Ertrinkungstod eines kleinen Kindes im Mittelmeer wird erneut instrumentalisiert

NGO-Schiff heißt jetzt „Alan Kurdi“

Von JUPITER | Die private Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hat ihr auf Mallorca stationiertes Schiff „Professor Albrecht Penck“ umgetauft. Es heißt jetzt „Alan Kurdi“, benannt nach dem dreijährigen syrisch-kurdischem Jungen, der im September 2015 vor der türkische Küste ertrunken und auf einem Strand bei Bodrum angespült worden war (PI-NEWS berichtete mehrfach). Das erschütternde Bild ging wie eine Foto-Ikone als Beweis für unmenschliches Handeln gegenüber Mittelmeer-Flüchtlingen um die Welt. Jetzt wird der Tod des kleinen Alan erneut instrumentalisiert.

„Mit dem Namen ‚Alan Kurdi‘ wollen wir eindringlich daran erinnern, worum es wirklich geht und allein gehen sollte [..]: Es geht um Menschen, die täglich im Mittelmeer ertrinken und um den unendlich andauernden Schmerz der Angehörigen“, betonte Gorden Isler, Sprecher von Sea-Eye.

Die NGO will damit offenbar der Welt den Spiegel menschenverachtender Untätigkeit vorhalten. Ein schlechtes Gewissen einreden. Sie nimmt in Kauf, dass sie damit für eine gute Sache, die sie vorgibt zu tun, selbst Grenzen von Anstand und Moral überschreitet.

Zweifellos ist es schrecklich, wenn ein unschuldiges Kind zu Tode kommt. Unfassbar, wenn außer dem kleinen Alan auch sein Bruder Ghalib (5) und die Mutter Rehanna (35) beim Kentern der mit Menschen überfrachteten  Nussschale  ertrinken, in das sie der Vater Abdullah Kurdi (43) gesetzt hat und dieser  als Einziger schwimmend das Land erreichen kann, von dem sie im seeuntüchtigen Boot und ohne Rettungswesten abgefahren waren.

Zweifellos ist es der bayrischen NGO unbenommen, ihr Schiff beispielsweise nach einer Person, einem geografischen Ort oder einer Eigenschaft  zu benennen, die für die Eigner eine Bedeutung hat.  Der Name Alan Kurdi steht für ein Kind, das ertrunken ist, aber nicht hätte ertrinken müssen. Wer daran Schuld trägt, daran scheiden sich die Geister.

Was an der Sea-Eye-Aktion befremdet, ist die sich jeder Kritik und jedem Zweifel  verschließende  missionarische Selbstverständlichkeit, mit der die Allgemeinheit in Mithaftung für das letztlich bedauernswerte Schicksal all derer genommen wird, die sich mit Gewalt und Geld den Weg übers Mittelmeer nach Europa erzwingen wollen und dabei ums Leben kommen. Diese bedingungslose beinahe sektiererhafte Unfehlbarkeit des richtigen Tuns verbindet Sea-Eye mit anderen NGOs gleicher Provenienz.

Gerade der Fall Kurdi ist in seinen Ursachen und Gründen sowie seinem Ablauf nicht so unbefleckt rein, wie es die Vertreter der Sea-Eye offenbar annehmen oder  annehmen wollen. Auf der Hand liegt die unbestreitbare Tatsache, dass der Vater der ertrunkenen Familie Frau und Kinder und sich selbst auf grob fahrlässige Weise einem ungewissen Schicksal mit hohem Risiko für Leib und Leben überantworte.

  • Er tat dies, obwohl keine Rettungsmittel an Bord waren und nur er als einziges Familienmitglied schwimmen konnte.
  • Er tat dies, obwohl vorher bereits zwei „Flucht“-Versuche per Boot gescheitert waren.
  • Er tat dies auch aus dem einfachen Grund, weil er sich im Ausland neue Zähne erhoffte. Wer dies als Verschwörungstheorie abtut, dem sei das Video-Interview von Skynews mit seiner in Kanada lebenden Schwester Tima im entsprechenden PI-NEWS-Beitrag empfohlen, die dort ebendies einräumte. Weiterführend berichteten wir u.a. auch hierhier und hierGuido Grandt hat ebenfalls einen aufschlussreichen Text geliefert. Es liegen auch plausible Berichte von irakischen Überlebenden des Unglückes vom September 2015 vor, die Alan Kurdis Vater in die Nähe der Schleuser rücken, die die lebensgefährliche Fahrt erst ermöglichten. Dieser bestreitet das.

Wenn jetzt aber ausgerechnet der Vater des ertrunkenen Alan Kurdi aus der Türkei, wo er heute lebt, samt Schwester nach Palma de Mallorca eingeflogen wird und sich zum Anwalt für die Ertrunkenen im Mittelmeer erhebt,  dann macht man ausgerechnet jemanden zum  „Taufpaten“ des Sea-Eye-Schiffes, der für den Tod seiner Familie und von Alan Kurdi direkte persönliche Verantwortung trägt. Er hat aus christlicher Sicht als Vater verantwortungslos und unmoralisch gehandelt. Er hat kein Recht, im Namen seines ertrunkenen Kindes und seiner Familie höhere Moral einzufordern. Er eignet sich nicht zum Helden und Mahner. NGO und Vater Abdullah hätten der Seele des kleinen Alan ihren  Frieden finden lassen sollen. Auf dieser eher makabren Namensgebungs-Aktion mit katholischem Bischof, Politikern und Muslimvertretern kann kein Segen liegen, weil sie nicht wahrhaftig ist.




Nachschub läuft: 1100 Afrikaner seit Freitag in Spanien angekommen

Seit vergangenem Freitag landeten rund 1.100 Versorgungsfordernde an Spaniens Küsten an. Allein am Sonntag hatte die spanische Seenotrettung rund 400 Personen Richtung Spanien „gerettet“. Die Goldfracht war auf mehr als 50 Booten verteilt im Alboran-Meer und der Straße von Gibraltar unterwegs gewesen. Nach Einschätzung der IOM (Internationale Organisation für Migration) – ja, auch so etwas gibt es – sei Spanien das neue Hauptziel der Ein- und Zudringlinge aus Afrika. Seit Mitte Juli 2018 habe sich die Zahl der in von der Mittelmeer-Route eintreffenden Asylforderer zum Vergleichszeitrun des Vorjahres verdreifacht.

Die jüngst Geschleppten stammen aus den Maghreb-Staaten und afrikanischen Ländern südlich der Sahara, heißt es. Die staatlich lizensierten Schlepper brachten sie in verschiedene Häfen in Andalusien, unter anderem nach Málaga. Von dort wird nun bestimmt schon bald die Weiterreise organisiert. Nicht wenige davon werden wohl in naher Zukunft in Deutschland ankommen, um sich nicht nur die eigene Rundumversorgung zu sichern, sondern auch die Aussicht ihr halbes Dorf im Rahmen des Familiennachzuges nachholen zu können.

Auch die Malteser haben wieder fleißig „gerettet“, nur die Italiener spielten nicht mit, was sich auch in den Ankunftszahlen niederschlägt. Im ersten Halbjahr 2018 sei die Zahl der in Italien anlandenden Eindringlinge im Vergleich zum Vorjahr um 81 Prozent auf rund 16.100 gesunken. Im Juni, seit Italien beschlossen hat einen harten Kurs gegen die illegale Einwanderung zu fahren, waren es sogar 87 Prozent weniger.

Entlarvend die Meldung, dass der maltesische Küstenschutz 19 Illegale, die aus Libyen ankamen übernommen habe, weil das Boot, kurz nachdem die Reisenden mit Schwimmwesten versorgt worden seien, gekentert sei. Für wie blöd hält man die Bürger Europas eigentlich, dass man annimmt, keiner würde denken, dass hinter so einer Aktion Kalkül steckt. Märchen wie dieses, vom gekenterten Boot, nachdem keinem mehr etwas passieren konnte, beleidigen mittlerweile die Intelligenz der Dümmsten hier. Man macht sich nicht mal mehr die Mühe halbwegs glaubwürdige Drehbücher für diese Rettungsgeschichten zu schreiben.




Aufmarsch der Idioten für Entkriminalisierung der Schlepper

Von L.S.GABRIEL | In Malta wurde der Schlepperkahn Lifeline festgesetzt und sein deutscher Kapitän soll sich vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, das Schiff ohne ordnungsgemäße Registrierung in maltesische Gewässer gesteuert zu haben. Auch andere private Asyltouristenschiffe werden an ihrem kriminellen Handeln derzeit gehindert. Die „Aquarius“, mit der die grenzenlos dummen „Ärzte ohne Grenzen“ (und Verstand) die organisierte Schlepperei aus Afrika unterstützt liegt vor Marseille. Die Schiffe „Seefuchs“ und „Seawatch 3“ wurden ebenfalls in Malta gestoppt. Die maltesische Regierung hatte vergangene Woche angekündigt, die Aktivitäten der sogenannten Seenotrettungsorganisationen bis zum Abschluss der „Lifeline“-Ermittlungen zu unterbinden.

Das bringt die Untergangstruppen, Teddybärenwerfer, Gut- Besser- und sonstige Dummmenschen auf den Plan. Am Samstag demonstrierten in mehreren Städten, darunter München, Ulm, Frankfurt und Berlin, Abordnungen des psychopathologisch auffälligen Teils der deutschen Gesellschaft, für eine Entkriminalisierung des organisierten Menschenhandels in Form der privaten Schlepperei durch Deutschlandzerstörer.

In Berlin war man dem „Notruf“ der Aktion Seebrücke gefolgt, die „ein Ende der Abschottungspolitik“ Deutschlands und Europas fordert. Es müsse im Gegenteil noch viel mehr Rettung geben, so eine Mitarbeiterin. Der Demozug der Untergangswilligen sammelte sich bezeichnenderweise am Krimigranten-Hotspot Alexanderplatz und zog dann zum Bundeskanzleramt.

Unter den Demonstranten jede Menge junge Mädchen, die vermutlich ihr bisheriges Leben in einer linken bunten Blase verbracht haben, denen im Elternhaus, in Ganztagskitas und –schulen erfolgreich der gesunde Menschenverstand vorenthalten, die überlebenswichtige Vorsicht im Umgang mit Fremden abtrainiert und durch ein zwanghaftes Rettersyndrom im Rahmen eines „alternativlosen“ Willkommensdiktats ersetzt wurde. Maria, Mia, Mireille, Susanna und die vielen anderen fallen für sie unter „Einzelfälle“ – ein Gedankenkonstrukt, das sich schon aus dem oxymoronen Plural des immer gleichen „Einzel“-Falls ad absurdum führt. Das fällt aber den vielleicht zukünftigen Opfern der Toleranzdiktatur und Wellcome-Violence-Gesellschaft ebenso wenig auf, wie jenen, die diese Generation-Untergang ideologisch modellierten und die ihr das formatierte Denken eingehämmert und die Scheuklappen an die aufgesetzte Narrenkappe getackert haben.

Kein Fluchtgrund ist illegal

Auf die Frage, warum er denn an dieser Demonstration teilnehme, antwortete ein etwa 60-Jähriger aus den Reihen der linken Täter, es ginge um Menschenrettung: „Es ist egal wer dort schwimmt. Ob der nun schwarze Haut hat, weiße Haut hat, woher er kommt – er hat einen Fluchtgrund.“ Einfachstes Denken auf linkem Niveau. Der „Fluchtgrund“ an sich reicht, egal wovor geflohen wird – Strafverfolgung wegen Mord- und Totschlags, mangelnde Lebensunterstützung bei chronischer Faulheit oder ob die Reise nur im Auftrag den Beutekontinent Europa dem Islam zu unterwerfen angetreten wird. Alles was da „schwimmt“ muss „gerettet“ werden.

Das sieht auch Klaas Heufer-Umlauf, das „Dümmer“ des mäßig witzigen TV-Duos Dumm und Dümmer alias Joko und Klaas so. Er macht werbeträchtig und von der Systemjournaille getragen dieser Tage von sich reden. Weil die Situation im Mittelmeer „ganz besonders schlimm“ sei, denn „dort ertrinken viele, viele Menschen“, startete er mit einem sechsminütigen Video einen Spendenaufruf.  Mit dem Geld will er gleich mehrere Schiffe chartern und alles „retten“ was Europa aufgrund des Ausfalls der Lifeline sonst vielleicht erspart geblieben wäre.

Auch Internetzensurführer, TV-Moderator Jan Böhmermann hatte bereits am Montag eine Online-Spendenaktion angestoßen, deren Erlös der juristischen Rettung der „Retter“ von „Lifeline“ zugutekommen soll. Bis Sonntagnachmittag sollen dabei rund 190.000 Euro zusammengekommen sein.

Auf diesen Dampfer werden wohl in den kommenden Tagen noch jede Menge anderer Promis aufspringen, um sich ins Gespräch zu bringen. So oder so, es ist nicht abzusehen, dass den Verbrechern im Mittelmeer Einhalt geboten wird und so wird auf diesem Weg noch jede Menge Gewalt und Tod bis nach Deutschland gebracht werden. Die eine oder andere künftige „Mia, Maria, Mireille oder Susanna“ stand am Samstag vielleicht mit einem Refugee-Welcome-Plakat in Berlin, München oder Frankfurt.




Müssen wir Libyen bevormunden?

Von DOC WALTER | Allmählich entsteht in Europa zunehmend Konsens, dass die Zuwanderung aus Afrika heruntergefahren werden soll. Die nordafrikanischen Durchgangsländer fühlen sich durch den Migrationsstrom schon lange belastet und betreiben seine Abbremsung. Damit bedienen sie nun zunehmend auch das Interesse des umdenkenden Europas. Wenn Europa ernst machen will, wird es die von nordafrikanischen Staaten begonnene Drosselung des Migrantenstroms unterstützen.

Dies geschieht momentan bis zu einem gewissen Maß z.B. mit den Anlegeverboten für „Seenot“-Schlepperschiffe. Deren Shuttleservice zu unterbrechen ist ein wichtiger Schritt. Wenn niemand mehr aus Schlauchbooten nach Europa abgeholt wird, sondern umgekehrt Schiffbrüchige regelmäßig nach Afrika zurück gebracht werden, dürfte die Mittelmeerroute sehr unattraktiv werden – mit dem Nebeneffekt, dass auch nicht mehr viele ertrinken werden.

Bevorzugtes Transitland für die zu unterbrechende Mittelmeerroute ist Libyen. Für die am Durchreisen Gehinderten, die nicht in ihre Herkunftsländer zurück wollen bzw. können, wurden Lager geschaffen, und zwar so, dass sie den Insassen ein einfaches Überleben ohne Luxus ermöglichen, und sie dafür arbeiten müssen. Damit werden sie mit all jenen relativ gleichgestellt, die – wie in der Menschheit üblich – selber für ihren Lebensunterhalt aufkommen müssen.

Die Beherbergung in einem solchen Lager wird in Libyen als eine Dienstleistung verstanden, für die Aufgenommenen dem Lagerbetreiber eine zumutbare Gegenleistung erbringen müssen. Organisatorisch wird das so gemacht, dass die Insassen – gegen eine Vermittlungsgebühr – an regionale Arbeitgeber vermittelt werden. Im Idealfall holt der Arbeitgeber sie aus dem Lager ab und besorgt ihnen eine eigene Wohnung. Dann wird ihr Lagerplatz wieder frei.

Wer zur Gegenleistung nicht bereit ist, muss das Lager wieder verlassen.

Im Vergleich zu den Versprechungen voll versorgten Lebens ohne Arbeit in Europa, unter denen die Reisen oft angetreten wurden, und auch im Vergleich zu solchen Vollversorgungen, die Landsleuten in Europa oft wirklich zuteil werden, mögen diese eher bescheidenen Verhältnisse als Hölle vorkommen, wie dies kürzlich in einem CNN-Bericht zum Ausdruck kam. Doch sollten sich die Europäer und speziell die Deutschen diesbezüglich gegenüber den Nordafrikanern nicht allzu voreilig schon wieder mit dem Scheckbuch in der Hand als die Bessermenschen aufspielen und bessere Aufnahmelager nach mitteleuropäischem Standard fordern.

Ein Aufnahmelager, in dem es den Insassen wesentlich besser geht, als sowohl der Bevölkerung des Landes, in dem es steht, als auch den Bevölkerungen der Länder, aus denen sie kommen, dürfte die Migration wieder über ähnliche fatale Sogwirkungen befeuern wie die europäische, besonders die deutsche Willkommenskultur mit ihrer Vollversorgung. Es wäre also kontraproduktiv.

Wie zu lesen ist, lehnen die nordafrikanischen Staaten den Bau europäischer Aufnahmelager auf ihrem Territorium ab. Das ist auch gut so. Sie übernehmen diese Aufgabe selber, und sie machen es besser, als die Europäer es tun würden.
Anders als derzeit in Europa angedacht, braucht man in den nordafrikanischen Aufnahmelagern auch keine Asylberechtigungen zu prüfen. Das würde schon wieder einen Reiseanreiz für Glücksritter aus dem Süden schaffen. Wer freiwillig nach Nordafrika gereist ist, muss dort offenbar nicht mit unberechtigter Verfolgung rechnen.