Pressemitteilung der externen Experten des Corona-Papiers - Letzte Chance für die Glaubwürdigkeit der Vierten Gewalt

Nach 2015: Das zweite Totalversagen der Mainstream-Medien

Von EUGEN PRINZ | Im Herbst 2015 wurde man noch ans Kreuz genagelt, wenn man Bedenken über die Merkelsche Grenzöffnung äußerte, die uns neben einer Million Flüchtlinge und jener, die vorgaben, welche zu sein, auch Verbrecher und Terroristen ins Land spülte. Heute bestreitet kaum jemand mehr, dass wir es damals mit einem schwerwiegenden Staatsversagen zu tun hatten.

Ein Staatsversagen, das nicht zuletzt deshalb möglich wurde, weil die Medien ihre wichtigste Aufgabe, nämlich das Regierungshandeln kritisch zu hinterfragen, nicht mehr ausübten. Neben der Kanzlerin und ihrer Regierung tragen also auch sie eine Mitschuld, an den Folgen dieser epochalen Fehlentscheidung. Einer Fehlentscheidung, deren wahres Ausmaß in den künftigen Jahren der Depression erst so richtig zum Tragen kommen wird.

Die Geschichte wiederholt sich

Jetzt, im Mai 2020, erleben wir das zweite Totalversagen der Mainstream-Medien, das – wie schon das erste – in der Zukunft zu unermesslichem Leid beitragen wird. Statt sich kritisch mit dem grob fahrlässig verordneten Shutdown von Wirtschaft und Gesellschaft auseinanderzusetzen, statt zusammen mit dem Volk die Grundrechte gegen demokratievergessene Politiker zu verteidigen, gibt man erneut den Hofberichterstatter der Kanzlerin und lässt sich zum Teil sogar noch von einem Multimilliardär mit eigener Agenda schmieren.

Ein moralischer Tiefpunkt des Handelns der Mainstream-Medien ist die Berichterstattung über den Referatsleiter KM4 (Schutz Kritischer Infrastrukturen) im Bundesinnenministerium (BMI), der kürzlich zusammen mit externen Experten, darunter renommierte Mediziner, aus einer Gewissensentscheidung heraus, ohne Auftrag das tat, was seine Aufgabe ist und für was er bezahlt wird: Er erstellte eine Schadensanalyse des Shutdowns.

Dumm nur, dass diese aufzeigte, dass allein schon die medizinischen Schäden dieser Maßnahme deren Nutzen um ein Vielfaches konterkarieren werden. Dieses Ergebnis machte den Referatsleiter automatisch zum Feind der regierenden Nomenklatura. Er wurde seines Amtes enthoben und seine Reputation in einer Pressemitteilung des Ministeriums, die inhaltlich von den Mainstream-Medien willfährig übernommen wurde, nachhaltig beschädigt.

Weiterhin nur Sprachrohr der Kanzlerin

Nach der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 haben sich die so genannten „Qualitätsmedien“ nun erneut als Sprachrohr der Kanzlerin und ihrer Regierung erwiesen. Erneut haben sie als Vierte Gewalt im Staat, deren Aufgabe es eigentlich wäre, das Regierungshandeln kritisch zu hinterfragen, versagt.

Die externen Experten des Corona-Papiers aus dem Bundesministerium des Innern sind nun ihrerseits am 12.05.2020 mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gegangen. In ihr fordern sie vom BMI Antworten auf Fragen, die uns inzwischen allen auf der Zunge brennen.

Es bleibt abzuwarten, ob und wie die „Leitmedien“ über diese Pressemitteilung berichten werden und ob sie sich die darin aufgeworfenen kritischen Fragen zu Eigen machen und selbst stellen, wie es eigentlich ihr verdammter Job ist.

Tun sie das nicht, werden sich die Bürger in den harten Zeiten, die uns bevorstehen, daran erinnern, wer mitgeholfen hat, uns diese Suppe einzubrocken. Wer sich wohlig in der Corona-Jauche gesuhlt und kräftig an der medialen Panikmache verdient hat.

Dann ist das, was die Mainstream-Medien an Auflagen- und Zuschauerschwund jetzt schon verschmerzen müssen, nur ein kleiner Vorgeschmack.

Hier die Pressemitteilung der externen Experten: 

„Mit Verwunderung nehmen wir, die an der Erstellung des besagten Corona-Papiers beratend beteiligten Ärzte und Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen, die Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern (BMI) vom 10. Mai „Mitarbeiter des BMI verbreitet Privatmeinung zum Corona-Krisenmanagement – Ausarbeitung erfolgte außerhalb der Zuständigkeit sowie ohne Auftrag und Autorisierung“ zur Kenntnis.

Das Ministerium schreibt in dieser Pressemitteilung: „Die Ausarbeitung erfolgte nach bisheriger Kenntnis auch unter Beteiligung Dritter, außerhalb des BMI.“

Wir gehen davon aus, dass mit Dritter wir, die Unterzeichnenden, gemeint sind.

Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:

Wir setzen voraus, dass das BMI ein großes Interesse daran hat, dass seine Spezialisten, denen die überaus wichtige Aufgabe anvertraut ist, krisenhafte Entwicklungen zu erkennen und durch rechtzeitiges Warnen Schaden von Deutschland abzuwenden, sowohl mit konkretem Auftrag handeln als auch in Eigeninitiative tätig werden.

Der entsprechende Mitarbeiter des BMI hat sich bei der Erstellung der Risikoanalyse zur Einschätzung der medizinischen Kollateralschäden durch die „Corona-Maßnahmen“ im Wege einer fachlichen Anfrage an uns gewandt.

Getragen von der Verantwortung, unterstützten wir den engagierten BMI Mitarbeiter bei der Prüfung dieser essentiellen Frage nach bestem Wissen und Gewissen, neben unserer eigentlichen beruflichen Tätigkeit.

Renommierte Kollegen und Kolleginnen, allesamt hervorragende Vertreter ihres Fachs,
nahmen zu konkreten Fragen auf der Basis der angefragten Expertise sachlich Stellung. Daraus resultierte eine erste umfangreiche Einschätzung der bereits eingetretenen sowie der drohenden medizinischen Schäden, einschließlich zu erwartender Todesfälle.

Der BMI Mitarbeiter hat anhand unserer Arbeit eine Einschätzung vorgenommen und das Ergebnis an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Sie finden das betreffende Dokument im Anhang dieser Pressemitteilung. Dass dies aufgrund der Kürze der Zeit nur der Anfang einer noch umfangreicheren Prüfung sein kann, steht außer Frage. Aber unsere Analyse bietet unseres Erachtens eine gute Ausgangslage für das BMI und die Innenministerien der Länder, den möglichen Nutzen der Schutzmaßnahmen gegenüber dem dadurch verursachten Schaden gut abzuwägen.

Unserer Auffassung nach müssten die adressierten Fachbeamten aufgrund dieses Papiers eine sofortige Neubewertung der Schutzmaßnahmen einleiten, für die wir ebenfalls unseren Rat anbieten. In der Pressemitteilung gibt das BMI deutlich zu erkennen, dass es diese Analyse jedoch nicht berücksichtigen wird. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass das zuständige Bundesministerium eine derart wichtige Einschätzung auf dem Boden umfassender fachlicher Expertise ignorieren möchte.

Aufgrund des Ernstes der Lage muss es darum gehen, sich mit den vorliegenden Sachargumenten auseinanderzusetzten – unabhängig von der Entstehungsgeschichte.

Deshalb fragen wir:

• Wieso hat das BMI das Ansinnen des Mitarbeiters nicht unterstützt und wieso bezieht das BMI die nun vorliegende umfangreiche Analyse auf dem Boden fachlich hochwertiger externer Expertise nicht bei seiner Einschätzung bezgl. des Verhältnisses von Nutzen und Schaden der Corona-Schutzmaßnahmen ein?

Das BMI schreibt weiter in seiner Pressemitteilung:

„Die Bundesregierung hat in Folge der Corona-Infektionsgefahren zum Schutz der Bevölkerung Maßnahmen ergriffen. Diese werden innerhalb der Bundesregierung fortlaufend abgewogen und regelmäßig mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder abgestimmt.“

Wir bitten das BMI:

• uns zeitnah mitzuteilen, wie genau diese Abwägung stattfindet. Wir bitten dies anhand von Daten, Fakten und Quellen nachzuweisen. Gerne würden wir dies mit unserer Analyse vergleichen. Angesichts der aktuell teilweise katastrophalen Patientenversorgung wären wir
beruhigt, wenn diese Analyse zu einer anderen Einschätzung führt als der unsrigen, was uns derzeit jedoch schwer vorstellbar erscheint.

Des Weiteren schreibt das BMI:

„Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist im internationalen Vergleich bislang eher niedrig. Die ergriffenen Maßnahmen wirken.“

In Übereinstimmung mit der internationalen Fachliteratur teilen wir diese Feststellung bzgl. der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen nur bedingt. Wir bitten das BMI deshalb im Sinne der Transparenz:

• die Quellen offenzulegen, nach denen es zu dieser Feststellung kommt.

Fazit:

Insgesamt haben wir auf Anfrage eines couragierten Mitarbeiters des BMI die vielfältigen und schweren unerwünschten Wirkungen der Corona-Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich aufgezeigt und diese sind gravierend. Für uns ergibt sich aus dem gesamten Vorgang der Eindruck, dass nach einer sicher schwierigen Anfangsphase der Epidemie nun die Risiken nicht im notwendigen Maß und insbesondere nicht in einer umfassenden Risikobetrachtung bedacht worden sind.

Bezüglich der Berichterstattung zu diesem Vorgang bitten wir darum, die inhaltliche Wertigkeit unserer Analyse in das Zentrum zu stellen, und über uns, in Amt und Person, der ernsten Situation angemessen zu berichten.

Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung Covid-19 verläuft für viele Menschen der bekannten Risikogruppen schwerwiegend. Wie für jede schwere Infektionserkrankung gilt es, für die Patienten die beste Behandlung zu finden und Infektionswege zu unterbinden.

Aber therapeutische und präventive Maßnahmen dürfen niemals schädlicher sein als die Erkrankung selbst. Ziel muss es sein, die Risikogruppen zu schützen, ohne die medizinische Versorgung und die Gesundheit der Gesamtbevölkerung zu gefährden, so wie es gerade leider geschieht.

Wir in Wissenschaft und Praxis sowie sehr viele Kolleginnen und Kollegen erleben täglich die Folgeschäden der Corona-Schutzmaßnahmen an unseren Patienten. Wir fordern deshalb das Bundesministerium des Innern auf, zu unserer Pressemitteilung Stellung zu nehmen und hoffen auf eine sachdienliche Diskussion, die hinsichtlich der Maßnahmen zur bestmöglichen Lösung für die gesamte Bevölkerung führt.

Gezeichnet:

  1. Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Universitätsprofessor für Medizinische Mikrobiologie (im Ruhestand), Universität Mainz
  2. Dr. med. Gunter Frank, Arzt für Allgemeinmedizin, Mitglied der ständigen Leitlinienkommission der Deutschen Gesellschaft für Familienmedizin und Allgemeinmedizin (DEGAM), Heidelberg
  3. Prof. Dr. phil. Dr. rer. pol. Dipl.-Soz. Dr. Gunnar Heinsohn, Emeritus der Sozialwissenschaften der Universität Bremen
  4. Prof. Dr. Stefan W. Hockertz, tpi consult GmbH, ehem. Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie am Universitätskrankenhaus Eppendorf
  5. Prof. Dr. Karina Reiß, Department of Dermatology and Allergology University Hospital Schleswig-Holstein
  6. Prof. Dr. Peter Schirmacher, Professor der Pathologie, Heidelberg, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  7. Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Stellv. Curriculumsdirektor der Medizinischen Universität Wien Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Vorsitzender des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM)
  8. Dr. med. Til Uebel, Niedergelassener Hausarzt, Facharzt für Allgemeinmedizin,
    Diabetologie, Notfallmedizin, Lehrarzt des Institutes für Allgemeinmedizin der Universität Würzburg, akademische Lehrpraxis der Universität Heidelberg
  9. Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Prof. Med. Universität Poznan, Abt. Pädiatrische
    Gastroenterologie, Gastprof. Universität Witten-Herdecke, Abt. Psychologie“

Eugen Prinz auf dem FreieMedien-Kongress in Berlin.
Eugen Prinz auf dem Freie
Medien-Kongress in Berlin.

Eugen Prinz kommt aus Bayern. Der bürgerlich-konservative Fachbuchautor und Journalist schreibt seit Herbst 2017 unter diesem Pseudonym für PI-NEWS und den Blog zuwanderung.net. Dem politischen Journalismus widmet er sich, entsetzt über die chaotische Massenzuwanderung, seit 2015.
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Bodo Ramelow: Salonkommunist statt biederer Landesvater

Von TORSTEN GROß | Nach dem erzwungenen Rücktritt des mit den Stimmen der AfD gewählten FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen stellen sich nun folgende Fragen: Wie geht es weiter? Und: Wie tickt Bodo Ramelow wirklich?

Obwohl das nicht-linke Lager aus CDU, FDP und AfD im Thüringer Landtag eine Mehrheit hat, die ausreichen würde, um einen eigenen Kandidaten ins höchste Amt des Landes zu wählen und die Regierung zu stellen, wird es einen solchen Wahlvorschlag nicht geben. Denn nach dem politischen Erdbeben, das die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten mit Hilfe der AfD ausgelöst hat, müssen Union und Liberale im Landtag jede Annäherung an die Höcke-Fraktion vermeiden, um nicht erneut ins politische Fadenkreuz zu geraten. Damit läuft alles auf den Linken-Politiker Bodo Ramelow als neuen Landeschef hinaus, der von Linkspartei, SPD und Grünen gestützt wird.

Weil Rot-Rot-Grün aber nur 42 der insgesamt 90 Abgeordneten stellt, braucht Ramelow Stimmen aus anderen Fraktionen. Doch die Bundesspitzen von CDU und FDP lehnen das ab: Die Union fühlt sich an ihren Parteitagsbeschluss vom Dezember 2018 gebunden, der Koalitionen oder ähnliche Formen der Zusammenarbeit eben nicht nur mit der AfD, sondern auch mit den SED-Erben verbietet. Und die FDP hält Ramelow »nicht für einen geeigneten Kandidaten, um das Land zu beruhigen«, so Parteichef Christian Lindner, der stattdessen eine »unabhängige Persönlichkeit« für das Amt des Ministerpräsidenten fordert. Das freilich haben Linke, SPD und Grüne bereits abgelehnt. Ohne entsprechende Zusagen von CDU und FDP dürfte Ramelow aber nicht zur Wahl antreten, weil er sonst Gefahr liefe, mit den Stimmen der AfD gewählt zu werden, wie es der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland seinen Parteikollegen in Thüringen öffentlich vorgeschlagen hat.

Ob sich tatsächlich jeder Parlamentarier von Union und FDP im thüringischen Landtag an die Vorgabe seiner Bundespartei halten und Ramelow seine Stimme verweigern wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Schließlich üben Abgeordnete ein freies Mandat aus, das nicht nur im Grundgesetz, sondern auch in der Landesverfassung des Freistaates Thüringen garantiert ist. Sie sind deshalb nur ihrem Gewissen unterworfen und nicht an Weisungen gebunden – eine Tatsache, die von manchem Spitzenpolitiker im fernen Berlin in diesen turbulenten Zeiten gerne übersehen wird.

Sollte es zu keiner Einigung der Thüringer Landtagsfraktionen kommen, bliebe der letzte Woche gewählte FDP-Mann Thomas Kemmerich trotz seines mittlerweile erfolgten Rücktritts bis zu Neuwahlen geschäftsführend im Amt. In diesem Fall dürfte das Parlament seine Auflösung beschließen, um den Weg für vorzeitige Neuwahlen frei zu machen, was nach Art. 50 Abs. 2 Nr. 1 der thüringischen Landesverfassung mit Zweidrittelmehrheit möglich ist. Da die Altparteien über knapp 76 Prozent der Sitze im Landtag verfügen, ist die Zustimmung der AfD zu diesem Schritt nicht erforderlich.

Doch auch für den unwahrscheinlichen Fall, dass Bodo Ramelow mit wessen Stimmen auch immer noch in der laufenden Legislaturperiode zum Ministerpräsidenten gewählt wird, dürfte es Neuwahlen geben. Das zumindest hat Ramelow in einem Interview mit der BILD-Zeitung zugesagt. Der Urnengang solle nach den Sommerferien stattfinden, so der Politiker. Bei dieser Variante würde Ramelow einen Vertrauensantrag im Parlament stellen, der nach Ablehnung und ohne die Wahl eines anderen Kandidaten binnen drei Wochen automatisch zu Neuwahlen führen würde. So sieht es Art. 50 Abs. 2 Nr. 2 der Landesverfassung vor.

Egal wie man es juristisch dreht und wendet, es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass die Thüringer Bürger in den nächsten Monaten erneut an die Wahlurne gerufen werden. Sollte es dazu kommen, dann haben die linken Parteien gute Chancen, wieder die Mehrheit der Sitze im Landtag zu gewinnen, die ihnen bei der Wahl im vergangenen Herbst abhanden gekommen war. Das zumindest legt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa nahe, die im Auftrag der TV-Sender RTL und n-tv durchgeführt wurde. Danach würde vor allem DIE LINKE vom Erfurter »Wahl-Eklat« profitieren und mit einem Stimmenzuwachs von 6 Prozent auf dann 37 Prozent stark in der Wählergunst gewinnen. Auch SPD und Grüne könnten zulegen, wenn auch nur leicht.

Insgesamt käme der linke Block auf eine komfortable Mehrheit von 54 Prozent. Der große Verlierer wäre laut Forsa die CDU mit einem Verlust von 10 Prozentpunkten.

Die FDP käme auf nur noch 4 Prozent und wäre nicht mehr im Thüringer Landtag vertreten. Die AfD bliebe relativ stabil bei 24 Prozent, eine Prognose, hinter die man durchaus ein Fragezeichen setzen kann, denn für seinen parlamentarischen Schachzug bei der Wahl des Ministerpräsidenten hat AfD-Fraktionschef Höcke viel Applaus an der Basis erhalten und seine Partei als schlagkräftige Oppositionskraft profiliert.

Eine weitere, aktuelle Erhebung von infratest dimap im Auftrag des MDR kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie Forsa. DIE LINKE erreicht hier sogar auf 39 Prozent der Wählerstimmen.

Auch wenn bis zur Neuwahl in Thüringen noch einige Zeit ins Land gehen wird und sich die Wählerstimmung bis dahin ändern kann, spricht doch einiges dafür, dass Dunkelrot-Rot-Grün eine regierungsfähige Mehrheit zustandebringen und Bodo Ramelow aus eigener Kraft erneut zum Ministerpräsidenten des Freistaates wählen kann. Das Ergebnis der »Operation Unverzeihlich« von Kanzlerin Merkel und der Intervention von FDP-Parteichef Lindner wird also sein, dass der demokratisch gewählte bürgerliche Politiker Thomas Kemmerich aus dem höchsten Staatsamt Thüringens fliegt und an seine Stelle der linke Bodo Ramelow tritt – und zwar völlig gleichgültig, ob Abgeordnete von CDU und FDP im Parlament für Ramelow votieren oder ob es nach erneuten Wahlen eine dunkelrot-rot-grüne Mehrheit geben wird. Das von der CDU-Führung in den letzten Tagen gebetsmühlenhaft wiederholte Versprechen, dass kein Unionsabgeordneter im Thüringer Landtag für die Wahl Ramelows stimmen werde, ist pure Augenwischerei, die in erster Linie dem Zweck dient, bürgerliche Wähler zu besänftigen.

Für SPD und Grüne sowie die meisten Mainstream-Medien wäre die Wahl von Bodo Ramelow dagegen kein Beinbruch. Der gebürtige Niedersachse wird von willigen Journalisten schon seit längerem zum »gütigen Landesvater« und »netten Sozialisten von nebenan« hochstilisiert. Diese Verklärung dürfte ein wesentlicher Grund für die hohe Popularität sein, die Ramelow in der thüringischen Bevölkerung Umfragen zufolge genießt. Aber stimmt dieses Bild?

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Ramelow Mitglied der Partei DIE LINKE ist, die in Teilen nach wie vor vom Verfassungsschutz beobachtet wird – eine Tatsache, die in der Presseberichterstattung gerne unter den Teppich gekehrt wird. Im Fokus des Inlands-Geheimdienstes stehen dabei ausweislich des aktuellen Verfassungsschutzberichts unter anderem die Kommunistische Plattform, die Sozialistische Linke, die Arbeitsgemeinschaft Cuba SI und das Marxistische Forum. Diese und weitere Zusammenschlüsse werden zu den extremistischen Strukturen innerhalb der Linkspartei gerechnet.

In ihrem Grundsatzprogramm betont DIE LINKE ihre Verbindung zu »Positionen und Traditionen aus der sozialistischen, sozialdemokratischen und kommunistischen Arbeiterbewegung«. Nach Auffassung der Partei ist Deutschland eine »Klassengesellschaft«, die es zu überwinden gilt. Damit wird der »Klassenkampf« propagiert, auch wenn man den Begriff als solchen vermeidet. Folgerichtig wird die »grundlegende Umgestaltung der Gesellschaft« und damit de facto die Abschaffung der »kapitalistischen«, sprich marktwirtschaftlichen Ordnung gefordert, was insbesondere durch die Vergesellschaftung großer Teile der Wirtschaft erreicht werden soll. Die Linken wollen eine »Demokratisierung aller Lebensbereiche«, was stark an die kommunistischen Arbeiter- und Soldatenräte (russisch »Sowjets«) erinnert und eine Einschränkung des im Grundgesetz festgeschriebenen Parlamentarismus zur Folge hätte. Gleichzeitig soll die Meinungsvielfalt eingeschränkt werden, was im Grundsatzprogramm der Partei als »demokratische Kontrolle« der Medien verklausuliert wird. Dahinter steckt das Konzept des »demokratischen Sozialismus«, ein Gesellschaftssystem, in dem nur Ansichten und Äußerungen zulässig sind, die den Sozialismus als politisch-ideologische Geschäftsgrundlage nicht in Frage stellen. Die DDR lässt grüßen!

Apropos DDR: Der totalitäre SED-Staat, der seinen Bewohnern fundamentale Freiheits- und Menschenrechte vorenthielt, Regimekritiker verfolgte und »Republikflüchtlinge« an der Grenze brutal ermordete, wird von der Linkspartei bis heute verharmlost und relativiert. In alter SED-Propagandamanier werden vor allem die angeblichen Vorzüge der DDR wie die »weitgehende Überwindung der Armut«, das »umfassende soziale Sicherungssystem« sowie ein »hohes Maß an sozialer Chancengleichheit« über den grünen Klee gelobt. Getreu dem Motto: »Es war ja nicht alles schlecht« – eine Phrase, mit der auch ewiggestrige Rechte die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus schönzureden versuchen.

Für die meisten Bürger der ehemaligen DDR muss diese Lobhudelei wie blanker Hohn klingen!

Dass die Linkspartei so eifrig bemüht ist, die Untaten des SED-Regimes zu beschönigen, hat einen Grund: DIE LINKE ist nämlich nicht die »Nachfolgepartei« der SED, wie sie in den Medien bereits formal unzutreffend tituliert wird, sondern deren Fortsetzungspartei!

Denn die SED ist nie aufgelöst worden, sondern wurde nur umbenannt, und das mehrfach!

Zwar wurde über die Auflösung der SED auf dem Parteitag von 1989 heftig debattiert. Doch am Ende setzen sich die Delegierten um die Altgenossen Gregor Gysi und Hans Modrow durch, die sich vehement gegen diesen Schritt aussprachen, auch um das beträchtliche Vermögen der Partei zu retten.

Neben der SED-Vergangenheit und den programmatischen Forderungen der Linken muss sich Ramelow auch das ungeklärte Verhältnis seiner Genossen zur politischen Gewalt und den Schulterschluss mit der autonomen Antifa zurechnen lassen. Doch nicht nur das. Denn Ramelow ist eben kein gemäßigter linker Pragmatiker, wie er uns von den Medien verkauft wird, sondern ein strammer Kommunist, der es allerdings versteht, seine Gesinnung hinter der Maske des bieder-bürgerlichen Landesvaters vor der breiten Öffentlichkeit zu verstecken. So widerspricht Ramelow nicht nur der Aussage, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, sondern leugnet auch die Existenz eines Schießbefehls für die DDR-Grenztruppen – eine dreiste Verhöhnung der knapp 1.400 Opfer, die beim Versuch, in den Westen zu fliehen, an der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer zumeist durch Schusswaffeneinsatz getötet wurden. Gleichzeitig fordert Ramelow eine »ehrliche Aufarbeitung« der Geschichte beider deutscher Staaten und stellt damit in perfider Weise das stalinistische SED-Regime der DDR auf eine Stufe mit einem demokratischen Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland. Dazu passt es, wenn sich Ramelow im gleichen Atemzug dafür einsetzt, das vom Bundesverfassungsgericht 1956 verfügte Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) aufzuheben und das Abzeichen der ebenfalls verbotenen westdeutschen FDJ nicht länger als ein verfassungsfeindliches Symbol einzustufen. Ramelow selbst unterhielt in den achtziger Jahren Kontakte zur Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), die als Nachfolgeorganisation der KPD gilt, weshalb der Linkenpolitiker später zeitweise vom thüringischen Verfassungsschutz beobachtet wurde.

Im Mai letzten Jahres machte sich Ramelow für eine neue deutsche Nationalhymne stark. Seine Begründung:

»Ich singe die dritte Strophe unserer Nationalhymne mit, aber ich kann das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden.«

Möglicherweise stören sich Ramelow und seine Genossen aber auch an der Passage »Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!«, die im Text vorkommt und für Kommunisten und Sozialisten jeglicher Couleur nur äußerst schwer verdaulich ist.

Dieser Bodo Ramelow ist es also, den SPD und Grünen unbedingt zum Ministerpräsidenten von Thüringen küren wollen, um dann unter seiner Führung den Freistaat in den nächsten fünf Jahren zu regieren. Einen Politiker, dessen Partei erklärtermaßen eine andere, sozialistische Republik will, deren ideologisches Vorbild nicht die freiheitlich-demokratische Bundesrepublik, sondern die totalitäre DDR ist. Gleichzeitig wird die Wahl des FDP-Politikers Kemmerich unter Beteiligung der rechtskonservativen AfD vom linken Establishment skandalisiert, sekundiert von bürgerlichen Politikern bis hin zu Bundeskanzlerin Merkel, die sich vom Koalitionspartner SPD am Nasenring durch die Manege zerren lässt. Es gibt sogar Stimmen in der CDU, die einen »pragmatischen Umgang« mit den SED-Fortsetzern fordern. Dazu rechnen Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (Spottname »Genosse Günther«), der sich bestens mit Bodo Ramelow versteht, sowie dessen Sozialministerin im schwarz-grün-gelben Kabinett, Karin Prien. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis zumindest in Ostdeutschland politische Bündnisse aus Union und Linkspartei auf der Agenda stehen.

Die Vorgänge in Thüringen haben jedem selbständig denkenden Bürger noch einmal drastisch vor Augen geführt, wie weit sich das politische Koordinatensystem in Deutschland seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren nach links verschoben hat. Sollte diese Entwicklung weitergehen, ist für die Zukunft unseres Landes das Schlimmste zu befürchten!

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(Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen).

 

 

 




Medien: Abwärtstrend setzt sich fort – teils dramatische Auflagenverluste

Von TORSTEN GROß | Der Auflagenverfall hat sich bei den meisten deutschen Tages- und Wochenzeitungen auch im 4. Quartal des abgelaufenen Jahres fortgesetzt. Das zeigen die gerade veröffentlichen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (kurz IVW).

Dramatische Verluste haben die Springer-Blätter Bild und Welt zu verzeichnen. Die Bild-Zeitung, die immer noch größte überregionale Tageszeitung in Deutschland, verlor gegenüber dem Vorjahr 10,4 Prozent und kommt jetzt nur noch eine Auflage von knapp 1,37 Millionen Exemplaren. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2017 waren es noch rund 1,79 Millionen. Just zu diesem Zeitpunkt, im Februar 2017, trat der umstrittene Julian Reichelt sein Amt als Bild-Chefredakteur an. Seitdem fährt Bild einen durchweg strammen Anti-AfD- und Anti-Russland-Kurs, was ein nicht unerheblicher Teil der Leserschaft des Boulevardblattes ganz offensichtlich nicht goutiert. Die Quittung: Fast ein Viertel weniger Verkäufe, seit Reichelt das Ruder übernommen hat. Ihre höchste Auflage erreichte Bild übrigens im 3. Quartal 1983. Damals gingen 5,54 Millionen Exemplare pro Tag über den Tresen. Doch diese Zeiten sind lange vorbei!

Noch dramatischer sieht es beim Bild-Schwesterblatt Die Welt aus, deren werktägliche Ausgabe im Vorjahresvergleich satte 12,4 Prozent verlor. Welt am Sonntag kam mit einem Verlust von »nur« 5,5 Prozent relativ glimpflich davon. Ebenso wie die Bild schreibt auch die Welt-Redaktion konsequent gegen die Meinung der eigenen Leserschaft an. Das ist zwar politisch korrekt und erfreut das Establishment, vergrätzt aber das zahlende Publikum. Hinzu kommt, dass auf Welt-Online, dem Internetportal der Zeitung, unangepasste Leserkommentare durch ein linkslastiges Moderatorenteam inflationär gelöscht und allzu unbotmäßige Nutzer gesperrt werden. Das verärgert viele Besucher der Seite und konterkariert die Gewinnung neuer Kunden für die kostenpflichtigen Angebote des Blattes.

Größter Verlierer im Segment überregionale Tageszeitung ist das Neue Deutschland. Massive 15,4 Prozent büßte das frühere SED-Zentralorgan und heutige Hausblatt der Partei Die Linke innerhalb eines Jahres ein. Offenbar sterben dem ND nach und nach die letzten DDR-Genossen weg. Der Bedeutungsverlust der Linkspartei im Osten Deutschlands, die in den letzten Jahren immer mehr Anhänger und Wähler an die AfD verloren hat, tut ein Übriges. Die Zeitung zählt jetzt nicht einmal mehr 20.000 Käufer.

Beschleunigt hat sich die bislang nur moderate Abwärtsbewegung bei der linkslastigen Süddeutschen (Spottname »Alpen Prawda«), die im 4. Quartal 2019 einen Auflagenverlust von 4,3 Prozent hinnehmen musste. Erstaunlich gut hält sich dagegen die links-alternative Tageszeitung taz aus Berlin, die politisch irgendwo zwischen Grünen und autonomer Szene angesiedelt ist. Das notorisch klamme Blatt verlor zuletzt nur 1,7 Prozent an verkaufter Auflage. Dass die taz noch immer knapp 50.000 Exemplare täglich absetzt, liegt nicht nur an einer idealistischen Leserschaft, sondern auch daran, dass Vertreter der Zeitung auffallend oft zu Diskussionsrunden im öffentlichen-rechtlichen Fernsehen eingeladen werden, was immer auch dazu beiträgt, das Publikum auf die Zeitung aufmerksam zu machen und die Leser-Blatt-Bindung zu stärken.

Stärker verloren hat auch das rechte Pendant der Zeitungslandschaft, die ebenfalls in Berlin ansässige Wochenzeitung Junge Freiheit. Deren Auflage ging um über 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Allerdings steht die JF auf mittlere Sicht sehr viel besser da als die meisten ihrer Wettbewerber.

Verkaufte die konservative Wochenzeitung 2010 noch rund 18.400 Exemplare, sind es jetzt knapp 30.000, ein Zuwachs von über 60 Prozent. Die Junge Freiheit hat in den letzten Jahren wie keine andere Publikation vom Aufstieg der AfD profitiert, aus deren Mitglieder- und Sympathisantenreservoir das Blatt zahlreiche neue Käufer und Abonnenten gewinnen konnte.

Unter den großen Tages- und Wochenzeitungen hat Die Zeit in der aktuellen IVW-Erhebung am besten abgeschnitten. Ihre verkaufte Auflage ging um gerade einmal 0,3 Prozent zurück, was vor allem dem starken Zuwachs an digitalen Abonnements zu verdanken ist. Dadurch konnte das Minus bei den Papier-Abos und im Einzelverkauf ausgeglichen werden.

Demgegenüber ging es bei den großen politischen Wochenzeitschriften – Spiegel, Stern und Focus – im letzten Quartal mit der Auflage deutlicher abwärts. Der Trend der letzten Jahre setzte sich damit fort. Besonders stark geriet das Münchener Nachrichtenmagazin Focus unter die Räder, das 15,32 Prozent verlor und jetzt nur noch eine Auflage von knapp 350.000 Exemplaren erreicht. Zum Vergleich: Im 3. Quartal 1998 – dem ersten Jahr der IVW-Zählung – waren es noch rund 817.000 Exemplare. Ein dramatischer Rückgang!

Auf Platz 2 der Verlustliste rangiert der Stern mit einem Minus von 8,5 Prozent. Erst an dritter Stelle folgt Der Spiegel mit einer um rund drei Prozent geschrumpften Auflage – und das trotz der im Dezember 2018 öffentlich gemachten und seitdem breit diskutierten Relotius-Affäre. Spiegel-Leser erdulden offenbar mehr!

Fazit: Der Niedergang der großen deutschen Printmedien hat sich auch im letzten Quartal des vergangenen Jahres fortgesetzt. Einige Titel mussten herbe Auflagenverluste hinnehmen. Besonders stark gebeutelt wurden solche Zeitungen und Zeitschriften, die früher einmal bürgerlich-konservative Positionen vertraten, dann aber – dem Zeitgeist folgend – nach links gedriftet sind.

Die Profiteure dieser Entwicklung sind vor allem die alternativen Medien im Internet, die sich dem Diktat der Political Correctness entziehen und ihren Leser Fakten und Hintergründe liefern, die von den Mainstream-Medien nicht selten unter den Teppich gekehrt werden.

Soziale Netzwerke, Blogs und Foren nehmen deshalb immer stärkeren Einfluss auf die politische Diskussion in Deutschland.

Kein Wunder, dass die etablierte Politik mit immer neuen Tricks und Initiativen versucht, die Informations- und Meinungsfreiheit im Internet einzuschränken. Doch es dürfte kaum gelingen, den Geist wieder in die Flasche zu zwingen!

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(Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen).




Alternative Medien – Der Sieg der Wortkrieger

Von EUGEN PRINZ  | Eine selbsternannte, „unabhängige, sprachkritische Jury“, hat als verlängerter Arm der linksgrünen Meinungsdiktatoren gerade wieder das „Unwort des Jahres“ „gekürt“. Und wie jedes Jahr hatte jener Begriff die besten Karten, der der Wahrheit am nächsten kommt, was allerdings folgerichtig ist, denn die Wahrheit ist ja auch ein Unding.

AND THE WINNER 2018 IS: „Anti-Abschiebe-Industrie“! Applaus, Applaus!

Wenn sich die Meinungsdiktatoren mit ihrer alljährlichen Kopfschüttelnummer nun als siegreiche „Sprachkrieger“ fühlen, liegen sie jedoch falsch. Dafür braucht es mehr, als eine Jury zur Pervertierung der Wahrheit.

Politische und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen werden heutzutage auf der medialen Ebene gewonnen oder verloren. Mittlerweile wird durch „Litigation PR“ sogar versucht, über die Medien Einfluss auf den Ausgang von Gerichtsverfahren zu nehmen. Es findet ein Krieg mit Worten statt, in dem Begriffe zu Waffen werden, die den eigenen Standpunkt stärken und den des Gegners schwächen.

Die Mainstream Medien (MSM) scheuen nicht einmal davor zurück, perfide Mittel aus der Psychologie anzuwenden, um Meinungsmanipulation zu betreiben, und das nicht erst seit gestern. Als die Republikaner Ende der 80er Jahre in Deutschland erstarkten, hatten sie ähnlich wie heute die AfD alle etablierten Parteien und die versammelte Medienlandschaft gegen sich. Jedes Mittel war recht, um die „Reps“, wie sie damals genannt wurden, zu diskreditieren.

Perfide Mittel zur Meinungsmanipulation

Der Autor kann sich noch an einen Zeitungsbericht erinnern, der den Rücktritt eines Kreisvorsitzenden der Republikaner zum Gegenstand hatte. Im letzten Absatz dieses Artikels stand dann noch zu lesen, dass glatzköpfige Neonazis mit Springerstiefeln einen Rollstuhlfahrer verprügelt hatten. Beide Ereignisse, der Rücktritt des Kreisvorsitzenden und die Körperverletzung an dem Rollstuhlfahrer, hatten rein gar nichts miteinander zu tun, waren aber in dem Zeitungsbericht über die Republikaner zusammengefasst. Sinn des Ganzen: Der unbedarfte Leser verbindet im Hinterkopf die Meldungen miteinander und die Republikaner werden in dessen Vorstellung zur Nazi-Schlägertruppe, die Rollstuhlfahrer verprügelt. So funktioniert manipulative Berichterstattung. Und das war kein Einzelfall, sondern hatte System.

Doch zurück in die Gegenwart. Das große mediale „Schlachtfeld“ unserer Zeit ist die Flüchtlingskrise. Mit tatkräftiger Unterstützung der gleichgeschalteten Mainstream Medien verkaufen uns die etablierten Parteien die Asylbewerber als vor Krieg und politischer Verfolgung geflohene Schutzbedürftige, die auf lange Sicht einen Gewinn für unser Land darstellen. Hingegen sehen besorgte Realisten in dem massenhaften, unkontrollierten Zustrom kulturfremder Menschen eine massive Bedrohung unserer Gesellschaft, unserer Sicherheit, unseres Wohlstandes, ja sogar unserer Existenz. Und während das Lager der Befürworter die geballte Kraft des gesamten Establishments hinter sich weiß, haben die Kritiker nur in den Alternativen Medien eine Stimme.  Die gilt es klug zu nutzen, um den professionellen Methoden  der Meinungsmanipulation durch die MSM entgegenwirken zu können.

Kampfbegriff „Flüchtling“

Und damit sind wir beim Krieg der Worte, in dem Begriffe zur Waffe werden. Zum Beispiel  „Flüchtling“ oder „Schutzsuchender“. Mit dieser Wortwahl wollen die MSM das Bild schwacher, bedrohter und verfolgter Menschen zeichnen, denen wir Schutz und Obdach zu gewähren haben. Wie wir mittlerweile leidvoll erfahren mussten, trifft das für viele, die zu uns kommen, nicht zu. Im Gegenteil,  nicht wenige dieser Menschen erweisen sich sogar als Bedrohung für unsere Sicherheit. Somit sind die für diese Klientel benutzten Begriffe wie „Flüchtlinge“ oder  „Schutzsuchende“ weitgehend unzutreffend und manipulativ.

Es gibt seitens der Alternativen Medien zwei Möglichkeiten, auf diese „Begriffslüge“ zu reagieren. Die erste besteht in der Verwendung von Ersatz-Termini, mit denen der irreführende Flüchtlingsbegriff durch Bezeichnungen wie zum Beispiel „Invasoren“,  „Merkel-Orks“ oder „Merkelgäste“ usw., ersetzt wird, um die wahre Natur jener, die das Asylrecht missbrauchen, offen zu legen.

Möglichkeit 2: Die negative Konnotation

Sehen wir uns einmal folgende Wortreihe an: Asylant, Asylbewerber, Asylsuchender, Flüchtling, Geflüchteter, Schutzsuchender, Schutzbedürftiger, Refugee.

Warum haben die Mainstream Medien im Laufe der Jahre so viele verschiedene Begriffe für ein- und den selben Personenkreis geschaffen? Ganz einfach: Weil durch eine negative Berichterstattung unter gleichzeitiger Benutzung dieser Begriffe einer nach dem anderen „verbrannt“ ist. Damit sind wir bei der zweiten Methode: Der „negativen Konnotation“.

Das Wort „Asylant“, in den 80er und 90er Jahren noch allgemein gebräuchlich, wird heute gemeinhin als abwertend empfunden. Warum? Weil die Kritiker der Asylpolitik diesen Begriff so oft in einem negativen Zusammenhang (an dem es leider nicht mangelt) verwendet haben, dass er einen üblen Beigeschmack erhalten hat. Somit musste sich das Establishment ein neues Wort suchen. Mit diesem ging dann das selbe Spiel von vorne los, bis ein Wort nach dem anderen auf diese Weise „verbraucht“ wurde. Mittlerweile wird auch das Wort „Flüchtling“ schon von weiten Teilen der Bevölkerung als äußerst negativ behaftet empfunden.

Hätten alle Autoren der Alternativen Medien ausschließlich Ausdrücke wie „Invasoren“ , „Merkel-Orks“, „Merkelgäste“  usw. benutzt, wäre die „Reinheit“ der vom Mainstream geprägten manipulativen Begriffe erhalten geblieben und wir wären heute noch beim armen, schutzbedürftigen „Asylanten“.

Eine Besonderheit ist übrigens der Ausdruck „Rapefugees“. Sehr nahe am Original, aber gleichzeitig die negative Konnotation durch intelligenten Wortwitz in sich tragend, stellt dieser Begriff, wenn man ihn wohl dosiert und richtig einsetzt das beste aus beiden Welten dar.

Alternative Medien treiben den Mainstream Journalismus vor sich her

Die lange Reihe von „Ersatzwörtern“ wurde dem Mainstream also von den Wortkriegern der Alternativen Medien aufgezwungen und dokumentiert unseren Sieg bei diesem Scharmützel.

Es ist ein gutes Gefühl, die Journalisten und Politiker des herrschenden Systems wie Tanzbären am Nasenring durch die Manege der politischen Korrektheit zu zerren.

Das ist auch der Grund, warum der Verfasser ein großer Anhänger der Taktik der „negativen Konnotation“ ist und in seinen Artikeln lieber von „Flüchtlingen“ statt von „Invasoren“, von  „Schwarzen“ statt von „Negern“ und von „Sinti und Roma“ statt von Zigeunern spricht, auch wenn Kritiker den Vorwurf erheben mögen, man lasse sich vom Mainstream die politisch korrekte Sprache aufzwingen.




Video: Wie Pro7-Galileo bei Pegida Dresden die Realität verfälscht

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Die linke Aktivistin Irmela Mensah-Schramm aus Berlin kam am 10. September zur Pegida-Demo nach Dresden und beleidigte massiv mit einem Schild, auf dem die Anfangsbuchstaben der am längsten zusammenhängend demonstrierenden Bürgerbewegung in der europäischen Geschichte mit den Attributen „Pervers, ekelhaft, giftig, irrational, dämlich, arisch-blöd“ umschrieben waren. Da sie ein Kamerateam von PRO 7 Galileo im Schlepptau hatte, führte ich ein Gespräch mit ihr. Dies hat ein Pegida-Spaziergänger mit der Kamera aufgenommen (Video oben), so dass die Realität dokumentiert ist, um sie dem linken TV-Fantasieprodukt gegenüberstellen zu können. Für den Privatsender war ein blondgefärbter Claas Relotius-Klon unterwegs, der mit linksideologischer Indoktrination die Wahrheit komplett auf den Kopf stellte.

In den 14 Minuten unseres Videos ist eindeutig zu sehen, wie ruhig und gelassen die Pegidianer auf die dreisten Beleidigungen der linksverdrehten Oma reagieren. Mit einem Füllhorn von Argumenten und stets freundlich versuchte ich, die Aktivistin und ihre Begleiterin davon zu überzeugen, worin die Gefahr durch den Islam besteht und dass ihre Anschuldigungen gegen Pegida jeglicher Grundlage entbehren. Man merkt im Verlauf der Diskussion, dass den beiden Aktivistinnen sämtlicher Wind aus den Segeln entweicht und sie trotz ihrer linken Programmierung so langsam das Nachdenken anfangen.

Was Pro 7 Galileo aus dieser Geschichte machte, stellt selbst den schwarzen Kanal von DDR-Schnitzler in den Schatten. Eine übelste Verdrehung der Realität, die mit den perfidesten Propagandamethoden arbeitet. Wenn man selber vor Ort war, kommt man sich vor wie im falschen Film.

So werden die TV-Zuschauer per Gehirnwäsche hinters Licht geführt und ihnen eine vermeintlich gefährliche „rechtsextreme“ Szene vorgegaukelt. Damit soll dann wohl auch als Zweiteffekt den Schlafschafen die Aufstockung der Verfassungsschutz-Mitarbeiter in diesem Bereich um 50% begründet werden. Wohlgemerkt: Die Gefahr kommt für diese Linksgestörten nicht in erster Linie von den Islamfaschisten, die unsere Weihnachtsmärkte in die Luft sprengen wollen, weswegen wir alle zubetonieren müssen, oder den Linksextremisten, die permanent auf Polizisten und friedliche patriotische Demokraten einprügeln, nein, die Gefahr steht „rechts“.

Auch in dieser Pro 7-Reportage wird eine regelrechte Matrix aufgebaut, die mit der Wirklichkeit rein gar nichts mehr zu tun hat, sondern nur mit der verqueren Phantasie der bornierten Redakteure, in deren Hirnen die hakenkreuzbeflaggten Heerscharen bereits auf den Reichstag zumarschieren, um den Sturz der von ihnen geliebten Merkel-Regierung zu vollziehen. Und der Impuls hierzu geht natürlich vom Neumarkt in Dresden aus, wo sich die hochaggressiven Sturmtruppen versammeln.

Einleitend bereitet die Pro 7-Kommentarstimme den dadurch auf Mitgefühl getrimmten Zuschauer darauf vor, dass bei dem Besuch bei Pegida vor der Frauenkirche akute Gefahr droht:

„Auf Gegendemonstranten reagieren die auch mal aggressiv. Unser Team ist angespannt“

Die mutige Oma sagt kurz vor ihrem quasi lebensgefährlichen Einsatz:

„Dass ich keine Angst habe, sage ich nicht. Ich unterdrücke sie, ich zeige sie nicht“

Polizeibusse werden eingeblendet, so als ob die nicht wegen den gewaltbereiten linksextremistischen Gegendemonstranten, sondern wegen den total friedlichen Pegida-Spaziergängern da wären. Dazu der sorgentriefende Text:

„Für uns hat Irmelas Sicherheit oberste Priorität. Da sind wir froh, dass wenigstens vereinzelt Mitstreiter auftauchen“

Die Gefahr spitzt sich zu:

„Nach wenigen Minuten ist die Rulebreakerin von Demonstranten umringt. Sie versuchen das Plakat zu überdecken, fassen die ältere Dame aber nicht an“

An dieser Stelle ist zu sehen, wie ich mit einer Armbewegung meine Argumentation unterfüttere, was aber in dem Textzusammenhang so wirkt, als ob ich andeutungsweise zuschlagen würde. Erbärmlich. Die absolut ruhige und sachliche Diskussion wird völlig anderes dargestellt:

„Mittlerweile kocht die Stimmung“

Als ob gleich die Exekution der wackeren Kämpferin gegen Rechts durch zornige Neonazis bevorstünde. Alarmstufe rot:

„Weit und breit sind keine Mitstreiter zu sehen“

Dafür ein Schwenk über die zähnefletschenden Nazimonster total friedlichen Pegidianer, die aber in der Pro 7-Darstellung offensichtlich schon fast lynchbereit sind.

„Doch Irmela lässt sich nicht einschüchtern“

Sie selber schwindelt im Sinne des Kamerateams wie Baron Münchhausen:

„Die Stimmung war sehr aggressiv, weil die von allen Seiten auf mich eingeredet haben. Ich bin geschockt, ich bin angewidert.“

Hier die Meisterleistung linksgestörter Propaganda. Der Teil der Jubel-Reportage über die „Oma gegen Rechts“, der ihren Besuch in Dresden zeigt, beginnt ab Minute 6:15:

Claas Relotius vom Spiegel ist beileibe kein Einzelfall. Über 60% der deutschen Journalisten ticken rotgrün und lassen ihre politische Überzeugung mehr oder weniger intensiv in ihre Berichterstattungen einfließen.

Dieses linksideologische Machwerk wurde von der Produktionsfirma „Studio 71“ aus Berlin für die Pro 7-Sendung „Galileo“ hergestellt. Deren Impressum:

Studio71 GmbH
Rungestraße 22-24
10179 Berlin

Fon: +49 (0)30 319 8808 5800
Fax: +49 (0)30 319 8808 95800
E-mail: info@studio71.com

Kontakt zur Zuschauerredaktion von Pro 7, um die Sendeverantwortlichen darauf hinzuweisen, was ihnen für haarsträubende Lügengeschichten angeliefert werden:

» zuschauerservice@prosieben.de


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger
PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Islamkritik muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: CZ5406000000000216176056, BIC: AGBACZPP. Oder bei Patreon.