Fatma (7), Berufswunsch: Märtyrerin

Fatma OmarFatma (7): Berufsziel MärtyrerinFatma ist sieben Jahre alt und sieht sehr niedlich aus. Aber sie spielt nicht und singt nicht. Sie freut sich auch nicht des Lebens wie andere Kinder in ihrem Alter. Sie hat nur ein Ziel: Sie will sterben und andere mit in den Tod reißen. Denn Fatma hat nicht das Glück, hierzulande aufwachsen zu dürfen. Fatma lebt in Palästina und wird von klein auf zum Hass erzogen. Ihre Großmutter, selbst Mutter von neun Kindern und Großmutter von 41 Enkeln, sprengte sich am Donnerstag in Dschabalija in der Nähe von israelischen Soldaten in die Luft.

Sie verwundete drei und tötete Gott sei Dank nur sich selbst. Wie krank sind Menschen, die auf so etwas stolz sind und Kinder zu lebenden Bomben erziehen, die auch noch gerne sterben? Und wie gefährlich ist die Ideologie, die hinter allem steckt und im Gewand einer Religion daherkommt?

Vielleicht sieht das Mädchen aber auch, was für ein Leben es erwartet und zieht es vor, zu sterben. Die Zeitung Israel heute berichtet in ihrer Printausgabe:

Misshandlung palästinensischer Frauen – Ein Bericht beschuldigt die Palästinensische Autonomiebehörde Gewalt gegen Frauen zu tolerieren

Fast ein Viertel der palästinensischen Frauen sind Opfer von häuslicher Gewalt, Misshandlungen und Vergewaltigungen, während die offiziellen Behörden nichts zu deren Schutz unternehmen – so klagt ein neuer Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch an.

Die Organisation beschuldigt die Palästinensische Autonomiebehörde in ihrem Bericht, dass diese es versäumt habe, Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu einer legislativen Priorität zu erheben, und fordert nun von der Regierung, dringend Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

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Fatma Omar An-Najar († 64), Märtyrerin.

„Quer durch das politische Spektrum scheint für die Vertreter der PA der Punkt Sicherheit nur im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt und der Besatzung ein Thema zu sein, während sie die sehr reale häusliche Bedrohung von Frauen und Mädchen völlig ignorieren“, so Farida Deir, Forscherin der Abteilung für Frauenrechte und Co-Autorin des Berichts.

Der Report berichtet zudem, dass die Gewalt gegen Frauen ansteigt, „während gleichzeitig verfügbare Anlaufstellen und Hilfsmöglichkeiten für die Opfer zunehmend verschwinden.“

„Palästinensische Frauen und Mädchen, die den Behörden Misshandlungen melden, sehen sich mit einem System konfrontiert, welches das Ansehen ihrer Familien in den Gemeinden über das individuelle Wohlergehen und das eigene Leben setzt“, heißt es in dem besorgniserregenden Bericht mit dem Titel „Eine Frage der Sicherheit: Gewalt gegen palästinensische Frauen und Mädchen“. Dokumentiert werden Gewaltfälle von Partner- und Kindesmisshandlungen bis hin zu Vergewaltigung, Inzest und Mord. Die Daten basieren auf in den Palästinensischen Gebieten von November 2005 bis Anfang 2006 durchgeführten Untersuchungen.

Polizeibeamte und Klan-Anführer „vermitteln“ in Vergewaltigungsfällen im Allgemeinen dadurch, dass sie die misshandelten Frauen in die „Obhut“ ihres Peinigers zurückbringen, ohne den Fall an die Gerichte weiterzuleiten. Nur wenige Fälle sexueller Gewalt werden überhaupt verfolgt: Der palästinensischen Statistikbehörde zufolge wurde 2004 nur eine Vergewaltigungstat in Gaza und keine einzige in der West Bank vor Gericht gebracht.

Die Gesetze sehen Strafmilderung für Männer vor, die wegen „Ehrenmordes“ oder wegen Übergriffe auf des Ehebruchs bezichtigter weiblicher Familienmitglieder vor Gericht stehen. Vergewaltiger, die sich einverstanden erklären, ihre Opfer zu heiraten, werden freigesprochen: Nur männliche Verwandte können im Namen von Minderjährigen Anzeige wegen Inzest erstatten. Vergewaltigung in der Ehe ist keine Straftat. Opfer sagen aus, sie haben meist Angst, Vergewaltigung und Misshandlungen anzuzeigen.

Sogar soziale Anlaufstellen wie das Mädchenhaus in Bethlehem zwingen schwangere Mädchen, ihren Vergewaltiger des Kindes wegen zu heiraten. Der Leiter des Hauses sagte zu Human Rights Watch:

„Die Mehrheit möchte ihn (den Vergewaltiger) nicht heiraten. Aber was soll’s! Das Baby ist wichtiger.“ Lina Abd al-Hadi, Rechtsberaterin des Gouverneurs von Nablus erzählte der Menschenrechtsorganisation, es gebe eine steigende Anzahl von Inzestfällen. Sie sagt, die Väter würden ihre Tat nicht einmal mehr leugnen. „Sie sagen ,Ich habe vor allen anderen ein Anrecht auf ihren Körper‘ oder ,Ich möchte, dass sie bereits mit Erfahrung zu ihrem Ehemann geht“.

„Sieht sich die Palästinensische Autonomiebehörde mit Fällen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen konfrontiert, ist sie mehr daran interessiert, einen öffentlichen Skandal zu vermeiden, als Gerechtigkeit zu üben“, so Lucy Mair, die zweite Co-Autorin des Berichts. „Das Grundrecht der Frau auf ihr Leben und auf körperliche Unversehrtheit wird bestenfalls als zweitrangig betrachtet.“

(Spürnase: Berliner)




Menschenrechte im Islam – Innerfamiliäre Gewalt

Wenn von islamisch motivierter Gewalt die Rede ist, steht der Terrorismus im Vordergrund. Tatsächlich hat der Terrorismus innerhalb des islamischen Gesellschaftssystems bezüglich des Ausmaßes an Gewalt nur eine Nebenrolle. Abgesehen vom Massaker in Darfur, überwiegt die innerfamiliäre Gewalt an Opferzahlen die Terroropfer bei weitem. So liegt die Anzahl der Terroropfer seit 9/11 etwas unter 7000, eine UN-Studie kommt jedoch auf 5000 Ehrenmorde jährlich, plus erheblicher Dunkelziffer. Eine Verbrechensform, die ganz überwiegend in der islamischen Kultur angesiedelt ist. Und nur das Endglied in einer langen Kette von Gewalt, Diskriminierungen und Misshandlungen darstellt.

Islamophile und islamische Propagandisten werden nicht müde, Ehrenmorde als "unislamisch" zu verklären. Natürlich verschanzen sich die islamischen Repräsentanten hinter der Formulierung „Mord“. Doch nach islamischer Auffassung ist der Ehrenmord kein Mord, sondern eine Strafe, die gemäß dem Willen Allahs analog zur Scharia zu vollstrecken ist. Hierzu das Prophetenvorbild Mohammed, überliefert in dem Hadith 980 Sahih Muslim:

Ein Beduine kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte: O Gesandter Allahs, ich beschwöre dich bei Allah, entscheide zwischen uns nach dem Buch Allahs! Sein Widersacher, der mehr Wissen als seines hatte, trat heran und sagte: Ja, so soll es sein! Entscheide nach Allahs Buch. Aber ich möchte etwas sagen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Bitte! Da sagte der Mann: Mein Sohn arbeitete für diesen Mann und beging Unzucht mit seiner Frau. Die Leute sagten, mein Sohn müsse gesteinigt werden. Daher bezahlte ich die Auslösung für ihn – einhundert Schafe und eine Sklavin. Später befragte ich einige Gelehrte zu dieser Sache, und sie sagten: Dein Sohn muß mit hundert Peitschenhieben bestraft und ein Jahr des Landes verwiesen werden. Die Frau dieses Mannes muß auch gesteinigt werden. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, ich werde zwischen euch nach dem Buch Allahs richten! Die Sklavin und die Schafe müssen zurückgegeben werden! Dein Sohn erhält hundert Peitschenhiebe und wird für ein Jahr des Landes verwiesen! Und du, Unais, geh morgen früh zu dieser Frau! Wenn sie es gesteht, da steinige sie! Unais ging zu ihr am nächsten Morgen. Als sie es gestand, führte er den Befehl des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, aus.

Der Koran selbst enthält keine direkte Anweisung zur Todesstrafe, sondern „lediglich“ 80-100 Peitschenhiebe, sowie die Anweisung in Sure 4,15:

Und wenn einige eurer Frauen eine Hurerei begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg gibt.

Vier missgünstige Zeugen, die bereit sind zur üblen Nachrede, bedeuten in diesem Fall lebenslängliche Freiheitsberaubung samt zugehöriger sexueller Verfügbarkeit durch den Gatten. In der islamischen Rechtssprechung sind diese Aussagen eingeflossen, und die dort festgelegte Todesstrafe stellt die moralische Basis für Ehrenmorde dar. Ehrenmorde bedeuten eine Form der Selbstjustiz im Einklang mit islamischem Recht, sofern dieses keine offizielle Anwendung findet. Wie z.B. in Jordanien, das diese Verbrechen immerhin noch dokumentiert. Deutlich schwieriger wird die Dokumentation in einem Land wie Pakistan, in dem mindestens 1000 Ehrenmorde jährlich verübt werden. Die Bedingungen der Organisationen, die beim Schutz Bedrohter tätig sind, werden immer schwieriger, weil westliche Einflüsse zugunsten des Islam verdrängt werden.

Doch auch in einem sich nach außen relativ modern präsentierenden Land wie der Türkei ist die Zustimmung zu Ehrenmorden verbreitet. Selbst unter Studenten beträgt die Zustimmung zu dieser Form islamischer Justiz 30 %. Wobei längst nicht alle Ehrenmord-Vollstrecker im eigentlichen Sinne fromm sind. Entscheidend ist hier vielmehr, ob die Sozialisation gemäß islamischen Vorgaben erfolgte. Einstellungen zu Gewalt, Patriarchat, Rollenklischees werden aufgrund des hohen Grades an ethisch-moralischer Gleichschaltung islamischer Gesellschaften unbewusst übernommen und für richtig erachtet. Alternative (westliche) Lebensmodelle sind in der islamischen Welt auf dem Rückzug und zudem als unmoralisch negativ behaftet und gelten wegen des islamischen Überlegenheitsanspruchs generell als unterlegen.

Viele Ehrenmorde werden als Selbstmorde getarnt. Doch wird auch dazu gedrängt oder die Frauen begehen aus eigener Initiative Selbstmord, weil sie ein Leben gemäß islamischen Regeln in der Zwangsehe nicht ertragen können.

"Fatma hatte sich verliebt, sollte aber mit einem anderen verheiratet werden. Ihr Bruder hat sie geschlagen, weil sie nicht den Jungen heiraten wollte, den er für sie ausgesucht hatte. Sie ist in der Nacht aufgestanden und hat sich erhängt." Batman, eine noch weiter östlich gelegene Provinzstadt, stand bis vor einiger Zeit in dem traurigen Ruf, die Stadt mit den meisten Selbstmorden junger Frauen zu sein. Das Krankenhaus hat eine eigene Abteilung zur Rehabilitation von Selbstmordgefährdeten eingerichtet. Hier dürfen wir mit einer 15-Jährigen sprechen, die gegen ihren Willen mit ihrem Cousin verheiratet werden sollte und deshalb versuchte, sich mit Tabletten umzubringen. "Ich wusste einfach nicht mehr weiter. Ich muss immer zu Hause sein. Ich möchte zur Schule gehen, aber mein Vater erlaubt selbst das nicht. Er lässt mich nicht allein aus dem Haus." Manche Frauen, sagt uns Dr. Ahmet Yildiz, Chefarzt der Klinik, scheinen ganz bewusst in den Selbstmord getrieben zu werden. "Selbstmord oder Mord, das ist keine einfache Frage. Wir vermuten, dass einige der Fälle, die wie Selbstmord aussehen, Morde sind. Nicht nur durch direkte körperliche Einwirkung, auch durch ganz gezielten psychischen Druck."

Es stellt sich die Frage, wie Eltern ihren Kindern ein solches Leid zufügen können. Warum sind sie nicht in der Lage, sich über die islamischen Anforderungen wie der Zwangsehe, die der Koran in Sure 4,25 vorschreibt, hinwegzusetzen?

Und wer von euch nicht vermögend genug ist, um gläubige Frauen zu heiraten, der heirate von dem Besitz eurer rechten Hand unter euren gläubigen Mägden; und Allah kennt euren Glauben sehr wohl. Ihr seid einer vom anderen. Darum heiratet sie mit Erlaubnis ihrer Familien und gebt ihnen ihre Brautgabe nach Billigkeit, wenn sie keusch sind, weder Unzucht treiben noch insgeheim Liebhaber nehmen. Und wenn sie, nachdem sie verheiratet sind, der Unzucht schuldig werden, dann sollen sie die Hälfte der Strafe erleiden, die für freie Frauen vorgeschrieben ist. Diese (Erleichterung) ist für diejenigen von euch (vorgesehen), die fürchten, in Bedrängnis zu kommen. Daß ihr Geduld übt, ist besser für euch; und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.

Diese Sure schildert, wie eine islamische Ehe zustande zu kommen hat. Als Arrangement des Bräutigams mit den Eltern der Tochter. Hier wird über die Interessen der Frau hinweg gegangen, als wäre sie ein Handelsgegenstand. Formulierungen dieser Art tauchen im Koran vielfach auf, der sich nur an die Männer direkt richtet.

Nun müsste eigentlich allen Eltern das Wohl ihrer Kinder ein höchstes Gut sein. Das ist auch bei islamischen Eltern nicht anders. Nur halten islamische Eltern das für ihr Kind für das Beste, was die sie umgebende Gesellschaft normativ vorgibt. Konkret: Was in Übereinstimmung mit dem Islam und den daraus abgeleiteten Traditionen steht.

Nochmals aus dem ZDF-Beitrag von oben:

Emine Yürekli ist seit 17 Jahren Witwe und lebt im Armenviertel Muradiye. Ihre fünf Töchter sind aus dem Haus, verheiratet. Die Männer hätten sie gewollt und sie habe ihre Kinder lieber weggegeben, bevor sie so leben wie sie. Und was, wenn sie mit ihren Männern nicht glücklich sind?, fragen wir sie. "Dann sind sie trotzdem gezwungen, bei ihnen zu bleiben. Sie müssen es eben aushalten!"

Moslems (übersetzt: "die Gehorsamen") haben im Regelfall nicht gelernt, willkürlich aufgestellte Normen kritisch zu hinterfragen. Sie sind gefangen in den Moralbegriffen islamischer Theologie, und empfinden Schuldgefühle, wenn sie die angeblich göttlichen Weisungen des Islam missachten. Hinzu kommt eine ausgeprägte Scham- und Schandkultur, wenn es misslingt wichtige gesellschaftliche, sprich islamische Normen nicht zu erfüllen. Die Stellung des Mannes über der Frau bedeutet zugleich Verantwortung über eine minderwertige Person. Versagt der höherwertige Mann in seiner Kontrollfunktion über die Frau, ist das natürlich peinlich und mit Schamgefühlen verbunden. Zumal der Koran ausdrücklich fordert, den Willen der Ehefrau zu brechen, bis sie in jeder Hinsicht gefügig ist:

4,34: Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede. Wahrlich, Allah ist Erhaben und Groß.

Neben der juristischen Gewalt existiert im Islam eine Legitimation zur Gewaltanwendung auch im familiären Bereich, um die hierarchisch-patriarchalische Struktur aufrecht zu erhalten und durchzusetzen. Gewalterfahrungen in den Familien sind alltäglich. Kinder erleben diese meist mit als Zeugen der Gewalt des Ehemannes gegen die Ehefrau – sehr häufig auch selbst als Opfer. Generell muss gefragt werden, was für ein familiäres Klima entsteht, wenn die Ehepartner und Eltern nicht aus gegenseitiger Zuneigung zusammen leben und Kinder zeugen, sondern aufgrund eines Arrangements über das Einverständnis der Frau hinweg. Welche Auswirkungen hat es auf die Gefühlslage des Individuums, wenn legitimste Gefühle wie Bedürfnisse nach Zuneigung, Liebe und Zärtlichkeit keine Berechtigung zugestanden wird, bzw. islamischen Normerfüllung untergeordnet sind. Zumal der Islam den Alltag in vielfältiger Weise ritualisiert und normiert, so dass individuelle Spielräume stark eingeschränkt sind oder bei Verstoß mit Schuldkomplexen behaftet werden können.

Sure 4,135 stellt die Anforderung, den Gottesbezug sogar über die Bindung zu den Eltern oder Geschwister zu stellen

O ihr, die ihr glaubt, seid auf der Hut bei der Wahrnehmung der Gerechtigkeit und seid Zeugen für Allah, auch dann, wenn es gegen euch selbst oder gegen Eltern und Verwandte geht. Ob der eine reich oder arm ist, so ist Allah beiden näher; darum folgt nicht der persönlichen Neigung, auf daß ihr gerecht handeln könnt. Und wenn ihr aber (die Wahrheit) verdreht oder euch von (der Wahrheit) abwendet, so ist Allah eures Tuns kundig.

Hierin liegt die Erklärung, was Moslems überhaupt dazu antreibt, die höchsten Hemmschwellen, wie z.B. die eigenhändige Ermordung der Kinder oder der Mutter, zu überwinden. Die Beziehung zur Gottheit und deren Geboten, sowie nachfolgend zum Kollektiv, das die Einhaltung der islamischen Gesetze und Normen überwacht, dominiert im islamischen Idealfall sogar über familiäre Bindungen. Normerfüllung steht selbst innerhalb der Familie über den Gefühlen der Zuneigung. Natürlich bedeutet diese Konstellation für Moslems einen fürchterlichen Leidensdruck. Die abverlangte Überwindung elementarster menschlicher Gefühle und Instinkte zu Gunsten der (gemäß Freud) Über-Ich-Struktur des Islam bedeutet ein psychisches Martyrium, das auferlegt wird um die islamische Gesellschaftsstruktur zu erhalten.

Islamische Gewalt geht also weit über den offensichtlichen Terror von Bombenlegern hinaus. Gewalt als Notwendigkeit zur Erzwingung von Gottesgehorsam (Moslem = der Gehorsame) und der Befolgung angeblich göttlicher Gesetze und Normen ist Kernstruktur islamischer Gesellschaft. Damit eine solche Gesellschaftsform nicht von innen heraus zerrissen wird, bedarf es einer gezielten Umlenkung von Frustration. Diese wird im Islam gegen nicht-islamische Strukturen, bzw. nicht-islamisches Handeln gerichtet. Einmal gegen Normabweichler innerhalb islamischer Gesellschaft, was die Intoleranz gegenüber Abweichungen von islamischen Normen sowie den Hass der verschiedenen Glaubensrichtungen des Islam mit erklärt, die sich gegenseitig der Häresie bezichtigen. Sowie gegen Gesellschaften, die außerhalb des Islam stehen, im Rahmen des Djihad.

Frustration und Gewalterfahrungen sowohl bei sich selbst als auch durch Bezeugung, begünstigt wiederum Gewaltanwendung, aufgrund des Prägungscharakters. Gewalterfahrung wird als normative Normalität empfunden, schlicht weil es an Erfahrung mit alternativen Handlungsweisen mangelt. Der stark überhöhte Anteil islamischer Gewalttäter in westlichen Ländern korreliert mit innerfamiliären Gewalterfahrungen. So meint der Kriminologe Christian Pfeiffer, junge Türken seien erst Opfer, dann Täter:

"Das Problem sind die jungen Türken." Bei seiner Langzeitstudie zu Jugendgewalt in elf deutschen Großstädten hat er etwa in Stuttgart festgestellt, dass dort die Türken 12,7 Prozent der Befragten, 14,4 Prozent der Opfer, aber 44,3 Prozent der Täter stellten. Häufiger als alle anderen seien sie zuvor Opfer schwerer innerfamiliärer Gewalt geworden: 33,1 Prozent wurden als Kind körperlich gezüchtigt. Und sie akzeptieren Gewalt als Teil von Männlichkeit, identifizieren sich mit einer Macho-Kultur – auch in Abgrenzung zu anderen jungen Einwanderern.

Die türkisch-stämmige Soziologin Necla Kelek hat in ihrem Buch „Die verlorenen Söhne“ die Sozialisation islamischer Männer analysiert. Hier eine aufschlußreiche Besprechung von Rupert Neudeck, in der die patriachalische Gehorsamsgesellschaft in islamischen Familien sowie das grausame Zwangsritual der Beschneidung bei Jungen beschrieben wird.

Die Idealisierungen des Islam durch dessen Fürsprecher im Westen klammern den Aspekt innerfamiliärer Gewalt fast immer aus. Oft wird bereits das Aufzeigen islamischer Menschenrechtsverletzungen auf der familiären Ebene als Rassismus ect. gebrandmarkt. Diese Diffamierungen sind eine Notwendigkeit, da argumentativ keine substanziellen Argumente aus der Perspektive der Menschenrechte für den Islam vorhanden sind. Würden die Fakten zur Menschenrechtslage im Islam (insbesondere auf der familiären Ebene) Allgemeingut, stellt sich ein pro-islamischer Standpunkt selbst als konträr und unvereinbar zu den Menschenrechten dar.

Wer vertrauensvollen Kontakt zu Moslems hat, insbeondere zu solchen, die vor Zwangsehen und Ehrenmord fliehen und in die Anonymität flüchten mussten, erfährt, wie durchdrungen von Frustration und Gewalt islamisches Familienleben vielfach ist. Wie sehr islamische Normen und Gesetze mitten in der deutschen Gesellschaft Anwendung finden, und wie fern die Ethik des Grundgesetzes in den islamischen Gemeinden Deutschlands ist. Diese Menschen, die gemäß den ihnen zustehenden Rechten in diesem Land leben wollen, benötigen unsere Solidarität und unseren Schutz. Das Asylrecht sollte ausgedehnt werden auf den Tatbestand islamischer Verfolgung. Zwangsehen, Ehrenmord, innerfamiliäre Gewalt sind im islamischen Kulturkreis Bestandteil eines politischen wie juristischen Systems, und keine Taten verwirrter Einzeltäter. So lange man die gesellschaftspolitische Dimension dieser Verbrechen nicht anerkennt, kann man allerdings den Opfern dieses Unrechts keinen Schutz gewähren. Schon garnicht in präventiver Form, die beinhaltet, dass die Ursache dieser Verbrechen abgelehnt, sogar geächtet werden muss.




Und noch ein Ehrenmord in Deutschland…


Die Welt berichtet heute:

Frau vor den Augen der Tochter erstochen

Eine 24-jährige Türkin, die von ihrem Ehemann getrennt lebte, ist in Wiesbaden auf offener Straße erstochen worden. Dringend tatverdächtig: der Ehemann.

Wiesbaden – Nach Familienstreitigkeiten ist eine 24 Jahre alte Türkin in Wiesbaden auf offener Straße erstochen worden. Die Polizei nahm noch am Abend in einer Gaststätte in Mainz den 27 Jahre alten Ehemann fest. Er habe keinen Widerstand geleistet.

Der 27-jährige Türke ist nach Angaben eines Polizeisprechers von mehreren Zeugen beobachtet worden, wie er seiner Frau mehrere Stiche in den Oberkörper versetzte. Danach sei er mit dem gemeinsamen Kind geflohen. Das vierjährige Mädchen wurde am frühen Abend in einer Wiesbadener Gaststätte unverletzt abgegeben. Die Frau starb in einer Klinik.

Die Tatzeugen wurden am Abend vernommen, das Kind war zunächst noch bei der Polizei und sollte für die Nacht zu Verwandten oder in ein Heim gebracht werden. „Es ist möglicherweise traumatisiert, schließlich hat es die Tat mit angesehen“, sagte der Sprecher. Gegen den 27-Jährigen hätten die Behörden schon vor der Tat ein Annäherungsverbot an seine Familie verhängt. Offenbar habe es schon früher Streitigkeiten gegeben.

Wann wird dem barbarischem Morden im Namen der „Ehre“ endlich Einhalt geboten?

(Spürnase: IR)




Steinbach warnt vor Überreaktionen und fordert weiteren Dialog

Nach der verzweifelten Selbstverbrennung von Pfarrer Weißelberg ist wieder einmal die große Stunde der Dhimmis und Islamschönredner gekommen. Aus allen Löchern kommen sie gekrochen und verkünden das Märchen vom friedlichen, missverstandenen Islam, der vehement gegen jede Kritik verteidigt werden muss. Von seiner eigenen Kirche wird Weißelberg verraten und verhöhnt. Nun meldet sich der nächste Islamversteher zu Wort, wir hätten gerne verzichtet: Professor Udo Steinbach (63), seit 1976 Direktor des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg. Was ihm zur Selbstverbrennung und zum Islam einfällt, verschlägt einmal mehr die Sprache.

Herr Professor Steinbach, in Erfurt hat sich ein ehemaliger evangelischer Pfarrer mit Benzin übergossen und selbst verbrannt. Als Motiv soll der 73-Jährige in seinem Abschiedsbrief die Ausbreitung des Islam und die Haltung der Kirchen dazu angegeben haben. Ein tragischer Einzelfall?

Es gibt schon einen größeren Zusammenhang. Denn von allen Ängsten gegenüber dem Islam ist die vor der Ausbreitung am größten: Der Islam wolle die Weltherrschaft. Europa sei auf diesem Weg soetwas wie der erste Schritt. Doch das sind Klischees. Dass sich jemand deswegen in Flammen aufgehen lässt, halte ich tatsächlich für einen Einzelfall. (…) Ich glaube, der Mann hat sich da über einen langen Zeitraum in etwas hineingesteigert. Möglicherweise hatte er keinen gefunden, mit dem er über seine Befürchtung sprechen konnte.

Muss sich die Kirche nun Vorwürfe machen?

Nein. Ich habe nicht das Gefühl, dass hier ein Defizit besteht. Manchmal wird eher bedauert, dass das Dialogangebot auf der muslimischen Seite nicht hinreichend angenommen wird. Es gibt seit Jahren einen Dialog der Kirchen mit dem Islam, der auch von der evangelischen Kirche geführt wird. (…)

Erst die Mohammed-Karikaturen, dann das Papst-Zitat, kürzlich der Skandal um die Mozart-Oper – verschärft der Selbstmord nicht die ohnehin angespannte Stimmung?

Ich denke, es ist wichtig, dass nun weder die Kirche noch die muslimische Seite überreagiert. Die Kirche muss deutlich machen, dass die dumpfe Furcht, die sich hinter der Selbstverbrennung des Pfarrers verbirgt, nicht die Haltung der Kirche ist.

Und die Muslime?

Es gibt immer mehr Muslime, die den Westen hassen. Dass sich dieser Hass in Einzelfällen auf die islamischen Gemeinden in Europa überträgt, ist ein fast zwangsläufiger Mechanismus. Die muslimischen Organisationen in Deutschland sind spürbar eingeschüchtert, weil man ja mittlerweile alles Schlechte über den Islam denken kann und sagen darf. Das könnte Überreaktionen auslösen. Wichtig aber ist, dass der durch die Islamkonferenz eingeschlagene Weg des Dialogs weitergeht. (…)

Wir haben das richtig verstanden: Missstände im Islam anzusprechen (‚weil man ja mittlerweile alles Schlechte über den Islam denken kann und sagen darf.‘), löst völlig verständlicherweise „Überreaktionen“ – sprich: Terroranschläge aus, und wahrscheinlich auch Ehrenmorde, Zwangsheiraten, Geschlechterdiskriminierung, Körperstrafen, Steinigungen … Uns würde interessieren, wodurch die erste und bisher größte „Überreaktion“ ausgelöst wurde, nämlich der 11. September 2001. Damals wurde ja noch nicht „so viel Schlechtes“ über den Islam gedacht und geredet ….

(Spürnase: Siddi)

» Kontakt zu Prof. Dr. Udo Steinbach: GIGA Deutsches Orient-Institut, Neuer Jungfernstieg 21, 20354 Hamburg, Tel.: 040 – 428 25-531/514, Fax: – 428 25-509, E-Mail: steinbach@giga-hamburg.de




Bischoff Noack: Priester der Ignoranz

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Die Selbstverbrennung Roland Weisselbergs wirft die Frage auf, in welcher Weise die evangelische Kirche den Dialog mit unterschiedlichen Meinungen innerhalb ihrer eigenen Organisation pflegt. Der Vorgesetzte von Pfarrer Weisselberg, Bischoff Noack (Foto), zeigt im Spiegel-Interview (wohl) unabsichtlich, was Pfarrer Weisselberg zu seiner Verzweiflungstat trieb.

Auszüge des Interviews (inhaltlich teils gekürzt):

SpOn: Als Motiv gab er (Weisselberg) Sorge vor Ausbreitung des Islams an. Können Sie Weisselbergs Sorgen verstehen?

Noack teilt diese Sorge nicht, denn

Noack: ( … ) wer sich seiner eigenen Heimat bewusst ist und sich dort zu Hause fühlt, hat allen Grund, gelassen mit den Anderen umgehen zu können.

Judenhaß, Ehrenmorde und deren Androhung, Zwangsehen, Kopftuchzwang, Fremdenfeindlichkeit, die Etablierung islamischer Meinungs- und Informationstabus, sind also Anlass zur Gelassenheit, so lange man sich nur seiner Heimat bewußt ist. In Frauenhäusern und bei Organisationen, die islamischen Frauen helfen, vor Zwangsehen und Ehrenmord in die Anonymität abzutauchen, sieht man die Resultate Noack´scher Gelassenheit. Dort beklagt man sich bitter über die fehlende Solidarität mit den Opfern islamischer Rechts- und Moralordnung.

Noack: Christliche Kirchen können ihr Verhältnis zu anderen Religionen nicht davon abhängig machen, wie diese sich in Teilen selbst verhalten. Für Christen ist die Wahrheit an die Nächstenliebe gekoppelt. Steile Wahrheiten zu vertreten und die Nächstenliebe außer Acht zu lassen, ist unchristlich.

Noack missbraucht den Begriff der Nächstenliebe, um das Anprangern der real existierenden Menschenrechtsverletzungen im Islam als Akt der „Nächsten-Nicht-Liebe“ zu diffamieren. Noack bindet moralisch eine Verhaltensweise (Nächstenliebe) an die Anerkennung von Fakten (islamische Inhumanität), als ließe sich Nächstenliebe nur bei gleichzeitiger Blindheit für islamisches Unrecht praktizieren. Steckte nicht Kalkül hinter dieser Aussage, könnte man sie als hirnverbrannten Schwachsinn verbuchen. Denn Noack will das Nennen von Fakten, die seiner Islamverharmlosung widersprechen, moralisch abwerten.

Das Verhältnis zum Islam soll keinesfalls leiden wegen Millionen Zwangsehen, Tausenden Ehrenmorden, allgegenwärtiger Repression und Gewalt unter Moslems und gegen Ungläubige. Verhalten aufgrund des Islam zählt für Noack nicht, um das Verhältnis zum Islam zu definieren. Noack will Fakten, die eine kritische Haltung zum Islam zwingend machen, nicht gelten lassen, und tarnt diese Absicht mit dem Begriff „Nächstenliebe“. Und wer ist schon gegen Nächstenliebe?

Noack: Wir sollten unsere christlichen, westlichen Werte nicht über Bord werfen. In Abu Ghureib und in Guantanamo wurden diese Werte ziemlich schnell verkauft. Außerdem will ich auf eine gehörige Portion Heuchelei hinweisen: In einem Land wie Saudi-Arabien werden Christen verfolgt. Doch Saudi-Arabien ist einer der engsten Verbündeten des Westens.

Noack will uns moralische Berechtigung zur Islamkritik absprechen, indem er auf Missstände im Westen verweist. Zugleich gibt er sich selbst aus als moralisch überlegene Instanz. Indem er westliche Beziehungen zu Saudi-Arabien kritisiert, täuscht er eine islamkritische Haltung vor. Noack selbst betreibt Heuchelei, wenn er die Verflechtungen mit Saudi-Arabien herausgreift, von dessen Öl wir leider abhängig sind. Er tut dies, um uns einen Vorwurf zu machen – nicht Saudi-Arabien. Würde er sein Anliegen im Sinne der Menschenrechte betreiben, müsste er den Islam generell angreifen – und zwar überall, nicht nur in Saudi-Arabien. Noack heuchelt selbst, wenn er westlicher Politik vorwirft, was er selbst betreibt: Beziehungen, und zwar wohlwollende, mit dem Islam zu pflegen.

SpOn: Die letzten Worte von Pfarrer Weisselberg sollen „Jesus und Oskar“ gewesen sein, in Anspielung an den Amtsbruder Oskar Brüsewitz. Der verbrannte sich 1976 aus Protest gegen das DDR-Regime – und aus Protest dagegen, dass er in seinem Kampf gegen den Kommunismus nicht genügend Unterstützung in der Kirche erfuhr. Ist die Kirche zu lax, wenn es darum geht, Widerstand gegen menschenverachtende politische oder religiöse Ideologien zu leisten?

Noack: Brüsewitz und Weisselberg kann man nicht vergleichen. Brüsewitz war während der Herrschaft des Kommunismus Verfolgter. Herr Weisselberg war nicht verfolgt. Der Glaube der Muslime ist keine totalitäre Diktatur.

Nebenbei deklassiert Noack Weisselberg gegenüber Brüsewitz und stellt das Anliegen Weisselbergs indirekt als illegitim dar. Noack bringt mit dem “Glauben der Muslime“ eine Verharmlosung des Islam ein, die sich nach argloser Privatsphäre anhört. Natürlich ist der Glaube selbst keine Diktatur, aber die Umsetzung des Islam mit seinen politischen, moralischen und juristischen Komponenten ist sehr wohl nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Noacks rhetorischer Trick: Der „einzelne Moslem“ und sein Glaube sind schwammig, nicht greifbar, ein Pseudofakt. Die islamische Lehre hingegen ist sehr konkret greifbar in Inhalt und Wirkung. Noack verdeckt mit seinem Pseudofakt die real existierenden Lehrschriften und konkrete Auswirkungen des Islam. Denn kein islamisches Land gesteht seinen Bewohnern die Menschenrechte zu. Darüber hinaus ist die „Diktatur des Islam“ dezentral. Statt dem Stasi-Angestellten machen Mitglieder der islamischen Gemeinden in unseren Großstädten Meldung an die Eltern, wenn deren Töchter heimlich das Kopftuch ablegen oder mit dem anderen Geschlecht „unsittlich“ in Kontakt kommen. Die islamische Diktatur hat in den Familien ihre Grundlage, und innerfamiliäre Gewalt wird schon in der Unterwerfungsbeziehung der Frau unter den Mann im Koran gerechtfertigt.

Will ein Moslem zum Christentum konvertieren, gilt gemäß Koran die Todesstrafe. Mehr zu einer Diktatur als zu einer Religion passt auch, wenn Opponenten eingeschüchtert, verfolgt und ermordet werden. Man denke nur an Hirsi Ali, van Gogh und viele andere. Eine Diktatur basiert meist auf einem Parteien- und Personenkult. Ein Mohammed, die Leitfigur des Islam, ist ebenso wenig kritisierbar, wo immer der Islam Einfluß hat, wie in repressivsten, sozialistischen Diktaturen ein Stalin, Mao, oder Kim. Noack täuscht uns also bewusst, wenn er lediglich die Organisationsstrukturen von Diktaturen zur Erkennung dieser verwendet, nicht aber deren Wirkungsziel und Wirkungsgrad, also deren Inhumanität.

Doch bei Noack passt alles zusammen: Er bildet sich auf seine Ignoranz gegenüber den Opfern islamischen Unrechts sogar noch etwas ein:

Noack: Wir haben als Christen ja auch einen klaren Wahrheitsanspruch. Doch gleichzeitig gilt es, tolerant zu sein. Tolerieren kann ich jedoch nur, was ich für falsch halte, sonst wäre es keine Toleranz. Wir wollen andere überzeugen, doch niemals mit Gewalt. Auch nicht mit Gewalt gegen den eigenen Körper.

Noack ist so perfide, dass er die Selbsttötung Weisselbergs zum Gewaltakt umdeutet! Er zieht damit sowohl Tat als auch Andenken Weisselbergs in den Dreck. Mit dem gewiss gewollten Nebeneffekt, sich selbst als gewaltfreien Toleranzfürsten zu feiern. Für Noack fängt die Toleranzprüfung ja grade dort an, wo Unrecht begangen wird. Noack deutet, wie es typisch ist für Islamfreunde, den Toleranzbegriff in eine Akzeptanzforderung gegenüber islamischen Interessen um. Ohne auf deren Inhumanität und Verfassungsfeindlichkeit auch nur einzugehen.

Noack: Die Tat Weisselbergs verurteile ich, den Menschen Roland Weisselberg dagegen nicht. Wir müssen uns fragen, warum es niemand gab, an den er sich hätte wenden können.

Diese Frage beantwortet doch Noack selbst mit jedem Wort. Von Schuldanerkennung seinerseits ist bei Noack nichts zu sehen. Noack geht sogar noch weiter, und dehnt seine Diffamierungen aus auf alle, die nicht bereit sind, unsere Rechte und Freiheiten aufzugeben.

SpOn: Der Papst hat sich nach scharfen Protesten von muslimischer Seite dafür entschuldigt, einen byzantinischen Kaiser aus dem Mittelalter zitiert zu haben, der sagte, aus dem Islam sei nur „Schlechtes und Inhumanes“ gekommen. Hätte Benedikt XVI. hart bleiben müssen?

Noack: Nein, sein Bedauern zeigt seine Größe. Wir konnten schon beim Karikaturenstreit nicht einfach unsere Maßstäbe anlegen. Bei uns gibt es geordnete Rechtsverhältnisse, die helfen, einen Ausgleich zwischen der Pressefreiheit und dem Schutz der Religion zu erreichen. Zwischen den Kulturen gibt es keine übergeordneten Gerichte, die so etwas entscheiden könnten. Daher muss man auch nachgeben können. Dies können nur Leute, die keine Angst haben und sich ihrer Sache sicher sind. Für Christen kann es selbst im heftigsten Streit nicht darum gehen, andere Menschen zu kränken.

1. Gemäß Noack sollen wir in unseren Ländern die Maßstäbe des Islam anlegen, wenn wir Karikaturen eines Massenmörders anfertigen, den der Islam als Vorbild verehrt.

2. Nebelkerze „fehlende, übergeordnete Rechtsverhältnisse“, als hätten in unseren Ländern nicht mehr unsere Rechtsverhältnisse Gültigkeit. Für Noack reichen diese offenbar nicht aus. Von der islamischen Welt im Gegenzug Respekt vor unseren Werten zu fordern, darauf kommt er nicht. Logisch – seine Werte beinhalten Meinungsfreiheit nicht, sondern die „Vermeidung von Kränkung“. Eine gutmenschlich klingende Umschreibung für eine Zensurforderung gemäß islamischen Kriterien.

3. Die Preisgabe elementarster Rechte feiert Noack als Tugend des „nachgeben können“, und die Verteidigung dieser Rechte geißelt er als charakterschwächliche Angst. Er setzt Andersdenkende moralisch wie persönlich herab – kein Zeichen von Nächstenliebe, sondern von Intoleranz und Ignoranz von Verbrechen.

4. Im Satz zuvor hat er Andersdenkende gekränkt, aber Noack geht es natürlich nur um mögliche „Kränkungen“ von Moslems, nicht aller Menschen. Doch das auch so klar zu sagen, dazu ist Noack zu feige.

Noacks muss auf weitere Diffamierungen zurückgreifen, um seine sachlich nicht haltbare, pro-islamische Position zu sichern:

Die Furcht vor dem Anderen und Fremdenhass kommt aus der eigenen Unsicherheit.

Eine nüchterne Analyse islamischer Gesellschaftsform am Maßstab von Grundgesetz und Menschenrechten kommt für Islamfreunde wie Noack als Motiv nicht in Betracht, den Islam abzulehnen. Es ist das beständig wiederkehrende Motiv dieser Lobby, ihren Opponenten Hassgefühle und Charaktermängel zu unterstellen, während sie selbst das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen aufgrund des Islam ignorieren. Pro islamische Argumentation basiert fast nie auf Fakten, sondern auf Moral und Diffamierung. So baut auch Noack auf die Systematik einer moralischen Gesinnungsdiktatur, an der Pfarrer Weisselberg schließlich verzweifelt ist.




Islam als Lifestyle

Die gefährliche Verharmlosung einer totalitären Ideologie: Dass „Islam“ der Inbegriff von Frieden und Toleranz ist, weiß im Dhimmi-Westen längst jedes Kind. Aber dass der Islam auch megacool sein kann, muss sich erst noch rumsprechen. Derzeit ist Ramadan, die globale, islamische Fun-Party. Einen vollen Monat jede Nacht eine geile, riesige Sause weltweit, wie uns die taz erläutert.

Was hat der Westen dagegen zu bieten? Einen einzigen Heiligen Abend und Silvester. Wo wir harmlos böllern, während im Islam „richtige Böller“ (hier und hier) gemäß Prophetenvorbild für Stimmung sorgen. Farbenprächtige Kopftücher bereichern das Straßenbild, während westliche Frauen mit lediglich vier Haarfarben laaaanngweilen. Lustige, knallbunte Burkini-Bademode schützt vor Hautkrebs und garantiert beim Beach-Life optische Vielfalt anstatt westlicher Einfalt.

Barbiepuppen wirken nur noch obszön und dämlich neben der frommen „Fulla“ mit Hijab und Gebetsteppich. Und Coca Cola, das bush-bittere Imperialistengesöff schlechthin, schmeckt öde im Vergleich zum islamischen Megataste von Mekka-Cola, dem Cool-Drink des Propheten.

Die Vielfalt des Islam garantiert mehr, als nur den Anblick eines Finsterlinges wie Khomeini, die Folgen mörderischer Intoleranz oder ein paar Ehrenmorde.

Islam – das bedeutet laut SpOn Liebesglück in der Zwangsehe. Islamisch leben und denken heißt rebellisch cool im Trend liegen gegen westliche Dekadenz. Das löst bei vielen Ungläubigen, speziell den Linken, knisternde 68er-Deja-Vu´s aus. Da kommt Yussuf Islam, Begründer mehrerer Koranschulen, der in seinem früheren, ungläubigen Leben, auf den profanen Namen Cat Stevens reagierte, genau zum richtigen Zeitpunkt aus der Versenkung zurück. Eine neue CD, Konzerte, und ein ganz arg lieber Yussuf belehren uns, wie friedlich der Islam doch ist, dass dieser „eigentlich“ nichts mit der Scharia zu tun hat, und wie gut er sich anfühlt für jeden, der in der westlichen Dekadenzgesellschaft die Sinnsuche wagt. Hippie-Flower-Power, Hare Krishna, Baghwan, Love & Peace, Hausbesetzerszene, Ökoprotest und friedensbewegt, Anti-AKW und Vollwertkost – alles out ! Ziemlich dead and gone. Das ist für sich genommen wenig beklagenswert. Denn zur Sinnstiftung gibt es ja immer noch bauchfrei und Schaum-Parties. Doch zeigt sich zugleich eine Abnahme westlicher Kulturdominanz.

In den westlichen Großstädten entsteht eine neue Mischkultur, die sowohl westliche Elemente als auch exotische enthält. In der Musikszene sind orientalische Klänge längst etabliert. Könnte der Islam also zu einer Art „Modeerscheinung“ werden? In den Medien und der Politik ist es längst chiq, sich dem Islam anzubiedern. Madame Kanzlerin

absolviert mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan im Kreise seiner Getreuen ein „Iftar-Essen“, das traditionelle Fastenbrechen während des Fastenmonats Ramadan. Eine Geste, die Schröder mit „seinem Freund“ Erdogan vor einem guten Jahr schon vorgemacht hatte.

Coole Nummer, Angi und Gerd. Noch cooler, dass man von Erdo niemals verlangen würde mit uns einen Sonntags-Schweinebraten zu verzehren. Es gilt als grob unhöflich, von einem Moslem das zu verlangen, was man selbst als Tugend betreibt. Anbiederung an den Islam ist so in, wie sich Ende der 60er die Haare wachsen zu lassen und Drogen einzuwerfen. Die europäische Kultur im sinnvergessenen Wertevakuum, ist naturgemäß offen für Neues. Für eine Botschaft, die weiß, wo es langgeht. Auch das hat seinen historischen Vorläufer. (grusel)

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis islamische „Popkultur“ sich auch in Europa ausbreitet. Diese flankiert die politische Indoktrination islamischer Organisationen in unseren Medien, Politik und Behörden, sowie die theologisch-juristische Indoktrination über Moscheen, „Kulturzentren“ und Islamunterricht. Islam als Lifestyle – ein Konzept das aus mehreren Gründen voll aufgeht.

Menschen sind eine kollektiv lebende Spezies. Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft schafft ein Gefühl des Wohlbefindens, basierend auf Geborgenheit und Anerkennung. Einer herausgehobenen Elite-Gemeinschaft anzugehören (wie dem Islam), schmeichelt dem Ego nochmals. Man fühlt sich als jemand Besseres, ohne dafür eine Leistung erbringen zu müssen. Der Islam bedient diese niederen Bedürfnisse sehr effizient, allerdings um den Preis des Verlustes an Individualität und Selbstbestimmung (darum heißt Moslem ‚der Gehorsame‘) und der Erschaffung einer hierarchischen Diskriminierungsgesellschaft.

In der islamischen Welt bedient längst ein popkultureller Gegenentwurf zum westlichen Einfluß diese Bedürfnisse. Ein Islam-light, der oberflächlich westlichen Modetorheiten ähnelt, jedoch genauso die islamisch-politische Ideologie im Denken und Handeln etabliert. So wird aus einem anfangs freiwilligen Lifestyle das One-Way-Ticket in die islamische Gehorsams- und Zwangsgesellschaft.

Ein Trend-Beispiel aus Ägypten verdeutlicht, wie subtil der Islam psychologisch expandiert. Auszüge aus dem Zeit-Artikel „die Pop-Islamisten“:

Eine neue Generation junger Muslime folgt der sanften Botschaft eines pazifistischen TV-Senders in Kairo. Er sendet weltweit und begeistert die Mittelschicht-Jugend zwischen Birmingham und Singapur für den »richtigen« Islam. Die Religion bestimmt ihr Leben, doch das hindert sie nicht daran, Trends aus anderen Kulturen, besonders aus dem Westen, zu übernehmen. Sie versehen Musik, Talkshows und Mode mit islamischen Vorzeichen, und schon gehören sie ihnen. …. »Ich habe dann beschlossen, mit meiner Musik dem Islam zu dienen.«….. Er kombiniert die traditionellen Inshad-Gesänge, mit denen seit Jahrhunderten der Prophet gepriesen wird, mit Popelementen. Instrumente werden nur sehr sparsam eingesetzt. Wenn er singt, klingt es nahöstlich, doch seine Worte sind Englisch. Ab und zu lässt er eine arabische Strophe einfließen. Für Westler klingt dies exotisch. Für Araber auch, denn Sami Yusuf spricht Arabisch mit britischem Akzent. Er mischt Rhythmen und Lebensgefühl aus beiden Welten. Er lebt zwischen Manchester und Kairo, und er hat Fans in der ganzen Welt. Eine Million Mal hat sich seine CD Der Lehrer verkauft. Sie ist ein Hit in der arabischen Welt, war aber auch in der Türkei auf Platz eins. Monatelang. In Indonesien sind seine Konzerte ausverkauft, und auch aus Deutschland bekommt er Fanpost: »Wer deine Musik hört, dem schmilzt das Herz. Bitte mach, dass alle Menschen sie hören und so zum Islam finden«, schreibt »Turkishgirl« aus Köln.

Popstars, aber auch Intellektuelle, wie alle öffentlich agierenden Charismatiker, wirken für viele Menschen als Leithammel. Sie bieten scheinbar Orientierung und befriedigen den Wunsch nach verstanden werden ebenso wie nach Vorbildern. So wirkt das Auftreten islamistischer Popstars (oder auch z.B. TV-Moderatoren und Schauspielern) auch ohne direkt missionierende Botschaft suggestiv als beispielhaft:

»Ich bin kein Missionar!«, betont dieser. »Ich singe auch nicht direkt über die Religion. Ich singe über das Gute im Menschen, das, was uns alle verbindet. Aus meiner Sicht sind gute Muslime in erster Linie gute Menschen«, sagt er und nippt an einem zarten Mokkatässchen: »Ich freue mich, dass ich mit meiner Musik bei diesem Projekt – das Gute zu fördern – mitmachen kann.« Ein Teil seines Erfolgs ist, dass Sami Yusuf religiös ist und dieses zeigt. Um die anstößigen Seiten der westlichen Popindustrie, um wilden Sex und Drogen macht er einen Bogen. Seine Musik ist sauber. Das kommt an.

Egal, ob sie in Kairo, Singapur oder Berlin zu Hause sind, sie fühlen sich zugehörig zu einer großen Gemeinschaft. Sie verbindet, dass sie die moralische Dekadenz des Westens ablehnen. Die neue Bewegung knüpft an frühere Generationen von Islamisten an und nennt sich Sahwa, Bewusstwerdung. Sie hat sich der Nahda, der Renaissance des Islams verschrieben. Den Neuen geht es jedoch nicht mehr darum, Regierungen zu stürzen. Sie wollen die Gesellschaft verändern, indem sie selbst bessere Menschen werden. Die Sahwa-Bewegung hat keine Zentrale und kein Manifest. Dafür gibt es Stars, Internet-Seiten und TV-Sender, die sich der Idee verschrieben haben. Sie glauben, dass eine bessere Welt möglich ist, wenn sich alle an den Islam halten. Den richtigen Islam, natürlich. Junge Muslime weltweit fühlen sich dieser Idee verbunden.

»Unsere Länder werden von fremden Einflüssen überspült, und wir wissen gar nicht mehr, wer wir eigentlich sind. Die Jugend braucht in dieser Krise Leitfiguren. Iqra versucht, ihnen einen Weg zu weisen, der mit Extremismus und Gewalt nichts zu tun hat«, sagt Mohammed Hamdan. Das Programm wird zum großen Teil in Dubai und Kairo produziert und kann weltweit empfangen werden. Auch in Deutschland hat der Sender viele Zuschauer. Iqra bietet konservativen Islam in verschiedenen Darreichungsformen: Religionsgelehrte vom Golf in traditionellem Gewand warnen vor den Höllenqualen, die schlechte Muslime im Jenseits erwarten. Die Talkmasterin Abeer Sabri hingegen plaudert mit Jugendlichen über das Leben. Bis vor kurzem war sie in eher schlüpfrigen Rollen im Kino zu sehen. Jetzt ist sie einer der Stars von Iqra. Ihre Art, das Kopftuch besonders bauschig um den Kopf zu stecken und das Kinn mit einer extra Stoffschicht zu betonen, wird von Teenies tausendfach kopiert.

Mohammed Hamids Zentrum erinnert eher an ein Fitness-Center als an eine Religionsschule. »Wir haben moderne didaktische Methoden entwickelt, mit denen die jungen Leute hier den Koran lernen«, erklärt Mohammed Hamid. Auf dem flauschigen Teppichboden des Gebetsraumes sitzen Frauen in Zweiergruppen. Die eine hört die andere ab. Wenn der Vers sitzt, macht sie ein Häkchen auf dem Trainingsplan. »Das Auswendiglernen des Korans verändert den Menschen. Die Religion erklärt den Sinn unserer Existenz. Vielleicht kann man es vergleichen mit Sozialisten. Sie haben ein Gefühl, aber erst wenn sie das Kapital von Marx studiert haben, bekommt dieses Gefühl ein solides Fundament.«

Ideologischer Dogmatismus, blindes Festhalten an einmal als „richtig“ Erkanntem, das ist in der Tat die Charakter- und Denkstruktur vieler Linker und Multikulturalisten. Die Sympathie vieler Linker für den Islam entspringt in der Tat zu einem erheblichen Anteil deren Neigung zu dogmatischer Erstarrung und Intoleranz.

Er hat moderne Methoden eingeführt, und die freundlich gestalteten Räume haben mit den kargen Moscheeschulen, in denen in armen Gegenden der arabischen Welt Kindern bis heute von autoritären Gelehrten Sure für Sure eingepaukt wird, nichts gemein. Der Inhalt ist der gleiche, doch die Form wurde – passend zur trendbewussten Klientel – modernisiert. Koransuren herunterschnurren ist plötzlich wieder schick. 7000 Studenten sind bei ihm eingeschrieben. Sein Zentrum hat inzwischen schon fünf Filialen, und seit kurzem leitet Mohammed Hamid via Iqra Jugendliche sogar weltweit an.

Der Topstar unter den Pop-Islamisten ist Amr Khaled.

Er erteilte »Unterrichtsstunden« in einer Moschee in Kairo, und im ganzen Viertel lauschten die Jugendlichen der Lautsprecherübertragung seiner Geschichten über das Leben des Propheten und wie man sich als junger Muslim in der komplizierten Welt zurechtfindet. Schnell füllte er ganze Stadien. 4000 kamen zu einer Gastlesung, die er 2004 in Hanau gab. Seine Homepage gehört zu den 50 meistangeklickten Seiten weltweit, berichtet sein Webmaster. Amr Khaled hat Ägypten verlassen, nachdem die Regierung ihm verboten hatte aufzutreten. Er war dem Regime und besonders dem religiösen Establishment zu einflussreich geworden. Auch wenn der Konflikt inzwischen behoben sein soll, bleibt Amr Khaled in Birmingham. Seine Sendung, die im Libanon aufgezeichnet wird, lebt von ihm und seiner Botschaft.

»Amr Khaled fordert die Menschen auf: Macht was aus eurem Leben! Übernehmt Verantwortung! Er sagt den Menschen, dass Religion eben nicht nur Beten und Fasten bedeutet. Das hat einen richtigen Mentalitätswechsel ausgelöst«, sagt der Übersetzer Khaled Farag. Er lebt im Rhein-Main-Gebiet. Auch er opfert einen Teil seiner Freizeit für ein Projekt der Sahwa. Über 400 Freiwillige aus 21 Ländern haben sich zusammengeschlossen, um die Botschaft von Amr Khaled in andere Sprachen zu übersetzen. »In den letzten Jahren ist viel Schlechtes über den Islam berichtet worden. Wir wollen das Bild wieder geraderücken. Amr Khaleds Texte eignen sich dafür, da er den Menschen die Inhalte des Islams in einer zeitgenössischen Sprache nahe bringt«, erklärt Khaled Farag seine Motivation. Die Pop-Islamisten beweisen, dass Osama bin Laden nur ein Gesicht des Islam in der globalen Welt ist. Amr Khaled, Sami Yusuf und Co. stehen für das Gegenkonzept – und sie sehen sehr viel besser aus. Kein Wunder, dass die Mehrheit der muslimischen Jugendlichen ihnen den Vorzug gibt.

Fazit: „Modern“ ist an der sich entwickelnden pop-kulturellen Ausformung des Islam nur die Vermarktung, nicht aber der Inhalt. Über das Bedürfnis der Zusammengehörigkeit und Sinnsuche im Leben, wird die Ethik der Scharia vermittelt, ein totalitärer Despot und Prophet als Heilsfigur etabliert. Im Westen kommt die popkulturelle, verharmlosende Vermarktung des Islam den Islamfreunden sehr gelegen. Sie greifen die propagandistische Selbstdarstellung modern wirkender Moslems, die aber dennoch voll zur Scharia stehen, gerne auf, um sich in ihrer ideologisch-blinden Verharrung eines idealisierten, Europa-kompatiblen Islam bestätigen zu können. Folglich deuten unsere Dhimmi-Medien islamische Menschenrechtsverletzungen zum Lifestyle um, der ungeachtet seiner politischen wie diskriminierenden Fakten neben bauchfreier Harmlosigkeit gleichberechtigt seinen Platz finden soll. Wie einst bei der Bewegung der 68er folgt dem Lifestyle ein Wertewandel und institutioneller Durchmarsch, der immer weitere Bevölkerungskreise erfasst. Zuerst wird die islamische Bevölkerung Europas re-islamisiert, von westlicher Dekadenz zunehmend „befreit“. Doch ein oberflächlich modern wirkender Islam, der sich als esoterische Spielart darstellt, wird auch im Westen zumindest ein hohes Maß an freundlicher Duldung, wenn nicht sogar Anziehungskraft entfalten.

Sollte es so kommen, übernimmt die Ethik der Scharia eine gestaltende Rolle und höhlt das Grundgesetz schleichend aus, weil es von der Bevölkerung, die sich immer mehr islamischen Sitten anpasst, nicht mehr getragen und gelebt wird. Dieser fließende, schleichende Wandel unserer Gesellschaft ist weitaus nachhaltiger und somit bedrohlicher als jeder Terroranschlag. Denn er sagt, dass islamisches Unrecht zum Gesellschaftssystem wird.




Menschenrechte im Islam – Scharia und Konsequenz für Europa

IRAQ RELIGIOUS ARMYDer Islam ist untrennbar mit der Scharia, dem islamischen Recht verbunden. In jedem islamischen Land spielt die Scharia in der Rechtssprechung und der Rechtsfindung sowie als ethische Richtschnur im Alltag eine bedeutende Rolle. Die Scharia gilt allen islamischen Ländern als Definitionsgrundlage für den Begriff der Menschenrechte. So heißt es im Vorwort der „Kairoer-Deklaration der Menschenrechte im Islam“:

Wishing to contribute to the efforts of mankind to assert (gewährleisten) human rights, to protect man from exploitation and persecution (Verfolgung), and to affirm his freedom and right to a dignified (würdevollen) life in accordance (Übereinstimmung) with the Islamic Shari’ah.

und den Artikeln

Article 24: All the rights and freedoms stipulated (festgeschriebenen) in this Declaration are subject (Gegenstand/Inhalt) to the Islamic Shari’ah.

Article 25: The Islamic Shari’ah is the only source of reference (einzige Bezugsquelle) for the explanation (Erläuterung) or clarification (Verdeutlichung) to any of the articles of this Declaration.

Die einzelnen islamischen Länder wenden die Scharia in unterschiedlicher Weise an. In Pakistan, dem Sudan, Saudi-Arabien ect. ist das islamische Recht einzige, unverfälschte Rechtsquelle. In anderen islamischen Ländern ist die Rechtssprechung an die Scharia angelehnt, d.h. inspiriert und durch diese begrenzt. In relativ liberalen islamischen Ländern ist man bemüht, nicht im Widerspruch zur Scharia zu stehen. Formaljuristisch ist nur der Türkei eine Ablösung von der Scharia gelungen, wobei es starke Bestrebungen gibt diese rückgängig zu machen.

Über die offizielle Rechtssprechung hinaus vermittelt das islamische Recht islamischen Bevölkerungen ein ethisches und moralisches Konzept, das unabhängig von der offiziellen Justiz in Handlungen umgesetzt wird, wie Zwangsehen, Züchtigungsgewalt gegen Frauen und Ehrenmorden, die aus dem selben „Vergehen“ der sexuellen Selbstbestimmung analog zur Scharia (dort per Steinigung oder lebenslangem einsperren) mit Mord „bestraft“ werden. Der Durchdringungsgrad islamischer Rechts- und Moralvorstellungen ist verbreitet so groß, dass selbst Moslems, die nicht streng religiös sind, sich an der Ethik islamischen Rechts orientieren. Schlicht in Ermangelung eines alternativen Denk- und Wertesystems sowie auch aufgrund von moralischem Druck durch das islamische Umfeld.

Das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in der islamischen Welt ist gravierend:

– die diskriminierte und sexuell degradierte Stellung der Frau
– totale Zensur und totales Kritikverbot an islamischer Gesellschaftsordnung und deren Grundlagen
– fehlende Rechtsgleichheit von Frauen und Ungläubigen gegenüber islamischen Männern
– vielfältige Formen der Diskriminierungen nicht-islamischer Personengruppen
– totalitärer Machtanspruch islamischer Gesellschaftsordnung
– vielfach inhumane Strafmaße und Strafmaßnahmen
– Verweigerung individueller Freiheitsrechte, insbesondere bezüglich Sexualität
– Gängelung und Entmündigung in zahlreichen Verrichtungen des Alltags, von der Wahl der Kleidung, über Ernährung, Körperhygiene, usw.

Einen Islam ohne Scharia kann es nicht geben, weil die islamische Idealgesellschaft zu Lebzeiten Mohammeds ein staatliches Gebilde samt Rechtssprechung war. Islamisches Recht stammt direkt von Allah selbst, und steht somit außerhalb jeglicher Diskussion. Es gibt lediglich Interpretationsspielräume, jedoch keine prinzipielle Möglichkeit der Ablehnung in islamischen Gesellschaften.

Von daher ist es nicht überraschend, daß die Zustimmung zur Anwendung der Scharia in islamischen Ländern sehr hoch ist:

Asked whether Shari’a should be the only source of legislation, one of the sources of legislation, or not be a source of legislation, most Muslims believed it should at least be a source of legislation.

Even more remarkable, responses didn’t vary with level of education: „Pooled data from Jordan, Palestine, Lebanon*, and Egypt indicate that 58% of respondents with low education, 59% of those with moderate education, and 56% with higher education believe that Shari’a must be the only source of legislation in their countries.“

* hoher christlicher Bevölkerungsanteil

Nicht in allen islamischen Ländern ist die Zustimmung zur Scharia so hoch. In der Türkei schwankte sie in den letzten Jahren bis hin zu 20%, wobei allerdings die Rechtsnormen der Scharia (z.B. dass muslimische Frauen keine Ehen mit Ungläubigen eingehen dürfen) weitaus höhere Zustimmung erfahren.

Islamische Länder, die bislang als „liberal“ galten, zeigen keine Widerstandskraft gegen korantreuen Aktivismus. Wie auch – die Korantreuen können sich stets auf den Koran selbst berufen, während liberale Moslems keine, dem allgemein akzeptierten Gültigkeitsstatus des Koran vergleichbare Legitimation für ihr Anliegen vorweisen können.

So ist es nicht nur logisch und konsequent, dass in islamischen Ländern mit noch nicht arabischem Durchdringungsgrad islamischer Gesellschaftsprinzipien, diese sich vorhersehbar im Laufe der Zeit durchsetzen. Schlicht, weil sie durch Koran und Hadithe nicht nur legitimiert sind, sondern definitionsgemäß eine Notwendigkeit darstellen, um die von Allah via Mohammed verkündete, einzig richtige Form menschlichen Zusammenlebens zu gewährleisten. Die Umsetzung der Scharia ist Bestandteil islamischen Gottesgehorsams, und entzieht sich, abgesehen von den Interpretationen gemäß den Rechtsschulen, jeglicher Hinterfragung für den korantreuen Moslem.

Islamfreunde in Europa nennen, um ihre Utopie von einem möglichen, liberalen Islam mit Fakten zu untermauern, gern Indonesien als Beispiel. Sie erwähnen natürlich nicht die periodisch aufflackernden Massaker an Christen und Chinesen. Doch die jüngere Entwicklung zeigt, dass auch eine relativ liberale islamische Gesellschaft jederzeit in eine korantreue Schariakultur umkippen kann:

Jakarta, Carrefour-Supermarkt: Hinten, wo immer Wodkaflaschen im Regal standen, liegen plötzlich Plastik-Fußbälle. Hochprozentiger Alkohol ist nicht mehr im Sortiment. Vorort Tanggerang: Lilis Lindawati, 35 Jahre, verheiratet, schwanger, wartet um 19 Uhr auf den Bus. Sittenwächter packen sie, ein Richter verurteilt Lilis zu drei Tagen Gefängnis. Sie stand im Dunkeln mit Lippenstift an der Straße – also sei sie Hure. Insel Sulawesi, Distrikt Bulukumba: moslemische Beamtinnen dürfen nur noch mit Kopftuch arbeiten. Stadt Makassar: Bürgermeister Ilham Arif ordnet an, dass Röcke von Schülerinnen fortan bis zum Knöchel reichen müssen. Provinz Aceh, Ortschaft Samadua: vor der Kasih-Putih-Moschee verprügelt ein Mann in roter Kutte mit seinem Rattanstock einen Lehrer. Die Menge klatscht. Danach bekommt eine Frau Hiebe. Die Geschlagenen sind kein Paar, er ist verheiratet, sie Witwe. „Sie wurden an einem Kiosk bei einem intimen Akt gefasst“, sagt Marnu Labsyar, Chef der lokalen Scharia-Behörde.

Im Westen gibt man sich der Illusion hin, mit der Demokratisierung islamischer Länder ginge eine kulturelle und politische Liberalisierung einher. Meist ist das Gegenteil der Fall:

Indonesien – knapp 90 Prozent der 240 Millionen Einwohner sind Moslems – war gestern noch moderat-islamische Muster-Demokratie. Vor zwei Jahren hatten freie Wahlen einen Wechsel von Militär- zu Volksherrschaft zementiert. Islamparteien gewannen nur ein Drittel der Parlamentssitze.

Nur ein Drittel, meint die linke FR. Berücksichtigt man den wachsenden Zuspruch dieser Parteien, ist die Machtergreifung nur noch eine Zeitfrage, denn in den Moscheen läuft die Indoktrination zur Scharia-Gesellschaft auf Hochtouren:

Indonesien 2006: Nur noch 60 Prozent der Moslems wollen den Säkularstaat beibehalten. Bis 1998 hatte Quasi-Diktator Suharto Fundamentalisten verfolgt und Religionseifer erstickt. Demokratisierung und Dezentralisierung brachten riesige Freiheiten. Heute ist sogar Verfassungsfeindschaft in Ordnung. „Demokratie ist unislamisch und muss durch Allahkratie ersetzt werden“, darf der radikale Prediger Abu Bakar Baashir öffentlich fordern. Sein legaler „Rat der Gotteskämpfer Indonesiens“ will den „puren Islamstaat“.

Kein Einzelfall: Auch im Irak, befreit vom Blutsäufer Saddam Hussein, vergab man die Chance für eine an den Menschenrechten orientierte Rechtsordnung. Statt dessen etablierte sich im Konsens von Politik und Bevölkerung das islamische Recht.

Was bedeutet es für Europa, wenn sich der Islam immer stärker ausbreitet?

Die Fakten:

– Islamisches Recht ist Bestandteil des Islam, des Koran und der Überlieferung. Es lässt sich nicht extrahieren von den spirituellen Komponenten des Islam.

– Islamische Infrastruktur dient der Etablierung der islamischen Gesellschaftsform, die islamisches Recht beinhalten muss, da es direkt von Allah stammt, somit Glaubensinhalt darstellt. Moscheen, Koranschulen und islamische Kulturzentren dienen oder begünstigen die Ausbreitung einer pro-Scharia-Haltung in islamischen Enklaven Europas.

– Je größer islamische Enklaven werden, umso mehr erfolgt die Abgrenzung von der sündigen Welt der Ungläubigen. Umso weniger mäßigender, westlicher Einfluß, umso mehr korantreue Radikalisierung, umso weniger Akzeptanz und Verinnerlichung westlicher Werte wie Menschenrechte und Verfassungen.

Beispiel Großbritannien:

A special Guardian/ICM poll based on a survey of 500 British Muslims found that a clear majority want Islamic law introduced into this country in civil cases relating to their own community. Some 61% wanted Islamic courts – operating on sharia principles – „so long as the penalties did not contravene British law“.

Hier zeigt sich eine konträre ethische Einstellung islamischer Bevölkerungen zu westlichen Verfassungen. Die Akzeptanz westlicher Gesetze gilt nur so lange, bis es nicht möglich ist, islamisches Recht als Staatsrecht durchzusetzen.

Beispiel Schweden:

„Sveriges Muslimska Förbund“ ist mit seinen rund 70.000 Mitgliedern der einflussreichste islamische Interessenverband in Schweden. Seine Forderung lautet an Schwedens Regierung und Opposition, besondere Gesetze für im Lande lebende Moslems einzuführen.

Beispiel Deutschland:

Da sich in Deutschland überwiegend türkisch stämmige Moslems aufhalten, dürfte eine direkte Zustimmung zur Scharia geringer sein als z.B. in GB. Fragt man jedoch nach der Höherwertigkeit von Koran oder Grundgesetz, so zeigt sich ebenfalls eine deutliche Distanz zu Menschenrechen und GG.

Es sprechen alle vorliegenden Fakten, sowohl die konzeptionellen des Islam, als auch der massive Ausbau islamischer Infrastruktur und somit die Zunahme islamischer Indoktrination, als auch die Entliberalisierung und Fundamental-Islamisierung ehemals liberaler, islamischer Länder dafür, dass die Etablierung islamischer Rechtsnormen beim Islam systemimmanent sind.

Für Europa bedeutet dies: Es spricht kein einziger Anhaltspunkt dafür, dass sich die demografisch rasch anwachsenden islamischen Minoritäten anders verhalten werden, als alle anderen islamischen Bevölkerungen in islamischen Ländern. Spätestens wenn sie große Anteile oder die Mehrheit in europäischen Ländern stellen, wird die Forderung nach der Einführung islamischen Rechts aufkommen und durchgesetzt werden.

Schon jetzt unterwirft sich die politische und mediale Elite des Westens islamischem Recht und dem Machtfaktor Islam, wenn z.B. auf Religionskritik am Islam verzichtet wird. Hier wird uns schon heute islamisches Zensur-Unrecht abverlangt, getarnt als Anstandsform. Denn die islamische Intoleranz diesbezüglich leiten sich aus der Scharia, Hadithen und Koran ab. Aus islamischer Sicht wird mit der Zensurforderung die Scharia umgesetzt.

Die Deklaration der OIC, Organization of the Islamic Conference (siehe Link oben), verdeutlicht den islamischen Anspruch nicht nur spirituelle Religion zu sein, sondern ein politisches wie juristisches Gesellschaftskonzept. Islam-Expansion in nicht-islamischen Ländern stellt für diese letztlich einen erstarkenden, juristischen wie verfassungsrechtlichen Gegenentwurf dar. Die Zielsetzung hierbei lautet, die Rechtsauffassungen der Gastländer durch islamisches Recht zu ersetzen. Denn einzig diesem kommt die Legitimation durch Allah zu. Die Hoffnungen des Westens auf einen „gemäßigten“ Islam sind faktenfreies Wunschdenken. Und selbst wenn sich dieser etablieren könnte, wäre er jederzeit gefährdet durch einen Rückfall hin zum korantreuen Islam. Der Westen öffnet dem Islam über das demokratische Prinzip Zugang zur Macht und letztlich Gesetzgebung. Europas Politiker beginnen sich bereits auf diese Entwicklung einzustellen.

Setzt sich die gegenwärtige Tendenz so fort, läuft dies auf die Abschaffung von Grundgesetz und Menschenrechten hinaus. Die Verantwortung für künftige Generationen, die dann unter dem inhumanen Unrecht der Scharia leben müssen – oder nicht, tragen wir heute.




Menschenrechte im Islam – Meinungs- und Informationsfreiheit

In loser Folge wird PI die Menschenrechtslage in der islamischen Welt dokumentieren. Ablehnung des Islam wird in Politik und Medien vielfach als Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie ect. verunglimpft. Dies wird begünstigt durch die äußerst dominante Propagierung eines fiktiven, idealisierten Islambildes. Die massive Missachtung elementarster Menschenrechte aufgrund islamischer Lehre, Normen und Gesetzen werden ignoriert, bagatellisiert oder sogar legitimiert – und nur unzureichend angeklagt und verurteilt. Somit ist die Unterstellung, dass Ablehnung des Islam ein Akt willkürlicher Böswilligkeit darstellt, oftmals begründet in mangelnder Kenntnis zur Lage der Menschenrechte im Islam. Ein Bekenntnis zu Grundgesetz und Menschenrechten macht jedoch eine Distanzierung gegenüber dem Islam zwingend, da sämtliche ethischen wie juristischen Inhalte des Islam damit konträr und unvereinbar sind.

Im folgenden Beitrag dokumentieren wir das Verhältnis des Islam zur Meinungs- und Informationsfreiheit.

Einem Grundrecht, das in keinem islamischen Land respektiert wird. Mit der Ausbreitung des Islam in Europa erfährt dieses Grundrecht immer stärkere Einschränkungen. Einerseits durch direkte islamische Bedrohung, andererseits durch pro-islamische Appeasementpolitik, die Islamkritik missbilligt und Solidarität mit Opfern islamischer Intoleranz und Gewalt zunehmend verweigert.

Vorraussetzung, um das Recht auf freie Meinungsäußerung überhaupt ausüben zu können, ist die Garantie, nicht mit Racheakten, Mord oder Rufmord rechnen zu müssen, wenn man seine Rechte wahrnimmt. Diese Bedingung ist nicht mehr gegeben im heutigen Europa. Islamkritik und Solidarität mit Opfern islamischer Gewalt und Repression bedeutet vielfach mit Repressalien oder gar Mordanschlägen rechnen zu müssen. Europa nähert sich somit den Zuständen islamischer Länder an, die freie Meinungsäußerung strikt ablehnen. Mit dem Import islamischer Bevölkerungen bzw. der Intoleranz-Ethik des Islam, erfolgt der Verlust von Grund- und Menschenrechten.

Bezüglich des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung zieht das Wall Street Journal vom 6. September eine Bilanz des Schreckens. Denn in Europa gibt es wieder politische Verfolgung. Diese geht zwar nicht von den Staaten selbst aus, aber sie lassen zu, dass sie stattfindet. Im Ergebnis macht das keinen Unterschied.

Europas neue Dissidenten

Europa ist das Zuhause einer neuen Klasse von Dissidenten. Heutzutage werden sie allerdings nicht von den Sowjets, sondern vom radikalen Islam unterdückt. Zum Beispiel Seyran Ates. Die bekannte deutsche Rechtsanwältin mit türkischem Hintergrund hat am Samstag auf die Bedrohungen ihres Lebens reagiert und ihre Kanzlei in Berlin geschlossen. Frau Ates hatte sich stets gegen Zwangsheiraten, Ehrenmorde und das Verprügeln moslemischer Frauen und Mädchen eingesetzt. Sie hat die wahren Gründe für den Terrorismus beim Namen genannt. Nach den Bombenanschlägen im letzten Jahr in London war von ihr zu hören, dass die zukünftigen Terroristen aus der dritten und vierten moslemischen Einwanderergeneration stammen werden, die “unter den Augen wohlmeinender Politiker von Geburt an zum Hass auf die westliche Gesellschaft erzogen worden sind”. Auf ihrer Webseite erklärt sie, warum sie ihre Kanzlei schliesst: “In einer aktuellen Bedrohungssituation wurde mir bewusst, wie gefährlich meine Arbeit als Rechtsanwalt ist und wie klein und ungeschützt ich bin.”

Laut über den Islam zu sprechen, kann ein tödliches Risiko sein, wie man Ende 2004 am grausamen Mord an Theo van Gogh auf den Straßen von Amsterdam gesehen hat. Van Gogh hatte gemeinsam mit der holländischen Politikerin Ayaan Hirsi Ali einen Film über die Behandlung der Frauen im Islam gedreht. Im Mai musste die aus Somalia stammende Hirsi Ali die Niederlande unter Hinweis auf ihre Sicherheitsbelange Richtung USA verlassen. Weniger bekannt außerhalb Hollands ist die missliche Lage eines weiteren Mitglieds des holländischen Parlaments, Geert Wilders. Wie Frau Ali, musste sich Herr Wilders nach Todesdrohungen in Armeekasernen und Gefängnissen verstecken, ehe die Regierung ihm ein sicheres Haus zur Verfügung stellte. Gestern betonte er in einem Gespräch mit uns, dass er erstaunt sei, nun unter solchen Bedingungen leben zu müssen, obwohl er “nichts Ungesetzliches getan hat”. Sein Verbrechen war seine Kritik am radikalen Islam und der Forderung nach einem fünfjährigen Einwanderungsstop von Nichtwesteuropäern.

In Europa gibt es die Freiheit der Sprache nicht mehr. Ein weiteres Beispiel, Necla Kelek. Ebenfalls eine bekannte türkischstämmige Frau in Deutschland, die über Zwangsheiraten und Ehrenmorde geschrieben hat. Sie kann nur unter Polizeischutz in der Öffentlichkeit reden. Im letzten Mai konnte der damalige Herausgeber der Welt, Roger Köppel, einem Anschlag auf sein Leben entgehen, als ein pakistanischer Student mit einem Messer bewaffnet versucht hat, in sein Bürogebäude einzudringen. Sein Verbrechen war der Abdruck der dänischen Mohammed-Karikaturen, die Unruhen im Nahen Osten und Todesdrohungen gegen Herausgeber in ganz Europa ausgelöst hatten. Die Zeichner, die die ursprünglichen Mohammed-Karikaturen für die dänische Zeitung Jyllands-Posten angefertigt hatten, trauen sich noch immer nicht, in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Flemming Rose, der Kulturredakteur der Zeitung, sagte uns, dass er bei öffentlichen Auftritten normalerweise Polizeischutz erhält. Er bemängelt die fehlende Solidarität mit den Opfern des radikalen Islams als “sehr beunruhigend”. Es gibt “zu wenig Entrüstung im Namen der Zeichner”, fügt er hinzu.

Die neuen Dissidenten sind eine Nebenerscheinung des Erstarkens des politischen und extremen Islams. Wesentlich beunruhigender allerdings ist für sie und für alle Bürger von freien Gesellschaften die scheinbare Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit für ihre bedrängte Lage. Sollte dies alles heutzutage als „normal“ gelten, ist die schrittweise Aushöhlung von Europas demokratischem Gefüge nur noch schwer zu stoppen.

Politische Verfolgung findet in der islamischen Welt stark nach dezentralem Muster statt. Nicht nur der Staat tritt repressiv auf, sondern die Repression kommt direkt aus der korantreuen Bevölkerung selbst, aufgrund individueller oder normativer Motivation, die zu Ausbrüchen von Intoleranz, Gewalt und Mord führen. Ziel ist hierbei immer, den Normen und Gesetzen des Koran Geltung zu verschaffen. Was aus westlicher Sicht als ein Verbrechen erscheint, ist aus islamischer Sicht meist eine Form von juristisch legitimierter Bestrafung.

Da der Islam Kritik strikt missbilligt, gibt es in der islamischen Welt kaum Kritiker islamischer Gesellschaftsordnung. Offene Ablehnung des Islam und seines Propheten gilt als eines der schwersten Verbrechen. Mohammed selbst ließ Personen, die Witze über ihn rissen, durch Auftragsmord beseitigen. Die Intoleranz des Islam geht somit direkt auf den Propheten selbst zurück und wirkt sich bis heute massiv aus:

While Muslims believed in freedom of speech, „insulting and inflaming actions are not freedom of speech“, Mr Khatami said.

Khatami gibt exakt wieder, was auf der islamischen Menschenrechtskonferenz 1990 in Kairo von allen islamischen Ländern bezüglich des Rechts auf Meinungsfreiheit verfasst wurde:

Artikel 22, a) Alle haben das Recht, ihre Meinung frei auf eine Weise auszudrücken, die der Scharia nicht zuwiderläuft.

Artikel 22 c) Information ist ein grundlegendes Anrecht einer Gesellschaft. Diese sollte jedoch nicht ausgenutzt oder missbraucht werden in einer Weise die Heiligtümer und die Würde der Propheten herabzusetzen, die die Moral und ethische Werte untergräbt oder zersetzt, eine Gesellschaft korrumpiert oder dieser schadet oder den Glauben schwächt.

Die Intoleranz islamischen Rechts findet ihren Niederschlag in allen islamischen Gesellschaften. Selbst in relativ liberalen islamischen Ländern finden sich korantreue Einzeltäter oder Terrorgruppen, die von islamischer Lehre inspiriert, Meinungsvielfalt zu unterbinden suchen. In der Türkei gab es in den 80er-Jahren eine ganze Mordserie an säkularen Türken, die sich islamkritisch geäußert hatten. In Ägypten sind Kritiker des islamischen Fundamentalismus aus Furcht verstummt. Die Türkei als das am stärksten säkularisierte islamische Land belegt, dass der Rückfall in die Normen der Scharia jederzeit möglich sein kann, so lange der Islam überhaupt als gesellschaftspolitischer Einflussfaktor vorhanden ist. Derzeit versucht Erdogans radikal-islamische AKP erneut die säkularen Kräfte in der Türkei zu schwächen.

Diese Normalzustände islamischer Intoleranz und politischer Verfolgung übertragen sich nun auf Europa. Allerdings – und das ist besonders gravierend – mit stillschweigender Billigung durch europäische Politik und Medien. Nochmal Broder aus obigem Text:

Wesentlich beunruhigender allerdings ist für sie und für alle Bürger von freien Gesellschaften die scheinbare Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit für ihre bedrängte Lage.

Wenig verwunderlich, denn Islamkritiker verstoßen gegen den Konsens der Appeasementpolitik gegenüber dem Islam. Darum keine Solidarität, sondern sogar offene Aggression wie gegenüber politischen Opponenten. Ein Fürsprecher islamischer Intoleranz und Zensur sowie deren Übertragung auf unsere Kultur ist der ehemalige Kanzler Helmut Schmidt. Er sah in Religionskritik und deren Protest gegen Mordbedrohung durch islamische Aktivisten „Verantwortungslosigkeit“, als Jylands Posten zwölf Karikaturen des Propheten (auf einer trägt er eine Bombe als Turban) veröffentlichte, trotz des weit verbreiteten Konsenses unter Muslimen, dass der Prophet niemals abgebildet werden soll. Solche Klischees sind sinnlose Beleidigungen.

Die Hintergründe, warum die Karikaturen überhaupt erschienen, und die inszenierte Reaktion darauf, interessierten Schmidt nicht. Schmidts Position lautet, dass sich der Westen die Maßstäbe der Scharia bezüglich Meinungsfreiheit aneignen soll, um Konflikte zu vermeiden. Er fordert nicht von der islamischen Seite mehr Toleranz und weist darauf hin, dass Religionskritik westliches Kulturgut ist, das maßgeblich dazu beitrug, den Schrecken der Inquisition zu überwinden. Man hält den Islam ohnehin für unflexibel und konfliktbereit und gesteht ihm das als „kulturelle Eigenart“ auch voll und ganz zu. Der Westen hingegen ist flexibel, ängstlich und konfliktscheu. Daraus folgt zwangsläufig die Anpassung des Westens an den Islam, und diese wird von der Politik mit Nachdruck durchgesetzt. Welt-Kommentator Roger Köppel nennt diese Haltung „Sieg der Angst“ und schreibt:

In einem Interview erklärte EU-Kommissar Frattini, Europa dürfe den Moslems nicht „unser Modell überstülpen“. Großbritanniens Außenminister Jack Straw dozierte über den Mißbrauch der Pressefreiheit, aber er sagte nichts über die Todesdrohungen britischer Moslems in Reaktion darauf. Andere Autoritäten der europäischen Wertegemeinschaft schwiegen oder stimmten ein in die Rhetorik der Selbstkritik und der Beschwichtigung.

Es geht aber um mehr als Angst. Die mal repressive, mal antisolidarische Politik gegen Islamkritiker ist Bestandteil der Dialog-Anbiederung an den Islam. Die Zensur-Ethik und Intoleranz des Islam in dessen Machtbereich überträgt sich zunehmend auf Europa. Deutsche Gerichte urteilen bereits im Sinne dieser Politik: Härte gegen selbst harmlose Islamkritiker einerseits. Andererseits Straflosigkeit gegenüber Straftatbeständen wie Volksverhetzung gegen uns „stinkende Ungläubige“. Während zugleich solche Personen nicht als „Hassprediger“ bezeichnet werden dürfen.

Passend hierzu auch der Mordaufruf gegen den Orientalisten H.P. Raddatz, der für ein deutsches Gericht keiner ist, sondern ein „Gebet“. Straftatbestände der Volksverhetzung und der Diffamierung werden schon gar nicht mehr in Betracht gezogen.

Üben dagegen Richter auch mal vorsichtige Kritik am Islam, was nicht sehr oft vorkommt, lässt die direkte Reaktion nicht lange auf sich warten:

Nach seiner pauschalen Islamkritik während der Urteilsverkündung in einem Vergewaltigungsprozess am Landgericht wurde der Vorsitzende Richter nun wegen Volksverhetzung und Beleidigung angezeigt. Rechtsanwalt Cüneyt Gencer hat die Anzeige im Namen des Vereins „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religionen“ (DITIB) gestellt. Der Verein fördert die Ausübung islamischen Glaubens. Er sieht durch die Äußerungen des Richters seinen Vereinszweck gefährdet. Die Mitglieder fühlen sich zudem in ihrem religiösen Empfinden verletzt. Der Richter hatte in dem Prozess Anfang Juni zwei Koransuren zitiert, in denen es um das Züchtigungsrecht des Mannes geht, und gefolgert: „Wer nach den Regeln des Koran lebt, ist bei uns nicht integrierbar.“

Mit der Ausbreitung des Islam in Europa gewinnt auch dessen Ethik und Rechtssystem immer stärkeren Einfluss. Dies bedeutet eine Aushöhlung der Menschenrechte, die von der Scharia schrittweise abgelöst werden. Im Westen gibt es keine ausreichende Bereitschaft, unsere Ethik und Gesetze zu verteidigen, weil die Ethik des Islams partiell bereits als höherwertig erachtet wird oder weil man aus Furcht vor der gewalttätigen Intoleranz des Islam den einzigen Ausweg in der Preisgabe der Menschenrechte sieht – um den „Frieden“ zu wahren. Es besteht eine ausgeprägte Bereitschaft in Europa, hierfür die Freiheit und somit die Menschenrechte zu opfern. Wollte man die Menschenrechte in Europa bewahren, müsste man sich zugleich vom Selbstbetrug eines friedlichen, toleranten Islam verabschieden. Denn nur wenn man anerkennt, dass der Islam und die Menschenrechte unvereinbare, gegensätzliche Gesellschaftskonzepte darstellen, erkennt man die Gefahr, die vom Islam für alle Menschen ausgeht, die in Freiheit und Selbststimmung gemäß dem Grundgesetz leben wollen.