Abschiedsbrief von Oliver Flesch an seinen Ex-BILD-Chef

Peter Huth ist raus: WamS entlässt seine übelste Dreckschleuder

Für PI-NEWS-Autor Oliver Flesch Anlass genug, seinem früheren Vorgesetzten bei BILD-Hamburg einen Brief zu schreiben …

Peterle! Keine Sorge, dies wird keine persönliche Abrechnung. Eh nicht, und nachzutreten wäre ja auch unanständig, nun, wo Du bereits am Boden liegst. So etwa tut ein deutscher Junge nicht. Ich bin ja schließlich keines Deiner Flüchtlingsschäfchen.

Und hey, Peter, auch wenn’s unfreiwillig geschah, verdanke ich Dir meine YouTube-Karriere, dazu später mehr.

Trotz aller Anständigkeit: Sei mir bitte nicht böse, dass ich diesen Text mit einem breiten Grinsen schreibe, da Du Dir Deinen Rausschmiss aber sowas von redlich verdient hast. Offen gesagt, wunderte ich mich seit Jahren, dass Dr. Döpfner („Springer“-Vorstandsvorsitzender) seelenruhig zuschaute, wie Du an Deiner Leserschaft vorbeischriebst. Beinahe jeder Deiner Leitartikel/Kommentare für die WamS hatte eine Zustimmungsquote von etwa zehn Prozent. Heißt: 90 Prozent Deiner Leser waren anderer Meinung! Das kann man sich einmal leisten, auch zwei-, dreimal, aber fast jedes Mal?

Ein wohl einmaliger Vorgang in der Geschichte des deutschen Journalismus.

Dennoch möchte ich Deine Leitartikel nicht missen. Was für Perlen verdanken wir denen! Weißte noch, als Du das Darknet abschalten wolltest? Weil dort so viele böse Dinge geschehen? Oder am 1. April 2018, da kamst Du auf eine grandiose Idee, wie wir in Zukunft Messermorde verhindern können: Indem wir Messer verbieten!

Jau, Mensch, dass da niemand anders drauf kam! Lass uns doch einfach das Böse in Gänze abschalten/verbieten. Alles könnte so einfach sein, wenn wir nur mehr auf Dich gehört hätten, Peter. Die Welt wäre ein friedlicher Ort.

Dass Du Deinen Lesern die Herkunft der Messermörder verschwiegen hast „… denn die Besitzer dieser Waffen sind fast ausnahmslos junge Männer. Die, wie schon häufig beschrieben, unabhängig von Herkunft oder Religion, gefährlichste Spezies der Welt“ geschenkt, Deine Leser wussten sie eh.

Deine Leitartikel waren selten gut durchdacht oder gar fundiert. Wie auch? Für Recherche fehlte Dir die Zeit (ich darf das sagen, bin selbst kein Recherchewunder), schließlich gab’s Wichtigeres als die WamS – einmal Facebook und einmal Twitter. Was haben wir uns dort gefetzt! Manchmal über Tage! Ich dachte seinerzeit: Mensch, was für einen geilen Job der Peter hat! Bekommt von Springer 30.000 Euro im Monat (geschätzt) fürs Kommentareschreiben in den sozialen Netzwerken.

Die ersten Jahre habe ich es genossen, mich mit Dir zu streiten, privat verstanden wir uns ja auch weiterhin gut, hab Dich draußen stets verteidigt (Tenor: Im Grunde ein feiner Kerl, der Peter, nur politisch völlig ahnungslos) doch irgendwann kam der Zeitpunkt, als ich Deine Arroganz, Deine Selbstherrlichkeit nicht mehr ertrug. Ja, ja, ich kann selbst ein arrogantes Arschloch sein, weiß ich, aber es ist eben ein großer Unterschied, ob man, wie ich, für das Gute kämpft oder eben, wie Du, für das Böse.

Der endgültige Bruch kam dann, als Du mir aufgrund einer meiner Facebook-Beiträge öffentlich Judenhass vorgehalten hast. Ausgerechnet mir, der ich mich ständig von Antisemiten anpissen lassen muss, weil ich nichts gegen Juden habe, auf der Seite Israels stehe. (Die Informationen, mit denen ich meinen Artikel bestückte, kamen übrigens von einem Autor der „Jüdischen Rundschau“.)

Als Du im November des letzten Jahres auf Facebook und Twitter verstummtest, war mir sofort klar, dass Dein Ende nah war. Falls Du vorhast in den sozialen Netzwerken wieder einzusteigen, würde ich an Deiner Stelle die ewigen Voraussagungen weglassen. Du liegst ja doch immer falsch. So wie 2016, als Du meintest, die Flüchtlingskrise würde sich von allein lösen, weil die „Flüchtlinge“ freiwillig in ihre Heimatländer zurückkehren würden, oder im Frühjahr 2017, als die AfD nur noch auf sieben Prozent stand, Du schriebst: „Das war’s für die AfD!“

Auch von politischen Zusammenhängen würde ich die Finger lassen. Kommt ja doch nur Unfug bei rum: „Rechte (sind) der beste Verbündete des Islamischen Staates“. „Rechte“, das waren für Dich die Publizistin Vera Lengsfeld und Beatrix von Storch (AfD). Schon Wahnsinn.

Das Verbreiten von Falschmeldungen würde ich mir in Zukunft ebenfalls klemmen. Klar, kann mal passieren, mir eh, aber im Gegensatz zu Dir stehe ich zu meinen Fehlern und korrigiere sie. Das kannst Du nicht. Der Mainstream hat sich dafür sogar eine Bezeichnung ausgedacht: „DAS PETER-HUTH-PRINZIP“. Medienjournalist Stefan Niggemeier: „Peter Huth teilte am Donnerstagnachmittag auf Facebook (eine Meldung), wonach der baden-württembergische AfD-Landtags-Abgeordnete Rainer Podeswa empfohlen habe, Frauen zu verbrennen, um das Klima zu retten. Huth schrieb dazu: Noch irgendwelche Fragen? Anyone? Geschmacklos? Dämlich? Zynisch? Mehrere Nutzer wiesen Huth dann darauf hin, dass Podeswa keineswegs empfohlen hat, Frauen zu verbrennen, um das Klima zu retten.“

Du bliebst bei Deiner Aussage, Hauptsache gegen die AfD. Das war schon hochnotpeinlich.
Für eine Deiner Falschmeldungen, mein lieber Peter, werde ich Dir allerdings auf ewig dankbar sein. Es ging um einen Hund, der überfahren wurde, mutmaßlich, weil er von Migranten mit Böllern beworfen wurde. Du schriebst dazu auf Facebook: „Dieser Vorfall ist vom ersten bis zum letzten Satz erlogen. Es ist Hetze, vielleicht sogar Volksverhetzung, in Reinform. 40.000 Menschen haben diesen Beitrag geliked, 26.000 geteilt – auch gegen alle eindeutigen Belege, dass sich dieser Vorfall nie zugetragen hat. 40.000 Likes für eine klare Fake-News. Und Menschen, die sich so etwas ausdenken, um mit Triggern wie Hund-tot-Migranten-Schuld, Stimmung zu machen. Happy new year.“

Tja, war dann doch keine „Fake-News“. Dein Beitrag regte mich so sehr auf, dass ich ein Video dazu drehte. Der Rest ist YouTube-Geschichte. Mein gebrüllter Satz „KEIN DEUTSCHER JUNGE WIRFT EINEN BÖLLER AUF EINEN HUND – DAS MACHEN NUR DIE KANAKEN!“ längst Legende. DANKE DAFÜR, PETER!

Ich komme zum Schluss, nun wird’s versöhnlich: Als Dein früherer Kumpel freue ich mich aufrichtig, dass Du nach Deinem Rausschmiss nicht in der Gosse landest, Dr. Döpfner Dich weich fallen lässt. Obwohl Du es verdient hättest. Schließlich meintest Du doch gern, sobald es um die Gerechtigkeitsdebatte ging, man könne von 1000 Euro im Monat prima leben. Aber gut, Dein neuer Springer-Job als Grüßaugust in einem Sterbezimmer (sie nennen es: „Corporate Creative Director“) sollte dafür Strafe genug sein.

Hauste rein, mein Bester!

Dein Olli




Springer-Chef “kündigt” PI-NEWS-Autor: Bitte streichen Sie mich …

Von PETER BARTELS | Journalisten schreiben, um gelesen zu werden. Dafür werden Sie bezahlt. Manchmal schreiben sie auch, wofür sie nicht bezahlt werden – Leserbriefe. Natürlich seltener. Denn Journalisten haben wenig Zeit. Chefredakteure schreiben so gut wie nie Leserbriefe. Sie brauchen jedes Gramm Grips für das eigene Blatt, nicht selten sogar noch “Schlaflos im Bettl”…

Peter Huth, Chefredakteur der WELT am SONNTAG, hat i m m e r Zeit für Leserbriefe. Mal nervt er Oliver Flesch, einen meiner faulsten aber besten Reporter von einst. Dann wieder diesen und jenen, die ich zu ihrem eigenen Schutz nicht der Springer-Inquisition ausliefern möchte. ALLE diese Damen und Herren Redakteure haben dasselbe Problem: Peter Huth geht ihnen auf die Nerven, vulgo: Auf den Sack. Immer wieder.

Bei mir auf Facebook segelte der Herr Huth seit Jahr und Tag mit – offensichtlich nicht als blinder, aber als stummer Passagier. Wie viele Ruderer des früheren Deutschland-Achters aus der früheren Axel Springer-Admiralität.

Sie sind längst allesamt Galeeren-Zombies auf einem Totenschiff, das mal “Deutschland” hieß, Kurs Bermudadreieck. Jetzt hat der Chefredakteur der Welt am Sonntag mir die stumme Seilschaft “gekündigt”. Grund: Meine letzte PI-NEWS-Story “Opa Postbote vs. Opa Gauland”.

“Herr Bartels, Ihre erschütternd peinliche Altersruhmsucht hat Sie auf seltsame Pfade geführt … Aber FJW anzugreifen, das ist für jemanden Ihres Talents als Schreiber und Blattmacher ein Husarenstück. Nun, zumindest ist es mutig …”

FJW heißt komplett Franz Josef Wagner. Das ist der Postbote von BILD. Also der Mann, der die Briefe auch austrägt, die er schreibt. Mal “Liebe Frau Merkel … ich mag Sie”… Mal “Lieber Boris … arme Sau”… Mal “Liebe Polizistin … ein Mensch ist ein Mensch, auch wenn er ein Messer hat”. Zuletzt ein Brief, bar jeder Höflichkeitsfloskel, stattdessen gleich Stalinorgel: “Schlimmer Alexander Gauland (77)…”.

Opa Wagner (75) versus Opa Gauland (77). Krieg der Klapperknochen. Oder: Grappa-Gruft gegen Adenauer-Jugend…. Ich, ebenfalls längst Aphrodites Alptraum statt Satyrs Wein, Weib und Gesang … Motto für des Lebens Abendrot: Reiten ist leichter als Laufen – Schreiben schwerer als Saufen, aber gesünder … Nun ja, Huth ist ein Hüpfer von 49, hat also, wie alle Generationen seit Sophokles, jedes Recht auf jugendlichen Hochmut: “Altersruhmsucht!”

Zahlen? Zoff? Zaster? Am Ende zählen nur die grauen Zellen. Und die eine Frage: Woher nimmt der junge Mann die Zeit für seine vielen, langen Leserbriefe? Immerhin ist er Chefredakteur einer noch relativ großen deutschen Sonntagszeitung. Und auch die Welt am Sonntag wird ja nicht an einem Tag, am Samstag, dem letzten Tag der Journalisten-Woche, gemacht. Sie wird Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag UND Samstag gemacht; den “Blauen Montag” kompensiert heute bei Wochenzeitungs-Journalisten (wie bei Friseuren) der AidA-geregelte Arbeits-Samstag. Und neben den paar dutzend Seiten, die vollgeschrieben werden müssen, sind da ja auch noch die 64 Seiten der WamS-Kompakt zu redigieren, die gekürzt, geschnitten, eingepasst werden müssen ins kleinere Format…

Gut, der Herr Huth braucht keine Schlagzeile zu gründeln, die das Blatt verkauft. Er hat hauptsächlich Abonnenten, nur noch ein paar handverlesene Käufer am Kiosk. Und selbst die werden immer weniger; im 1. Quartal 2018 minus 13.072 (5,6%)… Immerhin hat die WamS noch 220.305, natürlich inklusive Mini-Wämsle “Kompakt” und die großzügigst in die Urlaubsflieger geschaufelten, kostenlosen “Bordexemplare” … Während Merkels “Große” Betschwester WELT schon bei schwindsüchtigen 84.460 keucht, wieder 8,5 % Käufer brutal mit der Unterwerfung vor der Matrone und Moslems verjagte. Trost für Özil und Gündogan: Viele Sonntags-Kioske verkaufen längst mehr türkische als deutsche Zeitungen. “Hach, mein Präsident …”

Aber egal, ob der Peter Huth demnächst die Abos zu Fuß oder per Rad mit dem Hut kassiert – er muss jede Woche eine komplette Zeitung machen. Nachrichten, Berichte, Reportagen, Kommentare. Politik, Wirtschaft, Feuilleton, Reise, Sport (sogar Fußball). Klar, kein Chefredakteur der Welt kann, darf, muss das alles allein machen. Nicht mal der von PI-NEWS … Aber er muss das Blatt in Kopf und Bauch haben, das SEINE Leser nächsten Sonntag lesen wollen. “Machen” halt, das Königsrecht des Chefredakteurs. Auch die Zeilen (Überschriften) sind sein ius primae noctis … Was nicht heißt, dass auch mal ein kleiner Redakteur eine Jahrhundertzeile wie “Wir sind Papst” haben kann. Leider passiert so was selbst auf dem Boulevard recht selten …

Quäle ich also eitel zusammen, was mir Alzi und Dementia “peinlicherweise” noch im Hippocampus gelassen haben, komme ich zu einem erstaunlich letalen Finale für den Wams-Chef: Entweder die Redaktion braucht ihn nicht, oder er braucht das Blatt nicht, langweilt sich, wie bei “Super Mario”. Sonst dürfte er eigentlich keine einzige Minute Zeit haben, im Netz ehemaligen Kollegen auf die Nerven zu gehen.

Vielleicht hat er ja jetzt mit mir eine Rückkehr zur Einkehr gemacht. Sein Schlusssatz auf Messenger:

FJW … “der Anlass Sie zu bitten, mich von ihren Albernheiten zu erlösen. Bitte streichen Sie mich von Ihrem Verteiler”.

Natürlich habe ich die “Kündigung” sofort angenommen, den Herrn WamS-Chef Huth blockiert, damit ich ihm weder Wagner noch sonst einen Wotan versehentlich unters Hütchen schieben kann … Die Antwort eines seiner “Opfer” (bei Springer noch in Amt und Würden): “Und wer erlöst uns von seinen Peinlichkeiten?” Vielleicht der “CEO” Mathias Döpfner. Der hat den Peter Huth angeblich von der BZ geholt. Ja, die gibt’s noch. Gerade noch …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!




WELT für Messerverbot

Von KEWIL | Die heutige WELT AM SONNTAG spricht sich rechtzeitig zum 1. April für ein „Total-Verbot“ von Messern aus. Irgendwie scheinen auch den Lückenjournalisten bei Springer die gehäuften, oft auch tödlichen Messerattacken der letzten Wochen aufgefallen zu sein. Peter Huth, der offensichtlich leicht beschränkte Chefredakteur der WamS himself, hatte diesen Geistesblitz; aber wer mit Messern in der Tasche durch die Stadt spaziert, da bleibt er nebulös,

denn die Besitzer dieser Waffen sind fast ausnahmslos junge Männer. Die, wie schon häufig beschrieben, unabhängig von Herkunft oder Religion, gefährlichste Spezies der Welt.

Ja, ja, wir kennen das. „Ein Mann“ steht immer im Polizeibericht oder ein paar „junge Männer“ und so. Die gab es 1960 und 1980 auch schon, nur hatten sie kein Messer dabei, um andere abzustechen. Irgendwann nach der Jahrhundertwende suchte der versierte Internetnutzer aber in Google News nur nach „Messer“, wenn er die neuesten türkischen Bluttaten in Germanistan herausfinden wollte, und seit Merkels Asylanten-Schwemme hat sich das Messer mit anderen moslemischen Bereicherern hierzulande epidemisch weiter verbreitet.

Es gibt kein Vertun! Natürlich sticht auch mal eine arme, gequälte ostfriesische Ehefrau mit dem Küchenmesser auf ihren bösen Mann ein, aber die überwiegende Anzahl der Messerstecher sind Eingewanderte aus bestimmten Ländern mit und ohne deutschen Pass. Und darunter wiederum bilden Mohammedaner von Marokko bis zum Hindukusch die weitaus größte Gruppe.

Was nützt aber ein kaum kontrollierbares Messerverbot und andere hilflose Maßnahmen, wenn man nicht bereit ist, ein Problem ohne Scheuklappen anzugehen. So könnte man zum Beispiel eine Viertelmillion abgelehnter Asylbewerber zügig abschieben, anstatt jahrzehntelang immer um den heißen Brei herumzureden. Das würde die Zahl der Messer im Land um ein paar Hunderttausend senken. (Über 800 Leser fanden Peter Huths Messer-Verbot nicht besonders zielführend.)