Künftig Schweine als Organspender?

Schweine sind wirklich hinterhältige Tiere. Nicht genug, dass sie von Hause aus unrein und verdorben sind, uns fett, krank, schwul und süchtig machen. Jetzt schleichen sie sich auch noch über die Wissenschaft in unsere Körper, weil sie einfach von sich behaupten, ihr Gewebe sei besser verträglich für den Menschen als das anderer Tiere. Ist das jetzt eine neue Kriegserklärung an die muslimische Welt?

Nach herben Rückschlägen kommt die Forschung an der Verpflanzung von Schweineorganen in Menschen jetzt wieder in Schwung. Das berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 07/07. So hat in Russland gerade die erste klinische Studie begonnen, bei der Diabetes-Patienten Inselzellen von Schweinen injiziert bekommen. Diese sollen dafür sorgen, dass die Diabetes-Kranken ohne Insulin-Zufuhr von außen oder zumindest mit einer niedrigeren Dosis auskommen. Für die Behandlung werden die Schweine-Zellen in einem speziellen Gel verkapselt, das zwar Insulin und Nährstoffe durchlässt, nicht aber die Antikörper, Fresszellen und weißen Blutkörperchen der menschlichen Immunabwehr. Ohne diese Verkapselung würden die Schweinezellen sofort eine heftige Abstoßungsreaktion auslösen. (..) Wie andere Forscher setzt Hering darauf, Schweinezellen nicht zu verkapseln, sondern gentechnisch so zu verändern, dass das menschliche Immunsystem sie besser toleriert. Dabei arbeitet er mit dem deutschen Klon-Experten Eckhard Wolf zusammen, der derzeit bei München einen hochmodernen Stall für Schweine für die Xenotransplantation bauen lässt. An der Mayo Clinic in den USA entsteht unterdessen für 17 Millionen Dollar ein weiterer Hightech-Stall. Dort sollen in Zukunft sogar ganze Schweineherzen in Menschen verpflanzt werden.

Wenn das Schule macht, sehen wir überall auf der Welt Schweinebilder brennen. Vielleicht sollte man als Zeichen des gegenseitigen Respekts das Geld lieber dafür verwenden, gentechnisch das Rind auf Schwein umzurüsten, damit in der Brust des herzkranken Moslems nicht irgendwann ein Schweineherz schlägt.

(Spürnase: Hojojutsu)




GAL/Grüne: Frau Goetsch und ihr Versprecher

get_picture.jpgAuf dem Blog ‘Aufgewacht’ fanden wir diesen Artikel. Wir haben dem nichts hinzuzufügen. Ausser vielleicht eine noch deutlichere Hervorhebung des Versprechers der Grünen-Linkspopulistin Christa Goetsch (Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der GAL-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft). Ihre Bemerkung fiel, als viele Diskussionsteilnehmer sich überzeugt zeigten, dass die Moscheevereine in St. Georg die Pöbeleien und Gewalttätigkeiten problemlos abstellen könnten.

Ein Teilnehmer meinte: “Die Politik muss auf die Imame zugehen und den nötigen Respekt gegenüber Schwulen einfordern, damit die den Eltern ins Gewissen reden und die ihren Kindern. Sie dürften mehr Erfolg haben, als alle Streetworker und Sozialpädagogen zusammen.”

Frau Goetsch: „Wir gehen gerade einen Schritt zuviel. Die Haltung des Islam zu Homosexualität und Gleichberechtigung ist eine ganz andere Diskussion. Ein Stadtteildialog ist nicht die Ebene für eine theologische Debatte… “

Aber Frau Goetsch! Sollten Sie wirklich erkannt haben, dass die Theologie des Islams, dass die Glaubensgrundsätze des Islams die eigentliche Ursache für das schwulenfeindliche Verhalten der Mosleme sind? Und Frau Goetsch, wenn Sie schon soweit gedacht haben, wenn Sie im Grunde genommen erkannt haben, dass es mit dem Islam keine Multikulti-Gemütlichkeit geben kann, wenn Ihnen Ihr linkspopulistisches Gesabber eigentlich auf die Nerven geht, WARUM sprechen Sie dann nicht laut aus, was wir alle schon länger wissen? Und WARUM versuchen Sie weiter, uns und alle die gegen diese menschen- und demokratiefeindliche Ideologie sind, als rechtsradikale Nazis zu verunglimpfen?

Islam ist Frieden™.
Ja Frau Goetsch, Friedhofsfrieden.

» Alles Böse kommt von hinten: Schwule gelten in der arabischen Welt nicht bloss als pervers, sondern als gefährlich perverser Stosstrupp des dekadenten Westens. In einigen Ländern werden sie gnadenlos verfolgt. (Spürnase: Oliver)




Berichterstattung über Islam zu negativ

Den Lacher des Tages findet man heute in der Zeit in einem Interview mit dem Kommunikationswissenschaftler Kai Hafez (Foto) von der Universität Erfurt. Der beklagt nämlich eine einseitig negative Berichterstattung von ARD und ZDF zum Thema Islam, die wir so bisher noch gar nicht feststellen konnten und vermutet dahinter „Zwang“ oder „Gewohnheit“.

Sie haben untersucht, wie der Islam in Sendungen von ARD und ZDF dargestellt wird. Was haben Sie herausgefunden?

Der Islam kommt deutlich schlechter weg als andere Weltreligionen. Die Darstellung ist sehr einseitig auf Konfliktthemen wie Terrorismus, Extremismus, Integrationsprobleme oder internationale Auseinandersetzungen fokussiert. Die Anlässe, aus denen berichtet wird, sind durchweg negativ.

Das mag daran liegen, dass es keine positiven gibt! Der Islam ist nach innen und außen eine gewalttätige Ideologie. Aber Schuld daran ist für Hafez nicht der Verursacher der schlechten Nachrichten, sondern der Überbringer. Die Idee, dass der Islam nichts anderes zu bieten hat als „Terrorismus, Extremismus, Integrationsprobleme, internationale Auseinandersetzungen“ oder die brutale innermuslimische Unterdrückung der individuellen Freiheiten und der Frauen und deshalb zwangsläufig schlechter wegkommen muss als andere Weltreligionen, kommt Hafez nicht in den Sinn. Er wünscht sich, dass die Zuschauer einen anderen Eindruck vom Islam bekommen, als der in der Realität zu bieten hat. Und beim Aufbau dieses Trugbildes sollen die Öffentlich-Rechtlichen gefälligst behilflich sein.

Aber es ist nun mal die Pflicht der Medien, über Konflikte zu berichten.

Das wird von den Medien gern als Argument vorgebracht. Doch was eine Nachricht wert ist, wird von ihnen ja in großem Maße selbst bestimmt.

In Hafez’scher Denke heißt das: Alles, was für den Islam negativ sein könnte, ist wegzulassen, weil es unwichtig ist.

Glauben Sie, dass ARD und ZDF mit Absicht manipulieren?

Nein, das sind Gewöhnungserscheinungen. Teilweise stehen Journalisten aber auch unter dem Zwang, eine von anderen Medien publizierte negative Nachricht nachzuziehen. Das könnte nur auf der Ebene der Programmmacher und der Intendanten geändert werden. Dazu kommt, dass im Nahen Osten häufig ein kleines Häufchen von drei Korrespondenten für 25 oder 30 Länder zuständig ist. Die sind einfach überlastet.

Aha! Nicht der Islam ist schlecht, sondern die Korrespondenten sind überlastet und stehen außerdem unter dem Zwang, schlechte Nachrichten bringen zu müssen, weil andere das schließlich auch tun. Und gerade im Nahen Osten scheint Hafez eine Menge Möglichkeiten zu sehen, auch positiv über den Islam zu berichten. Hamas und Hisbollah sind da sicher ein unerschöpflicher Quell!

Die arabischen Staaten haben die beste soziale Einkommensverteilung mit der geringsten Kluft zwischen arm und reich. Darüber könnte berichtet werden.

Dass dort vergewaltigte Mädchen gesteinigt, Schwule gehängt, Hände abgehackt, Juden und Christen als Affen und Schweine bezeichnet werden und Frauen keinerlei Rechte haben, ja nicht einmal ihren Ehepartner selbst auswählen dürfen, können die Medien wirklich weglassen, statt aus Gewohnheit immer wieder darauf hinzuweisen. Es könnte sonst ein negatives Bild vom Islam entstehen.

(Spürnase: André H.)




Abschied von St. Georg

beck_volker_150.jpg„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ob du´n Mädel hast oder Karl-Heinz…“ sangen wir früher manchmal, wenn es etwas später geworden war. Mit Karl-Heinz wird es jetzt allerdings schwierig, zumindest im Hamburger Viertel St. Georg. Denn wie überall, wo die wirren Frankensteins des Multikulturismus Stadtviertel zu ihren Versuchslabors erklärten und wahllos die bunten Ingredenzien ihrer Kifferträume zusammenkippten, entwickelt sich auch in St. Georg nach einigem Umrühren unter bedenklichem Brodeln eine übelriechende Substanz. Und die ist nicht bunt, wie erhofft, sondern grün wie das Banner des Propheten. Die Regenbogenfahnen werden eingeholt.

Für PI-Leser ist die Entwicklung nicht überraschend. Wer Menschen aus fremden Kulturen nicht nur als Dekorationsobjekte seines grauen Alltags missbraucht, sondern sie in ihrer Eigenart und Kultur wahrnimmt und sich mit dieser mehr als nur schulterklopfend auf dem Straßenfest befasst, weiß seit langem, dass die islamische Lebensart am wenigsten mit denen in Frieden existieren kann, die sie am meisten hofieren: Atheisten, Linke und Grüne mit ihren Idealen von Emanzipation, Vielfalt und sexueller Toleranz. Allmählich schwant jetzt auch den „Seriösen“, dass „der Multikulti-Traum zerbricht“. So titelt Die Welt und berichtet vom Abschied der Hamburger Schwulen von „ihrem“ St. Georg:

Früher hätte man sich szenetypisch gekleidet, sagt ein schwuler Gastronom, der anonym bleiben will. „Heute zieht man eine Jogginghose drüber.“ Und wenn einem händchenhaltenden Homo-Paar nachts mehrere Jugendliche begegnen, wechselt man besser die Straßenseite. „Die goldenen Zeiten sind für Schwule mit dem starken Zuzug von Migranten vorbei“, sagt der 49-Jährige. In ehemals schwulen Läden seien heute anatolische Teestuben, türkische Bäckereien oder Moscheen. In Anspielung auf das angespannte Verhältnis fragt ein Schwuler im Szenemagazin „Hinnerk“: „Wäre St.Georg schöner ohne Döner?“

Wer hätte das gedacht. Ein schwules Magazin bringt Schlagzeilen, die man bisher nur in verrufenen Blogs wie PI lesen konnte. Aber mit den Konsequenzen hapert es noch. Ausgerechnet auf jene, welche die grüne Suppe eingebrockt haben, setzen immer noch viele Betroffene ihre Hoffnung, und vertrauen sich lieber „ihrem“ grün-alternativen Farid Müller (GAL) an, als der Polizei. Aus Angst vor Racheaktionen. Das bestätigt auch der bereits zitierte Szenegastwirt:

Der seit 1978 im Viertel lebende Gastronom bestätigt diese Angst, Überfälle anzuzeigen. Es gebe viele Pöbeleien und Einschüchterungen. Bei Autos mit dem Regenbogenaufkleber – dem Symbol der Schwulen und Lesben – seien Scheiben eingeschlagen oder Antennen abgebrochen worden. Im Dezember 2006 wurde das Schild einer Beratungsstelle für Homosexuelle mit dem Spruch „Tod den Schwulen“ übermalt.

Nur einer will von alledem nichts bemerken:

Ahmet Yazici von der Centrums Moschee sind dagegen keine Übergriffe bekannt. „Dass es ein paar Halbstarke gibt, die dummes Zeug reden und sich aufspielen, das gibt es überall“, meint Yazici. Toleranz werde von den Muslimen aktiv gelebt.

Was seriöse Journalisten noch nicht auszusprechen wagen, ergänzt, wie es immer öfter zu beobachten ist, ein bereits besser informierter Leserbriefschreiber namens Burhard:

Islamisten setzen bewusst auf Selbstjustiz im Sinne der Scharia. Dazu wird den männlichen Jugendlichen eingetrichtert, sie seien dafür verantwortlich, dass der Islam überall Einzug erhält. Man nennt das auch Jihad.

Zitat: Yazici wehrt sich gegen die pauschale Verurteilung der Muslime in dem Viertel

Das ist eine bodenlose Frechheit! Es ist die Lehre Mohammeds, die diese Verbrecher motiviert. Ohne Islam wären das nette Jungs, die mit Mädchen schmusen oder mit anderen Jungs!

Immerhin, ein Gutes hat die Sache. Auf Umwegen kommen die Grünen doch wieder zu ihrem ursprüglichen Ziel des Naturschutzes. Denn wenn Volker Beck (Foto oben) jetzt mal wieder ein böser Junge war, muss er nicht mehr umweltbelastend nach Moskau jetten, um sich seine Haue abzuholen. Demnächst geht es ganz umweltfreundlich mit der Bahn nach Hamburg. Und gleich hinterm Hauptbahnhof gibt´s dann was auf die Jacke. „Gut so“ ist das aber trotzdem nicht.

(Spürnase: Hojojutsu)




Political Correctness und Höflichkeit

Manchmal wird das Wort „Political Correctness“ so benutzt, als ob es eine politisierte Form der Höflichkeit wäre. In der Tat kann es bei oberflächlicher Betrachtung auch so erscheinen. Es ist sowohl unhöflich als auch politisch inkorrekt, wenn man einen Behinderten mit abschätzender Miene anglotzt oder wenn man beim Dönerkauf dem netten Verkäufer einfach so ins Gesicht sagt, man hielte den Islam für einen unsympathischen und gefährlichen Irrglauben.

Aber ist Political Correctness wirklich nur ein anderes Wort für Höflichkeit oder ist sie vielleicht etwas anderes, das sich nur in manchen Fällen mit Höflichkeit deckt?

Kulturmarxismus und Feminismus als Vorreiter der political Correctness

Tatsächlich spricht sehr viel dafür, dass es sich bei Höflichkeit um eine individuelle Verhaltensweise handelt, bei political Correctness aber um eine Ideologie oder gar eine Doktrin, und zwar keineswegs um eine, die bestrebt ist, den höflichen Umgang aller (!) Menschen untereinander voranzutreiben. Political Correctness ist sehr selektiv dabei, wem Höflichkeit zusteht und wem nicht. Fjordman sieht Political Correctness als die postkommunistische Variante des Kulturmarxismus, die ihre Wurzeln bei den europäischen Marxisten des frühen 20. Jahrhunderts hat und als eine

„auf Gruppen basierende Moral oder eben die Idee, dass Moral das ist, was den Interessen von “unterdrückten” oder “ausgegrenzten” ethnischen, rassischen und geschlechtlichen Gruppen dient.“

Die Avantgarde der political Correctness waren – lange bevor der Islam zum Thema wurde – die Feministinnen der 70er Jahre (die nicht zu verwechseln sind mit ihren Schwestern aus der Zeit um die Jahrhundertwende, die wirklich für gleiche Rechte für Frauen kämpften). Sie machten sich daran, die Sprache auf angeblich „frauenfeindliche“, beleidigende Formulierungen zu durchforschen und diese zu entfernen. Plötzlich wurden Frauen, die sich durchaus wohl und kein bisschen unterdrückt fühlten, belehrt, dass das kleine „man“ ein Unterdrückungsinstrument des Patriarchats sei und das binnen-I machte sich daran, die deutsche Sprache (die durch grammatikalische Eigentümlichkeiten wesentlich mehr Raum für solcherart Irrsinn bietet als z.B. das Englische) zu verhunzen. Diese Entwicklung ist hässlich, aber sie birgt an sich (!) keine großen Gefahren, sie ist reversibel. Sie wird so schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen ist, weil Frauen und Männer in einer Gesellschaft sich viel zu nahe stehen, um sich dauerhaft gegeneinander aufhetzen lassen(das wird auch in der islamischen Welt nicht funktionieren). Da haben sich die politisch korrekten verbiesterten Vorreiterinnen wohl etwas verschätzt.

Ein ideales Konzept für einwandernde Moslems

Aber sie haben ein Konzept geschaffen: Eine Gruppierung gilt als unterdrückt und hat daher das Recht, die als unterdrückerisch katalogisierte Gruppierung unhöflich bis gehässig zu behandeln, ohne dass diese mit gleicher Waffe zurückschlagen darf. Dieses vorgefertigte Konzept hat sich im Nachhinein auf andere Gruppierungen (Schwule, Behinderte usw.) ausgeweitet, was immer noch keine ernsthaften Gefahren barg, weil keine dieser Gruppierungen aggressiv-gewalttätig ist. Allerdings fanden dann auch Moslems bei ihrer Einwanderung in westliche Länder diese Struktur vor, die dem islamischen Konzept der Dhimmitude recht ähnlich ist: Unterschiedliche soziale Rechte für unterschiedliche Gruppierungen. Nichts anderes ist political Correctness. Nichts anderes ist Dhimmitude. Und wer auf der richtigen Seite steht oder sich für sie einsetzt, darf die Regeln der Höflichkeit in sehr weitem Maße brechen und sehr viel „Respekt“ einfordern ohne ihn zu gewähren.

Wir haben uns an Ungleichheit gewöhnt

Und wir? Solange wir nicht eine schwarze Lesbe im Rollstuhl sind, sind wir längst daran gewöhnt, dass es absolut in Ordnung ist, wenn man unsere Höflichkeit mit anderem Maß misst, als die, welche uns entgegengebracht werden muss. Wir leben ganz selbstverständlich damit, dass wir als diejenigen gelten, die – wenn man sie nicht mit Zensur bremsen würde – sofort damit beginnen würden, andere Menschen zu unterdrücken und zu versklaven, auch wenn wir niemals auch nur den Ansatz eines derartigen Gedankens im Kopf hatten.

„Ein Baum ein Strick ein Nazigenick“

ist ein durchaus politisch korrekter Spruch, er löst kaum Widerspruch aus, wenn ihn auch nicht alle besonders gut finden. Er ist nicht nur nicht höflich, er dokumentiert, dass diejenigen, die ihn verwenden, sich anmaßen, notfalls auch morden zu dürfen oder es zumindest angebracht finden, vom Morden zu reden, um „Gesicht gegen Rechts zu zeigen“. Es soll hier nicht für Mitleid mit armen Neonazis geworben werden – ihre Ideologie ist untragbar. Ein Mordaufruf gegen sie ist es aber in einem Rechtsstaat auch.

Darüber hinaus wird in diesen Kreisen das Wort „Nazi“ recht inflationär und willkürlich benutzt. Auch wir zählen sehr schnell dazu, obwohl es nicht die geringste Begründung dafür gibt – und auch noch nie eine angegeben wurde, außer vielleicht die gleichermaßen dumme wie bösartige Behauptung, „Moslems wären irgendwie die Juden von heute“, die im Holocaustneid den Gipfel des Irrsinns findet. Die Nazis hatten nichts gegen den Islam – ganz im Gegenteil.

Die Umkehrung? Undenkbar und auch von niemandem gewünscht

Was wäre los, wenn wir den oben erwähnten Satz schreiben würden und dabei das Wort „Nazi“ durch „Gutmenschen“ oder „Moslem“ ersetzen würden? Oder: Was wäre, wenn wir ein Buch herausgeben würden, das 1:1 dem Koran entspricht, in dem aber die Begriffe Moslem und Ungläubige durch den jeweils anderen ersetzt sind?

Wir hätten in beiden Fällen den Staatsanwalt am Hals. Nicht zu Unrecht, aber davon abgesehen entspricht das auch nicht dem, was wir wollen oder auch nur sagen wollen. Unhöflich hingegen sind wir manchmal auch – manche mehr, andere weniger, je nach Naturell und Situation.

Das ist aber keine politisch inkorrekte Spezialität, das ist menschlich, und unhöflich sind die politisch Korrekten mindestens genau so sehr, wenn nicht weit mehr. Haltlose Beschimpfungen als rechtsradikal, rassistisch, undifferenziert, ausländerfeindlich gegenüber Islamkritikern usw. sind so an der Tagesordnung, dass man sie kaum noch wahrnimmt.

Selbst wenn Islamkritiker Morddrohungen erhalten, selbst wenn sie ermordet werden, selbst wenn Christen in islamischen Ländern massiv unterdrückt und bedroht werden, Juden in Israel von Moslems in die Luft gesprengt werden, wenn christliche Mädchen in unseren Ländern als Schlampen beschimpft werden und christlichen Jungen das Handy mit Gewalt abgepresst wird und umgekehrt nichts Vergleichbares geschieht, sind wir die potentiellen Unterdrücker, die man bremsen muss, und Moslems die Unterdrückten, die man schützen muss.

Wohlwollendes „Gedankenlesen“

Die Ungleichheit kommt sogar bei der beliebten Disziplin „Lies des Gegners Gedanken“ zum Vorschein. Sagt ein politisch Korrekter

„Israel ist ein Verbrecherregime und behandelt die Palästinenser wie die Nazis einst die Juden“

reagieren wir – die wir diese Aussage fürchterlich finden – zwar mit Widerspruch, packen diesen aber häufig automatisch in wohlwollendes Gedankenlesen. Wir unterstellen dem Schreiber, dass er falsch informiert, von den Medien indoktriniert, naiv, auf arabische Propaganda reingefallen oder allerhöchstens noch, dass er strohdumm ist. Wir sagen nicht: „Das ist ein dreckiger Nazi.“ Im Gegensatz dazu werden uns aber häufig Gedanken unterstellt, die wir aus angeblich „taktischen Gründen“ nicht sagen, z.b. dass es uns um Rassismus ginge und die Islamkritik nur als Vorwand dafür nehmen würden.

Versteigen wir uns einmal dazu, zu sagen, einer, der solche Sprüche wie den oben erwähnten bringt, wäre ein Antisemit, kommen auch schon die ängstlichen Zensoren – auch aus den eigenen Reihen (!) – angerannt, und weisen bedächtig darauf hin, dass es vielleicht nicht gut wäre, wenn man die politisch korrekte Seite mit Worten verprellt, die sie nicht so gern hört, sondern selbstgerecht für andere reserviert hat. Und überhaupt sollten wir keinesfalls etwas tun oder sagen, was der anderen Seite „Munition dafür liefert“, uns zu diskreditieren.

Warum eigentlich nicht?

Warum liefert es den Antisemiten (oder vielleicht auch wirklich nur Dummen) „Munition“, wenn wir sie aufgrund antisemitischer Äußerungen Antisemiten nennen? Warum liefert es dann aber umgekehrt uns gar keine „Munition“ sondern Rechtfertigungsdruck, wenn andere uns für die Warnung vor einer totalitären Ideologie Nazis nennen? Warum müssen wir aufpassen, was die politisch Korrekten von uns denken, während sie sich einen feuchten Dreck drum scheren müssen, was wir von ihnen denken? Warum sucht man unter politisch Korrekten in christlicher Feindesliebe den Dialog mit den Taliban oder etwas weniger christlich wenigstens mit den „moderaten Taliban“, während man über PI nicht einmal einen Artikel bei Wikipedia ertragen kann? Sind wir vielleicht nicht feindlich genug, um der Feindesliebe würdig zu sein?

Nein. Das ist es nicht. Die Ungleichheit ist fest etabliert und wir haben die Rolle der Bösen, egal was wir tun. Die politisch Korrekten legen willkürlich fest, wer ein böser Faschist ist (Islamkritiker) und wer ihnen auf keinen Fall gleicht (Moslems und sie selbst) und sie beharren darauf – auch wenn jede faktenorientierte seriöse Betrachtung vollkommen gegenteilige Ergebnisse erbringt.

Sind etwa wir die „Gutmenschen“?

Warum ist Herr Ulfkotte gezwungen, sich andauernd von Neonazis abzugrenzen? Haben Mitglieder von Pax Europa den Dialog mit der judenmordenden Hamas vorgeschlagen oder gar geführt? Oder haben das Parteimitglieder von FDP und SPD getan? Warum mussten sich diese Parteien anschließend nicht davon abgrenzen, Neonazis in ihren Reihen zu haben? Warum tun es die Grünen nicht, deren Mitglied Frau Bredehorst den Holocaust als Ausrutscher bezeichnet hat? Hätte das ein PI-Autor getan (was nebenbei betrachtet undenkbar ist), wir wären die nächsten hundert Jahre damit beschäftigt, nichts anderes zu tun, als uns zu rechtfertigen und doch würde keiner uns glauben. Frau Bredehorst wurde nach einer kurzen Erklärung geglaubt, dass sie das „nicht so gemeint“ hat. Auch wir haben ihr das geglaubt, wir sind geübt im neutralen und wohlwollenden Gedankenlesen. Sind am Ende die wirklichen Gutmenschen wir?

Höflichkeit ist nur die Maske der political Correctness

Political Correctness hat nichts mit Höflichkeit zu tun, sie ist lediglich eine Norm, die nach Gut-Böse-Katalogisierungen festlegt, wer was sagen darf und wer nicht. Aber sie kommt im Gewand der Höflichkeit und wird von vielen als solche wahrgenommen. Und so kommen ihre Vertreter, die häufig verbal an Inquisitoren erinnern, durch – weil ihre Gegner sie nicht für selbstherrliche Möchtegern-Totalitaristen sondern für naive Höflichkeitsfreaks halten. Political Correctness zementiert unter dem Deckmäntelchen der Höflichkeit eine massive Ungleichheit der freien Meinungsäußerung. Und an was erinnert uns das? Richtig:

Wir politisch Inkorrekten benehmen uns leider häufig wie die „Dhimmis“ der politisch Korrekten.




Gesprächsleitfaden: Was brennt, fliegt raus

Der sogenannte Gesprächsleitfaden in Baden-Württemberg, der speziell muslimische Einbürgerungswillige auf ihre Einstellung zu den Grundwerten unserer Gesellschaft testen soll, ist leise und unauffällig in wesentlichen Punkten geändert worden. Um es auf eine knappe Formel zu bringen: Was den Muslim stört, fliegt raus.

Dazu gehören die Fragen nach der Haltung zur Homosexualität, die auch international Kritik ausgelöst hatten. Zudem wurden einige der 30 Fragen des Katalogs umformuliert und konkreter gefasst. (…) Geändert wurde der Leitfaden vom CDU-geführten Innenministerium. Justizminister Ulrich Goll (FDP) und der Datenschutzbeauftragte Peter Zimmermann waren allerdings einbezogen. Goll, der auch Integrationsbeauftragter ist, hatte vor allem die Fragen zur sexuellen Orientierung bemängelt. Sie hätten in einem solchen Leitfaden nichts verloren, weil sie nichts über die Einstellung des Einbürgerungswilligen zum Grundgesetz aussagen. Die neu aufgenommenen Inhalte beziehen sich den Angaben zufolge auf den Bereich extremistischer Organisationen. In Zweifelsfällen soll nun die Unterstützung verfassungsfeindlicher Bestrebungen oder Organisationen abgefragt werden. Auch das Thema Eheschließung wird in der neuen Fassung mit Blick auf Zwangsverheiratungen und Doppelehen sowie Akzeptanz deutscher Gesetze im Falle von Scheidungen angesprochen.

Also das Übliche: Wischiwaschi statt konkrete Fragen. Die Einstellung zur Homosexualität hat im übrigen sehr viel mit der Akzeptanz unserer Gesellschaft und ihrer Werte zu tun, sie gehört zu den Kernpunkten. Respektiere ich Menschen ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, wie zum Beispiel die Grünen es in allen außerislamischen Bereichen fordern, oder tue ich das nicht. Sind Artkel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes, der da sagt

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

oder Artikel 2 Absatz 2

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.

tatsächlich vereinbar mit der in der Muslimcommunity weit verbreiteten Ansicht, dass Schwule minderwertig sind und getötet werden sollten? Gerade erst gingen Aussagen von Muslimen zum Thema „schwul sein“ durch die Presse.

Ist offenes Schwulsein eine Beleidigung für Muslime? Auch eine Umfrage des schwulen Hamburger Stadtmagazins “Hinnerk” bei muslimischen Kaufleuten zeigt die ausgeprägten Bruchlinien im Multikulti-Viertel. “Das sind keine Menschen”, heißt es dort. Und auf die Frage, was er tun würde, wenn sein Sohn schwul wäre, antwortet ein anderer: “Erschießen!”

Mit diesem Hintergrundwissen gab es offensichtlich für die Beteiligten nichts Wichtigeres zu tun, als die Fragen zur Homosexualität schnell zu streichen. Die Verantwortlichen scheinen solche Ansichten problemlos mit unserer Verfassung für vereinbar zu halten. Und die Grünen, bisher stolz auf ihre Erfolge in Sachen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften, fegen derartige „Lächlicherkeiten“ wie die Vereinbarkeit von Islam und Schwulsein mit leichter Hand vom Tisch. Man hat schließlich genug mit dem Vatikan und seiner Haltung zu schwulen Priestern um die Ohren.

In Zweifelsfällen soll nun die Unterstützung verfassungsfeindlicher Bestrebungen oder Organisationen abgefragt werden.

Darf man denn solche Fragen überhaupt stellen und wenn ja, welchen Nutzen haben sie eigentlich? „Verfassungsfeindliche Bestrebungen“ sind bei uns nicht einmal strafrechtlich relevant. Es ist neuerdings erlaubt, zum „Heiligen Krieg“ und zum Schlachten Ungläubiger aufrufen, solange man seine Pläne nicht umsetzt. Somit könnte die Zustimmung zu derartigen Zielen wohl kaum ein Hinderungsgrund für die Einbürgerung sein.

(Spürnase: Wilhelm Entenmann)




Ist die Ahmadiyya wirklich harmlos?

Diese Überschrift spielt auf einen in der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Artikel über den Besuch einer 8. Schulklasse in einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinschaft in Groß-Gerau an. Der Bericht der „Reporterin“, selbst Schülerin, trägt den Titel „Ist Islam wirklich frauenfeindlich?“

Auf den offiziellen Homepages der Ahmadiyya Muslim Jamaat (national wie international) findet sich zum Teil sehr umfangreiches Textmaterial über Geschichte und Lehre der Ahmadiyya, noch dazu in sehr gutem Englisch bzw. Deutsch. Das Problem ist, dass offenbar niemand, der nicht selbst Ahmadi ist, diese Bücher und Broschüren liest. Sonst wäre es erheblich schwieriger, die Ahmadis als Vorzeige-Muslime und Muster an Integrationsbereitschaft darzustellen. Stattdessen sehen wir die ordentlich gestutzten Bärte, manikürten Fingernägel und den edlen Zwirn und schließen durch Äußerlichkeiten, dass das Gegenüber nicht die krause Weltanschauung des afghanischen Klischee-Muslims mit Zauselbart, Kopfwindel und Krummsäbel teilt, was zum Teil ja auch stimmt. Zum Teil. Womit noch nichts über die Vereinbarkeit der Sekten-Lehre mit unseren Werten, Grundgesetz, Menschenrechten und Pluralismus gesagt ist – die zentrale Frage der Integration. Aber wir haben keine Lust, hinter die Fassade zu schauen.

Hoch anzurechnen ist den Ahmadis die Absage an den gewalttätigen Dschihad der terroristischen Gotteskrieger. Die islamische Orthodoxie hingegen, welche die Ahmadis als Abtrünnige oder gar kafir, „Ungläubige“ bezeichnet, bejaht den Gewaltaspekt des Dschihad ausdrücklich. So ist der gebräuchliche Ausdruck „heiliger Krieg“ keine wörtliche Übersetzung, sondern eine treffende Interpretation einer bestimmten Form von Dschihad. Dschihad heißt zunächst „Anstrengung“, insofern hat unser Imam aus dem oben zitierten Text vollkommen Recht. Allerdings verschweigt er wichtige Details. Es geht nicht nur um die Anstrengung, ein „besserer Mensch“ (also ein ergebener Diener Allahs) zu werden, sondern um die Anstrengung, den Islam in der Welt zu verbreiten. Islam ist untrennbar mit Scharia, dem „göttlichen Gesetz“ verbunden, das im Gegensatz zum weltlichen Gesetz der Nicht-Muslime steht. Der Islam strebt jedoch die Herrschaft von Allahs Gesetz über das weltliche Gesetz der Ungläubigen an, z.B. durch militärische Unterwerfung letzterer in „heiligen Kriegen“. „Diese Dichotomie“ – zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen – „ist also keine religiöse, sondern eine politische“, erkennt Prof. Egon Flaig in seinem hervorragenden Essay. Im Gegensatz zum Christentum ist das „Reich Gottes“ in islamischer Sicht nämlich ganz und gar „von dieser Welt“, und es ist die religiöse Pflicht jedes Gläubigen, sich für sein Erscheinen einzusetzen. Dabei muss der Griff nach politischer Macht nicht zwangsläufig gewaltsam erfolgen. Im Hadith spricht Mohammed:

„Schon vor mir wurde durch Allah kein Prophet in irgendeiner Gemeinschaft berufen, ohne dass er in dieser Gemeinschaft Jünger und Gefährten gefunden hätte, die sich an sein Vorbild gehalten und ihm nachgeeifert hätten. Freilich werden nach deren Tod unfähige Erben auftauchen, die reden, was sie nicht tun, und die tun, was man ihnen nicht aufgetragen hat. Wer gegen sie mit der Hand einen Dschihad führt, der ist gläubig. Wer gegen sie mit Worten einen Dschihad führt, der ist gläubig. Wer gegen sie mit dem Herzen einen Dschihad führt, der ist gläubig, und jenseits von solchem Dschihad gibt es nicht einmal ein Senfkorn Glaubens.“

Es geht also auch anders. Gerade den Dschihad der Worte und des Herzens hat die Ahmadiyya-Gemeinschaft perfektioniert. Am Ziel des Dschihad ändert das nichts. Um der Gewaltlosigkeit der Ahmadiyya eine Legitimation zu verschaffen ist es erforderlich, an der Geschichte des Frühislam Anpassungen vorzunehmen, insbesondere an den Ereignissen zu Lebzeiten Mohammeds und an Mohammeds Charakter selbst. Posthum wird der Kriegsherr und autokratische Machtpolitiker Mohammed zum Friedensfürsten deklariert, dem Aggression so fremd war, dass er nie auch nur im Ansatz in den Zustand der Wut geriet. Kriegerische Aktivitäten Mohammeds waren samt und sonders „Selbstverteidigung“. Die Ahmadis versuchen, die vermeintliche Friedfertigkeit des kriegerischen Propheten an Koranversen wie Sure 9, 5 festzumachen: Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen und den Gesandten am liebsten vertrieben hätten, wobei sie (ihrerseits) zuerst mit euch (Feindseligkeiten) anfingen? Fürchtet ihr sie denn? Ihr solltet eher Allah fürchten, wenn (anders) ihr gläubig seid. (Übersetzung nach Paret)

Es ist abenteuerlich, aus dieser Aussage den Pazifismus Mohammeds herauszulesen, da sie nur auf einen winzigen Teil der riesigen Gebiete zutrifft, die schon unter Mohammed auf der arabischen Halbinsel erobert wurden. Aber die wahrhaft Gläubigen stört dieser Widerspruch nicht. Für sie wie für andere Muslime auch ist Mohammed bis heute der „perfekte Mensch“ und leuchtendes Vorbild.

Tabligh – Strategien zur Verbreitung des Islam

Aktive Ahmadis treten stets ausgesucht freundlich, höflich und hilfsbereit auf, damit ihre Gemeinschaft in der Öffentlichkeit in einem möglichst guten Licht erscheint. Sie geben sich zudem angepasst, bildungsbeflissen und sind nicht nur äußerst koran-, sondern auch bibelfest. Auch der Imam hat sich vor der Schulklasse nach diesen Grundsätzen verhalten, jedoch gehört nicht nur die Freundlichkeit und die großzügige Bewirtung mit Eis und Getränken dazu, sondern ebenso das Verschweigen des wahren Charakters des Dschihad. Das Letzte, was unser Imam will ist nämlich, seine Gäste zu beunruhigen. Der Grund: Tabligh.

Die Ahmadiyya-Kritikerin Dr. Hiltrud Schröter übersetzt Tabligh (arabisch, „[die Botschaft] überbringen“) mit „Ausweitung, Missionierung“, ein vielschichtiges Konzept zur Erweiterung des Einflussbereiches der Sekte und Gewinnung neuer Anhänger. So ist sowohl der vom vierten „Kalifen“ ausgerufene „100-Moscheen-Plan“, der die Errichtung von Knotenpunkten der Sekte in ganz Deutschland vorsieht, als auch das sanfte und zuvorkommende Verhalten der Mitglieder in der Öffentlichkeit Teil von Tabligh. Ob Ausbau der Infrastruktur oder ein Auftreten, welches das Wohlwollen der Gesellschaft sichern und neue Mitglieder rekrutieren soll – Tabligh gehört zu den Pflichten eines jeden Ahmadis, jeder soll nach seinem persönlichen Vermögen zur „Ausweitung“ beitragen. Ein vom Imam einer Londoner Ahmadiyya-Moschee verfasstes Buch empfiehlt, die missionarischen Tätigkeiten penibel an die jeweiligen Umstände anzupassen, damit die größte Effektivität von Tabligh gewährleistet ist (Inspiring Events in the Field of Tabligh):

Approach According to the Circumstances:

The second point of Hikmat [“Weisheit”], which is usually ignored, is keeping the circumstances in view. Analyze the circumstances and then start the work of calling towards Allah. Everything is fine if it is done at proper time. Delivering your message to some one who is in a hurry or mentally upset is not proper. This will not be according to circumstances. If a man dislikes something and it is presented to him, he won’t accept it even if it is good. Therefore, if the way of presentation is not so agreeable that it overpowers the hatred to hear the message, Tabligh will not be effective for him. Therefore, mind that you are engaged in a very delicate task. Follow the model of the Holy Prophet (peace and blessings of Allah be upon him), and be kind to others. Similarly adopt wise way of communication. You will have to think that your addressee will surely change by normalcy, therefore, you need to communicate gently.

In Accordance with Human Nature:

One of the demands of Hikmat is to talk according to the trend of the person you are talking to, and you should never be oblivious to it. Understand the tendency of the person whom you are conversing with. You should know what he avoids and then deal with him accordingly. (…)

Remain Constantly in Contact:

To take care of your crop is another demand of Hikmat. When you engage in Da‘wat ilallah [“Aufruf zu Allah”] or will engage, you will enjoy it. If you will not see the person you are preaching again and again, you will lose him like destroying your harvest. This is because the effect of your tabl?gh has not gone very deep. You will have to pay constant attention. If you will not do so, your labor will go to waste.

Simple, aber immer wieder höchst erfolgreiche Psychologie. Hier lassen sich ohne Mühe Ähnlichkeiten zu den Strategien entdecken, mit denen auch “gewöhnliche” Sekten – die sich nicht selbst das Etikett “Islam” verpasst haben – und sektenartige Gemeinschaften neue Mitglieder rekrutieren. Affirmatives Verhalten, die Aussicht auf die vermeintliche Lösung aller Probleme, mit der besonders Menschen in schwierigen Lebenssituationen geködert werden, das ständige Halten des Kontakts mit dem Kandidaten bzw. Neumitglied, das im Extremfall bis zur vollständigen Abschirmung vor dem Kreis von Freunden und Verwandten geht. Es gilt, rationales Denken auszuschalten und ein Vertrauens- oder Abhängigkeitsverhältnis herzustellen. Ist dies einmal erreicht, ist die Bindung des Neumitglieds an die Sekte bereits stark genug, um Belastungen – wie wirtschaftliche und mentale Ausbeutung durch die Gemeinschaft – zu tragen. Tatsächlich heißt es zwei Kapitel weiter:

Winning of Hearts is Essential:

During the job of Da‘wat ilallah, winning of hearts is more essential than winning of heads. Remember that if hearts are won, most of the job is done. That is the time when winning the heads poses least problem. If you have won somebody’s heart with love and affection, then the obstacles between him and the sayings and writings of the Promised Messiah (peace be upon him) will melt away. Therefore, reform your tongue, mend your heart and make it sweeter. Be lowly and humble and then see, by the grace of God, how many blessings you will earn. You will conquer those hearts in the least possible time. (Hervorhebungen durch den Autor)

Leider sind sich im „Dialog“ mit Funktionären der Ahmadiyya wohl nur die wenigsten nicht-muslimischen Teilnehmer bewusst, dass sie es mit taktisch geschulten Aktivisten zu tun haben, deren Auftreten in erster Linie Mittel zum Zweck ist. Im hier Gesagten wird deutlich, dass die Grenzen zwischen Taqiyya – die dem Schia-Islam bekannte Irreführung durch Verschleierung der eigenen Absichten – und Tabligh fließend sind. Zwar ist es dem Ahmadiyya-Anhänger verboten zu lügen, doch da die Tabligh-Missionierung in der Gemeinschaft einen äußerst hohen Stellenwert einnimmt und zu den obligatorischen Pflichten eines jeden Anhängers gehört, kann es zweckmäßig sein, Aspekte, die für die Gegenseite nicht akzeptabel sind, zu verschweigen: Scharia, Stellung der Frau im Islam, Diskriminierung von Homosexuellen, weltweite Islamisierung…

Apropos Islamisierung

Keinen Zweifel lassen die Autoren daran, dass das Endziel der Gemeinschaft die Herrschaft sowohl über alle anderen Religionen als auch über alle anderen Spielarten des Islam ist:

There is the promise contained in the Holy Quran, already referred to that in the Latter Days, a Prophet would be raised in Islam who would not only defend Islam against the concerted attacks of the followers and exponents of other faiths, but would establish the superiority of Islam in every respect over all other religions (Quran, 9:33). The commentators of the Holy Quran agree that the promise contained in this verse would be fulfilled through the Mahdi-Messiah, whose advent in the Latter Days had been foretold by the Holy Prophet. (Welcome To Ahmadiyyat)

Aussagen wie die obige haben die Ahmadis nirgendwo, nirgendwann revidiert. Sure 9, 33 lautet in der Übersetzung nach Paret: [Allah] ist es, der seinen Gesandten [Mohammed] mit der Rechtleitung und der wahren Religion geschickt hat, um ihr zum Sieg zu verhelfen über alles, was es (sonst) an Religion gibt – auch wenn es den Heiden zuwider ist. Für naive Islam-Träumer, nur zur Erinnerung: das Konzept der totalen Herrschaft des Islam läuft jedem gesellschaftlichen und religiösen Pluralismus zuwider, wie er in freiheitlichen Rechtsstaaten notwendig und in weiten Teilen des Christen- und Judentums längst verankert ist.

Die in Koran und Hadith verheißene islamische Überlegenheit und Weltherrschaft ist bislang eine Utopie, die Realität der „besten aller Gemeinschaften“ ist eher ernüchternd. Die Folge ist eine ausgeprägte narzisstische Kränkung, die den Jahrhunderte andauernden Niedergang des Islam als fremdverschuldet erklärt – das Feindbild „der Westen“ wird bemüht, um die wirtschaftliche und kulturelle Rückständigkeit des Islam auf die angebliche westliche „Dekadenz“ zurückzuführen. Im Hintergrund steht aber eine allumfassende jüdisch-christliche Verschwörung gegen den Islam. Ahmadiyya-Gründer Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908), der das Verkünden des Islam auch als Dschihad der Gegenwart bezeichnete, nennt als seine Motive u.a.:

True piety and virtue have been forgotten. The philosophy and science of this age run counter to spiritual aspirations. The influence they exert is bad to an extreme and conducive to spiritual blindness. They stimulate thoughts dangerous and impulses satanic. Those who become engrossed in these studies lose their religious convictions,(…) The more enlightened people become in a new sciences, the more deficient they become in decent and good behavior, and in disposition of modesty and shame, in the fear of God, and love of straight dealings. The Christian teaching is laying so many mines to blow up truth and faith. Christians are out to destroy Islam and ready to use lies and fabrications in ways most subtle, and on all occasions and with the help of ever new techniques – all directed to beguile and lead people astray. Christians are defaming and lampooning the Holy Prophet, the perfect man who proved himself the pride of holy men of all times and chief among the saints and apostles of the world. They hesitate not to caricature him in theatrical shows. They try and project a most hateful image they can invent of him. The worst that vicious and unchaste minds can think of is leveled against Islam and the Holy Prophet of Islam to lower them in the eyes of the world. Now O Mussalmans, hear and hear attentively that this campaign against Islam and Islam’s holy influence cannot be defeated by ordinary methods and means. The campaign is backed by the most complex fabrications and the most carefully planned devices that Christians can design. It is pursued mercilessly, with no thought of the expenditure involved. It does not exclude some most shameful devices which decency forbids us to detail. It is a campaign let loose on a large scale and pushed by the worst possible wizardry by Christian peoples, followers of Trinity. Such a campaign cannot be countered by ordinary methods. It cannot be beaten unless its magic and wizardry are confronted by the miraculous power of the Hand of God. Only miraculous power can and will smash this campaign and not without it can we save our simple souls from this vicious Western magic. To think of anything else would be sheer folly. No wonder, therefore, God Almighty has chosen from amongst the true Muslims of our time, this humble one and blessed him with His revealed word and with other divine favors that this vicious magic may be undone. (Victory of Islam)

Auffällig sind die Parallelen zum Denken von Hassan Al-Banna und Sayyid Qutb, den “Vätern” des modernen Islamismus, und ihrem Nacheiferer Osama Bin Laden. Es fehlt eigentlich nur die Erwähnung der „salibiyyun“, „Kreuzzügler“, wie die dämonischen Anhänger der angeblichen Verschwörung des Christentums gegen den Islam im arabischen Raum genannt werden. In einer ersten Stufe ist die „Reinigung“ der Welt des Islam von „nichtislamischen“ Elementen vorgesehen. Ist diese erfolgreich abgeschlossen und hat der Islam, wie man glaubt, dadurch seine alte Größe wiedererlangt, sind die Muslime stark genug, um die Islamisierung der Welt in Angriff zu nehmen.

Israel Schuld am Einmarsch Iraks in Kuwait

Dass diese Geisteshaltung seit den Tagen von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad nicht ausgestorben ist, zeigte der vierte „Kalif“ der Ahmadiyya Jamaat, Hadhrat Mirza Tahir Ahmad (gest. 2003), in einer Reihe von Freitagspredigten zum Golfkrieg 1990. Darin exkulpiert er das irakische Regime unter Saddam Hussein und stuft die irakische Okkupation Kuwaits zum regionalen Kleinkonflikt zwischen orientalischen Despotien herab, während „die Juden“ (die er als „aliens“, Fremde, bezeichnet) für weitaus größere Grausamkeiten verantwortlich seien:

„…look at the thousands of people of all ages, elderly, young and infants, who are helplessly languishing in camps. They are killed mercilessly; the skulls of infants are cracked open with rocks; children are brutally murdered in front of their mothers, and the mothers soon follow their children on the death trail.”

Die Geiselnahme von Ausländern durch die irakischen Streitkräfte und ihr Missbrauch als “menschliche Schutzschilde” sei ein geringes Verbrechen im Vergleich zum Boykott Iraks durch die UN („…constitutes a crime whose horror exceeds the hypothetically feared poetential execution of a few thousand Britons and Americans held in Iraq.“). Vielmehr ist die Politik gegen den Irak Saddam Husseins Ausdruck der allgegenwärtigen Verschwörung gegen den Islam:

„My apprehension is that Iraq will be subjected to horrific revenge and it may be blown to bits. The fire of their revenge will not quench until they annihilate this up-and-coming Muslim country which is an exceptional force in this region. These ill-intentions were first conceived in Israel. (…) God alone knows how Iraq was lured into occupying Kuwait and the whole sinister development ensued (Hervorhebung im Original)

Der „Kalif“ war nicht der Einzige, der in der islamischen Welt kruden Verschwörungstheorien anhängt. Im Gegenteil, Verschwörungstheorien gehören zum absoluten Mainstream. Die weit verbreitete Neigung, für Missstände im „Haus des Islam“ stets „den Westen“, Juden, Christen oder Nicht-Muslime allgemein verantwortlich zu machen, ist nicht zuletzt auf den im Koran begründeten unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen zurückzuführen. Abgesehen davon gerät jede nichtislamische Kultur oder Idee durch den universellen Herrschaftsanspruch des Islam rein zwangsläufig in eine Konkurrenzposition zu den Muslimen.

Die einzige Hoffnung auf Überwindung der gegenwärtigen Schwäche und Zerrissenheit der islamischen Welt liegt laut Tahir Ahmad in der Besinnung auf die Gebote des Koran, auf den „wahren Islam“ der Ahmadiyya-Bewegung.

„The period of adversity has been long and painful. You should turn to God, repent, and seek His forgiveness. Let me assure you that to whatever extent the matters may have worsened, if you submit today before the leadership established by God, then not only will you rise as a great power in the world, but such a great movement of the new supremacy of Islam wil be set in motion that no power in the world will be able to confront it and the progress which appears to spread over centuries will become a matter of years.” (The Gulf Crisis & The New World Order)

Muslimischer Küchenzauber

Ein breites, jedoch rasch verhallendes Medienecho rief ein Artikel im deutschsprachigen Jugendmagazin der Ahmadiyya im April 2007 hervor. In dem Blatt wurde behauptet, der Verzehr von Schweinefleisch mache homosexuell; dieselbe Aussage fand sich auf der offiziellen Homepage der deutschen Ahmadiyya-Gemeinschaft (PI zitierte ausführlich).

Diese voraufklärerische Variante von „Du bist was Du isst!“ beleidigt Homosexuelle und Fleischesser (und vermutlich auch Schweine selbst), ist aber in dieser und ähnlicher Form als Begründung für das Schweinefleischverbot bei unterschiedlichen islamischen Strömungen durchaus gebräuchlich. Weil schlechte Presse für die Ahmadis schädlicher ist als gar keine Presse, wurde der Stein des Anstoßes rasch von der entsprechenden Webseite entfernt, womit der Fall für die meisten Medien erledigt ist. Der „Tagesspiegel“ zitiert den Sprecher der Sekte, Rafik Ahmad, mit folgender Begründung für diesen Schritt:

„Wir haben keine Quelle gefunden, in der diese Aussage belegt wird“ (…) Darum würden jetzt alle Videobänder mit Reden und Diskussionen des Kalifen ausgewertet. Solange gelte, dass im Koran und in den Schriften des Begründers der Gemeinde kein Zusammenhang hergestellt werde zwischen dem Verzehr von Schweinefleisch und Homosexualität, sagte Ahmad. Beides ist Muslimen nicht erlaubt.“

Eine wie wir finden höchst bemerkenswerte Aussage, wenn man das Pferd von hinten aufzäumt: angenommen, es gibt im Koran Passagen, die eine Verbindung knüpfen zwischen Schweinen und Homosexuellen, dann ist Diskriminierung erlaubt, wenn nicht geboten. Im Geiste der Nächstenliebe sind wir bereit zu helfen. Ein Hinweis findet sich in der Tat in den Aussagen des Gründers Hazrat Mirza Ghulam Ahmad:

The Promised Messiah and Mahdi writes about „Why Eating the Flesh of Swine is Prohibited“:“One matter to be kept in mind in this context is that in the very name of the animal, God has indicated the reason for the prohibition of its flesh. The Arabic word for swine is Khinzir which is compound of Khanz and Ara , which means: I see it very foul. Thus the very name that God Almighty gave to this animal at the beginning points to its uncleanliness. It is a curious coincidence that in Hindi this animal is called Suar, which is a compound of Su and Ara . This also means: I see it very foul. … Everyone knows that it eats filth and is utterly shameless. Thus, the reason for the prohibition of its flesh is obvious, as by the law of nature its flesh would have a foul effect on the body, and the soul of one who eats it. …. Even in pre-Islamic times, Greek physicians had opined that the flesh of this animal particularly damages the faculty of modesty and fosters shamelessness.

Schnitzel macht also „schamlos“. Ob Homosexualität „Schamlosigkeit“ bedeutet ist eine Interpretation, die abhängig von der jeweiligen Weltanschauung ist. In den deutschsprachigen Koran-Übersetzungen finden sich Hinweise auf Mohammeds Haltung zur Homosexualität (4,16; 7,81). Homosexualität wird dort mit „Hurerei“, „Unzucht“ und „Ausschweifung“ assoziiert. Nach wie vor findet sich auf http://www.ahmadiyya.ch/ ein Eintrag in den FAQ, der keinen anderen als den deutschen Islam-Konvertiten Hadayatullah Hübsch zitiert.

Hingegen liegt dem Verbot [von Schweinefleisch] eine Ernährungsphilosophie zugrunde, die davon ausgeht, dass jedes Nahrungsmittel auf eine gewisse Weise bestimmte Moralverhalten im Menschen stärke oder schwäche. Konkret, dass durch die Aufnahme von Nahrung das moralische Verhalten des Menschen beeinflusst wird. Das Schwein gilt als Tier, das schamlos ist. Es ist ein Allesfresser, frisst auch das Fleisch von Artgenossen, es hat zudem Neigungen zu einem ausschweifenden Sexualleben und zur Homosexualität.

Wenn man weiß, dass Muslime oft Analogieschlüsse ziehen, um zur Rechtsfindung zu gelangen, ist es eigentlich nicht erstaunlich, wenn die Ahmadis dem Schwein nachgesagte Eigenschaften auf das Verhalten „schweinischer“ Menschen übertragen. So ist es höchst zweifelhaft, dass die Entfernung des fraglichen Inhalts von der deutschen Ahmadi-Homepage Anzeichen eines echten Umdenkens innerhalb der Gemeinschaft ist – und nicht vielmehr Teil der Tabligh-Strategie, den Zielpersonen der Missionierung Details zu verschweigen, damit kein unangenehmer Eindruck von der Sekte entsteht. Wenn erst die „Herzen gewonnen“ sind und das Denken ausgeschaltet ist, ist auch die Bereitschaft vorhanden, Kröten zu schlucken. Liebe macht bekanntlich blind.

Fazit

Wie gesehen gibt es Indizien dafür, dass die Ahmadiyya Muslim Jamaat ein doppeltes Spiel treibt. Vordergründig integriert, verfolgt sie hinter den Kulissen unter Zuhilfenahme der Tabligh-Strategie die Islamisierung des Westens hin zum „Weltkalifat“.

Es ist an der Zeit, die Schriften der Ahmadiyya Muslim Jamaat einer systematischen Prüfung zu unterziehen. Noch sind die von uns zitierten Texte online frei für jedermann einzusehen. Nicht überraschend wäre es, wenn die deutsche Ahmadiyya-Gemeinde weitere fragwürdige Inhalte wie Aussagen über die Rechte der „Frau im Islam“ (Broschürentitel) und judenfeindliche Passagen [*], die sich genauso in der Charta der radikal-islamischen Hamas finden („Der Konflikt im Mittleren Osten“), sang- und klanglos verschwinden ließe, sobald sie einen größeren öffentlichen Bekanntheitsgrad erreichten. Doch wir dürfen uns nicht durch Tabligh nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ täuschen lassen. Die Ahmadiyya hat es verdient, dass ihr mit Skepsis und Zurückhaltung begegnet wird. Höflichkeitsfloskeln wie „Liebe für alle, Hass für niemanden“ kann jeder absondern. In der Konfrontation der Sekte mit ihren eigenen fragwürdigen Aussagen und in ihrer Reaktion darauf wird sich zeigen, wie weit es mit ihrer Redlichkeit her ist: lässt sie Kritik zu, ist sie in der Lage, Selbstkritik zu üben, indem sie die Inhalte zur Kenntnis nimmt, um sich schließlich – als Zeichen der Einsicht und Umkehr – glaubhaft von ihnen zu distanzieren? Oder bedient sie sich aus dem Taktik-Repertoire des typischen muslimischen Verbandsfunktionärs, das Verschweigen, Abwiegeln, Abstreiten und Ins-Gegenteil-Verkehren umfasst?

Nachtrag: Alle von uns zitierten Schriftstücke sind, sofern sie von Autoren der Ahmadiyya Muslim Jamaat stammen, auf der internationalen Homepage http://www.alislam.org/ bzw. der Homepage der deutschen Ahmadiyya-Gemeinde http://www.ahmadiyya.de/ einzusehen (zumeist PDF-Format, s. http://www.alislam.org/books/ bzw. http://www.ahmadiyya.de/online_shop/library_frameset.html)

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[*] Zitat aus „Der Konflikt im Mittleren Osten im Lichte himmlischer Prophezeiungen“:

„In den Ahadith (Aussprüchen des Heiligen Propheten Muhammad, Friede und Segen Allahs seien auf ihm) stoßen wir auf zahlreiche wichtige Einzelheiten über die Taten von Gog und Magog auf der einen Seite und das Unglück der Muslime und ihre letztliche Rettung durch die Hand des Messias auf der anderen Seite. Zum Beispiel bestätigen die Ahadith ausdrücklich, daß in den letzten Tagen ein heftiger Kampf zwischen den Juden und den Muslimen ausbrechen werde und daß am Ende Allah Sieg den Muslimen gewähren würde: Prophezeiung, daß die Juden eine endgültige Niederlage durch die Hand der Muslime erleiden werden. „Es wird von Abu Huraira berichtet, daß ein schwerwiegender Zusammenstoß zwischen Muslimen und Juden stattfinden wird, und zwar in den letzten Tagen. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung wird sein, daß die Muslime beginnen werden, die Juden zu töten. Die Juden werden sich selbst hinter einem Stein oder einem Baum verbergen. Dann wird der Stein oder der Baum laut ausschreien: ‚0 Muslim, 0 Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir verbirgt, komm und töte ihn.‚“ (Sahih Muslim: Kitab-al-Fitn) (Hervorhebung durch den Autor)

Zum Vergleich: Auszug aus der Charta der Hamas:

„The Islamic Resistance Movement is one link in the chain of jihad in confronting the Zionist invasion. It is connected and linked to the [courageous] uprising of the martyr ‚Izz Al-Din Al-Qassam and his brethren the jihad fighters of the Muslim Brotherhood in the year 1936. It is further related and connected to another link, [namely] the jihad of the Palestinians, the efforts and jihad of the Muslim Brotherhood in the 1948 war, and the jihad operations of the Muslim Brotherhood in 1968 and afterwards. Although these links are far apart, and although the continuity of jihad was interrupted by obstacles placed in the path of the jihad fighters by those who circle in the orbit of Zionism, the Islamic Resistance Movement aspires to realize the promise of Allah, no matter how long it takes. The Prophet, Allah’s prayer and peace be upon him, says: „The hour of judgment shall not come until the Muslims fight the Jews and kill them, so that the Jews hide behind trees and stones, and each tree and stone will say: ‚Oh Muslim, oh servant of Allah, there is a Jew behind me, come and kill him,‘ except for the Gharqad tree, for it is the tree of the Jews.“ (Quelle: MEMRI, Hervorhebungen durch den Autor)

Gastbeitrag von Martin S.




PI-Wort zum Freitag: Das Wunder von Köln

marieluise_beck_200.jpgEs geschah am letzten Freitag. Wie an jedem Freitag seit dem 11. September 2001 versammelten sich nach dem Freitagsgebet hunderte Besucher der Kölner DITIB-Moschee? zur wöchentlichen Kundgebung, um friedlich gegen den Missbrauch ihrer friedlichen Religion zur Rechtfertigung von Menschenrechtsverletzungen und Terroranschlägen zu protestieren. „Islam heißt Frieden“, schallte es wieder durch die Straßen.

Nach einigen einleitenden Worten des Kölner Imams, der wie alle 400 Imame der DITIB in Deutschland fließend Deutsch spricht und einem Grußwort des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Mustafa Schramma (CDU), trat zunächst Claudia Fatima Roth (Die Grünen) ans Mikrofon. Mit scharfen Worten forderte sie die sofortige Freilassung ihres Parteifreundes Volker Beck, der vor kurzem bei einer Schwulendemonstration in Teheran verhaftet wurde, und dem nun, wie im Iran gegenüber Homosexuellen üblich, die Todesstrafe durch Erhängen an einem Baukran droht. Außerdem verurteilte sie erneut die in zahlreichen islamischen Ländern gesetzlich praktizierte Hinrichtung von vorwiegend Frauen durch die unmenschliche Folter der Steinigung. „Ich bin empört und ein Stück weit traurig!“ rief sie aus, und erhielt dafür besonders starken Beifall von den muslimischen Frauen, die zuvor gemeinsam mit ihren Männern gebetet hatten.

Als nächster Redner ergriff Louis Beck vom „Bundesverband gegen homosexuelle Gewalt gegen muslimische Mitbürger mit Migrationshintergrund e.V. “ (BVghGgmMmM) das Wort. Der Verein hatte sich gegründet, als im letzten Jahr ein muslimischer Kulturverein in Berlin-Neukölln seine Tore schließen musste, weil es immer wieder zu Übergriffen auf die muslimischen Gäste durch Besucher umliegender Schwulenlokale gekommen war.

„Hört endlich auf, die Muslime immer zu hauen!“, ruft der junge Mann mit kreischender Stimme. Plötzlich wirkt er wie entrückt, seine ebenmäßigen Gesichtszüge verzerren sich. Ein Raunen geht durch die Menge, dann werden Rufe laut: „Allahu akbar!“ (= Gott ist friedlich). Denn vor den ungläubigen Augen der Gläubigen sprießt dem jungen Mann plötzlich ein beeindruckender grauer Bart aus dem Gesicht!

damenbart_425.jpg

Später wird sich der junge Mann gegenüber PI erinnern: „In diesem Augenblick habe ich Allah gesehen! Gleichzeitig spürte ich, wie ich von meiner Homosexualität geheilt wurde. Ich war seit dem achten Lebensjahr daran erkrankt, nachdem ich mich auf einer Messdienerfahrt nach Altötting mit einem Schweinswürstel mit Kraut infiziert hatte. Möge Allah das Schwein in der Hölle braten….“, fügt er leise hinzu.

„Seitdem hatte ich auch, wie bei Schwulen üblich, keinen Bartwuchs mehr. Im Augenblick der Heilung wuchs das alles schlagartig nach! Als erstes fiel mein Blick auf so eine pummelige Blondine, die ein paar Meter entfernt auf der Bühne stand. Sie trug nicht einmal ein Kopftuch, und mir kam es augenblicklich so vor, als wenn sie sich mir wie ein rohes Stück Fleisch anbietet. Bei Allah! Hätte mich mein Freund Mustafa Schramma (möge der Frieden Allahs auf ihm ruhen!) nicht zurückgehalten, ich wäre noch auf der Bühne über die Schlampe hergefallen und hätte es ihr so richtig besorgt!“




Es gibt sie auch: schwule Kampfblogger

SchwulendemoAufgefallen ist uns dieser eher kleinere Blog Gay West durch einen von dort auf uns geschalteten Link. Natürlich wollten wir sehen, was über uns auf einem schwulen Blog geschrieben wird, nachdem wir uns in den letzten Monaten speziell für die Rechte und den Schutz von Minderheiten engagiert haben. Und dann waren wir zumindest erstaunt.

Update: am Ende des Artikels

Der Blogger mit dem Namen Damien beginnt seinen Artikel mit der Überschrift: „Wird PI jetzt schwul?“, um dann gleich zum ersten Schlag auszuholen:

… des am äußersten rechten Rand operierenden Blogs Politically Incorrect …

Patsch, das hat gesessen. Dann folgt ein wenig Unzusammenhängendes von der Art:

Aber mal der Reihe nach: Politische Korrektheit finden wir meistens doof. Politically Incorrect, das Blog des Freizeit-Cowboys Stefan Herre, allerdings auch.

Nichts wahnsinnig intellektuelles und manches Grundschulkind findet seinen Tischnachbarn auch doof … das ist halt nun mal so. Dann aber holt Damien zum großen Schlag aus:

Wer es ab und zu liest, wird wissen, warum. Selten wird so dumpf und primitiv gegen Schwule gehetzt wie dort. Ich erinnere nur an die auf PI zelebrierte Freude, als der von uns keineswegs geschätzte Volker Beck beim Moskauer CSD 2006 blutig geschlagen wurde. Auch dieses Jahr geifert das gesunde Volksempfinden wieder auf PI, bis ihm der Schaum vom Mund tropft.

Fakten, Einwände, Begründungen – zählen alle nicht. Es kann doch nicht sein, dass ein, „am äußersten rechten Rand operierender Blog“ sich für schwule Rechte einsetzt. Deshalb muss gleich noch etwas weiter polemisiert werden, denn selbst wenn dies so wäre, müssten die von PI einfach nur „Heuchler“ sein. Und dann, oh Wunder, geht man doch auf unseren Beitrag zum diesjährigen CSD ein …

Insoweit ist das Feiern homosexueller Lebensformen im bürgerlichen Charlottenburg vermutlich ungestörter zu praktizieren als im alternativen Kreuzberg oder im proletarischen Neukölln, wo nicht wenige Lesben und Schwule, aber auch nicht der islamischen Kleiderordnung entsprechend angezogene Frauen, die eine oder andere unangenehme Erfahrung mit der fehlenden Akzeptanz seitens ihrer Mitbürger mit Migrationshintergrund gemacht haben.

Zugegeben, ein Kastensatz, den man mehrmals lesen sollte – gemeint ist, dass es für alle, die nicht ins moslemische Weltbild passen, doch gefährlich werden könnte in Kreuzberg oder Neukölln. Also eigentlich die Einsicht, dass PI doch nicht so ganz falsch liegt? Weiter falsch. Weil jetzt erwartet man von uns, dass wir für die Rechte der Schwulen in Kreuzberg demonstrieren, während die Schwulen selbst in Charlottenburg feiern. Und selbst das wäre noch nicht genug:

Selbstverständlich kann man auch die Ansicht vertreten, dass der CSD historisch ein Kampftag ist und es daher Sinn macht, dorthin zu gehen, wo Schwule und Lesben eben nicht selbstverständlich leben gelassen werden. Dann würde ich allerdings von Stefan Herre und seinen Kameraden erwarten, dass sie in vorderster Front bei einer solchen Demonstration mitlaufen. Wobei ich sie auch dann noch für Heuchler vor dem Herrn halten würde, solange sie nicht ebenso solidarisch für das Recht der russischen Lesben und Schwulen auf die Strasse gehen würden.

Im weiteren Text muss man sich jetzt doch etwas von den ganz linken Blogs absetzen und bringt eine Story über Amerika- und Israel-fahnenschwenkende CSD-Teilnehmer. Beendet wird der Beitrag mit einem Versuch, nochmal die schwulenfeindliche Karte gegen PI zu ziehen:

Insoweit wäre ich tatsächlich gespannt, wie ein homopolitischer Einsatz von Herre & Co. in Kreuzberg und Neukölln aufgenommen würde. Sie könnten dort quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gegen die Schwulenfeindlichkeit der multikulturellen Mehrheit demonstrieren und ihre eigene praktisch widerlegen.

Aufgefallen ist uns, dass Damien (oder wie auch immer er heißen mag – denn im Gegensatz zu uns verschanzen sich die Autoren von Gaywest im Anonymen) doch einsichtig zu sein scheint – zumindest akzeptiert er die von PI mehrfach beschriebene „Schwulenfeindlichkeit der multikulturellen Mehrheit“. OK, er drückt es etwas geschwollen aus, aber unsere Leser wissen, was er meint, oder? Abschliessend: wir von PI sind nicht schwulenfeindlich. Man wird keinen einzigen schwulenfeindlichen Artikel von uns finden. Im Kommentarbereich sieht dies etwas anderes aus, zugegeben. Allerdings gilt auch dort das Recht der freien Meinung und wenn die Kommentare nicht beleidigend sind, werden sie stehen bleiben. Denn genau dafür stehen wir von PI: das demokratische Recht der freien Meinung. Unsere Leser setzen sich aus einem großen Spektrum zusammen, von konservativen Christen über SPDler und Gewerkschaftler, die durch negative Berichte über PI auf linken Blogs zu uns gefunden haben (und dann bei uns blieben) bis hin zu vielen Schwulen, die Politik nicht nur über ihre Sexualität interpretieren. Ein kleines Kampfblögchen hat es da einfacher.

Update: Die Macher von Gaywest haben ihre ideologischen Scheuklappen leider nicht ablegen können – wir bezweifeln, dass sie auch nur einen unserer Beiträge richtig gelesen und wenn doch, dann zumindest nicht verstanden haben.

Wir wollen uns nicht in ein Artikelgefecht mit anonymen Hassbloggern begeben. Zumal sie inzwischen schon das nächste Thema entdeckt haben: Winke-Winke, Teletubbies?

Abschliessend: uns ist es grundsätzlich egal, welche sexuelle Orientierung ein Leser/Kommentator hat – eine politische Überzeugung sollte sich über das Gehirn und sonst nichts begründen. Kommentare werden veröffentlicht, solange sie sich im Rahmen unserer Policy befinden.




Stefan Niggemeiers hasserfüllte Ahnungslosigkeit

Die Wahrheit - das bin ich!Volker Becks Pfingsturlaub in Moskau schlägt weiter hohe Wellen. Viele „kluge Köpfe“ weiß Beck dabei auf seiner Seite, unter anderem den Bildblog-Macher Stefan Niggemeier. Der hat noch immer nicht begriffen, dass es Beck nicht um die Schwulenrechte in Russland geht, sondern ausschließlich um die eigene Image-Pflege.

„Hassblogger“ sind wir einmal mehr, aber wenigstens „ahnungslos“, was die Sache etwas abschwächt, und mit jedem Satz stellt Niggemeier seine eigene hasserfüllte Ahnungslosigkeit unter Beweis.

Wenn der Grünen-Politiker Volker Beck und andere beim Versuch, in Moskau für Versammlungsfreiheit und Grundrechte für Schwule und Lesben zu demonstrieren, geschlagen und zeitweise festgenommen werden, erntet er von “PI”-Macher Stefan Herre und seinen Mitstreitern dafür nur Häme und Beschimpfungen. (…) “PI”-Macher Stefan Herre wirft Beck vor, dass er nach Moskau reist, anstatt sich “zur Abwechslung einmal für die Versammlungsfreiheit der Schwulen und Lesben in Kreuzberg oder Neukölln” [einzusetzen]. Herre suggeriert, dort könne keine Schwulenparade stattfinden — wegen der dort herrschenden und durch die Grünen mitzuverantwortenden “islamischen Gegenkultur”. Und Dutzende Kommentoren empören sich mit Herre darüber, was das für ein Skandal ist, dass in Kreuzberg und Neukölln keine Schwulen demonstrieren können wegen der vielen Moslems. Und keiner lässt sich das schöne Vorurteil dadurch kaputt machen, dass Schwule und Lesben seit 1998 jährlich durch Kreuzberg und teilweise Neukölln ziehen und demonstrieren und feiern: Auf dem “Transgenialen CSD”.

Nicht Häme und Beschimpfungen, Niggemeier. Beck hat doch genau das erreicht, was er beabsichtigt hatte. Dafür muss man ihn bewundern! Man stelle sich vor, die mitgebrachten Fernsehteams hätten nur einen Beck filmen können, für den sich niemand interessiert. Das wäre eine Pleite gewesen! Und gerade eben weil wir nicht homophob sind, lassen wir uns von dieser Show nicht beeindrucken. Beck geht es mitnichten um Homosexuelle. Wenn dem so wäre, würde er erstmal vor der eigenen Hautür kehren – nämlich in Kreuzberg und Neukölln, wo die wachsende Homophobie durch den Islam den Homosexuellen das Leben schwer macht, wie sie selbst beklagen. Und sie klagen bei uns, den angeblich Homophoben, weil sie wissen, dass die Linken und Grünen sich einen Dreck um sie scheren, wenn Muslime sie bedrohen. Würde Niggemeier öfter PI lesen, wüsste er das auch. Statt dessen wühlt er im Kommentarbereich und behauptet, unsere Kommentatoren möchten Beck am „Kran baumeln“ sehen. Dabei ist Niggemeier wohl klug genug, um zu wissen, dass er lügt, und unsere Kommentatoren allenfalls auf die Gefahren hinweisen, die Homosexuellen vom real existierenden Islam drohen, die von Leuten wie ihm selbst aber niemals thematisiert werden. Denn das würde die Installation und Schönfärberei des Islam bei uns behindern. Der ist ja friedlich und tolerant.

Und so hat auch die „Schweinefleisch-macht-schwul“ – Menschenverachtung der Ahmadiyyasekte gerade einmal ein leises grünes Stirnrunzeln ausgelöst, bevor die Geschichte ad acta gelegt wurde. Ob Niggemeier sie thematisiert hatte, wissen wir nicht, da wir dort nicht lesen. Es lohnt auch nicht, wie die hasserfüllte Inkompetenz des hier verlinkten Beitrag erneut beweist.

Stefan Niggemeier sollte sich fragen, ob er weiterhin mit Schaum vor dem Mund und Nebel im Hirn geifern will, oder ob er endlich seine ihm gegebenen Fähigkeiten und Möglichkeiten nutzt, um seriöse Texte zu schreiben.




Volker Beck: Polizei-Déja vu in Moskau

Volker Beck in MoskauEines muss man Volker Beck ja lassen: Er weiß von allen Politikern in Deutschland am besten (vielleicht mit Ausnahme seiner Parteikollegin Claudia Roth), wie er sich als herausragender Gutmensch in den Medien zu positionieren hat.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr nahm er an einer nicht genehmigten Schwulen-Demo in Moskau teil und bestimmte tagelang die Nachrichtenspalten der Zeitungen (wir berichteten hier und hier). Zum einjährigen Jubiläum dieses schlagenden Ereignisses reiste Beck jetzt wieder in die russische Hauptstadt und bekam – wie erwünscht – erneut Ärger mit der Polizei.

Der Tagesspiegel schreibt:

Beck war am Vormittag bei dem Versuch festgenommen worden, zusammen mit Abgeordneten aus dem EU-Parlament und dem italienischen Parlament im Bürgermeisteramt der russischen Hauptstadt eine Petition zur Versammlungsfreiheit zu übergeben. Schon vor Betreten des Amtes war Beck den Angaben zufolge aus einer Menschenmenge heraus mit Tomaten und Eiern beworfen worden.

Er hält sich seit Samstag in Moskau auf, wo er dem Sprecher zufolge an einer Konferenz über die Rechte Homosexueller teilgenommen hatte. Eine ursprünglich für Sonntag geplante Homosexuellen-Demonstration war bereits zuvor von der Moskauer Stadtverwaltung verboten worden. Der Fraktionssprecher wies darauf hin, dass Beck sich wegen des Verbots nicht an Demonstrationen beteiligt habe.

Die russische Polizei nahm zu Beginn der Kundgebung vor dem Rathaus auch den russischen Aktivisten Nikolai Alexejew und den Briten Peter Tatchell fest, der sich seit Jahren für die Rechte der Schwulen einsetzt. Zu der Kundgebung in der Innenstadt fanden sich demnach einige dutzend Homosexuelle ein. Hunderte russische Ultranationalisten hätten sich dort ebenfalls versammelt; einige von ihnen seien auf die Demonstranten losgegangen und hätten sie geschlagen, bevor die Polizei einschritt.

Volker Beck war bereits vor einem Jahr bei einer nicht genehmigten Schwulendemonstration in Moskau von Neonazis attackiert und verletzt worden. Die Grünen kündigten an, dass Parteichefin Claudia Roth sich am Montag in Berlin an einer Demonstration „Versammlungsfreiheit für Lesben und Schwule – auch in Moskau!“ beteiligen werde.

Wie wäre es, wenn sich die beiden publicity-süchtigen Politiker Roth und Beck zur Abwechslung einmal für die Versammlungsfreiheit der Schwulen und Lesben in Kreuzberg oder Neukölln einsetzen – statt, wie Beck, ins 1800 km entfernte Moskau zu reisen?!

» Email an Volker Beck

(Spürnasen: Robin C., Malakoj, Maloon, Bernd v. S, Cristoph W.)




Macht Döner schöner?

Schwein macht fett, hässlich und schwul, wie wir inzwischen wissen. Aber macht Döner wirklich schöner? Die Zahl von Kindern mit Übergewicht oder sogar Fettsucht hat inzwischen besorgniserregende Ausmaße erreicht. Sehr oft kommen diese Kinder aus Zuwandererfamilien, aus Parallelgesellschaften. Meist sind es Familien muslimischen Glaubens mit kaum vorhandenen Deutschkenntnissen, deren Kinder besonders häufig an Übergewicht leiden.

„Eine nicht unerheblich große Zahl unserer Schüler ist erkennbar zu dick“, sagt Gerd Schlesinger, kommissarischer Leiter der Anton-Gruner-Grundschule im Wiesbadener Bergkirchenviertel. 280 Kinder werden hier unterrichtet. Rund 200 von ihnen haben einen Migrationshintergrund, die meisten stammen aus der Türkei. Schlechte Ernährung und Desinteresse an Bewegung ist in vielen Fällen Ursache für das Übergewicht. Es ist ein Desinteresse, das vielfach im Elternhaus verwurzelt ist. (…) „Familien mit übergewichtigen Kindern wehren sich gegen die Einordnung“, glaubt die Ärztin. Sie hat ihre Schlüsse gezogen und die Strategie geändert. Nun werden nicht mehr Familien mit übergewichtigen Kindern gezielt für Programme herausgepickt. Vielmehr will sie in jenen Stadtteilen ansetzen, in denen Migrantenfamilien vielfach in einer Parallelgesellschaft leben: Es sind meist Familien muslimischen Glaubens mit kaum vorhandenen Deutschkenntnissen, deren Kinder – rein statistisch – besonders häufig an Übergewicht leiden.Mütter dieser Familien will Helga Frey zusammen mit ihren Kindern für Sport und Gymnastik begeistern. Ihren Feldzug gegen Übergewicht will sie über positive Identifizierung gewinnen, zeigen, wie gut Bewegung tut, und die Mütter so aus der Isolierung herausholen.

Was heißt das konkret? Noch mehr Stunden für geschlechtergetrennten „Sport“ in bewegungshemmender Ganzkörpermontour in öffentlichen Einrichtungen und Unterricht „halal“ in Schulen? Den Muslimen mal wieder ein ganzes Stück weit entgegenkommen, damit sie sich bewegen, nachdem wir ihnen gerade erlaubt haben, ihre Kinder von Sport und Schwimmen mit den unreinen Ungläubigen fernzuhalten?

Rad-Touren und Schwimmen gehörten für mitteleuropäische Familien zur Freizeitgestaltung, sagt Gül Keskinler. Nicht für Migranten-Familien, die im religiösen Sinn konservativ verankert sind, Kopftuch tragende Mütter etwa. An deren Wertorientierung wolle sie nicht rühren. „Wir wollen sie nicht umkrempeln“. Aber vielleicht finden die Frauen über die Kurse den Weg in die Sportvereine. Und mit ihnen die ganze Familie. Es wäre ein Schritt zur Integration.

Das wäre ja auch eine Katastrophe, an muslimischen „Werten“ zu rühren! Im Gegenteil: Wir müssen sie respektieren und uns ihnen größtmöglich unterordnen. Dann sind die Muslime vielleicht bereit, ein bisschen mitzumachen. Das nennt man in der Neusprache dann „Integration“.

(Spürnase: KB)