde ich gerne später mal mehr schreiben. mal schauen, wann das geht. es geht nicht immer alles, wenn ich will. die normalitä, um darüber schreiben zu können, braucht ruhe oder vielleicht sogar geladene wutenergie. es mal loswerden wollen… müssen.. heute nacht geht es nicht; denn im laufe des textes ist mein schmerz weniger geworden und ich werde die zeit nutzen. gute nacht!

Jetzt stellt sich die Lage wie folgt dar: Die bürgerliche Gesellschaft, die Schlingensief ernährte und die er dafür zu hassen hatte, lebt. Westerwelle ist dort, wo er ihn niemals sehen wollte. Helmut Kohl, zu dessen Tötung er aufgerufen hatte, lebt. Und Wagners Musik, an dessen Parsifal Schlingensief zu zerbrechen fühlte, ist längst unsterblich:

Nur Schlingensief ist jetzt tot. Schade. Auch politische Gegner können einem sehr fehlen.

94 KOMMENTARE

  1. Interessant, vlt ein bisschen gewagt, zumindest behandelt er alle Religionen gleich als das was sie sind: Gehirnwichserei!

  2. Respekt vor dem Tod! Und den Angehörigen des Verstorbenen und seinen letzten Worte.

    Aber Christopf Schlingensief ist mir nur rudimentär ein Begriff und nach dem ersten Video kann ich nur hoffen, das er vor seinem Tod noch wichsen konnt, wofür auch immer!

    Wichsen für die Freiheit oder sexuelle Befreiung von der katholischen Okkupation ist mir zu primitiv und bringt auch nix gegen den Islam! Eher im Gegenteil! 😉

  3. #3 Terpentin (21. Aug 2010 22:33)
    Ich auch, der ist viel zu früh gegangen, leider!
    Zu viel Schimmelpilze werden sehr alt, leider…

  4. Es ist wirklich traurig, er war talentiert und phantasievoll, man hätte noch viel mit ihm diskutieren können. G’tt wird ihn schon so akzeptieren, wie er ist. Er ruhe in Frieden.

  5. #6 WahrerSozialDemokrat

    JA ICH DENKE AUCH SO…bleibt aber friedlich.

    Denn Linke werden über uns nie so posten!

  6. Und der Blutgreis Ströbele lebt noch immer…

    Den muss man wohl in den Sarg reinkloppen.

  7. Wir müssen alle sterben, egal wer wir sind oder waren: Kind in Pakistan, Christ im Sudan, verdurstender in Äthiopien…
    Sie alle haben oder hatten ein hartes Leben, dieser Regisseur starb im weltlichen Vergleich im Wohlstand und konnte seine politische Meinung komfortabel und sorgenfrei ausleben…
    Mein Mitleid: …begrenzt.
    Germanier

  8. Er warb für die Grünen und war gegen Haider.

    Ja, leider sind Menschen, die irgendwo da „oben“ sind doch ein Stück weit von der Realität entfernt. Dennoch denke ich, Christoph Schlingensief war eine gute Seele mit einem sehr guten Willen.

    Ruhe in Frieden. Möge sich unser Herr Jesus Christus dir da ewige Leben schenken.

    Ps.: Christoph ist nicht mit einer Fatima Roth oder sonst einem dieser Menschen zu vergleichen.

  9. Und der Blutgreis Ströbele lebt noch immer…

    Den muss man wohl in den Sarg reinkloppen.

    Wie wahr. Wie wahr. Bei Ströbele passt nichts besser als: Unkraut vergeht nicht..

  10. Seid ihr von allen guten Geistern verlassen? Das Video von der Kabaa und der letzte Satz: jetzt wird im Vatikan aufgeräumt…nehmt ihr als Beweis für seine Größe?
    Schlingensief hat in einem seiner letzten Interviews gemeint, warum ausgerechnet er sterben müsste und kein Nazi an seiner Stelle. Wer zu so einer Aussage angesichts des Todes noch fähig ist, hat einen guten Nachruf nicht verdient, vor allem hat er zu Lebzeiten zum Töten eines Menschen aufgerufen, wurde aber als Kunstaktion getarnt. Ich werde nichts Schlechtes über ihn schreiben, ich möchte hier gar nichts über ihn lesen.
    Bislang habe ich PI und die „neue Linie“ immer verteidigt, aber mittlerweile muß ich den Kritikern zustimmen. Was ist bloß aus PI geworden?

  11. Aktionen wie diese…

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/0625/feuilleton/0089/index.html

    waren es, die Schlingensief bekannt machten. Für mich waren das exzessive Grenzüberschreitungen, die mit Kultur oder Kunst, wie ich sie verstehe, nichts zu tun haben. Strafbare Handlungen wie der Aufruf zum Mord an anderen Menschen unter dem Deckmantel der Kunstfreiheit, das bleibt mir von Schlingensief in Erinnerung.
    Mit dem Tod meiner Feinde endet jedoch für mich auch die Feindschaft. Möge er ruhen in Frieden.

  12. #16 Bateman (21. Aug 2010 22:56)

    Kurz nach Daxenberger. Auch ein Mann, der meiner Meinung nach “in der falschen Partei” war. Auch dieser starb jung, mit 48, an Krebs.

    So sieht es wohl aus. Diese „Partei“ wird uns noch alle ins Jenseits befördern.

  13. Meine Güte, muss den hier jetzt jeder (verstorbene) Prominente in das „Für uns oder gegen uns“-Schema eingeordnet werden? Was soll dieses posthume Überstülpen einer Eigentlich-im-Herzen doch Rechts-von-der-Mitte-Ideologie? Und sich dann noch dazu zu versteigen, dem linken Bürgertum indirekt die Schuld am Ausbruch der Krebserkrankung zu geben – ja sagt mal PI, wie nötig habt ihr’s eigentlich?! Ist ja schön, dass ihr den lapidaren Kommentar des Herrn S. zu seiner Verzweiflung am Parsifal hier als „Beweis“ für eure krude Theorie anführt. Darf man damit rechnen, dass ihr demnächst auch noch erwiesenermaßen krebsauslösende bzw. -bedingende Faktoren wie genetische Veranlagung, Zigarettenkonsum, Umweltgiftbelastung in Wohnungsnähe etc.pp. hinzuzieht? Oder belasst ihr’s mal wieder bei einem derart blamablen Text?

    Jaja, stellt mich ruhig mal wieder unter Moderation. Dass euch die journalistische Ethik und der Sinn für ausgewogene und intelligente Analysen nicht selten mal verschütt geht haben bestimmt auch die bösen 68er zu verantworten, nicht wahr? Oder die pösen pösen „Trolle“ und „Gutmenschen“, die hier nicht immer bei jedem Scheiß „Jawoll!“ grölen.

  14. #18 mvh (21. Aug 2010 22:57)

    vor allem hat er zu Lebzeiten zum Töten eines Menschen aufgerufen

    Wie gesagt ich kenn ihn nicht wirklich! Aber das interessiert mich, hast du einen Link!

    Allgemein halt ich es nicht für falsch respektvolle Feinde zu ehren, aber gesinnungsloser Mitläufer scheint mir hier eher angebracht…

  15. Schlingensief war kontrovers, talentiert, unverschämt, kreativ, grell, provozierend. Aber eines war er nie: langweilig. Ich habe ihn geschätzt. Sein Engagement für chronisch und schwer kranke Menschen verdient großen Respekt. In der faden zeitgenössischen Kunstszene gibt es nicht viele wie ihn.

  16. 18 mvh (21. Aug 2010 22:57)

    Bislang habe ich PI und die “neue Linie” immer verteidigt, aber mittlerweile muß ich den Kritikern zustimmen. Was ist bloß aus PI geworden?

    Nun bleib mal locker. Er wird ja nicht glorifiziert. Aber eine eigene Meinung muss ja wohl jedem zugestanden werden. Der Typ war ein typischer Gutmensch. Aber deswegen muss man ihn ja nicht hassen.

  17. Göthe ist tot, Einstein ist tot, Thomas Mann ist tot, Kant ist tot,
    mir geht es jetzt auch nicht mehr gut. Wer wird um mich trauern?
    99.99 Prozent der Weltbevölkerung nicht.
    Der Tod ist die einzige Gerechtigkeit auf dieser Welt. Er trifft immer richtig.
    Diese gesamte Besalmung von wegen „Respekt vor dem Toten“ (egal was er für ein Arschloch war, aber als Toter ist er ja doch gut, denn ich rede doch nicht schlecht über tote Arschlöcher…) kotzt mich an. So findet man auch noch gute Worte für tote Adolphs, Saddamms etc..
    Bigotterie…
    Jemand ist tot, so rechnet sein Leben auf. War er gut, o.k. war er es nicht: so what…
    Vor einem toten Arschloch brauche ich keinen Respekt zu haben, vor einem guten gegangenen Menschen sehr wohl. Was auf ihn zutrifft, weiss ich nicht, aber die Bigotterie hier stinkt teilweise zum Himmel.

  18. Sorry, aber für mich war Schlingensief einfach nur ein ganz primitives Würstchen. Das wird auch nach seinem Tod so sein. Punkt.

  19. Da sind heute wahrscheinlich wesentlich nettere Menschen gestorben, nach denen kein Hahn kräht…

  20. #21 Sinan (21. Aug 2010 23:02)
    Danke für diesen Beitrag! Den Tod eines Menschen als Bühne für die eigene politische Meinung zu verwenden finde ich auch mehr als grenzwertig. Ob Michael Jackson oder Schlingensief, sie haben mit dem Anliegen von PI nichts zu tun, also warum sollte man sie sich vor den Wagen spannen?

    Zu Schlingensief: Auf mich machte er den Eindruck eines Menschen, mit einem geradezu krankhaften Geltungsdrang und viel zu hohen Ansprüchen an sich selbst. Er wollte unbedingt im Mittelpunkt stehen, provozieren, aufsehen erregen, gefallen und in Erinnerung bleiben.Das hat er geschafft, doch vielleicht war sein Tod der Preis dafür.
    Ich mochte seine Aktionen, würde sie als willensstarken Dilletantismus bezeichnen. Keine große Kunst, aber die Energie, die er reinsteckte, kam durchaus rüber, eine angenehme erscheinung im blutleeren Einheitsbrei der zeitgenössischen kunstszene.

  21. Ob mir glaubt oder nicht ich habe noch nie von ihm gemacht.
    Jeder Krebstote ist einer zuviel.

  22. Ich hoffe, er ruht in Frieden. Das Ende war natürlich traurig und mit nicht mal fünfzig viel zu früh.
    Die einzige richtige Erinnerung, die ich mit diesem Mann verbinde, ist allerdings leider ziemlich negativ. Ich erinnere mich noch, wie er in irgendeiner TV-Show Beate Uhse auf völlig feindselige Art und Weise richtig übel fertig gemacht hat.
    Man kann über diese Frau denken, was man will. Aber ich weiß noch, wie armselig ich es damals fand, mitanzusehen, wie ein noch relativ junger Mann eine Frau in den Siebzigern oder Achtzigern so fertiggemacht hat, dass sie kaum was entgegenzusetzen hatte.
    Nichtsdestotrotz: R.I.P.

  23. #18 mvh (21. Aug 2010 22:57)

    „der letzte Satz: jetzt wird im Vatikan aufgeräumt…“

    Und weiter:

    „Und die Zukunft der Religionen sieht dann endlich auch mal so aus“ Kameraschwenk auf die trostlose Wüste! Das ist wohl die Zukunft! Für alle Menschen!

    Die „Kabaa-Ironie“ diente nur, um sich in den Zug des Christenhasses eine Freifahrt in die Ummah einzukaufen! Denn Islam ist keine Religion!

    Wahre Feinde zu ehren die offen den Kampf ansagen und strtegisch vorgehen, wäre mir lieber!

    Doch Kinder, die im Hass erzogen wurden, kann ich nur bemitleiden!

  24. @ #23 Maethor: „Sein Engagement für chronisch und schwer kranke Menschen…“ Merkwürdig, dass sich Prominente immer dann für kranke Menschen einsetzen, wenn Sie selber an dieser Krankheit erkrankt sind. Christopher Reeve, Michael J. Fox usw. An Scheinheiligkeit ist so etwas nicht zu überbieten.

  25. In den Medien habe ich gehört, dass er an Lungenkrebs gestorben wäre. Hat er geraucht?
    Wenn ja, wozu noch lamentieren.

  26. guter nachruf

    ich werd ihn nicht vergessen.
    ich war nicht immer seiner meinung aber er hatte schon eine abgefahrene theaterphantasie!
    den angehörigen meine teilnahme

  27. Hallo Erbeerhase,
    von mir auch meine Teilnahme an allen bisher auf dieser Erde gestorbenen und noch sterbenden Menschen.

  28. Friede mit Ihm – ich mochte seine Einstellung nicht aber er war immer mit Leidenschaft dabei.

  29. #18 mvh
    Schlingensief hat in einem seiner letzten Interviews gemeint, warum ausgerechnet er sterben müsste und kein Nazi an seiner Stelle. Wer zu so einer Aussage angesichts des Todes noch fähig ist, hat einen guten Nachruf nicht verdient

    Bitte??? Geht es Ihnen noch gut?
    Herr Schlingensief war mir absolut unsympathisch, aber mit dieser Aussage hat er ja wohl absolut Recht.
    Lieber ZEHN Nazis als EIN Schlingensief.
    Ich kann mich nämlich nicht daran erinnern, dass Schlingensief, so unsympathisch er mir auch war, Juden vergast oder Andersdenkende erschossen hätte.
    Meine Güte, was für Pack treibt sich hier bei PI rum…

  30. @ #39 Lucilla: Ich denke, dass es mvh nicht um die „Nazis“ ging, sondern darum, dass Herr Schlingensief sich für „lebenswerter“ hielt als andere Menschen. Vermutlich ist Herrn Schlingensief gerade (wen wundert es auch) gerade nichts Besseres (Böseres) als der Nazi eingefallen.

  31. #40 Schoensessel
    Naja, dann soll er es auch so schreiben.
    Vielleicht habe ich es ja wirklich falsch verstanden, aber dieser Beitrag klingt wirklich wie eine Verteidigung des Nazi-Regime.
    Ich finde ja auch, dass die linke Gesinnung seit in diesem Land mittlerweile gefährliche Ausmaße annimmt.
    Ich finde auch, dass die Gleichschaltung der Medien – besonders in dieser Hinsicht – erschreckend ist.
    Aber sorry, weder die Linken noch die Medien haben bisher Konzentrationslager errichtet und damit sind sie mir tausend Mal lieber als die Nazis.
    Die Probleme von damals sind einfach – möglicherweise NOCH – nicht mit denen heute zu vergleichen.

  32. #42 Lucilla: mvh meinte wohl eher was in diese Richtung:

    Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner:

    Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. {Jesaja.58,2}
    Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. {Matthäus.23,23). Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! {Psalm.51,19}.

    Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

  33. Germanier

    Nein S. war Nichtraucher, das würde im Zusammenhang mit seiner Erkrankung immer wieder erwähnt. Es handelte sich um ein Adenobronchialkarzinom, das auch als Nichtraucherlungenkrebs bekannt ist, weil es bei Rauchern nicht mit größerer Wahrscheinlichkeit aufritt als bei Nichtrauchern.

  34. #43 Schoensessel
    Okay, das leuchtet mir ein. Bin selber nicht so bibeltreu, aber sollte mvh sich darauf beziehen, ist er ein wirklich guter Mensch (kein Gutmensch)

    Ich selber bin wohl leider nicht so bescheiden und behaupte, dass ich besser als die Nazis bin und gestehe dies auch dem Schlingensief zu, auch wenn ich ihn nicht mochte.

  35. Zum Weltjugendtag 2005 hat die Stadt Köln dem Event-Produzent Schlingensief erlaubt, auf dem Dach des Museums Ludwig eine kleine Bretterbude in Form eines Kirchleins aufzubauen. An einem Donnerstag sollte die Eröffnung sein.

    Am Spätnachmittag dieses Tages kommt noch ein Gewittersturm, aber der hört rechtzeitig auf, und ich bin kurz vor 19 Uhr am Museum Ludwig. Oben auf dem Dach sehe ich schon das Kapellchen.

    Im Museum Ludwig fahre ich mit dem Aufzug bis nach oben. Merkwürdig – oder eigentlich selbstverständlich, aber was ist schon selbstverständlich in diesen Tagen -, aber es gab keine Personenkontrolle und keine Taschenkontrolle. Eher nicht so merkwürdig – es war eine homogene Gesellschaft, die sich da zusammenfand – atypisch für die sonstige Zusammensetzung der Kölner Bevölkerung. Man war sozusagen unter sich.

    Oben auf dem Museums-Dach ist es nicht unschön. Man hat einen schönen Rundblick. Auf die Baustelle der Erweiterung der U-Bahn – und auf die Türme von Groß St. Martin und auch teils auf den Dom.

    Und dann die Armseligkeit des Pseudo-Kirchleins. Nein, zum Fürchten ist die kleine Bude nicht, obwohl sie sich „Church of Fear“ nennt.

    Die Leute gehen herum, stehen herum. Man spricht nicht. Man geht durch die kleinen Schwingtüren in die Holzbude hinein und sieht einen Zettel, auf dem von Hand geschrieben steht, daß man da reingucken soll.

    Jeder bückt sich hier, denn der Guckschlitz ist in halber Höhe, und jeder guckt hinein, niemand guckt lang hinein, ich gucke auch hinein, niemand sagt etwas, ich sage auch nichts. Zu sehen irgendwas: nicht zu erkennen in dem verwaschenen Bild einer Video-Kamera.

    Da drehe ich mich um und gucke über den Eingang und sehe ja, was sehe ich? ja was denn nun – die TAZ nennt es schlicht und ergreifend Mops-Arschloch und das kath.net nennt es Hundeafter.

    Als ich es aber sah, wußte ich noch nicht, was es sein soll (soll es das wirklich sein?), sondern, Gott steh mir bei, ich dachte: Wir sind in Köln und gewißlich ist diese Rosette eine Hommage an die Schwulen.

    Und es entfuhr mir, als Kulturbanausin ganz unfein der Satz: „Diesen Scheiß brauchen wir hier nicht“, und zwei Mit-Besucherinnen hörten dies, aber sie sagten nichts. Man weiß ja auch nicht, was man in solchen Situationen sagen soll, wenn jemand wie ich dergestalt das Werk eines Künstlers verunglimpft. Ich wüßte es auch nicht, und sie wußten es also auch nicht, also sagten sie nichts, und ich sagte auch weiter nichts und guckte in der Bretterbude hinten durch ein größeres Loch nach draußen. Vor dem Loch saßen zwei Männer und guckten, wer da durch das Loch guckt

    Einmal quetschte sich jemand durch das Loch in die Bude herein, danach versuchte es niemand mehr, solange ich da war. Das Loch hatte eine orthopädenfreundliche Größe, das heißt: Wenn man Glück hat, kommt man ohne Hexenschuß oder Bandscheibenvorfall da durch.

    Kurze Zeit später dann ging ich in das Museum hinein. Es waren Stühle dort aufgestellt und alle Plätze waren besetzt – bis auf einen, der noch frei war – offenbar hatte er wunderbarerweise auf mich gewartet und ich setzte mich hin.

    Wiederum kurze Zeit später fing ein Mann an zu reden, aber ich kann mich nicht daran erinnern, was er gesagt hat. Es war keine mitreißende Rede, und so ließ sie mich auch bald los; ich verließ das Museum.

    Draußen stand ein Bläser-Duo aus Litauen und spielte Volkslieder.

    Sie spielten „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ und „Ach wie ist’s möglich dann“. Das war zwar nicht unbedingt Kunst, aber auf jeden Fall Kultur. So etwas hört man heutzutage selten (außer von Musikern aus Litauen oder Polen), und dafür habe ich auch schon mal nen Euro übrig.

    Gleich um die Ecke auf dem Dom-Vorplatz machte Herr Hermann an seiner Kölner Klagemauer Feierabend.

    Zur gleichen Zeit begann im Dom die Aufführung der Missa Solemnis im Vorfeld des Weltjugendtags.

  36. Das „komische“ ist, irgendwann werden wir alle Tod sein, mmh wer hätte das gedacht? Respekt vor dem Tod soll ich haben? Warum, ich werde ihm doch sowieso begegnen, was für ein deletantisches Gewäsch?!
    Dem Tod zu entrinnen wird weder Jehowa, Gott oder Allah verhindern können, mmh dann ist der Tod wohl mächtiger nicht wahr? Er ist ja auch der Äonenwächter das Absolute, das Welltall in seiner Größe, in Raum und Zeit nicht zu beziffern. Was ist schon ein „Gott“ gegen die Unendlichkeit und/oder die Räume nach der Grenze des Universums, die wiederum Unviversen enthalten, mmh der Hyperraum?

  37. #42 Lucilla (21. Aug 2010 23:47)

    Aber sorry, weder die Linken noch die Medien haben bisher Konzentrationslager errichtet und damit sind sie mir tausend Mal lieber als die Nazis.

    Wie jetzt?
    Die Linken haben bisher noch keine Konzentrationslager errichtet???
    Ja,nee … schon klar!
    Leg dich wieder hin.

  38. #46 Leserin (22. Aug 2010 00:06)

    Vielen Dank für dieses traurige Erlebnis Paradoxum!

    Ich kann gar nicht beschreiben wie ich Köln zugleich liebe und hasse und die Kunst und die Kirche!

    Sie haben es wunderbar traurig beschrieben…

  39. Ich war bestimmt kein Fan, allerdings hat mich das ein oder andere Werk durchaus zum Nachdenken angeregt. Ruhe in Frieden, Christoph.

  40. Danke für den Beitrag. Sehr fair und interessant.
    Mit Schlingensief hatten wir es ja nun öfters mal hier … und nicht im Guten.
    Konsequent war er wohl.
    Hätte er das mit der Kaaba früher gebracht, hätten sich hier manche sehr zurückgehalten. Aber schaut man den Leuten ins Gehirn was da noch alles ist? Er hätte sehr wertvoll für die Freiheit werden können.

    Mit der Zukunft der Religionen, so wie sie jetzt sind, dass sehe ich ähnlich.
    Wenn am Ende ein Mensch dabei rauskommt, der sich über die Folgen seines Tuns und der Verantwortung als auch der Verantwortung dem Mitleben der Anderen klar ist und danach lebt wird es besser als je zuvor.

    Wenn nicht, wird es wohl im Desaster für uns enden.

  41. #42 Lucilla
    Liebe Lucilla. Sozialisten und Kommunisten haben von 1900 bis 2000 150 Millionen Menschen in Friedenszeiten umgebracht. Die Toten in Kriegszeiten fehlen hier noch.
    Demozid nennt man das. Mord durch den Staat an den eigenen Menschen.

  42. Herzliches Beileid! Auch an seine Angehörigen!

    OT: Gröhe: „CDU muß Ängste der Bürger vor Islamisten ernster nehmen“

    BERLIN. Der Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, hat seine Partei aufgefordert, die Ängste der Bürger vor islamischen Fundamentalisten ernster zu nehmen. „Wo Haßpredigt erfolgt, wo es Nähe zur Militanz und die Gefahr der Rekrutierung von Terroristen gibt, muß der Rechstaat klare Kante zeigen“, sagte Gröhe der Saarbrücker Zeitung.

    Für viele Menschen sei die sichtbare Existenz einer anderen Religion eine Herausforderung. Es gehe aber nicht darum, den Bau von Minaretten zu verhindern, „sondern um die Bekämpfung von Haßpredigern“, machte der CDU-Politiker deutlich. Vor militantem Islamismus schütze zudem auch „eine gelingende Integration der großen Mehrheit friedlicher Muslime in unserem Land“, sagte Gröhe.

    Gleichzeitig zeigte sich der CDU-General besorgt über die Wahlerfolge rechter Parteien in Europa. Die CDU beobachte das „sehr aufmerksam“.

    Quelle: http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50d62e6d6ed.0.html

    Meine Meinung dazu: „muss Ängste“ „ernster nehmen“… Das klingt schon wieder nach abwiegeln und aussitzen. Bloß nichts tun.
    Und dann spricht er von Integration und dass er über die Wahlerfolge rechter Parteien besorgt sei.
    Bis heute hatte ich eigentlich gedacht, dass die CDU eine rechte Partei sei. Aber dann ist sie wohl links, wenn es der Generalsekretär selbst sagt.
    Nicht mehr wählbar DIESE CDU. und darun wird sich wohl nichts ändern, jedenfalls unter Merkel. Die wird enden wie die Zentrumspartei.

  43. #18 mvh

    Bislang habe ich PI und die “neue Linie” immer verteidigt, aber mittlerweile muß ich den Kritikern zustimmen. Was ist bloß aus PI geworden?

    Etwa schlagkräftiger geworden?
    Kritiker an PI wird es immer geben. Und zwar von allen Seiten. Warum auch nicht bei solchen Themen?

  44. #42 Lucilla (21. Aug 2010 23:47)
    @@
    Sie nannten ihre Konzentrationslager nur anders, Gulag zum Beispiel. 🙄

    Im Prinzip sind alle Sozialisten gleich, egal ob Natinalsozialist, Kommunist oder sonstige Sozialisten, auch kurz Linke genannt.

    Sie haben alle den Sozialismus im Blut und handeln irgentwann rücksichtslos danach. 😈

    Ps: gegen Schlingensief hatte ich im großen und Ganzen nichts, er machte auch ein paar gute Sachen.

    Möge er in Frieden ruhen.

    Gruß

  45. @ tuennes & stillerleser

    Danke !!!

    @Rambojambo & co

    Wo sind denn eure beweise?
    das festhalten an der „osama und 19 teppichmesser“ theorie, ist durch reine dummheit auch nicht mehr zu erklären!

    2×3=4+3=neune….
    jetzt ratet mal wer die äffchen sind.

  46. Hier eine erfreuliche Nachricht:

    Moskauer U-Bahn-Anschläge
    Sicherheitskräfte töten mutmaßlichen Drahtzieher

    Fünf Monate nach zwei Selbstmordanschlägen auf die Moskauer Metro ist einer der mutmaßlichen Hintermänner in der russischen Konfliktregion Nordkaukasus von Soldaten getötet worden. Madomedali Wagabow und vier weitere Mitglieder einer islamistischen Bewegung seien bei einem Feuergefecht in der Teilrepublik Dagestan erschossen worden.

    http://www.rtl.de/cms/information/rtlaktuell/news-ticker.html?set_id=43692&startid=423448&nav=ticker

  47. Eine Situation wie bei „Schlingensief gegen Schmidt“ würde ähnlich enden, wenn ein kompetenter Islamkritiker mal ohne „politisch korrekt filternde Moderation“ und mit ausreichender Gesprächszeit gegen einen Gutmenschen oder Islamisten „antreten“ würde – der Unterschied wäre die „Munition“ dieses „Duells“: nicht Pointen, sondern einfach sachliche Argumente.
    Schlingensief war „gegen Islam“, weil er wohl Religion generell verachtete. Pauschale Religionsfeindschaft ist linker Zeitgeist, dessen Kind er wohl war – da wird sich nicht mit belästigenden Details oder gar grundsätzlichen Unterschieden in Gottes- und Menschenbild aufgehalten.
    Ein guter Künstler sollte über dem Zeitgeist und über den gerade „popularitätsförderlichen“ Ideologien stehen.
    Ob Herr Schlingensief dazu gehörte, sollen aber andere beurteilen.
    Ich hätte diesem Künstler mehr Zeit gewünscht.

  48. Man kann auch mal einfach nichts schreiben.

    „Drug war’s death toll in Mexico: 28,000 killed since 2006“

    Nun habe ich doch was geschrieben.

  49. Im Übrigen ist die Bildauswahl in diesem Zusammenhang mehr als geschmacklos. Zynismus ist ja schön und gut, aber am anderen Ende der Leitung sitzen Menschen. Vielleicht auch welche, die Schlingensiefs Kampf gegen den Krebs hautnah miterlebt haben, denen er Freund, Sohn, Partner, Lehrer, Vertrauter war. Lieber Herr Herre, möchten Sie gerne, dass Ihre Familie nach Ihrem Ableben mit so etwas konfrontiert wird?!
    Die Bewahrung der guten alten deutschen Werte, auf die sich die PI-Redaktion immer soviel einbildet, muss sie m.E. nach diesem Beitrag erst einmal wieder selbst unter Beweis stellen.

  50. Ich mochte Ihn sehr und man sollte ihn auch respektieren. Man kann viel über Ihn sagen, sicher aber nicht, dass er sich für andere verstellt hat. Für Ihn gab es keine Tabus, ob es nun gegen Religionen oder Menschen ging, er hat es ausgesprochen. Ich wünschte nur eine handvoll Politiker würden so zu Ihrer Überzeugung stehen wie er es getan hat, dann könnte ich vor Ihnen Respekt haben. Mir wird er fehlen, ich hatte große Hoffnungen in ihn gesetzt.

  51. @64 Sinan

    Sehr lesenswerter Beitrag den ich so auch voll und ganz unterstütze. Teilweise unterscheidet sich die Berichterstattung hier in keinster Weise von denen muslimischer Hetzforen.

  52. @ #2 OMG

    alles ist Gehirnwäscherei, nicht nur Religionen.
    Menschen haben in ihrer Wahrnehmung nur 3 Fakten die sie berücksichtigen, Das eine ist das Denken und das andere das Beweisen, das Dritte ist die Indifferenz.
    Ein Mensch denkt und sucht nach Fakten, reale, Evidenz oder virtuelle, vorgegaukelte.
    Dann, wenn er den Pott zusammen hat wird bewiesen, erst sich selbst und dann den andern.
    Zur Beweiführung oder Denken braucht es oft lange, zum Beweisen reicht ein Wort, „Ja“. Um es andern zu beweisen braucht man mindestens 3 die das Gleiche sagen und bestätigen. So ist die Gehirnwaschmaschine in ihrer Technik aufgebaut und einfach zu verstehen.

    Es gibt nur 2 elementare Pole die es bewegen, + und – . Neutral hält es im Gleichgewicht oder stopt den Vorgang.

    Alles im Universum beruht auf diesem Prinzip. Die 3 Bestandteile die es am Laufen halten und die Hülle in der das perpetuo-mobile untergebracht ist sowie der Nullraum in dem es sich befindet.
    Das erste sind 3, das zweite 4, das dritte 5. Also, 3 Bewegungsfakten, + Kontender = 4 und Medium =5.
    Das 3/4/5 Spiel nennt man 3.1415 oder Pi, das symbol der Unendlichkeit.

    Wenn man weiss dass im reinen Nichts (die Divinität),sich die unendliche Dunkelheit (-) und das unendliche Licht (+) in einem unendlichen Nichts (neutral) befinden und dort das bilden was wir das Tetragrammaton nennen (der Kontender und seine 3 Bewegungsfakten, auch YHWH (Jehovah) genannt oder Gott) und man analysiert wie alles im Universum nach diesem Prinzip arbeitet, dann kann man auch die Denkweise des Menschen leicht durchschauen und sie so beeinflussen wie Religionen, Geld-magnate und Politiker das heute tun.
    Manche wundern sich warum gerade die Konspiratoren der Freimaurerei angehören, weltweit.
    Der Grund ist eben jener dass die Basisstudie der Freimaurerei Kabbalah ist und dass es genau diese Lehre ist die das Universum, die Erde, die Elemente und den Menschen in seiner Denkweise und Benehmen so beschreiben dass es für sie ein Kinderspiel wird ihn zu „verarschen“ wie er es heute und seit 5000 Jahren tut.

    Atombomben, Raketen, Energieformen wie sie Tesla sie beschrieb, entspringen dieser geheimen Lehre der ‚Alten‘.

    Wer die Lehre beherrscht und weiss sie zu seinem Vorteil an zu wenden beherrscht die Welt. Was die Lehre jedoch nicht beihaltet sind Mechanismen die den Missbraucher davor bewahren mit „seiner“ Welt unter zu gehen.

  53. #64 Sinan (22. Aug 2010 02:00)

    Auch dem muss ich Zustimmen! Sie haben absolut Recht!

    Auch bei all meiner Kritik, aber das Bild ist tatsächlich pietätlos!

    Eine Kerze wäre selbst hier sinnvoller!

  54. #64 Sinan

    Geschmacklos?

    Das hier wäre geschmacklos:

    http://tinyurl.com/2u7lh8h

    Hergott, ich bin zwar aktiv bei PI, aber langsam halte ich es doch meit dem weisen Satz:

    „Man sollte das Posten von Kommentaren abschalten. Das Kommentieren im Netz ist wie die Teilnahme bei den Paralympics: Auch wenn man gewinnt bleibt man immer noch behindert.

    Arguing on the internet is like running at the special olympics. Even if you win, you’re still retarded.“

  55. Die Existenz des Nichttötens!

    Wer es beschreitet, erkennt nicht das Leben!

    Wenn ich einen Organismus als nicht existent erkläre, kann ich es auch nicht töten! Die Akzeptanz eines Organismus führt zu Konflikten des eigenen Seins, besonders dann, wenn es Einfluss auf die eigene Zukunft hat!

    Eine Fliege zu erschlagen ist belanglos, da egal ob existent oder nicht, sie hat keinen Einfluss auf mich und mein eigenes Fortbestehen. Doch schon bei einer Biene kann es anders sein!

    Das erschlagen einer Fliege oder Biene wird wohl nie ein verurteilungswürdiger Tatbestand werden, doch wenn ich einen Menschen die gleiche oder sogar mindere Existenz zuteile was ist dann?

    Nicht möglich? Und doch immer geschehen und ein Teil unserer Kultur! Und im Islam zur Göttlichkeit als Religion benannt, wie alle Ideologien evolutionistisch benennend und darauf aufbauend!

    Ich kann nur dann „etwas“ nicht töten wenn es nicht existiert! Existiert etwas, muss ich es begründen um es zu töten!

    Für einen Islamisten und im Glauben verhafteten Moslem ist dieser Gedankengang abstrus! Denn alles existiert nur zum Wohlgefallen Allahs und was nicht wohlgefällig ist, existiert nicht und ist nur eine Verführung! Doch die Verführung zu beseitigen ist nicht Töten sondern Leben schaffen! Ein Moslem Tötet nicht sondern befreit?

    Das müsst ihr verstehen!

    Naja, denk ich…

  56. Gerne erinnern wir uns – zusammen mit allen Linkspopulisten –
    wie der Bundestagsabgeordnete der Grünen Cem Özdemir in dem
    vom Linkspopulisten Schlingensief inszenierten Theaterstück auftrat,
    in dem der Ruf erscholl: “Tötet Möllemann !“

    Und weil zwei Worte schnell verhallt sind, bearbeitete Schlingensief ein Wahlplakat mit dem Bild Möllemanns mit einer Schlagbohrmaschine.

    Lieber Parteivorsitzender Özdemir,

    wenn es eine Methode zur Beseitigung politischer Gegner
    OHNE Rechtsfolgen gibt und dieses Verfahren mit dem Ruf
    “Tötet Jörg Haider“ (is ja egal) ausgelöst werden kann,
    dann wüsste ich halt auch gerne wie das geht.

    Ich habe Sie das wiederholt auf dieser Plattform gefragt,
    leider haben Sie immer geschwiegen!

    Nicht so genierlich – hat doch funktioniert.

  57. Weil es bisher mir nicht beantwortet wurde! War das der „künstleriche“ Tötungsaufruf:

    ”Tötet Möllemann !”

    ???

    Würdet ihr mich bitte nicht dumm sterben lassen!

    Und das war nicht pietätlos, weil ich weiß wovon ich rede!

  58. Ja, das Bild scheint pietätlos, es stammt aber immerhin von Schlingensiefs eigenem Blog. So wie ich ihn kenne, währe es ihm recht, er ist ja auch für eine Enttabuisierung des (eigenen) Todes eingetreten, und das Bild mit den Füßen voran entspricht wohl auch seinem eigenem Humor!

    Noch zur Ergänzung: ja, er ist an Lungenkrebs gestorben, er war aber Nichtraucher!

    Das mit Helmut Kohl war so: Schlingensief hatte 1997 ein Plakat mit der Aufschrift „Tötet Helmut Kohl!“ auf der Documenta hochgehalten, geschmacklos und nicht witzig, aber nun wirklich nicht ernstzunehmen. Er wurde dafür übrigens auch sofort verhaftet.

    Drei Jahre später hat er dann mit seiner Partei „Chance 2000“ dazu aufgerufen, möglichst viele Menschen am Wolfgangssee zu versammeln, um durch gleichzeitiges Hineinspringen den Wasserpegel so zu erhöhen, daß H. Kohls Feriendomizil geflutet wird! Das fand ich dann schon lustiger! Heute würde man wohl Flashmob-Aktion dazu sagen…

    Das mit der „Schlechter Verlierer“-Episode mit Harald Schmidt würde ich so deuten, daß die beleidigte Leberwurst hier (teilweise) nur gespielt war; er hat ja öfters mal einen Eklat inszeniert, Reales und Geschauspielertes auf unberechenbare Weise verwoben, u.a. wohl, um darauf hinzuweisen, wie die Medien uns an der Nase herumführen.

    Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Frau; er hatte sie erst vor einem Jahr geheiratet, wohl wissend, daß ihnen nur wenig Zeit bleiben würde…

  59. #2 OMG (21. Aug 2010 22:30)

    Interessant, vlt ein bisschen gewagt, zumindest behandelt er alle Religionen gleich als das was sie sind: Gehirnwichserei!

    Als gläubiger Katholik, der an Jesus Christus, dem Sohn Gottes glaubt lasse ich mich von Ihnen nicht beleidigen.

    Der Gehirnwichster hier sind Sie!!!

  60. Die links von „Kuffarhasser“ kann man sich sparen. Hier mal ein paar Kotzproben:

    „Ja so sind sie die Feinde des Islams, es sind die allerdreckigsten und perversesten von allen Kuffar“

    „Ein wahrlich guter Mensch kann niemals gegen den Islam sein.“ (Anmerkung von mir: Uhaahahahahaha! Ein Paradoxon!)

    Dazu werden israelische Soldaten in „Pissrahellische Terroristen“ umgetauft, usw., usf.

    Mensch, Kuffarhasser! Möge Dein ekliger Wüstengott Dich rechtleiten, und Dir ein bischen Hirnschmalz von unten zuwerfen…

  61. #1 ist das kein PI-Thema, sondern wieder ein Spalterthema.

    #2 An die, die ihn nicht mochten:
    Wenn jemand evtl. nicht die gleiche Partei wie ich waehlt, ist er doch nicht automatisch mein Feind, dies waere Psychopathenlogik.
    Wer nur ueber die (politisch korrekten Witze) seiner eigenen Partei lachen kann, ist verbohrt. Wenn etwas Gut ist, sollte es unwesentlich sein, welche politischen Denkweise der Urheber hat.
    Ein guter Soldat ehrt die Kampfeskraft seines Gegners.
    Also: Bitte etwas Respekt vor dem Tod, wir sind doch hier nicht bei den Islambruedern.

    #3 Ist das Titelbild tatsaechlich geschmacklos.

    #4 War Schlingensief ein herausragender Mensch, mit genialen Ideen, Witz und Wortgewandheit.
    Man denke an U3000:
    http://www.schlingensief.com/projekt.php?id=tv001
    Einzigartig im deutschen System-TV.
    Seine Inszenierungen waren haeufig intelligent und nicht so ein langweiliger Kaese wie 99% der Dokumenta oder andere Verarschekunst.
    Seine TV-Moderationen waren erstklassig.

    #4 R.I.P Herr Schlingensief.

  62. um einen Kasper, der zur Tötung von Kohl aufrief und dessen „Kunst“ bald vergessen sein wird , muss ich nicht trauern. —

  63. Schlingensief:
    Seine „Tötet Helmut Kohl“ Parole bliebt nicht ungehört, die Polizei rückte an und verhaftete ihn.
    ***************

    Frage:
    Warum sollt ich oder irgendjemand mit diesem Menschen wegen seines Todes Mitleid empfinden?

    Nicht nur das Tausende jedes Jahr an Lungenkrebs sterben, auch sehr Junge dabei, mit Familie und Kinder, jedoch, wer solche
    Parolen in die Welt setzt, der ist ein dummes Arschloch und sein Tod passt in das Bild seines Lebens, so infantil kindisch, als hätte er den selbst inszeniert, wie ein dekadentes Gesamtkunstwerk.

    Genauso wie der Urnenklau von Fritz Teufel nur ein Verlängerung seiner eigenen Narreteien war, als er noch gelebt hatte. Da gibt es nichts zu betrauen, da kann man sich nur abwenden und sagen: „Na und?“

    h2so4

  64. Den Grünen sterben die besten Köpfe aus.

    Bald wird diese Partei womöglich Personalprobleme kriegen oder hat die Parteispitze bereits adäquate Nachfolger nominiert?

    Christoph Schlingensief hat es geschafft, nach seinem Tod ein Thema bei PI zu sein. Das ist in meinen Augen sein größtes Kunstwerk.

  65. @ #83 elohi_23
    wer den S. mit den Grünen gleichsetzt, der braucht sich um PI nicht zu sorgen und zu wundern schon gar nicht, denn die Grünen und ihre kleinbürgerliche Welt der Wundertütenpolitik – mal aufreißen, mal sehen was da drinnen sein wird – dieses Thema ist doch bei PI ein Dauerzustand und dazu braucht es keinen S.

    Den zu übertreffen, das schafft jeder einzelne aus dem Vorstand der Grünen, einschließlich ihres Obergrünen, dem Fischer sein Joschka. Fischer ist nur die andere Seite der Medaille von Typen wie Schlingenmief. Ständig unterwegs sich selbst zu inszenieren, immer auf Kosten von anderen.

    h2so4

  66. @ #75 Jaime I El Conquistador (22. Aug 2010 04:32)

    Jeder Wichser denkt nur an Wichserei. Liegt wohl daran, dass OMG-Gehirn durch so viel Wichserei total verwichsert ist. 😉

  67. Harald Schmidt ist genial. Ich hatte lange vergessen, dass er es ist. Und darum – weil ich es vergessen hatte – seine Sendungen nicht mehr geguckt.

    Aber vielleicht liegt es auch daran, dass er in seinen Sendungen nicht die „Probleme“ anspricht, die ALLE Menschen in diesem Land bekümmern, womit er nicht einmal um den heißen Brei herumredet, er ignoriert ihn einfach.

    Vielleicht sollte er sich einmal – im fortgeführten Thema obiger Sendung mit Schlingensief – an die Eier packen und diese „Probleme“, diesen „heißen Brei“ ansprechen.

    Vielleicht würde er dann wieder der sehenswerte Star der deutschen Unterhaltungskünstler nicht nur für mich, sondern auch für viele andere werden…und mit den dann entstehenden Einschaltquoten die ARD (oder wo isser jetzt?) zum absoluten Marktführer machen.

    Also, Harald, an die Eier fassen und auf gehts! Du wärst mit Deinem Grips im KOpf nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern auch ein Held…

  68. Bei PI sitzt offensichtlich ein Erzfeind und macht den grimmgen Großzensor über meine Kommentare.

    Einer der meint den Islam bekämpfen wär genug und das Matthäusevangelium sei beizubehalten.

  69. @ #39 Lucilla (21. Aug 2010 23:31)

    Meine Güte, was für Pack treibt sich hier bei PI rum…

    Nun, Menschen wie Sie…

    Don Andres

  70. Man muß Menschen wie C. Schlingensief nicht mögen – meine „Kragenweite“ war er auch nicht. Aber warum sich PI derart auf ihn – auch nach seinem Tod – einschiesst, verstehe ich nicht.

    Ich möchte hier auf einen PI-Beitrag zum Thema Schlingensief von April 2009 verweisen.

    Einige Kommentare kann man in meinen Augen nur als menschenverachtend bezeichnen.

    Ich wünsche KEINEM Menschen an Krebs zu erkranken…und den sicheren Tod vor Augen zu haben…

    Offener Brief an Christoph Schlingensief

    http://www.pi-news.net/2009/04/offener-brief-an-christoph-schlingensief/

  71. Wenn Ströbele abkratzt, werde ich eine Pulle aufmachen. Aber bei Schlingensief? Nee, dazu war er zu unbedeutend. Es wurde ja niemand gegen seinen Willen von seiner „Kunst“ betroffen. Es tut mir sehr leid für ihn, dass er keine Möglichkeit mehr hat, sich zu ändern. Die meisten Rechten sind ja ehemalige Linke, denen irgendwann die Augen aufgegangen sind. Wer weiß? Vielleicht hat er tatsächlich unter der Meinungsdiktatur des linksdominierten Kunstbetriebes gelitten.

  72. Um den Meschen C.S. ist es schade, genau so, wie um jeden Anderen, der zu früh sterben mußte.

    Der „Künstler“ C.S. war nichts anderes als der – eigentlich bedauernswerte – Pausenclown einer dekadenten, sittlich verrohten „Kultur“-Boheme, die unter dem Deckmantel vorgeblicher „Kunst“ die hemmungslose Darstellung aller erdenklichen Perversionen goutiert, um dem eigenen, hedonistisch-egoistischen Wohlstandvegetieren wenn schon keinen Sinn, dann doch irgendeinen Kitzel zu verleihen.
    Pars pro toto lese man die sadomasochistischen Ergüsse der Megäre Jellinek, für die sie, ganz in der Logik des Systems, den Literaturnobelprice erhielt, oder sehe sich die „Werke“ des „Blutkünstlers“ Nitsch an, die gut und gerne auch Sanitätern in Krisengebieten zum Erlernen der Ekelüberwindung gezweigt werden könnten.

    Schlingensief war so etwas wie light-version dieser beiden, leichter zugänglich, unterhaltsamer aber letztendlich ebenso irrelevant.

    Das Frau Claudia Roth den Verstorbenen allen Ernstes als „einen der größten Künstler unsere Zeit“ bezeichnet, ist ein deutliches Indiz dafür, daß C.S. mit dem Verschwinden der 68er-Generation vollständig vergessen sein wird.

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