Im Gespräch mit Oliver Flesch

Video: Wie Klemens Kilic Ralf Stegner vorzeitig in Rente schickte

Der Youtuber Klemens Kilic ist seit seinem fulminanten Telefonstreich gegen das frühere SPD-Bundesvorstandsmitglied Ralf Stegner (PI-NEWS berichtete hier und hier) in aller Munde. Doch spätestens jetzt lernt er auch die Kehrseite des Ruhms kennen: Viele Medien und Politiker (Friedrich Merz: „Ein Youtuber, der eindeutig der rechtsradikalen Ecke zuzuordnen ist“) diffamieren ihn und rücken ihn in ein schlechtes Licht. „Erst fanden die Medien das ganz witzig, wie Stegner reingelegt wurde. Dann haben linke Journalisten spitzgekriegt, was da läuft, und mich in eine Ecke gestellt. Es ist offenbar für manche Journalisten schwer zu ertragen, dass ein Youtuber patriotisch und konservativ und zugleich witzig sein und entlarvend arbeiten kann“, sagte Kilic gegenüber der Schweriner Volkszeitung. Über die Auswirkungen seines Scoops unterhält sich Kilic heute Abend um 20 Uhr LIVE mit Oliver Flesch. Nicht verpassen!




Zensierter SPD-Skandal: Parteivize Stegner zum kalten Putsch gegen Vizekanzler bereit

Von TORSTEN GROß | Der seit 2014 amtierende stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende, Ralf Stegner (60), war von 2003 bis 2005 Finanzminister des Landes Schleswig-Holstein und bekleidet seit 2008 als Vorsitzender der SPD-Fraktion den Posten des Oppositionsführers im nördlichsten Landtag der Republik. Jetzt hat Stegner einen Anruf vom designierten SPD-Vorsitzenden Norbert Walter-Borjans erhalten – zumindest glaubte er das – der mit ihm eine Art »Strategiegespräch« zur anstehenden Parteiversammlung geführt hat.

Was die beiden besprochen haben, offenbart nicht nur die Schäbigkeit innerhalb der Politik, sondern entlarvt ein weiteres Mal die bundesdeutsche Medienlandschaft, die ihren Konsumenten diesen handfesten Skandal im Vorfeld des wichtigen sowie wegweisenden SPD-Parteitags lieber vorenthält.

Der zum äußerst linken Parteirand zählende Stegner äußert sich regelmäßig laut und direkt zu tagespolitischen Themen und keilt nicht selten gegen AfD-Politiker aus – bevorzugt via Twitter –, was ihm im Netz den Spitznamen »Pöbel-Ralle« beschert hat. An Selbstbewusstsein mangelt es Stegner zwar nicht, dass sich jedoch der künftige SPD-Chef Norbert Walter-Borjans per Handy bei ihm meldet, war dann wohl doch eine Überraschung für den langjährigen SPD-Politiker.

Der designierte SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans, kurz NoWaBo genannt, wird wegen des umstrittenen Ankaufs gestohlener Daten-CDs aus der Schweiz während seiner Amtszeit als Finanzminister von Nordrhein-Westfalen bis heute in weiten Teilen der Medien als »Robin Hood vom Rhein« gefeiert.

Dass NoWaBo eine für den NRW-Steuerzahler sündhaft teure Schulden-Bilanz zu verzeichnen hat, wird hingegen nur am Rande thematisiert. Und dass unter der Regentschaft von Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen ausgeschiedenen Kabinettsmitgliedern mit Billigung von NoWaBo Luxuspensionen zugeschanzt wurden, fällt gänzlich unter den Tisch.

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Am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr meldete sich dann NoWaBo, der wie Stegner dem linken Spektrum seiner Partei zugerechnet wird und im abgelaufenen Machtkampf um den SPD-Vorsitz noch sein Konkurrent war, per Handy bei seinem Parteifreund »Pöbel-Ralle«.

Er habe mit Saskia Esken gesprochen und man sei sich darüber einig, dass mit der Neuwahl der SPD-Führung auch ein klares Zeichen nach außen in Form einer strategischen Änderung für einen Neuanfang einhergehen müsse, ließ NoWaBo seinen unterlegenen Konkurrenten unvermittelt wissen. Wenn man schon in der Großen Koalition (GroKo) verbleibe, wofür er sich aussprechen würde, dann mit verändertem Personal. Und was wäre symbolträchtiger für einen Neustart, als den Vizekanzler auszutauschen.

Nach dem darauffolgenden Satz:

»Und da haben wir an Dich gedacht, was hältst Du davon?»,

wurde es kurz still am anderen Ende der Leitung.

Er müsse erst darüber nachdenken und mit seiner Frau sprechen, antwortete der verblüfft wie geschmeichelt wirkende Stegner, bevor er dazu weiter wissen ließ:

»Aber Erfahrung als Finanzminister habe ich. Und vorstellen kann ich mir das«.

Was der verblüffte wie geschmeichelte Stegner wohl nicht geahnt hat: Bei dem Anrufer handelte es sich nicht um Norbert Walter-Borjans, sondern um den YouTuber Klemens Kilic, der Stegners Nummer gewählt hatte. Kilic, der vor wenigen Monaten bereits die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock wenige Tage vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg erfolgreich aufs Korn genommen hatte, führte das Gespräch vor laufender Kamera und machte es anschließend öffentlich:

Während ihrer Bewerbung um den Parteivorsitz hatten Walter-Borjans und Saskia Esken den Eindruck erweckt, mit ihnen in der Führung würde die SPD die GroKo verlassen. Jetzt aber kristallisiere sich nach und nach heraus, dass »außer ein paar kleiner kosmetischer Veränderungen alles beim Alten bleiben« solle, so begründete der forsche YouTuber seinen Anruf bei Stegner. Und genau diese Vorgehensweise habe er mit dem öffentlich gemachten Telefonat torpedieren wollen.

Weitere Beweggründe hat Klemens Kilic in einem Gespräch mit dem YouTuber und Mitbegründer des liberal-konservativen Nachrichtenportals 19vierundachtzig.com, Oliver Flesch, ausführlich dargelegt.

Besonders bezeichnend an diesem außergewöhnlichen Vorgang ist die bisher auffällige Stille der bundesdeutschen Medien zu diesem veritablen Polit-Skandal im Vorfeld der heute startenden Parteiversammlung der Sozialdemokraten!

Nahezu unisono informiert der Mainstream seine Leser heute lediglich darüber, dass Stegner der SPD »keine roten Linien für die GroKo vorgeben wird« (siehe hier, hier, oder hier).


(Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen)




Ralf Stegner: „Die meisten Menschen haben kein Problem damit, islamisiert zu werden“

Seit dem Rücktritt der glücklosen Andrea Nahles sucht die SPD nun bereits zum vierten Mal innerhalb von nur zwei Jahren einen Parteivorsitzenden, diesmal soll die Partei im Stil der Grünen von einem Duo aus einer Frau und einem Mann geleitet werden. 17 Kandidaten wurden vom Bundesvorstand zum „Casting“ zugelassen, in dem die sechs Doppel- und ein Einzelkandidat die Parteibasis sich von sich überzeugen müssen.

Am Mittwoch kam es zur ersten „Regionalkonferenz“ in Saarbrücken, die mit einer Überraschung begann: Die Oberbürgermeisterin von Flensburg und ihr Amtskollege aus Bautzen, Simone Lange und Alexander Ahrens, gaben ihre Kandidatur auf, um noch linkere Kandidaten zu unterstützen.

Stegner: Islamisierung ist nicht das „Hauptproblem“

Auf der ersten der 23 Regionalkonferenzen, die Genossen im ganzen Bundesgebiet erreichen sollen, fiel auch ein altbekanntes Gesicht auf: Mit Ralf Stegner tritt einer der bekanntesten Protagonisten aus dem linksextremen Flügel der Partei für das Amt des Bundesvorsitzenden an. Auf die kritische Nachfrage einer „Casting“-Zuschauerin, was Stegner tun wolle, um den Ängsten und Sorgen der Bevölkerung entgegen zukommen, kam von diesem eine bemerkenswerte Antwort: Für Stegner, der gemeinsam mit dem 76-jährigen SPD-Urgestein Gesine Schwan antritt, liegt das Problem vor allem in der politischen Konkurrenz anstatt in der zunehmenden Entfremdung der Bundesbürger von ihrer Heimat:

„Die meisten Menschen haben kein Problem, dass ihre Gemeinde islamisiert wird.“

Die größten Ängste der Deutschen lägen eher in steigenden Mieten oder Altersarmut, als in der jahrzehntelangen Migrations-Politik der Sozialdemokraten. Auf Nachfrage präzisierte er seine Aussage, um sich aus der Bredouille zu ziehen:

„Das Hauptproblem der Menschen besteht nicht darin, dass ihre Gemeinde islamisiert werden könnte.“

Kritik am Linksrutsch der SPD für Stegner unerwünscht

Auch einen Angriff auf einen seiner Vorgänger konnte sich der ultra-linke, in den sozialen Netzwerken auch als „Pöbel-Ralle“ bekannte Stegner nicht verkneifen: Es bedürfe zwar „Respekt gegenüber denen, die früher Verantwortung getragen haben”, jedoch sollten diese „ab und zu mal die Klappe halten gegenüber denen, die heute Verantwortung tragen“.

Gemeint ist damit wohl Sigmar Gabriel – der ehemalige Umwelt-, Wirtschafts-, und Außenminister sowie Vizekanzler war auch von 2009 bis 2017 SPD-Vorsitzender und sorgte mehrfach mit Kritik am Linkskurs seiner Partei für Aufsehen.


(Dieser Text ist im Original erschienen auf dem österreichischen Blog unzensuriert.at)