Kommt zusammen, was zusammen gehört?

Kubitschek-Interview auf Tichys Einblick zu Weidel und Höcke

Tichys Einblick-Autor Alexander Wallasch hat mit dem Höcke-Vertrauten Götz Kubitschek ein Gespräch über Alice Weidels Annäherung an den Vordenker der neuen Rechten geführt. Die Oppositionsführerin im Deutschen Bundestag habe seine Nähe als Vermittler zu Björn Höcke gesucht. Das komplette Interview gibts hier!




Video: Broder und Kubitschek bei „Talk im Hangar 7“

Es ist immer wieder ein Vergnügen, der linken und antifaschistischen Blase dabei zuzusehen, wie sie ausläuft. Ein Nadelstich reicht für gewöhnlich.

Diesmal sticht die Einladung, die Götz Kubitschek vom österreichischen Sender Servus TV für das Gesprächsformat „Talk im Hangar 7“ erhalten hat. Es wird um die Frage gehen: „Neue Rechte. Wie groß ist die Gefahr?“„Neue Rechte. Wie groß ist die Gefahr?“.

Als Gäste geladen sind unter anderem der Publizist Henryk M. Broder, der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier und – Antaios-Verleger Götz Kubitschek.

Anlaß der Runde ist das Attentat von Christchurch und die Spende des Attentäters an Martin Sellner, den sicherlich europaweit bekanntesten Identitären. In der Programmvorschau heißt es:

Wie sollen wir mit neuen Rechten Bewegungen umgehen? Sind sie für unsere Demokratie wirklich gefährlich? Wie glaubhaft ist die Distanzierung der FPÖ, die in der Vergangenheit rege Verbindungen zu den Identitären pflegte? Wie einflussreich ist der Verein, dem Experten 300 Unterstützer attestieren? Wie wollen die neuen Rechten unsere Gesellschafft verändern? Sind die Warnungen berechtigt oder handelt es sich um reine Panikmache?

Kurzum: Es sollen Sachverhalte und Einschätzungen geklärt werden, und zwar mit einem der Mitteln, die einem Fernsehsender zur Verfügung stehen – mit einem Gespräch. Daß dabei mit Kubitschek (verantwortlicher Redakteur unserer Zeitschrift) ein tatsächlich einflußreicher Kopf der neuen Rechten Rede und Antwort stehen soll, ist ein Beweis für die Normalität, für deren Rückkehr unter anderem er selbst seit Jahren arbeitet.

Der „Talk im Hangar 7“ findet am Donnerstag, den 4. April, statt, er wird in Österreich live übertragen und in Deutschland um 23.35 freigestellt (und zwar hier, aber Achtung: Wer sich mit deutscher IP-Adresse einwählt, landet immer auf der deutschen Servus-Seite. Österreicher kommen zum live-Stream).

Weiterlesen auf sezession.de…




Götz Kubitschek zur Buchmesse und dem Überfall in Frankfurt

Von GÖTZ KUBITSCHEK | Es ist – das zeigen mir die Mails und Anrufe, die Kositza und ich in den vergangenen Tagen erhalten haben – an der Zeit, zwei Dinge aufzuklären:

1. Kositza, der verletzte Mitarbeiter und ich sind nicht im Krankenhaus. Mir brummt zwar der Schädel noch immer ganz ordentlich, und Kositza hinkt durch den Garten, aber wir hatten Glück im Unglück. Der Überfall vor der Pizzeria dal Bianco am Affentorplatz in Frankfurt Sachsenhausen war eher eine spontane Aktion. Die Angreifer waren zu dritt und hatten keine Schlagwaffen dabei. Wären sie zu zehnt gewesen (solche Rollkommandos gibt es ja) – wir lägen jetzt allesamt im Krankenhaus.

Die Polizei ermittelt nun, aber es ist praktisch unmöglich, drei Kapuzenträger ausfindig zu machen. Uns ist wichtig, eines grundsätzlich zu äußern: Wir sind über diesen Angriff nicht empört. Daß so etwas über kurz oder lang passieren würde, war abzusehen. Der Überfall, die Wortspiele linker Journalisten mit so einer Möglichkeit, die Häme der Antifa und der verdruckste Beifall der geistigen Schläger hinterher – das gehört alles in ein Kapitel unseres Lebensromans, das noch nicht geschrieben war, obwohl es im Inhaltsverzeichnis längst verzeichnet ist, und es müßte uns alle verwundern, wenn diese Seiten leergeblieben wären.

Als mein Sohn, gerade zurückgekehrt von einer zweiwöchigen Afrikareise, mich fragte, ob nach einem solchen Erlebnis etwas anders sei, antwortete ich ihm, daß man sich selbst in solchen Situationen und danach aus der Distanz beobachten und beschreiben müsse. Denn längst nicht immer, aber manchmal schon, sei man sich selbst recht interessant, und das Motto, das dem allem vorangestellt sei, stamme von Ernst Jünger: „Dies alles gibt es also.“

2. Im Grunde kann man diesen Satz auch vor das Rätselraten um den Loci-Verlag und Antaios stellen, denn er paßt auf ernste Kapitel ebenso wie auf komische. Natürlich sind Kositza und ich auch weiterhin die Besitzer unseres Verlags, und natürlich werden wir weiterhin diesen Verlag führen und sein Programm gestalten, und manche unter unseren Lesern und unter den Journalisten wußten das schon nach dem ersten Querblick auf die Loci-Seite und die bibliographischen Angaben unter den Büchern:

Jedes Loci-Buch kostet 19.18 € und hat 124 Seiten. Am 12.4.1918 wurde in Berlin das „Dadaistische Manifest“ von Richard Huelsenbeck verlesen.

Ja, so ist es: Die Gesellschaft des Spektakels, über die Richard Millet in seinem bei uns erschienenen Buch Verlorene Posten so treffsicher wie angeekelt schreibt, denkt nicht mehr nach, zählt nicht mehr eins und eins zusammen, wenn es darum geht, ein Spektakel nicht zu verpassen oder gar: der Ausrufer des Spektakels zu sein. Das Exklusive, das Aufgeladene, das Sensationsgeile – es räumt selbst in der FAZ Spalten frei, und nun wird man ein neues Wort verwenden können: jemandem etwas aufbendern. Für jemanden, der nur die Edda und eine Riefenstahl-Biographie im Regal stehen hat, ist das nicht schlecht gelungen …

Die CDU beraten? Die AfD? Gott bewahre! Weiß eigentlich jemand, der nicht Verleger ist, wie privilegiert die Position eines selbständigen Verlegers ist?

Nichts für ungut!


(Text übernommen von sezession.de)




Kubitscheks Eulenspiegelei

Große Aufregung in den Leitmedien, großes Flügelschlagen: Kubitschek verkauft seinen Antaios Verlag! Aber was, wenn das alles nur ein großer Witz gewesen ist? Eine Eulenspiegelei des schwarzen Dada-Ritters aus Schnellroda?

Ehrlich, wer hier nicht laut lachen muss, der geht zum Lachen in den Keller. Dieser Götz Kubitschek aus Schnellroda mag ja sein, was er will, auf jeden Fall ist er eines ganz sicher: Einer, dem es erneut gelungen zu sein scheint – wie schon in Leipzig, so auch in Frankfurt – auf der Buchmesse eine der am lautesten nachhallenden Nachrichten zu setzen.

Eine konspirative Energie und überschäumende Kreativität des gerne Vordenker der neuen Rechten genannten Verlegers werden ihm nach Buchmesse jedenfalls schwer streitig zu machen sein.

Worum geht’s? Große Aufregung in den Leitmedien, großes Flügelschlagen: Kubitschek verkauft seinen Antaios Verlag! Justus Bender von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung glaubte sich wohl im siebten Journalisten-Himmel, diese Nachricht, noch dazu live zur Buchmesse, als erster exklusiv präsentieren zu können.

Der Journalist war so aufgeregt, dass er schon am Vortag die in seinen Augen sensationelle Entwicklung aus Schnellroda twitterte, damit bloß niemand vor Erscheinen der Frankfurter am nächsten Morgen doch noch als Erster berichten kann. Bender legt also beide Hände schützend über sein scheues Vögelchen und wurde öffentlich.

Und er berichtet via Twitter weiter, was er für die Zeitung für den nächsten Morgen schon aufgeschrieben hat: Kubitschek würde jetzt politischer Berater werden für AfD und CDU Politiker. Für letztere natürlich inkognito.

Und Kubitschek schrieb über seinen Verkauf und die neue Tätigkeit auch schon bei Sezession, die Sache war also für Bender belegbar, folglich setzt er via Twitter noch am Vorabend den ersten Hinweis auf seinen vermeintlich großen Scoop, weist auf die Gefahren hin, die von Kubitschek nun ausgehen, wenn dieser die CDU nun auch noch beraten würde.

(Text übernommen von Tichys Einblick – Fortsetzung hier!)




Frankfurter Buchmesse steckt unbequeme Verlage ins Ghetto

Eine Premium-Lage ist es sicher nicht, was die Leitung der Frankfurter Buchmesse an Platzangebot den „rechten Verlagen“ für ihre Messestände in diesem Jahr zubilligt. Man kann es Katzentisch nennen, womit sich die Unternehmen begnügen müssen. Der Zeitungsverlag „Junge Freiheit“, der Manuscriptum-Verlag und das Cato-Magazin werden in einer Hallenecke regelrecht „eingemauert“ und sind nur über eine 30 Meter lange und fünf Meter schmale Sackgasse erreichbar, also ziemlich weit weg vom Hauptbesucherstrom.

So nimmt es nicht Wunder, dass die Macher von Deutschlands größter konservativer Wochenzeitung (ca. 30.000 Exemplare) gelassen, aber deutlich auf den offensichtlichen Affront reagieren: „Ganz Deutschland klagt über die zunehmende Polarisierung und Spaltung unserer Gesellschaft.

Und was macht die Frankfurter Buchmesse? Sie grenzt Verlage mit unbequemen Autoren, Themen, Publikationen aus – das ist ein Skandal!“, erklärt Dieter Stein, Chefredakteur der Jungen Freiheit. „Eine derartige Benachteiligung haben wir in 25 Jahren nicht erlebt“.

Schon im vergangenen Jahr wurden die Verlage mit konservativen und libertären Autoren von der Messeleitung um Direktor Jürgen Boos diskriminiert. Dennoch verzeichneten die Messestände des Antaios-Verlags, die dieses Jahr nicht auf der Frankfurter Buchmesse vertreten ist (siehe Interview mit Götz Kubitschek am Ende dieses Textes), und der Jungen Freiheit einen großen Besucherzustrom.

Dies will die Messeleitung nun wohl mit der Isolation und einer regelrechten Kampagne unterbinden. „Die Buchmesseleitung ist verpflichtet, sich politisch neutral zu verhalten. Das einseitige Vorgehen der Messeleitung war schon 2017 unverantwortlich und hat zu Eskalationen geführt“, sagt Stein.

Die „Ghettoisierung“ unbequemer Verlage insbesondere der JF hat offenbar einen Grund. So soll der Verlag „besser kontrolliert“ werden, wie dpa eine Sprecherin der Messeleitung zitiert.

Die Buchmesse ist für Privatbesucher am Samstag, 13.10., von 9-18.30 Uhr und am Sonntag, 14.10., von 9-17.30 Uhr geöffnet.


Interview mit Götz Kubitschek (Antaios) zum Thema:

Gerieten 2017 auf der „Buchmesse der Schande“ aneinander: Antaios-Chef Kubitschek (l.) und Messedirektor Jürgen Boos.

PI-NEWS: Herr Kubitschek, die Wochenzeitung Junge Freiheit wird bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse in eine Art „Ghetto-Sackgasse“ abgeschoben. Was sagen Sie dazu?

Kubitschek: Das war zu erwarten, und es ist nicht nett und nicht fair. Aber nett und fair sind keine politisch relevanten Wörter und schon gar keine Argumente.

PI-NEWS: Nach den Turbulenzen im letzten Jahr haben Sie sich entschieden, dieses Jahr nicht an der Frankfurter Buchmesse teilzunehmen. Warum?

Kubitschek: Weil ich die Ghettoisierung kommen sah.

PI-NEWS: Meinen Sie Messedirektor Boos hat aus seinen „Fehlern“ vom letzten Jahr gelernt und sich deshalb für die Ghettoisierung von JF, Manuscriptum und Cato entschieden?

Kubitschek: Nach der Frühjahrsmesse in Leipzig war das abzusehen, da traf es uns, also den Verlag Antaios, und die Frankfurter Messe kopiert nun dieses nicht ungeschickte Modell des »räumlichen Beschweigens«. Damit konnte man rechnen und sich mit einem Konzept darauf vorbereiten.

PI-NEWS: Wie können „rechte“ Verlage auf solche Ungleichbehandlungen reagieren?

Kubitschek: Ich würde jemandem wie dem Messechef Boos überhaupt nicht mit einem Schrei nach Gerechtigkeit kommen. Entweder also Sie ziehen stoisch Ihren ganz normalen Auftritt durch und bekommen dadurch von denen Applaus, die für Gleichmut und Haltung etwas übrig haben; oder Sie verkünden, dass das super ist, verstopfen das Ghetto dadurch, dass Sie jeden einzelnen Leser auffordern, sich ebenfalls dort zu platzieren, stellen eine Box auf und feiern fünf Tage lang eine Party. Eine dritte Variante wäre ein Unterlaufen des Messekonzepts, also etwas Subversives. Viertens: Wohlwollende oder zumindest neutrale Journalisten um fragende Berichterstattung bitten, also Reportagen, in denen die Messeleitung gestellt wird und sich rechtfertigen muss. Fünftens: Sie beschweren sich die ganze Zeit, dass Sie den Hintern vollgekriegt haben. Sechstens: Wegbleiben.

PI-NEWS: Wird ihr Verlag jemals wieder auf der Frankfurter oder Leipziger Buchmesse zu sehen sein?

Kubitschek: Wer weiß, was in einem Jahr, in zwei, fünf, zehn Jahren ist. Vielleicht sind dann die Rahmenbedingungen »fairer«, vielleicht fällt mir etwas Pfiffiges ein, vielleicht bin ich dann gar nicht mehr Verleger. Es gibt sowieso zuviele Bücher, und Frankfurt 2017 – das war schon ein Höhepunkt.




Schützt die Verlage – Auf nach Leipzig zur Buchmesse!

Buchmessen sind so eine Sache. Einerseits: Neuigkeiten, tolle Bücher, gute Gespräche. Andererseits: Viele linksliberale „Kulturschaffende“, die nerven können. Diesmal gibt es aber einen Grund, so oder so nach Leipzig zu fahren!

Götz Kubitscheks Antaios-Verlag wird auf der Leipziger Buchmesse (15.–18. März) mit einem großem Stand vertreten sein. Mit im Gepäck hat er auch Martin Sellner, Brittany Pettibone, Martin Lichtmesz, Ellen Kositza, Caroline Sommerfeld und einen Teil der Defend-Europe-Mannschaft!

Das Verlegerpaar Kubitschek und Kositza wollen den Antaios-Stand zum belebtesten der ganzen Messe machen, während die Antifa-Extremisten bereits Gewalt androhen und unverhohlen das Ende der Meinungsfreiheit für Andersdenkende fordern.

Es gilt, gemeinsam der linken Hetze entgegenzutreten. Und das kann Spaß machen. Jedenfalls bei dem Antaios-Programm! Am Samstag geht es nämlich um 16.30 Uhr los: Kubitschek präsentiert seine Zeitschrift „Sezession“ mit weiteren Autoren. Man darf auf die neueste Ausgabe gespannt sein.

Danach – um 17 Uhr – folgt ein Höhepunkt der Messe: Martin Lichtmesz präsentiert den neuen Top-Titel „Nationalmasochismus“, an dem u. a. Michael Mannheimer, Michael Ley und Michael Klonovsky mitwirkten. Lichtmesz wird berichten, warum es nötig ist, diese herausragenden Köpfe zu versammeln, um gegen den Selbsthass anzukämpfen, der besopnders bei den „Verlagen gegen rechts“ grassiert. Wer sich schonmal vorher informieren möchte, sollte unbedingt das neue Video von Ellen Kositza ansehen:

Am Sonntag geht es hochkarätig weiter. Um 13.30 Uhr wird Ellen Kositza einen Coup präsentieren. Sie hat Camille Paglias Texte übersetzt und kommentiert – gerade heute heißt es ja zurecht: Frauen, wehrt euch!

Anschließend – um 14 Uhr – folgt das, worauf sich viele besonders freuen: Martin Sellner, Alexander Schleyer und weitere mutige Aktive der „Defend Europe“ Kampagne betreten die Bühne und stellen ihr neues Projekt vor. Spannung garantiert.

Alle vier Veranstaltungen finden auf der Leseinsel in Halle 3 statt, genau schräg gegenüber von Antaios (H601). Jeder politisch Inkorrekte ist herzlich eingeladen, auf der Messe zu zeigen, dass die linksliberale Einheitsfront konservative und freiheitliche Positionen nicht vertreiben kann.

Dazu haben Konservative die bessere Laune. Bei Antaios wird es Wein, Gebäck, gute Gespräche, kleine Aufmerksamkeiten und verschiedene Neuerscheinungen geben.

Wer nicht nach Leipzig kommt, kann Antaios trotzdem helfen, der linken Übermacht standzuhalten. Bis 31. März liefert der Verlag nämlich portofrei innerhalb Deutschlands. Jeder Cent, der Kubitschek und seinem Team zukommt, hilft, den Meinungskorridor zu vergrößern. Wie wärs zum Einstieg mit dem „Nationalmasochismus“ oder Douglas Murrays „Selbstmord Europas“?

Auch Sven Liebich aus Halle wird dieses Jahr wieder am Samstag um 16:30 Uhr und Sonntag um 13:30 Uhr zur Leipziger Buchmesse kommen und am Compact-Stand für gute Stimmung wie im letzten Jahr sorgen:

https://youtu.be/jJs-Jo_H3hI

Apropos Compact: Dort wird Akif Pirinçci sein höchst unterhaltames neues Magazin „Schnauze, jetzt rede ich“ am Sonntag um 17.30 Uhr, Leseinsel Halle 3, H504, direkt gegenüber vom Compact-Stand vorstellen.

Hinweis an unsere Leser: PI-NEWS-Leser, die zur Leipziger Buchmesse fahren und den Antaios- und Compact-Stand besuchen, werden gebeten, etwaige Protest-Aktionen der „Antifa“ und sonstiger Gegner der Meinungsfreiheit zu dokumentieren: Berichte, Fotos und Video-Links bitte an: info@pi-news.net.




Hochkarätige US-Referenten bei IfS-Kongress in Magdeburg

Was haben wir uns alle gefreut, als Donald Trump dem linksgrünen Mainstream zeigte, wo der Hammer hängt. Präsident! Gegen den Willen der Medien und des Establishments. Das war eine Ansage. Jetzt ist Zeit für Recherche und Hintergrundinfos. Woher kommt der Erfolg? Wer waren Trumps inhaltliche Wegbereiter – außer dem berühmten Steve Bannon? Und vor allem: Was folgt denn nun?

Jenseits des Internets werden diese großen Fragen nun beantwortet. In Magdeburg veranstaltet das freiheitlich-konservative Institut für Staatspolitik um Götz Kubitschek einen Kongress, für den nur 250 Karten erworben werden können.

Kubitschek selbst schreibt im Blog seiner Zeitschrift „Sezession“ über den Kongress und verkündete dort sogleich das spannende Programm. Mit dabei sind u.a. Roger Devlin, Millennial Woes und Jared Taylor aus den USA! Es sind ihre ersten Auftritte in Europa überhaupt. Weitere Referenten sind z. B. Martin Lichtmesz und Ellen Kositza. Ein hochkarätiges Line-Up!

Der Tagungsort Magdeburg eignet sich hervorragend. Dort sitzt die prozentual bisher stärkste AfD-Fraktion, es ist ausgezeichnet gelegen – ob von Berlin, Leipzig oder Hannover – und das IfS ist bekannt für Top-Veranstaltungen. Für 50 Euro (Studenten: 25 Euro) ist man bei allen Vorträgen und der Podiumsdebatte dabei, Mittagessen, alkfreie Getränke, Kaffee usw. sind dabei schon inklusive.

Die Anmeldung zum US-Kongress des IfS erfolgt über die Mail-Adresse anmeldung@staatspolitik.de oder über die im „Sezession“-Blog verlinkte PDF-Datei. Nur 250 Plätze sind zu vergeben. Daher muss man wohl schnell sein. Man sieht sich in Magdeburg!




Konnte mehr als zufrieden sein mit dem Verlauf der Buchmesse: Götz Kubitschek am Stand seines Verlags Antaios.

„Wir sind keine eingeschüchterten, verschwiemelten Problemtypen mit Mundgeruch“

Die Medien kennen zur Frankfurter Buchmesse 2017 nur ein Thema: Götz Kubitschek und der Auftritt seines neurechten Verlages Antaios. Die Direktion der Messe scheiterte kläglich an der sanftmütigen Aufstellung des rechten Lieblings der Medien. Auffällig wurden die anderen, die linken Schreihälse, die zerstörungswütigen Nachteulen. Und Kubitschek ist sich nach Frankfurt noch sicherer: „Wir ergänzen den eindimensionalen Diskurs um den fehlenden Part, wir bringen die linkslastige Wippe in die Balance.“

Alexander Wallasch (AW): Herr Kubitschek, unabhängig davon, welche Bedrohung man in Ihnen sehen mag, selbst Publikationen, die Ihnen in herzlicher Feindschaft zugetan sind, kommen aktuell nicht umhin, Ihnen und Ihrem Verlag einen großen Erfolg auf der Frankfurter Buchmesse zuzugestehen. Warum hat die Linke nur so versagt, Ihnen mal den Marsch zu blasen? Was ist da passiert? Wie haben sie diese fünf Tage erlebt?

Götz Kubitschek (GK): Wir waren auf der Messe, wurden zum Skandal, zum prägenden Messethema und zum Gegenstand einer nun endlich anlaufenden Debatte über den richtigen Umgang mit der rechtsintellektuellen Normalität in Deutschland. Wie gelang uns diese »Landnahme« auf der Buchmesse? Die humorige Antwort lautet: Wir haben unsere PR-Abteilung ausgelagert, und jeder, der uns zu laut und zu durchschaubar skandalisiert, ist Teil dieser Auslagerung, ist einer unserer unbezahlten Mitarbeiter, ob er will oder nicht. Das klappt seltsamerweise immer wieder, das hat beim Skandal um Rolf Peter Sieferles »Finis Germania« funktioniert und nun auf der Buchmesse erneut. Die weniger humorige Antwort: Hinter diesem Erfolg stehen harte Arbeit, Mut, Unbeirrbarkeit, Strategieanalyse und taktisches Geschick. Wofür halten uns die Chefs der Buchmesse und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels? Für eingeschüchterte, verschwiemelte Problemtypen mit Mundgeruch, die sich freuen, wenn man ihnen nach Feierabend ein paar nette Worte sagt? Antaios ist ein Verlag mit acht Mitarbeitern, einem glänzenden Lektorat, hervorragenden Autoren und einem Näschen für das metapolitisch zugleich Anstößige, Interessante und Notwendige.

AW: Ich weiß allerdings, dass Schüchternheit, persönliche Probleme und Mundgeruch nicht Hauptargumente gegen Sie sein können. Journalist Danijel Majic, den Sie hier zitieren („Landnahme“) beispielsweise, wirft Ihnen vor, „rechtsextrem“ zu sein. Nun hätten Sie es sich einfacher machen können, wenn sie Antaios Autoren wie Akif Pirincci und persönliche Freunde wie Björn Höcke nicht auf diese Weise in den Vordergrund Ihres Messeauftritts gestellt hätten. Wie wichtig war Ihnen der Eklat, der ja glänzend aufgegangen ist?

GK: Die grundlegende Entscheidung ist schon etwas früher gefallen, etwa um die Jahrtausendwende. Wenn Ellen Kositza und ich es uns hätten »einfacher machen« wollen, wäre sie Gymnasiallehrerin oder vielleicht bei der FAZ, und ich wäre beim Militär geblieben. So aber: Verlag Antaios und Zeitschrift Sezession, und das mit jeder Faser und aller Kraft. In der Weimarer Republik hatte der Verleger Ledig-Rowohlt eine Freude daran, Autoren aufeinandertreffen zu lassen. Er lud beispielsweise Bert Brecht und Erich Mühsam auf dieselbe Veranstaltung ein wie Ernst Jünger und Ernst v. Salomon. Er nannte das ein »Herstellen pyrotechnischer Mischungen« und hatte eine diebische Freude daran, wenn es rummste. Antaios ist nicht Rowohlt, und wir sind nicht ganz so lustig wie Ledig, aber im Chemiekasten metapolitischer PR kennen wir uns aus.

AW: Für mich ergibt sich rückblickend zu allererst das Bild eines seiner Aufgabe nicht gerecht werdenden Messedirektors Jürgen Boos gipfelnd in seinem Auftritt mit Megafon, als er sich nicht weiter zu helfen wusste und die integrierte Polizeisirene einschaltete. Versetzen Sie sich bitte einmal in seine Lage, was hätten Sie besser gemacht?

GK: Wäre nicht Boos der Boss, sondern ich, wäre unser Verlag nicht zum Thema geworden. Wir wissen, wie man uns ins Leere laufen lassen könnte und wir wissen auch, wie man ein Megaphon bedient. Letzteres kann sich Herr Boos von Martin Sellner zeigen lassen, die Verhaltens-Nuss muss er indes selber knacken. Nur ein Tipp: Manchmal reicht es aus, die Spielregeln der eigenen Messe ernstzunehmen.

Hier gehts zum kompletten Tichys Einblick-Interview mit Götz Kubitschek…