Videokommentar von Markus Gärtner

Wir leben in einer Schizokratie

Von MARKUS GÄRTNER | Der Wahnsinn in diesem Land nimmt kein Ende, er wird nur stetig höher dosiert.

Die Grundrente, die sich als fauler Kompromiss zur Lebensverlängerung der GroKo erweist, soll unter anderem durch die Finanztransaktionssteuer finanziert werden. Im Klartext: Angehende Rentner zahlen für bedürftige Rentner mit einer Abgabe, die mal für große Spekulanten gedacht war, nach der Finanzkrise aber nie auf den Weg kam und jetzt kleinen Aktionären den letzten Weg verbaut, der ihnen in einer Nullzins-Welt bleibt, um ihre Ersparnisse zu erhalten: dem Aktiensparen.

Aber der Wahnsinn geht weiter. Zum Beispiel, wenn uns Mainstream-Medien im völligen Widerspruch zur großen Mehrzahl der „Sonntagsumfragen“ suggerieren wollen, „eine Mehrheit des Bürgertums“ warte „ungeduldig“ auf eine Schwarz-Grüne Regierung. Oder wenn Stadtwerke in Deutschland SOS-Tweets absetzen und auf den Knien Hinweise erbitten, wo es noch „ein Plätzchen“ zum Bau von Windkraftanlagen gibt? Diese Bitte wird an eine Leserschaft gerichtet, die in Deutschland bereits 1.000 Bürgerinitiativen organisiert hat, weil sie den Wind-Wahnsinn leid ist.

Oder, wenn die AfD als Saboteur hingestellt wird, der den Bundestag „missbraucht“, weil er es wagt, die Regierung zu stellen, zu kritisieren, ihr Steine in den Weg zu legen. Was sonst ist denn Opposition im Parlament eines demokratischen Staates? Dass dies als Sabotage dargestellt wird, kommt daher, dass wir seit bald zwei Jahrzehnten von GroKos regiert werden, die jegliche Opposition im Parlament ausschalten und Kritik nicht mehr gewöhnt sind.

Diesen und vielen weiteren Wahnsinn – der oft in altem Gewand, aber mit immer höherer Dosierung daherkommt – zeigt dieses Video…


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Wie die ARD-Tagesschau ihren Fake-Nazi verschwinden ließ

Im PI-NEWS-Beitrag vom 16. Oktober „Rote GEZ-Glotze zeigt wieder Hitlergruß-Antifant“ zeigten wir, wie die ARD-Tagesschau die Gefahr des Rechtsextremismus in Deutschland beschwor, die nach den Messerattacken von Chemnitz (zur Erinnerung: es waren keine Rechten, die dort mordeten!) „zunehmend zur Gefahr“ geworden sei.

Als bildlichen Beleg für diese Aussage zeigte die Tagesschau parallel zum genannten Text einen jungen Mann, der bei den Demos gegen die Messerattacken den Hitlergruß zeigte. Der Mann in der eher links anmutenden verlotterten Aufmachung war vorher bereits durch die internationale Presse als Beweis für den Rechtsextremismus in Chemnitz gegangen. Nur: der Taugenichts, der dort den Hitlergruß zeigte, war bekennender Linker mit Antifa-Tattoo und wollte offensichtlich die Demos gegen Gewalt als „Nazi“ in Verruf bringen.

Dies war bereits seit August bekannt, als ein Gericht den abgehängten Agent Provokateur verurteilte und seine linke politische Gesinnung eindeutig feststellte. Es hätte gereicht, dass die Tagesschau-Macher zwischendurch mal Zeitung oder PI-NEWS lesen, um das zu erfahren.

Sie wussten es vermutlich sehr genau bei der Tagesschau, denn sie lesen bei uns mit. Aber sie sendeten es trotzdem. Denn schöner konnte kein echter Nazi den Hitlergruß zeigen als dieser Antifa-Fan von der anderen Seite.

Offensichtlich gab es aber wohl einige Kritik an dieser von PI-NEWS aufgedeckten offensichtlichen Lüge der Tagesschau, wir hatten ja am Ende des Beitrags eine Kontaktadresse angegeben.

Die scheinen einige genutzt zu haben. Denn: Der Beitrag mit dem Fake-Nazi ist inzwischen aus der Tagesschau-Mediathek verschwunden. An der Stelle, wo der Beitrag eigentlich erscheinen müsste, bei Minute 7:21, steht nun, dass „diese Bilder aus rechtlichen Gründen nicht gezeigt werden dürfen.“ So wie sonst für Sportbilder am Ende der Tagessschau, wenn man sie im Internet ansieht.

„Du sollst nicht lügen“, ist das mit den rechtlichen Gründen gemeint? Kleiner Scherz, so etwas kümmert die Lügenpresse nicht. Was wir aber sehen, ist dies: Es dürfte der Beitrag auf PI-NEWS gewesen sein, der hier die ARD zum verschämten Verstecken der Tagesschau-Lüge führte. Dies bestätigt uns in der Wirksamkeit unserer Arbeit und in der Wichtigkeit einer Vierten Gewalt im Staat. Diese Funktion wollen wir gerne weiter für Sie wahrnehmen. Bleiben Sie uns gewogen.




Wolfgang Effenberger über den Wahnsinn unserer Tage

Von MARKUS GÄRTNER | Der Zeitgeist ist links. Der Zeitgeist ist Ehe für alle. Der Zeitgeist ist Greta Thunberg. Der Zeitgeist ist Kampf gegen den Nationalstaat. Aber kann man das so schlicht sagen? Wir haben den Ex-Soldaten, Historiker und Autor Wolfgang Effenberger befragt, wie er den Zeitgeist sieht.

Herausgekommen ist dieses hochinteressante Gespräch. Effenberger antwortet mit einer Analogie: „Der Zeitgeist fördert eine geistige Einstellung“, sagt er, „damit man so in der Zeit schwimmt, wie es sich der Bademeister vorstellt“. Dieses Zeitgeist-Drehbuch dient dazu, „Massenphänomene loszutreten, um die Menschen zu einem Verhalten zu bringen, das den Bademeistern gefällt“.

Als den wichtigsten Punkt in diesem Drehbuch der Massenmanipulation sieht Effenberger den seit 100 Jahren laufenden Versuch, größere Institutionen zu zerstören, um die Welt zu fragmentieren und die Herrschaft über die Menschen zu erleichtern: „Vor 100 Jahren war es das Ziel der Finanzelite, die Dynastien hier auf dem Kontinent zu zerstören“. Die Absicht dahinter: man kann leichter hineinregieren und Regime-Change machen. „In einer Monarchie ist Regime-Change recht schwierig“, fügt Effenberger hinzu, „also brauche ich die Republiken. Aber auch da ist Regime-Change schwierig. Also muss man die nächste Stufe zünden. Und die nächste Stufe ist jetzt: no borders, no nations, weg mit den Nationalstaaten, hin zum Einheitsstaat“.

Im Rahmen dieser Erklärung knöpft sich Effernberger in diesem Gespräch auch die bewusst geschürte Hysterie um den Klimawandel vor. „Seit Jahrmilliarden gibt es ständig Klimawandel, vor 11.000 Jahren war über uns 100 Meter Eis. Das Klima kann man nicht schützen, was wir tun müssen, ist Umweltschutz.“


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Warum Menschen plötzlich radikal umschwenken

Von MARKUS GÄRTNER | Das Geheimnis der Wendehälse – jetzt wird es gelüftet: Hier kommt der zweite Teil des Vortrages von Hans-Joachim Maaz. Der Psychiater, Psychoanalytiker und Autor sprach am 16. Oktober 2019 für Gäste von Prof. Max Otte in Köln.

Der erste Teil des Vortrags hat ein großes Zuschauer-Interesse gefunden und richtig eingeschlagen (PI-NEWS berichtete).

In diesem zweiten Teil spricht Maaz über das „Mitläufer-Syndrom“ und wie es kommt, dass Menschen mit einer bestimmten Gesinnung von einem Tag auf den anderen plötzlich das genaue Gegenteil dessen vertreten, was sie bisher geäußert und getan haben.

Wenn die Umstände sich ändern, sagt er, „schwenken sie um, weil sie den alten Standpunkt innerlich nicht vertreten und verkörpert haben“. – Mal sehen, was nach dem Ende der Ära Merkel hierzulande so alles passiert! Dann können wir Herrn Maaz ja dazu einvernehmen.

Ein Interview mit ihm folgt in Kürze.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Die Regierung hintertreibt ihr wichtigstes Versprechen

Von MARKUS GÄRTNER | Die Regierung Merkel ist abgetaucht. Wir werden von einem U-Boot aus regiert. Die Kanzlerin gibt nur noch ein Drittel der Interviews, die sie in den Vorjahren gab. Neuerdings wird sie dabei vom Vorsitzenden der Unionsfraktion, Herrn Brinkhaus, einvernommen. Und wenn sie nicht gerade in Indien viel Geld verteilt hätte, wir hätten von ihr schon länger nichts mehr gehört.

Außer natürlich bei den immer fleißigen Hofberichterstattern, die sich aber in der Vergangenheit als so Merkel-freundlich erwiesen haben, dass man als Interviewer jetzt gleich Parteifreunde von Frau Merkel einsetzen kann.

Dieses Verhalten ist ein völliger Kontrast zu den Versprechen, die allen jüngeren Wahlen folgten, Brandenburg, Sachsen, Thüringen: „Wir müssen wieder mehr auf die Leute zugehen“, „wir müssen uns stellen“, „die Leute fühlen sich vernachlässigt“. Googlen Sie mal, sie werden vieles dazu finden.

Hinzu kommen Regierungsprogramme wie „Demokratie leben!“, das im ganzen Land – jetzt sogar mit frisch aufgestockten Mitteln – Projekte fördert, „die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen“. Und wie wird diese Absicht in Berlin unterstrichen? Durch einen Graben, der demnächst inklusive Zaun vor dem Reichstag errichtet wird.

Es lebe die Demokratie!


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Wir sollten für diese Politik Schmerzensgeld verlangen

Von MARKUS GÄRTNER | Eigentlich sollten wir für die unglaublichen Nachrichten aus der Politik, die wir tagein tagaus geliefert bekommen, Schmerzensgeld verlangen und dieses von der Steuer absetzen. Unentwegt rieseln auf uns Meldungen hernieder, die man nur noch mit Kopfschütteln oder blankem Zynismus quittieren kann.

Dazu gehört die neue Berechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, wonach wir künftig pro Jahr netto 400.000 Zuwanderer brauchen, um dem Arbeitsmarkt die benötigten Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Warum fragt niemand, was das für die vollen Straßen, den engen Wohnungsmarkt, das überlastete Justizsystem, die unterbesetzte Polizei und all die anderen angespannten Ressourcen des Landes bedeutet?

Wie kommt es, dass die „taz“ es für „gefährlich“ hält, wenn in Thüringen eine Minderheitsregierung antritt, weil nach der Landtagswahl eine Regierungsbildung so schwierig ist, mit dem Hinweis: „Wer das Parlament stärkt, stärkt die AfD gleich mit“. Sollen wir das Parlament lieber schließen und die Demokratie aussetzen? Ich habe in Kanada als Korrespondent für hiesige Magazine jahrelang erlebt, wie gut eine Minderheitsregierung funktionieren kann, weil dann endlich wieder Argumente ausgetauscht und Fakten auf den Tisch gelegt werden, denn die Regierung ohne Mehrheit muss stets offen und transparent für Partner werben.

Verrücktheit No. 3 in der ablaufenden Woche: Frau Merkel dankte dem jetzt ausgeschiedenen EZB-Präsidenten Mario Draghi „von Herzen“ für seinen „leidenschaftlichen Einsatz“. Hat sie da auch die deutschen Sparer im Visier gehabt, die seit 2010 laut Handelsblatt auf 648 Milliarden Euro Zinseinnahmen verzichten mussten? Das entspricht der jährlichen Wirtschaftsleistung von Polen oder der Türkei.

Und wo waren eigentlich all die deutschen Journalisten, die seit Monaten nicht in einem einzigen Fall das neue Digitale Versorgungsgesetz von Gesundheitsminister Spahn komplett gelesen haben, besser gesagt die Vorlage dazu? Wenn sie ihre Hausaufgaben gemacht hätten, müsste es jetzt nicht als Enthüllung verkauft werden, dass die Daten von 73 Mio. gesetzlich Versicherten ohne deren Erlaubnis an die Forschung übermittelt werden. Eine Diskussion über diesen gravierenden Eingriff wäre wichtig gewesen. Dass es sie nicht gab, ist so typisch für diese Regierung. Erst jetzt, wo die Grünen das Projekt von Spahn als „hoch bedenklich“ bezeichnet haben, wird es im Medien-Mainstream entsprechend gewürdigt.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Deutschland, eine offene geschlossene Anstalt

Von MARKUS GÄRTNER | Die Verrücktheiten nehmen kein Ende, wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Und die Aufreger fördern den Blutdruck. Fast muss man vor der morgendlichen Zeitungslektüre ein Ibu schlucken, um sie zu ertragen.

CDU-General Paul Ziemiak ist wütend über den Chef des Miri-Clans, der sich heimlich still und leise nach seiner Abschiebung im Juni („ein spektakulärer Schlag gegen die Clan-Kriminalität“) wieder ins Land geschlichen hat. Die Behörden müssten nun klären, wie um alles auf der Welt der Mann „trotz Einreisesperre nur kurze Zeit später wieder in Bremen auftauchen konnte“. Meint der Ziemiak diese Frage ernst, fragt man sich erstaunt? Antwort: es sind die offenen Grenzen, stupid!

Ministerpräsident Daniel Günther wettert derweil mit Blick auf die Merkel-Kritiker Merz und Koch über „ältere Männer“ (so zwischen 60 und 70 ist wohl gemeint). Und wir alle fragen uns in diesem Zusammenhang? Was ist das für ein Land, dessen Zentralbank vorschlägt, wir sollten bis 70 arbeiten, dessen Politiker einen jedoch schon viele Jahre vorher für politisch unmündig oder suspekt erklären.

Und dieses Beispiel: Nach der Abfahrt von der A46 am Dreieck Düsseldorf-Süd führt nun eine „Umweltspur“ in die Innenstadt. Das Verkehrschaos – also das Gegenteil dessen, was erreicht werden soll – treibt die Autofahrer zum Wahnsinn. In dieser Woche hat ein DJ von der Kutsche aus (sie fuhr auf der Umweltspur) Bier an die wütenden Autolenker verteilt. Pendeln als linkes Lifestyle-Event und nervtötende berufliche Notdurft für Menschen aus der gesellschaftlichen Mitte, die 20 Mio., die noch arbeiten und Steuern zahlen – und die restlichen 60 Millionen über Wasser halten, und damit den ganzen Unsinn finanzieren.

Oder dieses Beispiel hier: Die CDU lädt den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei als Sponsor vom kommenden Parteitag aus. Doch als Lieferanten des kommenden 5G-Netzes will man ihn auf das telefonierende Volk loslassen. Währenddessen gelang es in dieser Woche Bernd Lucke, unter erheblichem Polizeischutz seine dritte Vorlesung an der UNI Hamburg zu halten. Ein Twitter-Teilnehmer fragt sich konsterniert, wie es kommt, dass linke Aktivisten und Extremisten einen ordentlichen Professor nur dann eine Vorlesung halten lassen, wenn es ihnen passt, dass aber die dieselben Feinde der Meinungsfreiheit andere für Verfassungsfeinde halten.

Noch mehr Verrücktheiten?: Familienministerin Giffey darf den Doktortitel behalten, wird aber für die vielen umstrittenen Zitat-Passagen gerügt. Ein tolles Zeichen, wie manche im Internet finden, und ein Vorbild für alle Ehrlichen, alle Schüler, Studenten und Auszubildende.

Und in Berlin will die Polizei zunächst nicht öffentlich nach jenen Tätern fahnden, die einen Mann in das U-Bahn-Gleis geschubst und damit getötet haben, als er einem Rollstuhlfahrer helfen wollte, den diese Gleis-Schubser gerade ausrauben wollten.

Wie fasst man solchen Wahnsinn am besten zusammen? Vielleicht so wie der Twitter-User Mark Jacobs: „Alles ist erlaubt in der Liebe, im Krieg, und unter Merkel. Die Hinfälligkeit der Werte in diesem Land ist nicht mehr in Worte zu fassen.“


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Wie die Politik Menschen konditioniert

Von MARKUS GÄRTNER | „In Gesamtdeutschland gibt es heute Verhältnisse, die den DDR-Verhältnissen gleichen“. Das sagt der Psychiater, Psychoanalytiker und Autor Hans-Joachim Maaz. Den Satz sprach er im Rahmen seines Vortrages am 16. Oktober 2019 für Gäste von Prof. Max Otte in Köln.

Maaz bezog seine Worte auf die frühkindliche Prägung, die auch in der Politik eine wichtige Rolle spielt, weil sich Staaten bemühen – darunter auch das wiedervereinigte Deutschland – mit der möglichst frühen Fremdbetreuung von Kindern ganz bestimmte Menschen zu erziehen: „Man erzeugt abhängige Menschen, man erzeugt Konsumenten, man erzeugt Soldaten, man erzeugt Gewalttätigkeit“, sagt Maaz.

Seine Zuhörer wissen an dieser Stelle: Das Menschen-Framing findet auch bei uns statt, zum Beispiel im Rahmen einer Garantie für Kitaplätze. Was die derzeitige politische Kaste im Schilde führt, das hat schon am 10. November 2002 der jetzige Vizekanzler Olaf Scholz, immerhin mit seiner Partnerin auch Topfavorit für die kommende SPD-Doppelspitze, in der WELT versprochen: „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“.

Maaz sprach in diesem Vortrag auch über den grassierenden Narzissmus in unserer Gesellschaft, vor allem in der Politik. Wer regelmäßig TV-Nachrichten sieht, kennt die vielen selbstverliebten Auftritte führender Politiker, die schonmal zu einem G20-Gipfel nach Übersee fliegen, obwohl es kaum Aussicht auf ein brauchbares Kommuniqué gibt, dafür jedoch auf ein Zitat oder Bildbericht in der Tagesschau.

„Wer heute politische Macht hat“, erklärt Maaz, „muss eine narzisstische Störung haben, sonst würde er nicht an die Macht kommen., er muss sich nämlich narzisstisch über andere behaupten, er muss immer so auftreten, als sei er besser als alle anderen. Und das hat ein Narzisst als Stachel im Fleisch, um zu beweisen, er ist doch was besseres“. Dieses Video zeigt den ersten Teil des Vortrags von Hans-Joachim Maaz, den zweiten Teil gibt es in Kürze.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Älteste Tageszeitung Deutschlands verhöhnt Limburger Schlachtopfer

Von BEOBACHTER | Die öffentliche Hinrichtung seiner Ex-Frau per Auto und anschließender Schlachtung mit Axt und Messer durch einen Tunesier in Limburg (PI-NEWS berichtete hier und hier) war Teilen der freien deutschen Presse am Tag danach gerade mal 14 verlogene Zeilen oder sogar überhaupt keine Berichterstattung wert.

Schlimmer noch: In der ältesten Tageszeitung Deutschlands, der im hannoverschen Madsack-Verbund (u.a. HAZ) erscheinenden Hildesheimer Allgemeinen, wurde das ermordete Opfer quasi auch noch verhöhnt. Die Vokabeln „Lügenpresse“ und „journalistisches Versagen“ reichen nicht aus, um hinreichend zu kritisieren, was sich die Zeitung auf einer ihrer Mantelseiten leistete.

Während z.B. die BILD-Printausgabe (immerhin!) am Samstag auf den Seiten 1 und 3 Klartext schrieb („Ehefrau überfahren und mit Axt enthauptet“), erschien eine 14zeilige Meldung über die Limburger Brutalst-Tat in der Printausgabe der Hildesheimer Zeitung versteckt auf Seite 32 (siehe unten), einspaltig und inhaltlich voller Konjunktive, obwohl der Täter längst gefasst und verhaftet worden und das Tatgeschehen hinreichend klar war. Die von der Hannoverschen Allgemeinen gelieferte Mantelseite „Welt im Spiegel“ erging sich fast 24 Stunden nach der Tat immer noch mit „Soll-“ und „Mutmaßlich“-Konjunktiven, also mit pseudojournalistischen Korrektheiten, die sich in Wahrheit als Relativierungen übelster Sorte ausnehmen.

So wurde einen Tag nach dem Limburger Blutbad immer noch von einem „34-Jährigen“ gefaselt, der seine Ehefrau mit einem Auto angefahren haben „soll“. Anschließend soll der „mutmaßliche Täter“ auf die am Boden liegende Frau mit einem „Gegenstand“ eingeschlagen haben, heißt es in der Printausgabe. Natürlich kein Wort über die tunesische Herkunft des Verhafteten mit deutschem Pass.

So berichtet die HAZ über die Limburger Bluttat.

Anschließend folgt in der ältesten Tageszeitung Deutschlands (eigenen Angaben zufolge von 1705) ein weiterer, absolut gefühlsloser verbaler Knockdown. Denn direkt an den lügenhaften 14-Zeiler, der belastbare Tatsachen verschweigt, schließt sich eine Spaltenrubrik an, die wie folgt lautet:

„und dann …sind da noch die Hunde in einem chinesischen Café, deren Fell im Panda-Look gefärbt wird, um mehr Kunden anzulocken.“

Das nimmt sich wie blanker Hohn aus. Wie gefühlskalt und abgebrüht müssen HAZ-Redakteure sein, wenn sie auf Texte über monströses Mordgeschehen an unschuldigen Menschen Meldungen über modische Albernheiten mit Hunden folgen lassen und mit dieser empathielosen Abfolge veröffentlichen! Gewissermaßen als „Gag zu guter Letzt“. Ist den Verantwortlichen in den HAZ-Redaktionsstuben das Leid des 31-jährigen Mordopfers und seiner beiden Kinder einschließlich ihrer Angehörigen genauso viel bzw. nicht mehr wert als das Haarefärben von Hunden?

Dieser Skandal-Journalismus wird nur noch übertroffen durch die HAZ selbst. In der den PI-NEWS vorliegenden aktuellen Wochenendausgabe Hannover Stadt (Print) vom Samstag der Hannoverschen Allgemeinen ist der Limburger Mordfall mit keinem gedruckten Wort erwähnt. Dort, wo die redaktionell angeschlossene Hildesheimer Allgemeine noch überregional 14zeilig über Limburg berichtet, sind in der Hannoverschen Allgemeinen stattdessen Anzeigen geschaltet. Anscheinend geht Geschäft vor Nachricht.

Die oben beschriebene redaktionelle Katastrophe in einer der führenden Zeitungen Deutschlands und in mindestens einer ihrer angeschlossenen Blätter erinnert an die Kölner Silvesternacht 2015, als die deutsche Presse tagelang über die Sexualstraftaten auf dem Domplatz durch „Flüchtlinge“ schwieg. Man gelobte Besserung, doch gebessert hat sich hier nichts. Noch immer werden ethnische Informationen über Tatverdächtige verschleiert bis verschwiegen, noch immer kann journalistisch nicht sein, was haltungsmäßig nicht sein darf.

Über die Gründe des aktuellen Versagens zumindest von Teilen der Presse kann nur spekuliert werden. Zeitliche, technische oder personelle Friktionen können praktisch ausgeschlossen werden, zumal die HAZ über das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ verfügt. Der RND ist die Redaktion für überregionale und internationale Inhalte der Madsack-Mediengruppe in Hannover mit der SPD als größten Kommanditistin der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft.

Sicherlich werden die HAZ und angeschlossene Zeitungen am Wochenbeginn in den Printausgaben ausführlicher als bisher über Limburg berichten. Dann sind die wichtigen Oberbürgermeisterwahlen in der niedersächsischen Hauptstadt Hannover und die Landtagswahlen in Thüringen Geschichte. Das Limburger Mordgeschehen kann dann nicht mehr wahlbeeinflussend sein. Aber das ist Spekulation.




„Keine endlosen, verrückten Kriege mehr“

Von MARKUS GÄRTNER | So skandalös werden wir informiert: Nach der gemeinsamen Pressekonferenz von Donald Trump und Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella vor wenigen Tagen im Weißen Haus stritten die Mainstream-Medien, ob Trump, dämlich und ignorant wie er nunmal sei, Mattarella fälschlicherweise mit „Mozarella“ angesprochen habe. Nein, freuten sich diebisch die Faktenchecker von „Correctiv“ – das die angeblich besten Recherchen per Mail bietet -, Trump habe nicht Mozarella gesagt.

Während der kindische Käsestreit wogte – und sich Journalisten auch hämisch darüber ausließen, dass Trump den vielen „Sand“ in Syrien gelobt habe, ging die eigentliche Nachricht völlig unter. Und die hat es faustdick in sich.

Trump warf in dieser Pressekonferenz dem Tiefen Staat – der Vereinigung von Kriegstreibern in beiden großen Parteien sowie dem militärisch-industriellen Komplex und den Geheimdiensten zum ersten Mal ganz unverblümt und unter aller Augen den Fehdehandschuh hin und erklärte ein Ende der „endlosen, verrückten Kriege“.

Trumps Kriegserklärung ging völlig unter. Dabei hat sie es richtig in sich. Er habe auf Basis seines Versprechens, „die Soldaten nachhause zu bringen, Wahlkampf geführt … und das werde er jetzt tun.

„Manche Leute, ob Sie die nun den militärisch-industriellen Komplex nennen oder mehr, die wollen, dass wir uns dort (im Ausland) weiter engagieren. Als eines der Probleme in diesem Zusammenhang (im Streit mit dem Tiefen Staat) bezeichnete Trump „diese Hexenjagd gegen mich“. Damit meinte er das anlaufende Amtsenthebungsverfahren.

„Das machen die sehr gut“, sagte der US-Präsident über seine Gegner in Washington, „die wollen, dass ich hier weiter Krieg führe“. Die Rüstungskonzerne produzierten ihre Waffen, um Krieg zu führen, nicht um Frieden zu schaffen.

Trump verwies darauf, dass er in den vergangenen knapp 3 Jahren mit einem Aufwand von 2,5 Billionen Dollar das Militär modernisiert habe, aber: „das heißt noch lange nicht, dass wir die (Armee) verschwenden und erschöpfen, so wie wir es bisher mit diesen verrückten, endlosen Kriegen gemacht haben“.

Im Medien-Mainstream ging Trumps Botschaft unter. In den langen Hallen und Katakomben der US-Hauptstadt dürfte seine Botschaft jedoch ein Beben ausgelöst und damit den Krieg, den Donald Trump im eigenen Land führt, deutlich verschärft haben.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Der Meinungs-Mob nimmt die Gesetze in die Hand

Von MARKUS GÄRTNER | „Der Staat kapituliert vor Extremisten“, schreibt Focus anlässlich der von linken Blockierern verhinderten Buchlesung Thomas des Maizieres in Göttingen.

N E I N!! – Der Staat kapituliert nicht, er duldet, fördert, nutzt und subventioniert linke Extremisten, die für ihn zunehmend im „Kampf gegen Rechts“ und gegen andere Meinungen die Drecksarbeit übernehmen.

Und das heißt wohl immer öfter, Andersdenkende von der AfD bis hin zur FDP und ehemaligen Bundesministern mundtot zu machen, sie zu mobben, zu blockieren und an der Wahrnehmung oder Ausübung ihrer grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit zu hindern.

Es war immerhin der Social Media-Referent von Heiko Maas, der befand, Bernd Lucke habe in einem „Vorlesungssaal nichts verloren“. Und es war der AStA-Vorsitzende der Universität Hamburg, der das Mobbing gegen Luckes Antrittsvorlesung organisierte und für die Vize-Fraktionschefin der Hamburger Regierungsfraktion arbeitet.

Unser Staat meint, sich in hohen Aufgaben und Ämtern Extremisten leisten zu müssen, die im Zweifelsfall Sturmkommandos gegen Andersdenkende und unangenehme Kritiker bereitstellen und deren Einsätze wohlwollend kommentieren.

Jetzt hat es also auch Christian Lindner getroffen und Thomas de Maiziere. Die Verdammten, Verhinderten, Blockierten und Ausgegrenzten kommen jetzt schon mitten aus der Mitte, oder leicht links davon.

Wie weit schwingt das Inquisitions-Pendel NOCH nach links? Und was kommt nach blockierten Hörsälen, verhinderten Lesungen und Rede-Auftritten? Auffang-Zentren für Kritiker? Bewährungsstrafen für Andersdenkende? Umerziehungs-Lager für „Unverbesserliche“?


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Effenberger: „Die Entwicklung ist schwierig umkehrbar“

Von MARKUS GÄRTNER | „Das erste Opfer kollektiver Besessenheit ist immer der Andersdenkende“, sagt der Ex-Soldat und Buchautor Wolfgang Effenberger. Die Besessenheit im Land, allen voran Klimaaktivisten und linker Polit-Mainstream, „hat Formen angenommen, die man sich vor 10 Jahren nicht vorstellen konnte, und ich denke das ist noch steigerungsfähig“.

Ähnlich deprimiert hört sich der gesamte Befund von Effenberger in diesem Gespräch über aktuelle Politik in Deutschland, der EU und dem Westen insgesamt an.
Meinungsfreiheit ist laut Effenberger ein Wert geworden, der praktisch keine Bedeutung mehr hat:

„es läuft alles auf einen Einheitsbrei hinaus“,

befürchtet er, vor allem als Zuschauer von Talkshows im GEZ-Fernsehen. Auch die Universitäten sieht er auf keinem guten Weg:

„jeder hat nur noch Angst, die Karriere zu gefährden, anzuecken und dergleichen mehr“.

Das kommt laut Effenberger vor allem von der politischen Korrektheit und der Verengung des Meinungskorridors in unserem Land:

„Die, die noch selber denken, und mit den kommentierten Nachrichten nichts anfangen können, geraten alle unter Generalverdacht, dass sie nicht mehr staatstreu sein können. Und ich habe da schlimmste Befürchtungen“.

Besonders die Aufrüstung und Expansion der NATO entgegen den Versprechen, die der Sowjetunion im Gegenzug für die deutsche Wiedervereinigung gegeben wurden, macht ihm große Sorge: „wenn ich sehe, was hier vorbereitet wird auf dem europäischen Gefechtsfeld, da wird mir wirklich übel, dieses unreflektierte Spiel mit dem Feuer macht mich sehr traurig“.

Laut Effenberger ist das Ende der von ihm skizzierten Entwicklungen „noch nicht erreicht“, denn diese seien „schwierig umkehrbar“.

» Wolfgang Effenberger: Geo-Imperialismus, 368 Seiten, 9,99 Euro – hier bestellen!


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Interviews und Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Medien mit geschönten Teilnehmer-Zahlen zu den Demos in Dresden

Genehme Zahlen zu Pegida lieferten gestern fast alle Medien den Regierungen in Sachsen und im Bund. Übergreifend vergaßen sie dabei, dass die Quellenkritik zum journalistischen Handwerk gehört.

Der FOCUS zum Beispiel gab die Teilnehmerzahl der Gegendemonstranten mit etwa 5000 an und folgte damit brav den Angaben der linken Veranstalter! Für Pegida wurde die Zahl der Teilnehmer mit „schätzungsweise“ 3000 angegeben, wobei die Schätzung nicht (!) von der Polizei kam, die gar keine Angaben machte.

Man muss befürchten, dass hier ebenfalls die Zahl von den Linken übernommen wurde, die so ihre Schwierigkeiten beim Zählen, Schätzen und mit der Wahrheit haben.

Auch die Dresdner Neuen Nachrichten nennen 5000 Gegendemonstranten, und man darf getrost hinter der Bezahlschranke 3000 für Pegida annehmen.

Gleiches gilt vom SPIEGEL bis hin zum „Hitradio RTL Sachsen“. Immer dieselben Zahlen.

Die unkritisch und wahrscheinlich nur zu gern übernommenen Angaben sind eine glatte Lüge.

Unser Leser und Kommentator „Johann“ wies auf eine Luftaufnahme des MDR hin (Bild Nr. 9), auf der deutlich zu sehen ist, dass die Pegida-Demo auf der rechten Seite weitaus mehr Teilnehmer hat als die der Gegendemonstranten.

Wenn es 3000 und 5000 gab, dann eher umgekehrt: 5000 bei Pegida und 3000 bei den Gegendemonstranten. Der FOCUS zitiert im genannten Artikel die Sprechchöre der Pegida:

Die Menge reagierte mit bekannten Sprechchören wie „Merkel muss weg“ oder „Lügenpresse“.

Beide Parolen haben – wie man gerade wieder sehen kann – ihre volle Berechtigung.

(Dank an Johann und den MDR)




Proteste quer durch den Kontinent

Von MARKUS GÄRTNER | In Frankreich kämpfen auf der Straße Feuerwehrleute gegen die Polizei – Bengalos hier, Wasserwerfer dort. In den Niederlanden – und auch bei uns – protestieren Bauern dagegen, dass sie ihre Agrarprodukte mit immer weniger Fläche, immer mehr Auflagen und wachsendem wirtschaftlichen Druck erzeugen. In den Niederlanden wurden in dieser Woche mit Baggern und Traktoren Verwaltungsgebäude gestürmt oder blockiert.

In Katalonien begehren derweil hunderttausende von Menschen gegen die Zentralgewalt in Madrid auf, weil diese gegen führende Politiker der Region wegen der Unabhängigkeitsbestrebungen drakonische Gefängnisstrafen verhängt hat. Der Flughafen von Barcelona wurde lahm gelegt, Tausende gingen auf die Straßen.

In Deutschland schließlich liefern sich Türken und Kurden Straßenschlachten und Hetzjagden, seit türkische Truppen völkerrechtswidrig in Syrien einmarschiert sind.

Ganz klar, in Europa herrscht Aufruhr.

Über die einzelnen Konflikte liest man in deutschen Zeitungen vereinzelt Berichte, die ganze Wucht der Proteste wird aber nirgends richtig deutlich. Vor allem nicht die Tatsache, dass nun in weiten Teilen Europas Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen gegen lokale oder zentrale Regierungen aufbegehren.

Erst wenn man sich die Bilder anschaut, die im Netz über die lokalen Demonstrationen und Proteste zu finden sind, wird deutlich: Teile von Europa sind im Aufruhr. Und das schon, bevor die wirtschaftliche Ruhephase, die Notenbanken mit Nullzinsen nach der jüngsten Finanzkrise erkauft haben, zu Ende ist.

Doch jetzt macht sich eine Rezession breit, die viele hunderttausend Arbeitsplätze bei uns kosten wird. Und was kommt dann? Niemand weiß, wie viel Protest sich dann auf der Straßen des Kontinents entladen wird. Aber eines ist klar. Es wird noch deutlich mehr werden. Doch die Bilder sehen teilweise jetzt schon wie aus einem Bürgerkrieg aus.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)




Kein Platz mehr für andere Meinungen

Von MARKUS GÄRTNER | Drei Umfragen binnen kurzer Zeit belegen, dass eine Mehrheit der Deutschen ihre Meinungsfreiheit eingeschränkt sieht, dass sich zwischen 68 und 78 Prozent der Befragten nicht mehr trauen, ihre Meinung offen zu sagen. Das ist keine Schweigespirale, das ist ein Sargdeckel für die freie Meinung.

Deren unerschütterliche und letzte Hochburg sollten eigentlich die Universitäten sein, der Hort freier Lehre und des tabulosen Meinungs- und Thesen-Austauschs. Pustekuchen!, wie sich am Mittwoch an der UNI Hamburg zeigte, wo hunderte Linksextreme die Antrittsvorlesung von Bernd Lucke verhinderten und ihm die Chance boten, wie sie zynisch behaupteten, gewaltlos den Saal zu verlassen.

Was wir da gesehen haben, inklusive dem von Polizisten aus der Uni eskortierten Volkswirtschaftler und AfD-Mitbegründer (der die Partei aus Protest gegen extreme Strömungen verließ), weckt erhebliche Zweifel an dem Ideal der freien Universitäten, die bis heute teilweise noch so heißen und damit versprechen, was es jetzt nicht mehr gibt.

Im Gegenteil, es sieht ganz so aus, dass das letzte Bollwerk freien Austauschs, die Universitäten, erfolgreich geschliffen worden ist. Und es zeigt sich, dass die Antifa ungestört und immer zügelloser kriminell wüten kann.

Und das in einem Land, das auf dem linken Auge nicht etwa blind ist, sondern bewusst eine ideologische Binde darüber gelegt hat. Und jetzt kommen all die Geister aus der Flasche, die seit Jahren beschworen werden. Sie werden das Ende unserer Freiheit besiegeln, wenn sich nicht schnell etwas ändert.

Übrigens: Haben wir schon den Bundespräsidenten oder die Kanzlerin zu Hamburg gehört?

Dafür gibt es ein ganzes Buch, das die ideologische Kastrierung unserer Universitäten beschreibt. Das mutige Vorwort in „Die Freiheit der Wissenschaft und ihre Feinde“ stammt vom Präsidenten des Deutschen Hochschulverbandes.


(Der Volkswirt Markus Gärtner, Autor von „Das Ende der Herrlichkeit“ und „Lügenpresse“, war 27 Jahre Wirtschaftsjournalist für die ARD und veröffentlicht jetzt regelmäßig Videokommentare für das Magazin „Privatinvestor Politik Spezial“)