Moschee-Gegner wehren sich gegen Diffamierung

Zehn Mitglieder der Initiative Pankow-Heinersdorfer Bürger gegen den geplanten Moscheebau haben wegen der gegen sie laufenden Rufmord-Kampagne Anzeige gegen mehrere Politiker erstattet, unter anderem gegen die Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei/PDS, Foto), den Pankower Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) und die Heinersdorfer SPD-Abgeordnete Christa Müller.

Knake-Werner hatte der Bürgerinitiative „islamfeindliche Hetze“ unterstellt, sie in einem Atemzug mit der NPD genannt und suggeriert, dass sie für den Brandanschlag auf den LKW verantwortlich sei.

Die „Initiative Pankow-Heinersdorfer Bürger“ werfe der Senatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei/PDS) vor, sie habe Mitglieder der Initiative im Zusammenhang mit einem Brandanschlag verleumdet und herabgewürdigt, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. Der Brandanschlag hatte sich vor zwei Wochen auf der Baustelle für eine Moschee im Pankower Ortsteil Heinersdorf ereignet.Angezeigt wurden der Zeitung zufolge auch der Pankower Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) und die Heinersdorfer SPD-Abgeordnete Christa Müller. „Es gibt im Zusammenhang mit dem Brandanschlag ungeheuerliche Vorverurteilungen“, sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Joachim Swietlik dem Blatt.

Auf dem künftigen Gelände der Moschee an der Heinersdorfer Tiniusstraße hatte ein Baufahrzeug gebrannt. Die Polizei geht von vorsätzlich gelegtem Feuer aus, der Staatsschutz ermittelt. Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner sagte am Tag nach dem Feuer: „Der feige Brandanschlag ist ein Höhepunkt der islamfeindlichen Hetze der ‚Bürgerinitiative gegen den Moscheebau‘ und der NPD.“

Wir hoffen, dass die Anzeige der üblen Hetze von Linken und sogenannter bürgerlicher Parteien gegen die Bürgerinitiative endlich ein Ende bereiten wird. Das hatte man allerdings nach der peinlichen Pleite der Bundestag-Vizepräsidentin, Petra Pau von der PDS/Die Linke schon einmal gehofft.

(Spürnasen: Mirko V., Hojojutsu und spital8kat)




Hubertus Knabe gegen das Vergessen der DDR-Diktatur

In Deutschland hat es im letzten Jahrhundert zwei Diktaturen gegeben, die der Nazis und die der Kommunisten. Erinnert werden wir permanent an die erstere – das ist gut so. Gewalt von rechts, das Erstarken der Neonazis in Landesparlamenten im Osten, die gutbürgerliche Fassade der NPD bei Familienveranstaltungen und Hilfsangeboten, ebenfalls vorwiegend im Osten usw. Leider allerdings sind Medien und Politik auf dem linken Auge blind.

Es wird als demokratischer Prozess akzeptiert, dass die PDS als unmittelbare Nachfolgepartei der verbrecherischen SED wieder an den Schalthebeln und Fresstöpfen der Macht sitzt und Vertreter dieser Partei sich großmäulig vor Kameras stellen und obstruse und populistische Forderungen stellen können. Die Partei, die das Verbiegen von Millionen von Lebensläufen, tausende Mauertote und zehntausende politische Gefangene (zum Beispiel für Straftaten wie „ungesetzliche Verbindungsaufnahme zu einer feindlichen Macht mit der Intention, den Interessen der DDR zu schaden – § 219 StGB DDR” oder Republikflucht!) zu verantworten hat, wird von der SPD als Steigbügelhalter benutzt und ihre Kritiker werden beschimpft und verleumdet. Einer der Leute, die sich nicht den Mund verbieten lassen, ist Hubertus Knabe. Der Direktor der Gedenkstätte im ehemaligen Stasigefängnis in Berlin-Hohenschönhausen schreibt in der Welt:

Statt die Diktaturpartei – wie in Rußland – zu verbieten, beließ man ihr sogar große Teile ihres Vermögens. Statt ihre Geheimpolizei – wie nach 1945 – zur verbrecherischen Organisation zu erklären, sitzen deren Zuträger heute im Bundestag.

Der Entschluß, den Großteil der DDR-Funktionärsschicht unbestraft zu lassen, führte nicht – wie erhofft – zur Versöhnung, sondern zu einer trotzigen Jetzt-erst-recht-Haltung der ehemaligen Unterdrücker. In dem Maße, wie die dreimal umbenannte SED politisch hoffähig wurde, gewannen auch die Stasi-Mitarbeiter das Gefühl, daß sie sich nicht mehr zu verstecken brauchten.

Mindestens ebenso schwer wie die politische Nachsicht wirkt sich die juristische Sanftmut aus, mit der der Rechtsstaat auf das SED-Unrecht reagierte. Von den 91 000 Mitarbeitern des DDR-Staatssicherheitsdienstes mußte nicht einmal ein Dutzend ins Gefängnis – für Mielkes Offiziere heute ein Beweis, daß sie sich nichts zuschulden kommen ließen. Statt sie zu bestrafen, und wenn auch nur pro forma, bescherte das Bundesverfassungsgericht aus einem falsch verstandenen Gleichheitspostulat den DDR-Funktionären sogar immer neue Rentenanhebungen. Während die Stasi-Opfer seit Jahren auf eine angemessene Pension warten, zahlen allein die neuen Länder jährlich rund 3,5 Milliarden Euro für die von der SED geschaffenen Sonderversorgungssysteme der Privilegierten. In Kürze wird der Deutsche Bundestag auch noch die „Dienstbeschädigungen“ früherer Stasi-Mitarbeiter bei der Rentenberechnung anerkennen.

Über Hubertus Knabes neuestes Buch: „Die Täter sind unter uns – Über das Schönreden der SED-Diktatur“ schreibt der Tagesspiegel :

Knabes Buch ist eine Abrechnung mit den einstigen Tätern und ihren geschichtsrevisionistischen Selbsterklärungsversuchen. Es ist eine Analyse über das Fortleben eines Apparates, in dem sich tschekistische Taktik mit juristischem Sachverstand, Kommunismusgläubigkeit mit störrischer „Es war nicht alles schlecht“ -Ahnungslosigkeit paaren. Einblicke in das Innenleben der „Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung“, der Leute wie Egon Krenz oder Mielke- Stellvertreter Wolfgang Schwanitz angehören, oder der „Initiativgemeinschaft zum Schutz der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR“, die 24 000 Mitglieder hat, zeigen, dass diese Gruppen nicht nur Wärmestuben für Ehemalige sind. Vielmehr agieren sie als Kampfgemeinschaften gegen vermeintliche gesellschaftliche Ächtung und Agitationszentren in Sachen nachträglicher Reinwaschung. Die Opfer werden verhöhnt, die Haftanstalten als Orte mit Pool und Bibliothek geschildert, die Schüsse an der Mauer als Notwehrakte gerechtfertigt. Und: Sie erzwangen 15 000 Verfahren gegen Rentenbescheide und 15 Verfassungsbeschwerden gegen Rentenkappungen. „Sie haben den Kampf gewonnen“, resümiert Knabe bitter. Heute noch seien 700 Ex-Stasileute als Anwälte tätig.

Knabe geht noch weiter: Es artikuliert das Unbehagen gegenüber einem Rechtsstaat, der bei der juristischen Aufarbeitung des DDR-Unrechts versagt habe. Einen Grund dafür sieht Knabe im Einigungsvertrag: Er habe versäumt, Grundlagen für die Bestrafung der Täter zu formulieren. Die Festlegung, dass SED-Unrecht nach DDR-Recht bestraft werden müsse, hält Knabe für eine „Absurdität“.

Das Resümee ist ernüchternd: Trotz 42 000 politisch motivierter Straftaten allein nach dem Mauerbau seien nur 19 Täter ins Gefängnis gewandert. Sie alle sind mittlerweile wieder frei. Zwar sei ursprünglich gegen 100 000 Personen ermittelt worden. Doch nur in einem Prozent der Fälle sei es zur Anklage gekommen. Da werde zweierlei Recht angewendet, sagt Knabe: Die politischen Häftlinge wurden rehabilitiert, die für das Unrecht Verantwortlichen aber nicht bestraft. Und: Die Benachteiligungen bei den Opfern wirkten fort, während die Täter nicht zur Verantwortung gezogen würden. Mit Blick auf ihre soziale Lage und ihre mageren Renten würden heute viele der ehemaligen Oppositionellen sagen: Der Widerstand hat sich nicht gelohnt. Da steht hinten einer im Publikum auf und sagt: „Ich war auch in Haft und muss meine Rente zusammenhalten. Wichtiger aber ist mir, dass ich meinen Kindern und Enkeln entgegentreten kann, ohne rot zu werden.“

(Spürnase: Florian G).




Berliner Politiker Hand in Hand mit Antifa

antifa.jpgEs kommt, wie es kommen musste. Vor drei Tagen wurde – wie berichtet – auf der Baustelle der geplanten Moschee in Berlin Pankow-Heinersdorf ein LKW angezündet. Der Staatsschutz ermittelt, man sucht nach den gewünschten Spuren eines rechtsradikalen Hintergrundes. Und wie erwartet gerät die Heinersdorfer Bürgerinitiative gegen den Moscheebau (ipahb e.V.) in ein Spinnennetz von Diffamierungen und Verdächtigungen.

Es beginnt damit, dass von Anfang an in Medien-Artikeln zu dem Anschlag die (sich ausschließlich mit rechtsstaatlichen Mitteln wehrende) ipahb ständig erwähnt wurde. Moscheegegner – aha – Brandstifter. Dazu fließt dann regelmäßig ganz beiläufig der Hinweis ein, dass auch die NPD gegen die Moschee Stellung bezieht. So wird bewusst die Verbindung vom Moscheegegner zum Rechtsradikalen hergestellt, und dem traut man grundsätzlich alles zu, auch einen Brandanschlag auf ein Auto. Und weil man offensichtlich wieder einmal nichts Greifbares findet, geht der Rufmord jetzt richtig los. Linksextremistische AntiFa-Gruppen, PDS, SPD, Grüne und FDP solidarisieren sich und betreiben die geistige Brandstiftung, die sie den besorgten Bürgern vorwerfen. Da wird gutmenschlich gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert. 150 Bessermenschen (laut Presse), höchstens 40 nach Augenzeugenberichten, erschienen bei der Demo und die AntiFa drohte ganz offen Aktionen gegen Moschee-Gegner an: „Die Schonzeit für Rassisten in Heinersdorf ist vorbei“, hieß es. Nun wissen wir, Moscheegegner = Rassist. Die guten Leute haben ja schon einmal dazu aufgerufen, Moscheegegner öffentlich kenntlich zu machen. Und die unverschämten Diffamierungen werden von Berliner Politikern noch auf die Spitze getrieben:

Mit scharfer Kritik reagierte Pankows Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) auf den Anschlag. Nach dem Scheitern des friedlichen Widerstandes werde offenbar die Schwelle zur Gewalt überschritten. „Für mich ist das der bisherige Höhepunkt des destruktiven Protestes“, so Köhne. Auch mit der bisher betriebenen „geistigen Brandstiftung“ müsse endlich Schluss sein. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sprach von einem „ziemlich erschütternden“ Vorgang, Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) von einem Höhepunkt „islamfeindlicher Hetze“. Es sei ein Anschlag auf das Zusammenleben und die kulturelle Vielfalt der Menschen, die „diese Stadt prägen und lebenswert machen“. Die Pankower PDS-Abgeordneten verlangen in einem Antrag an das Parlament, sich dem Treiben der Moschee-Gegner entschieden entgegenzustellen. Das Feuer sei mehr als ein Sachschaden. Eine monatelange Kampagne und Stimmungsmache der Bürgerinitiative und der NPD habe einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Erst in vergangenen Wochen hätte die NPD im Bezirk ihre Aktivitäten intensiviert und flächendeckend „Bürgerbriefe“ verteilt.

Alles klar? Moscheegegner sind Rechtsradikale, haben selbstverständlich den LKW angezündet und damit „islamfeindliche Hetze“ betrieben. Der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages (wie peinlich für das Land!), Petra Pau von der PDS/Die Linke, wurden ihre Diffamierungen bei Androhung einer Geldstrafe inzwischen untersagt, aber genügend andere reißen den gutmenschlichen Mund weit auf:

Pankows Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) verurteilte als einer von vielen Politikern den Brandanschlag: „Den Gegnern der Moschee wird klar, dass ihr bisheriger Weg erfolglos war. Die Form des Anschlags zu wählen, ist entsetzlich.“ Köhne wie auch die Bürgerinitiative „Heinersdorf öffne Dich“ forderten die Gegner auf, die bisher betriebene „geistige Brandstiftung“ zu beenden, die die Stimmung angeheizt und radikalisiert hat. Gleicher Meinung ist Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei): „Der feige Brandanschlag ist ein Höhepunkt der islamfeindlichen Hetze der Bürgerinitiative gegen den Moscheebau und der NPD.“

Es ist übrigens bisher noch nicht einmal sicher, dass es sich überhaupt um einen Anschlag gehandelt hat. Wir gehen aber davon aus. Die professionellsten Autoabfackler der Stadt findet man bekanntlich bei den AntiFas, die solche Anschläge beinahe täglich praktizieren. Die Mitglieder angeblich demokratischer Parteien schämen sich nicht, sich mit diesen linksradikalen Brandstiftern zu solidarisieren und mit dem diffamierenden Zeigefinger auf anständige Bürger zu zeigen, denen an der Zukunft dieses Landes etwas liegt.

» Die ipahb verurteilt den Brandanschlag auf die Baustelle der Ahmadiyya-Moschee
» icon_email.gif an Pankows Bezirksbürgermeister Matthias Köhne




Migrantengewalt: „Das Erfolgsmodell heißt Verbrechen“

Der Tagesspiegel – wieder einmal – beschäftigte sich gestern mit dem Leben und Denken der Migrantenkinder, die inzwischen 80% der Intensivtäter in Berlin stellen. Ob der Tagesspiegel um Verständnis für diese Leute werben oder zeigen wollte, dass wirklich jede Mühe vergeblich ist, wissen wir nicht, nehmen aber letzteres an. Die grundsätzlichen Einstellungen dieser Menschen sind hoffnungslos verroht und haben nichts mit unserer zivilisierten Gesellschaft gemein.

Da helfen weder Bildung noch gutmenschliche Gesprächstherapien der Gewaltversteherfraktion. Man kann sinnvollerweise nur alle abschieben, wo dies noch möglich ist, und versuchen, mit harten Gefängnisstrafen den Rest der Gesellschaft so gut es geht vor ihnen zu schützen. Und dass dies mehr als nötig ist, liest man hier:

Neukölln, Friedrichshain, Kreuzberg – das Revier der Polizeidirektion 5. Hier sitzt der Jugendbeauftragte, hier arbeiten die Zivilfahnder der Operativen Gruppe Jugendgewalt. Im Zuständigkeitsbereich dieser Direktion werden zwei Drittel aller Straftaten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund verübt. 80 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen zwölf und 18 sind hier schon mal Opfer einer Gewalttat geworden, schätzt die Polizei. Intensivtäter wie Tarek oder Arkan bringen es auf 80 Straftaten im Monat. Das „Abziehen“, sagen die Fahnder, verlagere sich hinaus in die bürgerlichen Bezirke. Ein Fahnder sagt: „Denen geht es nicht ums Geld, es geht um die Erniedrigung.“

Auf einem Tisch stapelt sich die Ausbeute eines Tages: Totschläger, Baseballschläger, Einhandmesser und eine Einkaufswagenstange samt Metallbox für den Münzeneinwurf. Die Vorbilder der Jugendlichen sind die Dauertäter aus den arabischen und türkischen Großfamilien. „Die haben einen Ruf wie Donnerhall“, sagt ein Fahnder. Mancher kleine Junge, den man in den 80er Jahren kennengelernt habe, als Bürgerkriegsflüchtling aus dem Libanon, sei heute eine große Figur im Rotlichtmilieu: bei den Autoschieberbanden oder beim Anabolikaverkauf. Die kleinen Jungs von heute wollen alle mal im Arrest landen, das gilt als Adelsschlag.

Einmal hat die Polizei beschlossen, eine Schule auf einen Vergewaltiger aus ihren Reihen aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, solche Taten würden geächtet. Doch über den Flurfunk bekamen die Schüler den Namen raus, und bald war der Verbrecher ein Held. Ein Fahnder sagt: „Da war uns klar: Das Erfolgsmodell heißt Verbrechen.“
(…)
Mangelnde Dialogfähigkeit in den Familien, das hält nicht nur die Polizei für ein grundlegendes Problem. Auch Mahmud Bakri denkt so, Palästinenser, Leiter eines Jugendklubs. 1970 flüchtete er mit seiner Familie nach Berlin. Da war er 17. Heute liegen 30 Jahre Sozialarbeit hinter ihm. Vor seinem Büro spielen Jugendliche Billard. Er kennt politische Veranstaltungen, prominent besetzt, auf denen Sozialarbeiter von Erfolgen erzählen, die es nicht gibt. Bakri regt diese Verlogenheit auf.

Aber diese Verlogenheit ist überall präsent. Damit können wir uns nämlich selbst die Schuld an allem geben und suggerieren, dass Mühe, Verständnis und Gespräche etwas nützten. Die Kommentare der Tagesspiegel-Leser zeigen, dass die Bürger die Nase voll davon haben, ständig belogen zu werden. Sie haben auch genug davon, Verständnis mit denen zu haben, die ihr Leben, ihre Gesundheit und ihr Eigentum bedrohen. Zum Beispiel S.:

Ich habe aufklärende Artikel satt. Ich lehne diese Typen nicht ab, ich hasse sie. Ich hasse ihre „Kultur“. Ich will kein drittes Reich, keine Npd, ich will keine auf die Fresse, nicht mehr die Straßenseite wechseln,keine solchen Typenin meinem Land. (…) Die Araber/Türken bekommen Verständniß, vorgefertigte Ausreden etc. Zusammenleben? Es hat mit Polen geklappt, es klappt mit Italienern, Griechen, Spaniern, Südamerikanern, Asiaten. Mit Arabern und Türken klappt es nicht. Ich kenne auch Ausnahmen, aber ich pfeife auf Ausnahmen. Ihr könnt darüber schreiben oder nicht, das ändert nichts. Es geht so seit ein paar Idioten Multikulti statt Deutschland einführen wollten. Die werden NIE sagen, daß das falsch war. Gut ist nur,daß Menschen wie ich jeden Tag mehr werden.

Oder Wolfgang Cojaniz:

Ich bin schockiert.Ich lebe seit fast dreißig Jahren in Kreuzberg und frage mich, ob das unbekümmerte Leben, das meine Frau, meine Kinder und ich bislang hatten, nicht massiv durch diese „Intensivtäter“ bedroht wird. Ich glaube, dass unser Strafrecht für diese Art von Straftäter zu milde ist. Wir sind infolge unsere Nazi-Vergangenheit zu sehr auf Milde getrimmt worden.Auf jugendliche Täter wirken harte Strafen abschreckend. Bewährungsstrafen sind lächerlich für Macho-Typen.

Marko Schöneberg:

Die Gesellschaft sollte sich fragen, welchen Wert sie darauf legt, solche Leute zu integrieren.

Sie tun nichts gutes und sind zu nichts nütze und verachten uns nur, obwohl wir ihre Sozialhilfe zahlen und sie sich dafür mit massiven Körperverletzungen bedanken.

Sie nutzen keine Möglichkeit aus Ehrgefühl und aus purer Faulheit. Andere Migranten nutzen die Möglichkeit, so schwierig sie auch sind. Die Typen haben es halt nicht nötig.

Wer braucht sie? Der Staat sollte eine regidere Einwanderungspolitik betreiben – Leute die nur Unsinn machen und uns schädigen, können gerne gehen, wo die Kultur ist, nach der sie denken Leben zu wollen.

So ist es! Wir brauchen sie nicht, und wir wollen sie nicht. Sie sollen dahin gehen, wo mit Messern und Fäusten „diskutiert“ wird und der Stärkere immer im Recht ist.

(Spürnasen: b. jellyfish und Michael)




Gutmenschen gegen Nicht-ganz-so-gut-Menschen

Das finden wir jetzt lustig. Da will jemand ein ganz politisch korrekter Guti sein und engagiert sich bei „Mut-gegen-rechte-Gewalt„. Es geht um eine Schülerin, die während ihres Schülerpraktikums „Mit offenen Augen durch Berlin“ läuft. Dabei ist sie zunächst ganz korrekt ausschließlich schockiert über die alltägliche Konfrontation mit Rechtsextremismus und Rassismus, macht aber dann auch andere Erfahrungen mit Rassismus.

Für diese Erfahrungen wird sie dann von noch besseren Gutmenschen heftig attackiert. Zunächst erfahren wir Dinge wie diese:

Denn wenn man mit offenen Augen durch die Stadt läuft, trifft man immer wieder auf Rechtsextremismus, Rassismus usw. Bei einigen Dinge muss man die Augen gar nicht allzu weit aufreißen, denn Sachen wie Naziaufmärsche, Angriffe auf Ausländer oder antifaschistisch gesinnte Jugendliche, die teilweise sogar krankenhausreif geschlagen werden oder „Sieg-Heil“ –Rufe können ja wohl nur schwer übersehen bzw. überhört werden. Bei anderen Sachen, wie zum Beispiel Schmierereien mit rechten Symboliken, NPD-Aufkleber oder Äußerungen mit rassistischen Inhalten, muss man jedoch manchmal genauer hinschauen/ -hören.

Der Autorin dieses Beitrages, selbst Berlinerin, sind die in der Hauptstadt offenbar fast täglich stattfindenden Nazi-Aufmärsche noch nicht so deutlich aufgefallen. Aber das ist nicht Thema dieses PI-Beitrages. Am Ende ihres Artikels schreibt die Praktikantin nämlich:

Jedoch wurde ich in letzter Zeit immer wieder enttäuscht, nicht nur von rechtsextremistischen, nein, sondern auch von ausländischen Jugendlichen oder Jugendlichen ausländischer Herkunft. So wurden bei mir im Umfeld Jugendliche mit großteils antifaschistischen Ansichten beraubt, bedroht oder zusammengeschlagen. Ähnliches passierte mir und einer Gruppe definitiv als antifaschistisch zu erkennenden Jugendlichen nachts in der U-Bahn. Wobei es von Seiten solcher Jugendlichen, die einen Migrationshintergrund hatten, zum Einsatz von Pfefferspray und Messern kam.

Denn wenn antifaschistisch gesinnte Jugendliche von genau den Personen angegriffen werden für dessen Wohl und Rechte sie kämpfen, steigt in mir Ärger und Frustration auf.

Leider entwickelt sich bei mir in der Umgebung (im Süden Berlins) der Trend, dass Rassismus auch von vor allem von einer Reihe Jugendlicher türkischer Herkunft ausgeht. So wurde vor kurzem eine seht gute Freundin von mir auf Grund ihrer blonden Haaren als „ deutsche Kartoffel“ bezeichnet, ihr auf dem Schulweg aufgelauert und umringt von mehreren Personen wurde ihr ins Gesicht geschlagen.

Mit sich reden ließen diese Jugendlichen nicht. Daran sieht man unter anderem mal wieder, dass Rassisten nicht allzu viel im Kopf haben. (Und kleine Anmerkung: die Kartoffel stammt aus Amerika und nicht aus Deutschland).

Unglaublich, wie kann sie solche Erlebnisse haben und dann auch noch darüber schreiben? Für Indymedia jedenfalls die Steilvorlage für den vernichtenden Beitrag „Völkische Ressentiments von links?“, und der ist so umwerfend „gut“, dass wir ihn unseren Lesern nicht vorenthalten können.

Es beginnt relativ harmlos:

Wer aufmerksam durch Berlin läuft, der wird fast täglich mit Rechtsextremismus und Rassismus konfrontiert. Dabei sind es meist alltägliche Begebenheiten, die schockieren. […]

Vollkommen richtig! Es werden zu Recht einige schockierende Beispiele thematisiert die leider nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Doch unvermittelt wird uns, zum Ende des Artikels, eine große Kelle voll trüber Suppe mit merkwürdigen Vorurteilen aufgetischt.

[…] Jedoch wurde ich in letzter Zeit immer wieder enttäuscht, nicht nur von rechtsextremistischen, nein, sondern auch von ausländischen Jugendlichen. […]

Der Leser staunt! Aha, – woher weiß die Autorin eigentlich, daß die benannten Jugendlichen „ausländisch“ waren? Hat sie deren Reisepässe kontrolliert?! (Und wie muß denn bitte ein rechtsextremistischer Jugendlicher sein, um sie NICHT zu enttäuschen?!)

Die Autorin benutzt dabei im Zusammenhang mit Menschen deren Vorfahren irgendwann mal von Anderswo in dieses Land kamen, mehr als einmal das Wort „ausländisch“. Meine eigenen Eltern kamen aus dem Iran nach Europa; ich selbst bin hier in Berlin geboren, zur Schule gegangen und groß geworden. Bin ich nun etwa ein „Ausländer“? Nein, natürlich nicht! Wie kann sich nun jemand erdreisten, Menschen sprachlich auszugrenzen nur weil deren Vorfahren nicht seit hunderten von Jahren hier Inzucht betrieben haben? Was soll diese selektive Wahrnehmungsweise, hier Ausländer, dort Inländer, eigentlich bewirken?

Aber es wird noch schlimmer:
[…] wobei es von Seiten der ausländischen Jugendlichen zum Einsatz von Pfefferspray und Messern kam […]

Natürlich! – Kein Klischee wird ausgelassen: „ausländische Jugendliche“; klar, daß da das „Messer“ nicht weit ist – fehlen eigentlich nur noch „Drogenhandel“ und „Ehrenmord“ um das völkische Konstrukt wieder mal komplett zu machen!

[…] So wurde vor kurzem eine Jugendliche auf Grund ihrer blonden Haare als „deutsche Kartoffel“ bezeichnet, ihr auf dem Schulweg aufgelauert und umringt von mehreren Personen wurde ihr ins Gesicht geschlagen. […]

Ach jaaa, das arme, unschuldige, arisch-blonde Gretchen wird vom finsteren, dunklen, schwarzbehaarten Ausländer bedrängt und gar grauselig gedemütigt! Dümmer geht’s wohl nimmer?! Hier wird nun wirklich kein rassistisches Stereotyp ausgelassen. Wenn eine Frau belästigt wird, dann ist es völlig unerheblich, welche Haarfarbe sie hat oder woher der Urgroßvater des angeblichen Täters stammte. Allein die Tat an sich darf hier für die Bewertung des Sachverhalts maßgeblich sein! Es geht nämlich nicht um „blond“ oder „ausländisch“, sondern um „MENSCH“ – und sonst nichts!

Angefangen mit den, vom Mainstream massiv rassistisch aufgeladenen, Sensationsreportagen über die Rütli-Schule und sogenannte „Serientäter“, ist es bei der Presse in Mode gekommen, so oft wie möglich über angebliche „Ausländerkriminalität“ zu berichten. Es ist mehr als auffällig, daß solche Vorkommnisse immer genau dann aus dem Hut gezaubert werden, wenn gerade wieder mal ein „undeutsch“ aussehender Mensch von Faschisten ermordet oder zum Krüppel geschlagen wurde. Die Intention ist klar! Hier soll abgelenkt werden vom immer tiefer in die Gesellschaft einsickernden Gift des Rassismus. Hier soll dem frustrierten Spießer ein Ventil für seine Unzufriedenheit und ein Sündenbock in Form des „ausländischen Kriminellen“ präsentiert werden.

Die Autorin des Artikels geht leider genau dieser Propaganda auf den Leim! Ich will ihr einmal, auch aufgrund ihres niedrigen Alters, zugute halten, daß sie nicht vorhatte, rassistische Vorurteile bewußt schüren zu wollen.

Es würde unseren zeitlichen Rahmen sprengen, jeden einzelnen Satz dieses von Verlogenheit, Hass auf alles Westlich-Europäische und Dummheit triefenden Beitrages zu kommentieren. Wer nicht mal weiß, woran man einen türkisch- oder arabischstämmigen Jugendlichen erkennt und dafür eine Passkontrolle benötigt, dem ist nicht mehr zu helfen. Es zeigt aber sehr eindrucksvoll, wie schnell man auch als Gutmensch schlecht wird, sollte man wagen, Probleme und eigenene Erfahrungen mit Migranten anzusprechen.

(Spürnase: Winni)




Geistige Allianzen zwischen Linken und Rechten

rechts_links.gifIm Semesterspiegel, der Studentenzeitung der Uni Münster, fand einer unserer Leser in der Juni-Ausgabe ’06 einen hervorragenden Artikel von Christian Hesse von der LSI Münster über die geistige Verwandtschaft zwischen Linken und Rechten. Der Beitrag beginnt so: „Die Deutschen wehren bekanntlich den Anfängen, allerdings bevorzugt den Anfängen der Vergangenheit.“

Und weiter:

Vom linken Lager bis zu den Konservativen zeigt sich eine erstaunliche ideologische Unbekümmertheit gegenüber allem, was nicht im Nazi-Look daherkommt – und wenn es noch so nah an den geistigen Fundamenten des Dritten Reiches liegt.

Im Februar plante ein relativ kleines Häufchen Neonazis einen Aufmarsch am Münsteraner Hauptbahnhof mit geplantem Zug durch das Hansaviertel. Eine fünffache Übermacht Gegendemonstranten verhinderte dies schnell, gleichzeitig protestierten Tausende, quer durch alle gesellschaftlichen Gruppen, auf verschiedenen Gegenkundgebungen. Gegenwärtig wiederholt sich das Spiel in den Münsteraner Vororten, voraussichtlich mit ähnlichem Ergebnis. Keine Frage: Protest ist angebracht und sollte in jeder Stadt selbstverständlich sein, doch kommt die öffentliche Reaktion keineswegs unerwartet. Schließlich wird der Widerstand gegen Hitler umso stärker, je länger das Dritte Reich zurück liegt, wie einst Johannes Groß sagte.
Als im April in Potsdam ein Deutscher äthiopischer Herkunft von mutmaßlichen Nazis fast totgeprügelt wurde, handelte es sich dabei sicherlich um eine grausame Tat, der politische Hintergrund ist aber inzwischen mehr als zweifelhaft. Dennoch stand der Generalbundesanwalt – und in seinem Gefolge die Presse – kurz davor den Staatsnotstand auszurufen. So ist es meistens, wenn ein Verbrechen auch nur den Hauch eines braunen Antlitzes zeigt. Vertreter aller Parteien stehen in sekundenschnelle mit Betroffenheits- und Empörungsbekundungen Gewehr bei Fuß, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit gebetsmühlenartig heruntergeleiert werden. Doch das Ganze macht immer mehr den Eindruck eines sinnentleerten Rituals. Mit einem oftmals schon chauvinistischen Anspruch behaupten die Deutschen, wie kein anderes Volk der Erde aus ihrer Geschichte gelernt zu haben. Obwohl man mit allem Nationalen nichts mehr am Hut haben will, soll die Welt weiterhin – nun auf andere Weise – am deutschen Wesen genesen. Die ehemalige Schande wird vorgeblich zur Stärke. Der politische Kompass weist das rechte und linke Lager dabei als unversöhnliche Gegensätze aus. Vom jeweiligen Standpunkt aus sind sie quasi Synonyme für Gut und Böse. Da lohnt es sich doch, einmal etwas genauer hinter die Oberfläche der ideologischen Fassaden zu schauen.
Wie sich im Weiteren zeigen wird, ist die Schnittmenge zwischen Links und Rechts nicht nur gewaltig, das Selbstverständnis beider Weltanschauungen beruht auf identischen Säulen. Der Kampf zwischen Rechts- und Linksextremisten gleicht mehr einem familieninternen Streit über die richtige Inszenierung, oder wie Henryk Broder schrieb: „Nun rekrutiert sich die organisierte deutsche Antifa ohnehin aus Leuten, die zu spät geboren wurden, um bei der SS oder SA mitmachen zu können.“ Eine nicht unwesentliche Gemeinsamkeit von Neonazis und autonomen Chaoten besteht darin, dass sie gerne äußere Faktoren oder „das System“ für eigene Unzulänglichkeiten verantwortlich machen.
Die beiden großen politischen Heilslehren des vergangenen Jahrhunderts haben die Menschheit in Unfreiheit, Krieg und Verelendung geführt und dennoch klammern sich rote wie braune Sozialisten an die gescheiterten Konzepte von Vorgestern. Als hätte man lediglich ein paar Stellschrauben falsch gestellt sagen die einen „okay, die Konzentrationslager sollte man weglassen“ oder „gut, Stalin hat ein paar Sachen nicht richtig begriffen.“ Nein, diese Konzepte sind nicht falsch ausgeführt worden, sie sind grundsätzlich falsch, ethisch verwerflich und ökonomisch zum Scheitern verurteilt.
Ein einigendes Moment der politischen Ränder mit dem gesellschaftlichen Mainstream ist in zunehmendem Maße – als aufgeklärte und objektive Kritik verpackt – die Feindseligkeit gegenüber den USA und Israel. „Deutschland hat eine besondere Verantwortung für Israel“ bekundete die Bundeskanzlerin jüngst im Zuge ihrer USA-Reise. Doch worin äußert sich diese, außer in Lippenbekenntnissen? Statt gigantomanische Mahnmale zu errichten, sollten sich Politik und Öffentlichkeit lieber bewusst machen, dass weite Teile des Nahen Ostens – angeführt von Teheran – anstreben, mit der Lösung der Judenfrage an der Stelle weiterzumachen, wo die Nazis einst gestoppt wurden. Statt hier eindeutig Stellung zu beziehen, pflegt man allerdings lieber „israelkritische“, bzw. antizionistische Ressentiments, in deren Atmosphäre es mitunter sogar unwidersprochen hingenommen wird, wenn der Staat Israel mit dem Tausendjährigen Reich auf eine Stufe gestellt und die Politik gegenüber den Palästinensern mit dem Holocaust verglichen wird. Unabhängig von der Lächerlichkeit dieser Aussagen relativieren die Rechten so gerne deutsche Schuld und linke Intellektuelle bekunden antiimperialistische Solidarität mit unterdrückten Minderheiten. Gegenüber islamistischen Selbstmordattentätern zeigt die Öffentlichkeit jedoch große Nachsicht bis Verständnis. Nach knappen Floskeln des Bedauerns (unschön, keine Lösung) räsonieren deutsche Medien gerne darüber, wie unglaublich diese Menschen von den Israelis, den Amerikanern oder dem Westen gedemütigt worden sein müssen. Gern werden in diesem Zusammenhang auch die Abrissbirnen des Kapitalismus herangezogen. Klammheimlich bewundert man dann die Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft der Mörder, die man bei uns ja gar nicht mehr kennt… Hier gehen uralte antisemitische Vorurteile mit westlichem Selbsthass eine bedrohliche Allianz ein.
Verachtung gegenüber dem American way of life gehört inzwischen zum guten Ton, auch im bürgerlichen Milieu. Die Kritik an der Bush-Regierung ist oft nur ein willkommener Vorwand, um als politisch wie kulturell hochgebildeter Europäer mal richtig über das barbarische Amerika vom Leder ziehen zu können. Diese Arroganz war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in weiten Teilen der Bevölkerung verwurzelt. Heute dient der Begriff „amerikanische Verhältnisse“ als Synonym für alles Übel, das es zu verhindern gilt. Jedes platte Klischee, das man aus political correctness über keine andere Nation aussprechen würde – gegen die USA darf man es ganz ungeniert aus dem Ärmel schütteln. Je weiter man politisch nach außen wandert, desto „fundierter“ werden die Aussagen. Egal ob in einer Burschenschaft oder bei der Antifa, überall lassen sich die selben wirren Verschwörungstheorien finden.
Rot-Grün trifft eine gewaltige Schuld an dieser Entwicklung, schließlich wurden spätestens mit dem populistischen Bundestagswahlkampf 2002 sämtliche Tore aufgestoßen: Endlich konnte der Durchschnittsbürger Ressentiments und brüchiges Halbwissen als Intellekt verkaufen.
Deutsche und europäische Besonnenheit ist hier mehr denn je geboten. Ein erster Schritt wäre die Erkenntnis, dass weder die Gefahren für die Sicherheit Deutschlands, noch die der Welt von den USA ausgehen, sondern in ganz anderen Ecken lauern.
Nicht erst seit Gerhard Schröder den totalen Frieden ausgerufen hat, lehnen wir Deutschen – auch in der aktuellen Iran-Krise – jede militärische Option ab und vergessen, dass uns einst die militärische Option von dem Schrecken der Naziherrschaft befreit hat.
Doch auch jenseits von Krieg und Frieden rufen die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen der Globalisierung die Gespenster der Vergangenheit auf den Plan. Ob Oskar Lafontaine von „Fremdarbeitern“, Franz Müntefering von „Heuschrecken“ oder Udo Voigt von der „Wirtschaft, die sich dem Volkswohl unterzuordnen hat“ räsonieren, es werden wieder die Stereotype der Nazis vom raffenden (jüdischen) und schaffenden (arischen) Kapital aufgebaut.
Sieht man von den linken oder rechten Attitüden ab, so sind die Parolen austauschbar. Die Demagogen nähren sich aus Angst, Vorurteilen und Frustration. Und so ist die Querfront aus Neonazis, Kommunisten und Islamisten auf viele gemeinsame Nenner zu bringen: antiamerikanisch, antisemitisch, antikapitalistisch, antiliberal, antimodern (Allein die vielen „antis“ zeigen die völlig fehlende Konstruktivität dieser Bewegungen). Die augenscheinlichen Differenzen sind mehr oder weniger Folklore. Wie Horst Mahler folgerichtig erklärte, hat sich seine wesentliche politische Einstellung kaum verändert: Er war sein Leben lang Antikapitalist. Nicht umsonst hat Stalin frühzeitig angeordnet, statt vom Nationalsozialismus nur noch vom Faschismus zu sprechen. Die offenkundigen Parallelen sollten verborgen bleiben und die Sozialisten im Westen übernahmen diesen Befehl gerne. Kollektivismus, Planwirtschaft, Protektionismus und eine zentralistische Monsterbürokratie sind – neben der physischen Ausmerzung Andersdenkender – rechte und linke Lieblinkskinder.
Gerade der Antisemitismus – bislang streng rechts eingeordnet – findet in linksextremen Kreisen immer mehr Rückhalt. So wurde beim letztjährigen Besuch des amerikanischen Präsidenten in Mainz von autonomer Seite „Scheißjuden“ gebrüllt, andernorts werden Israelfahnen verbrannt. Besoffene Chaoten sind da aber noch das kleinere Problem, viel dramatischer wirkt ein Blick auf die „linke Intelligenz“: „Innerhalb und außerhalb von Attac nehmen globalisierungskritische Aktivisten Israel bzw. „die Juden“ als die Verkörperung abstrakter (umhervagabundierender) Kapitalflüsse wahr – und machen sie für zunehmende soziale Verwerfungen verantwortlich.“ schrieb Martin Kloke zum Thema „Antisemitismus in der deutschen Linken“ in der Tribüne.
Faszinierend ist auch die weit verbreitete linksliberale Doppelmoral: Erstaunlich, mit welcher Gleichgültigkeit Feministinnen die Unterdrückung von Frauen in der islamischen Gesellschaft hinnehmen, auch die dortige Diskriminierung Homosexueller wird weitgehend ignoriert. An sich zwei Lieblingsthemen der Linken, doch im multi-kulturellen Umfeld werden sie entweder totgeschwiegen oder schöngeredet. Das schöne an der Gutmenschen-Affinität für fremde Kulturen ist, dass man nichts über eben diese Kulturen wissen muss – es reicht sie toll zu finden. Auch das Schicksal der Menschen in der 3. Welt findet plötzlich keine Beachtung mehr, wenn es darum geht, den europäischen Markt protektionistisch gegen Konkurrenz aus den Entwicklungsländern abzuschotten, der dort zu mehr Wohlstand führen würde, hier aber die hochsubventionierte Industrie und Landwirtschaft gefährdet.
Es bleibt festzuhalten: Den Werten und Idealen unserer Gesellschaft drohen von innen und außen nach wie vor zahlreiche Gefahren. Wären wir Deutschen in allem so gut wie in der Bekämpfung unseres rechten Phantomschmerzes, hätten wir keine Probleme mehr. Wenn aber die Extremisten aller Couleur erst einmal ihre traditionellen Differenzen zugunsten des gemeinsamen Kampfes gegen den US-Imperialismus und das internationale Finanzkapital(-judentum) zurückstellen werden – und sie sind mehr denn je willens dazu – dauert es nicht lange, bis wir die erste Querfront aus Linkspartei, NPD und Islamisten haben.
Trotz der funktionierenden antifaschistischen Reflexe lässt der Verstand zu wünschen übrig. Denn anders als viele glauben, wiederholt sich die Geschichte nie in derselben Weise, sehrwohl aber die Motive der Geschichte. Wehret dem Ende!

(Spürnase: Peter K.)




Junge Welt gegen Broder, Ulfkotte, Achgut & PI

junge_welt_logo.pngIn dem linksradikalen und somit zwangsläufig islamophilen (die Linken und die Rechten vereinen ihr totalitäres und antisemitisches Gedankengut hervorragend im Islam) Internetauftritt der Jungen Welt holt Knut Mellenthin zu einem Schlag gegen Henryk Broders auch von uns empfohlenes Buch „Hurra, wir kapitulieren“ aus. Dabei bekommen auch PI und die Achse des Guten ihr Fett ab. Der Autor macht Broder zum geistigen Tiefflieger und Rassisten, Ulfkotte zum „fragwürdigen Sensationsjournalisten“ und Sicherheitsexperten in Anführungszeichen, PI zu einem Blog, der „hemmungslose Antimoslemhetze mit blindem proisraelischen Hurra-Patriotismus verbindet“ und die Achse des Guten zu einer Website, die fragwürdige Quellen verwendet, um ihre hetzerischen Meldungen zu verbreiten. Eine amüsante Lektüre!

Hier sind ein paar Kostproben:

In Deutschland ist Broders Buch ein Bestseller. Wäre es in Ländern wie Großbritannien oder Frankreich erschienen, hätte man dort von den 167 Seiten überhaupt nicht Notiz genommen. Das Thema wird da schon seit einigen Jahren von Autoren mit erheblich größerem geistigen Tiefgang bearbeitet. Deutschland steht auch hier wieder einmal deutlich unter dem Weltniveau. (…) Die Vorstellung, daß die Moslems nach der Weltherrschaft streben, mag zwar in den Köpfen einiger Fundamentalisten vorhanden sein. Sie ist aber sehr weit von der Realität entfernt. Tatsache ist vielmehr, daß der in der NATO vereinigte Westen einen eskalierenden Angriffskrieg gegen die moslemische Welt führt. (…)

Knut Mallenthin
JW-Autor Knut Mellenthin

Henryk Broder hat für den Irak-Krieg geworben, und er fordert jetzt von den Europäern, sie müßten den USA und Israel bei der »Entwaffnung der Mullahs«, also beim geplanten Krieg gegen Iran, helfen. In diesem militärstrategischen Kontext ist sein Buch »Hurra, wir kapitulieren« ein Beitrag zur rassistischen Vorurteilsbildung gegen die Moslems und ihre Religion, den Islam. Die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus verhöhnt Broder als »feinsinnig« (S. 11), was in seinem Sprachgebrauch soviel wie »schwachsinnig und völlig überflüssig« bedeutet.

Womit Broder natürlich Recht hat, diese Unterscheidung ist etwas für Lügner oder unverbesserliche Träumer.

Wer differenziert, der kapituliert im Grunde schon, lautet die Botschaft. Broder steigert sich noch mit dem Kalauer, der Unterschied zwischen Islam und Islamismus entspreche vermutlich dem zwischen Alkohol und Alkoholismus (S. 53). Und er landet schließlich bei der von ihm offensichtlich geteilten Unterstellung, »daß der Islamismus den Islam nicht mißbrauchen, sondern ihn wörtlich nehmen könnte«

Tja, wenn man lesen kann und verstehen will, dann weiß man natürlich, dass Broder die Lage richtig einschätzt. Als nächstes wird nun – typisch – die Keule des Rechtsradikalismus geschwungen:

Nach diesem Muster reiht der Autor völlig einseitig Fallbeispiele aneinander, von denen die meisten ursächlich kaum etwas mit dem Islam zu tun haben, um seine Grundthese vom unvermeidlichen »Clash of Civilizations« zu untermauern. Den der Westen nach Ansicht Broders schon verloren hat: »Der freie Westen, der sonst bei jedem Hakenkreuz auf einer Hauswand ›Wehret den Anfängen!‹ ruft, hat gezeigt, daß er der islamischen Offensive nichts entgegenzusetzen hat.« (S. 20) Das könnte auch in einem NPD-Flugblatt stehen.

Mit genau denselben Worten hat kürzlich der Kommentarchef einer großen deutschen Zeitung die Autorin dieses Beitrages bedacht. NPD-Flugblatt scheint gerade in zu sein. Und dann kommen wir dran:

Noch am selben Tag stand die fragwürdige Meldung auf der Webseite »Politically Incorrect«, die hemmungslose Antimoslemhetze mit blindem proisraelischen Hurra-Patriotismus verbindet. Seither geistert die angebliche Geschichte aus Oberösterreich durch die einschlägigen Blogs, zusammen mit aggressiv rassistischen Kommentaren, in denen sich selbsternannte Herrenmenschen über die unterstellte Dummheit der Moslems lustig machten. Motto: selbst schuld, wenn sie nichts lernen wollen!

Dass wir uns als „Herrenmenschen“ aufspielen, weil wir unsere freiheitlichen Grundwerte gegen den Islamofaschismus verteidigen, war uns bisher nicht bewusst. Und merkwürdig, wie man uns „blindem proisraelischen Hurra-Patriotismus“ unterstellt, so sehen wir bei Herrn Mellenthien „blinden proislamischen Hurra-Patriotismus“, wobei das Wort „Patriotismus“ in diesem Zusammenhang ja völlig fehl am Platze ist.

Ulfkotte und die Achse des Guten sind übrigens kein bißchen besser als wir, alle berichten über „jeden durchgeknallten Moslem“ und bedienen sich dabei fragwürdiger Quellen. Mellenthien ist – angespornt durch die Ergebnisse der mehr als fragwürdigen Quellen „Heitmeyer-Studie“ und dem Jahresbericht der EUMC – tief besorgt darüber, dass in der EU die Islamfeindlichkeit angeblich zunimmt und hebt ausgerechnet Großbritannien als Vorbild hervor, wo in Teilen bereits die Scharia gilt.

Aber wir, Herr Mellenthin, sind nicht so scharf auf die Scharia und einen Gottesstaat wie Sie. Daher werden wir weiter vor den Gefahren des Islam warnen.

(Spürnasen: Bernd Dahlenburg und Kreuzritter)




„Ich habe mir diese Seite mal genau angeguckt …“

Einen Kommentar, den wir heute erhielten, wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten. Abgesehen von Rechtschreib- und wüsten inhaltlichen Fehlern, zeigt es doch, wie so manche die Anonymität des Internets ausnutzen und durch sie mutig werden. Ob dies nun wirklich ein gebildeter moslemischer Kulturbereicherer war, einfach nur ein Irrer oder ein irrer Moslem, der glaubt, so kurz vor Weihnachten mal richtig Dampf ablassen zu müssen, ist ziemlich egal.

Für uns sind solche Kommentare jedenfalls immer ein Ansporn, PI mit noch größerem Enthusiasmus fortzusetzen.

Hier der Kommentar (Rechtschreib- und Grammatikfehler wurden 1:1 übernommen, die Lektüre gestaltet sich daher etwas „schwierig“):

grüß euch, ihr xenophoben!!

ich habe mir diese seite mal genau angeguckt, und ich muß feststellen, dass die NPD neben ihrer offiziellen website noch weitere seiten unterhält, so wie die hier!!! Ihr seid so erbärmlich, ich kriege richtig mitleid mit euch!! denkt ihr wirklich, ihr hättet eine chance gegen den Islam, wenn ja, dann seid ihr wirklich ziemlich minerbemittelt. Anstatt euch so zu beschweren, solltet ihr den zukünftigen Herrscher von europa etwas mehr respekt zollen!! ja, der islam ist am vormarsch, und wenn erst mal europa unterworfen ist dann kümmern wir uns um das illegale zionistische gebilde in nahost namens israel. Ich höre schon die juden unter euch aufschreien. ist mir so ziemlich egal, denn der endsieg wird den moslems gehören, und das wisst ihr auch. ihr könnt den islam so oft beleidigen wie ihr wollt, trotzdem mußt ihr euch damit abfinden, dass viele von eich später enkel haben werden, die moslems sein werden, dafür sorgen schon eure frauen, die sich nur zu gerne kinder von uns moslems kriegen! UND DAS WISST IHR AUCH!! die statistik sagt 2050 wird jeder 2. europäer moslem sein, und die statistik lügt nie!! aber wenn ihr glück habt, seid ihr bis dahin tot, und mußt euch das ganze nicht ansehen!! ihr seid so lächerlich, ich guck mir eure kommentare und lache mich nur kringelig!! wisst ihr was der unterschied zwischen meinesgleichen und euresgleichen ist?? ich sage es euch: während ihr westler ein land bombardiert und zerstört (irak) bevorihr es erobert, machen wir es viel klüger; wir übernehmen das land schrittweise und langsam von innen (Deutschland), schwängern eure frauen und verpassen dann den kindern arabische namen!! so machen wir das!! wenn ihr wollt, könnt ihr uns auch einem virus vergleichen, nur findet man gegen uns keine medizin, da könnt ihr tausendmal das vaterunser runterbeten (juden können sich den kopf an der klagemauer aufschlagen, hilft trotzdem nichts)

euer lieblingsmoslem

p.s: frohe weihnachten, genießt das fest, es könnte eins der letzten sein!!

Zwei Videos zum Thema:




Peinliche Pleite für Petra Pau

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau von der PDS/Die Linke, tat das, womit man islamkritische Menschen hierzulande mundtot zu machen pflegt: Sie bezeichnete die Mitglieder der Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger e.V. (ipahb e. V.) als Nazis. Die ließen sich das nicht gefallen und erwirkten eine Unterlassungserklärung von Frau Pau.

Während der RBB – Sendung „Klipp und Klar“ am Abend des 14.11.2006 (Wiederholung am 15.11.2006) wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit mehreren Teilnehmern zum Thema: „Nazis marschieren, Politiker demonstrieren“ von Frau Petra Pau
Äußerungen getätigt, welche die Bürgerbewegung ipahb in Berlin Pankow-Heinersdorf als einen von der NPD übernommen Verein darstellen. (siehe Wortprotokoll)

Nach diesen Unverschämtheiten mit vielen „ähs“ kam nun der kleinlaute Rückzieher:

Unterlassungserklärung der Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau

Hiermit verpflichte ich, Petra Pau (MdB), Unter den Linden. 50, 11011 BerIin, mich gegenüber dem ipahb e.V., Romain- Rolland- Str. 66/68, 13089 BerIin, unabhängig davon, nachfolgend aufgeführte Äußerungen nie getätigt zu haben, folgende Äußerungen gegenüber wörtlich oder sinngemäß nicht aufzustellen:1. Der ipahb e.V., der sich gegen die Errichtung der Ahmadiyya- Moschee In Berlin Pankow­-Heinersdorf wendet, wurde von der NPD übernommen.

2. Der ipahb e.V., der sich gegen die Errichtung der Ahmadiyya- Moschee In Berlin- Pankow­-Heinersdorf wendet, habe Muslime von vornherein zu Terroristen und Kriminellen gemacht.

Ich, Petra Pau (mdB) verpflichte mich, an den ipahb e.V., für jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen die vorstehend abgegebene Unterlassungserklärung eine. Vertragssumme von 5000,00 EUR (I.W. fünftausend) zu zahlen.

Manchmal bringt es sogar doch etwas, sich zu wehren. Und peinlich, peinlich, wer in diesem Land Bundestagsvizepräsident werden kann!

» Outcut TV mit einem klasse Foto von Petra Pau: Vor Weihnachten: Pumuckl will jetzt immer brav sein!




Berlins Polizeipräsident: Rechtsextreme Gewalt hat sich verdoppelt

Gestern berichteten wir über die steigende Anzahl von gewalttätigen Übergriffen moslemischer gegen jüdische Jugendliche. Während derartige Fälle, wenn von rechtsextremen Deutschen verübt, völlig zurecht sorgfältig dokumentiert werden, werden dieselben Taten moslemischer Bürger mit Stillschweigen übergangen. Und nicht nur das, es geht sogar noch viel eleganter: Man zählt einfach alles zum Rechtsextremismus, und schon ist die eine Gefahr politisch korrekt enorm groß und die andere gar nicht vorhanden.

Gestern lasen wir auf SpOn:

Der Berliner Senat listet in seiner Studie „Gewaltsignale an Berliner Schulen 2004/2005“ unter dem Stichwort „(Rechts-) Extremismus“ 62 gemeldete Vorfälle auf, ein starker Anstieg gegenüber dem Vorjahr, in dem nur 39 Fälle gemeldet wurden. Unter der Kategorie fasst der Senat „antisemitisch, rassistisch/fremdenfeindlich, rechtsextrem, volksverhetzend oder fundamentalisch/islamistisch motivierte Äußerungen“ von Kindern und Jugendlichen zusammen.

Und heute lesen wir in der Welt unter der reißerischen Headline „Rechtsextreme Gewalt hat sich verdoppelt

Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten in Berlin hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. „2005 gab es 52 Gewaltdelikte, in diesem Jahr werden es mehr als 100 sein“, sagt der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch. Die Tendenz zu immer mehr rechtsextremen Straftaten bestehe seit 2003. „Das hängt nach meiner Überzeugung mit dem Scheitern des Verbotsverfahrens gegen die NPD im Jahr 2003 zusammen“, betonte Glietsch. „Seitdem agieren die Rechtsextremen aggressiver und hemmungsloser, weil sie sich offenbar sicher fühlen.“ Der Polizeichef sprach sich für ein Verbot der rechtsextremen NPD aus. Die Rechtsextremen handelten sehr kalkuliert, so Glietsch. „Unter den Augen der Polizei verhalten und äußern sie sich hart an der Grenze dessen, was strafbar ist.“ Rechtsextremismus könne mit polizeilichen Mitteln nicht gestoppt werden. Er habe den Eindruck, dass Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bereits die Mitte der Gesellschaft erreicht hätten.

Und schwupps ist alle antisemitische Gewalt auf den deutschen Glatzen abgeladen, Rassismus gibt es sowieso nur von europäisch (deutsch) – weiß gegen moslemisch – dunkelhäutig, umgekehrt nie. Der Deutsche lehnt sich zufrieden zurück, ruft nach mehr Programmen gegen Rechts und einem Verbot der NPD, besucht das Holocaust-Mahnmal und sagt „Nie wieder“. Die Welt kann so einfach sein …




Petra Pau verleumdet Berliner Moscheegegner

klipp_und_klar.jpgWie man Bürger, die sich gegen einen Moscheebau in ihrer Nähe aktiv zur Wehr setzen, am besten mundtot macht, zeigte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau (PDS), während der ARD/RBB-Sendung "Klipp und Klar" vom 14.11.2006 (Foto). Dort behauptete sie, dass die Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger e.V. (ipahb) von der NPD übernommen worden wäre.

Hier das Wortprotokoll der Äußerungen von Pau in der Sendung „Klipp und Klar“ zum Thema: „Nazis marschieren, Politiker demonstrieren“ des RBB am 14.11.2006 (online abrufbar, zwischen Minute 46:50 und Minute 48:32):

„So, jetzt muß ich, äh also in einem haben Sie natürlich recht äh mindestens äh genauso schlimm ist der Befund, wie viel Leute inzwischen nicht mehr an die Demokratie glauben, nicht zur Wahl gehen und dagegen hilft eigentlich nur mehr Demokratie, die Möglichkeit von Teilhabe, übrigens auch jenseits von Wahltagen alle vier oder fünf Jahre, auch die Möglichkeit, direkt über eigene Lebensbedingungen äh mit zu entscheiden, diese mit äh zu gestalten. Zweiter Punkt. Ich mache mir keine Gedanken darüber, ob die CDU nun ´n starken rechten oder linken Flügel hat, oder gerade bekommt und Sie dürfen, Sie dürfen ohne weiteres auch weiter gegen die doppelte Staatsbürgerschaft sein. Die Frage, die Frage ist doch, wie führe ich diese Debatte und diese Auseinandersetzung. Äh gebe ich den Menschen die Möglichkeit zum Beispiel über eine Unterschriftenkampagne auf den Marktplatz zu gehen und die Frage zu stellen, wo kann ich hier gegen Ausländer unterschreiben oder aber führe ich äh diesen Diskurs auf eine andere Art und Weise. Wir haben hier in Berlin eine solche Debatte. Jetzt hat sich gerade ne Bürgerbewegung äh für Religionsfreiheit in Pankow-Heinersdorf gegründet als Reflex auf die Auseinandersetzung, auf die sich die NPD draufgesetzt hat, dass ebend eine islamische Gemeinde in Heinersdorf ne Moschee bauen wollte, das Grundstück schon erworben hat und äh dort sich eine Bürgerbewegung, die die NPD dann zum Schluß aber völlig übernommen hat, dagegen gewendet hat und Muslime von vornherein zu Terroristen und Kriminellen gemacht hat. Das heißt, wir haben alle die Verantwortung, ich nehme uns wieder, egal, in welcher Partei wir uns engagieren, oder wo wir, auch zu überlegen, mit welchen Worten wir die Auseinandersetzung führen, mit welchen Mitteln und äh auch welche Art und Weise wir den Menschen die Möglichkeit geben, daran auch teilzuhaben.“

Die Interessengemeinschaft weist in einer Presseerklärung vom 18.11. die Vorwürfe Paus mit Vehemenz zurück:

Diese Behauptung weisen wir als ungeheuerliche und volksverhetzende Verleumdung auf das Schärfste zurück! Diese entsprechen in keinster Weise der Wahrheit und entbehren jeglicher Grundlagen. Es handelt sich bei den von Frau Pau getätigten Aussagen um politisch gefärbte Polemik, die scheinbar der Traditionen und Wertebilder ihrer Partei entsprechen.

Die Verleumdungen sind so ungeheuerlich, das wir Anzeige erstatten und uns beim Bundestagspräsidenten Herrn Dr. N. Lammert beschweren werden. Viele unserer Mitstreiter hatten vor kurzem die Möglichkeit, die Ereignisse um den Moscheebaukonflikt intensiv zu verfolgen und konnten sich somit ein Bild der ipahb, sowie von deren Vorstandmitgliedern machen.

Hat die ipahb zu irgendeinem Zeitpunkt den Anschein erweckt, von der NPD übernommen worden zu sein? Sind wir Nazis oder haben wir als ipahb mit diesen kollaboriert? Im Gegenteil, mit unserer Aktion, die Nazis während unserer letzten DEMO am 14.09.06 von der Polizei aus unserem Demonstrationszug entfernen zu lassen, haben wir doch mehr als deutlich gezeigt, wie wir zu den Braunen Brandstiftern stehen.

Auch für Abgeordnete und Amtsinhaber des Deutschen Bundestages sollten die selben rechtlichen und moralischen Maßstäbe gelten, denen sich jeder „einfache“ Bürger ebenfalls zu unterwerfen hat. Vor dem Gesetz sollten alle gleich sein! Es ist nicht hinnehmbar, dass Bürger bei der Wahrnehmung ihrer elementarsten Grundrechte, wie zum Beispiel dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit oder dem Recht auf Selbstbestimmung von Mitgliedern des Deutschen Bundestages stigmatisiert, verleumdet und mit falschen Anschuldigungen überzogen werden.

Ein weiteres Beispiel dafür, wie die extreme deutsche Linke mit kritischen, demokratischen Bürgern umgeht.

» Email an Petra Pau: petra.pau@bundestag.de