Demos am Wochenende: Berlin, Frankfurt, Köln

Solidarität für IsraelAn diesem Wochenende können PI-Leser einmal mehr beweisen, dass sie nicht nur „Schreibtischtäter“ sind, sondern sich auch aktiv für ihre Anliegen einsetzen. Dabei haben unsere Leser die Qual der Wahl – denn gleich drei interessante Veranstaltungen finden an diesem Wochenende statt. Und natürlich ist PI wieder mittendrin statt nur dabei.

Wir stellen die drei Veranstaltungen des Wochenendes vor:

Berlin

Wie bereits angekündigt findet am 11. Januar in Berlin eine Israel-Solidaritätskundgebung statt, die von der Jüdischen Gemeinde Berlin sowie von Avi Efroni (derberliton.de) und Sharon Adler (aviva-berlin.de) veranstaltet wird. Das Motto lautet: „Solidarität mit Israel – Stoppt den Terror der Hamas“.

Datum: 11.1.09, 14 Uhr (statt wie vorher angekündigt 12-15 Uhr!)
Ort: Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche (Gemeinsamer Treffpunkt für BPE-ler und deren Freunde: Um 13.45 Uhr am Brunnen gegenüber der Gedächtniskirche, und zwar an der Seite, die der Gedächtniskirche direkt gegenüber liegt – Weltkugelbrunnen „Wasserklops“)
Redner: Lala Süsskind (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Frank Henkel (MdA, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Berlin), Markus Löning (MdB, Landesvorsitzender der FDP Berlin), Franziska Eichstädt-Bohlig (MdA, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen), NN (SPD, angefragt – aber will wohl keiner!), Avi Efroni / Sharon Adler (derBerliton.de und Aviva.de), Hatikwa-Gesang: Vivian Kanner / Maya Saban.

Frankfurt

Erfreulicherweise findet auch in Frankfurt a.M. am Sonntag unter dem Motto „Demonstration gegen den Terrorismus der Hamas und für Israels Recht auf Selbstverteidigung“ eine Solidaritäts-Veranstaltung mit Israel statt. Michel Friedman wird im Namen der Veranstalter ein Grußwort an die Anwesenden richten. Neben einer Schweigeminute für die Opfer des Konfliktes ist ein Gebet für die Soldaten vorgesehen. Die Veranstaltung endet mir dem gemeinsamen Singen der Israelischen Nationalhymne Hatikva.

Ort: Rebstockgelände (voraussichtlich – genauer Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt. Teilnehmer des Autocorsos werden gebeten, sich per Email unter post@honestly-concerned.org oder telefonisch unter 069/975856-14 anzumelden)
Datum: 11.1.09, 11 Uhr (um dann in einem stummen Autocorso zur Alten Oper zu fahren – dort findet um 12 Uhr die eigentliche Solidaritätskundgebung statt)
Redner: Michel Friedman
Veranstalter und Unterstützer: DIG Frankfurt, Honestly Concerned e.V., „I LIKE ISRAEL“ (ILI) e.V., B’nai B’rith Schönstadt Loge, JJSH, WIZO Deutschland e.V. Koordinierungsrat deutscher Nichtregierungsorganisationen gegen Antisemitismus, Jerusalem Zentrum, ICEJ-Deutscher Zweig e.V., Prozionistische Linke, Zionistische Organisation Deutschland.

Köln

In Köln findet am 10. Januar im Rahmen der Samstagsdemos gegen die DITIB-Großmoschee die monatliche Mahnwache von Pro Köln statt. Das Januar-Motto: „Nein zu türkischem Nationalismus und Chauvinismus – Das Schicksal der Armenier mahnt!“ Nach der letzten sehr erfolgreichen Veranstaltung (PI berichtete) ist die Mobilisierung diesmal – nicht zuletzt wegen der kalten Temperaturen – etwas schleppend. PI-Leser aus Köln und dem Umland, die im Rahmen der Demonstration Israel-Solidaritätsbanner und -Fahnen mitbringen wollen, sind laut Pro Köln-Chef Markus Beisicht herzlich willkommen.

Ort: Köln-Ehrenfeld (Ecke Venloer Str. / Innere Kanalstr.)
Datum: 10. Januar 2009, 11 Uhr
Redner: Markus Beisicht, Jörg Uckermann, Gereon Breuer (Ex-CDU)




Hochrangiger CDUler wechselt zu Pro NRW

Wie die Bürgerbewegung Pro Köln meldet, hat ein weiterer hochrangiger CDU-Funktionär seinen Übertritt zur Pro-Bewegung bekannt gegeben. Es handelt sich um Gereon Breuer aus Siegen (auf dem Foto mit NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers).

Gereon Breuer ist Kreisvorsitzender der Jungen Union Siegen-Wittgenstein, Vorsitzender des RCDS an der Universität Siegen, Europabeauftragter des CDU-Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein, persönlicher Referent des CDU-Bundestagskandidaten Ulrich Künkler im Rahmen des letzten Bundestagswahlkampfes und ist außerdem in der deutsch-atlantischen Gesellschaft, im Freundeskreis der Ludwig-Ehrhardt-Stiftung und in der deutsch-israelischen Gesellschaft aktiv.

Breuers Übertritt bestätigt den Trend, nach dem in letzter Zeit besonders viele junge Konservative ihre politische Heimat in der Pro-Bewegung suchen.

Ob Breuer bereits am kommenden Samstag (13.12., 11 Uhr) bei der Pro-Köln Demo an der Venloer Straße mit einem Redebeitrag zu hören sein wird, ist noch nicht bekannt.

(Quelle: Pressemitteilung Pro Köln)




Wieder Überfall auf „Pro“-Stand

Weimarer Verhältnisse im Rheinland: Die Hetzjagd von Medien, Kirchen, Parteien und Gewerkschaften gegen moscheekritische Bürger hat erneut eine kriminelle Bande angespornt, einen Informationsstand der Bürgerbewegung Pro-NRW zu überfallen. Diesmal gab es zwei Verletzte, die mit dem Rettungswagen zur ambulanten Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Darunter der ehemalige Ehrenfelder CDU-Vorsitzende Jörg Uckermann (Foto), der für Pro-NRW für das Amt des Bürgermeisters in Leverkusen kandidiert. Erst vor einer Woche war ein Ratsherr der Fraktion „Pro-Köln“ in Köln von politisch motivierten Gangstern krankenhausreif geprügelt worden. Der heutige Vorfall legt den Verdacht nahe, dass die organisierten Schlägerbanden nach Art südamerikanischer Bananendiktaturen aus den Verwaltungen „Tipps“ bekommen. Zeuge des Überfalls auf den politischen Gegner war der Leverkusener CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hupperth, der laut Pro-Köln den Vorgang kommentierte: „Mir ist völlig egal, was mit Euch geschieht. Ihr seid selbst schuld!“ weiter




NRW: verdi brieft Journalisten für Wahlkampf

Selten war den etablierten Parteien und ihren Medien vor einer Wahl so mulmig wie vor der NRW-Wahl 2009. Die große Unbekannte sind die Pro-Gruppierungen, die vielerorts zur Wahl antreten, und denen man insgeheim mehr Potential zutraut, als man öffentlich zugeben mag. Soviel, dass sich der der linken Gewerkschaft verdi angeschlossene größte deutsche Journalistenverband DJU zu einem ungewöhnlichen Schritt entschließt.

Statt sich auf das Recherchevermögen der angeschlossenen Qualitätsjournalisten zu verlassen, bittet die Gewerkschaft die Journalisten zum Briefing, um eine geschlossene Meinungsfront gegen Pro-Köln und Pro-NRW sicher zu stellen:

„pro Köln – pro NRW“
Wie gehen Journalisten mit diesem Phänomen um?

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di NRW lädt ein

am Samstag, 14. Juni 2008 ab 13.30 Uhr
ins ver.di-Haus in Düsseldorf
Karlstr. 123-127, 40210 Düsseldorf

Sie beschreiben sich selbst als rechtspopulistisch, aber auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehend. Mit Rechtsextremismus wollen die Gruppen der „Bürgerbewegung pro NRW“, die sich derzeit auf die Kommunalwahl im kommenden Juni vorbereiten, nichts zu tun haben. Sie treten stattdessen als demokratisch saubere „Stimme der schweigenden Mehrheit“ auf, die sich über Klüngel, Korruption, Kriminalität und eine angebliche Islamisierung des Landes aufregt.

Doch „pro Köln“, die Keimzelle der „pro NRW“-Gruppierungen wird auch im aktuellen Verfassungsschutzbericht des Landes in der Rubrik Rechtsextremismus geführt.

Wie gehen Journalisten mit diesem Phänomen um? Lassen sich Empfehlungen für den journalistischen Alltag geben?

Drei Kenner der Szene – davon zwei aus der journalistischen Praxis – wollen Hintergründe beleuchten:

* Tomas Sager, Autor des in Berlin erscheinenden Fachdienstes „blick nach rechts“

* Alexander Häusler, Diplom-Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsstelle Neonazismus an der Fachhochschule Düsseldorf.

* Wolfgang Kapust, Redakteur beim WDR in Köln, unter anderem mit Vertretungen in London, New York und Warschau und als Korrespondent im ARD-Studio Berlin.

Aus organisatorischen Gründen wird um Rückantwort bis zum 7. Juni 2008 gebeten an jutta.klebon@verdi.de.

Man kann sicher sein, dass die rhetorische Frage, ob es möglich sei, „Empfehlungen für den journalistischen Alltag zu geben“ am Ende der Veranstaltung mit „ja“ zu beantworten ist. Und dass es für Journalisten, die bei deutschen Medien weiterhin Aufträge erhalten wollen, dringend anzuraten ist, sich an diese „Empfehlungen“ zu halten, und nicht etwa durch eigene Recherchen zu anderen Urteilen über die Pro-Bewegung zu kommen, als diese von den linken Gewerkschaftsbossen vorgegeben werden.

Wir Bürger werden diesen Umstand bei der Bewertung der Pressemeldungen zum Thema zu berücksichtigen haben.




Das Strickmuster des Kölner Stadt-Anzeigers

Detelf S.Der vor einem Monat bekanntgegebene Übertritt des Kölner Kommunalpolitikers Jörg Uckermann von der CDU zu Pro Köln bereitet dem Kölner Stadt-Anzeiger nach wie vor großes Kopfzerbrechen. Um zu verhindern, dass die islamkritische Bürgerbewegung noch mehr Zulauf erhält, schickt das pc-Blatt seinen „Mann fürs Grobe“, Detlef Schmalenberg, in den heroischen Kampf gegen Rechts™. Denn der hat ein bewährtes Strickmuster…

Dabei macht es sich Schmalenberg (neben der für linke Journalisten üblichen Art der persönlichen Diffamierung des politischen Gegners) stilistisch recht einfach. Er bedient sich eines vorgefertigten Textbausteins, das er dann – leicht umformuliert – jeweils an den Anfang seiner Artikel setzt.

So schrieb Schmalenberg Ende Oktober letzten Jahres über Andreas Akwara (Pro-NRW):

Schmalenberg 2

Und heute folgt dann in großer Aufmachung auf Seite 3 des Stadtanzeigers über Jörg Uckermann (früher 20 Jahre CDU, jetzt Pro Köln):

Schmalenberg 1

Herr Schmalenberg, unabhängig davon, wie man zu der Pro-Bewegung steht: bitte das nächste Mal etwas mehr Wortwitz, etwas mehr Esprit in der Sprache. Nichts ist ermüdender für einen Leser als ständige Wiederholungen. Was sollen denn diejenigen dazu sagen, die den Stadtanzeiger ohne Punkt und Komma noch immer für ein journalistisches Qualitätsprodukt halten?

» Buchtipp: ABC des Journalismus – ein Leitfaden für die Redaktionsarbeit