“Wagners Fliegenschiss”, Volume 2

Springer-Chef “kündigt” PI-NEWS-Autor: Bitte streichen Sie mich …

Von PETER BARTELS | Journalisten schreiben, um gelesen zu werden. Dafür werden Sie bezahlt. Manchmal schreiben sie auch, wofür sie nicht bezahlt werden – Leserbriefe. Natürlich seltener. Denn Journalisten haben wenig Zeit. Chefredakteure schreiben so gut wie nie Leserbriefe. Sie brauchen jedes Gramm Grips für das eigene Blatt, nicht selten sogar noch “Schlaflos im Bettl”…

Peter Huth, Chefredakteur der WELT am SONNTAG, hat i m m e r Zeit für Leserbriefe. Mal nervt er Oliver Flesch, einen meiner faulsten aber besten Reporter von einst. Dann wieder diesen und jenen, die ich zu ihrem eigenen Schutz nicht der Springer-Inquisition ausliefern möchte. ALLE diese Damen und Herren Redakteure haben dasselbe Problem: Peter Huth geht ihnen auf die Nerven, vulgo: Auf den Sack. Immer wieder.

Bei mir auf Facebook segelte der Herr Huth seit Jahr und Tag mit – offensichtlich nicht als blinder, aber als stummer Passagier. Wie viele Ruderer des früheren Deutschland-Achters aus der früheren Axel Springer-Admiralität.

Sie sind längst allesamt Galeeren-Zombies auf einem Totenschiff, das mal “Deutschland” hieß, Kurs Bermudadreieck. Jetzt hat der Chefredakteur der Welt am Sonntag mir die stumme Seilschaft “gekündigt”. Grund: Meine letzte PI-NEWS-Story “Opa Postbote vs. Opa Gauland”.

“Herr Bartels, Ihre erschütternd peinliche Altersruhmsucht hat Sie auf seltsame Pfade geführt … Aber FJW anzugreifen, das ist für jemanden Ihres Talents als Schreiber und Blattmacher ein Husarenstück. Nun, zumindest ist es mutig …”

FJW heißt komplett Franz Josef Wagner. Das ist der Postbote von BILD. Also der Mann, der die Briefe auch austrägt, die er schreibt. Mal “Liebe Frau Merkel … ich mag Sie”… Mal “Lieber Boris … arme Sau”… Mal “Liebe Polizistin … ein Mensch ist ein Mensch, auch wenn er ein Messer hat”. Zuletzt ein Brief, bar jeder Höflichkeitsfloskel, stattdessen gleich Stalinorgel: “Schlimmer Alexander Gauland (77)…”.

Opa Wagner (75) versus Opa Gauland (77). Krieg der Klapperknochen. Oder: Grappa-Gruft gegen Adenauer-Jugend…. Ich, ebenfalls längst Aphrodites Alptraum statt Satyrs Wein, Weib und Gesang … Motto für des Lebens Abendrot: Reiten ist leichter als Laufen – Schreiben schwerer als Saufen, aber gesünder … Nun ja, Huth ist ein Hüpfer von 49, hat also, wie alle Generationen seit Sophokles, jedes Recht auf jugendlichen Hochmut: “Altersruhmsucht!”

Zahlen? Zoff? Zaster? Am Ende zählen nur die grauen Zellen. Und die eine Frage: Woher nimmt der junge Mann die Zeit für seine vielen, langen Leserbriefe? Immerhin ist er Chefredakteur einer noch relativ großen deutschen Sonntagszeitung. Und auch die Welt am Sonntag wird ja nicht an einem Tag, am Samstag, dem letzten Tag der Journalisten-Woche, gemacht. Sie wird Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag UND Samstag gemacht; den “Blauen Montag” kompensiert heute bei Wochenzeitungs-Journalisten (wie bei Friseuren) der AidA-geregelte Arbeits-Samstag. Und neben den paar dutzend Seiten, die vollgeschrieben werden müssen, sind da ja auch noch die 64 Seiten der WamS-Kompakt zu redigieren, die gekürzt, geschnitten, eingepasst werden müssen ins kleinere Format…

Gut, der Herr Huth braucht keine Schlagzeile zu gründeln, die das Blatt verkauft. Er hat hauptsächlich Abonnenten, nur noch ein paar handverlesene Käufer am Kiosk. Und selbst die werden immer weniger; im 1. Quartal 2018 minus 13.072 (5,6%)… Immerhin hat die WamS noch 220.305, natürlich inklusive Mini-Wämsle “Kompakt” und die großzügigst in die Urlaubsflieger geschaufelten, kostenlosen “Bordexemplare” … Während Merkels “Große” Betschwester WELT schon bei schwindsüchtigen 84.460 keucht, wieder 8,5 % Käufer brutal mit der Unterwerfung vor der Matrone und Moslems verjagte. Trost für Özil und Gündogan: Viele Sonntags-Kioske verkaufen längst mehr türkische als deutsche Zeitungen. “Hach, mein Präsident …”

Aber egal, ob der Peter Huth demnächst die Abos zu Fuß oder per Rad mit dem Hut kassiert – er muss jede Woche eine komplette Zeitung machen. Nachrichten, Berichte, Reportagen, Kommentare. Politik, Wirtschaft, Feuilleton, Reise, Sport (sogar Fußball). Klar, kein Chefredakteur der Welt kann, darf, muss das alles allein machen. Nicht mal der von PI-NEWS … Aber er muss das Blatt in Kopf und Bauch haben, das SEINE Leser nächsten Sonntag lesen wollen. “Machen” halt, das Königsrecht des Chefredakteurs. Auch die Zeilen (Überschriften) sind sein ius primae noctis … Was nicht heißt, dass auch mal ein kleiner Redakteur eine Jahrhundertzeile wie “Wir sind Papst” haben kann. Leider passiert so was selbst auf dem Boulevard recht selten …

Quäle ich also eitel zusammen, was mir Alzi und Dementia “peinlicherweise” noch im Hippocampus gelassen haben, komme ich zu einem erstaunlich letalen Finale für den Wams-Chef: Entweder die Redaktion braucht ihn nicht, oder er braucht das Blatt nicht, langweilt sich, wie bei “Super Mario”. Sonst dürfte er eigentlich keine einzige Minute Zeit haben, im Netz ehemaligen Kollegen auf die Nerven zu gehen.

Vielleicht hat er ja jetzt mit mir eine Rückkehr zur Einkehr gemacht. Sein Schlusssatz auf Messenger:

FJW … “der Anlass Sie zu bitten, mich von ihren Albernheiten zu erlösen. Bitte streichen Sie mich von Ihrem Verteiler”.

Natürlich habe ich die “Kündigung” sofort angenommen, den Herrn WamS-Chef Huth blockiert, damit ich ihm weder Wagner noch sonst einen Wotan versehentlich unters Hütchen schieben kann … Die Antwort eines seiner “Opfer” (bei Springer noch in Amt und Würden): “Und wer erlöst uns von seinen Peinlichkeiten?” Vielleicht der “CEO” Mathias Döpfner. Der hat den Peter Huth angeblich von der BZ geholt. Ja, die gibt’s noch. Gerade noch …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Unter ihm erreichte das Blatt eine Auflage von 5 Millionen. In seinem Buch „Bild: Ex-Chefredakteur enthüllt die Wahrheit über den Niedergang einer einst großen Zeitung“, beschreibt er, warum das einst stolze Blatt in den vergangenen Jahren rund 3,5 Millionen seiner Käufer verlor. Zu erreichen ist Bartels über seine Facebook-Seite!




WamS kriminalisiert AfD

Von BEOBACHTER | Die Welt am Sonntag (WamS) versucht in der Ausgabe vom 6. Mai ihren Lesern weiszumachen, dass es sich bei den Bundestags- und Landtagsabgeordneten der AfD um einen ziemlich kriminellen Haufen handelt. Sogar die Ex-Vorsitzende Frauke Petry muss zum mittelbaren Beweis herhalten. Was die WamS unerwähnt lässt: Pädophile, Steinewerfer, Drogen- und Sexsüchtige und Spitzenpolitiker, die in Spendenaffären verstrickt waren, wie es sie in anderen Parteien mutmaßlich und tatsächlich gegeben hat, konnten bei den Alternativen nicht ausgemacht werden.

Die WamS schießt gleich zu Beginn ein schönes Eigentor, wenn sie mit Zahlen operiert, die ihre These von einer Partei mit überproportional kriminellen Elementen unter den gewählten Volksvertretern untermauern sollen. „Fast jeder 10. Abgeordnete der AfD hat Ärger mit dem Gesetz“, lautet die Schlagzeile. Von insgesamt 252 Abgeordneten in Bundestag und Landtagen seien derzeit gegen 22 Abgeordnete 24 Verfahren bei Gerichten, Staatsanwaltschaften und staatlichen Dienstherrn anhängig, heißt es. Daraus errechne sich eine Quote von knapp zehn Prozent. Andere Parteien, so die WamS, kämen nicht mal auf die Hälfte.

Na so was, sagt sich der rechenbegabte Leser, und wieviel machen diese fünf Prozent der anderen Parteien in absoluten Zahlen aus? Allein bei 615 Abgeordneten im Bundestag (abzüglich der 94 AfD-Abgeordneten) errechnen sich demnach bereits rund 30 Abgeordnete der Altparteien, die in irgendeiner Weise mit dem Gesetz in Konflikt stehen. Und das sind – nur auf den Bundestag berechnet – zahlenmäßig mehr Abgeordnete als bei allen AfD-Abgeordneten in Bund und Land. Sind die Altparteien deshalb weniger „kriminell“ als die AfD, obwohl sie zusammen insgesamt weitaus mehr Abgeordnete als die AfD in ihren Reihen haben, die von staatlichen Instanzen verfolgt werden?

Ein weiterer Schwachpunkt der WamS-Recherche betrifft die Art und Schwere der angeblichen oder tatsächlichen „Delikte“, die die Zeitung bei den AfD-Abgeordneten ausgemacht haben will, sowie deren Verfahrens- und Verurteilungsstand. Schließlich wird mancher belangt, und am Ende ist nichts dran. Die WamS muss einräumen: Es geht um „Volksverhetzung und Beleidigung, um Betrug, Untreue und Körperverletzung“. Zudem werden gegen frühere Staatsbedienstete der AfD, etwa Richter, Staatsanwälte oder Hochschullehrer, Vorwürfe wie Verletzung der Pflicht zur Verfassungstreue oder Verstoß gegen das Mäßigungsgebot erhoben.

Keines der Verfahren ist rechtskräftig abgeschlossen. Sieben Abgeordnete sind zwar inzwischen von unteren Instanzen der Gerichte verurteilt worden. Sie haben aber Berufung eingelegt oder Revision beantragt. Wie heißt es immer so schön: In dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten. Eine Anklage ist noch keine Verurteilung, und dennoch stellt die WamS AfD-Abgeordnete an den öffentlichen Pranger. Von „mutmaßlich“, „könnte“, „sollte“ und den anderen Begriffe aus der politisch korrekten Konjunktiv-Schublade, die sonst selbst bei eindeutigen Morden und klarer Täterschaft bemüht werden, ist bei den vergleichsweise harmlosen und dazu noch unbewiesenen Vorwürfen gegen AfD-Abgeordnete kein Platz.

Da flickt die Welt dem AfD-und Fraktions-Vorsitzenden Alexander Gauland am Zeug, der gegen die Ex-Integrationsbeauftragte Özoguz (SPD) gewettert hatte, man werde sie „in Anatolien entsorgen können“. Geprüft wird noch, ob ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet wird.

Oder wegen Verdachts der Beleidigung gegen den Bundestagsabgeordneten Jens Meier, auf dessen Account der Sohn des Ex-Tennisstars Boris Becker als „kleiner Halbneger“ tituliert wurde. Meier bestreitet, Verfasser des Eintrags zu sein.

Den abgewählten niedersächsischen Landesvorsitzenden Armin Paul Hampel haben die WamS-Rechercheure am Wickel, weil der Geld veruntreut haben soll. Eigene „Parteifreunde“ haben bei der Presse durchgesteckt und ihn letztlich zu Fall gebracht. Hampel bestreitet die Vorwürfe vehement und „bei seiner Ehre“.

Und so geht es weiter mit den mutmaßlichen Verfehlungen von AfD-Abgeordneten, die sich zum großen Teil als weitgehend „heiße Luft“ herausstellen. Da werden schon mal vormalige Staatsdiener wegen Verstosses gegen das „Mäßigungsgebot“ in die Zange genommen, da soll gegen das Versammlungsgesetz verstoßen worden sein, Volksverhetzung und Verleumdung sind beliebte Waffen gegen AfDler, aber auch Verkehrsdelikte, Betrugsvorwürfe, Steuerhinterziehung und ein Sexualdelikt werden genannt. Selbst die Ex-Vorsitzende Petry, gegen die wegen Meineids ermittelt wird, wird noch zum Beweis herangezerrt, dass es der „Saubermann-Partei“ AfD angeblich nach wie vor an Selbstreinigungskraft fehlt.

Pädophile, Steinewerfer, Drogen- und Sexsüchtige konnten die WamS-Rechercheure jedenfalls nicht ausmachen. Und so finden frühere Parteigrößen der Alt-Parteien wie der Fast-schon-Justizminister Sebastian Edathy (SPD), der Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne), der frühere Abgeordnete Volker Beck (Grüne) und viele, viele andere selbstverständlich keinerlei Erwähnung.

Immerhin hält die WamS der AfD zugute, dass es sich um eine junge Partei handelt, die kürzlich ihren fünften Geburtstag feierte. AfD-Chef Gauland hat ja selbst seine Partei einen „gärigen Haufen“ genannt. Die WamS gesteht nur am Rande zu, dass auch Parlamentarier etablierter Parteien im Focus von Richtern und Staatsanwälten stehen. Sie „vergisst“ aber Fälle wie Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble und andere, die unrühmliche Geschichte geschrieben haben. Unerwähnt bleibt auch die Rolle zum Beispiel der Grünen in ihren Anfangszeiten. Oder die Frage, wieviel Nazis sich nach dem Krieg in den Reihen der Parteien getummelt haben. Zum Beispiel Hans Globke, den Mitverfasser der Nürnberger Rassegesetze und rechten Hand von Konrad Adenauer.

Die Welt, die meint, zum großen Schlag gegen die AfD ausholen zu müssen, sollte beherzigen: Wenn jemand mit dem Finger auf andere zeigt, zeigen drei auf ihn zurück.

» Kontakt: leserbriefe@wams.de




WELT für Messerverbot

Von KEWIL | Die heutige WELT AM SONNTAG spricht sich rechtzeitig zum 1. April für ein „Total-Verbot“ von Messern aus. Irgendwie scheinen auch den Lückenjournalisten bei Springer die gehäuften, oft auch tödlichen Messerattacken der letzten Wochen aufgefallen zu sein. Peter Huth, der offensichtlich leicht beschränkte Chefredakteur der WamS himself, hatte diesen Geistesblitz; aber wer mit Messern in der Tasche durch die Stadt spaziert, da bleibt er nebulös,

denn die Besitzer dieser Waffen sind fast ausnahmslos junge Männer. Die, wie schon häufig beschrieben, unabhängig von Herkunft oder Religion, gefährlichste Spezies der Welt.

Ja, ja, wir kennen das. „Ein Mann“ steht immer im Polizeibericht oder ein paar „junge Männer“ und so. Die gab es 1960 und 1980 auch schon, nur hatten sie kein Messer dabei, um andere abzustechen. Irgendwann nach der Jahrhundertwende suchte der versierte Internetnutzer aber in Google News nur nach „Messer“, wenn er die neuesten türkischen Bluttaten in Germanistan herausfinden wollte, und seit Merkels Asylanten-Schwemme hat sich das Messer mit anderen moslemischen Bereicherern hierzulande epidemisch weiter verbreitet.

Es gibt kein Vertun! Natürlich sticht auch mal eine arme, gequälte ostfriesische Ehefrau mit dem Küchenmesser auf ihren bösen Mann ein, aber die überwiegende Anzahl der Messerstecher sind Eingewanderte aus bestimmten Ländern mit und ohne deutschen Pass. Und darunter wiederum bilden Mohammedaner von Marokko bis zum Hindukusch die weitaus größte Gruppe.

Was nützt aber ein kaum kontrollierbares Messerverbot und andere hilflose Maßnahmen, wenn man nicht bereit ist, ein Problem ohne Scheuklappen anzugehen. So könnte man zum Beispiel eine Viertelmillion abgelehnter Asylbewerber zügig abschieben, anstatt jahrzehntelang immer um den heißen Brei herumzureden. Das würde die Zahl der Messer im Land um ein paar Hunderttausend senken. (Über 800 Leser fanden Peter Huths Messer-Verbot nicht besonders zielführend.)