Die Tiefen des Internets fördern manches zu Tage, mit dem man überhaupt nicht rechnet. Der Fotograf Rudolf Lehnert reiste 1904 oder 1905 mit schwerer Holzkamera und ebenso schweren 18×24 Zentimeter großen Glasplatten von Algerien über Tunesien bis nach Ägypten und fotografierte tausende von Bildern, die dann in der Kairoer Buchhandlung verkauft wurden: Wüstenszenen mit Beduinen und Kamelen, arbeitende Frauen, Landschaften am Nil, Schmiede und Händler in Basaren und immer wieder Frauen, verschleiert oder unverschleiert – orientalisches Leben um die Wende zum 20. Jahrhundert eben. Ohne diese Bilder wüssten wir weniger über diese Zeit.

In Kairo in der Buchhandlung Lehnert und Landrock in der Sharia Sherif Nummer 44 können sie in den reproduzierten Bildern und Postkarten aus dem alten Orient um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert stöbern. Die beiden Freunde Lehnert und Landrock hatten dort mit mäßigem Erfolg die deutsche Buchhandlung Lehnert & Landrock gegründet, die eigentlich nur eine Familie ernähren konnte. Deshalb ließ sich der Fotograf Lehnert 1930 auszahlen und kehrte nach Tunis zurück.

Als dann 1982 der Nachfolger Lambelet einen Lagerraum aufräumte, stieß er auf die verloren geglaubten Glasplatten. Viele Glasplatten gab Lambelet an das Musée de l’Elysée in Lausanne als Dauerleihgabe, darunter eine besondere Serie von erotischen Fotografien. Die sind wirklich erstaunlich angesichts der heutigen Zeit mit Kopftuchverhüllten in Nordafrika. Die hier abgebildeten Mädchen gehörten alle dem Ouled Nail Stamm im Südosten Algeriens an, der für seine Freizügigkeit bekannt war und wurden dafür bezahlt.

Auch die melancholische Schöne mit den Münzen im Haar (Foto oben) gehört diesem Ouled Nail-Stamm an, dessen Frauen sich als Tänzerinnen ausbilden ließen, um als junge Mädchen möglichst viel Geld zu verdienen. Dann kehrten sie mit den Münzen geschmückt in ihre Heimatdörfer zurück, um sich einen Mann zu suchen. Wie lange Lehnert bei diesem Stamm mit den lockeren Sitten lebte, ist nicht überliefert, nach seiner Rückkehr soll er aber zu seinem Freund Landrock gesagt haben: „Meine Bilder werden auch noch in 200 Jahren gefragt sein.“

Im Februar dieses Jahres stellte PI Fotos von Abschlussklassen der Kairoer Universität im Abstand von einer Generation gegenüber (Quelle: Jihad Watch). Noch in 1978 – laizistische Kleidung:

und in 2004 – Kopftücher:

Die nordafrikanischen Sitten waren zu Zeiten Rudolf Lehnerts offenbar noch weitaus liberaler…

(Spürnase: GrundGesetzWatch)

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49 KOMMENTARE

  1. Es sieht auf dem alten Foto nicht gut aus, wenn alle westlich angezogen sind, aber noch viel schlimmer, wenn die Frauen auf dem Weg zur Burka sind und die Männer anziehen dürfen, was sie wollen.

  2. Ich denke, daß die Moslems früher auch
    glücklicher waren wie heute.
    Sie dürfen es uns ja nicht sagen. Aber wenn
    man die Unterschiede in den Kleidern und den
    Kopftüchern sieht. Haben die etwa ihre Religion früher nicht sooooooooooooooooooo
    ernst genommen wie heute?
    Ich denke, daß viel an Falschpropaganda in
    den Moscheen abläuft. Da werden die Leute
    gegen uns aufgehetzt.

  3. Hoffentlich lässt sich der derzeitige Rückschritt in den islamischen Staaten und Gesellschaften irgendwann stoppen und ins Gegenteil kehren — zum Wohl der Menschen dort.

    Und hoffentlich wird diese totalitäre Ideologie bald überwunden — denn modernisieren kann man sie nicht.

  4. Bei den Fotos hat man das Gefühl,daß ist ein fake.Die Farbe hätte genau anders herum gehört.Na wenn die Entwicklung so weiter geht.Gute Nacht Muslime.
    Es ist ja so ähnlich mit Fotos von Autos aus der DDR und BRD. Anfangs waren da wenig Unterschiede.Aber später waren es Welten.
    Systheme die unterwürfige, unkritische Nichtdenker haben wollen, funktionieren einfach nicht.Da hilft alle Propaganda nichts.Hoffentlich sind die Muslime es auch irgendwann mal leid.Zumindest bei uns müssen sie nicht glauben.Aber der Zwang der Familie zählt ja viel mehr.Trotzdem glaube ich, an uns werden sie scheitern. Zu groß ist der menschliche Wunsch nach Freiheit und persönlichem Glück.

  5. Ich bin froh, das es diesen Blog gibt!

    In anderen Medien gibt es nur weichgewaschene Meldungen,die die Realität verkennen!

    Wann werden dem Islam endlich Grenzen gesetzt???

  6. Natürlich sehen wir Herrn Vogel im einstelligen Bereich Christen zum wahren Glauben führen.Zuletzt wohl ein 93 jähriger, der dachte er kriegt ne Zigarre dafür.
    Wieviel Mädchen aber ihrer Familie den Rücken kehren,weil sie zuviel dolche Vita kennengelernt haben. Das wird sicherlich im sechsstelligen Bereich liegen.Insofern:wir haben die bessere Art zu leben.Die teilt sich einfach so mit und muß nicht beworben und von einem Propheten beschworen werden.Wobei wir natürlich christliche Wurzeln haben. Wurzeln!
    Wir leben es nicht Wort für Wort, wie überzeugte Muslimen. Zunehmend weniger, denn die andere Wange wollen wir nicht hinhalten
    🙂

  7. Ich würde Bilder aus der Türkei und Afghanistan aus den 60igern und 70igern empfehlen.
    Persönlich habe ich meinen ersten „Türban“ und Vollkörperkodom erst Ende der 80iger zum erstenmal gesehen. Europa hat einen sehr grossen Anteil an dieser Entwicklung.
    Jetzt hoffe ich, Europa hat auch einen entscheidenen Einfluss auf die „Rückentwicklung“ in die 60iger und 70iger. Und von dort an das ganzen nochmal und diesmal OHNE Islam!

  8. Naja, die Ouled Nail sind Berber, und bei den Berbern, besonders in Marokko (Algerien kann ich nicht beurteilen), ging es schon immer und geht es auch heute noch anders zu als bei den Arabern.

  9. Das lustige ist ja, daß die Türken total viel auf Ihren Staatsgründer Atatürk halten, obwohl er genau wußte, der Islam steht jedem Fortschritt im Wege.Er hat Ihn in die Schranken gewiesen.Darum ist die Türkei unter den Nachbarstaaten im Nahen Osten am ehesten auf westlichem Niveau.

  10. #10 Pragmatiker (28. Dez 2010 19:02)

    Natürlich sehen wir Herrn Vogel im einstelligen Bereich Christen zum wahren Glauben führen.Zuletzt wohl ein 93 jähriger, der dachte er kriegt ne Zigarre dafür.
    Wieviel Mädchen aber ihrer Familie den Rücken kehren,weil sie zuviel dolche Vita kennengelernt haben. Das wird sicherlich im sechsstelligen Bereich liegen.

    Na wenn du dich da mal nicht gewaltig täuschst … zwei Drittel bis drei Viertel aller Konvertiten zum Islam sind Frauen. In Konversionen pro Tag gemessen liegt PV sicher noch im einstelligen Bereich.

  11. #12 dergeistderstetsverneint
    Stimmt,es gibt ja immer noch den Spruch: Ich hab getanzt oder geschwitzt wie ein Berber.

  12. #14 dergeistderstetsverneint
    Und? Die müssen ja zum wahren Glauben wechseln. Wie lange halten die diese Ehe aus? Konvertiert bist Du schnell!Aber alle unsere Wurzeln vergessen ist schwer.

  13. ich glaube, dass die damalige große freiheit in vielen islamischen ländern dem zustand geschuldet ist, dass vor 50 und mehr jahren viele islam. länder von europa aus kolonialisiert waren. beirut z.b. war das las vegas des orients. der moderne einfluß blieb auch npch viele jahre nach dem rückzug der europäer, bis eben zur iranischen revolution. von da an ging es bergab.
    es war der größte fehler, dass europa sich von diesen ländern zurückzog, denn erst danach fand man die großen ölreserven, das führte wiederum zum großen selbstbewußtsein der neuen musl. machthaber, und zur erpressbarkeit der westlichen welt.

  14. dass es mit dem Iran und in der Folge weiteren islamischen Ländern bergab ging, war die Folge davon , dass die feigen linksgrünen westlichen Politiker den Schah im Stich liessen. —
    Wie haben die Linken gejubelt , als sie in Berlin gegen den Schah ihre Aggressionen gegen den Schah , den Westen und das Christentum herausschreien konnten. —

  15. OT

    Dialogbeauftragter der Ditib: Islam in Deutschland, ja. Deutscher Islam oder Euro-Islam, nein.

    Essen. Ist ein deutscher Islam wünschenswert – und möglich? Der Duisburger Pfarrer Michael Kemper im Streitgespräch mit Mehmet Soyhun, islamischer Theologe der Ditib, über Scharia, Terrorangst und Glaubensfestigkeit.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/Streitthema-deutscher-Islam-id4099106.html

    WAZ: Wünschen Sie sich so glaubensfeste Gemeinden, wie sie Ihr muslimischer Nachbar hat?

    Pfarrer Kemper: Ja, schon.

  16. @ #6 Feuersturm (28. Dez 2010 18:41)

    Ich denke, daß die Moslems früher auch glücklicher waren wie heute.

    Da empfehle ich zur Unterstützung dieser These doch nachdrücklich den alten Onkel Kewil:
    Man lese und staune:
    „Er wälzte sich in seinem Zimmer mit mehreren meiner Leute herum. Alle grölten: „Fort mit Allah, wir wollen Ungläubige werden!“
    Willkommen, Jungs!

    Don Andres

  17. #15 Pragmatiker (28. Dez 2010 19:16)

    Stimmt,es gibt ja immer noch den Spruch: Ich hab getanzt oder geschwitzt wie ein Berber.

    Den kannte ich noch nicht.
    #19 Pragmatiker (28. Dez 2010 19:21)

    Und? Die müssen ja zum wahren Glauben wechseln. Wie lange halten die diese Ehe aus? Konvertiert bist Du schnell!Aber alle unsere Wurzeln vergessen ist schwer.

    Wechseln müssen (bei Ehe Muslim mit Nicht-Muslim) nur Männer, Frauen nicht. Das ist nicht der Grund für den Frauenüberschuss unter Konvertiten. Konversion geht in der Tat schnell. Und es stimmt auch dass viele Ehen zwischen „Bio-Muslimen“ und deutschen Neu-Muslimas nicht lange halten. Aber auch hier sind die Gründe sehr divers, es liegt oft daran dass die Frau ihren Mann verlässt weil dieser in ihren Augen den Islam nicht korrekt praktiziert (die deutsche Gründlichkeit legen die Deutschen auch bei der Konversion zum Islam nicht ab ;-)).

  18. #24 Bertold Schwarz (28. Dez 2010 19:50)
    OT

    Dialogbeauftragter der Ditib: Islam in Deutschland, ja. Deutscher Islam oder Euro-Islam, nein.

    Der DITI ist für mich die gefährlichste Türken-Bude
    Welches Land ( ausser Österreich) erlaubt einer fremden Staatsmacht hier in über 2000 Moscheen-Brückenköpfe mit 1000den Imanen , die kein Wort Deutsch sprechen , im Untergrund zu agieren ??

    sogar die Predigten werden aus der Türkei vorgegeben !!!

    warum macht PI nicht mal ne Serie auf über den DITIB ??

  19. Hi Leute. Ich hab sujektiv den Eindruck daß die allerwenigsten den Link im Artikel angegklickt haben. Der Fotograf Lehnert machte 1904 in Algerien Halb-Aktbilder. Das war für mich die Sensation. Das PI-Titelbild zeigt natürlich eine wunderschöne vom Ouled Nail-Stamm, aber wie gesagt, die freizügigen Bilder von diesem Stamm sind für mich erwähnenswert.

    http://www.1000and1.de/deutsch/kultur/lehnert.htm

  20. Seit 1979 – Revolution im Iran – befinden sich die Angehörigen des Islam auf einem Weg zurück in den Fundamentalismus. Sie verneinen Wissenschaft und Fortschritt und verherrlichen die Anfänge – so wie sie sie wörtlich dem Koran entnehmen. Das ist für uns schwer nachvollziehbar und bedroht dennoch unsere Lebenswirklichkeit.

  21. Die Damen auf dem Link sehen auch von den Gesichtsformen wesentlich attraktiver aus (mein Geschmack), weil sie nicht diese Mumpsbacken haben, wie heute sehr viele Kopftuchdamen. Wobei die Kopftücher auf dem Bildern wesentlich lockerer gebunden sind.

  22. @ #33 wolfi

    Die Kopftücher auf Lehnertes sind nicht nur wesentlich lockerer gebunden sondern man sieht auch gezielt den Haaransatz. Beim heutigen Kopftuch zieht die Muslima ja extra nach etwas drunter damit man ja nicht den Haaransatz sieht, da es ja als der Gipfel der Erotik gilt. Oben ohne Bilder vom Orient 1904 hätte ich mir nicht träumen lassen.

  23. #29 dergeistderstetsverneint (28. Dez 2010 20:06)

    …es liegt oft daran dass die Frau ihren Mann verlässt weil dieser in ihren Augen den Islam nicht korrekt praktiziert (die deutsche Gründlichkeit legen die Deutschen auch bei der Konversion zum Islam nicht ab ;-).

    Dann ist die Integration endlich gelungen….
    Alleinerziehende Moslemische Mütter.

  24. #9 Pragmatiker (28. Dez 2010 18:46)

    Bei den Fotos hat man das Gefühl,daß ist ein fake.Die Farbe hätte genau anders herum gehört.

    1978 waren Farbfilme noch sehr teuer.

  25. #34 GrundGesetzWatch (28. Dez 2010 22:48)

    Oben ohne Bilder vom Orient 1904 hätte ich mir nicht träumen lassen.

    Ja, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde … Wobei, was heißt hier Orient? Algerien liegt auf dem selben Längengrad bzw. weiter westlich wie wir, und viele Berber aus der Region sind davon überzeugt, im Grunde Germanen zu sein. Dieses Foto konnte man im Jahr 1904 wohl auch nur bei diesem spezifischen Berberstamm machen (für den das freizügige Posieren und Tanzen eine Haupteinnahmequelle war). Kulturell ist das Ganze dadurch bedingt dass die Berber ihren ganzen Stamm als eine große Familie ansehen, und innerhalb der Familie darf man sich auch im Islam als Frau freizügiger zeigen. Was die Freizügigkeit gegenüber Angehörigen anderer Stämme (oder gar Arabern) anbetrifft gibt es dann wieder gewaltige Unterschiede zwischen den Stämmen, während manche ihren Frauen nie erlauben das Dorf zu verlassen, werden andere de facto von Frauen regiert (vor allem im marokkanischen Atlas).

  26. #36 dergeistderstetsverneint (29. Dez 2010 09:46)

    #9 Pragmatiker (28. Dez 2010 18:46)

    Bei den Fotos hat man das Gefühl,daß ist ein fake.Die Farbe hätte genau anders herum gehört.

    AW
    1978 waren Farbfilme noch sehr teuer.

    ———————-

    Ich bitte den Text auf der Seite von 1000and1.de genau zu lesen. Da habt ihr auch die Lösung, und ich glaube beide von euch haben nicht recht (1978 was hat das mit dem Kontext zu tun?). Ich vermute Glasplatten zum Fotografieren wie 1904 fotografierten nur Schwarz-Weiss, da wäre ein Fotograf gefragt und nicht ich absoluter Laie. Das Wichtigste aber zu euerm Statement steht aber auf der Webseite von dem Link:

    Zwar ist nicht jedes Bild ein echtes Foto, bei manchen hatte Großvater Landrock nachgeholfen: retuschiert, Dinge hineinmontiert – kurz geschummelt, um langweiligere Fotos aufzupeppen aber auch diese Bilder haben heute ihren Reiz.

    Wer von euch noch Bilder vom (Ur-)Großvater vom 1. Weltkrieg hat, oder ein Hochzeitsbild von damals wird feststellen, daß da bei den meisten retuschiert und hineinmontiert wurde auf Teufel komm raus (Konkretes Beispiel: Bei Oma war ein „Kindlesbrunnen“ mit Storch und den Babys. Die Babys hatten alle den echt fotografierten Kopf, nur der Rest war Montage. Ein etwas unglückliches Beispiel, ich fand auf die Schnelle nichts anders, hier:)
    http://www.kugener.com/images/abb536.jpg
    Die zwei Farbilder auf der Webseite (das dritte ist ja ein aktuelles vom Laden) sind meiner Vermutung nach mit einem Rotstich koloriert worden, Gelb ist am Schmuck auch zu erkennen, blau fehlt vermutlich völlig. Deshalb das für heutige Verhältnise seltsame Farbbild. Aber das sind wie gesagt nur Spekulationen von einem Laien wie mir, sachlicher Fakt und der Kern ist wie gesagt daß am Original damals retuschiert wurde.

  27. Mal wieder peinlich, PI!

    Zum einen ist der Ouled Nail Stamm berberisch, zum andern haben die noch ganz andere „moderne Sitten“ die ähnliche wie der Abtreibungsvolksmord hierzulande aus einer freizügigen Erotik resultiert. Kinder geschiedener oder verwitweter sexuell „selbstbestimmter“ freier Frauen dieser Stämme, die in der Wüste dem Sonnengott überlassen werden ähnelt der westlichen Gewissenlosigkeit bei der Abtreibung.

    Und es dürfte auch jedem Nicht-Ethnologen bekannt sein, das Berbervölker und Araber anthropologisch ungefair so ähnlich sind wie wir und die Türken.

    Es taugt einfach cniht als Bild eines früher schwächeren Islam und einer daher freieren Gesellschaft von edlen Wilden in der Wüste.

    Außerdem wirken die debilen Gesichter der abgebildeten Maghrebinerinnen doch sehr an den Zuchtempfehlungen des Propheten orientiert.

  28. #38 GrundGesetzWatch (29. Dez 2010 10:34)

    #9 Pragmatiker (28. Dez 2010 18:46)

    Was ich damit ausdrücken wollte ist,daß die Leute 1978 westlich orientiert wirken,2004 nicht mehr.Was absurd wirkt.Würde man das SW Foto Colorieren und umgekehrt, die Jahreszahlen austauschen, würde man da so nicht drüber stolpern.Als gebildeter Pi-ler natürlich schon 🙂

  29. #38 GrundGesetzWatch (29. Dez 2010 10:34)

    In meinem Fotoalbum von mir ist ab 1968 alles nur noch in Farbe.
    Aber das Foto oben ist ja auch in Kairo enstanden.

  30. #29 dergeistderstetsverneint
    „Wechseln müssen (bei Ehe Muslim mit Nicht-Muslim) nur Männer, Frauen nicht“
    Das ist mir neu und kenne ich anders aus meinem Bekanntenkreis, obwohl die wenig muslimisch sind.

  31. #38 GrundGesetzWatch (29. Dez 2010 10:34)

    1978 was hat das mit dem Kontext zu tun?

    Es ging um die Kairo-Klassenfotos, nicht um die Berber-Aktfotos.
    #42 Pragmatiker (29. Dez 2010 11:41)

    In meinem Fotoalbum von mir ist ab 1968 alles nur noch in Farbe.
    Aber das Foto oben ist ja auch in Kairo enstanden.

    Jetzt muss ich selbst überlegen wann ich eigentlich definitiv auf Farbfilm umgestiegen bin. Es war erst Ende der Achtziger, Afang der Neunziger (und ich bin dann zu Dias übergegangen). Vorher gab es natürlich schon Farbfilme, aber es war in der Tat eine Geldfrage (die waren nicht unerschwinglich, aber man hat halt schon überlegt ob es einem wert war oder nicht).

  32. @ Theoderich der groosse

    Dass der Quled Nail Stamm berberisch ist, das ist wohl schon immer klar und über Antropologie machte ich keine Aussagen. Der Kern ist ob solche Freizügigkeit wie 1904 im heutigen Algerien noch möglich ist. Das muss man ganz klar mit „Nein“ beantworten, da sich die religiösen Fundimentalisten durchgesetzt haben.

  33. @ #44 dergeistderstetsverneint

    Danke, alles klar. War ein Missverständnis mit Klassenfotos vs Lehnert.

  34. #41 Pragmatiker (29. Dez 2010 11:38)

    ” Stinkt wie ein Berber” gibt es übrigens auch noch .-)

    Sag mal, bist du Araber oder was, dass du solche berberophoben Ausdrücke verwendest 😉

  35. #43 Pragmatiker (29. Dez 2010 11:48)

    “Wechseln müssen (bei Ehe Muslim mit Nicht-Muslim) nur Männer, Frauen nicht”
    Das ist mir neu und kenne ich anders aus meinem Bekanntenkreis, obwohl die wenig muslimisch sind.

    Das ist zumindest was das islamische Recht vorschreibt. In der Praxis gibt es sicher muslimische Frauen denen es Wurst ist ob ihr Mann Muslim ist oder nicht, nach deutschem Recht ist es ja eh egal. Häufig konvertieren die Männer aber doch, damit auch der letzte in der Familie der Frau beruhigt ist. Und umgekehrt mag es auch muslimische Männer geben die von ihrer Frau die Konversion verlangen, oder wo die Familie das verlangt, oder wo die Frau es aus Liebe freiwillig tut (wenn schon Unterwerfung dann richtig). Bzw., in manchen muslimischen Ländern wird vor der Heirat ein Nachweis verlangt, dass die Frau Angehörige einer Buchreligion ist. Und wenn sie das nicht ist, ist eine Konversion zum Islam dann auch der kürzeste und schmerzloseste Weg um eine legale Heirat zu ermöglichen.

  36. Nur mal so am Rande, PI, gewöhnt euch mal bitte ein anständiges Deutsch an. Es heißt nicht „in 2004“, sondern immer noch „im Jahre 2004“.

  37. #48 dergeistderstetsverneint
    Meine Erfahrung aus mehreren Hochzeiten: Und ob sie noch so fortschrittlich sind, wenn es
    an das Heiraten geht wird die Mottenkiste der Traditionen aufgemacht. Dann ist Schuß mit lustig.

  38. Und, ebenfalls am Rande, sollte der Artikel vielleicht auch unter Algerien katalogisiert werden, nicht nur unter Ägypten (und vielleicht auch unter Kurioses).

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