Moslemisches Fotoshooting in London

police-hell.jpgEinige besonders schöne Fotos von moslemischen Demonstranten und deren Verständnis von Demokratie und Rechtsstaat fanden wir in der Daily Mail. Aber zuerst zum Grund des Protestes:

4-freunde.jpgDer 24-jährige Mizanur Rahman wurde für schuldig befunden, über Lautsprecher den Wunsch geäußert zu haben, dass die britischen Soldaten aus dem Irak in Leichensäcken zurückkehren sollten und ihr Blut in Bagdads Straßen fließen solle. Der 27-jährige Umran Javed war auf einem Polizei-Video beim Rufen von Slogans zu sehen wie „Europa, Du wirst mit Deinem Blut bezahlen“ und „Bin Laden ist unterwegs“. Im Fall des 25-jährigen Abdul Muhid sah es das Londoner Strafgericht Old Bailey als erwiesen an, dass er dazu aufgerufen habe, Großbritannien zu bombardieren und „alle zu vernichten, die den Islam beleidigen“.

Der 32-jährige Abdul Saleem wurde wegen Aufstachelung zum Rassenhass verurteilt. Er hatte dem Gericht zufolge unter anderem die Parole ausgegeben „Der 7. Juli ist unterwegs“ – eine Anspielung auf die Londoner Selbstmordanschläge vom 7. Juli 2005, bei denen mehr als 50 Menschen getötet wurden.

Die Welt zeigt ein merkwürdiges Foto, (pdf Dokument) mit orangfarbenen Postern und relativ friedlichen Losungen. Gut dass die Bildunterschrift lautet:

Bei den Protesten wurde auch zu Mord und Rassenhass aufgerufen

Weil, sonst hätten wir den Richterspruch doch etwas übertrieben empfunden. Wir wissen, dass normalerweise ganz andere Losungen auf dieser Art von Demonstration zu sehen sind, und nicht die im pdf Dokument gezeigte, sondern eher solche dieser Art:? ? islam_behead.jpg

Und dann natürlich diese hier, welche heute zur Urteilsverkündung gezeigt wurden.

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Manipuliert das ZDF Onlineabstimmungen?

Diese Frage stellt sich dem aufmerksamen Beobachter, der in der letzten Woche die ZDF Online-Umfrage zum Moscheebau verfolgt hat. Gab es in den letzten Tagen eine teilweise 3/4 Mehrheit für die – eh schon suggestiv gestellte Option: Es sollte bei den Gebetshäusern in Hinterhöfen bleiben. – so hatte sich diese gestern abend bei 120.000 Stimmen innerhalb der letzten Woche auf eine 2/3 Mehrheit für eben diese eingependelt.

Update: Anscheinend haben sich viele PI-Leser ans ZDF gewandt – die Mainzer haben um 10 Uhr die Umfrage zur Moschee KOMPLETT gelöscht!

Heute morgen nun die grosse Überraschung: plötzlich 54 % für die gutmenschlich einzig richtige Antwort: Der Islam ist eine Religion wie andere auch. Moscheebauten sind eine Selbstverständlichkeit.

In der Nacht vom Montag auf Dienstag hat die deutschen Internetnutzer entweder das kollektive schlechte Gewissen ob der vorher abgegebenen falschen Antwort (rechtsradikal, rechtspopulistisch …) gepackt und mehr als 50 000 von ihnen haben den Server vom ZDF Länderspiegel besucht und ausschliesslich für die vom Zentralrat der Muslime, der Ditib, den Mufties im Iran, Osama bin Laden und der türkischen Botschaft in Berlin bevorzugten Option gestimmt.

Oder aber das ZDF manipuliert Online-Abstimmungen.

Email: info@zdf.de

(Mit Dank an zahlreiche Spürnasen.)




Randbemerkung: Osama bin Laden

ziege.jpgHeute berichten die Tageszeitungen über eine neue Botschaft des Monsters Bin Laden. Und dass der US-Senat 50 Millionen US-Dollar für die Ergreifung von Bin Laden ausgesetzt habe. Unsere Frage ist: könnte man diese 50 Millionen nicht sinnvoller verwenden?

Und Bin Laden? Ist er wirklich noch so wichtig, dass seine ‘Botschaften’ auf der Titelseite stehen müssen? Wenn irgendwo im afghanischen Bergland eine Ziege rülpst, sollte dies nicht mal im Lokalteil erwähnt werden, oder? Warum tragen unsere Medien weiterhin zur Legendenbildung bei? Und unter uns, wahrscheinlich schmort Osama bin Laden eh schon längst in der Hölle.




Osama Bin Ladens Sohn hat geheiratet

bomb.jpgZugegeben, zum zweiten Mal und für seine Frau ist es auch schon die sechste Ehe. Aber Omar bin Laden, der als Schrotthändler arbeitet und Jane Felix-Browne lieben sich, trotz des Altersunterschiedes von 24 Jahren. Ungewöhnlich ist, dass Jane die (wesentlich) ältere ist, es ist ebenfalls nicht bekannt, ob Jane jetzt Felix-Browne-Bin Laden mit Nachnamen heisst oder ob Omar den Nachnamen von Jane annimmt (naja, wohl doch eher nicht).

Aber, geht es hier eigentlich um Liebe? Oder ganz einfach um ein Visum für Grossbritannien, das Omar bin Laden aus naheliegenden Gründen bisher nicht erhalten konnte – weil, das Reisen halt doch schon etwas schwieriger ist, wenn man bin Laden mit Nachnamen heisst und dann doch nur Schrotthändler ist.

Von unserer Seite auf jeden Fall: toi toi toi … und hoffentlich merkt die britische Einwanderungsbehörde nix.




Hirsi Ali: Lang lebe die Königin

ayaan150.jpgDie bekannte Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali (Bild), die nach der Ermordung des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh durch einen muslimischen Mörder in die USA fliehen musste, meldet sich heute in der Welt mit dem Ruf „Lang lebe die Königin!“. In einem gewohnt kämpferischen Artikel erklärt sie, warum gerade das vom Westen praktizierte Zurückweichen vor islamischer Gewalt die Radikalen zu immer dreisteren Angriffen beflügelt.

Unter anderem schreibt Hirsi-Ali:

So wie jetzt, wenn ein Abbild der Queen verbrannt wird, haben die Menschen im Westen allzu oft achselzuckend auf die Demolierung ihrer Ikonen reagiert. Denn der Eindruck von Schwäche, den der Westen so hinterlässt, stachelt diese Fußsoldaten nur noch mehr an und treibt bin Laden und seinesgleichen mehr Dschihadisten in die Arme als die Kriege in Afghanistan und im Irak und der israelisch-palästinensische Konflikt zusammen. Besser wäre es, der Westen stünde zusammen und verteidigte seine Symbole und seine Zivilisation entschlossen. Auf Forderungen, sich zu entschuldigen, sollte man stoisch reagieren. Regierungen wie die Pakistans – die das Feuer noch anheizen – sollten nicht verhätschelt, sondern zur Rechenschaft gezogen werden. Pakistans Religions-Minister, Mohammed Ijaz ul-Haq, sagte vor dem Parlament in Islamabad: „Der Westen bezichtigt die Muslime des Terrorismus. Wenn jemand eine Bombe an seinem Körper zündet, wäre er im Recht, wenn sich die britische Regierung nicht entschuldigt und den Titel des ‚Sir‘ zurückzieht.“ Dafür sollten die USA und Großbritannien seinen Rücktritt fordern.

Den ganzen Artikel kann und sollte man unbedingt hier lesen.

(Spürnase: Dieter B.)




‘Saifullah’ OB Laden – weil er so ein netter Kerl ist

c_2_creating_monsters300.jpgMufti Baschir u-Din, ein hoher muslimischer Geistlicher im indischen Teil von Kaschmir hat zur Bücherverbrennung des Autors Salman Rushdie aufgerufen: „Ich fordere die Queen und ihre Regierung auf, die Ritterwürde zurückzuziehen und sich bei der muslimischen Welt zu entschuldigen“.

Das alte Spiel also, nach dem Motto: Ihr müsst das machen, was wir wollen, weil Ihr sonst (und sowieso, allein schon durch Eure Existenz) unsere Gefühle verletzt – ansonsten werden wir Euch vernichten. Und da hat natürlich irgendsoein Mufti irgendwo im Kaschmir der britischen Königin eine ganze Menge zu sagen.

Den Stinkefinger allerdings zeigt uns Allama Tahir Ashrafi, der Vorsitzende des pakistanischen Ulema-Rats: „Wenn die Briten Rushdie zum Ritter machen können, dann haben auch wir das Recht, unsere Führer und Helden auszuzeichnen“. Und unser Held ist Osama bin Laden – also derjenige, der für den Tod tausender Ungläubiger verantwortlich ist – nicht so eine Null wie dieser Schriftsteller Salman Rushdie.

Und so werden wir sehen, wie Puppen, Fahnen und Bücher brennen, friedliche Moslems mit wutverzerrtem Gesicht ihre geballten Fäuste in die Luft strecken und schlaue Leute werden uns im Fernsehen erklären, dass dies nichts mit dem Islam zu tun hat.

Weil: Islam ist Frieden™.

(Spürnasen: Giorgio C. und Urs Schmidlin)




Ist die Ahmadiyya wirklich harmlos?

Diese Überschrift spielt auf einen in der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Artikel über den Besuch einer 8. Schulklasse in einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinschaft in Groß-Gerau an. Der Bericht der „Reporterin“, selbst Schülerin, trägt den Titel „Ist Islam wirklich frauenfeindlich?“

Auf den offiziellen Homepages der Ahmadiyya Muslim Jamaat (national wie international) findet sich zum Teil sehr umfangreiches Textmaterial über Geschichte und Lehre der Ahmadiyya, noch dazu in sehr gutem Englisch bzw. Deutsch. Das Problem ist, dass offenbar niemand, der nicht selbst Ahmadi ist, diese Bücher und Broschüren liest. Sonst wäre es erheblich schwieriger, die Ahmadis als Vorzeige-Muslime und Muster an Integrationsbereitschaft darzustellen. Stattdessen sehen wir die ordentlich gestutzten Bärte, manikürten Fingernägel und den edlen Zwirn und schließen durch Äußerlichkeiten, dass das Gegenüber nicht die krause Weltanschauung des afghanischen Klischee-Muslims mit Zauselbart, Kopfwindel und Krummsäbel teilt, was zum Teil ja auch stimmt. Zum Teil. Womit noch nichts über die Vereinbarkeit der Sekten-Lehre mit unseren Werten, Grundgesetz, Menschenrechten und Pluralismus gesagt ist – die zentrale Frage der Integration. Aber wir haben keine Lust, hinter die Fassade zu schauen.

Hoch anzurechnen ist den Ahmadis die Absage an den gewalttätigen Dschihad der terroristischen Gotteskrieger. Die islamische Orthodoxie hingegen, welche die Ahmadis als Abtrünnige oder gar kafir, „Ungläubige“ bezeichnet, bejaht den Gewaltaspekt des Dschihad ausdrücklich. So ist der gebräuchliche Ausdruck „heiliger Krieg“ keine wörtliche Übersetzung, sondern eine treffende Interpretation einer bestimmten Form von Dschihad. Dschihad heißt zunächst „Anstrengung“, insofern hat unser Imam aus dem oben zitierten Text vollkommen Recht. Allerdings verschweigt er wichtige Details. Es geht nicht nur um die Anstrengung, ein „besserer Mensch“ (also ein ergebener Diener Allahs) zu werden, sondern um die Anstrengung, den Islam in der Welt zu verbreiten. Islam ist untrennbar mit Scharia, dem „göttlichen Gesetz“ verbunden, das im Gegensatz zum weltlichen Gesetz der Nicht-Muslime steht. Der Islam strebt jedoch die Herrschaft von Allahs Gesetz über das weltliche Gesetz der Ungläubigen an, z.B. durch militärische Unterwerfung letzterer in „heiligen Kriegen“. „Diese Dichotomie“ – zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen – „ist also keine religiöse, sondern eine politische“, erkennt Prof. Egon Flaig in seinem hervorragenden Essay. Im Gegensatz zum Christentum ist das „Reich Gottes“ in islamischer Sicht nämlich ganz und gar „von dieser Welt“, und es ist die religiöse Pflicht jedes Gläubigen, sich für sein Erscheinen einzusetzen. Dabei muss der Griff nach politischer Macht nicht zwangsläufig gewaltsam erfolgen. Im Hadith spricht Mohammed:

„Schon vor mir wurde durch Allah kein Prophet in irgendeiner Gemeinschaft berufen, ohne dass er in dieser Gemeinschaft Jünger und Gefährten gefunden hätte, die sich an sein Vorbild gehalten und ihm nachgeeifert hätten. Freilich werden nach deren Tod unfähige Erben auftauchen, die reden, was sie nicht tun, und die tun, was man ihnen nicht aufgetragen hat. Wer gegen sie mit der Hand einen Dschihad führt, der ist gläubig. Wer gegen sie mit Worten einen Dschihad führt, der ist gläubig. Wer gegen sie mit dem Herzen einen Dschihad führt, der ist gläubig, und jenseits von solchem Dschihad gibt es nicht einmal ein Senfkorn Glaubens.“

Es geht also auch anders. Gerade den Dschihad der Worte und des Herzens hat die Ahmadiyya-Gemeinschaft perfektioniert. Am Ziel des Dschihad ändert das nichts. Um der Gewaltlosigkeit der Ahmadiyya eine Legitimation zu verschaffen ist es erforderlich, an der Geschichte des Frühislam Anpassungen vorzunehmen, insbesondere an den Ereignissen zu Lebzeiten Mohammeds und an Mohammeds Charakter selbst. Posthum wird der Kriegsherr und autokratische Machtpolitiker Mohammed zum Friedensfürsten deklariert, dem Aggression so fremd war, dass er nie auch nur im Ansatz in den Zustand der Wut geriet. Kriegerische Aktivitäten Mohammeds waren samt und sonders „Selbstverteidigung“. Die Ahmadis versuchen, die vermeintliche Friedfertigkeit des kriegerischen Propheten an Koranversen wie Sure 9, 5 festzumachen: Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen und den Gesandten am liebsten vertrieben hätten, wobei sie (ihrerseits) zuerst mit euch (Feindseligkeiten) anfingen? Fürchtet ihr sie denn? Ihr solltet eher Allah fürchten, wenn (anders) ihr gläubig seid. (Übersetzung nach Paret)

Es ist abenteuerlich, aus dieser Aussage den Pazifismus Mohammeds herauszulesen, da sie nur auf einen winzigen Teil der riesigen Gebiete zutrifft, die schon unter Mohammed auf der arabischen Halbinsel erobert wurden. Aber die wahrhaft Gläubigen stört dieser Widerspruch nicht. Für sie wie für andere Muslime auch ist Mohammed bis heute der „perfekte Mensch“ und leuchtendes Vorbild.

Tabligh – Strategien zur Verbreitung des Islam

Aktive Ahmadis treten stets ausgesucht freundlich, höflich und hilfsbereit auf, damit ihre Gemeinschaft in der Öffentlichkeit in einem möglichst guten Licht erscheint. Sie geben sich zudem angepasst, bildungsbeflissen und sind nicht nur äußerst koran-, sondern auch bibelfest. Auch der Imam hat sich vor der Schulklasse nach diesen Grundsätzen verhalten, jedoch gehört nicht nur die Freundlichkeit und die großzügige Bewirtung mit Eis und Getränken dazu, sondern ebenso das Verschweigen des wahren Charakters des Dschihad. Das Letzte, was unser Imam will ist nämlich, seine Gäste zu beunruhigen. Der Grund: Tabligh.

Die Ahmadiyya-Kritikerin Dr. Hiltrud Schröter übersetzt Tabligh (arabisch, „[die Botschaft] überbringen“) mit „Ausweitung, Missionierung“, ein vielschichtiges Konzept zur Erweiterung des Einflussbereiches der Sekte und Gewinnung neuer Anhänger. So ist sowohl der vom vierten „Kalifen“ ausgerufene „100-Moscheen-Plan“, der die Errichtung von Knotenpunkten der Sekte in ganz Deutschland vorsieht, als auch das sanfte und zuvorkommende Verhalten der Mitglieder in der Öffentlichkeit Teil von Tabligh. Ob Ausbau der Infrastruktur oder ein Auftreten, welches das Wohlwollen der Gesellschaft sichern und neue Mitglieder rekrutieren soll – Tabligh gehört zu den Pflichten eines jeden Ahmadis, jeder soll nach seinem persönlichen Vermögen zur „Ausweitung“ beitragen. Ein vom Imam einer Londoner Ahmadiyya-Moschee verfasstes Buch empfiehlt, die missionarischen Tätigkeiten penibel an die jeweiligen Umstände anzupassen, damit die größte Effektivität von Tabligh gewährleistet ist (Inspiring Events in the Field of Tabligh):

Approach According to the Circumstances:

The second point of Hikmat [“Weisheit”], which is usually ignored, is keeping the circumstances in view. Analyze the circumstances and then start the work of calling towards Allah. Everything is fine if it is done at proper time. Delivering your message to some one who is in a hurry or mentally upset is not proper. This will not be according to circumstances. If a man dislikes something and it is presented to him, he won’t accept it even if it is good. Therefore, if the way of presentation is not so agreeable that it overpowers the hatred to hear the message, Tabligh will not be effective for him. Therefore, mind that you are engaged in a very delicate task. Follow the model of the Holy Prophet (peace and blessings of Allah be upon him), and be kind to others. Similarly adopt wise way of communication. You will have to think that your addressee will surely change by normalcy, therefore, you need to communicate gently.

In Accordance with Human Nature:

One of the demands of Hikmat is to talk according to the trend of the person you are talking to, and you should never be oblivious to it. Understand the tendency of the person whom you are conversing with. You should know what he avoids and then deal with him accordingly. (…)

Remain Constantly in Contact:

To take care of your crop is another demand of Hikmat. When you engage in Da‘wat ilallah [“Aufruf zu Allah”] or will engage, you will enjoy it. If you will not see the person you are preaching again and again, you will lose him like destroying your harvest. This is because the effect of your tabl?gh has not gone very deep. You will have to pay constant attention. If you will not do so, your labor will go to waste.

Simple, aber immer wieder höchst erfolgreiche Psychologie. Hier lassen sich ohne Mühe Ähnlichkeiten zu den Strategien entdecken, mit denen auch “gewöhnliche” Sekten – die sich nicht selbst das Etikett “Islam” verpasst haben – und sektenartige Gemeinschaften neue Mitglieder rekrutieren. Affirmatives Verhalten, die Aussicht auf die vermeintliche Lösung aller Probleme, mit der besonders Menschen in schwierigen Lebenssituationen geködert werden, das ständige Halten des Kontakts mit dem Kandidaten bzw. Neumitglied, das im Extremfall bis zur vollständigen Abschirmung vor dem Kreis von Freunden und Verwandten geht. Es gilt, rationales Denken auszuschalten und ein Vertrauens- oder Abhängigkeitsverhältnis herzustellen. Ist dies einmal erreicht, ist die Bindung des Neumitglieds an die Sekte bereits stark genug, um Belastungen – wie wirtschaftliche und mentale Ausbeutung durch die Gemeinschaft – zu tragen. Tatsächlich heißt es zwei Kapitel weiter:

Winning of Hearts is Essential:

During the job of Da‘wat ilallah, winning of hearts is more essential than winning of heads. Remember that if hearts are won, most of the job is done. That is the time when winning the heads poses least problem. If you have won somebody’s heart with love and affection, then the obstacles between him and the sayings and writings of the Promised Messiah (peace be upon him) will melt away. Therefore, reform your tongue, mend your heart and make it sweeter. Be lowly and humble and then see, by the grace of God, how many blessings you will earn. You will conquer those hearts in the least possible time. (Hervorhebungen durch den Autor)

Leider sind sich im „Dialog“ mit Funktionären der Ahmadiyya wohl nur die wenigsten nicht-muslimischen Teilnehmer bewusst, dass sie es mit taktisch geschulten Aktivisten zu tun haben, deren Auftreten in erster Linie Mittel zum Zweck ist. Im hier Gesagten wird deutlich, dass die Grenzen zwischen Taqiyya – die dem Schia-Islam bekannte Irreführung durch Verschleierung der eigenen Absichten – und Tabligh fließend sind. Zwar ist es dem Ahmadiyya-Anhänger verboten zu lügen, doch da die Tabligh-Missionierung in der Gemeinschaft einen äußerst hohen Stellenwert einnimmt und zu den obligatorischen Pflichten eines jeden Anhängers gehört, kann es zweckmäßig sein, Aspekte, die für die Gegenseite nicht akzeptabel sind, zu verschweigen: Scharia, Stellung der Frau im Islam, Diskriminierung von Homosexuellen, weltweite Islamisierung…

Apropos Islamisierung

Keinen Zweifel lassen die Autoren daran, dass das Endziel der Gemeinschaft die Herrschaft sowohl über alle anderen Religionen als auch über alle anderen Spielarten des Islam ist:

There is the promise contained in the Holy Quran, already referred to that in the Latter Days, a Prophet would be raised in Islam who would not only defend Islam against the concerted attacks of the followers and exponents of other faiths, but would establish the superiority of Islam in every respect over all other religions (Quran, 9:33). The commentators of the Holy Quran agree that the promise contained in this verse would be fulfilled through the Mahdi-Messiah, whose advent in the Latter Days had been foretold by the Holy Prophet. (Welcome To Ahmadiyyat)

Aussagen wie die obige haben die Ahmadis nirgendwo, nirgendwann revidiert. Sure 9, 33 lautet in der Übersetzung nach Paret: [Allah] ist es, der seinen Gesandten [Mohammed] mit der Rechtleitung und der wahren Religion geschickt hat, um ihr zum Sieg zu verhelfen über alles, was es (sonst) an Religion gibt – auch wenn es den Heiden zuwider ist. Für naive Islam-Träumer, nur zur Erinnerung: das Konzept der totalen Herrschaft des Islam läuft jedem gesellschaftlichen und religiösen Pluralismus zuwider, wie er in freiheitlichen Rechtsstaaten notwendig und in weiten Teilen des Christen- und Judentums längst verankert ist.

Die in Koran und Hadith verheißene islamische Überlegenheit und Weltherrschaft ist bislang eine Utopie, die Realität der „besten aller Gemeinschaften“ ist eher ernüchternd. Die Folge ist eine ausgeprägte narzisstische Kränkung, die den Jahrhunderte andauernden Niedergang des Islam als fremdverschuldet erklärt – das Feindbild „der Westen“ wird bemüht, um die wirtschaftliche und kulturelle Rückständigkeit des Islam auf die angebliche westliche „Dekadenz“ zurückzuführen. Im Hintergrund steht aber eine allumfassende jüdisch-christliche Verschwörung gegen den Islam. Ahmadiyya-Gründer Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908), der das Verkünden des Islam auch als Dschihad der Gegenwart bezeichnete, nennt als seine Motive u.a.:

True piety and virtue have been forgotten. The philosophy and science of this age run counter to spiritual aspirations. The influence they exert is bad to an extreme and conducive to spiritual blindness. They stimulate thoughts dangerous and impulses satanic. Those who become engrossed in these studies lose their religious convictions,(…) The more enlightened people become in a new sciences, the more deficient they become in decent and good behavior, and in disposition of modesty and shame, in the fear of God, and love of straight dealings. The Christian teaching is laying so many mines to blow up truth and faith. Christians are out to destroy Islam and ready to use lies and fabrications in ways most subtle, and on all occasions and with the help of ever new techniques – all directed to beguile and lead people astray. Christians are defaming and lampooning the Holy Prophet, the perfect man who proved himself the pride of holy men of all times and chief among the saints and apostles of the world. They hesitate not to caricature him in theatrical shows. They try and project a most hateful image they can invent of him. The worst that vicious and unchaste minds can think of is leveled against Islam and the Holy Prophet of Islam to lower them in the eyes of the world. Now O Mussalmans, hear and hear attentively that this campaign against Islam and Islam’s holy influence cannot be defeated by ordinary methods and means. The campaign is backed by the most complex fabrications and the most carefully planned devices that Christians can design. It is pursued mercilessly, with no thought of the expenditure involved. It does not exclude some most shameful devices which decency forbids us to detail. It is a campaign let loose on a large scale and pushed by the worst possible wizardry by Christian peoples, followers of Trinity. Such a campaign cannot be countered by ordinary methods. It cannot be beaten unless its magic and wizardry are confronted by the miraculous power of the Hand of God. Only miraculous power can and will smash this campaign and not without it can we save our simple souls from this vicious Western magic. To think of anything else would be sheer folly. No wonder, therefore, God Almighty has chosen from amongst the true Muslims of our time, this humble one and blessed him with His revealed word and with other divine favors that this vicious magic may be undone. (Victory of Islam)

Auffällig sind die Parallelen zum Denken von Hassan Al-Banna und Sayyid Qutb, den “Vätern” des modernen Islamismus, und ihrem Nacheiferer Osama Bin Laden. Es fehlt eigentlich nur die Erwähnung der „salibiyyun“, „Kreuzzügler“, wie die dämonischen Anhänger der angeblichen Verschwörung des Christentums gegen den Islam im arabischen Raum genannt werden. In einer ersten Stufe ist die „Reinigung“ der Welt des Islam von „nichtislamischen“ Elementen vorgesehen. Ist diese erfolgreich abgeschlossen und hat der Islam, wie man glaubt, dadurch seine alte Größe wiedererlangt, sind die Muslime stark genug, um die Islamisierung der Welt in Angriff zu nehmen.

Israel Schuld am Einmarsch Iraks in Kuwait

Dass diese Geisteshaltung seit den Tagen von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad nicht ausgestorben ist, zeigte der vierte „Kalif“ der Ahmadiyya Jamaat, Hadhrat Mirza Tahir Ahmad (gest. 2003), in einer Reihe von Freitagspredigten zum Golfkrieg 1990. Darin exkulpiert er das irakische Regime unter Saddam Hussein und stuft die irakische Okkupation Kuwaits zum regionalen Kleinkonflikt zwischen orientalischen Despotien herab, während „die Juden“ (die er als „aliens“, Fremde, bezeichnet) für weitaus größere Grausamkeiten verantwortlich seien:

„…look at the thousands of people of all ages, elderly, young and infants, who are helplessly languishing in camps. They are killed mercilessly; the skulls of infants are cracked open with rocks; children are brutally murdered in front of their mothers, and the mothers soon follow their children on the death trail.”

Die Geiselnahme von Ausländern durch die irakischen Streitkräfte und ihr Missbrauch als “menschliche Schutzschilde” sei ein geringes Verbrechen im Vergleich zum Boykott Iraks durch die UN („…constitutes a crime whose horror exceeds the hypothetically feared poetential execution of a few thousand Britons and Americans held in Iraq.“). Vielmehr ist die Politik gegen den Irak Saddam Husseins Ausdruck der allgegenwärtigen Verschwörung gegen den Islam:

„My apprehension is that Iraq will be subjected to horrific revenge and it may be blown to bits. The fire of their revenge will not quench until they annihilate this up-and-coming Muslim country which is an exceptional force in this region. These ill-intentions were first conceived in Israel. (…) God alone knows how Iraq was lured into occupying Kuwait and the whole sinister development ensued (Hervorhebung im Original)

Der „Kalif“ war nicht der Einzige, der in der islamischen Welt kruden Verschwörungstheorien anhängt. Im Gegenteil, Verschwörungstheorien gehören zum absoluten Mainstream. Die weit verbreitete Neigung, für Missstände im „Haus des Islam“ stets „den Westen“, Juden, Christen oder Nicht-Muslime allgemein verantwortlich zu machen, ist nicht zuletzt auf den im Koran begründeten unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen zurückzuführen. Abgesehen davon gerät jede nichtislamische Kultur oder Idee durch den universellen Herrschaftsanspruch des Islam rein zwangsläufig in eine Konkurrenzposition zu den Muslimen.

Die einzige Hoffnung auf Überwindung der gegenwärtigen Schwäche und Zerrissenheit der islamischen Welt liegt laut Tahir Ahmad in der Besinnung auf die Gebote des Koran, auf den „wahren Islam“ der Ahmadiyya-Bewegung.

„The period of adversity has been long and painful. You should turn to God, repent, and seek His forgiveness. Let me assure you that to whatever extent the matters may have worsened, if you submit today before the leadership established by God, then not only will you rise as a great power in the world, but such a great movement of the new supremacy of Islam wil be set in motion that no power in the world will be able to confront it and the progress which appears to spread over centuries will become a matter of years.” (The Gulf Crisis & The New World Order)

Muslimischer Küchenzauber

Ein breites, jedoch rasch verhallendes Medienecho rief ein Artikel im deutschsprachigen Jugendmagazin der Ahmadiyya im April 2007 hervor. In dem Blatt wurde behauptet, der Verzehr von Schweinefleisch mache homosexuell; dieselbe Aussage fand sich auf der offiziellen Homepage der deutschen Ahmadiyya-Gemeinschaft (PI zitierte ausführlich).

Diese voraufklärerische Variante von „Du bist was Du isst!“ beleidigt Homosexuelle und Fleischesser (und vermutlich auch Schweine selbst), ist aber in dieser und ähnlicher Form als Begründung für das Schweinefleischverbot bei unterschiedlichen islamischen Strömungen durchaus gebräuchlich. Weil schlechte Presse für die Ahmadis schädlicher ist als gar keine Presse, wurde der Stein des Anstoßes rasch von der entsprechenden Webseite entfernt, womit der Fall für die meisten Medien erledigt ist. Der „Tagesspiegel“ zitiert den Sprecher der Sekte, Rafik Ahmad, mit folgender Begründung für diesen Schritt:

„Wir haben keine Quelle gefunden, in der diese Aussage belegt wird“ (…) Darum würden jetzt alle Videobänder mit Reden und Diskussionen des Kalifen ausgewertet. Solange gelte, dass im Koran und in den Schriften des Begründers der Gemeinde kein Zusammenhang hergestellt werde zwischen dem Verzehr von Schweinefleisch und Homosexualität, sagte Ahmad. Beides ist Muslimen nicht erlaubt.“

Eine wie wir finden höchst bemerkenswerte Aussage, wenn man das Pferd von hinten aufzäumt: angenommen, es gibt im Koran Passagen, die eine Verbindung knüpfen zwischen Schweinen und Homosexuellen, dann ist Diskriminierung erlaubt, wenn nicht geboten. Im Geiste der Nächstenliebe sind wir bereit zu helfen. Ein Hinweis findet sich in der Tat in den Aussagen des Gründers Hazrat Mirza Ghulam Ahmad:

The Promised Messiah and Mahdi writes about „Why Eating the Flesh of Swine is Prohibited“:“One matter to be kept in mind in this context is that in the very name of the animal, God has indicated the reason for the prohibition of its flesh. The Arabic word for swine is Khinzir which is compound of Khanz and Ara , which means: I see it very foul. Thus the very name that God Almighty gave to this animal at the beginning points to its uncleanliness. It is a curious coincidence that in Hindi this animal is called Suar, which is a compound of Su and Ara . This also means: I see it very foul. … Everyone knows that it eats filth and is utterly shameless. Thus, the reason for the prohibition of its flesh is obvious, as by the law of nature its flesh would have a foul effect on the body, and the soul of one who eats it. …. Even in pre-Islamic times, Greek physicians had opined that the flesh of this animal particularly damages the faculty of modesty and fosters shamelessness.

Schnitzel macht also „schamlos“. Ob Homosexualität „Schamlosigkeit“ bedeutet ist eine Interpretation, die abhängig von der jeweiligen Weltanschauung ist. In den deutschsprachigen Koran-Übersetzungen finden sich Hinweise auf Mohammeds Haltung zur Homosexualität (4,16; 7,81). Homosexualität wird dort mit „Hurerei“, „Unzucht“ und „Ausschweifung“ assoziiert. Nach wie vor findet sich auf http://www.ahmadiyya.ch/ ein Eintrag in den FAQ, der keinen anderen als den deutschen Islam-Konvertiten Hadayatullah Hübsch zitiert.

Hingegen liegt dem Verbot [von Schweinefleisch] eine Ernährungsphilosophie zugrunde, die davon ausgeht, dass jedes Nahrungsmittel auf eine gewisse Weise bestimmte Moralverhalten im Menschen stärke oder schwäche. Konkret, dass durch die Aufnahme von Nahrung das moralische Verhalten des Menschen beeinflusst wird. Das Schwein gilt als Tier, das schamlos ist. Es ist ein Allesfresser, frisst auch das Fleisch von Artgenossen, es hat zudem Neigungen zu einem ausschweifenden Sexualleben und zur Homosexualität.

Wenn man weiß, dass Muslime oft Analogieschlüsse ziehen, um zur Rechtsfindung zu gelangen, ist es eigentlich nicht erstaunlich, wenn die Ahmadis dem Schwein nachgesagte Eigenschaften auf das Verhalten „schweinischer“ Menschen übertragen. So ist es höchst zweifelhaft, dass die Entfernung des fraglichen Inhalts von der deutschen Ahmadi-Homepage Anzeichen eines echten Umdenkens innerhalb der Gemeinschaft ist – und nicht vielmehr Teil der Tabligh-Strategie, den Zielpersonen der Missionierung Details zu verschweigen, damit kein unangenehmer Eindruck von der Sekte entsteht. Wenn erst die „Herzen gewonnen“ sind und das Denken ausgeschaltet ist, ist auch die Bereitschaft vorhanden, Kröten zu schlucken. Liebe macht bekanntlich blind.

Fazit

Wie gesehen gibt es Indizien dafür, dass die Ahmadiyya Muslim Jamaat ein doppeltes Spiel treibt. Vordergründig integriert, verfolgt sie hinter den Kulissen unter Zuhilfenahme der Tabligh-Strategie die Islamisierung des Westens hin zum „Weltkalifat“.

Es ist an der Zeit, die Schriften der Ahmadiyya Muslim Jamaat einer systematischen Prüfung zu unterziehen. Noch sind die von uns zitierten Texte online frei für jedermann einzusehen. Nicht überraschend wäre es, wenn die deutsche Ahmadiyya-Gemeinde weitere fragwürdige Inhalte wie Aussagen über die Rechte der „Frau im Islam“ (Broschürentitel) und judenfeindliche Passagen [*], die sich genauso in der Charta der radikal-islamischen Hamas finden („Der Konflikt im Mittleren Osten“), sang- und klanglos verschwinden ließe, sobald sie einen größeren öffentlichen Bekanntheitsgrad erreichten. Doch wir dürfen uns nicht durch Tabligh nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ täuschen lassen. Die Ahmadiyya hat es verdient, dass ihr mit Skepsis und Zurückhaltung begegnet wird. Höflichkeitsfloskeln wie „Liebe für alle, Hass für niemanden“ kann jeder absondern. In der Konfrontation der Sekte mit ihren eigenen fragwürdigen Aussagen und in ihrer Reaktion darauf wird sich zeigen, wie weit es mit ihrer Redlichkeit her ist: lässt sie Kritik zu, ist sie in der Lage, Selbstkritik zu üben, indem sie die Inhalte zur Kenntnis nimmt, um sich schließlich – als Zeichen der Einsicht und Umkehr – glaubhaft von ihnen zu distanzieren? Oder bedient sie sich aus dem Taktik-Repertoire des typischen muslimischen Verbandsfunktionärs, das Verschweigen, Abwiegeln, Abstreiten und Ins-Gegenteil-Verkehren umfasst?

Nachtrag: Alle von uns zitierten Schriftstücke sind, sofern sie von Autoren der Ahmadiyya Muslim Jamaat stammen, auf der internationalen Homepage http://www.alislam.org/ bzw. der Homepage der deutschen Ahmadiyya-Gemeinde http://www.ahmadiyya.de/ einzusehen (zumeist PDF-Format, s. http://www.alislam.org/books/ bzw. http://www.ahmadiyya.de/online_shop/library_frameset.html)

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[*] Zitat aus „Der Konflikt im Mittleren Osten im Lichte himmlischer Prophezeiungen“:

„In den Ahadith (Aussprüchen des Heiligen Propheten Muhammad, Friede und Segen Allahs seien auf ihm) stoßen wir auf zahlreiche wichtige Einzelheiten über die Taten von Gog und Magog auf der einen Seite und das Unglück der Muslime und ihre letztliche Rettung durch die Hand des Messias auf der anderen Seite. Zum Beispiel bestätigen die Ahadith ausdrücklich, daß in den letzten Tagen ein heftiger Kampf zwischen den Juden und den Muslimen ausbrechen werde und daß am Ende Allah Sieg den Muslimen gewähren würde: Prophezeiung, daß die Juden eine endgültige Niederlage durch die Hand der Muslime erleiden werden. „Es wird von Abu Huraira berichtet, daß ein schwerwiegender Zusammenstoß zwischen Muslimen und Juden stattfinden wird, und zwar in den letzten Tagen. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung wird sein, daß die Muslime beginnen werden, die Juden zu töten. Die Juden werden sich selbst hinter einem Stein oder einem Baum verbergen. Dann wird der Stein oder der Baum laut ausschreien: ‚0 Muslim, 0 Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir verbirgt, komm und töte ihn.‚“ (Sahih Muslim: Kitab-al-Fitn) (Hervorhebung durch den Autor)

Zum Vergleich: Auszug aus der Charta der Hamas:

„The Islamic Resistance Movement is one link in the chain of jihad in confronting the Zionist invasion. It is connected and linked to the [courageous] uprising of the martyr ‚Izz Al-Din Al-Qassam and his brethren the jihad fighters of the Muslim Brotherhood in the year 1936. It is further related and connected to another link, [namely] the jihad of the Palestinians, the efforts and jihad of the Muslim Brotherhood in the 1948 war, and the jihad operations of the Muslim Brotherhood in 1968 and afterwards. Although these links are far apart, and although the continuity of jihad was interrupted by obstacles placed in the path of the jihad fighters by those who circle in the orbit of Zionism, the Islamic Resistance Movement aspires to realize the promise of Allah, no matter how long it takes. The Prophet, Allah’s prayer and peace be upon him, says: „The hour of judgment shall not come until the Muslims fight the Jews and kill them, so that the Jews hide behind trees and stones, and each tree and stone will say: ‚Oh Muslim, oh servant of Allah, there is a Jew behind me, come and kill him,‘ except for the Gharqad tree, for it is the tree of the Jews.“ (Quelle: MEMRI, Hervorhebungen durch den Autor)

Gastbeitrag von Martin S.




Islam ohne Allah – Teil 1: Islam und Islamismus

islam_islamismus.jpgDer Satz „Der Islam ist eine Religion des Friedens“ dürfte wohl die meisten PI-Leser nur noch zu einem müden Lächeln bewegen. Aber wie ist es, wenn wir bei dem Satz die zwei letzten Worte weg lassen. „Der Islam ist eine Religion.“ Stimmt es dann? Die Antwort ist ehrlicherweise: Leider ja. Der Islam gehört zu den Weltreligionen und er hat zweifellos wichtige Merkmale einer Religion. Er hat aber auch noch Merkmale, die üblicherweise nicht zu einer Religion gehören.

Der Islam ist ein allumfassendes Lebenskonzept, das eine politische Ideologie, ein Rechtssystem, eine soziale Ordnung, eine gewisse Weltsicht und psychische Grundhaltung und unter anderem auch eine vollständige Religion mit Eingottglauben, Propheten, heiligen Schriften, etc. enthält. Westliche Islamkritiker, die nicht müde werden, diese Information wider den Mainstream zu verbreiten, befinden sich damit in voller Übereinstimmung mit allen traditionellen und den anerkannten unter den zeitgenössischen Islamgelehrten, für die an dem Konzept al-Islam din wa daula (Der Islam ist Religion und Staat) keinerlei Zweifel besteht. In seiner Islamischen Deklaration von 1970 schrieb der spätere bosnische Präsident Alija Izetbegovic (page 19):

„Die Geschichte kennt keine wahrhaft islamische Bewegung, die nicht gleichzeitig auch eine politische Bewegung war. Das liegt daran, dass der Islam ein Glaube ist, aber auch eine Philosophie, ein moralischer Kodex, eine Ordnung der Dinge, ein Lebensstil, eine Atmosphäre – alles in einem, eine umfassende Lebensweise …“

Und damit hat er auch Recht. Das ergibt sich nicht nur daraus, dass man selbstverständlich beim Erforschen einer Religion zur Kenntnis nehmen sollte, was ihre Gelehrten und Intellektuellen sagen, sondern auch aus den heiligen Schriften des Islam selbst, dem Koran, den Hadithen und vor allem der Person Mohammeds, der Politiker, Kriegsherr und rechtliche Instanz war, was er auch nie zu verbergen suchte, sowie aus der islamischen Geschichte.

So haben wir die eigenartige Konstellation, dass sich in der Analyse (nicht Wertung!) des Islam westliche Islamkritiker und gebildete Islamgelehrte sowie vermutlich eine Mehrheit der „normalen“ Moslems (zumindest unterbewusst) grundlegend einig sind, während westliche Beschwichtiger den Islam neuerdings als Islamismus bezeichnen und von der Existenz einer politikfreien Religion namens Islam ausgehen, wozu sie als islamische Zeugen glattzüngige Lügner und naive Ahnungslose unter der einfachen Bevölkerung aufbieten. Abfällig bezeichnen sie Moslems, die ihren Lebtag den Islam studiert haben, ihn lehren und in der islamischen Gelehrsamkeit große Achtung genießen, (z.B. Ayatollah Khomeini, Sayid Qutb, die Gelehrten der Al Azhar Universität etc. sowie auch historische und hoch geachtete Islamgelehrte), als radikale Spinner, als Außenseiter, die man nicht zur Beurteilung des Islam heranziehen darf, weil sie angeblich eine Minderheit repräsentieren und vom wahren Islam keine Ahnung haben, während sie uns den netten, integrierten Döner-Ali von nebenan und nicht zuletzt sich selber als Autorität des wahren Islam, der angeblich rein religiöse Inhalte hat, präsentieren.

Idealisierte Sichtweise auf den Islam durch das Kunstwort „Islamismus“

Das einzige, was noch einen gewissen Sinn ergibt, ist die Unterscheidung zwischen Personen, die Unterscheidung zwischen Moslems allgemein und Islamisten speziell. Mit Islamisten kann man Personen bezeichnen, die sich aktiv für die islamische Sache, das heißt die Ausbreitung des Islam, einsetzen. Islamisten sind eine Untergruppierung von Moslems, man kann sie der Ideologie nach nicht oder nur sehr unscharf von nicht-islamistischen Moslems abgrenzen, sondern vor allem in der politischen Aktivität, die sich von heute auf morgen einstellen kann. Damit wird aber eher eine charakterliche als ideologische Unterschiedlichkeit bezeichnet.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen sich nicht gleichermaßen intensiv für eine Ideologie, eine Religion oder eine politische Bewegung, der sie anhängen, einsetzen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine bösartige oder gutartige Bewegung handelt. Selbstverständlich nimmt man hin, dass unter den NSdAP-Mitgliedern (um ein bösartiges Beispiel zu wählen) nicht alle gleichermaßen aktiv an der Etablierung und Aufrechterhaltung des Nationalsozialismus oder gar am hauptberuflichen Judenmord beteiligt waren. Niemand würde auf die Idee kommen, die Lehre des Nationalsozialismus inhaltlich anhand von Beobachtungen von Hans und Gretel, passive NSdAP-Mitglieder aus Hintertupfingen, zu analysieren, die niemals Mein Kampf gelesen hatten und ansonsten breite Masse waren, die eben taten, was alle taten und was bequem war. Niemand außer vielleicht üblen Neonazi-Revisionisten käme auf die Idee, zu unterstellen, dass diese Leute einer eigenen gutartigen, respektablen Ideologie – z.B. namens Nationalsozialismus-light – anhingen. Sie hingen der gleichen Ideologie an wie jeder SS-Mann und wie Adolf Hitler persönlich – sie waren nur weniger aktiv. Und weil wir ja gar nicht eingebildet sind noch ein gutartiges Beispiel: Man könnte ohne weiteres auch die islamkritische Szene in passive „Islamophobe“ und aktive „Islamophobisten“ einteilen. Auch das würde niemand als Anlass sehen, zu behaupten, wir würden uns nur aufgrund unserer Aktivität oder Passivität grundlegend in der Einstellung unterscheiden.

Einzig beim Islam belässt man es nicht bei der Einteilung Islamist und Moslem, die auch schon leicht fragwürdig ist und vielleicht besser mit „aktiver Moslem“ vs. „Moslem“ gekennzeichnet wäre, sondern adelt diese Unterscheidung darüber hinaus noch zu einer zwischen Ideologien: Islamismus und Islam. Diese Unterscheidung ist nicht nur unsinnig, sie ist leider auch gezielt irreführend. Mit ihr wird suggeriert, dass es zweierlei Ideologien gäbe, eine rein religiöse und eine religiös-politische, wobei die rein religiöse angeblich „Islam“ heißt und die religiös-politische „Islamismus“. Letzteres wird gerne als Produkt des 20. Jahrhunderts bezeichnet, entweder als überwiegend vom europäischen Faschismus abgeleitet – oder in der hardcore-islamophilen Variante auch als verständliche Reaktion auf westlichen Imperialismus und Rassismus – eine Ideologie, die angeblich bis auf Oberflächlichkeiten ohne Grundlage in der islamischen Tradition ist. Diese Unterscheidung ermöglicht es, dass Ungläubige zumindest zu einem wichtigen Teil eine islamische Weltsicht einnehmen: Die Fehlerlosigkeit des Islam, der über jede Kritik erhaben ist. Durch Abspaltung all dessen, was Ungläubige schockiert, als „Islamismus“ oder als „Missbrauch des Islam“, bleibt der Islam selbst als reine, unbefleckte Lehre zurück, die nur von böswilligen Menschen kritisiert und abgelehnt wird, da ja eiligst alles, was jemanden stören könnte, ausgegliedert wird. Ein genialer Schachzug.

Das, was über 13 Jahrhunderte hinweg sowohl von Moslems als auch von allen, die mit ihnen in Berührung kamen, als „Islam“ bezeichnet wurde und was allen Beteiligten als Bezeichnung vollkommen ausgereicht hat, bezeichnen wir heute als Islamismus, während wir unter dem Wort „Islam“ eine Fantasiereligion verstehen, für deren Existenz es keinerlei Anhaltspunkte gibt. Auf welche heilige Schriften soll sich diese Religion berufen? Der Koran und die Sunna können es nicht sein, denn auf diese berufen sich bereits höchst glaubwürdig die Islamisten. Auf welchen Gründer soll sich diese Religion berufen? Mohammed kann es nicht sein, denn der war ein Islamist par excellence, neben dem Osama bin Laden locker als höchst moderater Taliban durchginge. Als Prophet blieben höchstens westliche Politiker übrig, dann sollte man aber auch ehrlich sein und den Islam so definieren: Allah ist groß und George W. Bush („Islam is a religion of peace“) ist sein Prophet. Das soll kein Bush-Bashing sein. Er ist nicht der einzige und bei weitem nicht der schlimmste – er ist nur in der Prophetenrolle derjenige, bei dem das Groteske dieser Fantasiereligion am besten auffällt.

Religiöse Abspaltungen vom Islam

Die traurige Wahrheit ist: es gibt diese rein religiöse, gutartige Abspaltung vom Islamismus namens Islam wohl nicht, zumindest nicht als Lehre. Es gibt nur Islamismus und unter seinen Anhängern mehr oder minder eifrige. Abspaltungen vom Islam, die Teile des islamisch Religiösen bewahrt und sie mit anderen Religionen vermischt oder eigene Ideen entwickelt haben, gibt es hingegen schon: zum Beispiel die Drusen im 11. Jahrhundert und die Baha’i im 19. Jahrhundert. Die Anhänger dieser Religionen erfreuen sich aggressiver Diskriminierung und Verfolgung durch Moslems. Weder sie noch irgendein Moslem noch ein anderer Ungläubiger würde diese Abspaltungen als Teile des Islam bezeichnen, die können also mit der „religion of peace“ nicht gemeint sein. Erst kürzlich hat PI berichtet, dass ein Vertreter des Islam in Deutschland den Baha’i den Religionsstatus rundweg abgesprochen hat. Der Moslemvertreter hatte sachlich wohl Recht. Die Baha’i waren im Gegensatz zu Angehörigen der vormohammedanischen Religionen wie Judentum und Christentum, die zwar prinzipiell ebenfalls als Verfälschungen des Islam gelten, vormals Moslems, können also als Apostaten betrachtet werden. Ihr Religionsgründer, der Bab, wurde öffentlich hingerichtet. Es wäre naiv, anzunehmen, dass sie jemals von einem Moslem, der seine Religion ernst nimmt, anerkannt werden können. Die Aleviten sind ein Grenzfall, näher am eigentlichen Islam und besser akzeptiert als die Baha’i, sie werden häufig zum Islam gerechnet, sind aber ebenfalls ohne realistische Chance, jemals die Deutungshoheit über den Islam zu erhalten. Auch sie sahen sich grausamer Verfolgung durch Moslems ausgesetzt. Denn auch sie widersprechen den Lehren Mohammeds, und zwar an Stellen, wo diese eindeutig sind, zum Beispiel der, dass der Koran das unveränderliche Wort Allahs ist. Schiiten und Sunniten unterscheiden sich da, wo Mohammed schweigsam blieb – in der Frage seiner Nachfolgerschaft. Die Rechtsschulen beider lehren das islamische Gesamtkonzept, die Unterschiede zwischen ihnen müssen Ungläubige nicht interessieren. In der Einstellung zu uns gibt es keine.

Bassam Tibis Euro-Islam

Dass es islamische Einzelpersonen gibt, die sich für den politischen Anteil des Islam nicht interessieren, stimmt selbstverständlich, aber sie haben keine ideologische Grundlage dafür. Die Zahl derer, die sich für die politischen Anteile nicht nur nicht interessieren, sondern sie kennen und bewusst negieren, dürfte schon sehr viel geringer sein. Als berühmtes Beispiel könnte man Bassam Tibi anführen.

Sein Euro-Islam ist eine gut gemeinte Idee, ist aber so etwas Ähnliches wie alkoholfreier Wodka, was – vermutlich mangels Nachfrage – bisher noch niemand erfunden hat. Den Flop „alkoholfreier Wein“ gab’s allerdings schon, er erfreut sich wohl ähnlicher Beliebtheit wie Tibis Euro-Islam und vielleicht darf er sich eines Tages aus der Rückschau mit diesem um die Bezeichnung „Totgeburt des 20. Jahrhunderts“ streiten. Ich favorisiere den Euro-Islam für diese Auszeichnung, weil für ihn eine gigantische Werbekampagne läuft und fast alle Welt so tut, als gäbe es ihn bereits oder man stünde zumindest kurz vor seiner glorreichen Erschaffung, der dabei trotzdem genauso von der Zielgruppe gemieden wird, wie der alkoholfreie Wein, für den man kaum je Werbung sah.

Ich habe gehört, Tibi wäre auch der Erfinder des Begriffes „Islamismus“, konnte dafür aber keine Belege finden. Es wäre sehr hilfreich, wenn PI-Leser zu dem Thema „Erfindung des Islamismus“ Quellen beitragen könnten. Ebenso wäre es interessant, zu erfahren, ob sich jemand noch daran erinnert, wann und in welchem Zusammenhang er den Begriff zum ersten Mal gehört hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass es bei mir nach Nine-eleven war – und zwar kurz danach. Es wäre schon schockierend, wenn sich herausstellen würde, dass ein Begriff, der im allgemeinen Sprachgebrauch gerade mal seit sechs Jahren existiert, so behandelt wird, als hätte es ihn schon immer gegeben und als wäre er etwas grundlegend anderes, als das, was man Jahrhunderte lang als Islam bezeichnet hat. Das ist nicht nur Glossokratie – das ist galoppierende Glossokratie.

Islam ohne Allah – was ist damit gemeint?

In den kommenden Teilen möchte ich mich einer anderen Abspaltung vom Islamismus (veraltet: Islam) befassen – nicht mit der des religiösen Teils, sondern mit der der areligiösen Teile. Ich möchte der Frage nachgehen, ob es das politische, soziale und psychologische Konzept des Islam auch ohne religiöses Beiwerk gibt, ob dieses Konzept theoretische Grundlagen hat, wer seine Anhänger sind oder sein könnten, wie sie von der Umma eingeschätzt werden. Nachdem es sehr unwahrscheinlich ist, dass Allah ohne Islam(ismus) zum Renner wird, möchte ich nachforschen, ob es umgekehrt einen Islam ohne Allah gibt oder geben kann, welche Auswirkungen das hat und wie es zur Verwirrung und Täuschung Ungläubiger führen kann.

To be continued…




Israelschelte vom Berliner Tagesspiegel

anti_israel_tagesspiegel.jpgDie deutschen Medien sind leicht zu durchschauen: Wenn es um negative Berichterstattung, um die Bösewichte dieser Welt, geht, kann man sicher sein, dass entweder über den amerikanischen Präsidenten, die USA im Allgemeinen oder den Staat Israel berichtet wird. Da macht auch der Berliner Tagesspiegel, den wir zuweilen wegen seiner durchaus islamkritischen Berichterstattung gelobt haben, keine Ausnahme. So lautete die reißerische Tagesspiegel-Schlagzeile vom 6. Mai „Foltervorwürfe gegen Israels Geheimdienst“. Ob dies nun stimmt oder nicht, wird vom Tagesspiegel nicht näher untersucht.

Unser Leser Franz H. schrieb dazu:

Für alle, die es „ohnehin schon immer gewusst haben“, lieferte der Tagesspiegel am 06. Mai 2007 die passende Schlagzeile: „Foltervorwürfe gegen Israels Geheimdienst“. Dies wird den meisten vermutlich schon gereicht haben und so werden sie an genaueren Details gar nicht interessiert sein, denn „das“ wussten alle „Menschenrechtsaktivisten“, für die es kein Leid außer dem der Palästinenser gibt, ohnehin schon. Liest man den Artikel, so wird deutlich, dass sich hinter der reißerischen Überschrift so viel Inhalt verbirgt, wie hinter den meisten vorlauten Anschuldigungen gegenüber Israel, die dann Wochen später kleinlaut zurückgenommen bzw. einfach vergessen werden.Bei Lektüre des Artikels erfährt man, dass es um Vorwürfe von Betselem und Hamoked – zweier Menschenrechtsorganisationen gegenüber dem israelischen Geheimdienst Schin Bet geht. Diese hatten 73 Palästinenser aus dem Westjordanland befragt, die zwischen Juli 2005 und März 2006 in Israel inhaftiert waren. Sie klagten über angebliche Schläge, schmerzhaften Fesseln und Demütigungen, Isolationshaft, Schlafentzug, sowie Unterbringung in verschmutzten Zellen und schlechter Nahrung.

Dazu sei Folgendes bemerkt: Die genannten Organisationen sind für ihre Einseitigkeit in der Verurteilung Israels bekannt und werden beide unter anderem durch die Ford Stiftung unterstützt, die von dem bekannten Antisemiten Henry Ford gegründet wurde und dafür bekannt ist, gerne israelfeindliche „Menschenrechtsorganisationen“ zu unterstützen.

Des Weiteren dürfte jedem klar sein, dass die Befragung ehemaliger palästinensischer Häftlinge für eine objektive Beurteilung der Sachlage so hilfreich ist, wie ein Gespräch mit Osama bin Laden über die Legitimation US-amerikanischer Außenpolitik.

Den Tagesspiegel scheinen diese Quellen nicht zu stören, die Schlagzeile war es ihm wert.

» Email an den Tagesspiegel




PI – Bastion für Grundgesetz und Menschenrechte

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(Karikatur: Fliers Welt)

Vorurteile, simple Klischees, undifferenzierte Pauschalierungen dominieren das Bild und die Diskussion über den Islam im Westen. Friedlich, vielfältig, tolerant soll er sein. Und nur so, denn jegliches Leid, das der Islam verursacht, hat mit dem Islam nichts zu tun. Wer den Islam in Lehre, Geschichte und Auswirkungen, speziell in Bezug auf massivste Menschenrechtsverletzungen thematisiert und analysiert, gilt als böswillig und rassistisch. Islam-Fürsprecher fürchten nichts mehr als die Wahrheit. Sie fordern zu schweigen, und verkennen, dass es eine zentrale Lehre aus dem Leid des dritten Reiches ist, nicht zu schweigen wo Unrecht geschieht und angekündigt wird.

Der Artikel in der NZZ über die islamkritischen „Kampfblogger“ offenbart die politisch korrekte Verdrängungsargumentation, die einem ständig begegnet, sobald die katastrophale Menschenrechtslage im Einflussbereich des Islam thematisiert wird.Die Kritik an der Islam-Kritik ist inhaltlich nahezu substanzlos, so wie sie im Beispiel Heribert Seifert vorträgt. Die ganze Argumentation basiert auf dem Postulat einseitiger Maßstäbe, die so zurecht gelegt werden, dass Islamkritik von vorn herein moralisch deklassiert wird.

Es folgen Unterstellungen und vor allem keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Unrecht islamischer Kultur und deren Opfer. Eine typische Herangehensweise der „Kritiker“ der Islamkritiker.

Wer natürlich nichts über den Islam weiß, bzw. sein Bild über den Islam naiven, eventuell positiv-rassitischen Idealisierungen verdankt und sich seine Vorurteile gerne bewahren will, projiziert seine eigene Einseitigkeit (und Verdrängung) zwangsläufig auf den Kontrahenten.

So kritisiert Seifert, dass man Grausamkeiten, Rassismus und Diskriminierung aufgrund des Islam aufzeigt – während er selbst kein Wort der Verurteilung für diese Verbrechen findet. Als wären diese Delikte Bagatellen, die Berichterstattung nicht Wert sind.

In jüngster Zeit sind es vor allem die Attacken auf Schwule und Juden, die von den bloggenden Islamgegnern angeprangert werden.

Wie anrüchig darüber zu berichten. Als wäre Juden- und Schwulenhass kein verbreitetes Phänomen in der islamischen Welt. Wo bleibt Seiferts Klage gegenüber diesem Unrecht? Er sorgt sich statt dessen um das Ansehen der Moslems und des Islam:

In diesem Islam-Bild gibt es keine Zwischentöne und auch keine Unterscheidungen.

Wenn man über Ehrenmorde, Zwangsehen, Ungläubigenhass berichtet, so liegt die Differenzierung in der Solidarität mit den Opfern. Seifert hingegen läßt es an Differenzierung vermissen – denn wo keine Täter sein sollen, fehlen folglich auch die Opfer.

In rabiater Übernahme eines Denunziationsmusters der «antifaschistischen» Aktivisten gilt hier auch, dass nicht der verrückte Rand eines Milieus das Problem ist, sondern das gesamte Milieu. Nicht die Islamisten und die sich mit Versatzstücken des Islam kostümierenden Terroristen sind die eigentliche Gefahr, sondern die ganze Umma. Jeder Muslim wird so auf eine Identität reduziert, die ihn zur Bedrohung werden lässt.

Sind Ehrenmörder und Zwangsverheirater der „verrückte Rand“ in der islamischen Welt? Begeht etwa Bin Laden all diese Verbrechen eigenhändig, die sogar in der Türkei seit 2000 über 5000 Mordopfer betragen, plus Dunkelziffer natürlich.

Wenn sich islamische Terroristen mit Versatzstücken des Islam kostümieren sollen, hat Seifert keine Ahnung vom Vorbild islamischer Terroristen: Dem Propheten Mohammed, der Attentäter gegen Kritiker und Spötter aussandte, der über 60 Raubzüge und Angriffskriege führte, der Menschen versklavte (auch sexuell!), der Massaker anordnete und die vielfältige multikulturelle, tolerante Kultur des vorislamischen Arabien rigoros vernichtet hat. Islamische Terroristen berufen sich auf genau diese Präzedenzdenfälle mit dem Koran in der Hand. Denn das ist Bestandteil des Djihad, der ausdrücklich Gewalt und Mord für den Fall beinhaltet, dass anders keine Herrschaft über Ungläubige zu erlangen ist. Seifert erklärt ohne Kenntnis über den Islam (oder er stellt die Fakten bewusst falsch dar) islamischen Terror für eine quasi unislamische Randerscheinung. Zugleich klammert er den islamischen Terror, der in der Androhung und Ausübung von Verbrechen wie Ehrenmorden und Zwangsehen seinen Ausdruck im Sinne islamischer Rechtssprechung findet, einfach mal aus. Sure 4,25 zeigt, wie islamische Ehen zustande zu kommen haben. Für Ehebruch gibt es in den Hadithen Präzedenzfälle. Diese Formen „islamischen Terrors“ fordern weitaus mehr Opfer als islamischer Terror von Al Kaida & Co.

Angesichts dieser Fakten geht Seifert her, und erklärt Gewalt und Terror in der islamischen Welt zum Randphänomen.

Seifert prangert einen Tabubruch an: Dass man Gewalt im Islam nicht als Raserei von einzelnen Irren thematisiert, sondern als Phänomen und Auswirkung islamischer Lehre. An dieser Stelle wendet Seifert ein Trick an, der von Fürsprechern des Islam beständig angewandt wird: Er vermischt die Ideologie des Islam mit dem einzelnen Moslem. Aus Systemkritik und der Benennung von deren Umsetzung konstruiert Seifert einen quasi-rassistischen Tatbestand:

Nicht die Islamisten und die sich mit Versatzstücken des Islam kostümierenden Terroristen sind die eigentliche Gefahr, sondern die ganze Umma. Jeder Muslim wird so auf eine Identität reduziert, die ihn zur Bedrohung werden lässt

Die logische Konsquenz von Seiferts Einlassung ist, dass man den Islam gar nicht mehr kritisieren kann als Ideologie, weil dies immer auf den einzelnen Moslem zurück fallen soll. Wahrscheinlich unbewusst zeigt sich hier ein Interpretationsmuster, das im Westen sehr verbreitet ist:

Seiferts Argumentation trägt kulturell-rassistische Züge, wenn er negative Stigmatisierung bei Moslems durch den Westen befürchtet. Er ignoriert zugleich jedoch, dass Moslems vom Islam selbst unterdrückt werden. Der Islam ist es, der ihnen ihre elementarsten Rechte raubt. Es ist der Islam, der Menschen dazu antreibt, soger die eigenen Familienangehörigen zu ermorden im Rahmen der Ehrenmorde, wenn islamisches Verhaltensreglement verletzt wurde.

Er ignoriert auch, dass der Islam gegenüber Ungläubigen ausschließlich äußerst negative Stigmatisierungen bereit hält. Seifert kann kein Beispiel nennen, wo der Islam anderen Kulten Gleichberechtigung zugesteht. Seifert kann auch kein Beispiel nennen, wo Atheisten, Christen, Hindus, usw. ihre Anschauungen im islamischen Machtbereich frei propagieren können. Seifert ignoriert die Wirkung eines islamischen Sozialisationsprozesses, in dem menschenrechtskonträre Ideale indoktriniert werden. Menschen, die eine korangemäße Gesellschaft für richtig halten und diese etablieren möchten, sind in der Tat eine Bedrohung für alle, auch Moslems (!), die gemäß den Menschenrechten leben möchten.

Seifert ignoriert weiterhin den Umstand, dass islamische Gesellschaften alle Diktaturen sind ohne Meinungs- und Religionsfreiheit, ohne die elementarsten Rechte individueller Selbstbestimmung wie wir sie im Westen kennen. Er muss dies tun, um seine Kritik an den Islamkritikern überhaupt aufrecht erhalten zu können.

Wesenstypisch bei der Islamverharmlosung ist stets, dass die Menschenrechtslage aufgrund des Islam ausgeblendet wird. Was folgt, ist eine Form der Diffamierung jener, die nicht wegsehen wo Unrecht geschieht, oder vorbereitet wird. Wie dies bei der schleichenden Islamisierung der Fall ist.

Für einen Medienprofi wie Seifert sind die Blogger natürlich ernsthafte Konkurrenz:

Mit dem Tunnelblick des islamfeindlichen Zeloten durchforsten diese Kulturkrieger die Websites der internationalen Presse, wobei sie auch die Lokalteile beachten. So kommt eine extrem einseitige Auswahl zustande, die massiert angeboten wird und keine Unterscheidung erlaubt. Ihre Arbeit zielt gerade darauf, jene Grenzen zu sprengen, mit denen zum Beispiel Tageszeitungen weniger Wichtiges von Wichtigem unterscheiden.

Wenn dem so wäre bei den etablierten Medien, wäre der Fall Kurnaz nie so hochgekocht worden. Nahezu wöchentlich finden in Deutschland inzwischen islamisch motivierte Ehrenmorde oder Mordversuche statt. Eine Verbrechensform, die es in der nicht-islamischen, europäischen Kultur nicht gibt. Unzählige Zwangsehen werden geschlossen. Was durchleiden wohl Zwangsverheiratete, die Selbstmord begehen ? (Eigenrecherche – Herr Seifert!) Die untertauchen müssen, mit ihren Familien oft vollständig den Kontakt brechen müssen, um diesem Martyrium zu entgehen, und gezwungen sind, neue Identitäten anzunehmen wie Zeugen in einem Mafia-Prozeß. Für Seifert mag Engagement gegen diese Verbrechen ein „Tunnelblick“ sein. Womit er aber ziemlich genau seinen eigenen Röhrenblick beschreibt, um sich nicht mit der Menschenrechtslage in der islamischen Welt befassen zu müssen.

Seiferts Formulierung vom Wichtigen und Unwichtigen ist mehr als aufschlussreich. Die gerade genannten Umstände sind nach seiner, und der sehr vieler Islamophiler, „unwichtig“, weil die Medien nicht darüber berichten. Ein Kurnaz wiegt Tausende Opfer des Islam in unseren Medien auf. Hier zeigt sich in der Tat ein äußerst fragwürdiger Maßstab in der Wertigkeit von Menschenleben in unseren Medien.

Da sagen wir ganz eindeutig: Wir machen nicht mit. Wir solidarisieren uns mit den Opfern von Gewalt und Diskriminierung, und setzen uns dafür ein, dass unsere Menschenrechte erhalten bleiben. Dass auch Moslems die Chance bekommen, frei und selbstbestimmt zu leben, und diesen Kult der Zwänge und Unfreiheit hinter sich lassen können. Dass sie frei von Repression und Bedrohung entscheiden können, wenn sie im Propheten mit seinen pädophilen Neigungen, der unter definierten Bedingungen Krieg und Mord als legitim predigte, und die Auslöschung des Unglaubens zum Auftrag des Islam machte, kein Vorbild mehr sehen und seine Anweisungen ablehnen.

Moslems, die ehrenmorden, zwangsverheiraten, intolerant sind, werden so nicht geboren. Erst der Islam sozialisiert die Menschen zu diesen Haltungen und Verhaltensweisen. Allerdings muss man zuerst einmal sensibel dafür sein, dass die islamische Gesellschaftsform menschenrechtsfeindlich ist. Bei Heribert Seifert finden sich dafür leider keine Indizien. Aber immerhin erkennt er an, dass die „bösen Blogger“ in einem von Selbstzensur bestimmten Medienklima erst so richtig gedeihen.

Die rosarote pro-islamische Propaganda in Medien und Politik weicht in der Alltagserfahrung vieler Bürger längst in ähnlicher Form weit ab, wie die Heils- und Wohlstandsversprechen der DDR. Das Gefühl, belogen und indoktriniert zu werden, stellt sich darum bei vielen Bürgern zwangsläufig ein. Zugleich zeigt die mediale Selbstzensur- und Indoktrinationsmaschinerie, dass pro-islamisches Multikulti nur etablierbar wird mittels Methoden der Desinformation, Informationsunterschlagung sowie Diffamierung jener, die nicht Schweigen, wo Unrecht begangen wird. So nähert sich der Westen diktatorischen Strukturen an, um pro-islamische Politik zu gewährleisten. Wäre am Islam nichts faul, müsste man nicht desinformieren und Kritiker diffamieren. Ein Kennzeichen totalitärer Ideologie ist es stets, die Missstände aufgrund der Umsetzung der Ideologie zu verbergen. Genau nach diesem Muster verfährt die „Kritik“ an den Kritikern islamischer Menschenrechtsverletzungen. Allerdings begnügt man sich noch mit dem Versuch der Ausgrenzung durch Verächtlichmachung.

Erreichen pro-menschenrechtliche Medien und Blogs mehr Leser, würde das pro-islamische Volkserziehungskonzept schwerer durchsetzbar. Analog zur Sympathie für den Islam in Medien und Politik trotz dessen Menschenrechtsfeindlichkeit erscheint es gradezu als Notwendigkeit, unsere Grundrechte, speziell der Meinungsfreiheit, einzuschränken, um pro-islamische und somit dem Grundgesetz konträre Politik durchsetzen zu können.

» an die NZZ-Redaktion




Mein Freund, der Terrorist

Vor kurzem entdeckte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck den „moderaten Taliban“, den er gerne zu freundschaftlichen Gesprächen nach Deutschland einladen wollte. Zuvor waren bereits „gemäßigte Islamisten“ in Somalia vermutet worden, die als Dialogpartner geeignet schienen. Beck erntete daraufhin höhnische Kommentare aus Afghanistan. Inzwischen ist man schon wieder einen Schritt weiter.

Mit „gemäßigten“ und „moderaten“ Köpfen will man gar nicht mehr verhandeln. Die neuen Wunschpartner für die „Friedensgespräche“ sind die schlimmsten von allen: Die führenden Köpfe des Terrors. Von der Erkenntnis getrieben, dass die Bekämpfung des Terrors nur neuen Terror schafft, empfiehlt die liberale Expertengruppe Oxford Research Group (ORG) jetzt, vom Kampf zur Gesprächstherapie überzugehen.

„Dass der Irak als Teil des „Krieges gegen den Terrorismus“ behandelt wurde, hat in der Region nur neuen Terrorismus hervorgebracht und eine Zone für das Kampftraining heiliger Krieger geschaffen“, heißt es in der Studie der „Denkfabrik“ weiter. Zugleich wird darin vor „katastrophalen Folgen“ einer eventuellen militärischen Intervention im Iran gewarnt.

Die Expertengruppe, die sich erklärtermaßen um die Suche nach „nicht-militärischen Lösungen für globale Konflikte“ und „alternatives Nachdenken über aktuelle Sicherheitsprobleme“ bemüht, empfiehlt einen möglichst raschen Rückzug der westlichen Truppen aus dem Irak. Sie müssten durch eine Stabilisierungsstreitmacht der Vereinten Nationen ersetzt werden.

Eine Stabilisierungsstreitmacht der UN? Was genau soll die stabilisieren? Den Status Quo?

Zugleich wird in dem Bericht die Eröffnung eines „politischen Dialogs mit den führenden Köpfen der Terroristen, wo immer dies möglich ist“ empfohlen.

Mit bin Laden beim Tee in der Höhle, oder wie muss man sich das vorstellen?




Karfreitag: Moslems und Christen beten gemeinsam in Hamburg

Trotz der in den Leitlinien „Klarheit und gute Nachbarschaft – Christen und Muslime in Deutschland“ der evangelischen Kirche verankerten deutlichen Absage gemeinsamer Amtshandlungen mit Muslimen, hat Karfreitag in Hamburg ein gemeinsames Gebet von Moslems und Christen stattgefunden.

Eine Delegation der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in St. Georg nahm als „Zeichen gegenseitiger Wertschätzung“ am Freitagsgebet der Muslime in der Centrums Moschee teil.

Als ein Zeichen für Frieden und soziale Gerechtigkeit haben Christen und Muslime zusammen am Karfreitag gebetet. (…) Pastor Kay Kraack erklärte die Bedeutung des Karfreitags für die evangelischen Christen, später sagte er: „Das gemeinsame Gebet und die Aktion überhaupt sind ein großes Zeichen unserer gegenseitigen Wertschätzung.“ Es war das erste Mal, dass der Pastor vor dem Gebet der Muslime sprechen durfte. Zustande gekommen war dieser Besuch, weil Mitglieder seiner Gemeinde die Initiative ergriffen und den Kontakt zur Moschee hergestellt hatten. Tobias Laufs, der die Fürbitten in der Moschee sprechen durfte, war vom Freitagsgebet sehr ergriffen. „Es war wirklich unglaublich spannend und schön. Es war für uns eine Ehre, beim Gebet in der Moschee dabei sein zu dürfen.“

Es ist wirklich eine große Ehre, mit Leuten beten zu dürfen, deren Heiliges Buch, das nicht hinterfragt werden darf, die eigene Tötung vorschreibt:

Und kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten. [2:190]

Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen. [2:191]

Wenn sie aber aufhören, so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig. [2:192]

Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit geben außer gegen diejenigen, die Unrecht tun. [2:193]

Da haben die Christen sich sicher richtig gut gefühlt!

Nach dem Freitagsgebet folgten dann einige Muslime der Einladung des Pastors und seiner Gemeinde an der Kreuzigungsgruppe vor der Dreieinigkeitskirche eine Andacht abzuhalten.

Also die Christen unterwerfen sich in der Moschee, während die Moslems das Haus der Ungläubigen nicht zum Gebet betreten.

Der Orientalist Hans-Peter Raddatz schrieb zur unkritischen Distanz im Dialog mit den Muslimen im Hamburger Abendblatt am 08.01.2002:

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich eine Sonderform der Kommunikation gebildet, die sich „Dialog mit dem Islam“ nennt. Spezialisten der Kirchen, Politik, Universitäten, Wirtschaft sowie zahlreichen anderen Instituten finden hier ein stabiles Auskommen. Einzige Voraussetzung für garantierten Erfolg war bisher das unbeirrte Festhalten an einigen wenigen Dogmen: „Der Islam ist tolerant – Fundamentalismus ist nicht Islam – Islam bedeutet Frieden“. Dabei wird behauptet, dass es „den Islam“ auf Grund seiner Vielfalt eigentlich nicht gebe, „der Islam“ dennoch geradezu monolithisch tolerant sei.

Als die durch Osama bin Ladens Selbstmord-Terroristen gekaperten Flugzeuge in die Türme des World Trade Center einschlugen und Tausende Unschuldiger unter sich begruben, schienen die Ideen des Friedens und der Toleranz für einen Moment aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Nur wenige Tage nach dem 11. September bildete sich eine Solidaritätsfront für den islamistischen Zentralrat der Muslime, der den bislang favorisierten Islamistenkader der Milli Görüsh ablöste und nicht wenigen die Frage aufdrängte, wie auf diese Weise eigentlich die Mehrheitsinteressen der „gemäßigten Muslime“ zu Wort kommen sollten. Bundespräsident Johannes Rau, Innenminister Otto Schily, Kardinal Karl Lehmann, EKD-Präses Manfred Kock, sogar Paul Spiegel, der Zentralratspräsident der Juden in Deutschland, und viele andere rückten entschlossen zusammen und erneuerten das Dialog-Credo lauter als je zuvor: Kanzler Schröder brachte dieses Credo auf einen knappen Nenner: „Die Anschläge haben – das wissen wir – nichts, aber auch gar nichts mit Religion zu tun.“

Wirklich nicht? Wichtigste Vertreter des Islam scheinen da ganz anderer Meinung zu sein. Abgesehen davon, dass schon im Jahre 1996 die Religionsbehörde von Medina den Dialog mit Nichtmuslimen mit Glaubensabfall gleichsetzte, stellte M. Tantawi, Präsident der Azhar-Universität in Kairo, nach dem Anschlag fest, dass auch Fundamentalisten als Angehörige des Islam gälten, weil sie fest auf demBoden des Koran stünden. Zudem bestätigte Scheich Qaradhawi, Rechtsautorität am Golf, dass der Selbstmord im Einsatz für den Islam als verdienstvolles Verhalten einzustufen sei, das zum direkten Übergang ins Paradies berechtige. Der Kampf für die Interessen und die Ausbreitung des Islam (Dschihad) gehöre zu den vornehmsten Pflichten des Gläubigen, weil er einen Dienst an der Gemeinschaft darstelle, dem sich kein gläubiger Muslim entziehen könne. Mit den Wahrnehmungen des Dialogs von Frieden und Toleranz haben diese Feststellungen wenig zu tun.

Wie ist dann die erkennbare Kluft zwischen islamischer Wirklichkeit und dialogischer Wunschwelt zu deuten? Welcher Art von Vernunft folgen die Vertreter eines Dialogs, der offensichtlich so wenig Kenntnis vom realen Kontext und Selbstbild der Muslime nehmen will?

Ein Beispiel für die hier immer wieder zu beobachtende Vorgehensweise betrifft die Begründung für die zentrale Dialogfiktion der islamischen Toleranz. In monotoner Wiederholung werden hier im Wesentlichen drei Aspekte herangezogen:
1. Im Kalifat von Cordoba sei eine kulturelle Hochblüte im Zusammenleben von Muslimen, Christen und Juden erreicht worden.
2. Der Schutzvertrag für die christlich/jüdischen Minderheiten (Dhimma) habe diesen Toleranz und Eigenständigkeit gesichert.
3. Allein der koranische Satz, nach dem es „keinen Zwang im Glauben“ gebe (2/256), bestätige unzweifelhaft die Glaubensfreiheit und Toleranz im Islam.

Aussage 1 trifft in dem Sinne zu, dass einige wenige der andalusischen Kalifen – vornehmlich im 10. Jahrhundert – als tolerant gelten können, allerdings die „Tradition“ der Christenverfolgung nur entsprechend kurzfristig unterbrochen haben, die durch die nachfolgenden Almohaden aus Nordafrika umso brutaler aufgegriffen wurde.
Aussage 2 trifft in dem Sinne zu, dass Christen und Juden als „Schriftbesitzer“ eine Sonderbehandlung erfahren, indem sie nicht wie die Heiden sofort zu töten sind. Dies hinderte in der Geschichte nicht an zahlreichen Benachteiligungen und Repressalien, welche die Angehörigen beider Glaubensgemeinschaften drastisch reduzierten und sich bis in unsere Tage mit regelrechten Massakern an Christen in Sudan, Nigeria und Indonesien fortsetzten.
Aussage 3 trifft in dem Sinne zu, dass „kein Zwang im Glauben“ eine Aussage des Koran ist und daher nur für Muslime gilt, die ihren Glauben den Regeln ensprechend, das heißt „uneingeschränkt“, ausüben. Wer allerdings seinen Glauben verlassen will, riskiert im Islam sein Leben.

Der Kampf für die Ausbreitung des Islam gehört zu den vornehmsten Pflichten des Gläubigen, weil er einen Dienst an der Gemeinschaft darstellt.

Das Auffallende an dieser Art von „Argumentation“ ist die willkürliche Auswahl der „Beweise“ und ihre fehlende Verbindung mit der realen Geschichte sowie – und dies ist entscheidend – mit dem Selbstverständnis der Muslime. Diese leben aus ihrer Geschichte, die immer auch Heilsgeschichte ist. Der Koran und sein Verkünder Muhammad, das Wort Allahs und der durch ihn geforderte Dschihad, der Kampf gegen die Ungläubigen, sind ihnen unmittelbar gegenwärtig und vom Propheten selbst vorgelebt worden. Nicht zuletzt hatte dieser in den 20er-Jahren des 7. Jahrhunderts unbequeme Kritiker durch Auftragsmörder beseitigen und in einem beispiellosen Massenmord zwischen 700 und 900 Juden in Medina umbringen lassen. Da der Koran das unveränderbare Gesetz und Muhammad das unübersteigbare Vorbild der Muslime ist, bildet der Dschihad in diesem konkreten Sinne auch heute, wie Scheich Qaradhawi und viele seiner Kollegen weltweit nicht müde werden zu bestätigen, die unausweichliche Pflicht eines jeden Gläubigen.

Gerade diesen für die Diskussion in der deutschen Gesellschaft wesentlichen Aspekt blenden die führenden Dialogvertreter gezielt aus. Unlängst ließ die „Fachstelle Dialog“ der Deutschen Bischofskonferenz an alle Abgeordnete des Deutschen Bundestages eine Darstellung über „Islam und Gewalt“ verteilen, in der ein weiterer Stereotyp des Dialogs noch einmal ausführlich wiederholt wird. Es handelt sich hier um die seit Jahrzehnten tief eingeschliffene Floskel, derzufolge der Dschihad eine „Anstrengung im Glauben“ darstelle, womit allerdings – insbesondere in den Augen der Muslime – die Grenzen zum Absurden überschritten werden.

Nach den Koran-Kommentaren und der Tradition des Propheten (Hadith) bedeutet Dschihad in allererster Linie der Kampf gegen die Ungläubigen und damit für die Ausbreitung des Islam. Der Löwenanteil der Aussagen ruft zu Aggression und zum Teil zur Tötung der Nichtmuslime auf und behandelt vor allem Fragen der Beuteverteilung. Zur weiteren Verschleierung der Tatsachen zieht der Dialog die Unterscheidung zwischen dem „großen“ und dem „kleinen“ Dschihad heran, wobei Ersterer sich auf den islamisch-mystischen Sprachgebrauch im Sinne einer Anstrengung um die „Läuterung der Seele“ bezieht. Letzterer bedeutet den eigentlichen Kampf, der in unserer Zeit außer Gebrauch gekommen sein und im Grunde keine Rolle mehr spielen soll.

Es ist an der Zeit, die Kompetenz des Dialogs und der deutschen Islampolitik insgesamt eine genaueren Prüfung zu unterziehen. Hier ist interessant zu wissen, dass auch Sayyid Qutb, der von Nasser im Jahre 1956 hingerichtete Radikalmuslim und Vorbildgestalt der radikalen Muslimbruderschaft, den „großen Dschihad“ durchaus kennt und ihn als Läuterung der Seele im Sinne einer notwendigen, inneren Vorbereitung auf den kompromisslosen Kampf gegen die Ungläubigen fordert. Interessant ist dabei, dass es diese Muslimbrüder sind, die nun von den gesellschaftlich Verantwortlichen hofiert und gefördert werden. Denn nach dem Islamistenkader der türkischen Milli-Görüsh-Gemeinschaft ist es jetzt der „Zentralrat der Muslime in Deutschland“, der sich der besonderen Gunst des deutschen Islamdialogs erfreut. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die islamischen Organisationen in Deutschland weniger als ein Prozent aller in Deutschland lebenden Muslime vertreten. (…)