Björn Höcke geht in Bottroper Rede auf PI-NEWS-Artikel ein

Modellrechnung zur Zukunft Deutschlands: Stresstest (leider) bestanden

Von EUGEN PRINZ | Am 23. Oktober veröffentlichte PI-NEWS einen Beitrag mit dem Titel „Mathematisches Modell sagt den Crash voraus„. Dieses mathematische Modell zur Simulation sozio-ökonomischer Räume (unter anderem auch zur Zukunft Deutschlands) wurde von einem Physiker mit profunden und praxisnahen Kenntnissen in der Ökonomie und Soziallehre ausgearbeitet. Die verwendeten Ansätze machten dabei Anleihen in Gebieten, die man sonst eher der absoluten theoretischen Physik zuordnen würde, nämlich bei den Einstein’schen Feldgleichungen und in der Quanten Theorie.

Das Ergebnis der Simulation ist bekannt: Es wird einen allumfassenden Crash geben. Kein Wunder, dass angesichts der düsteren Prognose der Artikel hohe Wellen schlug und auch in der Politik wahrgenommen wurde.

Das mathematische Modell im Stresstest

Im Vordergrund stand und steht die Frage nach der Belastbarkeit des Modells. Wie in dem entsprechenden Bericht erwähnt, hat der Physiker die Simulation an in- und ausländische Fachkollegen geschickt und um Überprüfung gebeten. Keiner konnte einen Fehler finden. Zudem wurde im Rahmen der Veröffentlichung auf PI-NEWS Lesern mit entsprechenden mathematischen Kenntnissen das Angebot gemacht, das Modell ebenfalls nachzurechnen und Schwachstellen aufzudecken.

Es haben sich bisher mehr als 50 Interessenten gemeldet. Darunter sind Diplom-Mathematiker, Physiker, Programmierer, Diplom-Volkswirte, Chemiker, Systementwickler KI,  Ärzte, Ingenieure, Diplom-Psychologen, Studienräte, Anwälte und Finanzanalytiker.

Es war zudem damit zu rechnen, dass regierungsnahe Institutionen, deren Aufgabe darin besteht, bei PI-NEWS und anderen Vertretern der alternativen Medien nach Falschmeldungen zu suchen, das Modell ebenfalls zur Prüfung anfordern würden. Ob einer oder mehrere der Interessenten solchen Kreisen angehört, ist nicht bekannt.

Fazit: Auch unter den PI-NEWS-Lesern, die das Modell angefordert hatten, war keiner, der es widerlegen konnte.

Nachdenkliche Betrachtung durch Björn Höcke

Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag, Björn Höcke, ging in seiner viel beachteten Rede bei der AfD-Veranstaltung „Gemeinsam in Bottrop“ am 2. November ebenfalls auf den PI-NEWS-Bericht, der die Simulation zum Gegenstand hatte, ein. Zu der düsteren Prognose des Modells meinte Höcke:

„Das kann so sein, aber man sollte sich von solchen Kassandra-Rufen vielleicht auch nicht entmutigen lassen. Wir sollten uns vielleicht auch das eine oder andere Mal, weil das gerade auch in unseren zurecht besorgten Kreisen manchmal zu nah an uns herangelassen wird, vor übertriebener Schwarzmalerei in Acht nehmen, weil das unseren Kampfesmut und unsere Zuversicht blockiert und das können wir uns in der Lage, in der sich dieses Land befindet, nicht leisten.“

Hierzu ist zu sagen, dass eine Rechnung kein Wunschkonzert ist. Eins und eins ist zwei. Und nicht fünf und auch nicht null. Auch wenn es oft wünschenswert wäre. Das Ergebnis der Berechnungen ist halt nun mal so, wie es ist. Das hat nichts mit „übertriebener Schwarzmalerei“ zu tun, sondern mit Mathematik. Insofern muss man Höcke in dem Punkt widersprechen.

Aber ansonsten hat der Sprecher der AfD-Thüringen vollkommen Recht: Es gilt, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, sondern die Ärmel hochzukrempeln und alles dafür zu tun, dass die in der Simulation errechneten Zustände nicht eintreten werden. Das Modell geht davon aus, dass der deutsche Schlafmichel weiterhin seine Hände in den Schoß legt und der Entwicklung wie ein hypnotisiertes Kaninchen tatenlos zusieht. Ändert sich das, würde das Ergebnis des Modells möglicherweise kippen.

Der Autor der Simulation meint dazu:

Es ist beruhigend, dass einer wie Höcke (ein echtes geistiges Schwergewicht eben) die Aussagen tatsächlich so verstanden hat, wie sie gemeint sind. „Das kann so sein…“ ist genau die richtige Art und Weise damit umzugehen. Nicht umsonst sagte ein alter Zyniker wie Mark Twain, dass nichts so schwer ist, wie eine Vorhersage zu machen, insbesondere, wenn sie die Zukunft betrifft.

Wenn das, was ich modellierte, so aufgegriffen wird, nämlich als Warnung und Aufforderung zum eigenen Tun und Handeln, dann waren meine Befürchtungen, womöglich nichts als Panik und Fatalismus zu erzeugen, unbegründet.

In so einem Kontext irre ich mich am Ende auch gerne. Auch wenn ich den „solidarischen Patriotismus“, den Herr Höcke so trefflich beschwört, in der Fläche noch nicht wirklich erkennen kann, so sehe ich hier und da doch zarte Pflänzchen und wenn Leute wie Höcke diese Pflänzchen zu hegen im Stande sind, dann bleibt uns die Kernschmelze vielleicht erspart… aber ein bitterer und schwerer Weg wird es dennoch werden.

Die Crux wird es sein, die Leistungsträger durch diese Zeit bei Laune zu halten und das wird massive Opfer gerade auch bei den neuen Politikern verlangen. Ob die bereit sein werden diese Opfer zu bringen, davon wird Vieles abhängen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.




Video: Standing Ovations für Björn Höcke in Bottrop

Am Freitagabend trat der thüringische AfD-Landeschef Björn Höcke vor 600 Anhängern im Berufskolleg Bottrop auf. Innerhalb der AfD-NRW hatte es im Vorfeld einen offenen Streit darum gegeben, ob Höcke – gebürtig aus Lünen bei Dortmund – in Bottrop überhaupt sprechen darf. Nach einem Vorwort von Steffen Christ vom Kreisverband Recklinghausen beginnt die Rede von Höcke, der diesmal ganz leger in Jeans und ohne Krawatte auftrat. Kleiner Hinweis am Rande: Zum Schluss seiner vielumjubelten Rede zitierte Höcke (bei 57:37 min.) einen PI-NEWS-Artikel „Mathematisches Modell sagt den Crash voraus – Sozio-ökonomische Kernschmelze in zwei bis vier Jahren“ und warnte dabei vor übertriebener Schwarzmalerei.




Konstantin Wecker will Björn Höcke heilen

Von DAISY | Björn Höcke muss sich warm anziehen. Konstantin Wecker, ultralinkes Lieder-Urgestein gegen alles, was nur im Entferntesten „rechts“ ist, will den Thüringer AfD-Fraktionschef gerne lange und fest umarmen. Aber nur, wenn Höcke anschließend aus der Szene aussteigt.

Kein Anlass sich zu früh zu freuen – Wecker (71) ist (noch) nicht unter die Heilpraktiker gegangen. Im Gegenteil, sein Geschäft – der Sänger kann es selbst kaum fassen – hat nach vielen Jahrzehnten Kampf gegen alles Rechte derzeit wieder Hochkonjunktur. Und so packte der gleichsam linke NDR die Gelegenheit beim Schopf und promotete Weckers Buch und CD mit einer Einladung aufs „Rote Sofa“ in der Sendung DAS in dieser Woche auf NDR 3.

Wecker kam braungebrannt nach zweimonatigem Aufenthalt aus dem Sommerhäuschen in der Toskana auf die NDR-Couch. Das Dolce far niente hatte ihn vor dem täglichen Wahnsinn in Deutschland hinreichend auf Abstand gehalten, und so konnte sich der Musiker ganz entspannt den Fragen eines ebenso linkslastig gepolten Moderators Hinnerk Baumgarten widmen.

Die Beiden schwatzten per Du auf ihrer eigenen Wolke 7, die von den Sorgen und Problemen der Menschen in Deutschland so weit entfernt ist wie Marxloh von Sienna oder Merkel von Salvini. Er habe mal bei einem Auftritt im Ossiland einen Neo-Nazi mehr als zwei Minuten umarmt, sagte Wecker. Anschließend sei dieser geheilt aus der Szene ausgestiegen, beteuerte er. Diese AfD-Heilung will Wecker nun ggf. auch bei Höcke versuchen. Man darf gespannt sein. Vielleicht drückt ja Höcke auch anschließend Wecker, und der Sänger wird geheilt.

Soweit ist es noch nicht. Leider, leider – die Poesie und das Mitgefühl gingen den herrschenden psychopathischen Eliten ab, sinnierte der bayrische Barde. Er meinte wohl Seehofer und Trump. Stattdessen müsse man mit allen Lebewesen Mitgefühl haben. Er habe mal einen Baum am Abend vor dem Umholzen nach dessen Befinden gefragt. Dieser habe ihm gesagt, dass er noch länger leben möchte, erzählte der Baumflüsterer bedeutungsschwanger. Und blieb den Zuhörern die Pointe schuldig, warum er ihn anschließend trotzdem umgehauen hat. Auf jeden Fall war thematisch die Brücke zum Hambacher Forst geschlagen. Den deutschen Bahnhofs-Bärchenwerfern habe eine bestimmte Machtelite das Mitgefühl „systematisch aus dem Herzen gerissen“, meinte Wecker. Dabei sei das Flüchtlingsthema doch gar nicht so dramatisch. Wir könnten das alles ertragen, wir könnten „diese wundervolle Willkommenskultur weiter bewahren“, warb Wecker.

Hier bequemte sich Moderator Baumgarten auch „ausgleichend“ auf die Probleme der Willkommenskultur hinzuweisen. Der einzige Satz übrigens in dieser Hinsicht in dieser Sendung. Auch das „Mittelmeer“ kam zur Sprache. Wer jetzt geglaubt hätte, der linke Konstantin würde gegen Italien und seinen schrecklich durchsetzungsfähigen Salvini vom Leder ziehen, der sah sich enttäuscht. Kein Wort der Kritik, kein Stichwörtchen von NDR-Baumgarten. Als Toskana-Fan weiß man eben, was man seinem Sommerhäuschen und den lieben Nachbarn dort schuldig ist. Auch Wecker möchte wohl nicht, dass man ihm die Scheiben einschmeißt, wie es hierzulande nicht selten bei AfDler geschieht.

Zu Chemnitz und seinen Folgen gab es an diesem Abend nur politisch korrekt dosierte Abscheu: Die Wut der Menschen auf der Straße „Erschreckend“, das Thema Maaßen „Entsetzlich“. Der Mord an Daniel Hillig durch Asylbewerber – kein Wort oder Gedanke des Mitgefühls.

Dem Künstler und Sänger Wecker möchte man nach dieser politisch korrekten Promotiontour zurufen, er möge doch wenigstens seinen berühmtesten Song „Willy“ etwas umschreiben, etwa so:

Gestern habns an Daniel daschlogn,
und heit, und heit, und heit werd a in Chemnitz begrobn.




Video: Björn Höcke in Forchheim

#Forchheim #AFD #Höcke #Paradeplatz Livestream

Posted by G.H.Tegetmeyer on Wednesday, August 8, 2018

Der thüringische AfD-Chef Björn Höcke tritt heute ab 19 Uhr als Hauptredner auf dem Rathausplatz der Kreisstadt Forchheim im Süden des bayerischen Regierungsbezirks Oberfranken auf. Höcke folgt einer Einladung des Forchheimer AfD-Kreisverbands. „Wir sind stolz, dass Herr Höcke nach Forchheim kommt“, sagte der Forchheimer Kreisvorsitzende Dominik Pflaum. Als weitere Redner sind MdB Johannes Huber und die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende von Bayern, Katrin Ebner-Steiner, eingeplant. Die Kundgebung wird ab 19 Uhr von Gernot Tegetmayer von Pegida Franken via Facebook übertragen.




Mödlareuth: Björn Höcke zeigt, wie Rechtsstaat geht…

Von LINDA AMON | Die Grenze in Mödlareuth lebt – auch ohne die Mauer, die jahrzehntelang durch das winzige Dorf führte: Bei der Kundgebung zum ehemaligen Tag der Deutschen Einheit am Sonntag standen die Anhänger der AfD-internen Gruppe „Der Flügel“ und der Frauenbewegung „Kandel ist überall“ auf der thüringischen Seite, die Gutmenschen-Fraktion auf der bayerischen.

Folglich mussten die Patrioten ihren Strom per Generator erzeugen, die Bunt-Moralisten bekamen ihn von offizieller Seite gestellt. AfD und „Kandel ist überall“ mussten sich an die Versammlungs-Auflagen halten, bei den zahlreichen Rechtsverstößen von DGB & Co. drückte man sämtliche Augen zu.

Der Staatsfunk ARD vermeldete – ganz in Propagandamanier – Björn Höcke habe die Teilnehmer aufgefordert, die Demo auf bayerischem Gebiet zu stören. Es sei ein Verstoß gegen die Versammlungsauflagen der AfD gewesen. Tatsächlich war alles, wie so oft, ein bisschen anders…

19 Bündnisse und Allianzen, die im Vorfeld mobilisiert hatten, um gegen die „hetzerischen Parolen“ der AfD Widerstand zu leisten, hatten nicht mal 100 Mann auf die Beine gebracht. Dieses Manko versuchten die Bunt-Bürger (SPD, Grüne, DGB, Kirchen u.a.) durch größtmöglichen Lärm zu kompensieren. Und drehten die Musikanlage bis zum Anschlag – und über die Grenze des Erlaubten hin – auf.

Immer wieder beschwerten sich die Organisatoren der Patrioten-Kundgebung. Immer wieder wurde die Beschallung kurzfristig etwas reduziert – und wieder voll aufgedreht, sobald jemand von der Gegenseite ans Mikro ging. Schließlich beendete Björn Höcke diese Rechtsstaats-Farce – ganz einfach, indem er auf Paragraph 21 des Versammlungsgesetzes hinwies: Danach ist die Störung, sowie die Be- oder Verhinderung einer angemeldeten und genehmigten Veranstaltung rechtswidrig und wird mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft.

Der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende: „Ich fordere jetzt die bayerische Polizei ultimativ auf, Paragraph 21 des Versammlungsrechts durchzusetzen. Ich gebe ihr dazu fünf Minuten Zeit!“ Danach unterbrach er die Kundgebung.

Teil 2 der Rede von Björn Höcke:

https://youtu.be/yw_XXffzPMI

Die bayerische Polizei, die das Versammlungsgesetz erwartungsgemäß besser kennt als die obrigkeitshörigen Staatsmedien, setzte sich blitzartig in Bewegung. Man zog der Toleranz-Fraktion den Stecker, das letzte verbliebene Häufchen Gutmenschen packte frustriert seine Sachen und zog von dannen.

Rechtlicher Hintergrund: Wird die Polizei bei einer erzwungenen Unterbrechung einer genehmigten Versammlung nicht aktiv, kann sie haftbar – und damit schadenersatzpflichtig – gemacht werden.

„Ich habe den Versammlungsleiter der bayerischen Polizei gefragt, wieso er dem Treiben nicht schon früher Einhalt geboten hat“, erzählt Dr. Christina Baum, AfD-Landtagsabgeordnete in Stuttgart und Mit-Organisatorin von „Kandel ist überall“. Die Antwort war Hilflosigkeit pur: Man habe mehrfach darauf hingewiesen, die Lautstärke auf die erlaubte Dezibel-Zahl zurückzudrehen – aber das habe immer nur kurze Zeit funktioniert. Was habe man denn machen können?

Einfach mal die Gesetze umsetzen? Björn Höcke hat gezeigt, wie’s geht!




Patrioten in Mödlareuth, Gutmenschen in Aufruhr

Von LINDA AMON | Der brutale Mord an Susanna aus Mainz, die Vergewaltigung einer 13-Jährigen durch acht Männer – täglich gibt es neue Gründe, gegen Merkels fatale Asylpolitik auf die Straße zu gehen. Die Patrioten der AfD-internen Gruppe „Der Flügel“ und der Frauenbewegung „Kandel ist überall“ rufen für kommenden Sonntag, dem ehemaligen Tag der deutschen Einheit, im historischen Mödlareuth zu einer Kundgebung auf.

Hier, im fränkisch-thüringischen Grenzgebiet hat sich jahrzehntelang das Schicksal Deutschlands als Mikrokosmos widergespiegelt: Ab 1952 war das winzige 40-Einwohner-Dorf durch eine Mauer getrennt.

Die Demo ruft natürlich sofort den gutmenschlichen Widerstand auf den Plan: 19 Bündnisse und Allianzen aus drei Bundesländern haben sich zusammengerottet, um gegen die „hetzerischen Parolen“ der AfD – dem Inbegriff alles Bösen – ihr kunterbuntes Toleranz-Gesicht zu zeigen. Unterstützt wird das Ganze wie gehabt von grünen und linken Politikern, die die Heuchelei zur Staatsräson erhoben haben.

Jahrelang war der 17. Juni der sogenannte „Tag der deutschen Einheit“. Das Datum ging auf den Volksaufstand der DDR im Jahr 1953 zurück, als über eine Million Bürger auf die Straße gingen, um gegen das Regime zu demonstrieren. Der Aufstand wurde von sowjetischen Panzern blutig niedergeschlagen, mehr als 50 Menschen verloren ihr Leben, tausende landeten hinter Gittern. Die AfD hat den 17. Juni jetzt zum „Tag der Patrioten“ erklärt.

„Immer mehr Menschen erkennen, dass uns „die da oben“ abschaffen und durch ein buntes Völkergemisch ersetzen wollen“, sagt Dr. Christina Baum, AfD-Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg und Mit-Organisatorin von „Kandel ist überall“.

„Uns – das sind wir – das deutsche Volk, dessen angestammte Heimat Deutschland ist. Aber wir lassen uns diesen Angriff auf unser Territorium nicht gefallen! Wir lassen uns nicht aus unserer Heimat vertreiben, niemals!“ Gerade hat Christina Baum, die in der ehemaligen DDR geboren wurde und die Unfreiheit am eigenen Leib erfahren hat, eine Niederlage im Stuttgarter Landtag einstecken müssen. Sie hatte beantragt, anlässlich der unzähligen Übergriffe auf Frauen und Mädchen eine Schweigeminute einzulegen. Doch die Kartellparteien lehnten den Antrag geschlossen ab.

„Man wirft uns mal wieder vor, wir würden ein Verbrechen für unsere Politik instrumentalisieren“, so Christina Baum. Fragt sich nur, was ist eigentlich das Gegenteil dieses vermeintlichen „Instrumentalisierens“? Totschweigen?

» Beginn der Mödlareuth-Demo: 12 Uhr am Deutsch-Deutschen Museum, Hauptredner ist der thüringische AfD-Chef Björn Höcke




Jetzt ist es amtlich: Björn Höcke darf in der AfD bleiben!

Das Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke ist endgültig vom Tisch. Das Landesschiedsgericht der AfD Thüringen hat den 2017 gestellten Antrag des Bundesvorstandes als unbegründet abgewiesen, teilte die Partei in Erfurt mit.

Das Schiedsgericht kam zum Ergebnis, dass „eine Wesensverwandtschaft Höckes mit dem Nationalsozialismus“ nicht festzustellen sei. Höcke habe nicht vorsätzlich gegen die Parteisatzung verstoßen.

Der Parteiausschluss Höckes war im Februar 2017 nach seiner Dresdner Rede zur deutschen Erinnerungskultur von der damaligen AfD-Spitze beantragt worden, nachdem die Medien Teile seiner Rede bewusst verdreht hatten.

Höcke ist am kommenden Montag, den 14. Mai um 18.30 Uhr, als Redner zu Gast bei Pegida Dresden. „Wir sind froh, dass das Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke abgewendet wurde. Wir haben nichts anderes erwartet“, sagte Pegida-Chef Lutz Bachmann zu der Meldung gegenüber PI-NEWS. „Umso mehr freuen wir uns, ihn am kommenden Montag hier bei uns in Dresden vor vielen tausend Patrioten empfangen zu können.“




Björn Höckes Rede zur Sozialpolitik

Von NADINE HOFFMANN | Es heißt, unter Stress zeigt der Mensch seinen wahren Charakter. Das hat nun auch Bodo Ramelow bewiesen, als er den AfD-Fraktionsvorsitzenden im Thüringer Landtag, Björn Höcke, nach dessen kritischer Rede zur Sozialpolitik der Altparteien und vor allem der der Linken, mit einem Fund ganz unten aus seiner rhetorischen Dreckkiste bewarf. Als Reaktion auf Höckes Ausführungen zum Sozialkonzept der AfD, den solidarischen Patriotismus, ist das A-Wort aus Ramelow gepurzelt. Für den Zuhörer auf der Zuschauertribüne kaum hörbar, jedoch zum Amüsement der Linkenfraktion.

Die Linke wird dünnhäutig, zunehmend da, wo es um ihre „moralische Überlegenheit“, ihren politischen Markenkern und Parteiparole geht, bei der Sozialpolitik. Auch angesichts der schwindenden Zustimmung in der Bevölkerung, die mit allerlei teuren Ideologieprojekten traktiert wird, die sich aber täglich mit den Folgen eben jeder linken Agenda auseinandersetzen muss. Die AfD ist auf dem besten Weg, die führende Partei der Sozialen Marktwirtschaft zu werden. In Thüringen ist das Thema Chefsache der AfD-Fraktion. Hier irrlichtert die SPD bereits der 5%-Hürde entgegen, die Grünen lagen bei der Bundestagswahl schon drunter, und der Linken rennen die Leute davon, die nicht mit Scheuklappen durch die Welt laufen. Das Parteiengefüge wird durch die AfD, die erst durch das Totalversagen der etablierten Politkräfte entstand, verändert. Der Paradigmenwechsel steht vor der Tür. Da kann einem Linken-Politiker schon mal die Sicherung durchbrennen.

Es hat jedenfalls gesessen, nicht die Verbalinjurie des Ministerpräsidenten des Freistaates, sondern die Rede von Höcke, in der er sich die asoziale Renten- und Arbeitsmarktpolitik der Altpolitik vorknöpfte und explizit den linken Heuchlern vorwarf, das in Deutschland erarbeitete Geld vorrangig in alle Welt zu verteilen, während vielen Thüringer Rentnern die Altersarmut droht. Was sollte einer wie Ramelow da auch kontern? Zugeben, dass seine Partei auch nur eine deutschlandabschaffende Umverteilungsmaschinerie mit überbezahlten Funktionären ist? Eher baggert er im Tümpel seines Wortschatzes und schmeißt den Schlamm um sich, auf dass die Wahrheit keiner merke. Das Eingeständnis der eigenen Fehler ist von Betonlinken nicht zu erwarten, alleine deshalb, weil sie sich für bessere Menschen halten.

Gerade die tiefroten Realitätsverweigerer haben daher so ihre Schwierigkeiten mit dieser Wirklichkeit und mit Leuten, die ihnen diese um die Ohren hauen. Zum Beispiel die Tatsache, dass die Thüringer Regierungsparteien Linke, Grüne und SPD einen gerade mal zweiseitigen Antrag zur Renten- und Sozialpolitik einreichten. Ein Anträgchen, das die seit Jahrzehnten größer werdende und durch die Altpolitik verantwortete soziale Lücke (Absenken des Rentenniveaus, „Arbeitsmarktreformen“, Niedriglohnsektor, gesunkenes Reallohneinkommen, Rentenunterschied Ost-West) in Deutschland nicht einmal kurzfristig zukleistern kann. Mehr als eine beliebige Symbol- und Symptompolitik kommt nicht von den selbsternannten Musterdemokraten.

Bodo Mustermann, pardon, Ramelow, hat auf all diese drängenden Fragen und kritischen Ansprachen nur ein Wort übrig. Und wie fast immer, wenn „Linke“ mit Beleidigungen um sich werfen, meinen sie sich höchstwahrscheinlich selber.




Höcke: Was in Kandel passiert ist, ist der „Clash of Civilizations“!

„[…] Kandel ist zu einem Symbol geworden für den Zustand dieses Landes. […] Das polit-mediale Establishment dieses Landes versucht uns einzureden, dass Kandel, also der Mord an der 15-jährigen Mia durch einen wahrscheinlich nicht minderjährigen unbegleiteten Flüchtling, eine gewöhnliche Beziehungstat mit lediglich regionaler Bedeutung sei. So hörte man es von morgens bis abends in den etablierten Medien und das war auch der Tenor der Stellungnahmen der Altparteienpolitiker. […] Wir müssen uns immer wieder fragen und vergegenwertigen, wie diese Morde praktiziert werden. Sie werden nämlich mit einem Messer praktiziert, sie werden mit äußerster Brutalität praktiziert. Und es geht auch immer darum, das Gesicht des Opfers zu verstümmeln, zu verunstalten. Es geht also darum, […] das Antlitz eines Menschen als Ausdruck seiner Seele und seiner Einzigartigkeit zu zerstören.

Und diese Messermörder, die töten aus einem Grund, der verabscheuungswürdig ist: Sie töten für einen trivialen Ehrbegriff. Sie töten bestialisch, sie verunstalten das Opfer und sie töten aus niederen Motiven. Und dafür gibt es keine Entschuldigung, dafür gibt es allerdings eine Erklärung.

Und diese Erklärung ist so naheliegend wie einleuchtend. Diese jungen Männer, die man ins Land gelassen hat, die kommen nämlich aus archaischen, tribalen Kontexten, sie kommen aus Stammesgesellschaften. Sie kommen aus Staaten, in denen es kaum Staatlichkeit gibt, in denen das Recht des Stärkeren gilt, in dem das Faustrecht gilt. Und mit dieser kulturellen Prägung kommen sie über unsere Grenzen und legen natürlich diese kulturelle Prägung nicht beim Grenzüberschritt ab, sondern leben diese kulturelle Prägung auch bei uns.

Und das, was in Kandel passiert ist, ist mehr als ein gewöhnlicher Mord. […] Das ist nichts anderes als der von Samuel Huntington schon in den 90er-Jahren beschriebene Clash of Civilizations, der Zusammenprall der Kulturen. Dort Mia, ein junges Mädchen, das nicht aufgeklärt wurde, das im Gegenteil von den Schulen, in die sie gegangen ist, von den Fernsehsendern, die sie wahrscheinlich geguckt hat, noch dazu ermutigt worden ist, in fahrlässiger und lebensbedrohlicher Art und Weise sich mit einer Kultur einzulassen, die tödlich sein kann.

Mia als Mensch aus unserem Volk, einem Volk, das durch den Humanismus gegangen ist, das durch die Aufklärung gegangen ist, das durch und durch pazifiziert ist, also friedfertig. Es ist ein Volk, das gelernt hat, das Gewaltmonopol des Staates zu achten. Das gelernt hat, dass das Recht des Stärkeren niemals zu einer vollendeten Staatlichkeit führt wie wir sie aufgebaut haben und wie wir sie leben durften.

Ein Volk, das über Jahrhunderte eine Vertrauensgesellschaft aufgebaut hat, das ist das Produkt von Jahrhunderten gewesen. Und diese Vertrauensgesellschaft, die auch die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolges ist, die wird jetzt in wenigen Jahren zerstört. Das ist Mia, das sind wir.

Und auf der anderen Seite ist da dieser junge Mann, aus einem Land, in dem das Recht des Stärkeren gilt. Es ist nicht nur ein Kampf der Kulturen oder ein Clash of Civilzations, ein Zusammenprall der Kulturen, es ist […] ein Zusammenprall verschiedener Epochen. Mia ist die Gegenwart, Mia ist eine aufgeklärte Gesellschaft, Mia das sind wir – der Mörder von Mia ist archaisch, der Mörder von Mia ist aus einer Stammesgesellschaft stammend, der Mörder von Mia ist Mittelalter. Und wir […] wollen nicht zurück ins Mittelalter.“

(Auszug aus der exzellenten Rede von Björn Höcke in Eisleben)


Hier das Video der vollständigen AfD-Bürgerversammlung in Eisleben, unter anderem mit einer mitreißenden Rede von Martin Reichardt (ab 30:02 min), über den PI-NEWS erst kürzlich berichtet hatte, zu seinen Erfahrungen als AfD-Abgeordneter im Bundestag:

https://youtu.be/LcuaAFQkYaA




Einige Worte zum Jahreswechsel 2017/2018 von Björn Höcke




Björn Höcke: „Wer so etwas tut, ist kein Künstler, sondern Terrorist.“

Am Samstag fand im Leipziger Eventpalast vor 500 Besuchern die 6. COMPACT-Souveränitätskonferenz statt, über die PI-NEWS bereits berichtete. Hauptredner der Konferenz war der thüringische AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke, der sich auch zu den jüngsten Bespitzelungen seines Wohnhaus äußerte: „Wer so etwas tut, ist kein Künstler, sondern Terrorist.“ Hier eingebettet noch einmal seine knapp einstündige Rede in HD-Qualität und hier das vollständige Video der 6. Compact-Konferenz, unter anderem mit den Reden von Martin Sellner (ab 2:23 h), Lutz Bachmann (2:42 h) und Jürger Elsässer (3:04 h).




Wie eine Bürgerin einen AfD-Stammtisch mit Höcke überlebte

Kati Fortunato-Rambow, eine einfache Bürgerin, wollte sich Björn Höcke persönlich anschauen, den Mann, der, wie sie sagt, im Moment „durch alle Medien gejagt wird“. Sich ein eigenes Bild zu machen, ist immer eine gute Idee. Die sich im Deutschland des Jahres 2017 leider nicht mehr problemlos umsetzen lässt. Lesen Sie, was Kati auf einem AfD-Stammtisch in Weimar (siehe auch Video-Zusammenschnitt) erlebte…

Nach fast einer Woche habe ich mein „Antifa“-Trauma überwunden und möchte Euch nun erzählen, was aus unserer Demokratie geworden ist. Eigentlich wollte ich allein zum AfD-Stammtisch gehen, wurde letztendlich aber glücklicherweise von einem Schulfreund begleitet. Die Veranstaltung sollte gegen 19.00 Uhr beginnen. Weil man die Zerstörungswut der Linken kennt, fuhren wir schon früher nach Weimar, um das Auto in sicherer Entfernung abzustellen. Wir kennen uns in der Stadt nicht gut aus, aber es war leicht, das Lokal zu finden. Mehrere Straßenzüge vorher war die Straße bereits gesperrt und man musste nur noch dem tosenden Lärm folgen.

Bereits von weitem konnte man eine recht große Menschenmenge sehen, die sich vor der Tür versammelt hatte. Die Straße vor dem kleinen Lokal war durch Absperrungen geteilt. Auf Seiten der AfD war außer ein paar Sicherheitsleuten noch niemand zu sehen, dafür waren auf der Seite der Gegendemonstranten bereits etwa 200 Schreihälse zusammengerottet. An der Absperrung, direkt vor der Tür des Lokals, war eine Bühne aufgebaut, wo später Hetzreden gehalten wurden.

Es war erst 17.30 Uhr und wir sind erst einmal vorbei geschlendert. Ich hätte es wirklich extrem unangenehm gefunden, so auf dem Präsentierteller zu stehen und dann vielleicht noch einmal weggeschickt zu werden. So einen Mob möchte man nicht zweimal durchqueren.

Jeder Besucher wurde mit Eiern beworfen und fotografiert

Gegen 18.30 Uhr haben wir es dann gewagt. Ich habe einen Polizisten angesprochen, der uns netterweise bis zur Tür brachte. Der Mob war außer sich. „Nazi“ war noch das Netteste, was man mir an den Kopf warf. Ich, j e d e r Besucher, wurde mit Eiern beworfen und fotografiert. Wir wurden dann während der gesamten Veranstaltung mit lauter Musik, Hetzreden und Sprechchören beschallt, die uns aufforderten, zu verschwinden.

Im Lokal stank es nach Buttersäure. Vom Betreiber erfuhr ich, dass die gesamte Woche Anschläge verübt wurden, dass man jede Nacht versuchte, die Fensterscheiben einzuschlagen, was von den Sicherheitsleuten verhindert wurde.

Es war wirklich beängstigend in dem kleinen Lokal. Ich habe gegen Ende der Veranstaltung, da hatten sich draußen bereits etwa 500 Gegendemonstranten versammelt, vom Toilettenfenster aus mit der Polizei über eine Auflösung der Demo oder wenigstens über Personenschutz diskutiert. Keine Chance. Auf meine Frage, wie ich denn jetzt wieder rauskommen solle, hieß es: „Na wie sie reingekommen sind!“

Meinungsfreiheit ist Geschichte in Deutschland

Da habe ich mich als Bürgerin verraten und verkauft gefühlt. Unser Abgang war dann auch eher ein Spießrutenlauf. Ich bin sportlich im Sommerkleidchen erschienen. Zum Glück waren die Eier aus, als ich mich dann endlich wieder auf die Straße wagte. Verfolgt wurden wir nicht, aber wirklich sicher fühlte ich mich erst, als wir die Stadtgrenze passiert hatten.

Mein Fazit: Meinungsfreiheit ist bereits jetzt Geschichte in Deutschland. Wahlveranstaltungen verschiedener Parteien besuchen und sich informieren, was sie zu sagen haben, unmöglich. Was ich aber bemerkte, wir sind viel mehr, als wir glauben. Es haben sich nur etwa 50 Menschen auf den Stammtisch getraut, aber ich war danach so traumatisiert, dass ich mit jedem, der mir begegnet ist, über die Veranstaltung gesprochen habe.

Zuerst sprach sich jeder gegen die AfD aus, als sie aber merkten, dass ich pro AfD eingestellt bin, kamen die wahren Gründe für die Ablehnung auf den Tisch. Man fürchtet sich vor der Zerstörungswut der Linken und hat Existenzängste, wenn man mit der angeblich rechten AfD in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich g e g e n die AfD war nicht ein Einziger. Ich habe also wieder Hoffnung, dass die Altparteien zur Bundestagswahl ihr blaues Wunder erleben werden. Und es ist tatsächlich blau …


(Dieser Beitrag erschien zuerst auf Kati Fortunato-Rambows Facebook-Seite)




Dresdner Rede von Björn Höcke im Wortlaut

Liebe Freunde, liebe Mitstreiter innerhalb und außerhalb unserer Partei, liebe Patrioten von nah und fern, ich bin einfach nur überglücklich heute hier bei euch in Dresden… [unv., geht in Jubel unter]. Es ist mir schon lange Zeit ein Herzensanliegen, das tun zu dürfen. Ich bin der Jungen Alternative hier in Dresden dankbar dafür, dass sie die Einladung ausgesprochen hat, dass sie den Mut bewiesen hat, einen unbequemen Redner einzuladen. [Gelächter, Applaus] Mut bewiesen hat, diese Veranstaltung, die ja wirklich eine große Veranstaltung ist, zu stemmen.

Das zu leisten, das ist ein großer, schwieriger organisatorischer Akt, gerade wenn man gegen so viele Gegner zu kämpfen hat. Sie hat‘s getan. Lieber Herr Scholz [Anm.: Matthias Scholz, Vorsitzender der Jungen Alternative], herzlichen Dank für Ihre Einladung, für die Einladung Ihres Stadtverbandes… [unv., geht in Jubel unter] [Applaus]

Wir haben eine großartige Rede gehört von Markus Mohr, Stadtrat in Aachen, der ein ganz wichtiges Thema hier ausgebreitet hat, das Thema der sozialen Frage. Dazu will ich heute nichts sagen. Ich will heute würdigen, ich will hier und da auch mahnen und ich will vor allen Dingen appellieren. Wir haben zwei potentielle Bundestagskandidaten gehört, denen ich von Herzen alles, alles Gute wünsche. Ich hoffe, lieber Herr Vogel [Anm.: Stefan Vogel, AfD-Stadtratsfraktion Dresden] lieber Herr Maier [Anm.: Jens Maier, Richter am Landgericht Dresden und Direktkandidat der AfD in Dresden] Sie können hier reüssieren und können in den Bundestag einziehen. So aufrechte Patrioten können… [unv., geht in Jubel unter] [Applaus]

Liebe Freunde, Dresden ist eine ganz besondere Stadt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie hier im Oktober 2014 die Straßenproteste begonnen haben und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mich kurze Zeit später mit einigen frisch gewählten Abgeordneten des Thüringer Landtages auf den Weg nach Dresden machte, und das [sic!] in Augenschein zu nehmen, was innerhalb von wenigen Wochen und Monaten eine weltweite Aufmerksamkeit erzwungen hatte. [Rufe: „Bravo!“, Applaus]

Wir suchten den Beginn des Pegida-Spazierganges und wir fanden ihn nicht direkt, weil wir etwas ortsunkundig waren. Und ich kann mich noch gut erinnern, wie wir durch mehrere Gruppen von sogenannten Antifaschisten durch mussten… [Rufe: „Pfui!“] …damals, damals waren wir noch unbekannt, damals war ich noch unbekannt. Heute wäre das für mich wahrscheinlich eine lebensgefährliche Aktion. [Rufe: „Pfui!“, Gelächter]

Sie können sich vorstellen, wie froh ich war, als ich diese wilden Horden verlassen hatte und mit meiner kleinen Thüringer Gruppe dann endlich den Pegida-Spaziergang gefunden hatte. [einzelner Ruf: „Wir wollen dich montags sehen!“, längerer Applaus]

Liebe Freunde, ihr dürft mir jetzt, wenn ich hier rede, nicht die Schamesröte ins Gesicht treiben. [Gelächter, Applaus] Wir gingen dann damals nach Dresden und haben uns die Lage vor Ort angeguckt, und was wir sahen bei den Spaziergängern, das waren keine verschrobenen Sonderlinge, das waren keine wirtschaftlich Abgehängten und das waren auch keine grölenden Nazis, die wir dort antrafen. Wir haben uns dann dem Spaziergang angeschlossen. Und während dieses Spaziergangs sind wir an kreischenden, verhetzten, von induziertem Irresein gekennzeichneten jugendlichen Wirrköpfen vorbeigekommen… [Jubel, Applaus] …und waren einfach nur erstaunt darüber, dass diese Spaziergänger trotz dieser unflätigen Provokation dieser Wirrköpfe, trotz einer staatsgefährdenden Politik der Altparteien zu Tausenden in so vornehmer und vorbildlicher Art und Weise ihre Bürgerrechte wahrnahmen. [Applaus]

Weil wir Patrioten dasselbe Leiden in den Knochen haben und weil wir derselben Sache dienen, möchte ich es hier nochmal in aller Öffentlichkeit und aller Deutlichkeit aussprechen: Ich persönlich, liebe Freunde, ich persönlich bin stolz auf das, was ihr in Dresden erreicht habt. Ihr Sachsen, ihr Dresdner, seid für uns Thüringer und für uns Erfurter das große, unerreichte Vorbild! [längerer, stehender Jubel und Applaus]

Es kann ja gar kein Zweifel daran bestehen, dass wir ein Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer wieder in einer politischen Wendezeit angekommen sind. Die führenden Altparteien-Politiker… [Applaus] …die führenden Altparteien-Politiker sind zu erbärmlichen Apparatschiks geworden, die nur noch ihre Pfründe verteilen wollen. Weder ihr erstarrter Habitus noch ihre floskelhafte Phraseologie unterscheidet Angela Merkel von Erich Honecker. [längerer Applaus, Jubel, Rufe: „Merkel muss weg!“]

Ich sage es in aller Deutlichkeit: Diese Regierung ist keine Regierung mehr, diese Regierung ist zu einem Regime mutiert! Sie ist unfähig und unwillig… [Applaus] …sie ist unfähig und vor allen Dingen, so schaut es doch aus, unwillig, die von ihr aufgetürmten Problemhalden wieder abzutragen. Und diese Problemhalden, liebe Freunde, die sind gewaltig. Meine Vorredner haben schon auf viele dieser Problemhalden hingewiesen. Aber ich halte es hier und heute nochmal für notwendig, diese Problemhalden in der entsprechenden Breite und Höhe zu beschreiben.

Liebe Freunde, um das ganze Ausmaß der Katastrophe nochmal vor Augen zu führen, in der sich unser Staat befindet, müssen wir erkennen: Unser einst intakter Staat befindet sich in Auflösung, seine Außengrenzen werden nicht mehr geschützt, er kann die innere Sicherheit nicht mehr garantieren, das Gewaltmonopol erodiert zusehends durch Inkaufnahme rechtsfreier Räume und der allgemeine Rechtsverfall schreitet voran. Unsere einst geachtete Armee ist von einem Instrument der Landesverteidigung zu einer durchgegenderten multikulturalisierten Eingreiftruppe im Dienste der USA verkommen. [Zustimmung, Applaus]

Unsere einst hoch geschätzte Kultur – Markus Mohr hatte schon einige Schlaglichter auf diese großartige Vergangenheit geworfen, der wir uns wertschätzen können und der wir uns zurecht rühmen sollten – unsere einst hoch geschätzte Kultur droht, nach einer umfassenden Amerikanisierung nun in einer multikulturellen Beliebigkeit unterzugehen. Unser einst bewährtes Bildungssystem wurde in den letzten Jahrzehnten, und ich sage das in aller Deutlichkeit, bewusst kaputtreformiert. [Rufe: „Jawoll!“, Applaus]

Unsere einst stolzen Städte verwahrlosen immer mehr und sind Brutstätten von Kriminalität und Gewalt und leider oftmals Heimstätte von radikalen Islamisten. Unser einst fruchtbares Land verliert seine Bewohner, verödet aufgrund einer desaströsen und völlig falsch angelegten Strukturpolitik. Unsere einst schöne Heimat wird zusehends durch hässliche Bauten, Windräder und eine chaotische Besiedlung verunstaltet. Unsere einst kraftvolle Wirtschaft ist nur noch ein Wrack, neoliberal ausgezehrt. Unser einst beneideter, unser einst weltweit beneideter sozialer Friede ist durch den steigenden Missbrauch und die Aufgabe der national begrenzten Solidargemeinschaft sowie durch den Import fremder Völkerschaften und die zwangsläufigen Konflikte existenziell gefährdet.[Applaus]

Liebe Freunde, und unser liebes Volk ist im inneren tief gespalten und durch den Geburtenrückgang sowie die Masseneinwanderung, erstmals in seiner Existenz tatsächlich elementar bedroht. [Applaus] Liebe Freunde, das ist die furchtbare Lage dieses Landes, das ist die furchtbare Lage dieses Volkes im Jahre 2017. Und ich habe für diese Lage, die schon so oft beschrieben worden ist, und ich musste es nochmal in dieser notwendigen Vollständigkeit tun, ich habe für diese Lage schon des öfteren ein Bild verwendet, und ich habe bis heute kein besseres Bild gefunden. Die alten Kräfte, also die Altparteien, aber nicht nur die Altparteien, auch die Gewerkschaften, vor allen Dingen auch die Angstkirchen, und die immer schneller wachsende… [„Pfui!“, Applaus] …und die immer schneller wachsende Sozialindustrie, die an dieser perversen Politik auch noch prächtig verdient; diese alten Kräfte, die ich gerade genannt habe, sie lösen unser liebes deutsches Vaterland auf wie ein Stück Seife unter einem lauwarmen Wasserstrahl. Aber wir, liebe Freunde, wir Patrioten werden diesen Wasserstrahl jetzt zudrehen, wir werden uns unser Deutschland Stück für Stück zurückholen! [langer, stehender Applaus, Rufe: „Höcke, Höcke!“]

Liebe Freunde, ich habe es immer wieder betont, ich habe es immer wieder gepredigt, und ich tu es auch heute wiederum, weil es so wichtig ist: Die AfD ist die letzte evolutionäre, sie ist die letzte friedliche Chance für unser Vaterland. [Rufe: „Jawoll!“, Applaus] Damit sie es sein kann, muss sie sich als inhaltliche – nicht als strukturelle, als inhaltliche! – Fundamentalopposition verstehen, denn sie ist die einzig relevante politische Kraft des Bewahrenden, die gegen die kollektiven Kräfte der Auflösung der One World-Ideologen und ihrer Verbündeten steht. [Applaus]

Und um ihren historischen Auftrag nicht zu verraten, muss die AfD Bewegungspartei bleiben, das heißt, sie muss selbst immer wieder auf der Straße präsent sein und sie muss im engsten Kontakt mit den befreundeten Bürgerbewegungen stehen. Und sie muss nicht nur Bewegungspartei sein. Dort wo sie bereits in den Parlamenten vertreten ist, muss sie dafür sorgen, dass sie auch Bewegungsfraktion ist, denn unsere Abgeordneten dürfen sich in der Lage, in der sich unser Land befindet, eben nicht im Parlamentarismus vollständig erschöpfen. Sie müssen so oft wie möglich rausgehen… [unv., geht im Applaus unter]

Wir in Thüringen…. Wir in Thüringen leben diese Bewegungsfraktion. Wir waren in den letzten Monaten in zahlreichen kleinen Dörfern in Thüringen. Und wir haben in diesen kleinen Dörfern in Thüringen Veranstaltungen durchgeführt als Fraktion mit zweihundert, dreihundert besorgten Bürgern. Das ist eine [unv.], liebe Freunde, die für die Altparteien Welten fern gerückt ist. [Applaus] Und mit diesen Bürgerdialogen durchbrechen wir die Schweigespirale. Wir gehen raus zu den Menschen, um sie aufzuklären, aufzuklären und nochmal aufzuklären. [Applaus]

Das, hab ich mal ziemlich selbstbewusst, und ich tue es immer wenn ich außerhalb Thüringens unterwegs bin, immer wieder relativ selbstbewusst – das habe ich mal als den Thüringer Weg beschrieben. Es ist der Weg einer fundamentaloppositionellen Bewegungspartei und einer fundamentaloppositionellen Bewegungsfraktion und ich wünschte mir, dass dieser Thüringer Weg einer inhaltlichen, nicht strukturellen Fundamentalopposition, der Weg aller Landesverbände und aller Fraktionen in der AfD wird. [langer, stehender Applaus]

Wir werden das so lange durchhalten – und so lange ich etwas in der AfD zu sagen habe, werde ich dafür eintreten und dafür kämpfen –, wir werden das so lange durchhalten, bis wir in diesem Lande 51 Prozent erreicht haben, oder… [Applaus, Jubel] …oder aber als Seniorpartner – als Seniorpartner! – in einer Koalition mit einer Altpartei sind, die durch ein kartesisches Fegefeuer gegangen ist, die sich selbst wiedergefunden hat, und die abgeschworen hat von einer Politik gegen das Volk, um endlich wieder zu einer Politik für das eigene Volk… [unv., geht in Jubel unter]

Und ich sagte eingangs, ich will auch mahnen, und das will ich an dieser Stelle tun und ich will das auch mit der gebotenen Deutlichkeit tun. Ich muss nämlich auch auf eine große Gefahr hinweisen. Die meisten von euch wissen, dass ich Parteien an sich eher distanziert gegenüberstehe und immer auch versuche, die Distanz für mich zu mir selbst und die Distanz zu mir als Parteifunktionär aufzubauen und zu erhalten. Denn jede Partei hat eine schlimme Tendenz, und das ist die Tendenz der Oligarchisierung und der Erstarrung.

Diese Tendenzen, liebe Freunde, sind Parteien immanent, das sind praktisch die Naturgesetzlichkeiten des Parteienstaates, und ich muss kein Prophet sein, um leider orakeln zu müssen: Auch die AfD wird irgendwann einmal erstarren. Und sie kann auch irgendwann meinetwegen einmal erstarren, aber bitte erst, nachdem sie ihre historische Mission erfüllt hat. [Applaus] Aber sie wird umso schneller erstarren, desto eher sie sich vom Weg der Bewegungspartei und der Bewegungsfraktion verabschiedet.

Wir müssen immer bedenken: Mit Bernd Lucke sind nicht alle die gegangen, die ihren Frieden mit der Rolle eines Juniorpartners in einer zukünftigen Koalition mit einer Altpartei gemacht haben. Manche von ihnen, manche von diesen Luckisten, sind geblieben. Das sind die, die keine innere Haltung besitzen, die Establishment sind und Establishment bleiben wollen oder so schnell wie möglich zum Establishment gehören wollen.

Und, liebe Freunde,… [Applaus] …nicht wenige von diesen Typen drängen jetzt gerade in diesen Wochen und Monaten als Bundestagskandidaten auf die Listen oder als Direktkandidaten in den Wahlkreisen entsprechend nach vorne. Und nicht wenige werden – das muss man leider annehmen – ganz schnell vom parlamentarischen Glanz und Glamour der Hauptstadt fasziniert werden. Und nicht wenige werden sich ganz schnell sehr wohl fühlen bei den Frei-Fressen und Frei-Saufen-Veranstaltungen der Lobbyisten. [Applaus] Und nicht wenige werden nach relativ kurzer Zeit nur eins wollen: Dass es für sie so lange so bleiben wird wie es dann sein wird. Liebe Freunde, ich will das nicht. [großer Applaus]

Ich will Veränderung, ich will eine grundsätzliche Veränderung, ich will die AfD als letzte evolutionäre Chance für unser Vaterland erhalten. Ich will, dass wir diesen Halben einen Strich durch die Rechnung machen. Wir wollen das, denn wir wissen: Es gibt keine Alternative im Etablierten. [Applaus]

Ich betone diese Gefahren, die für die Partei bestehen, ganz bewusst, weil ich weiß, dass viele junge Leute hier heute Gast sind, dass viele Mitglieder der JA in diesem wunderschönen, historischen Ballsaal zuhören. Der ein oder andere von euch hat sich in der zurückliegenden Zeit bei mir direkt oder indirekt beklagt, ich würde mich nicht genug um die JA kümmern, die Halben übernähmen dort allmählich das Ruder.

Liebe Freunde, ich will das hier nochmal ansprechen: Ihr wisst, ich bin keiner von denen, die am Telefon leben, um Netzwerke aufzubauen. Ich bin kein Strippenzieher und ich möchte keine jungen Menschen durch Belohnung und Versprechung an mich binden. Ich will euch nicht wie Claudia Roth – Klammer auf, abgebrochenes Studium der Kunstgeschichte… [Rufe: „Pfui!“, Buhrufe, Pfiffe] …keine Ausbildung, Klammer zu – ich will euch nicht wie Katrin Göring-Eckardt – Klammer auf… [Buhrufe, Pfiffe] …abgebrochenes Studium der Theologie, keine Ausbildung, Klammer zu – ich will euch nicht wie Volker Beck – Klammer auf… [Buhrufe, Pfiffe, Gelächter] …abgebrochenes Studium der Kunst, keine Ausbildung, Klammer zu – ich will euch nicht wie Daniel Cohn-Bendit – Klammer auf… [Buhrufe, Empörung] …abgebrochenes Studium der Soziologie, keine Ausbildung – oder wie Joseph Fischer – Klammer auf, keine Ausbildung, Klammer zu – so will ich euch nicht! [Applaus, Rufe: „Ausmisten!“]

Ich will, liebe junge Freunde und Patrioten, ich will, dass ihr einen Beruf habt. Denn wer keinen Beruf hat, ist von der Politik abhängig. Ich will euch als Vater… [Applaus] …ich will euch als Vater und Mutter. Denn ich weiß: Wer keine eigenen Kinder hat, hat nur die halbe Lebenserfahrung.[Applaus] Und vor allen Dingen will ich, dass es eine Zukunft für unser Volk gibt, und dazu gehören Kinder nun mal dazu! Und ich will euch als ganzheitliche Persönlichkeiten, ich will euch nicht als Parteifunktionärszwerge, und ich werde den Teufel tun, euch den kürzesten Weg zu irgendwelchen Pfründen zu weisen, junge Freunde! [Jubel, Applaus]

Ich möchte euch an einen berühmten und oft zitierten Ausspruch von John F. Kennedy erinnern. Er sagte: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, sondern was ihr für euer Land tun könnt.“ [Applaus] Ich möchte, dass ihr euch im Dienst verzehrt. Ja, ich möchte euch als neue Preußen. Ja, liebe Freunde, ich weise euch einen langen… [unv. Zwischenrufe] …ich weise euch einen langen – ich weiß, ich bin in Sachsen… [lacht] [Gelächter] …aber die preußischen Tugenden, die tun uns allen gut, egal ob wir Thüringer sind, Brandenburger sind oder Bayern sind oder… [unv., geht im Applaus unter]

Ihr merkt, ich will es euch nicht leicht machen. Ich weise euch einen langen und entbehrungsreichen Weg. Ich weise dieser Partei einen langen und entbehrungsreichen Weg. Aber es ist der einzige Weg, der zu einem vollständigen Sieg führt, und dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD und deshalb will ich diesen Weg – und nur diesen Weg – mit euch gehen, liebe Freunde! [Applaus, Rufe: „Höcke, Höcke!“]

Lasst euch also bloß nicht verzwergen. Ihr habt wahrscheinlich nur dieses eine Leben und es sind nur willensstarke Menschen, die Geschichte schreiben, und das wollen wir tun. Liebe Freunde, die Bundespräsidenten dieser Republik, die haben keine Geschichte geschrieben… [Gelächter] …und sie haben sehr wenig bedeutsame Reden gehalten. Eine der bedeutsamsten Reden, die von einem Bundespräsidenten gehalten wurde, das war die Rede von Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985. [Applaus] Das war eine rhetorisch wunderbar ausgearbeitete Rede, stilistisch perfekt. Richard von Weizsäcker war ein Könner des Wortes. Aber es war eine Rede gegen das eigene Volk und nicht für das eigene Volk. [Buhrufe, Applaus]

Und auch die Ruck-Rede, die sogenannte Ruck-Rede von 1997, gehalten vom letzte Woche verstorbenen Bundespräsidenten Roman Herzog, war eine Rede gegen das eigene Volk. [Applaus] Sie war nichts anderes als der perfide Versuch in der Ansprache durch nationale Emotion – und er sagte: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen!“ – welcher Patriot könnte sich dieser Aussage nicht anschließen? Selbstverständlich muss durch Deutschland ein Ruck gehen, liebe Freunde. Aber er versuchte diese nationale Emotion nur zu schüren und zu transportieren, um die Gemeinschaft von uns Deutschen der vollständigen Ökonomisierung auszuliefern. Seine Rede war nichts anderes als eine deutliche Begleitmusik zur Entfesselung der Finanzmärkte, zur Auflösung der Solidargemeinschaft, sprich zum neoliberalen Pluralismus. [Applaus, Rufe: „Volksverräter!“]

Die Menschen haben Roman Herzog damals geglaubt, so wie viele Menschen sehr lange Angela Merkel geglaubt haben. Beide haben sie unser gutmütiges Volk heimtückisch hinters Licht geführt. Aber wir, liebe Freunde, wir Patrioten hier in Dresden, in Sachsen und in ganz Deutschland, wir trauen diesen Politkern nicht mehr, denn diese Politiker meinen es nicht gut mit ihrem Volk. [Applaus]

Immerhin wagte Roman Herzog von Visionen zu sprechen. Ja, das ging in der Ära vor Angela Merkel tatsächlich noch. Ich zitiere Roman Herzog: „Zuerst müssen wir uns darüber klar werden, in welcher Gesellschaft wir im 21. Jahrhundert leben wollen. Wir brauchen wieder Visionen. [Anm.: im Original: „Wir brauchen wieder eine Vision.“] Visionen können ungeahnte Kräfte mobilisieren: Ich erinnere nur an die
Vitalität des ‚American Dream‘, an die Vision der Perestroika, an die Kraft der Freiheitsidee vom Herbst 1989. Wir brauchen aber nicht nur den Mut zu solchen Visionen, wir brauchen auch die Kraft und die Bereitschaft, sie zu verwirklichen. Ich rufe auf zu einer inneren Erneuerung!”

Liebe Freunde, es ist gut, dass Roman Herzog damals die Kraft der Visionen angesprochen hat. Aber vielleicht aus Unwissen oder weil er es nicht wollte, hat er unerwähnt gelassen, dass sich auf Ökonomismus keine Visionen gründen lassen. Roman Herzogs Rede und sein Appell an ein Wir-Gefühl, einer neuen Vision, an einen inneren Ruck der Deutschen, zielt nur darauf ab, uns Deutsche noch effektiver und produktiver wirtschaften zu lassen. Das, liebe Freunde, ist uns als Sinngebung im beginnenden 21. Jahrhundert eindeutig zu wenig. [Applaus]

Worauf Visionen gründen und warum wir Deutschen unsere Visionskraft verloren haben, darauf möchte ich zum Abschluss meiner Rede hier und heute in Dresden noch einmal eingehen. Viele von euch wissen: Ich habe meine Kindheit und Jugend im Rheinland verbracht, ich bin also gelernter Wessi. [Gelächter, ironisches Mitleid] Ihr braucht mich nicht zu bedauern, aber ich bin wirklich heilfroh, diesmal auf der richtigen Seite zu stehen. [Jubel, Applaus] Meine Kinder, meine Frau und ich fühlen uns einfach nur pudelwohl in Thüringen. Thüringen ist uns zur Heimat geworden. Und ich versichere euch: Ich bin vollständig integriert in Thüringen. [Gelächter, Applaus]

Ich habe also meine Kindheit und Jugend im Rheinland verbracht und habe deswegen auch noch die Wessiperspektive und weiß, dass, wenn es nochmal eine Erneuerungsbewegung gibt, die von Erfolg gekrönt sein könnte, dann wird sie ihren Ursprung hier in Dresden, hier auf dem Gebiet der ehemaligen DDR haben. [Applaus] „Die Bombardierung Dresdens war ein Kriegsverbrechen“ Aber ich stamme mütterlicher- und väterlicherseits aus einer Vertriebenenfamilie. Mein Vater erzählte mir schon sehr früh – ich komme aus einem sehr politischen und geschichtsbewussten Elternhaus –, was ich in Dresden Ende des Zweiten Weltkrieges ereignete.

Der Krieg war schon entschieden, die Stadt war überfüllt mit unzähligen Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten. Der größte Teil von ihnen waren Frauen, Kinder und Alte. Bedeutsame militärische Infrastruktur gab es in Dresden nicht, das wissen wir nicht [sic!]. Aber dafür gab es in Dresden einen der schönsten Stadtkerne aller deutschen Städte. Deshalb habe man, so mein Vater zu mir schon als Kind, Dresden immer das Elbflorenz genannt.

Die Bombardierung Dresdens und der anschließende Feuersturm vernichteten das Elbflorenz und die darin lebenden Menschen. Die Bombardierung Dresdens war ein Kriegsverbrechen. [Applaus, Jubel] Sie ist vergleichbar mit den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki. [Zustimmung, Applaus] Mit der Bombardierung Dresdens und der anderen deutschen Städte wollte man nichts anderes als uns unsere kollektive Identität rauben. Man wollte uns mit Stumpf und Stiel vernichten, man wollte unsere Wurzeln roden. Und zusammen mit der dann nach 1945 begonnenen systematischen Umerziehung hat man das auch fast geschafft. Deutsche Opfer gab es nicht mehr, sondern es gab nur noch deutsche Täter.

Bis heute sind wir nicht in der Lage, unsere eigenen Opfer zu betrauern. Und augenfällig wurde das wieder bei dem würdelosen Umgang mit den Opfern des Berliner Terroranschlages. [Applaus] Der von Markus Mohr schon zu recht thematisierte Wiederaufbau der Frauenkirche war für uns Patrioten ein Hoffnungsschimmer dafür, dass es ihn doch noch gibt, diesen kleine Funken deutschen Selbstbehauptungswillen. [Applaus]

Aber, liebe Freunde, bis jetzt sind es nur Fassaden, die wieder entstanden sind. Bis jetzt ist unsere Geistesverfassung, unser Gemütszustand immer noch der eines total besiegten Volkes. [Applaus]
Wir Deutschen – und ich rede jetzt nicht von euch Patrioten, die sich hier heute versammelt haben – wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande [mit Schande den Holocaust gemeint!] in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat. [Applaus]

Und anstatt die nachwachsende Generation mit den großen Wohltätern, den bekannten weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern in Berührung zu bringen, von denen wir ja so viele haben – Markus Mohr hat darauf hingewiesen und die Namen stellenweise erwähnt, und es war doch nur eine kleine Gruppe, die er mangels Zeit aufzählen konnte –, vielleicht mehr als jedes andere Volk auf dieser Welt, liebe Freunde! Und anstatt unsere Schüler in den Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die Geschichte, die deutsche Geschichte, mies und lächerlich gemacht. So kann es und darf es nicht weitergehen! [Jubel, längerer, stehender Applaus, Rufe: „Höcke, Höcke!“]

So kann es, so darf es und so wird es nicht weitergehen, liebe Freunde. Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstauflösung. Die gibt es nicht. [Applaus] Im Gegenteil: Es gibt die moralische Pflicht, dieses Land, diese Kultur, seinen noch vorhandenen Wohlstand und seine noch vorhandene staatliche Wohlordnung an die kommende Generation weiterzugeben, das ist unsere moralische Pflicht! [Applaus, Rufe: „Wir sind das Volk!“]

Wenn wir eine Zukunft haben wollen – und wir wollen diese Zukunft haben und immer mehr Deutsche erkennen das, dass auch sie eine Zukunft haben wollen – dann brauchen wir eine Vision. Eine Vision wird
aber nur dann entstehen, wenn wir uns wieder selber finden, wenn wir uns wieder selbst entdecken. Wir müssen wieder wir selbst werden.

Selber haben werden wir uns nur, wenn wir wieder eine positive Beziehung zu unserer Geschichte aufbauen. Und schon Franz Josef Strauß bemerkte: Die Vergangenheitsbewältigung als gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe, die lähmt ein Volk. Liebe Freunde, Recht hatte er, der Franz Josef Strauß! [Applaus]

Und diese dämliche Bewältigungspolitik, die lähmt uns heute noch viel mehr als zu Franz Josef Strauß’ Zeiten. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad! [Applaus] Wir brauchen so dringend wie niemals zuvor diese erinnerungspolitische Wende um 180 Grad, liebe Freunde. Wir brauchen keine toten Riten mehr in diesem Land. Wir haben keine Zeit mehr, tote Riten zu exekutieren [sic!]. Wir brauchen keine hohlen Phrasen mehr in diesem Land, wir brauchen eine lebendige Erinnerungskultur, die uns vor allen Dingen und zuallererst mit den großartigen Leistungen der Altvorderen
in Berührung bringt. [Applaus]

Kurz: Es geht darum, den neu entstandenen Fassaden, hier in Dresden, aber auch in Potsdam, und in Berlin wird gerade auch das Stadtschloss wieder aufgebaut – Gott sei dank wird es wieder aufgebaut – es geht darum, diesen neu entstandenen Fassaden einen neuen, würdigen Geist einzuhauchen. Es ist der Geist eines neuen, ehrlichen, vitalen, tief begründeten und selbstbewussten Patriotismus. Denn wir wissen: Ohne
so einen neuen Patriotismus kann keine bürgerliche Gesellschaft überleben.

Und das ist die innere Erneuerung, an die Roman Herzog Herzog vielleicht vor 20 Jahren insgeheim auch schon dachte, die er sich aber nicht wagte, auszusprechen. Aber wir wagen es, diese innere Erneuerung einzufordern. Wir wagen es nicht nur, sie einzufordern, nein, liebe Freunde, wir werden sie um unser liebes Vaterland willen auch durchsetzen. [Applaus]

Liebe Freunde, die Angriffe der politischen Gegner sind omnipräsent. Sie sind manchmal in ihrer Perfidie nicht zu übertreffen, sie sind manchmal gewalttätig, sie sind hinterhältig, sie sind skrupellos, und wir werden vor den Bundestagswahlen 2017 noch eine Verstärkung dieser furchtbaren Angriffe zu erleiden, zu ertragen, zu erdulden haben. Aber wir werden diesen Angriffen widerstehen. Denn wir führen einen gerechten Kampf. Einen Kampf, der mit der Bundestagswahl nicht endet und der langfristig darüber entscheiden wird, ob wir und unsere Kinder noch eine Zukunft in der Mitte Europas haben oder ob unser Wohlstand, unser Staat, unsere Kultur und unser liebes Volk im Chaos versinken.

Liebe Freunde, wir müssen nichts weniger als Geschichte schreiben, wenn es für uns Deutsche und für uns Europäer noch eine Zukunft geben soll. Wir können Geschichte schreiben. Tun wir es! Ich danke euch. [langer, stehender Applaus, Rufe: „Höcke, Höcke!“, „Höcke nach Berlin!“, „Merkel nach Sibirien!“]