Arbeitsgericht: AfD-Bashing und Angriffe auf PI-NEWS rechtswidrig!

Offenburg: Fristlose Kündigung von Sängerin Sonja James unwirksam

Mit einem K.O.-Sieg endete vorläufig der Rechtsstreit zwischen der MediClin und der Sängerin Sonja James. Das Arbeitsgericht Offenburg erklärte am Dienstag gleich zwei Kündigungen des Arbeitgebers für unwirksam und wertete Meinungs- und Kunstfreiheit höher als Befindlichkeiten des Vorstandes der zur Asklepios-Gruppe gehörenden MediClin AG.

Die Künstlerin wurde Anfang Februar 2018 wegen ihres Musikvideos „Medif*ck – The Workers Song“ fristlos gefeuert (PI-NEWS berichtete).

Die deutsch-bosnische Sängerin setzte sich in ihrem Musikvideo kritisch mit den Bullshit-Ritualen in Großkonzernen aus Sicht des kleinen Angestellten auseinander: „Just forget to have your own opinion … yes we are all medif*cked again …“

Hierfür erhielt sie von Henryk M. Broders „Achse des Guten“ die Auszeichnung „Hymne der Woche“, der das Archetypische der postkapitalistischen Renditejäger identifizierte.

Die Vorstände erkannten sich in der Darstellung des Musikstücks „klar wieder“ und feuerten ihre Personal-Mitarbeitern. So nahm der Vorstandsvorsitzende Hippler u.a. Ähnlichkeiten mit seiner Person als „Wannabe Spiderman“ mit Plastikkrone wahr.

Ganz wesentlicher Punkt der Kündigung: Der Konflikt zwischen der Sängerin und dem Unternehmen fand seinen Ausgangspunkt in einem Interview der Sängerin Sonja James mit PI-NEWS.

Aufgrund dieses Interviews wurde die Sängerin schon im Februar 2017 erstmals mit ihrer Kündigung bedroht. Im Originaltext lautete der damalige Satz des Arbeitgebers: „Da wäre uns lieber gewesen, Sie nackt im Playboy zu sehen! Wir wollen Sie nicht mehr im Unternehmen.“

Im Kammertermin am letzten Dienstag erklärte der Rechtsanwalt der MediClin, Dr. Jörg Podehl (Mütze Korsch Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Trinkausstraße, 7, 40213 Düsseldorf, 0211 – 88 29 29), dass es sich bei PI-NEWS um eine „klar rechtsradikale Plattform“ handele und dort Interviews von Arbeitnehmern „gar nicht gehen“ – und dies völlig unabhängig vom Inhalt.

Darauf erwiderte die klagende Sängerin: „Wollen Sie mir eine Liste der erlaubten Medien in Deutschland als Arbeitgeber geben? Sind wir schon so weit? Da gibt es zwischenzeitlich in anderen Ländern mehr Meinungsfreiheit als hier! Ich bin unpolitisch – aber ich lasse mir von meinen Arbeitgeber nicht meine Freunde und Parteiansichten vorschreiben. Das ist Gesinnungsdiktatur!“

Eines der wesentlichen Argumente der Kündigung war, dass von den sieben Schauspielern im Video drei AfD-Mitglieder waren. Darunter der bekannte baden-württembergische Landtagsabgeordnete Stefan Räpple.

MdL Stefan Räpple als Darsteller im Musikvideo.

Anwalt Podehl im Originalton: „Wir billigen nicht, dass dieser schreckliche Mensch in ihrem Video eine Rolle erhalten hat.“ Darauf konterte die couragierte Sängerin: „Stefan ist mein persönlicher Freund. Auch die anderen Mitwirkenden. Und er ist sehr erfahren. So hat er in sechs Tatort-Folgen mitgewirkt. Ist Tatort jetzt auch rechtsradikal? Ich frage meine Freunde nicht nach ihrer politischen Gesinnung.“ Pikant: In dem Video haben auch drei „Ausländerinnen“ mitgewirkt. Nicht gerade rassistisch und ausländerfeindlich.

Die Veröffentlichung des Videos auf Youtube und die hierauf nur elf Stunden später folgende fristlose Trennung von der Sängerin erhielt bundesweites Echo u.a. über PI-NEWS, RTL Explosiv, Bild-Zeitung, Kölner und Düsseldorfer Express, Hamburger Morgenpost, Berliner Kurier und zahlreiche weitere Medien.

In diesem Schauspieler erkannte sich der MediClin-Vorstandsvorsitzende Hippler an Plastikkrone und Namen „Spiderman“ wieder.

Das Urteil des Arbeitsgerichts Offenburg ist ein Meilenstein für die Meinungs- und Kunstfreiheit für couragierte Arbeitnehmer. Und Sonja James zeigt: Engagement gegen politische Einschüchterung in Firmen zahlt sich aus.




Milliardär feuert Sängerin wegen Musikvideo

Königstein / Offenburg. „The Workers Song – Medifuck“ heißt das neueste Musikvideo der jungen bosnischen Sängerin Sonja James (31), die seit 2013 in Deutschland lebt. In diesem skizziert die Musikerin „Nieten in Nadelstreifen“ im deutschen Management satirisch.

Aber der swingende Groove kam bei Krankenhaus-Milliardär Bernard gr. Broermann (74) – nach der Forbes-Liste 2016 mit Asklepios der zehntreichste Deutsche mit 4,7 Milliarden Euro – nicht gut an. Die Sängerin wurde nicht nur mit Kündigung bedroht, wie PI-NEWS am Donnerstag berichtete, sondern die Kündigung wurde jetzt auch umgesetzt.

Insider wissen: Nach dem Kündigungsversuch wegen des PI-NEWS-Interviews wurden jetzt andere Gründe gesucht. Nun müssen deshalb auch Meinungs- und Kunstfreiheit dran glauben. Dies ist insbesondere deshalb ein Skandal, weil private Betreiber wie Asklepios davon leben, öffentlich-rechtliche Kliniken zum Schnäppchenpreis zu kaufen und dann Mehrwerte durch Personalabbau zu erzielen – wie beim LBK in Hamburg.

Broermann kündigte die junge Sängerin, die im Hauptberuf Angestellte war – fristlos. Der für den Bereich so gar nicht zuständige Finanzvorstand der Tochtergesellschaft MediClin AG (… ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe…), Jens Breuer (44), setzte die junge Dame nach hier vorliegenden Informationen schon am Morgen nach der Premierenacht ohne Angabe von Gründen – wohl auf Anweisung – persönlich vor die Tür. Später ging das Entlassungsschreiben ein. Offizieller Kündigungsgrund: „Schmähkritik“! Zwischenzeitlich erhob die Sängerin Kündigungsschutzklage.

Seite 5 des Kölner Express vom 10.3.18.

Delikates Detail: Der angeschlagene Breuer verlässt die MediClin wegen einer „überraschenden“ außerordentlich hohen Rückstellung wegen Mietnachforderungen in Höhe von 19,5 Mio. Euro, die fast das gesamte Jahresergebnis auffraß, „auf eigenen Wunsch“, um sich „um seine Familie zu kümmern“.
 
Sonja James versteht nicht, dass sich ihr Arbeitgeber „gemedifuckt“ fühlt. Zu ihrem Song und Video sagt sie: „Medifuck ist das, was Euch ärgert, kaputtmacht, verletzt … Institutionen, gegen die Ihr Euch als geistige Partisanen wehrt. Die tun als ob sie Eure Freunde sind und Euch ausbeuten – alles das ist Medifuck! Meinen Arbeitgeber habe ich damit ausdrücklich nicht gemeint. Stand so in meiner Pressemitteilung schon vor der Premiere. Aber mit mir hat bis heute keiner gesprochen.“




Sonja James droht Kündigung wegen PI-NEWS-Interviews

Wer für PI-NEWS kämpft oder auch nur Interviews gibt, muss zuweilen mit erheblichen beruflichen Nachteilen leben. In der im Jahre 2009 gestarteten PI-NEWS-Erfolgsserie „Warum ich Deutschland liebe!“ stellten wir als nicht ganz „alltäglichen“ Integrationserfolg die bosnisch-slowenische Sängerin Sonja James vor, die mit ihren Songs mit „Gänsehaut-Effekt“ verzaubert und schon als Kind an internationalen Klavierwettbewerben teilnahm.

Im damaligen PI-Interview beschrieb James die Faszination Deutschland, die sie aus gesicherter Existenz in Bosnien nach Deutschland brachte.

Dieses neue Leben ist nun nach uns vorliegenden Informationen aus dem Unter­nehmen, in dem James arbeitet, massiv gefährdet. Schon im letzten Jahr drohte die Firma der Sängerin, die im Personal­marketing arbeitet, aufgrund des PI-NEWS-Interviews mit der Kündigung.

Im Originaltext lautete der Satz des Arbeitgebers, so Insider: „Da wäre uns lieber gewesen, Sie nackt im Playboy zu sehen!“ Nur aufgrund juristischer Intervention konnte dies abgewendet werden.

Jetzt ist sie mit dem auf­rüt­teln­den Kampf-Video „Workers Song“ mit dem Untertitel „Medif*ck“ erneut vor ihr Publikum getreten. Hier erklärt die Sängerin in ihren Veröffentlichungen, dass sie das System und den Umgang zahlreicher Unternehmen mit ihren Mitarbeitern gerade in und durch Bewerbergespräche im In- und Ausland intensiv kennengelernt habe.

Sonja James in ihrer Mitteilung:

Bei vielen ist „human resources“ oder „Humankapital“ ein schlechter Witz. Da wird getrickst und gepowerpointet was das Zeug hält. Nichts als heiße Luft, gelogen, dargestellt und dokumentiert … Da wird mehr Wert auf den gutsitzenden Anzug als auf Inhalte gelegt. Und wenn einer den Schlips ablegt, ist er nicht Dein Freund! Wichtig ist der nächste erfolgreiche Jahresabschluss – und bis dahin ist intern alles erlaubt – was nicht ins Gefängnis bringt. Da sind sexuelle Nebenwirkungen geduldet und Teil des Spiels. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Es gibt natürlich auch viele gute Firmen. Aber der Trend zum Unpersönlichen, zum faktischen und strukturellen Vertragsbruch steigt. Viele, viele Arbeitnehmer haben innerlich schon lange gekündigt. Das Vertrauen gerade in von Managern geführte Unternehmen ist erschüttert!

Ausdrücklich sprach sie hierbei nicht von ihrem Unternehmen.

Henryk M. Broder und Dirk Maxeiner haben „Medif*ck“ vor kurzem zur Hymne der Woche gekürt. Maxeiner: Bei ihrem „The Workers Song – Medif*ck“ hatte Sie wohl kaum den gegenwärtigen Zustand von Politik und Medien in diesem Land im Sinn, sondern eher die Bullshit-Rituale in Großkonzernen. Ähnlichkeiten sind also wirklich unbeabsichtigt und rein zufällig: „… just forget to have your own opinion … yes we are all medif*cked again …“ Mal sehen, wie der Arbeitgeber diesmal reagiert. Die Sängerin wollte den Fall nicht kommentieren.

Aber es kann sicher nichts schaden, dem Eigentümer dieser Gesellschaft, nach der Forbes-Liste ein mehrfacher deutscher Krankenhaus-Milliardär (!), eine Info mit der eigenen Meinung zum Thema Kunstfreiheit und Bedrohung von Mitarbeitern in seinem Konzern zu senden. Sonst heißt es am Ende, er habe von nichts gewusst.

Kontakt:

Dr. Bernhard gr. Broermann
(Asklepios)
Debusweg 3
61462 Königstein
Tel.: 06174 – 901002
b.broermann@asklepios.com