„Gaza ist schlimmer als Afghanistan“

In der von allen Israelis befreiten Zone – dem Gaza-Streifen – wo das Haus des Islam errichtet wurde, herrscht bekanntlich Krieg. Ihre Liebe zueinander zeigen die Muslime dort mit der Ermordung ihrer lieben Brüder und Schwestern und der Bedrohung westlicher Staaten und deren Organisationen und Mitarbeitern.

Gaza sei schlimmer als Afghanistan, sagt beispielsweise der Direktor eines Kulturzentrums im nördlichen Gazastreifen, nachdem ihm Allahs Gotteskrieger die Bibliothek und die Computer mit Molotow-Cocktails zerstört haben. Wir vermuten als Motiv die Sorge vor Zugang zu westlichem Informationsmaterial. Angst vor dem Verfall sittlicher Moral treibt jene an, die undankbarerweise gegen die UNWRA vorgehen, die von der UN organisierte palästinensische Flüchtlingshilfe, was wieder einmal bestätigt, dass die, die das Krokodil füttern, nicht automatisch als letzte gefressen werden. Angeblich tanzen in den Schulen Jungen und Mädchen gemeinsam. Besonders drangsaliert werden – wie immer unter islamischer Herrschaft – Frauen und Mädchen. Wer kein Kopftuch trägt oder sich schminkt, muss damit rechnen, „von Ader zu Ader die Kehle durchgeschnitten“ zu bekommen, denn siehe, Allah ist barmherzig und groß.

„Habt Geduld, bis unsere Warnungen alle Tyrannen erreichen, die die Umsetzung von Allahs Gesetzen und des Koran verhindern.“ Niemand wolle Blutvergießen, heißt es, doch wenn es keine Reue gebe, müsse Allahs Gesetz angewandt werden.

Ob es sich bei Allahs Gesetzen um die „demokratischen Traditionen“ der Palästinenser handelt, von denen der Spiegel berichtet, wissen wir nicht. Bei deren Bewahrung sollen wir, der Westen, dann allerdings behilflich sein. Und zwar gefälligst angemessen, denn am Elend der Palästinenser und ihrem Gemetzel untereinander sind niemals sie selbst und schon gar nicht der Islam, sondern nur alle anderen Schuld: Allen voran natürlich Israel.

(Spürnasen: ekahr und Koltschak)

»Dr. Joel Fishman: Die Große Lüge und der Medienkrieg gegen Israel: Von der Umkehrung der Wahrheit zur Umkehrung der Realität (Spürnase: Roland M.)




Gaza: Bürgerkrieg im Haus des Friedens

arafat_mont_200.jpgEs ist wie ein Naturgesetz. Wenn die muslimischen Bewohner des Gazastreifens nicht genug Israelis umbringen können, fallen sie übereinander her. Das ist das Ergebis eines Erziehungssystems, das seit Jahrzehnten daran arbeitet, Kinder von klein auf zu blind gehorchenden Terroristen zu erziehen. Gerade ist es wieder so weit, und Nahostexperten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens erklären uns aus dem sicheren Hotel in Tel Aviv, dass das ausbleibende Geld der EU und die daraus resultierende Perspektivlosigkeit der Araber für die Unruhen verantworlich seien. Wie es wirklich in Gaza zugeht, erfährt man etwas genauer aus der israelischen Zeitung Ha’aretz.

Die Ha’aretz schreibt am 12.06.2007 (Übersetzung: Newsletter der israelischen Botschaft, Deutschland):

Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas im Gaza-Streifen treiben einem erneuten Höhepunkt entgegen. Seit Montag sind bereits 17 Menschen getötet worden, die Zahl der Verletzten beläuft sich auf über 40. Die überkochende Gewalt verwandelt Krankenhäuser in Schlachtfelder und Straßen in öffentliche Hinrichtungsstätten. Ein Ende der Kämpfe ist gegenwärtig nicht in Sicht.

Die Eskalation begann gestern, als Terroristen der Hamas nach blutigen Kämpfen zwei Krankenhäuser unter ihre Gewalt brachten. Auslöser war die Ermordung von Hamas-Mitgliedern, die zur Behandlung in die Krankenhäuser eingewiesen worden waren. Zu späterer Stunde belagerten Bewaffnete das Haus des dienstältesten Fatah-Politikers in Nordgaza, um ihn dann letztlich auf die Straße zu zerren und zu exekutieren. Nach Angeben der Rettungskräfte wurde er von 45 Kugeln regelrecht durchsiebt.

Am heutigen Dienstag wurden die Kämpfe fortgesetzt. Dabei verübte die Fatah einen Anschlag auf das Haus des palästinensischen Ministerpräsidenten Ismail Hanyiah. Der Hamas-Politiker und seine Familie waren zu dieser Zeit zuhause, blieben jedoch unverletzt. Zuvor hatten Hamas-Milizen den Fatah-Politiker Hassan Abu Rabi in ihre Gewalt gebracht und bei ihrem Angriff auf sein Haus dessen 14jährigen Sohn sowie drei Frauen getötet.

Währenddessen rufen sowohl die Hamas als auch die Fatah in den Medien und in Mitteilungen an ihre Anhänger zur Liquidierung der militärischen und politischen Führung des Gegners auf. Beide Seiten bezeichnen die Kämpfe, die Tag für Tag brutaler werden, als totalen Bürgerkrieg.




Brief von Yair Lapid an einen britischen Dozenten

Yair LapidWürden wir tun, was die ehrenwerten britischen Dozenten von uns verlangen, würde ich sterben. Vielleicht nicht unmittelbar; aber das Warten auf den Tod ist auch kein wirklicher Spaß. In den zwei oder drei Monaten, die bis zu meinem Tod vergehen würden (und, keine Sorge, länger würde es nicht dauern), müsste ich mich nämlich ständig fragen, wie genau ich getötet werden würde.

Yair Lapid (Foto) ist ein bekannter israelischer Publizist.

Wird eine Katyusha-Rakete auf mein Haus fallen und mich unter dem Schutt vergraben? Wird ein Selbstmordattentäter sich im Einkaufszentrum in die Luft jagen, während ich gerade neue Schuhe für meine kleine Tochter kaufe? Wird jemand in der Allenby-Straße in Tel Aviv mit der Axt auf mich zulaufen und mir den Schädel spalten? Oder wird mich vielleicht ein Scharfschütze erschießen, wenn ich auf dem Weg bin, um meinen Sohn von der Schule abzuholen? Wenn ich die Wahl hätte, würde ich die letzte Möglichkeit wählen. Sie scheint am wenigsten schmerzvoll. Meine Frau würde den Jungen verspätet abholen und ihm erklären, dass Papa tot ist. Zu meinem Bedauern habe ich nicht die Freiheit der Wahl, was meinen Tod angeht, und die Neugierde – verzeihen Sie mein Wortspiel – bringt mich um.

Im Gegensatz zu mir und meiner lächerlichen Sturheit am Leben zu bleiben verstehen sich Akademiker – gewiss zumindest jene Dozenten, die durch die stillen Flure altangesehener englischer Universitäten wandeln – darauf, das größere Bild in den Blick zu nehmen. Aus einer historischen Perspektive heraus erscheint mein Tod eher marginal in Anbetracht des groß angelegten Versuchs, das loszuwerden, was Sie „israelische Apartheid“ nennen. Ihre Verwendung dieses Ausdrucks verstört mich ein wenig. Kann es sein, dass selbst Hochschullehrer die Lehrveranstaltungen verpassen? Apartheid? Welche Apartheid?

Die Unterdrückung infolge der Besatzung (ja, die Besatzung verursacht Unterdrückung) ist nicht darauf angelegt, die Palästinenser zu Sklaven zu machen. Wir haben sie nie geschickt, um in den Minen nach Diamanten zu suchen oder auf unseren Feldern Baumwolle zu pflücken, und nie haben wir sie gezwungen, öffentliche Toiletten mit der Kennzeichnung „Nur für Araber“ zu benutzen. Die Trennung zwischen Israelis und Palästinensern hängt nicht zusammen mit Rasse, Religion oder Hautfarbe. Tatsächlich ist Israel einer der wenigen Staaten auf der Welt, der es rassistischen Politikern verbietet, in sein Parlament gewählt zu werden. Beinahe 20 Prozent der Einwohner Israels sind Araber, und sie können die Tatsache bezeugen, dass niemand sich je vorzuschlagen getraut hätte, dass sie im hinteren Abschnitt des Busses sitzen sollten.

Das einzige, was mich interessiert, ist, dass der erwähnte Bus nicht in die Luft geht, da meine Tochter manchmal mit ihm zur Gymnastikstunde fährt. Versprecht uns dies, und ihr werdet sehen, wie die Straßensperren verschwinden und der Zaun zusammenfällt. Versprecht uns dies, und ihr werdet sehen, wie der Staat Israel sich dafür einsetzt, den Palästinensern bei der Errichtung eines Staates zu helfen, ihre Wirtschaft zu retten und ihnen in ihrem wichtigsten Krieg beizustehen – dem gegen Armut, Ignoranz und den zerstörerischen islamischen Fundamentalismus. Das ist alles, was ich von ihnen verlange. Kein Geld, keine Dienstleistungen, noch nicht einmal Freundschaft. Nur, dass sie die ärgerliche Tatsache akzeptieren, dass ich keine Lust habe zu sterben. (Quelle: Yedioth Ahronot, 08.06.07)




Studie: US-Präsident Bush kein „religiöser Eiferer“

George BushWir kennen das ja mit der Schubladisierung von US-Präsidenten, wenn sie von republikanischer Seite kommen. Ronald Reagan war der „kleingeistige Hollywood-Schauspieler“, George W. Bush ein „ultrachristlicher Eiferer“. Das christliche Medienmagazin Pro, das wir unseren Lesern wärmstens empfehlen können (nicht nur wegen des kostenlosen Abos), räumt nun mit diesem Vorurteil auf.

Die Bonner Linguistin Lisanna Görtz untersuchte für ihre Magisterarbeit 50 Radioansprachen Bushs zum Irakkrieg. Erstaunliches Ergebnis: Begriffe wie Gott, Glaube oder Beten finden sich nur selten. Lediglich zu Ostern, Weihnachten oder dem Erntedankfest „Thanksgiving“ greift Bush häufiger zu religiösen Formulierungen. Diese „großen“ Reden sind es aber, die in Deutschland hauptsächlich wahrgenommen wurden.

Ganze achtmal benutzte Bush zwischen 2002 und 2004 in seinen Ansprachen zum Irakkrieg das Wort „God“ – davon siebenmal zu wichtigen Feiertagen wie Ostern, Weihnachten, Thanksgiving oder dem Unabhängigkeitstag. Ähnlich sieht es aus mit „pray“ (elfmal gesamt/siebenmal zu hohen Festen) und „believe“ (achtmal gesamt, davon aber nur einmal, in der Woche vor Ostern 2003, in einem explizit religiösen Zusammenhang).

„Das Ergebnis hat mich völlig überrascht“, sagt die Bonner Linguistin Görtz. „Schließlich steht es im krassen Gegensatz zu dem Bild, das hierzulande von George W. Bush gemalt wird.“ Die wöchentlichen Radioansprachen des US-Präsidenten, die Görtz analysierte, ließen sich besonders gut vergleichen, so Görtz. Sie seien stets gleich lang, die rhetorische Situation sei immer dieselbe, so gebe es etwa keinen Interviewer, der den Gesprächsverlauf beeinflusse.

Werte sind für Amerikaner wichtig

Seit Kriegsbeginn rechtfertigte der Präsident den Einsatz amerikanischer Soldaten im Irak zunehmend mit der Verteidigung von Freiheit und Demokratie. „Dies ist aber kein Argumentationsmuster, das George W. Bush erfunden hätte“, betont die Linguistin. „Seit jeher verstehen sich die USA als Verteidiger wichtiger Werte.“ Als Einwanderungsland hätten sich die USA eine Art Zivilreligion gegeben mit dem Präsidenten als Hohepriester: „Was die Bürger trotz ihrer unterschiedlichen kulturellen Hintergründe eint, ist der Glaube an gemeinsame Werte, der sich auch in omnipräsenten Symbolen wie dem Sternenbanner ausdrückt.“

In deutschen Ohren klinge es vielleicht befremdlich, wenn sich Bush voller Pathos auf die Verteidigung dieser Werte berufe. Für einen US-Politiker sei diese Rhetorik aber völlig normal. „Bush ist konservativ, Bush ist patriotisch, Bush ist religiös“, zieht Lisanna Görtz ein Fazit. „In seinen Radioansprachen äußert sich das aber nicht mehr als in den Reden anderer Politiker in Nordamerika auch.“

Schade findet Görtz, dass dieser unterschiedliche kulturelle Hintergrund so oft zu Missverständnissen führt: Man versteht vielleicht die Sprache, interpretiert das, was gesagt wird, aber falsch. Hinter der verzerrten Wahrnehmung Bushs stecken ihrer Meinung nach jedoch möglicherweise noch weitere Gründe: Schließlich ließen sich die religiösen Passagen in den Präsidentenreden auch hervorragend instrumentalisieren, um Stimmung gegen Bush und seine Kriegspläne zu schüren.

(Spürnase: Roger B.)




Moscheebau Köln: Wie bei Albert Speer?

Albert Speer, Hitlers ArchitektVor einigen Tagen erfuhren wir vom Architekten der Kölner Riesenmoschee, Paul Böhm, wie tolerant und weltoffen der Islam doch sei, da er als „Ungläubiger“ den Auftrag zum Bau der Moschee erhalten habe. Unser Leser Gottfried O. wirft Böhm vor, die Augen vor der als Religion getarnten faschistischen Eroberungsideologie des Islam zu verschließen und zieht einen Vergleich zum Hitler-Architekten Albert Speer (Foto): „Wollen auch Sie, Herr Böhm, eines Tages sagen müssen, Sie hätten damals von alledem nichts gewusst?“

Hier sein Brief an Böhm:

Sehr geehrter Herr Böhm,

dass Sie in der FAZ ausgerechnet den osmanischen Baumeister Sinan als Beispiel mohammedanischer Toleranz anführen, weil er trotz seiner christlichen Herkunft zum Vater der osmanischen Architektur werden konnte, zeugt von einer bedauerlichen Unkenntnis, die mir geradezu unglaublich vorkommt, wenn ich bedenke, dass Sie und Ihr Architekturbüro für Köln-Ehrenfeld eine Groß-Moschee entworfen haben:

Sinan wurde, wie jedes Jahr tausende von Knaben in den vom osmanischen Reich unterjochten christlichen-jüdischen Ländern, im Kindesalter seinen christlichen Eltern entrissen („Knabenlese“), um ihn zu einer, aller Herkunftswurzeln lediger, muslimischen Kampfmaschine („Janitscharen“) zu
erziehen.

Große Aufträge, insbesondere repräsentative wie den Kölner Groß-Moscheebau, kann ein Architekturbüro wie das Ihre natürlich immer gut gebrauchen. Aber haben Sie sich einmal mit dem Islam, für den Sie immerhin bauen, befasst? Haben Sie sich informiert, z. B. durch neutrale Sekundärliteratur bei gleichzeitiger Überprüfung der Quellen durch Selbststudium? Oder haben Sie sich nur von der Türkischen Religionsbehörde DITIB über den toleranten und menschenfreundlichen Islam und seine bedauernswerten, von Deutschen unterdrückten, in Elendsquartieren dahinvegetierenden und in Hinterhöfen beten müssenden Gäubigen in Köln-Ehrenfeld erzählen lassen?

Ich bin mir sicher, sollten Sie sich einmal ernsthaft und aus neutralen und direkten Quellen mit dem Islam, seiner Geschichte und seinen Zielen befassen, kämen Sie zum gleichen Schluß wie ich: Es handelt sich beim Islam um eine von Mohammed und seinen Nachfolgern als Religion camouflierte faschistische Eroberungsideologie basierend auf Krieg, abzielend auf die Unterjochung anderer Völker bis der Islam Allahs Auftrag, die Weltherrschaft zu erlangen,
erreicht hat.

Deswegen: Haben Sie keine Sorge, dass es Ihnen eines Tages ergehen könnte wie Ihrem Kollegen Albert Speer, der auch nur an Aufträgen, an Architektur interessiert war und ansonsten von Eroberungspolitik und faschistischer Ideologie nichts verstanden haben und wissen wollte, sie unpolitisch nur mitmachte, um bauen zu können, in Wirklichkeit dagegen, jedoch und vielmehr … ja eigentlich offen und heimlich Widerstand geleistet habe? Wollen auch Sie, Herr Böhm, eines Tages sagen müssen, Sie hätten damals von alledem nichts gewusst?

Wegen Ihrer tatsächlich erschreckenden Unkenntnis, ausgerechnet Sinan als Beispiel osmanisch-mohammedanischer Toleranz anzuführen, weiß ich, wie Sie eines Tages argumentieren werden: Ich wusste von all‘ dem nichts, ich bin unschuldig, ich wollte nur bauen! Aber genau wie Speer wird man Ihnen eines Tages vorhalten: Sie hätten es aber wissen können.

An einer Antwort ernsthaft interessiert,

verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Gottfried O.




Totgeschwiegen: Staatsterror gegen Iraner

iran_frauen.jpgMenschenrechtsverletzungen sind für Linke und ihre Medien nur dann interessant, wenn sie sich im Sinne der eigenen politischen Ziele instrumentalisieren lassen. Besonders also, wenn sie sich anbieten, um Stimmung gegen die USA oder Israel zu machen. Die Zustände im Iran sind keine Meldung wert, denn wer diese anspricht, gilt als Unterstützer amerikanischer Kriegspläne, die wiederum in der verqueren Logik die inneriranische Unterstützung für das islamische Terrorregime nur wachsen ließen.

Auf der von Regimekritikern gestalteten Nachrichtenseite „Iranzukunft“ finden sich dagegen die Meldungen, die sonst verschwiegen werden. Es gibt einen wachsenden Widerstand gegen das islamfaschistische Regime der Mullahs und im Gegenzug einen geradezu paranoiden Staatsterror zur Vernichtung jeden Freiheitswillens.

Schon seit Monaten läuft eine brutale Kampagne zur Durchsetzung der islamischen Kleiderordnung für Frauen in der Öffentlichkeit. Durchgeführt von der gefürchteten weiblichen Polizei werden Frauen, deren Kleidung als unangemessen angesehen wird, weil vielleicht eine Haarsträhne aus dem Kopftuch hängt, auf offener Strasse drangsaliert, geschlagen und in Gefängnisse verschleppt. Das Vorgehen der muslimischen Ordnungshüterinen ist dabei so brutal, dass es immer wieder zur Solidarisierung von Passanten kommt, die gelegentlich zur erfolgreichen Befreiung festgenommener Frauen führen.

Auch an den Universitäten brodelt es. Auch hier ist der Auslöser die verschärfte Kleiderordnung für weibliche Studierende. Studenten reagieren mit Hungerstreiks und stellen ihre Essenstabletts entlang des Weges von der Mensa zur Universitätsverwaltung ab. Die Polizei reagiert mit Verhaftungen und Staatsanwälte fordern die Todesstrafe wegen „Rowdytums“.

Ganz allgemein misstrauen die Terrorgreise des Regimes allem, was jung ist und keinen Vollbart trägt. In letzter Zeit häufen sich wahllose Verhaftungen von Jugendlichen, die besonders nachts auf den Straßen von maskierten Schlägertrupps der Polizei überfallen und in Gefängnisse verschleppt werden. Der Terror ist so schlimm geworden, dass Jugendliche sich abends kaum noch auf die Straße trauen, was nicht immer hilft. Denn inzwischen verschleppen die Maskierten Jugendliche auch aus Wohnungen.

iran_polizei.jpg

Iranische Widerstandsgruppen rufen für den 30. Juni zu einer Protestkundgebung in Paris auf. Obwohl es sich insbesondere bei den betroffenen Studenten hauptsächlich um Linke handelt, wird die Aktion bislang lediglich von den französischen Sozialisten unterstützt. Deutsche Linke zeichnen lieber in Übereinstimmung mit deutschen Rechtsextremisten das Bild einer solidarischen Volksgemeinschaft im Iran, die an der Seite ihres Präsidenten gegen die amerikanische und israelische Bedrohung steht.

Die Genossen, die derweil im Iran sterben, sind egal und werden dem guten Zweck des Antiimperialismus gern geopfert. Nach linkem Kulturrassismus gilt, dass die kulturelle Prägung islamisierter Völker zu einer Art Schmerzfreiheit gegenüber Steinigungen und Folter zu führen hat. Die Iraner selbst scheinen das anders zu beurteilen. Immerhin gehört ihr Land zu den wenigen muslimisch vergewaltigten Ländern, die tatsächlich einmal eine zivilisatorische Hochkultur entwickelten. Das scheint das Schmerzempfinden zu steigern.




Bild des Tages: Soldaten des Sechstagekriegs

Soldaten des Sechstagekriegs

Selbst die Büsche konnten sich vierzig Jahre halten, dann muss einem um die Israelis nicht bange sein!

(Spürnase: Gudrun Eussner)




TV-Tipp: Sechs Tage Krieg, ARTE um 18.05 Uhr

Mosvhe DajanGudrun Eussner empfiehlt, morgen um 18.05 Uhr auf ARTE den zweiteiligen französischen Dokumentarfilm „Sechs Tage Krieg“ anzuschauen. Im ersten Teil geht es um die unmittelbare Vorgeschichte der militärischen Auseinandersetzung mit den Protagonisten Gamal Abdel Nasser, ägyptischer Staatspräsident, und dem israelischen Ministerpräsidenten Levi Eschkol. Infos zum Sechstagekrieg hat Eisvogel hier zusammengestellt.




Kirchentag: Hai-Symbol sorgt für Verwirrung

FischsymbolDas Symbol des Evangelischen Kirchentags (Bild links) vom 6. – 10. Juni in Köln, das von der Berliner Werbeagentur Scholz & Friends entwickelt wurde, sorgt für reichlich Diskussionsstoff. Geschäftsführerin Stefanie Wurst erläuterte dazu, aus dem bekannten Christensymbol, dem Fisch, sei mit einem Pinselstrich ein Hai geworden, der „auch mal Zähne zeigt.“ Der Hai stehe dafür, dass es „in einer orientierungslosen Zeit für die evangelische Kirche besonders wichtig ist, klare Standpunkte zu relevanten gesellschaftlichen, politischen und religiösen Themen einzunehmen, auch wenn sie manchmal weh tun.“

PI fand heraus, dass es vor einigen Jahren einen Aufkleber-Krieg in Kairo gegeben hat. Koptische Christen in Ägypten brachten Fisch-Aufkleber auf ihren Autos an, um sich inmitten der islamischen Mehrheit zu ihrem Christentum zu bekennen. Einige Moslems konterten mit Hai-Aufklebern.

Eine damals 25-jährige Christin empfand die Wahl eines Haies, als wenn jemand sage: „Schau mich an, ich bin eine gewalttätige, blutige Kreatur“. Ein mit zwei Haien am Auto angetroffener Muslim erklärte dagegen selbstbewusst, dass die Christen mit dem Fischsymbol ihre Schwäche demonstrieren würden. Der Hai dagegen zeige, dass die Muslime die Stärksten seien.

Emad, a Muslim, laughed when asked about the competing symbols but was unapologetic about the two shark stickers on his car. „The Christians had the fish so we responded with the shark. If they want to portray themselves as weak fishes, OK. We are the strongest,“ said Emad, who would give only his first name.

Aufkleber-KriegIst die an dem Fischsymbol hinzugefügte Haiflosse nun ein Symbol dafür, dass das Christentum sich zu islamisieren gedenkt und ähnlich aggressiv auftreten möchte wie die Muslime? Oder will man demonstrieren, dass man zukünftig nicht mehr immer nur die andere Wange hinhalten wird und sich demütigen lässt, sondern auch stark sein und für die eigenen Überzeugungen kämpfen wird, statt sich einfach verschlingen zu lassen?

Wie auch immer: die skurrile Werbe-Aktion symbolisiert eine typisch deutsch-protestantische Umdeutung des Glaubens und der Kirche zu einer „gesellschaftspolitischen Initiative“. Nach der Bibel sollen Christen bekanntlich gerade nicht die Zähne zeigen, sondern Jünger sammeln, also Menschen zu Christen machen (Matthäus 28, 19; das Hauptverb in diesem Befehl Jesu ist das „zu Jüngern machen“). Außerdem werden die Jünger wie Schafe unter die Wölfe gesandt, also eher als Fische unter die Haie, nicht aber umgekehrt: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“ (Matthäus 10,16).

So läßt sich allerdings eher der Glauben verbreiten, als Politik oder Gesellschaftspolitik machen. Der Kirchentag zeigt mit seinem Symbol was ihm wichtiger ist. Die Frage ist, ob da der Glaube nicht zum Zierrat für sehr weltliche Interessen verkommt.

» Jihadwatch: Christian fish, Muslim sharks

(Spürnase: Daniel O.)




Gesprächsleitfaden: Was brennt, fliegt raus

Der sogenannte Gesprächsleitfaden in Baden-Württemberg, der speziell muslimische Einbürgerungswillige auf ihre Einstellung zu den Grundwerten unserer Gesellschaft testen soll, ist leise und unauffällig in wesentlichen Punkten geändert worden. Um es auf eine knappe Formel zu bringen: Was den Muslim stört, fliegt raus.

Dazu gehören die Fragen nach der Haltung zur Homosexualität, die auch international Kritik ausgelöst hatten. Zudem wurden einige der 30 Fragen des Katalogs umformuliert und konkreter gefasst. (…) Geändert wurde der Leitfaden vom CDU-geführten Innenministerium. Justizminister Ulrich Goll (FDP) und der Datenschutzbeauftragte Peter Zimmermann waren allerdings einbezogen. Goll, der auch Integrationsbeauftragter ist, hatte vor allem die Fragen zur sexuellen Orientierung bemängelt. Sie hätten in einem solchen Leitfaden nichts verloren, weil sie nichts über die Einstellung des Einbürgerungswilligen zum Grundgesetz aussagen. Die neu aufgenommenen Inhalte beziehen sich den Angaben zufolge auf den Bereich extremistischer Organisationen. In Zweifelsfällen soll nun die Unterstützung verfassungsfeindlicher Bestrebungen oder Organisationen abgefragt werden. Auch das Thema Eheschließung wird in der neuen Fassung mit Blick auf Zwangsverheiratungen und Doppelehen sowie Akzeptanz deutscher Gesetze im Falle von Scheidungen angesprochen.

Also das Übliche: Wischiwaschi statt konkrete Fragen. Die Einstellung zur Homosexualität hat im übrigen sehr viel mit der Akzeptanz unserer Gesellschaft und ihrer Werte zu tun, sie gehört zu den Kernpunkten. Respektiere ich Menschen ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, wie zum Beispiel die Grünen es in allen außerislamischen Bereichen fordern, oder tue ich das nicht. Sind Artkel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes, der da sagt

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

oder Artikel 2 Absatz 2

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.

tatsächlich vereinbar mit der in der Muslimcommunity weit verbreiteten Ansicht, dass Schwule minderwertig sind und getötet werden sollten? Gerade erst gingen Aussagen von Muslimen zum Thema „schwul sein“ durch die Presse.

Ist offenes Schwulsein eine Beleidigung für Muslime? Auch eine Umfrage des schwulen Hamburger Stadtmagazins “Hinnerk” bei muslimischen Kaufleuten zeigt die ausgeprägten Bruchlinien im Multikulti-Viertel. “Das sind keine Menschen”, heißt es dort. Und auf die Frage, was er tun würde, wenn sein Sohn schwul wäre, antwortet ein anderer: “Erschießen!”

Mit diesem Hintergrundwissen gab es offensichtlich für die Beteiligten nichts Wichtigeres zu tun, als die Fragen zur Homosexualität schnell zu streichen. Die Verantwortlichen scheinen solche Ansichten problemlos mit unserer Verfassung für vereinbar zu halten. Und die Grünen, bisher stolz auf ihre Erfolge in Sachen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften, fegen derartige „Lächlicherkeiten“ wie die Vereinbarkeit von Islam und Schwulsein mit leichter Hand vom Tisch. Man hat schließlich genug mit dem Vatikan und seiner Haltung zu schwulen Priestern um die Ohren.

In Zweifelsfällen soll nun die Unterstützung verfassungsfeindlicher Bestrebungen oder Organisationen abgefragt werden.

Darf man denn solche Fragen überhaupt stellen und wenn ja, welchen Nutzen haben sie eigentlich? „Verfassungsfeindliche Bestrebungen“ sind bei uns nicht einmal strafrechtlich relevant. Es ist neuerdings erlaubt, zum „Heiligen Krieg“ und zum Schlachten Ungläubiger aufrufen, solange man seine Pläne nicht umsetzt. Somit könnte die Zustimmung zu derartigen Zielen wohl kaum ein Hinderungsgrund für die Einbürgerung sein.

(Spürnase: Wilhelm Entenmann)




Märchenstunde für die Großen – Teil 2


Karikatur: Schahar

Besorgte Vortragende berichten aus einer Welt, in der der Wert einer Frau noch an der Länge ihres Kopftuchs gemessen wird. Und in der die Muslime glücklich leben könnten, wenn giftige Deutsche nicht ständig Islam und Ehrenmorde in Verbindung brächten.

Alle Muslime in Deutschland, erklären die Vortragenden, hätten nur den einen Wunsch, nämlich die neue Moschee im Nachbarstadtteil zur Ehre Gottes endlich errichtet zu sehen. Alle Muslime, wissen die Vortragenden, hätten nur die eine Frage, ob Frau Merkel eines Tages nicht doch ihre Regierungsgeschäfte hedschabiert erledigen werde. Und alle Muslime, informieren uns die Vortragenden, würden von der Angst umgetrieben, dass sie eines Tages wie die Juden im Dritten Reich verfolgt und ermordet würden…

Steinigung von jungen Frauen Tradition

Ermordet wie die Juden im Dritten Reich! Die Zuhörer werden stumm, Frauen erbleichen, ein paar Herren schütteln das in Sorgenfalten geworfene Haupt, kleine Kinder zupfen ihren Eltern am Ärmel und fragen, was denn ein Jude sei. Bis eine kleingewachsene, kurz geschorene Dame couragiert aufsteht und laut ruft: „Nie wieder!“ Befreit nickt man sich zu, ein Lächeln, herzhaft, mutig, breitet sich aus. Nie wieder!

Ein mutiges Wort, gibt Referent Ali XY zu bedenken, da ja „die Muslime“ immerhin Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut hätten. Ohne Muslime kein Wirtschaftswunder, pflichtet ihm ein Zuhörer bei.

Nun sind alle Fesseln der Zurückhaltung gebrochen und schäumend branden kritische Zwischenrufe aufgebrachter und besorgter Bürger auf die Versammelten ein: Integration, will einer wissen, sei keine Einbahnstraße. Ein anderer ruft, Israel würde niemals in den Medien kritisiert werden. Gerade die Juden, weiß ein dritter, müssten es doch wissen, wie es sei, von Nazis terrorisiert zu werden.

Und am Ende erhebt sich einer, der, wie er sagt, die Werte in Deutschland schon lange vermisse, und zu bedenken gebe, dass wenn im Iran Steinigung von jungen Frauen Tradition sei, wir arrogante Europäer kein Recht hätten, ihnen dreinzureden.

Die Pepsi unter den globalisierten Dichtermarken

Überlegen lächelt der Vortragende ob der Einsicht seiner Zuhörer. Nun ist es an der Zeit, seinen größten Trumpf auszuspielen. Wen er hierzu heranzieht, ist Goethe, genauer: Johann Wolfgang von Goethe. Größter nicht-jüdischer Deutscher, mehr Denker als Lenker, und daher umso gewichtiger im Selbstbild der eitlen Teutonen, eine internationale Werbeikone, wenn auch nicht die Coca Cola (das wäre Shakespeare), so doch die Pepsi unter den globalisierten Dichtermarken.

Und dieser Goethe, der ja schon im 19. Jahrhundert wusste, dass Diwan im Orient mehr bedeutet als nur Sitzgelegenheit, der war Muslim gewesen! Ne, echt jetzt. Von einer bedeutenden, uns namentlich nicht näher bekannten islamischen Autorität aus deutschen Landen wurde Goethe offiziell in einer 1995 erschienen Fatwa postum zum Muslim gekürt. Das, meine Damen und Herren, ist Aufklärung im neuen Jahrtausend!

Wir sollten uns keine Sorgen machen, hören wir im Dialog. Christen und Juden seien im Islam Schutzbefohlene. Unter muslimischen Herrschern dürften wir unsere Religionen ausüben und müssten nur die traditionelle islamische Schutzsteuer für Nicht-Muslime zahlen. Der Islam, er sei ja tolerant. Muslimische Herrscher, so wird uns im Dialog mitgeteilt, seien allein deshalb gerecht, weil der Koran es so vorschreibe. Wer bei so viel Logik an seinem gesunden Menschenverstand zweifelt, der sollte sich bewusst machen, dass man mit einer solch kleinkarierten Einstellung nie die Wahrheit schauen wird.

(Gastbeitrag von Martin Rudiger)

» Märchenstunde für die Großen – Teil 1




Jelena Tregubova: offener Brief an den G8-Gipfel

putin-c.gifJelena Tregubova: Warum ich aus Putins Russland geflohen bin und warum der Westen aufhören sollte, Putin Zugeständnisse zu machen.

Ich habe meine persönlichen Erfahrungen mit Wladimir Putins Regime und der Handlungsweise des russischen Präsidenten gemacht. Ich wurde gezwungen in Großbritannien Asyl zu suchen, weil ich als unabhängige Journalistin den Kreml kritisiert habe. Ich musste erkennen, dass meine Rückkehr in meine Heimat einem Selbstmord gleichkommen würde.

Dieser Brief ist allerdings nicht über mich. Ich schreibe ihn aus Angst vor einer sich in Russland abzeichnenden Tragödie, weil sich dort die Beschränkungen der politischen und individuellen Freiheiten von Tag zu Tag verschlechtern. Nachdem er mit der inneren Opposition aufgeräumt hat, hat Putin sich nunmehr am Vorabend des G8 Gipfels entschlossen, sich mit den äusseren Feinden zu beschäftigen.

Er droht, die russischen Raketen wieder, genau wie zu den Zeiten des Kalten Krieges, auf Ziele in Europa zu richten und warnt vor einem neuen Nuklearwaffenwettrüsten. Es wird nun deutlich, dass die erhöhte Aggressivität des Kremls eine direkte Folge der Beschwichtigungspolitik der westlichen Führer ist, welche in den sieben Jahren der Putinschen Regentschaft, dessen Ausschaltung der Opposition, der Presse, der Nichtregierungsorganisationen und aller demokratischer Institutionen in Russland ignoriert haben.
Es gibt kein einziges Beispiel in der Geschichte, wo ein Diktator, früher oder später, nicht zur Gefahr für seine nahen und weiter entfernten Nachbarn wurde.

Das Ziel ist nicht das “Wiedererwachen Russlands” oder das “Wiedererwachen des russischen Nationalstolzes”, wie es Putin und die Kremlpropaganda versuchen darzustellen. Hier handelt es sich um eine grossangelegte Vergeltung durch den Geheimdienst und des autoritären Regimes mit all seinen alten Methoden und Tricks. Putin hat alle unabhängigen Fernsehstationen geschlossen, eine strenge Zensur eingeführt, der demokratischen Opposition den Zugang zur Presse blockiert, russischen Menschenrechtsaktivisten und Nichtregierungsorganisationen als westliche Spitzel beschuldigt und die grösste russische Ölfirma Yukos unter seinen Freunden im Geheimdienst aufgeteilt. Ermutigt durch Euren fehlenden Widerstand, ist Putins Regime jetzt so stark und unverfroren, dass es unverhüllt seine direkten Nachbarn, Polen und die Tschechische Republik bedroht, ehemalige Kolonien der Sowietunion, geht man jetzt wieder mit ihnen wie mit Vasallen um. In den letzten Monaten waren drei Botschafter – die von Estland, Schweden und Grossbritannien – betroffen durch Handlungen von extremistischen, durch den Kreml kontrollierten, Organisationen.

Und jetzt haben die Ereignisse eine neue, logische Entwicklung genommen: der Kreml droht dem Westen mit Raketen-rasseln. Der entscheidende Unterschied zwischen jetzt und der Sowjetära liegt im Fakt, dass Ihr damals genau wusstet, auf welcher Seite der Barrikaden Ihr gestanden habt – als Ihr den Gegnern der Diktatur moralische Unterstützung geleistet habt.

Heutzutage und durch die günstige Situation auf dem Öl- und Gasmarkt, hat Putin die Resourcen um Eure Zustimmung und Euer Schweigen zu erkaufen.

Ihr habt geschwiegen, als Putin im letzten Sommer ein Gesetz unterschrieb, welches die Ermordung von Russlands Feinden im Ausland autorisierte. Jeder der sicht traut, Putin zu kritisieren, wird auf die Liste der Feinde gesetzt.

Ihr habt jetzt erkannt, dass Putin Euch nicht so einfach wieder aus der Öl –und Gasfalle rauslassen wird, in welche er Euch gezwungen hat. Dem Kreml sind Eure Worte vollkommen egal, das einzige was ihn interessiert ist Euer Geld.

Der Kreml hat bereits offen gezeigt, dass er brutale Macht gegen friedliche Demonstranten einsetzen wird, dies mit dem einzigen Ziel: zu verhindern, dass die Wahlen im nächsten Jahr frei und fair stattfinden werden. Putin und seine nahestehenden Unterstützer planen die Wiederherstellung einer clan-artigen Diktatur in Russland, ähnlich dem ehemaligen Sowjet-Politbüro. Bald ist dies nicht mehr zu verhindern.

Wenn Ihr, nach dem Gipfel von Heiligendamm, weiterhin so als ob nichts geschehen sei, Putins Hände schüttelt, werdet Ihr Putins Gefühl seiner absoluten Unverletzlichkeit weiterhin verstärken. Putin sollte vor eine einfache Wahl gestellt werden: entweder stellt der Kreml demokratische Freiheiten wieder her oder Russland wird vom G8 und anderen internationalen Clubs ausgeschlossen.
Alle freidenkenden Russen schämen sich für Putins Handlungen. Ihr müsst entscheiden, ob Ihr die Freiheit in Russland für Gas und Öl opfern wollt.

Über die Autorin:

Jelena Tregubowa begann ihre berufliche Laufbahn in den 90er Jahren, als sie unter Jelzin zum Kreis jener Journalisten gehörte, deren Arbeit nicht behindert wurde. Seit 2000, dem Beginn der Präsidentschaft von Putin, waren ihre Arbeiten nicht mehr so weit verbreitet – bis Tregubowa 2003 mit einer Veröffentlichung hervortrat, in der sie Putins Medienpolitik kritisiert (auf Deutsch teilweise in Die Mutanten des Kreml erschienen).

Nach dem Erscheinen des Buches explodierte in der Nähe ihrer Wohnung eine Bombe. Ein Anschlag, der, nach ihrer Vermutung, auf das Konto des russischen Geheimdienstes geht. Die Moskauer Miliz wertete den Vorgang als „schweres Rowdytum“ beziehungsweise den Versuch eines „schweren Diebstahls“ und erklärte, es bestehe kein Grund an einen politisch motivierten Anschlag zu glauben.

Sie hat in Großbritannien politisches Asyl beantragt.