Resolution gegen Israel angenommen


Der Bundestag hat gestern eine Resolution von Union und FDP gegen die Blockade des Gaza-Streifens angenommen. Die Fraktionen haben beschlossen, dass diese die Sicherheit Israels nicht erhöhe. Sogar die SED stimmte dafür. Ja, gegenüber Israel kann man im Gleichschritt marschieren. (Foto: Kein Schutz vom Bundestag für terrorisierte Juden in Sderot)

Die FAZ schreibt:

Der Bundestag hat eine sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens gefordert. Die Abriegelung des formal autonomen palästinensischen Gebietes am Mittelmeer sei kontraproduktiv und diene nicht den israelischen Sicherheitsinteressen, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, der am späten Donnerstagabend einstimmig vom Parlament verabschiedet wurde.

Auch die Fraktion „Die Linke“, die einen eigenen, wesentlich israelkritischeren Antrag ins Parlament eingebracht hatte, unterstützte am Ende den fraktionsübergreifenden Beschluss. Der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Stinner nannte den ursprünglichen Antrag der Linke-Fraktion „unsäglich“. Er fügte aber hinzu: „Immerhin haben Sie am Ende für den fraktionsübergreifenden Antrag gestimmt.“

Die Verlogenheit westlicher Politik gegenüber Israel hat die WELT sehr schön kommentiert.




Einladung nach Gaza

Das ist neu für die neue FDP: Man kann Politik statt mit lautem Bellen auch mit Intelligenz gestalten: Die israelische Regierung, die eigentlich den Sündenbock für das Fischen der absteigenden FDP im alten arabophil-antisemitischen Möllemanntümpel geben sollte, dreht den Spieß kurzentschlossen um. Die FDP war den Israelis böse, weil sie dem deutschen Entwicklungsminister Dirk Niebel, der sein Ministerium für überflüssig hielt, bis er es selbst übernahm, die Einreise nach Gaza verweigert hatte – so wie fast allen ausländischen Politikern seit Bestehen der Blockade.

Niebel, der als erster Politiker seit 1945 die Protektorate wieder mit angemessener Kopfbedeckung bereist (Foto), hatte Israel darauf  lauthals beschimpft.  Sein  Chef Westerwelle darf jetzt selber kommen und sich umsehen.

Europäische Außenminister, darunter auch Guido Westerwelle, sollen jetzt kennen lernen, worüber sie stets gute Ratschläge zu geben bereit sind. Israel lädt die Herren nach Gaza ein. Allerdings gibt es nicht die erwünschte Propagandashow der Hamasterroristen, sondern eine trockene Konftrontation mit Tatsachen, mit denen sich in der heißgelaufenen Diskussion in Deutschland wenig medienwirksam punkten lässt. Der SPIEGEL berichtet:

Israel hat europäischen Außenministern einen Besuch im Gaza-Streifen angeboten. Sie sollen sich ein Bild von der humanitären Situation der Palästinenser in dem Gebiet machen. Das Angebot unterbreitete der israelische Außenminister Avigdor Lieberman seinem italienischen Amtskollegen Franco Frattini bei einem Besuch in Rom, wie das italienische Außenministerium am Freitag erklärte.

Israel hatte vergangene Woche angekündigt, die international kritisierte Blockade des Gaza-Streifens zu lockern. Lieberman lud demnach auch seinen deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle sowie die Außenminister Frankreichs und Großbritanniens ein. In Israel gab es keine offizielle Stellungnahme. Westerwelle bestätigte aber die Einladung und sagte, er habe das Angebot angenommen. Er habe lange mit Frattini telefoniert, sagte der Außenminister in Bukarest.
Deutschland begleite die schrittweise Öffnung des Gaza-Streifens positiv. Die israelische Regierung schultere mit dieser Entscheidung innenpolitisch Einiges, sagte Westerwelle. Es handele sich um eine sehr gute und sehr positive Entwicklung, zu der Europa einen Beitrag geleistet habe.

Mit dem „positiven Beitrag“ sind vermutlich die Drohungen des Parteifreundes Niebel gemeint, der in seiner Eigenschaft als Bundesminister für Überflüssiges Israel drohte, es sei „5 vor 12“, obwohl die Verweigerung der Einreise vorhersehbar war:

Die Regierung in Jerusalem hat seit der Machtübernahme der radikalislamischen Hamas im Juni 2007 bis auf wenige Ausnahmen keine Minister oder Diplomaten anderer Länder in den Gaza-Streifen reisen lassen. Ausnahmeregelungen galten aber für Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie für die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton.

Die Regierung in Jerusalem widerspricht Berichten von Palästinensern und Hilfsorganisationen, wonach es eine humanitäre Krise im Gaza-Streifen gebe. Davon sollen sich die Außenminister selbst überzeugen, hieß es in Berichten.

Das Programm dürfte nicht allen geladenen Gästen schmecken, denn statt potemkinscher Hungerdörfer droht eine sachliche Information über die tatsächlichen Lebensverhältnisse auf beiden Seiten der Grenzbefestigung:

Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtete, die Delegation solle während ihres Besuchs keinerlei Gespräche mit der im Gaza-Streifen herrschenden Hamas-Organisation führen. Geplant sei auch ein Besuch der israelischen Grenzstadt Sderot, deren knapp 20.000 Einwohner besonders schwer unter dem jahrelangen Raketenbeschuss militanter Palästinenser gelitten haben.
Darüber hinaus sollen sich die Außenminister in der israelischen Hafenstadt Aschdod informieren, wie die internationalen Hilfsgüter überprüft werden.

Soviel Sachinformation wird bitter für Westerwelle. Aber wer sich beim Schwätzen erwischen lässt, muss eben nachsitzen. Schade dass sein Parteifreund, der überflüssige Minister, diesmal nicht mit darf.




Verglichen mit dem Ghetto ist Gaza ein Club Med

Henryk M. Broder hielt anlässlich der Auszeichnung des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki mit der Ludwig-Börne-Medaille für sein Lebenswerk die Laudatio und sprach dabei einige unbequeme Wahrheiten aus. Die Deutschen sprechen gerne und oft über den zweiten Weltkrieg, voller „Sündenstolz“ darüber, wie sie das Nazitum überwunden, die Schatten der Vergangenheit bekämpft und sich dadurch in den Sattel eines ethisch-moralischen Vorbildes gegenüber allen anderen hochgeschwungen haben.

Auch und besonders gegenüber Israel zeigen sie diese Haltung. Man will den Israelis „wohlmeinend“ beibringen, was Deutschland eben schon gelernt hat. Mit der Hochstilisierung Gazas zu einem Ghetto, wird der reale Holocaust verniedlicht, so als wäre das Leben für Juden im Dritten Reich nicht schlimmer gewesen als für heutige Palästinenser. Die Wahrheit ist: Verglichen mit dem Warschauer Ghetto ist Gaza ein Club Med. Doch wer will sie hören?

Broder sagte in seiner Ansprache:

Sie und ich, wir alle leben in einem Deutschland, in dem tote Juden über alles geliebt, während die überlebenden und ihre Nachkommen als Störer empfunden werden. Dabei stimmt es nicht, dass die Deutschen vergessen und nicht erinnert werden wollen. Das Gegenteil ist der Fall. Sie können von der Vergangenheit nicht genug bekommen.

Die „Kollektivscham“, mit der man sich zu der Zeit von Adenauer, Brandt und Kohl geschmückt hat, ist längst einem „Sündenstolz“ gewichen, der fröhlich mit seiner grausamen Geschichte kokettiert, um daraus moralisches Kapital zu schlagen. „Gerade wir als Deutsche…“ ist die Floskel, mit der fast alle Reden anfangen, die bei Auschwitz einsetzen und im Nahen Osten aufhören. „Gerade wir als Deutsche“ sind dazu prädestiniert, andere zu warnen, unsere Fehler zu wiederholen. „Gerade wir als Deutsche“ wissen, dass ein Krieg keine Konflikte löst und Gewalt immer neue Gewalt erzeugt. „Gerade wir als Deutsche“ haben aus der Vergangenheit gelernt, wenn auch nicht, dass man das Böse bekämpfen, sondern dass man überhaupt nicht kämpfen soll.

Wenn die heutigen Linken mit „Hilfsschiffen“ nach Gaza fahren, sich für die „armen Palästinenser“ einsetzen oder „Zionisten raus aus Palästina!“ rufen, klingt das indessen bereits wieder wie „Juden raus nach Palästina!“ – „Boykottiert Waren aus Israel“ klingt wie „Kauft nicht bei Juden“. Marcel Reich-Ranicki hat das Warschauer Ghetto selbst miterlebt und kann am ehesten beurteilen, wie falsch die heutige Israel-Verurteilung ist.

Und vor zwei Jahren hätten Sie um ein Haar den deutschen Fernsehpreis bekommen. Da können nicht einmal Iris Berben und Peter Sloterdijk mithalten. Ich hätte mir gewünscht, dass Sie auf den Tisch geschlagen und „grässlich!“ gerufen hätten, wie Sie es so oft im „Literarischen Quartett“ getan haben, oder „Unsinn!“ und vielleicht dazugefügt hätten: „Hört auf mit diesem Quatsch. Ich war im Warschauer Ghetto. Ich weiß, wie es da zuging. Verglichen mit dem Warschauer Ghetto ist Gaza ein Club Med.“

Doch was auf Israel mit der Bedrohung von außen zukommt, könnte noch um einiges schlimmer sein als das „Pfui“ der linken, moralisch angeblich geläuterten und über jeden Zweifel erhabenen Bessermenschen.

Wir müssen uns fragen, ob es zu den Aufgaben und Pflichten von Abgeordneten des Bundestages gehört, auf einem Schiff nach Gaza zu dampfen, das von einer islamistischen Organisation gechartert wurde.

Wenn wir nicht über die fortschreitende Dämonisierung und Delegitimierung von Israel reden, werden wir in der Paulskirche bald eine Gedenkfeier für die Opfer der zweiten Endlösung abhalten können. …

In Nordrhein-Westfalen soll demnächst eine Stiftung gegründet werden, deren Initiatoren es sich vorgenommen haben, jedem Schüler in NRW und später in der ganzen Republik eine Studienreise nach Auschwitz zu ermöglichen. Damit sollen sie gegen antisemitisches Gedankengut immunisiert werden. Die Idee ist nicht schlecht, aber nicht ganz zu Ende gedacht. Sie basiert auf der Überlegung, dass ein zweites Auschwitz verhindert werden muss. In diesem Falle müssten die Schüler aber nicht nach Oswiecim in Polen sondern nach Afula, Metulla, Kfar Saba und Sderot geschickt werden. Der passende Name für das Projekt wäre: „Besuchen Sie Israel, solange es noch existiert.“

Statt tote Juden zu betrauern, täten wir gut daran, dem lebenden Israel beizustehen.

(Spürnase: Daniel Katz)




Offener Brief eines Israelis an Medwedew

Jüdischer KriegsveteranHerr Medwedew, im letzten Jahr und besonders in den letzten Wochen vor dem 9. Mai haben Sie sehr viel davon gesprochen, was uns unsere Veteranen bedeuten und, dass wir alles, was wir Nachkriegsgenerationen heutzutage haben, insbesondere unser Leben, den Veteranen verdanken. Wir Juden verstehen dies wie niemand sonst auf der Welt! Für uns ist der 9. Mai nicht einfach Tag des Sieges über Nazi-Deutschland, sondern ein Feiertag des Lebens, und für kein anderes Volk der ehemaligen Sowjetunion hat dieser Tag solche Bedeutung und Heiligkeit wie für die Juden.

(Original erschienen auf der russischsprachigen israelischen Webseite Botnik, Übersetzung von Bella)

Wir können die Augen zudrücken, dass die ex-sowjetischen Medien darüber schweigen, dass nur die jüdischen Soldaten der Roten Armee niemals auf der Seite des Feindes kämpften. Sie schweigen darüber, dass das jüdische Volk den größten Anteil an den „Helden der Sowjetunion“ hat. Sie schweigen darüber, dass die meisten Partisanenverbände in den okkupierten Gebieten von Juden gegründet wurden mit dem Ziel, Volksbrüder zu retten. Sie schweigen über die Helden des Warschauer Ghettos und die sowjetischen Helden vom spanischen Bürgerkrieg.

Dazu können wir die Augen zudrücken, aber dies können wir nicht machen, wenn Sie von der Bedeutung des Sieges über den „Hitlerismus“ sprechen und gleichzeitig zu einem offiziellen Besuch nach Syrien fliegen und sich mit dem Anführer der terroristischen Organisation „Hamas“ treffen. Dabei vergessen Sie, welche Bedeutung die Persönlichkeit Adolf Hitler in der islamischen Welt hat, wo er als „großer Verteidiger Islams“ bezeichnet wird und sein Werk „Mein Kampf“ zu den beliebtesten Büchern gehört. Natürlich verstehen wir, dass Ihre Liebe zu den arabischen Terroristen vom traditionell-sowjetischen politischen Antisemitismus in Form von „Antizionismus“ geprägt ist, aber falls Sie schon von der Liebe zu Veteranen sprechen, vergessen Sie bitte nicht, wie viele Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges in Sderoth und anderen von den arabischen Terroristen als Ziel erfassten Städten wohnen.

Zehntausende von Kriegsveteranen – nicht nur jüdische – gehören zu den Zielen der Islamisten, sie Ihr einziges Ziel nicht nur in Vernichtung des Staates Israel sehen, sondern -genauso wie Hitler es sich damals wünschte – in der kompletten Vernichtung des jüdischen Volkes. Ihr freundliches Treffen mit dem Anführer von Hamas-Terroristen nur vier Tage nach dem Tag des Sieges ist eine unverschämte Tat im Bezug auf die russischen Veteranen und die Veteranen anderer Sowjetrepubliken, die in Israel leben.

In den sowjetischen Zeiten haben unsere Veteranen gelernt zu schweigen, deswegen äußern sie selten ihre Unzufriedenheit. Uns Enkelkinder können Sie als Verräter bezeichnen, da wir – in unserem historischen Vaterland lebend – dieses Land mehr lieben als Russland, wo wir geboren sind. Oder Sie können uns als Aggressoren bezeichnen, da wir gezwungen sind, in der Armee kämpfen, um unsere Familien zu verteidigen. Aber bitte spucken Sie nicht in die Seelen unserer Veteranen, die das Recht auf Leben Ihres und unseres Volkes verteidigt haben.

Die Syrier spielen zur Begrüßung Medwedews mit haram-Blasintrumenten die Nationalhymnen Russlands und Syriens:




Rakete aus Gaza auf Israel tötet Zivilisten

Am heutigen Donnerstag Vormittag wurde ein Arbeiter im nördlichen Negev von einer Kassamrakete aus dem Gazastreifen getötet. Es war die dritte Rakete auf Israel innerhalb der letzten 24 Stunden. Die erste Kassamrakete schlug am Mittwochabend in der Nähe von Sderot ein. Zwei Personen erlitten einen Schock. Gegen 1 Uhr nachts schlug eine zweite Rakete nördlich von Sderot ein.

Alon Schuster, Kreisvorsitzender von Shaar Hanegev, sagte Ynet: „Einerseits haben wir es gelernt, mit den Angriffen der Hamas umzugehen, andererseits wird ihr Waffenarsenal immer größer. Dieses Problem muss gelöst werden. Das Jahr war bisher relativ ruhig, was sich auf die Bevölkerung ausgewirkt hat: Einwohner beginnen, zurückzukehren, unsere Einwohnerzahl ist gestiegen und Gewerbetreibende beginnen ihre Geschäfte auszubauen.“

Der Bürgermeister von Sderot, David Buskila, sagte: „Die Bewegung in einer Stadt wie Sderot von Routine zu Alarmbereitschaft, ist eine ständige Bewegung an die wir uns gewöhnt haben. Wir erwarten nicht, dass die Ruhe ewig anhält. Zwei Personen wurden wegen ihres Schocks behandelt, aber ich bin mir sicher, dass es noch eine viel größere Zahl von Menschen gibt, die sich geschockt und in Panik in ihren Häusern aufhalten.“

Die tödliche Rakete, die am Donnerstag Vormittag abgefeuert wurde, während die EU-Außenministerin Catherine Ashton den Hamas-kontrollierten Gazastreifen besuchte, schlug in einem Gewächshaus in Netiv Ha“asara in der Küstenregion von Ashkelon ein und tötete dort einen thailändischen Gastarbeiter. Nachdem der Rote Alarm ausgelöst wurde, der auf Raketenbeschuss hindeutet, versuchte sich die Bevölkerung in Sicherheit zu bringen. Nach 20 Sekunden jedoch gab es eine laute Explosion im Gewächshaus, das bei dem Einschlag zerstört wurde, und traf einen Arbeiter tödlich.

Diese tödliche Rakete war eine von mehr als Hundert Raketen auf israelisches Gebiet seit der Militäroperation Israels im Januar 2009.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel. Er betonte, dass alle terroristischen Akte gegen Zivilisten völlig inakzeptabel seien und eine Verletzung des internationalen Rechts sei. Der britische Außenminister Ivan Lewis verurteilte ebenfalls die Angriffe auf Israel und sagte, sie müssten von jedem verurteilt werden, der an Frieden in Nahost interessiert sei.

Der stellvertretende Verteidigungsminister Israels, Matan Vilnai: „Israel ist nicht an einer militärischen Konfrontation interessiert, aber wird keine Raketenangriffe auf seine Bürger dulden. Die Hamas muss jede Art von Angriff auf Israel unterbinden, um eine Verschlechterung der Situation zu verhindern.“

Der Gesandte des Staates Israel, Emmanuel Nahshon erklärte, dass diese Raketenangriffe auf Israel die direkte Folge der Hetze des Terrorregimes der Hamas im Gazastreifen gegen Israel sind: „Israel hat das Recht, sich und seine Bürger gegen diese Angriffe zu verteidigen. Ich rufe jeden, der an einem Frieden in der Region interessiert ist, dazu auf, vehement gegen diese Terrorangriffe auf Israels unschuldige Bürger zu protestieren!“

(Quelle: Newsletter der israelischen Botschaft / Spürnase: Daniel Katz)




Berlin hat einen Sderotplatz

Gestern Nachmittag wurde in Berlin-Zehlendorf mit einem Festakt der bisher namenlose Platz am Märchenbrunnen, Martin-Buber-Ecke Potsdamer Straße, der Sderotplatz eingeweiht. Der Berliner Bezirk Zehlendorf, oder jetzt Steglitz-Zehlendorf, ist Partnerstadt des ständig unter Raketenbeschuss aus Gaza stehenden Sderot sowie von Kiryat Bialik, ebenfalls eine Stadt in Israel.

In Anwesenheit der Bürgermeister von Sderot David Buskila sowie Eli Dokorsky aus Kiryat Bialik wurde nach einer kurzen Ansprache von Bezirksbürgermeister Kopp der Platz eröffnet. Für die rund 100 Anwesenden gab der christlich-jüdische Shalom-Chor Berlin den musikalischen Rahmen mit hebräischen Liedern.

Bild von der Einweihung des Sderotplatzes:

(Gastbeitrag von Moderater Taliban)




‚Wir Christen sind aufgefordert, Israel zu trösten‘

Schwäbisch Gmünd pro IsraelDie von der PBC veranstaltete Pro Israel Kundgebung am 31. Januar 2009 auf dem Schwäbisch Gmünder Marktplatz (siehe unser Vorbericht) wurde mit dem Schofarhorn begonnen. Der Psalm 95, 1-7 wurde auf hebräisch, englisch und deutsch von Markus Grammel, Landesvorsitzender der PBC Baden-Württemberg, über die Veranstaltung ausgerufen. Nach Gebet und Lobpreis übernahm der Ehrenvorsitzende und Gründer der PBC, Gerhard Heinzmann (Foto) vor 200 Teilnehmern das Wort.

Das Thema war Israel aus Sicht der Bibel, das auserwählte Volk, die aktuelle Situation und die Zukunft Israels. Der Hass der Welt gegen Israel und die Haltung der Feinde Israels. Die Botschaft war gewaltig. Im Anschluß rief Gerhard Heinzmann die anwesenden Pastoren zum Gebet für Israel, Deutschland, Schwäbisch Gmünd usw. auf. Unter anderem erhebte eine Jüdin ihr Gebet. Eine gewaltige Atmosphäre durchdrang den Marktplatz durch die Einheit im Gebet vor Gott. Weitere Lobpreislieder bewegten die kalten Füße der Anwesenden zum tanzen. Als Abschluss erschall die Hymne Israels, wobei die blau/weißen Fahnen in Respekt gegenüber Israel erhoben wurden. Unter den Teilnehmern befanden sich etliche aus Karlsruhe, Freudenstadt, Mainz, Heilbronn, Landau und den umliegenden Städten Schwäbisch Gmünds. Es war eine friedvolle und ruhige Veranstaltung!

Auszüge der Rede von Gerhard Heinzmann:

Liebe Besucher und Teilnehmer!

Im Namen der Partei Bibeltreuer Christen begrüße ich alle angereisten Teilnehmer an dieser Kundgebung. Ich freue mich, dass so viele gekommen sind und selbst weite Wege nicht gescheut haben, um damit ihre Solidarität mit Israel zum Ausdruck zu bringen.

Seit Wochen finden in unserer Bundesrepublik landauf und landab die verschiedensten Kundgebungen pro und kontra Israel statt. Anlass war der Krieg in Gaza. Wir müssen leider bekennen, dass die Kundgebungen gegen Israel zahlenmäßig stärker und vor allem mit einer größeren Lautstärke stattfanden.

Wer die Fernsehbilder sah, konnte erkennen, dass an den Anti- Israeldemonstrationen weniger Einheimische, aber vor allem Migranten aus der islamischen Welt beteiligt waren, also aus jenen Ländern, in denen die Bewohner weniger demokratische Rechte genießen, als bei uns in Deutschland.

An dem Umstand, dass viele unserer ausländischen Mitbürger durch die Straßen unserer Städte zogen und ihren Unmut an dem Kriegsgeschehen in Gaza äußerten, ist nichts auszusetzen. Ihnen sei es vergönnt in unserer Demokratie ihre Meinung frei zu äußern, was ihnen in ihrer Heimat von ihren Regierungen vielfach nicht erlaubt ist.

Worüber wir allerdings sehr besorgt sind ist die Tatsache, dass bei diesen Kundgebungen das Recht auf freie Meinungsäußerungen sehr strapaziert wurde. Für uns deutsche Bürger ist es eine Zumutung mit anzuhören, wie bei solchen Demonstrationen auf deutschen Straßen und Plätzen das Existenzrecht Israels bestritten wird. Unglaublich ist es, dass lautstark geschrieen wurde: „Tod für Israel“, „Tod den Juden“ u. a.

Leider überhören unsere Politiker und Sicherheitsorgane solche antiisraelischen und antisemitischen Hetzparolen und ermutigen dadurch noch die Feinde Israels, der einzigen Demokratie im Nahen Osten.

Aus unserer eigenen Geschichte und der Geschichte vieler Völker wissen wir, dass solch eine gehässige Geisteshaltung gegenüber Israel zuletzt in einer Katastrophe des Volkes führt, das sich so gegen Israel stellt. Denn noch immer gilt das Wort von Gott an Abraham, den Stammvater Israels: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen!“ (1. Mose 12,3)

Wer immer im Laufe der Menschheitsgeschichte Israel angegriffen hat, bekam es mit dem lebendigen Gott, dem Schöpfer Himmels und der Erde, zu tun. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, unser Gott und Vater unseres Herr Jesus Christus hat sich eben vor Jahrtausenden das Volk Israel auserwählt, um allen Völkern dieser Erde die Erkenntnis zu vermitteln, dass es nur einen Gott gibt.

Schwäbisch Gmünd pro Israel

(…) Genau wie es in früherer Zeit die Propheten ankündigten, wurde das jüdische Volk bis auf einen kleinen Rest aus seinem Land vertrieben und in alle Welt zerstreut. Doch gleichzeitig hatte Gott auch angekündigt, dass eine Zeit kommen würde, in der er die zerstreuten Kinder Israel aus allen Erdteilen sammeln und sie wieder in ihr Heimatland zurückbringen würde.

Und genau in dieser Zeit leben wir heute! Seit 1948 gibt es wieder einen Staat Israel. Seitdem kehrten Juden aus ca. 140 Ländern in das Land ihrer Vorväter zurück. Jerusalem ist wieder die Hauptstadt des jüdischen Volkes und wird es auf Ewigkeit bleiben.

Ja, liebe Freunde, wir leben in der Zeit, von der die großen Propheten Israels redeten, schrieben und träumten! Wir dürfen miterleben wie Gottes Wort, Wort für Wort, vor unseren Augen in Erfüllung geht!

Leider berichtet uns auch die Bibel, dass für diese Zeit nach der teilweisen Rückkehr des jüdischen Volkes in ihr Land, die Nachbarvölker rings um Israel, Krieg gegen Israel führen werden.
So lebt der heutige Staat Israel seit seiner Gründung im Jahre 1948 im ständigen Kriegszustand mit seinen Nachbarn. Die arabischen Nachbarn haben insgesamt 640 mal mehr Land als das jüdische Volk. Israel ist auf der Weltkarte nur ein Strich. Doch diesen kleinen Landstrich am Ostufer des Mittelmeers will man den Juden nicht gönnen, im Gegenteil, man führt ständig Krieg gegen Israel um Israel von der Landkarte zu löschen.

(…)

Das Land Israel ist nicht nur irgendein Land wie viele andere Länder, sondern Gottes Land. Viel, viele Male können wir in der Bibel lesen, dass Gott davon spricht Mein Land Israel und Mein Volk Israel. Und genau in Sein Land Israel führt Gott nun Sein Volk Israel zurück.

Und wie der Prophet Jeremia schreibt, bewahrt Gott Sein Volk. Er hat das jüdische Volk nach zweitausendjähriger Zerstreuung in aller Welt nicht in Sein Land Israel zurück geführt, um sie dort von der Hamas oder der Hisbollah oder sonst von irgendeiner gottlosen Macht vernichten zu lassen. Nein, so wie Gott Israel in all den zurückliegenden Kriegen vor einer zahlenmäßig überlegenen arabischen Streitmacht bewahrte, hat er auch im jüngsten GAZA-Krieg ganz offensichtlich Seine Hand über Sein Volk gehalten

Die rund 10.000 Raketen, die in den letzten acht Jahren von der Hamas aus dem Gazastreifen nach Israel gefeuert wurden, hatten, Gott sei es gedankt, eigentlich relativ wenig Schaden angerichtet. Wer wollte, konnte auch hier erkennen, dass Gott mit Israel ist und Er Sein Volk beschützt!

Im Internet sah ich ein Interview mit dem Bürgermeister der israelischen Stadt Sderot, auf die die meisten Raketen abgefeuert wurden. Der Bürgermeister bekannte ganz offen, dass Gott die Stadt und die Bürger vor schlimmeren Schäden bewahrt hatte.

Hier muss auch gesagt werden, dass die Regierung Israels für den Schutz seiner Bürger sorgt. Überall sind Schutzbunker für die Zivilbevölkerung eingerichtet, in die die israelische Bevölkerung fliehen konnte.

Im Gegensatz dazu hatten sich die Hamasfunktionäre in Gaza Bunker für ihren eigenen Schutz und dies vielfach unter Krankenhäuser und Schulen, gebaut, weil diese von Israel nicht bombardiert werden.

Die Zivilbevölkerung, Kinder und Frauen wurden dagegen von der Hamas oft als lebende Schutzschilde missbraucht. Obwohl Israels Kampf nicht gegen die Zivilbevölkerung, sondern gegen die Hamas-Terroristen gerichtet war, gab es leider viele zivile Opfer. In den Augen der Hamas werden dann diese unschuldigen Opfer als Märtyrer gefeiert, die sofort Eingang im Paradies finden.

Zusätzlich lassen sich eben auch in unserer verdorbenen Welt Bilder von toten Kindern und Frauen gut zu Propagandazwecken gegen Israel missbrauchen.

Hier muss klar und deutlich gesagt werden: Für die Opfer unter der Zivilbevölkerung ist nicht Israel, sondern allein die Hamas verantwortlich.

Liebe Freunde, zur Zeit herrscht ein brüchiger Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas. Wir alle sind erleichtert, dass wieder etwas friedlichere Bilder und Nachrichten zu uns gelangen. Es war die israelische Regierung, die diesen Waffenstillstand einseitig ausgerufen hat zu dem sich etwas später auch die Hamas bekannte.

Doch wie wird es weiter gehen? Bestimmt kommt es zu sog. Friedensverhandlungen. Man wird Israel zwingen, die Grenzen zum Gazastreifen zu öffnen. Damit bekommen potentielle Selbstmordattentäter wieder die Möglichkeit im Stammland Israels Bomben zu zünden.

Hier ist aber die Frage erlaubt, warum man nicht von der Grenzöffnung nach Ägypten spricht? Über diese Grenze könnten doch die Ölmilliardenschweren arabischen Brüder ihren Brüdern in Gaza „Milch und Honig“ zufließen lassen, sodass die Hamas kein Geld mehr aus Europa benötigen wurde. Aber nein, man wird Israel zu einer Teilung des Landes und der Stadt Jerusalem zwingen.

Und damit können wir heute schon sagen: Der nächste Krieg zwischen Israel und seinen feindlichen Nachbarn wird kommen. Zu groß ist der Hass der islamischen Welt und vieler anderer Staaten dieser Welt auf das jüdische Volk.

Da gibt es seit wenigen Jahren einen Herrn Achmedineschad, seines Zeichens Präsident des Iran, der immer wieder lautstark verkündet Israel zu vernichten. Er war und ist es, der die Hamas finanzierte und mit Waffen ausrüstete und bestimmt auch jetzt während der Waffenruhe die Hamas wieder mit Waffen beliefern wird. Nun bastelt er zusätzlich an einer Atombombe und wird bald Israel und den Rest der Welt damit bedrohen.

Was wird dann Israel machen? Keine Sorge: Israel wird auch weiterhin von Gott beschützt werden. So steht es schwarz auf weiß in der Bibel, im ewig gültigen Wort des lebendigen Gottes, z.B. im Propheten Zefania 3,15: „Der Herr, der König Israels, ist bei Dir, dass Du Dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst!“ Darum rufen wir: „Israel du bist nicht allein!“

Im Buch der Bücher steht auch eine deutliche Warnung an alle Völker und Regierungen, die sich demnächst um eines angeblichen Friedens willen, aktiv an der Teilung des biblischen Landes Israel und Jerusalems beteiligen werden. (Sacharia 12 und Joel 4)

Zum biblischen Land Israel gehört eindeutig Judäa und Samaria, oder wie die Gegner Israel es immer nennen, Westbank oder die von „Israel besetzten Gebiete“. Tatsache ist aber, dass Israel gerade diese Gebiete, auf denen ein Staat Palästina“ errichtet werden soll, im Sechstagekrieg 1967 von jahrhunderte langer Fremdbesetzung befreit hat!

Tatsache ist, dass es in diesem Gebiet noch nie einen anderen Staat gab. Tatsache ist auch, dass das Königreich Jordanien von 1948 bis 1967 gerade diese Gebiete illegal besetzt hielt. Nach dem Plan des früheren Völkerbundes bzw. der UNO sollte 1948 dieses Gebiet dem neu gegründeten Staat Israel zufallen, der sich gerade nach der schrecklichen Zeit des Holocaust in Europa formiert hat. Doch Jordanien und die arabischen Staaten entrissen dieses Gebiet dem jungen jüdischen Staat, obwohl es ursprünglich dem jüdischen Staat versprochen wurde. Somit hat in Wahrheit Jordanien dieses Gebiet von 1948 bis 1967 illegal besetzt. Doch darüber spricht die UNO nicht.

Ist Ihnen, liebe Zuhörer, bekannt, dass die UNO in den Jahren zwischen 1948 und 1967 von der Besatzungsmacht Jordanien die Rückgabe dieser widerrechtlich besetzten Gebiete an Israel verlangt hat? Nein, immer nur wird Israel angeklagt. Kenner haben festgestellt, dass rund 30% der Aktivitäten in der UNO sich um Israel, dieses kleine Land am östlichen Mittelmeer, drehen.

Man fragt sich unwillkürlich: Wo ist z.B. die UNO und die Völkergemeinschaft angesichts des grausamen Krieges im Kongo, der schon vier Millionen Tote gefordert hat? Wo ist die UNO in Darfurr oder in Sri Lanka?

So scheint es fast unausweichlich, dass die Völker dieser Welt unweigerlich in ihr Verderben steuern. Was dieses Verderben noch aufhalten könnte, wäre eine tiefe Buße und Umkehr zu dem lebendigen Gott im Himmel und nicht nur zu irgendeiner religiösen Vorstellungskraft.

Schwäbisch Gmünd pro Israel

Darum wollen wir, liebe Freunde, hier auf diesem Platz uns jetzt vor Gott im Gebet sammeln. Als Christen sind wir berufen für unsere Obrigkeiten, für unsere Politiker und Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft zu beten. Wir wollen Gott um Vergebung bitten für die Verbrechen am jüdischen Volk, die aus diesem Lande ausgingen.

Wir wollen um Vergebung bitten, dass es wiederum möglich wurde, dass der Gott Abrahams, Isaaks und Israels und Sein Volk Israel auf deutschen Straßen und Plätzen in Verbindung mit den verschiedenen Antiisraeldemonstrationen der letzten Wochen gelästert und verhöhnt wurde.

Wir wollen für den weiteren Schutz Israels und der Bürger Jerusalems beten. In diesem Zusammenhang möchte ich besonders auf Psalm 122, 6 hinweisen und uns an die Mahnung des Propheten Jesaja in Kap. 40, 1-2 erinnern: „Tröstet, tröstet mein Volk, …“

Wer ist hier aufgefordert Israel zu trösten? Wir Christen!!!

Wir wollen aber auch für alle arabischen Völker beten im Bewusstsein, dass JESUS CHRISTUS, der König der Juden auch für diese Nachkommen Abrahams gestorben ist. Wir wollen beten, dass ihr Hass gegen die Juden und damit indirekt ihr Hass auf den Gott der Bibel aus ihren Herzen genommen wird. Wir wollen beten für alle islamischen Länder und besonders für die dort lebenden Christen, die oft unter schwerster Verfolgung leiden.

» Gmünder Tagespost: Bibel als Programm (in dem Artikel der Gmünder Tagespost ist fälschlicherweise von 50 Teilnehmern die Rede, in Wirklichkeit waren es – abgezählte – 200)




Die ignorierte Katastrophe

Kinder in SderotDie ganze Welt spricht im Rausch der endlich „legitim“ ausgebrochenen Empörung über Israel von den bedauernswerten Palästinensern in Gaza. Sogar offener, linker und islamischer Judenhass bis hin zu „Endlösungsphantasien“ sind erlaubt. Was ist denn mit den unschuldigen Kindern Israels, die seit Jahren im Bombenhagel leben? Welche Königin spendet für sie Blut?

Seit Jahren steht Sderot in Nordisrael unter Dauerbeschuss der Kassamraketen aus Gaza. Bei rotem Alarm müssen die Menschen innerhalb von 15 Sekunden im Schutzbunker sein. Einen roten Alarm gibt es in Sderot fast täglich, manchmal mehrmals am Tag. Doch hier sprach niemand von einer widerrechtlichen Militäroffensive. 15 Sekunden können sehr kurz sein:

Die Kindergärten und Schulen in Sderot haben auf den Spielplätzen Schutzunterstände aus Beton. Vor Ende des Waffenstillstandes wurde in einem Kinderkarten in Sderot sogar der ganze Spielplatz mit Spielgerät aus Beton umgebaut, in dem man notfalls Schutz suchen kann, wie dieses Video zeigt:

Die Kassam-Raketen der Hamas haben eine immer größere Reichweite. Hätten sie die Möglichkeit, würden die Kämpfer in Gaza nicht nur nach Sderot Bomben werfen, sondern nach ganz Israel, am liebsten ins Herz von Städten wie Tel Aviv. Die Folgen wären katastrophal:

Solange die Angriffe nur Israel betreffen, mag es so manchem Europäer völlig egal sein, was aus Israel wird. Viele würden sich heimlich auch höhnisch über das Ende des Judenstaates freuen. Doch was wäre wenn Israel als Bollwerk und Außenposten der westlichen Welt tatsächlich fallen würde? Wie lange wären wir da noch sicher?

Distanz ist nur eine Frage der Zeit.

(Spürnase: Dk)




Rede von Geert Wilders in Jerusalem

geert-wilders-mit-aryeh-eldadVon gestern bis heute findet ein bewilligter Anti-Islamisierungskongress statt, allerdings nicht in Deutschland, sondern in Jerusalem, Israel. Gastgeber ist der israelische Politiker und Arzt Aryeh Eldad (auf dem Foto rechts mit Geert Wilders). Weitere Berichte und Bilder dazu finden sich bei Atlas Shrugs. Einer der Redner, die gestern gesprochen haben, war Geert Wilders, dessen Jerusalemer Rede wir hier in deutscher Übersetzung wiedergeben.

(Geert Wilders, 14. Dezember 2008, Jerusalem)

Vielen herzlichen Dank.

Es ist mir eine Ehre, in dieser schönen Stadt zu sein, die Hauptstadt der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Als Jugendlicher habe ich ein paar Jahre hier in dieser Stadt gelebt und danach habe ich Israel öfter besucht, als ich zählen kann. Israel: das einzige Land in der Region mit einem funktionierenden Parlament, mit einem Rechtsstaat und freien Wahlen. Das einzige Land in der Region, das die Werte unserer westlichen Gesellschaft teilt und tatsächlich eine der Grundfesten unserer jüdisch-christlichen Identität ist.

Wir sind hier, um unserer wachsenden Besorgnis über die Islamisierung des Westens Ausdruck zu verleihen. Wir tun das in dieser Stadt, der Stadt Davids. Der Stadt, die zusammen mit Rom und Athen antikes Erbe symbolisiert.

Vielleicht sind einige von Ihnen der Stadt Jerusalem unbekannt, jedoch ist keinem von Ihnen Jerusalem unbekannt. Wir tragen Jerusalem alle in unserem Blut, in unseren Genen. Wir alle leben und atmen Jerusalem. Wir sprechen Jerusalem, wir träumen Jerusalem. Einfach, weil die Werte des alten Israels zu den Werten des Westens geworden sind. Wir alle sind Israel und Israel ist in uns allen.

Diese Stadt ist die Hauptstadt einer bedrohten Demokratie. Israel befindet sich in einem Belagerungszustand, so wie sich die jüdische Gemeinschaft im Land Israel jetzt seit über einem Jahrhundert unter einer Belagerung befindet. Israel mit all seinem Ruhm und Glanz ist einzigartig und findet in der Geschichte keines gleichen. Israels Sicherheitslage hingegen ist kein Einzelfall, noch ist es sein Feind. Samuel Huntington schreibt es so treffend: “Der Islam hat blutige Grenzen”.

Israel befindet sich exakt auf dieser Grenze. Dieses winzige Land befindet sich an der Bruchlinie des Dschihads, genauso wie Kaschmir, der Kosovo, die Philippinen, Süd-Thailand, Darfur im Sudan, der Libanon und Aceh in Indonesien. Israel ist einfach dem islamischen Vormarsch im Weg. Genauso wie West-Berlin es während des kalten Krieges war.

Israel erhält die Schläge, die gegen uns alle gedacht sind. Wenn es kein Israel gäbe, hätte der islamische Imperialismus andere Orte gefunden, seine Energien und seine Eroberungsgier freizusetzen. Darum ist der Krieg gegen Israel kein Krieg gegen Israel. Es ist ein Krieg gegen den Westen. Es ist Dschihad. Dank der israelischen Eltern, die zusehen, wie ihre Kinder zur Armee gehen und die deswegen nachts wach liegen, können Eltern in Europa und Amerika gut schlafen und süße Träume haben – unbewusst der lauernden Gefahren.

pam-geller-mit-geert-wildersDie New Yorkerin Pamela Geller von Atlas Shrugs mit Geert Wilders.

Gegenwärtig verläuft die Frontlinie des Dschihads nicht nur durch die Straßen Tel Avivs und Haifas, sondern auch durch die Straßen Londons, Madrids und Amsterdams. Der Dschihad ist unser gemeinsamer Feind und wir beginnen besser, uns dem Dschihad zu stellen, bevor es zu spät ist.

Darum müssen wir es hier tun, wenn wir unsere Bedenken über die Islamisierung des Westens äußern wollen, wo unsere Zivilisation an den Islam grenzt. Wo Dschihadisten in Sderot und Ashkelon Kassam-Raketen in die Häuser von Zivilisten feuern, und wo ein Arzt wie Aryeh Eldad ein charakteristisches Beispiel unserer Zivilisation ist, indem er Terroristen auf die selbe Weise behandelt, wie die Israelischen Opfer. Ich ziehe meinen Hut vor Professor Eldad wegen seiner Arbeit für die Menschlichkeit und wegen seines Patriotismus‘. Und ich danke ihm dafür, Gastgeber dieser Konferenz in dieser großartigen Stadt zu sein. Aryeh, ich bin stolz darauf, dein Freund zu sein.

Ich möchte ein paar Dinge über die Islamisierung Europas und meinen Film „Fitna“ sagen. Ich werde ein paar Beispiele aus den Niederlanden bringen, weil sie für die Situation auf dem Kontinent typisch sind.

Die Masseneinwanderung in die Niederlande geht volle Kraft voraus weiter. Gegenwärtig kommt jährlich eine gigantische Anzahl neuer Immigranten an, viele von ihnen sind Muslime, oft ohne Ausbildung, wenn nicht sogar Analphabeten. Sie bringen ihre lokalen Gebräuche aus den Bergen und Wüsten ihrer rückständigen islamischen Herkunftsländer mit. Tausende und Abertausende von Muslimen kommen jedes Jahr in den Niederlanden an, während bereits eine Million Muslime in unserem kleinen Land leben.

Dieser massive Zustrom bringt viele Probleme mit sich: Die Immigranten sind bei den Sozialleistungsbezügern und in den Kriminalstatistiken überrepräsentiert und überall explodieren die Kosten. Die finanziellen Kosten der Masseneinwanderung in den Niederlanden übersteigen 100 Milliarden Euro.

Aber was wir bei dieser schleichenden Islamisierung am meisten zu fürchten haben, ist der heimliche Dschihad. Denn jedes islamische Viertel, jeder islamische Laden, jede Moschee, jede islamische Schule, jede Burka, jeder Schleier bedeutet für viele Muslime Pflöcke für ein größeres Ziel einzuschlagen, für die Herrschaft.

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(Foto: Konferenzteilnehmer)

Dies ist in Wahrheit die Essenz des Problems. Nicht die Kriminalität, nicht einmal die finanzielle Belastung. Das größte Problem ist die demographische Entwicklung und die Art und Weise, wie sie unsere Gesellschaft weiträumig beeinflusst. Die Zuwanderung aus muslimischen Ländern und die Bevölkerungsentwicklung wird zu dem Eurabien führen, vor dem die mutige Bat Ye’or warnt. Es wird Realität werden, wenn wir jetzt nicht handeln.

Vor eineinhalb Jahrzehnten benutzte ein damals unbekannter amerikanischer Politiker den folgenden Slogan in seiner Wahlkampfkampagne:

“Es ist die Wirtschaft, Dummkopf.“

Von jetzt an wird das Motto meiner Partei lauten:

„Es ist die Demographie, Dumbo.“

Vor über vierzig Jahren hielt ein britischer Politiker ein berühmte Rede. Er sagte, dass er im Hinblick auf die Zukunft „Flüsse von Blut“ voraussehen würde, als Resultat des unkontrollierten Zustroms von Einwanderern. Enoch Powells Rede war der Ausgangspunkt einer Diskussion über die Masseneinwanderung nach Europa. Wie üblich stempelte ihn das linke Establishment zum Extremisten ab und seine Karriere war in Niedergang begriffen. Aber die britische Bevölkerung liebte ihn und unterstützte Powell. Die Londoner Dock-Arbeiter schlossen ihn ins Herz und marschierten zu Tausenden, um Mr. Powell zu unterstützen.

Im Rückblick teile ich Enoch Powells alarmierende Ansichten über die Masseneinwanderung, aber „Flüsse von Blut“ sehe ich nicht. Wir werden keinem Bürgerkrieg gegenüberstehen. Unsere politische Elite will uns glauben machen, dass der Zustrom muslimischer Immigranten eine vergleichbare Entwicklung ist, wie die Zuwanderungswellen, die vor Zeiten stattgefunden haben. Oder sie behaupten, das

„Christentum hätte sich hin zur Moderne entwickelt und deswegen werde der Islam dies auch tun.“

Wie können wir eine Demokratie bleiben, wenn ein Großteil der wachsenden muslimischen Bevölkerung dafür ist, das Scharia-Gesetz einzuführen? Wie soll Amsterdam die homosexuelle Hauptstadt Europas bleiben, wenn Schwule regelmäßig von nicht-westlichen Zuwanderern verprügelt werden, oft von Muslimen? Wie sollen die jüdischen Gemeinschaften in Europa überleben, bei einer wachsenden Präsenz einer Ideologie, die dermaßen offenkundig antisemitisch ist? Wie sollen wir ein Zentrum der kulturellen und wissenschaftlichen Vortrefflichkeit bleiben, wenn der Islam sich der Kunst und der wissenschaftlichen Forschung widersetzt? Wie sollen wir eine offene und tolerante Gesellschaft bleiben, wenn wir einem Teil der muslimischen Gemeinschaft gegenüberstehen, der es vorzieht, sich zu separieren und keine Anstalten macht, sich anzupassen? Wie können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen, wenn ein Großteil der Bevölkerung eine Wüstenlandschaft aus dem siebten Jahrhundert nach Antworten befragt?

Das sind die Fragen, die Multikulturalisten nicht beantworten wollen.

Statt wirklich zu führen, führt uns unsere politische Elite an der Nase herum, indem sie unsere eigenen Prinzipien gegen uns verwendet. Ich möchte fünf Beispiele nennen.

* Erstens: Unsere Toleranz wird als Argument missbraucht, noch mehr Islam einzuführen, noch mehr Muslime zu holen, und als Weg uns mitzuteilen, wir dürften ihre islamische Kultur nicht kritisieren, wenn wir nicht als intolerant und rassistisch bezeichnet werden wollen.

* Zweitens: Die Demokratie. Eine wachsende muslimische Wählerschaft ist zu verführerisch, als dass Politiker ihr widerstehen könnten. Darum geben sie ihren Beschwerden und Forderungen nach, um ihre Stimmen zu gewinnen. Kurzum wird das Scharia-Gesetz eingeführt werden, legal und demokratisch, durch Mehrheitsentscheid. Der frühere niederländische Justizminister sagte einst, die Scharia könnte ein Teil des niederländischen Gesetzessystems werden, wenn eine Zweidrittelmehrheit der Bevölkerung dem zustimmen würde.

* Drittens: Unsere religiöse Freiheit wird von einer Ideologie ausgenutzt, die absolut nicht vorhat, nach unseren Regeln zu spielen, aber gleichzeitig dieselben Rechte verlangt, die unsere traditionellen Religionsgemeinschaften seit Jahrhunderten innehatten.

* Viertens: Unser Sozialstaat, der einst den Neid der Welt hervorrief funktioniert jetzt wie ein Magnet für viele nicht-westliche Immigranten, die von einem bequemen Leben im reichen Europa träumen.

* Fünftens: Unsere offenen Grenzen wurden eingeführt als Symbol für unsere offene Gesinnung, als Exempel unserer weltmännischen Gastfreundschaft. Aber jetzt haben wir die Kontrolle über unsere Grenzen verloren, und wir können nicht einmal mehr nachprüfen, wer in unsere Staatsgebiete einreist, geschweige denn jemanden an der Einreise hindern.

Video von Israel National News:

Unsere westlichen Prinzipien sind ausgehöhlt, wenn sie nicht auch vom Wunsch begleitet werden, unsere Kultur und Zivilisation aufrecht zu erhalten, auf Grundlage des Wissens darum, wer wir sind und woher wir kommen. Wir sind nicht aus Saudi-Arabien. Wir sind nicht aus dem Iran. Wir stammen aus Rom, Athen und Jerusalem. Dies macht unsere Zivilisation zu etwas besonderem und mit Sicherheit zu etwas, das der Bewahrung wert ist.

Trotz alldem ist unsere politische Elite immer noch blind verliebt in ihr kleines Projekt, das sie romantischerweise die „multikulturelle Gesellschaft“ nennt. Offensichtlich leben diese Leute nicht in den Vierteln, die immer islamischer werden. Sie werden Ihnen sagen: “

Das sind nette Menschen. Wo liegt da das Problem?“

Die Forderungen der muslimischen Immigranten, wie:

„Gebt uns eine extra-große Moschee“,

klingen in ihren Ohren vernünftig.

Es ist sehr schwer, angesichts der wachsenden Islamisierung Europas optimistisch zu bleiben. Die Flut wendet sich gegen uns. Wir verlieren an jeder Front. Im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung gewinnt der Islam an Wucht. Die regierende Elite ist sogar stolz auf die muslimische Zuwanderung. Schließlich können sie somit auch gleich allen zeigen, dass sie keine Rassisten sind. Die Wissenschaft, die Künste, die Medien, die Handelsfirmen, die Kirchen, die Geschäftswelt, das gesamte politische Establishment – sie alle sind zur der selbstmörderischen Theorie des Multikulturalismus und des kulturellen Relativismus konvertiert.

Kultureller Relativismus ist die schlimmste Krankheit, unter der das heutige Europa zu leiden hat. Nicht alle Kulturen sind gleichwertig. Unsere westliche Kultur ist besser als die islamische Kultur. Mit den Worten der mutigen Dr. Wafa Sultan:

“Es gibt einen Konflikt zwischen Zivilisation und Rückwärtsgewandtheit, zwischen dem Zivilisierten und dem Primitiven, zwischen Barbarei und Rationalität.“

Auch hier in Israel fechten Sie in Wahrheit keinen territorialen Krieg aus. Es geht nicht um Territorium, es geht um Ideologie. Die islamische Ideologie sucht nicht nach Zusammenarbeit oder Assimilation, sondern zielt auf Unterwerfung und Herrschaft über die Nicht-Muslime. Es gibt keinen moderaten Islam, es wird niemals einen moderaten Islam geben. Es mag moderate Menschen geben, die sich selbst Muslime nennen, aber es gibt keinen Moderaten Islam.

Linke Journalisten und linke Politiker überschlagen sich darin, eiligst jeden, der die Islamisierung kritisiert, als „Rechtsextremisten“ hinzustellen. Das gesamte Establishment hat sich auf die Seite des Islams geschlagen. Linke, Liberale und Christdemokraten sind jetzt Sklaven des Islams. Sie sind Dhimmis. Lenin nannte die ignoranten Leute, die unwissend seiner Sache dienten, „nützliche Idioten“. Also, der Westen ist jetzt voll dieser „nützlichen Idioten“, und sie sind auch noch stolz darauf.

Jetzt noch ein paar Worte über meinen Film „Fitna“.

Ich fühlte mich moralisch dazu verpflichtet, die Leute über den Islam und die Islamisierung Europas aufzuklären. Die Verpflichtung, jedem klar zu machen, dass der Koran sich im Herzstück dessen befindet, was die Leute als Terrorismus bezeichnen, was aber in Wahrheit Dschihad ist. Ich wollte zeigen, dass die Probleme mit dem Islam, am Islam selbst liegen und nicht an seinen Fransen.

Ich habe in zahlreichen Interviews vor den Gefahren des Korans und des Islams gewarnt, in Meinungsartikeln, in Reden und selbstverständlich in Parlamentsdebatten. Aber Bilder sagen oft mehr als Worte. Aus diesem Grund habe ich „Fitna“ gemacht.

„Fitna“, der Film:

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„Fitna“ ist ein Dokumentarfilm, der zeigt, was im Namen des Islams getan wird. Ohne Muslime in denselben Topf zu werfen, glaube ich erfolgreich gezeigt zu haben, dass der Koran kein staubiges, altes Buch ist, sondern dass es heute noch als Quelle der Inspiration und als Rechtfertigung von Hass, Gewalt und Terrorismus auf der ganzen Welt verwendet wird.

Vor ein paar Wochen hat die Welt wieder einmal gesehen, zu was der Islam fähig ist. In Mumbai trennten die Dschihadisten, gemäß Aussage eines Zeugen in einer belgischen Zeitung, die Muslime von den Nicht-Muslimen. Die Nicht-Muslime, die Kaffire, wurden daraufhin erschossen. Die Terroristen gingen auch direkt zum winzigen jüdischen Zentrum in Mumbai, wo sie die Juden, nach Berichten, die gegenüber einer indischen Nachrichten-Website gegeben wurden, aufs fürchterlichste folterten, bevor sie sie brutal ermordeten.

Die meisten westlichen Medien bleiben dabei, die Schuldigen als Mitglieder von „Splittergruppen“ zu bezeichnen. Dabei lassen sie den wesentlichen Punkt außer Acht und ignorieren ungerechtfertigterweise die islamische Natur der Terroranschläge. Denn, wenn es sich um einen Grenzkonflikt handeln würde, warum sollte man dann die Juden in Mumbai umbringen? Warum finden die Dschihadisten in einer Stadt mit über zehn Millionen Einwohnern den kürzesten Weg zum einzigen Rabbiner in der Stadt, um ihn und seine Frau zu töten? Warum brüllen Israels Feinde immer „Allahu-akbar“ und „tötet die Juden“, wenn sie sich nichts weiter wünschen als ein friedliches Zusammenleben und gegenseitiges Verständnis? Vielleicht ist es – ich rate einfach – weil sie einer Ideologie folgen, die ihnen sagt, dass sie die Juden töten sollen, dass sie die Ungläubigen töten sollen und dass sie den Islam vorantreiben sollen, bis er die Weltherrschaft erlangt hat. Der Islam teilt letztlich die Welt in eine dar-al-Harb und eine dar-al-Islam. Der Islam ist eine totalitäre Ideologie voller Hass, Gewalt und Unterwerfung.

Von dem Tag an, an dem ich meinen Kurzfilm ankündigte, verursachte er einen ziemlichen Aufruhr in den Niederlanden, in Europa und auf der Welt. Zuerst gab es einen politischen Aufstand mit Regierungen in schierer Panik quer über den Kontinent hinweg. Der niederländische Außenminister rief mich an, um mir mitzuteilen, ich solle mein Film-Projekt aufgeben. Der Justizminister ließ mich wissen, dass ich nach Veröffentlichung des Films mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen müsse. Die niederländische Regierung kläre die Möglichkeiten ab, „Fitna“ noch vor der Veröffentlichung zu verbieten. Der niederländische Zweig der islamischen Organisation Hizb ut-Tahrir kündigte den Niederlanden Anschläge an. International gab es eine Reihe von Zwischenfällen. Die Taliban drohten damit, zusätzliche Angriffe gegen die niederländischen Truppen in Afghanistan zu organisieren, und eine mit Al-Kaida in Verbindung stehende Website publizierte die Meldung, dass ich getötet werde sollte, während der Großmufti von Syrien meinte, ich sei für all das Blutvergießen nach Veröffentlichung des Films verantwortlich.

In Afghanistan und in Pakistan wurde zu verschiedenen Gelegenheiten die niederländische Flagge verbrannt. Puppen, die mich darstellen sollten, wurden ebenfalls in Brand gesteckt. Der indonesische Präsident teilte mir mit, dass ich nie wieder nach Indonesien einreisen dürfe, während der UN-Generalsekretär und die Europäische Union ins gleiche feige Horn bliesen, wie die niederländische Regierung. Ich könnte dazu noch viel ausführen. Es war eine absolute Schande, ein Ausverkauf. Es war Verrat an unseren westlichen Grundsätzen, es war Verrat an der Meinungsfreiheit, es war ein Verrat an der Freiheit selbst. Meine eigene Regierung schützte mich nicht, sondern wurde im Verlauf zu meinem schlimmsten Feind.

Wegen „Fitna“ führt der jordanische Staat gegenwärtig einen Prozess gegen mich. Jordanien verfolgt mich wegen Gotteslästerung, Erniedrigung des Islams und Verleumdung des Propheten Mohammed; Übertretungen nach jordanischem Strafgesetz, obwohl die zur Last gelegten Übertretungen gar nicht in Jordanien stattgefunden haben. Wie Sie alle wissen, ist Jordanien ein nicht-demokratisches Land, ohne unabhängiges oder unbefangenes Rechtssystem und ohne gut-ausgebildete Zivilgesellschaft. Gemäß einer kürzlichen Studie von „Human Rights Watch“ sind Foltermethoden in Jordanien geläufig und eine weit verbreitete Praxis.

Jordaniens Vorstoß, mich strafrechtlich zu verfolgen, ist eine Souveränitätsverletzung meines Landes, der Niederlande. Es ist eine Verletzung des Meinungsäußerungsrechts. Jordaniens Vorstoß ist in der Tat ein feindlicher Akt gegen die Freiheit selbst.

Wenn Jordanien Erfolg darin haben sollte, ein demokratisch gewähltes Mitglied eines westlichen Parlaments zu verfolgen, was für einen Präzedenzfall würde dies bedeuten? Aber es geht nicht um mich. Der Grundgedanke ist nicht Geert Wilders. Wenn man die Presse und die übrige politische Elite in den Niederlanden anschaut, scherte sich keiner darum. Es war ihnen allen völlig Schnurz. Das war das Allerschlimmste. Ein nicht-demokratisches Land wie Jordanien kann das internationale oder sein eigenes Recht nicht dazu missbrauchen, jemanden zum Schweigen zu bringen. Wenn das anfängt, wenn wir dies zulassen, können wir alle Parlamente abschaffen und jede Zeitung dicht machen, und wir sollten alle schweigen und fünfmal täglich in Richtung Mekka beten.

Aber es gibt noch Hoffnung. Beispielsweise gibt es Hoffnung bei der arbeitenden Mittelschicht. Unterhalb der leeren Prahlerei der Eliten beginnt der Mittelschichtsarbeiter, der Durchschnitts-Joe, zu realisieren, dass mit dem Islam etwas überhaupt nicht stimmt. In den Niederlanden erachten sechzig Prozent der Bevölkerung die Masseneinwanderung als den gröbsten Fehler seit dem Zweiten Weltkrieg. Ebenfalls sechzig Prozent erachten den Islam als größte Bedrohung für unsere nationale Identität. Aber die Freiheitspartei ist die einzige politische Partei im niederländischen Parlament, die ihre Ansichten teilt.

Es gibt auch Hoffnung, dass die politischen Parteien, die der Islamisierung kritisch gegenüberstehen und in ganz Europa an Einfluss gewinnen, stärker werden. Mit ihnen wollen wir zusammenarbeiten mit einer gemeinsamen Gesetzgebung, mit gemeinsamen Initiativen, vielleicht sogar mit einer gemeinsamen Gruppe innerhalb des Europäischen Parlaments, als Verteidiger des Westens, Verteidiger unserer Kultur, Verteidiger unserer Identität, Verteidiger unserer Freiheit.

Wir brauchen eine neue Art zu denken, ein neues Paradigma, um unsere Freiheiten zu verteidigen. Das bloße Wiederholen unserer Hingabe an die Toleranz und die Demokratie reicht nicht aus gegen den Dschihad. Wir brauchen neue Ziele und Ideen. Wir brauchen neue Anführer. Und wir sollten uns stets daran erinnern,woher wir kommen. Wir kommen alle aus Jerusalem.

Lassen Sie mich zusammenfassen: Die Essenz meines kurzen Vortrags heute ist, dass Europa sich im Prozess der Islamisierung befindet, und dass wir diese bekämpfen müssen. Denn, wenn wir die Islamisierung nicht bekämpfen, werden wir alles verlieren: Unsere kulturelle Identität, unsere Demokratie, unseren Rechtsstaat, unsere Freiheiten, unsere Unabhängigkeit. Es ist unsere Pflicht, die Ideen Roms, Athens und Jerusalems zu verteidigen. Das antike Erbe unserer Vorväter ist in Gefahr. Wir müssen uns erheben und es verteidigen.

Vor anderthalb Jahrhunderten drückte ein junger Präsident am anderen Ende der Welt genau das aus, was ich meine. Folgendes sagte Abraham Lincoln 1862 und damit möchte ich schließen:

„Die Grundsätze der ruhigen Vergangenheit sind der stürmischen Gegenwart unangemessen. Der Anlass ist hochbeladen mit Schwierigkeiten – mit dem Anlass selbst. Da unser Anliegen neu ist, müssen wir neu denken, neu handeln. Wir müssen uns befreien, dann werden wir unser Land retten.“

(Abraham Lincoln, Jährliche Botschaft an den Kongress, 1. Dezember, 1862)

Es ist fünf vor Zwölf. Die Freiheit muss siegen, wir müssen siegen und wir werden siegen.

Video zum Anti-Islamisierungskongress:

Weitere Berichte zum Thema:

» Atlas Shrugs (Fotos)
» Eye On the World
» Israpundit
» Refugee Settelment Watch
» Little Green Footballs




Die Kriegsversehrten der IDF-Forces

Kriegsversehrte sind leider kein Phänomen längst vergangener Tage: In Israel leiden 82.000 Menschen, die ihrem Land dienten – Juden, Christen, Beduinen und zum Teil auch Drusen – unter bleibenden Verletzungen und Behinderungen, die sie im Aktivdienst getroffen haben. Gestern Abend war PI im schweizerischen Kriens vor Ort auf einer Veranstaltung der „Chabad Luzern“ in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Schweiz-Israel zur Vorstellung der Rehabilitationsprojekte.

Einer der verwundeten Soldaten hat kurz bevor er selber schwer verletzt wurde, fast seine gesamte Familie verloren. Dennoch wollen diese Menschen nicht aufgeben. Sie wollen ihre Geschichten erzählen – obwohl es schwer fällt – sie überwinden und ins Leben zurückfinden.

Betroffene berichten von ihrem Schicksal. Leutnant R. K. aus Haifa ist 24 Jahre alt. Er war IDF-Panzerkommandant und wurde im Libanonkrieg 2006 eingesetzt. Etwa zwei Wochen nach der Entführung von Regev und Goldwasser wurde seine Einheit am 10. August getroffen. Dabei erlitt der Offizier schwere Verbrennungen im Gesicht und an einem Auge. Außerdem hätte er beinahe beide Beine verloren. Er lag sieben Tage lang bewusstlos auf der Intensivstation. Heute sind, dank guter ärztlicher Versorgung, die Narben kaum noch zu sehen und er kann wieder normal gehen. Er beginnt jetzt ein neues Leben mit einem Ingenieur-Studium.

Ein weiterer Veteran erzählt, er sei vor einem Jahr verwundet worden, als er, nach dem Einschlag einer Kassamrakete in Sderot, ein Haus voller Terroristen untersuchen sollte. Das Feuergefecht zwischen der IDF-Truppe und den Terroristen dauerte fünf Minuten. Als er dachte, es sei alles vorbei und nach einem verwundeten Kameraden sehen wollte, wurde er selber angeschossen. Zwei Kugeln trafen ihn in den Rücken, eine in den Arm und eine in die Brust. Den rechten Arm kann er bis heute nicht mehr spüren. Der ehemalige Rechtshänder lernt jetzt, links zu schreiben und studiert Wirtschaft. Zur wundersamen Tatsache, dass er den Angriff überhaupt überlebte, meint er:

„An diesem Tag mochte mich wohl irgend jemand da oben ganz besonders.“

Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, wo die Krankenhäuser so gut und Menschenleben so wertvoll sind, dass man so etwas überhaupt überleben kann. Israels Armee schätzt das Leben ihrer Soldaten, besonders auch das derer, die ihre Gesundheit für ihr Land hingegeben haben. Daher investiert der Staat viel Geld in die Rehabilitation. Gut tun auch Auslandsreisen, die oft von privaten finanziert und ermöglicht werden.

» Infos zu den Rehabilitationszentren in Israel.

Ein Video, passend zu den aktuell stattfindenden Paralympics in Peking:




Rupert Neudecks Drehorgel gegen Israel

Der Philosoph, Germanist, Soziologe und katholische Theologe Rupert Neudeck (Foto) ist ein Langweiler, der an seiner ewig gleichen Vortrags-Leier immer wieder die Schikanen bei der Einreise in sein Lieblings-Feindesland Israel wiederholt. So auch an der Uni Bonn, wo sich auf Einladung diverser „Friedensvereine“ rund 30 Befürworter der komplett widersinnigen aber sehr beliebten These trafen, dass in Israel ein rassistisches Apartheidssystem herrscht, dessen Ziel darin besteht, die Palästinenser mittels eines „Holocaust“ auszurotten.

Israel Network war vor Ort und berichtet über das langweilige und gleichsam in seiner Verdrehtheit wieder aufregende Ereignis. Aus dem Artikel hier ein paar Auszüge:

Neudeck berichtet stolz davon, wie genial er angeblich mit seinem „Pass-Spiel“ die israelischen Grenzer bloßgestellt habe:

Ich hab dann das Spiel mit den Pässen ausprobiert: wenn ich einen von meinen 4 Pässen nehme, die ich normal nehme, wenn ich mich in der Welt bewege, kann ich in Israel nicht vorzeigen, muss ich erst mal, dann werde ich erst mal verhört. Deshalb hatte ich auch einen provisorischen, einen Jahrespass. Dann wird man gefragt: haben Sie denn nicht noch einen anderen? Ich sag: ich hab 4 andere! Aber mit denen ist bei Ihnen nicht gut Kirschenessen! Und man bekommt dann einen Ausreisestempel und bei der Rückkehr nach Israel einen Einreisestempel.

Er wird nicht müde, sich über die israelischen Grenzkontrollen zu beklagen. Doch

bevor er sich wegen nicht vorhandener „Menschenrechtsverletzungen“ an Amnesty International wendet, sollte sich Knecht Rupert doch einmal die Flugsicherheitsmaßnahmen auf britischen Flughäfen genauer anschauen („Kinderwagen und Gehhilfen sind gestattet, müssen aber geröntgt werden. Rollstühle sind erlaubt, müssen aber genauestens durchsucht werden.“). Ein Terror-Scheich im Rollstuhl hätte da keine Chance, genauso wenig wie am Grenzübergang Erez.

Letztendlich behauptet Rupert Neudeck über den Raketenbeschuss aus Gaza in aller Öffentlichkeit,

* dass das israelische Militär die Abschussbasen der Kassam-Raketen und diese selbst mit Absicht nicht zerstört, um einen Vorwand für Bombardements aus der Luft zu haben,

* dass das israelische Militär die Opfer unter der Zivilbevölkerung von Sderot aus einem schnöden militärischen Kalkül bewußt in Kauf nimmt

» Mehr dazu lesen Sie auf Israel Network

» Das Video zum Vortrag sehen Sie hier:

(Spürnase und Quelle: Israel Network)




Petition gegen Berliner „Wall on Wall“

Schon einige Schlaumeier haben die Schutzmauer zwischen Israel und Palästina, die einzig und allein gebaut wurde, um den florierenden palästinensischen Terrorismus einzuschränken, mit der Berliner Mauer verglichen. Dies zu behaupten ist nicht nur beliebt und politisch korrekt, es ist jetzt auch noch Kunst: Das Projekt „Wall on Wall“ des deutschen Fotografen Kai Wiedenhöfer ist genehmigt worden.

Geplant ist offenbar, im Herbst an der Berliner East-Side-Gallery Panoramafotos von den Grenzen dieser Welt auszustellen. Unter anderem von der Mauer zwischen Israel und Palästina, dem Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko sowie der ‚Peaceline‘ in Belfast.

Auf Petitiononline ist ein offener Brief erschienen mit dem auch Sie gegen dieses „Kunstprojekt“ demonstrieren können. Den deutschen Text lesen Sie hier (Quelle HaGalil):

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat im Februar 2008 beschlossen, die Ausstellung „Wall on Wall“ – Mauer auf Mauer – auf der spreeseitigen East-Side-Gallery zu zeigen, dem längsten erhaltenen Stück der ehemaligen Berliner Mauer. Diese Mauer war sichtbarster Ausdruck des diktatorischen Einparteiensystems der DDR.

Zum wiederholten Mal wurde jedoch der endgültige Beschluss über diese Open Air-Ausstellung verschoben und soll jetzt am 23. April 2008 in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg gefasst werden. Zuvor diskutiert der Kulturausschusses der BVV auf seiner Sitzung am 16. April 2008 das Projekt. Bisher haben sich die Fraktion der SPD sowie der Landesarbeitskreis Shalom Berlin der Linksjugend [`solid] der Partei Die Linke und weitere Abgeordnete öffentlich vom Projekt „Wall on Wall“ distanziert.

Selbstverständlich ist jede Kritik an Abschottung, Mauern (zumal in den Köpfen), Rassismus und der Weigerung, Menschen in Not Schutz zu bieten, elementarer Bestandteil jeder Demokratie. Viele Gruppen, Organisationen, Politiker und Engagierte aus allen Teilen der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland sind insbesondere seit Anfang der 1990er Jahre deshalb im Bereich Flüchtlingspolitik und Antirassismus aktiv, da die Angriffe und Morde von Neonazis an Flüchtlingen und Migranten seit 1990 bis dahin ungekannte Ausmaße angenommen haben. Mehr als 100 Menschen, welche von Nazis als ›undeutsch‹ definiert wurden, sind seitdem ermordet worden.

Was jedoch ist der Sinn dieses hier in Frage stehenden Projekts „Wall on Wall“? Es sollen für einige Wochen Bilder des Fotografen Kai Wiedenhöfer auf die Mauerstücke der East Side Gallery angebracht werden. Wiedenhöfer ist Initiator dieses Projektes, 2007 publizierte er einen Bildband mit Fotografien des Antiterrorschutzwalls in Israel bzw. den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Zwischen dem 29.09.2000 und dem 1.12.2004 wurden in Israel 919 Israelis von palästinensischen Terroristen ermordet. 6123 Israelis wurden verletzt. Insgesamt gab es in dieser Periode 20.416 Terrorattacken.

Die tagtäglichen terroristischen Angriffe und Mordanschläge wie jüngst vor wenigen Tagen im Treibstofflager Nahal Oz, wo zwei Juden ermordet wurden – einer der beiden Ermordeten hinterlässt seine Ex-Frau sowie eine Tochter in Deutschland – sollen durch den Antiterrorschutzwall, der zum überwiegenden Teil ein Zaun ist, verhindert werden.

In dem Bildband von Wiedenhöfer sind 50 doppelseitige, im Panoramastil aufgenommene Bilder dieses Antiterrorschutzwalls in Israel zu sehen. Die Bilder wurden zwischen 2003 und 2006 aufgenommen und zeigen ohne Kontext unterschiedliche Perspektiven auf diesen Schutzwall. Harmlose Pferde, kleine Kinder und arabische Frauen mit Kopftuch stehen israelischen Soldaten und eben diesem Zaun/dieser Mauer gegenüber. Täter sind für Wiedenhöfer nur die Juden, Palästinenser ausschließlich die Opfer. Er zeigt kein einziges Bild eines von einem islamisch-arabischen Selbstmordattentäter zerfetzten Juden. Kein einziger fanatischer, von der Terrororganisation Hamas oder Predigern in den Moscheen im Westjordanland aufgehetzter Jihadist wird gezeigt. Seit Jahren benutzen jene die eigene Zivilbevölkerung als Schutzschilde oder Bombenschmuggler. Gegen all diese Terroristen richtet sich jedoch dieser Zaun. Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten. Mehr als eine Million ihrer Staatsbürger ist arabisch. Der israelische Minister für Wissenschaft und Sport ist ein Araber. Diese Araber ziehen es vor, in Israel zu leben anstatt in einem der es umgebenden undemokratischen, islamisch-arabischen Regimes.

Wer die Berliner Mauer, Ausdruck einer Diktatur und Abwehr westlich-liberaler Lebenseinstellung, mit dem israelischen Zaun gegen die Mordanschläge von palästinensischen und sonstigen antisemitischen Terroristen vergleicht, handelt verantwortungslos und antisemitisch. Es ist Kennzeichen des neuen Antisemitismus, dass Israel mit Diktaturen verglichen oder gleichgesetzt wird. Das zeigt sich in einer der Fotografien in dem 2007 publizierten Fotoband von Wiedenhöfer: Dort ist auf Seite 92/93 ein Foto des Schutzwalles abgebildet, welcher von Antisemiten wie folgt beschmiert wurde: »Warsaw 1943«, daneben Hakenkreuze und ein Davidstern, daneben »American Money – Israeli Apartheid«. Die Gleichsetzung des Warschauer Ghettos mit der Situation der Palästinenser heute in den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde ist ein typischer und besonders infamer Fall von Judenhass. Juden werden mit ihren Mördern, den Deutschen Nationalsozialisten, gleichgesetzt.

Die Arbeitsdefinition der Europäischen Union zu Antisemitismus sowie die internationale Antisemitismusforschung haben dies ebenso als Judenhass analysiert.
Auch die jetzt geplante Erweiterung um Bilder der Grenzanlagen in USA/Mexiko, der Südwestgrenze Europas oder Nordirlands ändert nichts an der Grundausrichtung dieser skandalösen Ausstellung.

Wir können uns nicht vorstellen, dass zumal Mitglieder der Fraktion der Grünen, der größten Fraktion in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg, eine solche Ausstellung unterstützen wollen, da doch Teile dieser Partei, das ehemalige Bündnis 90, ehemals Oppositionelle in der DDR waren und kein Interesse an der grotesken Verharmlosung der Berlin Mauer haben dürften.

Wer sich gegen den Antiterrorzaun wendet, der eine reine Abwehrmaßnahme Israels darstellt, verschließt die Augen davor, dass ohne den Zaun Menschen täglich in Todesangst mit dem Bus in Tel Aviv oder Jerusalem zur Arbeit fahren.

Sollte sich die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg für die geplante antijüdische Fotoausstellung „Wall on Wall“ aussprechen, sehen wir das als Zeichen, dass sie nichts aus der Geschichte gelernt hat und Judenhass sowie Antiamerikanismus und eine Verharmlosung der menschenfeindlichen Berliner Mauer der DDR unterstützt.

Wir fordern von der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin:

– kein Platz für die antiisraelische Ausstellung „Wall on Wall“ an der Berliner Mauer
– keine Verniedlichung der diktatorischen SED-Herrschaft und dem Gefängnis DDR
– keine Gleichsetzung von Demokratien (Israel, Europa, Nordirland, USA) mit einer Diktatur (DDR)

Zudem fordern wir von der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg:

– Kein Platz für antisemitische Weltverschwörungstheorien, wie sie Teil der von Kai Wiedenhöfer geplanten Ausstellung sind (Israel-Nazis-USA-Geld-Israels »Apartheid«)
– Den Aufbau einer Städtepartnerschaft mit der täglich von Raketen aus dem Gazastreifen bedrohten israelischen Stadt Sderot, analog zur Städtepartnerschaft des Bezirks Tempelhof-Schöneberg mit der israelischen Stadt Nahariya
– Solidarität mit dem Staat Israel und ein Glückwunschtelegramm zum 60. Geburtstag!



» Bisherige Unterschriften




Düsseldorf: Hamas mit Gegenwind

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Nicht nur in Berlin, auch in Düsseldorf kam es am letzten Wochenende zu einer antisemitischen Hassdemo muslimischer Migranten gegen Israel. Anders als in Berlin, wo Politiker der PDS die Hamasterroristen tatkräftig unterstützten, gab es in Düsseldorf – leider nur leichten – Gegenwind für die Terroristen. Einige Mitglieder der kleinen Gruppe der pro-israelischen Antifa, auch so etwas gibt es, erwarteten den Umzug auf der KÖ mit einer israelischen und sogar einer amerikanischen Fahne (Foto oben). Ein Rechtgläubiger verlor die Nerven.

Indymedia berichtet:

„Stoppt den Holocaust in Palästina“ – Mit dieser Geschichtsrevisionistischen Parole zogen am Samstag etwa 120 Personen vorwiegend arabisch/palästinensischer Herkunft durch die Strassen Düsseldorf.

Organisiert hatte diesen Marsch nicht wie man zunächst vermuten konnte der Bund der Vertriebenen, sondern die „ Palästinensische Gemeinde Düsseldorf e.V., das Netzwerk „Palästina Rhein Ruhr“. Als Unterstützer traten u.a. „ISM Germany“, die in letzter Zeit Indymedia Deutschland mit Horrorgeschichten aus Gaza und einer Nacht beglückten.

Auf halber Strecke, etwa in Höhe der Düsseldorfer KÖ. war dann Schluss mit der von den Demonstranten geforderten Idee von Frieden und Völkerfreundschaft.

hamas_schlaeger_200.jpg Als sich nämlich Antifas solidarisch mit Israel zeigten, war dies das Startsignal für einen besonders friedensbewegten Menschen (Foto links). Zunächst entriss er einer jungen Antifaschistin die Fahne Israels, um dann im Anschluss auf sie einzuschlagen. Die Polizei tat sich dabei durch konsequentes Nichtstun besonders hervor und griff erst zu dem Zeitpunkt ein, als der Angriff von den Antifas zurückgeschlagen wurde. Da wunderte es auch nicht mehr, dass der Frauenschläger ohne weiteres wieder zur Demonstration zurück kehren durfte…

Der Abschluss der Demonstration fand in der Düsseldorfer Altstadt statt. Dort im Halbkreis versammelt wurde viel von Opfern, Kinder und Babys, Raketenbeschuss und Holocaust geredet, jedoch ohne einmal das Wort Israel in diesem Zusammenhang zu nennen. Viel mehr wurde der Palästinenser an sich als Opfer per se zelebriert.

hamas_sprecher_200.jpgKein Wort zur Hamas und ihrem Vernichtungswillen gegenüber Israel, kein Wort über die mehr als 500 Kassam und Katjuscha Raketen, die seit Anfang des Jahres auf Israel niedergingen und dabei nicht nur zahlreiche Personen verletzen, sonder auch tötete. Die durch den Dauerbeschuss besonders gefährdeten Städte Sderot und Aschkalon gleichen mittlerweile Geisterstädten, nahezu 90 Prozent der Kinder leiden unter posttraumatischen Störungen. Alte Menschen die dem Holocaust überlebten, müssen damit rechnen den Vernichtungswillen der HAMAS zum Opfer zu fallen. All das spielte in den Redebeiträgen keine Rolle. Statt dessen wird der Holocaust instrumentalisiert bzw. relativiert und aus Opfern Täter konstruiert.

Das ganze wurde dann noch von linker Seite mit „Aufklebern“ geschmückt, auf denen zu lesen war „ Free Palestine- Boykott Israel“. Mit anderen Worten „Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei oder von Juden“.

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Nicht das diese Parolen etwa neu wären, oder gar einen Bruch in der Bundesdeutschen Linken darstellt, schließlich sprach die RAF bereits damals schon von „Israels Nazi Faschismus“, faschistischen Zionismus“, einer Ausrottungsstrategie Israels gegen das palästinensische Volk“ sowie einer „imperialistischen Endlösung“ (RAF, Die Aktion des „schwarzen September“ in München, S. 159, Die Gefangenen aus der RAF, Erklärung zur Sache, S. 258, 259, 258.)

Es kann dann auch nur noch als Hohn aufgefasst werden, wenn gerade jene vermeintlichen Linken aus dem Protest nicht mehr hinaus kommen, wenn die NPD von Bombenholocaust halluziniert, oder sich auf Bundesdeutschen Strassen wiederfindet, weil der „Freie Widerstand Dortmund“ seine Solidarität mit dem mittlerweile verstorbenen HAMAS Führer Ahmed Yassin oder dem Ausrichter der „Holocaust – Konferenz“ Mahmud Ahmadinedschad, auf die Strasse trägt.

Wir gedenken den 8 ermordeten, sowie den zahlreich verletzten SchülernInnen (im Alter von 15 – 26 Jahren der Mercas Harav Schule, die von HAMAS Terroisten niedergemetzelt wurden, weil sie Juden waren.

Gegen jeden Antisemitismus !




Der islamische Terror ist wieder ausgebrochen

ambulanz.jpgHeute sind in einem jüdischen Seminar in Jerusalem bis zu 35 junge Menschen einem blutigen Terroranschlag zum Opfer gefallen. Ein weiterer Attentäter könnte sich noch immer im Gebäude befinden. Eine kleinere Explosion ohne Verletzte gab es auch auf dem Times Square in New York. Es geht wieder los mit dem islamischen Terror.

CNN zeigt Bilder vom Schauplatz: eine aufgebrachte Menge von Rettungskräften, die blutüberströmte Opfer in Krankenwagen tragen (Foto). Dutzende Polizisten müssen den Campus und die umliegenden Straßen säubern. Chaos herrscht in Jerusalem.

Polizeisprecher Mickey Rosenfeld sagte:

„Sie eröffneten das Feuer auf unschuldige Jugendliche. Einige sind getötet worden. Wir suchen das Gebäude immer noch nach einem zweiten Terroristen ab, der sich noch im Gebäude aufhalten könnte.“

Wie viele Opfer der Anschlag forderte, ist zur Stunde noch unklar, die Zahlen variieren von 6-35. In Gaza waren nach CNN-Angaben kurz nach dem Anschlag Freudenschüsse zu hören.

Der Tagesspiegel fügt hinzu, die Täter wären als orthodoxe Juden verkleidet gewesen. Bis zu 40 weitere Menschen wurden nach bisherigen Angaben verletzt, 15 von ihnen lebensgefährlich.

Heute war vor dem blutigen Attentat schon eine Person verletzt worden, als wieder einmal eine Kassam-Rakete in Sderot einschlug. Insgesamt flogen nur an diesem Tag zehn Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel.

Über die Explosion in einem Rekrutierungszentrum der US-Streitkräfte in New York berichtet die Welt:

Bei der Explosion wurde Polizeiangaben zufolge niemand verletzt. Der Anschlag ereignete sich am frühen Morgen und damit noch vor Öffnung der meisten Geschäfte an dem Platz, der tagsüber einer der belebtesten weltweit ist. Das Gebäude des Rekrutierungsbüros liegt auf der Verkehrsinsel zwischen Broadway und Seventh Avenue. Die Fernsehstation NY1 berichtete, es habe sich um einen kleinen Sprengsatz oder eine Brandbombe gehandelt.

Lange Zeit hatte die Welt jetzt vor blutigen Anschlägen relative Ruhe. Es ist zu fürchten, dass die jetzt zu Ende ist.

(Spürnasen: Nikolaus M. und 16 tons)




Nahostkorrespondent André Marty im Gespräch

p3030017.JPGAndré Marty (Foto), Nahostkorrespondent des Schweizer Fernsehens (SF) in Tel Aviv, war heute Abend Gast bei der Gesellschaft Schweiz-Israel und beantwortete schwierige Fragen zu heiklen Themen. Marty, ein echter Schweizer und Journalist alter Schule versuchte in allen Fragen objektiv und neutral zu bleiben. Dennoch ließ er durchblicken welche Fragen für ihr schwierig sind, und wo er gerne auch mehr sagen würde. PI war vor Ort.

André Marty will sich nicht positionieren, ist bewusst neutral, wie das auch die Firmenpolitik des Schweizer Fernsehens vorschreibt, will berichten, nicht kommentieren. Doch ist das in einem Konflikt, der so Emotionsgeladen ist, wie der Nahostkonflikt überhaupt möglich?

Marty klagt darüber, dass es in den Diskussionen immer zu wenig um die Inhalte gehe als um Meinungen, Positionen, Emotionen, Geschichte, Religion. Die Konflikte werden immer wieder vermischt. Das man in der Israel-Palästinafrage Partei ergreift, sei „typisch“, weil es in der Frage keine Grauzonen gebe, sondern nur schwarz-weiß. Politik werde in Klassenzimmern und von den Medien gemacht – ein Propagandakrieg, oft ohne offene Diskussionskultur. Entsprechend seinem Neutralitätsgrundsatz versucht Marty denn auch vor der Gesellschaft Schweiz-Israel, die natürlich auch Partei ist für Israel, stets die Gegenseite zu betonen – auch die Palästinenser etc. Auch die jüdischen Siedler können „sehr spezielle Zeitgenossen“ sein, die auch gern mal ein Nachrichtenteam beschimpfen, genauso wie palästinensische Kinder Kamerateams mit Steinen bewerfen.

Die arabische Welt wirft dem Westen gerne „Double Standards“ vor. 9/11 ist für sie ein Symbol für eine Niederlage,, weil damit der Krieg gegen den Terror begonnen hat. Eine Terminologie, die Israel von den Amerikanern übernommen hat. Doch dass Amerika heute nicht mehr die Einflussmacht im Nahen Osten ist, wie das früher der Fall war, ist heute deutlich negativ spürbar. Ehemals US-freundliche Gebiete wie Bahrain, sind gar nicht mehr so erfreut, eine US-Basis auf eigenem Grund und Boden zu haben. Israel ist längst nicht mehr auf Geld und Waffen aus den USA angewiesen. In der ganzen Gegend klafft ein Machtvakuum, das bei den arabischen Staaten durch eine neue Macht gefüllt wird – den Iran, mit seinem Drohgehabe. Der nicht zuletzt auf israelisch-diplomatischen Vorstoß hin jetzt selbst unter Druck steht.

Das Hauptproblem im nahen Osten sieht Marty selbst in der Propaganda, wobei er auch dort schön beide Seiten und Unabhängigkeit betont. Marty gibt aber auch zu, das unterschiedliche Medienunternehmen aus der gleichen Agenturmeldung ganz unterschiedliche Berichte machen können, so berichtet eine ARD oder eine Al Jazeera anders als ein Schweizer Fernsehen und das wieder anders als beispielsweise FOX oder CNN. Da kann der italienische Journalist mit Armani-Anzug und Krawatte, neben dem locker-flockigen Deutschen mit Schal und daneben ein Russe mit Helm und Schutzweste stehen – alles Journalisten – doch unterschiedliche Firmenpolitik. Alle interessieren sich aber viel mehr für Israel als beispielsweise für Darfour. „Africa? Who cares – Jews are News!“

Gegenüber Juden gelten bis heute andere Maßstäbe als gegenüber anderen Menschen, das ist auch Marty schon aufgefallen. Sie werden beispielsweise in der Öffentlichkeit von Nichtjuden viel häufiger zurechtgewiesen als andere Leute.

So kommt es auch zu leiser Kritik an der Newspolitik des Fernsehens. News aus dem Nahen Osten sind immer nur „Bad News“. Man sieht immer nur den Konflikt, als ob es in Israel nichts als Konflikte und Krieg gäbe, dabei ist auch ganz normales Leben möglich. Durch die Art wie heute News gemach werden ist Hintergrundberichterstattung oft und in der kurzen Redezeit fast unmöglich, worauf es bei der Redaktion von SF (zu Recht) böse E-Mails hagelt, warum beispielsweise über den Beschuss von Sderot oder Ashkelon nicht oder zu wenig berichtet wird. Werner van Gent hat früher in seine Berichterstattung Hintergrundinfos und Kommentare einfließen lassen – er heute auch nicht mehr für SF. Anders als anderen Sendern geht, es SF nicht darum, möglichst viele Leichen zu zeigen (ein ethischer Grundsatz) oder die Lage in die eine oder andere Richtung zu kommentieren. Man versucht gut-schweizerisch, sich an den Neutralitätsgrundsatz zu halten. Doch ist bei den Medien selbst auch viel Unwissenheit im Spiel. So können Produzenten allen Ernstes Fragen stellen wie:

„Wer sind jetzt schon wieder die Guten und wer die Bösen?“

Die israelischen Medien sind immer sofort vor Ort, mit viel Tempo und Aktualität.

Was die persönliche Lage angeht, fühlt sich Marty in Israel allgemein und speziell auch in seinem Wohnort Tel Aviv sicher. Man kann in Israel als normales Mensch normal leben. Die Säkularen zieht es allerdings immer mehr Richtung Tel Aviv – die „Religiösen“ eher Richtung Jerusalem. Die Verkehrswege sind auch gut, die Informationen sind frei zugänglich – Zensur gibt es von israelischer Seite kaum. Es gab Militärzensur während dem Libanonkrieg, die Atomzensur ist bekannt und es gibt eine Zensur bei Todesfällen – die Angehörigen sollen nicht aus den Nachrichten vom Tod ihrer Familienmitglieder erfahren. In den Palästinensergebieten ist es da viel schwieriger. Die westlichen Journalisten trauen sich da gar nicht mehr rein oder höchstens mit Schutzweste. Erst kürzlich wurde ein französisches Nachrichtenteam beschossen.

Marty wird in Israel über seine Religionszugehörigkeit als Christ definiert, egal ob er seinen Glauben praktiziert oder nicht. Als Schweizer hatte er früher weniger Probleme als heute, weil die die Schweiz für Neutralität und „kulturelle Umgangsformen“ bekannt war. Seit den Mohammed-Karikaturen ist das anders geworden, da wird die Schweizer Fahne gerne mit der Dänischen verwechselt, mit allen Konsequenzen.

In den Palästinensergebieten ist die Lage heute so radikalisiert, dass die Schahedin (Selbstmordattentäter) Schlange stehen, um als Märtyrer sterben zu dürfen. Dörfer werden zum Teil danach eingeordnet, wie viele Schahedin sie schon hatten. Doch Marty betont immer wieder, dass er sich trotz allem nicht zu persönlichen Kommentaren hinreißen lassen will.

Etwas deutlicher ersichtlich wird seine Meinung aus dem privaten Weblog, den Marty betreibt: www.andremarty.com

Ein Auszug aus dem neusten Bericht auf der Website:

Sechs und acht Jahre jung sind sie. Zwei Kids, unschuldig, Opfer, fürs Leben verunstaltet. Im Tel Hashomer Spital in der Nähe von Tel Aviv liegen sie auf dem selben Gang in der Kinderabteilung: Yakoub Natil, ein sechsjähriger Junge aus Gaza, und Osher Twito, ein achtjähriger Junge aus Sderot. Sie wissen nichts voneinander, und haben doch soviel gemeinsam.

Yakoub wurde in Gaza bei einem israelischen Militärangriff verletzt, als seine Familie an einer Hochzeitsfeier teilnahm. Osher war im israelischen Städtchen Sderot unterwegs, um ein Geburtstagsgeschenk für seinen Vater zu kaufen; dann kam die palästinensische Qassam-Rakete. Jetzt liegen sie da, zwei Kinder an der Beatmungsmaschine, ihre jungen Körper voller Splitterteile. Möglicherweise werden beide je ein Bein verlieren. Yakoub und Osher, die beide von einer Fußballer-Karriere geträumt hatten.

Martys Schlusssatz:

„Reisen Sie nach Israel und sehen Sie es sich selbst an, öffnen Sie sich diesem Konflikt, vergessen Sie die Leute nicht.“

Es geht um die Menschen, die ernst genommen werden müssen.