Islamzerrbild in der ZDF-Propagandashow

Akif Pirinçci: Lügen nach Zahlen

Die „heute show“ ist eine der sonderbarsten Polit-Satire-Sendungen der Welt. Es ist eine Binsenweisheit, daß ein Witz, den man erst erklären muß, kein Witz mehr ist. Moderator Oliver Welke geht jedoch stets einen Schritt weiter und löst nach jedem verarschten Thema den Widerspruch, der den Witz erst ermöglicht und worüber sich das Publikum bereits ausgeschüttet hat vor Lachen, zur Sicherheit und mit einem völlig humorbefreiten Statement noch einmal auf. Man versteht nicht, was das soll. Befürchtet er, daß das Publikum den Witz doch nicht verstanden und nur wegen der sozialen Erwartungshaltung gelacht hat? Erst beim zweiten Blick merkt man die Absicht. Es dreht sich in dieser Sendung in Wahrheit gar nicht um den präsentierten Witz, sondern was Welke vor oder nach dem jeweiligen Witz von sich gibt. Das Ganze ist im Kerne sowas wie als Nummernrevue von bösen Gags getarnte, astreine Propaganda für die grün-linke und inzwischen staatstragend gewordene Geisteshaltung, bei der im Eifer des Witzgefechts sogar schamlos gelogen werden darf, insbesondere was Zahlen anbetrifft.

Letzten Freitag ist der Opener Horst Seehofers Aussage, daß der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Jeder weiß natürlich, daß es scheißegal ist, was Seehofer sagt oder nicht sagt, denn an der Überrennung und Umgestaltung Deutschlands zu einem quasi Gottesstaat durch Moslems wird sich dadurch im Regierungshandeln trotzdem nix ändern. Da sei die Multikulti-Religion vor. Es handelt sich bloß um das gute alte Guter-Polizist-böser-Polizist-Spielchen, damit die CSU bei der nächsten Landtagswahl in Bayern nicht arg so schlecht abschneidet.

Folgerichtig sagt Welke gleich am Anfang „Die Union streitet immer noch über Seehofers `Der Islam gehört nicht zu Deutschland´ plus aktuell zum millionsten Mal über Familiennachzug (…) Und mal ehrlich, was der Seehofer da macht, ich verstehe es ja, Wahl hin oder her in Bayern, was er macht hilft wirklich keinem und löst kein echtes Problem.“

Da hat er recht, der Welke, das ist alles nur schwachsinniges Politiker-Blabla, „Music for the Masses“. Es werden allerdings noch ein paar Minuten vergehen, bis Welke mit der völlig überraschenden Botschaft aufwarten wird, daß in dieser Sache überhaupt kein Problem besteht.

Danach wird Markus Söder vorgeführt, der zu Ostern irgendwas von christlich-abendländlichen Kultur labert und daß das auch so bleiben soll. Welke kartet nach und meint, die nehme uns doch niemand weg, schon gar nicht die Moslems. Es ist das gleiche scheinheilige Argument, wonach der Kampf gegen die Islamisierung Deutschlands durch mehr Kirchenbesuche und das Hegen und Pflegen christlicher Werte und Traditionen aufgenommen werden soll. Mach das mal in einer Schule mit 8o Prozent Moslem-Kinder. Mach das mal in den Straßenzügen, wo ausschließlich Moslems wohnen. Mach das mal mit polit-dementen Deutschen, die zum überwiegenden Teil mit Kirche und christlich-abendländischen Werten nix mehr am Hut zu haben glauben, ohne zu wissen, daß ihre Noch-Freiheit genau darauf basiert, und das totalitäre Islam-Ding als Geschmackssache betrachten.

Nach einem mäßigen Gag über den „Traditionshasen“ meint Welke „Was will Seehofer eigentlich erreichen mit seiner Islamophobie? Sollen am Ende wirklich alle Moscheen abgerissen werden oder was ist der Plan, mal ernsthaft, was ist der Plan?“ Ein unvorstellbarer Gedanke, daß Moscheen abgerissen werden könnten, wo sie doch so viel Nachwuchs für „DSDS“ rekrutieren. Ja, der Islam wäre schon an einigen Stellen Scheiße, fährt er fort, aber da könnten doch mehr Polizisten das Problem lösen, abgesehen davon daß in Seehofers Ministerium keine einzige Frau im Führungsteam sei, also praktisch wie in der Moschee. Ist alles Jacke wie Hose. Daß diejenigen, die sich vor der Islamisierung fürchten, alle doof bis zum Hirnschwund sind, wird anhand eingespielter Statements von alten Leuten, die sich nur schlecht oder falsch artikulieren können, auf Demos belegt. Sicher gäbe es stichhaltigere Gegenargumente von mit der Materie Befaßten im Archiv, aber Welke konstituiert „Ein völliges Zerrbild von Islam“.

Nachdem das Publikum auf solch total witziger Weise auf die Harmlosigkeit der Moslems eingestimmt wurde, läßt Welke die Lügenbombe platzen (Min 05:36)

„Im Jahr 2017, also im letzten Jahr waren nur 5 Prozent der Muslime in Deutschland arbeitslos. Mehr als die Hälfte engagiert sich in deutschen Vereinen. Darüber hört und liest man nichts.“

Puhh, das habe ich auch nicht gewußt. Ist das wirklich so? Nach allem, was ich gehört und gelesen habe, dachte ich immer, die Arbeitslosigkeit bei Moslems betrüge über 50 Prozent, und diejenigen, die sich in deutschen Vereinen am wenigsten engagieren, wären Moslems. So kann man sich täuschen. Aber es muß so sein, denn Welke weiß genau, daß die Sendung auch von ihm übelgesinnten Medienleuten gesehen wird und diese die von ihm behaupteten Zahlen überprüfen könnten.

Bevor wir jedoch zu der Quelle der Welke-Daten kommen, noch ein paar Zahlen. Die Regierung gibt die Anzahl der in Deutschland lebenden Moslems mit 4,4 bis 4,7 Millionen an (die Flüchtilantenmassen schließen wir in diesem Zusammenhang aus). Andere sprechen von knapp 8 Millionen, gefühlt sind es 20 Millionen. Doch gehen wir von der offiziellen Statistik aus und weiter gehen wir davon aus, daß die Hälfte dieser Menschen gar nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, sei es weil sie Kinder sind oder Kinder aufziehen oder die Schule oder die Uni besuchen oder schon Rentner oder krank sind. Bei 4,7 Millionen geteilt durch 2 stünden demnach 2,35 Millionen Moslems dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Welkesche Zahl von nur 5 Prozent der arbeitslosen Moslems betrage somit konkret 117.500, also fast gar nix im Vergleich zu der aktuellen Gesamtarbeitslosenzahl von 2.458 Millionen bzw. 5,5 Prozent. Heißt: Die Moslems sind sogar noch fleißiger als die Bio-Deutschen. Das ist wirklich ein Hammer, wenn man sich so in Jobcentern umsieht und welcher Menschenschlag dort mehrheitlich die Flure belagert.

Zudem sagt Welke, daß die Hälfte bzw. jeder zweite Moslem, also insgesamt 2,35 Millionen sich in deutschen Vereinen engagieren würden. Das ist sogar der Oberhammer, tut es doch nur jede 10. Bio-Deutsche. Gibt es überhaupt so viele Vereine im Lande, um solche Massen aufzufangen?

Woher hat Welke diese unglaublichen Zahlen, die nicht nur nicht stimmen können, sondern der wirkliche Gag der Sendung sind? Wir kommen der Sache etwas näher, wenn wir den ersten Teil seiner Aussage vergegenwärtigen: „Im Jahr 2017, also im letzten Jahr …“ Zwar ist da im Vergleich zu heute auch kein signifikanter Unterschied in der Sache festzustellen, aber Ende August 2017 erschien die von der Regierung bestellte Studie „Muslime in Europa. Integriert, aber nicht akzeptiert?“, erstellt von der Bertelsmann-Stiftung. Sie verschwand relativ schnell in der Versenkung, weil einige Presseleute schnell herausbekamen, daß sie ausschließlich aus Phantasiezahlen besteht. Der Trick, wie man ein von vornherein gewünschtes Ergebnis erzielte, war kinderleicht: Man setzte auf die Selbstauskunft der Studienteilnehmer, heißt man ruft irgendwelche Moslems an und fragt, ob sie arbeiten gehen. Da wird natürlich gelogen, daß die Schwarte kracht. Die Bundesagentur für Arbeit hat jedoch im selben Jahr bekanntgegeben, dass 43 Prozent aller Arbeitslosen einen Migrationshintergrund haben.

Auch die Fragen der Bertelsmann-Stiftung zur Religion tragen wenig zur Klärung bei, wie gut Muslime in Deutschland integriert sind. „Wie häufig meditieren Sie?“, wurde da etwa gefragt, oder „Wie oft haben Sie das Gefühl, mit allem eins zu sein?„. Haha, es klingt eher nach einem Einstiegsfragebogen für ein esoterisches Seminar.

Die Universität Münster hat im vergangenen Jahr dagegen eine Studie zur Integration von türkischstämmigen Menschen in Deutschland gemacht. Sie wirft auf die Integration ein etwas anderes Licht. So stehen 47 Prozent der Befragten hinter der Aussage: „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe.“ 32 Prozent denken: „Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds anstreben. “ 23 Prozent sind der Ansicht, Muslime sollten es vermeiden, dem anderen Geschlecht die Hand zu schütteln. 21 Prozent bezeichnen ihre Haltung zu Juden als „sehr negativ“ oder „eher negativ“.

Warum bezieht sich Oliver Welke also auf eine Studie, die von hinten bis vorne manipuliert worden ist und heute keine Sau mehr kennt? Ganz einfach: Weil er den von oben anbefohlenen süßen Traum von der Willkommenskultur-Scheiße auf Biegen und Brechen aufrechterhalten möchte, und wenn man ihn bei seinem dummdreisten Zahlensalat erwischt, auf eine „seriöse“ Quelle verweisen kann. Das Blöde bei seiner und der Vorgehensweise des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hinsichtlich der I-Religion ist nur, daß ihre Beruhigungspillen angesichts der immer bestialischer und teurer werdenden Realität da draußen immer mehr ihre Wirkung verlieren. Vielleicht sollte man heftigst die Dosis erhöhen, indem man in der nächsten Sendung verkündet, daß kein einziger Moslem arbeitslos ist und in deutschen Vereinen, insbesondere welche Synchronschwimmen betreiben, nur die Jünger Mohammeds anwesend sind. Dann brauchte man auch die Jubel-Perser im Studio-Publikum nicht mehr, weil Welke & Co gleich das Lachen selbst übernehmen könnten. Denn eine Lachnummer ist die „heute show“ ja jetzt schon.

(Im Original erschienen bei der-kleine-akif.de)




Oliver Welke muss weg!

Von WOLFGANG HÜBNER | Diesmal ist es mit einer läppischen Entschuldigung und unglaubwürdigen Ausreden nicht getan – diesmal muss der ZDF-Denunziator Oliver Welke entweder selbst die Konsequenzen aus dem „Stotter“-Desaster der von ihm moderierten „Heute Show“ ziehen oder von Dauerprotesten zum Rückzug vom Bildschirm gezwungen werden.

Diesmal kann es kein Verständnis, kein Verzeihen und Vergeben geben. Denn wer so leichtfertig wie böswillig den sprachlich behinderten AfD-Fachreferenten Dieter Amann vor einem Millionenpublikum zur Lachnummer erniedrigt, zeigt eine Menschenverachtung, die kein Gebührenzahler hinnehmen kann und darf. Leute wie Welke würden niemals die geringste Nachsicht walten lassen, wenn einer ihnen politisch missliebigen Partei oder Person ein ähnlicher Missgriff passiert wäre wie diese gnadenlose Verächtlichmachung eines Mannes, der vor seinem Redebeitrag in einem Bundestagsausschuss die Anwesenden ausdrücklich über seine Sprachbehinderung informiert hatte.

Welke kann sich nicht herausreden, als Moderator davon nicht gewusst zu haben. Vielmehr ist es so, dass er und die Redaktion der Sendung – wie stets – supergeil darauf waren, der verhassten AfD zu schaden. Wer so denkt und handelt, den kümmern keine störenden Hintergründe, denn von denen will er nichts wissen, auch wenn er von ihnen wissen könnte. Der Schriftsteller und Lyriker Ulrich Schacht, der in der DDR inhaftiert war, hat kürzlich in einem Interview gesagt: „Der Paragraph der Volksverhetzung jedenfalls ist inzwischen auch auf zahlreiche Beiträge in den öffentlich-rechtlichen Medien anwendbar.“

Diese bittere Feststellung trifft auf die „heute-Show“-Beiträge über die AfD und ihr politisches Personal in besonderer Weise zu. Selbstverständlich soll und darf Satire auch die AfD nicht verschonen. Doch zwischen Satire und dem offensichtlichen, völlig unverhüllten Bestreben der öffentlichen Vernichtung Andersdenkender besteht ein grundlegender Unterschied. Die Welkes von ARD und ZDF sorgen sich einen Dreck um diesen Unterschied, der für Betroffene im Merkel/Maas-Staat oft genug gesellschaftliche Ausgrenzung, berufliche Nachteile, gewalttätige Angriffe und ruhelose Nächte bedeutet.

Welke kann sich nicht hinter einem „Fehler“ anderer verstecken oder glauben, mit einer billigen „Entschuldigung“ diese Demütigung von Dieter Amann vergessen machen zu können. Welke ist das Gesicht dieser „Heute Show“, er wird dafür ganz gewiss äußerst fürstlich bezahlt. Nun muss er aus dieser unerträglichen Affäre auch die Folgen ziehen. Da bei solchen Charakteren nicht anzunehmen ist, dass sie aus eigenen Stücken die Konsequenzen ziehen und sich zumindest in den ZDF-Innendienst zurückziehen, müssen alle Menschen in Deutschland, die Wert darauf legen, in einem restzivilisierten Land zu leben, nicht aufhören, seinen Rückzug so lange zu fordern, bis er erfolgt. Das sind wir alle Dieter Amann, das sind wir aber auch uns selbst schuldig.

» Kontakt: zuschauerservice@zdf.de


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.
PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der 71-jährige leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.




Behinderten-Bashing: ZDF nicht das erste Mal in der Kritik

Von LUPO | Behinderte dürfen in aller Öffentlichkeit in den Schmutz gezogen und wegen ihrer Behinderung gedemütigt werden, wenn sie der AfD oder ähnlichen Gruppen nahestehen: das ist die unheilvolle Botschaft, die das ZDF nach der menschenverachtenden Entgleisung der „Heute-Show“ aussendet, wenn es der Sender bei einer lahmen „Entschuldigung“ belassen will.

ZDF-Komiker Oliver Welke hatte in seiner Satireshow am 2. Februar dem sprachbehinderten AfD-Politiker Dieter Amann in pseudostotternder Weise nachgeäfft, obwohl dieser bei seinem Vortrag in einem Bundestagsausschuss vorher ausdrücklich um Verständnis für seine Behinderung geworben hatte (PI-NEWS berichtete). Das war kein Foul, das war übles Nachtreten.

Welke schob auf Druck des Netzes die lahme Entschuldigung nach, man habe nicht um die Behinderung gewusst, sondern geglaubt, es handele sich um die üblichen nervositätsbedingten Versprecher.

Das klingt stark nach konstruierter Ausrede. Denn es ist nicht das erste Mal, dass Welke und seine Sendung Behinderten übel mitspielt. Schon 2014 ging das Welke-Team rüde gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe auf einer Demonstration gegen Abtreibung vor. Hüppe war damals Behindertenbeauftragter der Bundesregierung und schilderte, dass ihn ZDF-Mitarbeiter in handgreiflicher Weise weggedrängt hätten. Das ZDF behauptete damals, Hüppe selbst sei der Angreifer gewesen.

Der neuerliche ZDF-Eklat ist auch ein klassisches Beispiel dafür, wie verlogen der mediale Mainstream im ersten Aufwasch auf skandalträchtige Ereignisse wie den menschenverachtenden Angriff auf Dieter Amann reagiert. Als erstes berichteten die Internetblogs am Montag über den ZDF-Skandal. Erst mit vielen Stunden Verzögerung zogen die großen Online-Zeitungen auf Druck der sozialen Netzwerke nach. Zum Teil recht widerwillig, wenn man die Berichterstattung verfolgt.

Die „Welt“ sieht die ZDF-Entgleisung „am äußersten Rand des guten Geschmacks“ und gibt sich weitestgehend mit der lahmen „Entschuldigung“ Welkes zufrieden.

Die „FAZ“ stellte die „Entschuldigung“ Welkes in den Vordergrund und enthält sich eigener Kommentare. Der „Tagesspiegel“ konzentriert sich ebenfalls auf die Welke-„Entschuldigung“ und reibt sich an der „scharfen Kritik“ der AfD.

Auch die „Bild“ hebt die „Entschuldigung“ hervor, als wenn damit alles in Ordnung wäre.

Auch so schützt man Täter und demütigt Opfer. Wir warten weiter auf Klartext von ZDF-Intendant Thomas Bellut, wie er Dieter Amanns Ehre wieder herstellen und welche Sanktionen er gegen seinen Angestellten Welke aussprechen will.

» Kontakt: zuschauerservce@zdf.de




ZDF: Menschenverachtung gegen AfD-Behinderten

Von LUPO | in der ZDF-Heute-Show am 2. Februar konnte einem das Lachen im Halse stecken bleiben: auf offener Bühne zog Moderator Oliver Welke den AfD-Politiker Dieter Amann, einen Stotterer, in den Schmutz. Er witzelte nicht nur über den Auftritt des AfD-Fachreferenten in einem Fachausschuss des Bundestages, sondern äffte dem sprachbehinderten Mann auch noch nach, indem er pseudo-stotternderweise einen geschmacklosen Kommentar abgab.

Diplomverwaltungswirt Dieter Amann war als Fachreferent der AfD im Hauptausschuss des Bundestages während der Anhörung zum Familiennachzug Vortragender. Die Menschenverachtung des ZDF wiegt doppelt schwer, weil Amannn am Beginn seines Vortrages ausdrücklich um Verständnis wegen seiner Behinderung geworben hatte: „Ich möchte etwas vorausschicken. Ich bin hier neu, bin nicht gewohnt zu reden vor großer Runde und ich stottere. Das möchte ich vorausschicken, damit sich niemand wundern möge“. ZDF-Komiker Welke zeigte keine Beißhemmung. Er demütigte den behinderten AfDler und trat verbal gnadenlos auf ihn ein. Menschlicher Anstand? Fehlanzeige beim ZDF.

Die ZDF-Heute-Show gab folgenden Kommentar ab und lügt sich um die Wahrheit herum:

Am vergangenen Freitag haben wir eine Aussage des AFD-Sachverständigen Dieter Amann in unserer Sendung gezeigt. Wir haben den Ausschnitt aus inhaltlichen Gründen in die Sendung genommen und sind davon ausgegangen, dass es sich um einen der üblichen Versprecher handelt, die durch eine gewisse Nervosität beim Sprechen bedingt sind. Für die Heute-Show war die Sprachbehinderung von Dieter Amann nicht erkennbar – es war nicht unsere Absicht, uns über diese Behinderung lustig zu machen. Hätten wir davon Kenntnis gehabt, hätten wir den Ausschnitt natürlich nicht gesendet.

Das ZDF ist immer mit scharfer Kritik schnell zur Stelle, wenn es um den Schutz der Menschenwürde geht. Jetzt hat sich der öffentlich-rechtliche Sender salbst einer schweren Entgleisung schuldig gemacht. PI-NEWS fragt: Wo, sehr geehrtes ZDF, ist die Entschuldigung des Intendanten Thomas Bellut für die Entgleisung Ihres Angestellten Welke? Wo ist die Wiedergutmachung für den behinderten Dieter Amann? Mit Ihrem Schweigen lassen Sie zu, dass gegen Behinderte in Deutschland gehetzt wird. Finden Sie es für einen gebührenfinanzierten Sender angemessen, dass behinderte Menschen in Satireshows öffentlich per Bild und Wort gedemütigt werden. Teilen Sie uns bitte mit, welche Sanktionen Sie gegen Herrn Welke aussprechen werden.

Was auffällt ist, dass es bisher keinen erkennbaren Aufschrei der deutschen Behindertenverbände gegeben hat. Wo bleiben Caritas und Diakonie, wo bleiben die Sozialverbände, wo bleiben die christlichen Kirchen, namentlich Kardinal Marx und Bedford-Strohm? Wo halten sie ihre schützende Hand über ihr behindertes Klientel. Gehören AfDler nicht dazu?

Es bleibt wohl dabei: wenn es gegen die AfD geht, ist alles erlaubt!

» zuschauerservice@zdf.de