Justizposse in Duisburg

Lamya Kaddor: Rundumschlag mit 107 Strafanzeigen – auch gegen Broder

Am Montag fand in Duisburg ein Prozess gegen den Publizisten und Achgut-Gründer Henryk M. Broder statt. Die „Islamwissenschaftlerin“ Lamya Kaddor hatte 2016 beim Staatsschutz 107 Strafanzeigen wegen Aussagen „gegen ihre Ehre“ erstattet, die nun verhandelt wurden.

Zu Beginn gab Verteidiger Joachim Steinhöfel dem Gericht und der Staatsanwaltschaft den gut gemeinten Tipp, sich bei Broder zu entschuldigen und es damit gut sein zu lassen. Vielleicht rechnete der Listige mit der Rechthaberei der beiden Damen, sie gingen jedenfalls nicht darauf ein.

So kam es, wie es kommen musste: Auf die Frage des Rechtsanwaltes, wo denn die Beleidigungen ausgesprochen worden sein sollen, wusste das Gericht nichts zu sagen. Einzig ein Artikel aus einer Zeitung lag dazu vor.

Der später befragte Journalist, der die Aussage verbreitet hatte, berief sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht. Mangels Beweisen musste die Anklage fallen gelassen werden.

Kaddor, die die Anklage erhoben hatte, erschien erst gar nicht, weder als Anklägerin noch als Zeugin. Da hatte sie dann wohl doch volle Hosen bekommen beim Gedanken, sich argumentativ und logisch mit einem alten weißen Mann aus dem christlich-jüdischen Abendland auseinandersetzen zu müssen.

Mehr als eine Justizposse, gute Unterhaltung für alle Fans von Henryk M. Broder und seiner feinen Ironie und Eloquenz. Sein Anwalt steht dem hier in nichts nach. Viel Vergnügen bei Schauen beider Videos!




Sind Henryk M. Broder und Neue Zürcher ein Fall von „Rechts“?

Von JUPITER | Ist die traditionsreiche Neue Zürcher Zeitung (NZZ) aus der Schweiz ein Blatt in der „Grauzone zum Rechtspopulismus“? Dort hat sie der Korrespondent des SPD-nahen Redaktionsnetzwerks Deutschlands (RND), Markus Decker, jedenfalls verortet.

Im Kölner Stadt-Anzeiger vom 31.1.2019 schrieb Decker wie folgt im Namen des RND:

Als Medien in der Grauzone zum Rechtspopulismus gelten Kritikern schließlich „Tichys Einblick“, verantwortet von dem früheren „Wirtschaftswoche“-Chefredakteur Roland Tichy, das Magazin „Cicero“ und die „Neue Züricher Zeitung“. Die „Achse des Guten“ und die „Junge Freiheit“ haben die Grenze nach allgemeiner Einschätzung überschritten. (RND).

Wer diese Kritiker sind und wer hinter der „allgemeinen Einschätzung“ steht, ließ der RND-Korrespondent des SPD-beteiligten Madsack-Konzerns offen.

Die NZZ als international beachtete Tageszeitung, Leitmedium und Qualitätszeitung im deutschsprachigen Raum mit „freisinnig-demokratischer Ausrichtung“, ein Fall von „Medien in der Grauzone zum Rechtspopulismus“?

Ganz journalistischer Blockwart, denunzierte Decker auch gleich in persona, welche „Autoren am rechten Rand“ er alles seit längerem einer „rechtspublizistischen Grauzone“ zugeschlagen glaubt. Er nennt namentlich Henryk M. Broder, den früheren Spiegel-Redakteur Matthias Matussek (beide „Achse“) und Weltkolumnist Don Alphonso.

Text stickum geändert

Später kamen den Machern des  Kölner Stadt-Anzeigers offensichtlich Bedenken, die international renommierte NZZ der rechtspopulistischen Grauzone zugeordnet zu haben und sie änderten stickum den ursprünglichen Text mit folgendem Hinweis:

Hinweis der Redaktion: Der vorliegende Text wurde nach der Erstveröffentlichung redaktionell bearbeitet.

Was im Einzelnen geändert worden war, wurde dem Lesern nicht mitgeteilt, weil es wohl zu peinlich gewesen wäre. Tatsächlich waren in Deckers bereinigtem  Kommentar die Neue Zürcher und das Magazin Cicero namentlich als rechtspopulistische Grauzonen-Medien gestrichen.

Geeignet fürs Katzenklo

Blieben immer noch Deckers denunzierende Ausfälle gegen den Welt-Autor Broder, dem er seinen Auftritt bei der AfD einschließlich der nicht parierten Weidel-Umarmung (PI-NEWS berichtete) verübelte. Decker war Broder auch privat-persönlich auf Twitter angegangen. Broder schreibt dazu:

Der Autor (Decker) des Beitrags, der auch in dem früheren Organ der Berliner SED erschienen ist, meinte, mich auf Twitter belehren zu müssen, was ich meinen Eltern schuldig bin.

Und schenkte dem „Schmieranten“ einschließlich dem Kölner Stadt-Anzeiger sportlich-gekonnt ein. Er halte den Anfangsverdacht für begründet, dass der Kölner Stadt-Anzeiger „am besten zum Auslegen von Katzenklos geeignet“ sei.




Elmar Brok: Die Pfeife des Jahres!

Von PETER BARTELS | Er sieht aus wie ein Pfeife … Er redet wie eine Pfeife … Er ist die Pfeife des Jahres! Und bei der EU sitzen viele Pfeifen rum… Immerhin: Elmar Brok war mal „Pfeifenraucher des Jahres“. Vielleicht sieht er deshalb mit 72 wie 102 aus …

Was allerdings eine Beleidigung für jeden ordentlichen Bruyere- oder Meerschaum-Schmaucher ist; das CDU-Männeken aus Bielefeld wäre sogar für „Schwarzer Krauser“ oder „Bahndamm-Schattenseite“ eine Zumutung gewesen. Vom Machorka, dem russischen Bauern-Tabak der Kriegsheimkehrer, ganz zu schweigen … CDU-Knick-Auge Elmar saß während der Terror-Morde in Straßburg im EU-Parlament rum. Und wurde am Tag danach von Merkels Zwangs-Funk wie ein Kriegsheld gefeiert. Henryk M. Broder hat das auf ACHGUT gewürdigt, wie es besser kaum geht, Überschrift: „Mein Name ist Elmar, und ich lasse die Terroristen nicht gewinnen!“ O-Ton Broder:

„Eine der bräsigsten und seifigsten Gestalten, welche die deutsche Politik seit Erich Mende hervorgebracht hat, ist der CDU-Politiker Elmar Brok. Er gehört seit 1980 ununterbrochen dem Europäischen Parlament an und ist damit das dienstälteste Mitglied eines Hohen Hauses, das wie ein Wanderzirkus zwischen Brüssel und Straßburg pendelt, tausende von Marketendern und Marketenderinnen in seinem Gefolge“ …

„Nach fast 40 Jahren als Berufspolitiker ergeht es Brok so wie Luis Trenker, der seit seinem ersten Film ‚Berg des Schicksals‘ immer nur Bergsteiger und Bergführer spielen musste, bis er nicht mehr zwischen seinem Leben und seinen Rollen unterscheiden konnte. Die Liste der Ämter, die Brok innehatte oder noch innehat, ist lang. Beinahe ebenso lang ist das Verzeichnis der Ehrungen, die ihm zuteil wurden, wobei der Pfeifenraucher des Jahres ihm am ehesten gerecht wurde“… PI-NEWS sieht das differenzierter, siehe oben!! Broder ungerührt weiter:

„Er sei, so hört man es immer wieder, ‚einer der einflussreichsten Politiker‘ des Europäischen Parlaments, eine Behauptung, die ebenso belegt ist wie die, dass es ein Leben nach dem Tode gibt. Jedenfalls ist er einer der präsentesten – oder sagt man meistpräsenten? – Angehörigen der Brüssel-Straßburger Nomenklatura …“

„So war es nur eine Frage von Stunden, bis Brok die Gelegenheit bekam, zum Attentat von Straßburg Stellung zu nehmen, in seiner Eigenschaft als Überlebender. Zum Zeitpunkt des Anschlags, erzählte er im DLF (DEUTSCHLANDFUNK), sei er noch „im Parlament gewesen“. Es war ein ganz normaler Tag mit einem unerwarteten Ausklang, Achtung, jetzt O-TON das ELMAR:

„Wir hatten Debatte weiterhin, bis spät in den Abend, und hörten dann, was passiert ist und dass das Parlament abgeschlossen ist, dass wir nicht mehr das Parlament verlassen durften. Wir haben uns dann im Parlament bis spät in die Nacht aufgehalten und konnten dann schließlich weit nach Mitternacht erst auf eigenes Risiko das Parlament verlassen und zu unseren Hotels gehen. In der Innenstadt war sogar der Zugang höchst problematisch und wurde nur möglich durch Polizei, die die Kollegen dann in die Hotels gebracht haben“.

Jetzt wieder der restlos ergriffene Broder: „Auf eigenes Risiko!! Das ist ein Punkt, der in der Berichterstattung zu kurz gekommen ist. Der Attentäter hatten es offenbar auf die Abgeordneten abgesehen, die sich bis spät in die Nacht im Parlament aufhalten mussten und die Festung erst weit nach Mitternacht und nur auf eigenes Risiko verlassen konnten, derweil das Les Plaisirs Gourmands längst geschlossen hatte“ … Broder keuchend weiter:

„Auf die Frage, ob und wie der Anschlag sein ‚persönliches Sicherheitsgefühl‘ verändert habe, antwortete Brok (wieder O-TON): „Ich glaube, man muss auch zur Tagesordnung ein Stückchen übergehen, weil man sonst das nicht erträglich findet. Wenn man das als ständige Bedrohung betrachtet, dann ist Leben, glaube ich, nicht möglich und dann haben die Attentäter auch gewonnen.“

Broder erst gnädig im Passiv: „Deswegen werde er um neun Uhr im Parlament wieder sein, wie vorgesehen.“ Dann wieder brutal Elmar im O-Ton:

„Denn: Wenn wir das anders machten, hätte ja der Terrorismus gewonnen. Gerade wir Politiker müssen doch zeigen, dass wir dann das normale Leben weiterführen und uns durch diese Terroristen nicht das Leben vergraulen lassen“ …

Broders Fazit: „So viel Zivilcourage hätte man dem Pfeifenraucher des Jahres nicht zugetraut. Die erste Pflicht eines Europa-Abgeordneten ist es (also), nach einem Terroranschlag das normale Leben weiter zu führen, als wäre kein Terroranschlag passiert, und sich das Leben nicht vergraulen zu lassen. Das ist vorbildlich! Daran sollten sich die Feiglinge aller Couleur ein Beispiel nehmen, die noch nicht begriffen haben, dass man ein Stückchen zur Tagesordnung übergehen muss und die Abgeordneten in ihrem heroischen Kampf gegen den Terror nicht alleinlassen darf. Weder in Brüssel noch im Straßburg, nicht einmal in Bielefeld-Heepen.“

Dann die Krönung: „Herr Ober, noch eine Runde Chateau Cheval Blanc für alle! Und die Rechnung an das Büro Brok, Allée du Printemps, B.P. 1024, F-67070 – Strasbourg Cedex, France.“

PI-NEWS ergänzt höflich: Der Bordeaux Cheval Noire, St. Emilion, ist auch nicht schlecht, Elmar: Sechs Flaschen, Last Minute, Amazon, 106 Euro. Curd Jürgens liebte diesen Grand Vin A.C. bis zuletzt. Obwohl er ihn selbst bezahlen musste …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!