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Spiegel wärmt Jamal-Verschwörungsmythen auf

Seit Augsteins Tod ist der Spiegel auf dem besten Weg, vollends zum von allen journalistischen Schamgrenzen befreiten Gesinnungsorgan der saturierten Gutmenschen zu werden. Right or wrong – Hauptsache antiamerikanisch, antijüdisch, antiwestlich und mit priapistisch erhobenem Zeigefinger. Bei soviel Eifer gehen einem schon mal die emotionalisierenden Themen aus – zumal am Wochenende. Kürzlich verklagte Philadelphia die Stadt Paris, die im Jahr 2003 den politisch korrekten Mörder Mumia Abu Jamal (Foto) – sein Opfer war weiss und Polizist, Jamal selber ist schwarz, ehemals Black-panther-Aktivist und seit einiger Zeit Mitglied der radikalen afroamerikanischen MOVE-Sekte – zum Ehrenbürger ernannte, wegen „Rechtfertigung von Verbrechen“.

Anlässlich dessen wärmt jetzt der Spiegel wieder die alten Verschwörungsmythen auf, mittels derer sich die vereinigte Gegenaufklärungsbewegung aus einem notorisch gewalttätigen Wirrkopf eine Märtyrer-Ikone bastelte. Für die Antiglobalisierungsbewegung, die schwarze Bürgerrechtsbewegung und die internationale Linke ist der „politische Gefangene“ Jamal völlig losgelöst von der Faktenlage ein Symbol für die weiße Justizwillkür und die immer wieder verkannte friedensliebende Transzendenz der schwarzen Hautfarbe. Amnesty International zog sich mittlerweile übrigens schamhaft aus dem Kreis der Jamal-Fans zurück – doch der Spiegel bleibt aufrecht dem korrekten Weltbild treu – Pulp fiction als Nachrichtenmagazin getarnt…

» Geocities: Mumia Abu-Jamal und der Mord an Daniel Faulkner (umfangeiche Aufarbeitung der Fakten zum Fall Jamal)

(Spürnase: ratloser)




Islamische Kinderheime in Deutschland: Autoritär und freudlos

Wer erinnert sich nicht an die antiautoritären Erziehungsmethoden, die in den 60er- und 70er-Jahren modern wurden und bis heute, wenn auch abgeschwächt, nachwirken. Kinder sollten grenzenlos aufwachsen, von nichts und niemandem gestört und beeinträchtigt, ohne Rücksicht auf andere, ohne Regeln, ohne Strafen, nichts lernen, nichts leisten, nichts helfen – nur spielen. Vor allem in alternativen Kreisen ist eine Erziehung zu größtmöglicher Rücksichtslosigkeit auch heute noch ziemlich „in“. Selbst Ermahnen oder Schimpfen – von Bestrafen ganz zu schweigen – ist nach dem Motto „heute schon Dein Kind gelobt?“ verpönt. Warum aber schweigen die Grünen und Linken dann so lautstark zu den in moslemischen Familien übliche Unterdrückung der Kinder, die häufig mit körperlicher Züchtigung einhergeht?

Im neuen Spiegel vom 13.11. gibt es zu dem Thema auf Seite 56-60 einen überaus interessanten Artikel über Wohnheime für Kinder, die vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) in Deutschland betrieben werden. Was dort erziehungsmäßig abgeht, mutet mittalalterlich an, davon abgesehen, dass von Integrationsförderung in die deutsche Gesellschaft keine Rede sein kann. Wir veröffentlichen ein paar Auszüge:

Das Erste, was Fremden auffällt, ist die Stille. Kein Kinderlachen, kein Geplapper, keine Popmusik. „Richtig unheimlich“ sei ihm das, sagt ein evangelischer Pfarrer, der den üblichen Geräuschpegel in Schülerheimen kennt. An diesem Freitag am Ende des Ramadan ist es besonders still in dem grüngestrichenen Haus an der Hochfeldstraße in Duisburg. Die Jungen nehmen leise ihre Jacke von den nummerierten Haken, viele fahren zum Fest nach Hause. In den Mehrbettzimmern sind die Decken akkurat zusammengelegt. Kein Poster hängt an der Wand, kein Spielzeug liegt im Regal. Das Heim wird betrieben vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ). Es ist ein Heim für muslimische Kinder, die meisten kommen aus ganz normalen Familien. Für Besucher ist es nicht leicht, wirklich hineinzukommen. Und für die Kinder sei es später schwer, so argumentieren fachkundige Kritiker, herauszukommen aus dieser Welt. (…)

Innenminister Schäuble hat den VIKZ ebenfalls zur Islamkonferenz eingeladen. Ein Ziel dieser PR-Veranstaltung, die am Mittwoch in die zweite Runde geht, war es, die Abschottung zu beenden und die Integration zu fördern. Der VIKZ scheint allerdings kaum geeignet zu sein, hier mehr als Lippenbekenntnisse abzugeben.

Denn Religionsforscher und Jugendexperten stellen fest, dass Projekte wie die VIKZ-Heime die Abschottung von Migrantenkindern eher befördern. Die Jugendarbeit der Verbände hat Zulauf. Die muslimischen Einwanderer identifizierten sich zunehmend mit ihrer Religion, sagt Faruk Sen, Direktor des Zentrums für Türkeistudien. (…) Das Duisburger Jugendhaus gilt unter den Heimen des VIKZ als Vorzeigeprojekt. Am Wochenende gibt es gelegentlich auch Fußballturniere, zum Beispiel mit dem örtlichen SPD-Jugendverband. So werde der Kontakt zu Deutschen gefördert, betont der VIKZ — stärker, als ihn die Schüler daheim entwickeln könnten. Ein 17-jähriger Hauptschüler erzählt allerdings, er habe früher beim Sportverein Duisburg 08 trainiert. Seit er vor zwei Jahren ins Heim zog, passe der Sport nicht mehr ins Tagesprogramm. Der Junge zählt „fast nur Türken“ zu seinen Freunden. Die 38 Kinder und Jugendlichen in der Hochfeldstraße sind zwischen 12 und 19 Jahre alt, besuchen vormittags die örtlichen öffentlichen Schulen. Nachmittags sind sie meistens im Heim, in einer anderen Welt. (…) Es sind nicht die typischen Heimkinder aus zerrütteten Familien, die beim VIKZ betreut werden. Die meisten kommen aus intakten Elternhäusern. Offiziell sind sie vor allem hier, um in der Schule besser mitzukommen. Die Marburger Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann schätzt die Beweggründe der oft durchaus wohlhabenden Eltern anders ein: „Hauptmotiv ist sicher das Interesse an einer gründlichen religiösen Prägung.“ (…) Das verbindliche Auftreten der VIKZOffiziellen, die gern im Nadelstreifenanzug erscheinen, gehört zu ihrem Geschäftsprinzip. Und dass deutschsprachige Erzieher da sind, das ist eine Auflage der Behörden. Im Umgang mit dem VIKZ erfahrene Fachleute wie der evangelische Pfarrer Rafael Nikodemus, Islambeauftragter des evangelischen Kirchenkreises der Stadt, misstrauen den
Absichtserklärungen. Speziell VIKZ-Vertreter würden nur auf „massiven Druck“ mit Vereinen und Kirchen in den Stadtteilen zusammenarbeiten. (…) Wissenschaftlerin Spuler-Stegemann begründet ihre Kritik detailliert: Der VIKZ sehe „den Hauptzweck seiner Daseinsberechtigung in der Errichtung und dem Betrieb von Wohnheimen für Schülerinnen und Schüler“, urteilte sie 2004 in einem Gutachten für das hessische Sozialministerium. Die Heime dienten entgegen anderslautenden Beteuerungen „fast ausschließlich islamischer Lehre und der Einübung in die Glaubenspraxis“ und seien „absolut integrationshemmend“. Die Schüler
würden in einen „strengstens Scharia-orientierten“ Islam „hinein-indoktriniert und gegen das Christentum wie auch gegen den Westen ebenso immunisiert wie gegen unser Grundgesetz“. Der VIKZ begreife sich als elitäre Organisation innerhalb des Islam, die Schüler zustriktem Gehorsam und noch strikterer Geschlechtertrennung erziehe. Der VIKZ weist dies als „sachlich falsch“ und „tendenziös“zurück (…)

Schließlich ist er ja auch ein Dialog-Partner des deutschen Innenministers und damit – offiziell anerkannt – bereit, die Integration zu fördern.

Das Gutachten der Wissenschaftlerin hatte immerhin Folgen: In Hessen wurde kein VIKZ-Heim genehmigt. Hanspeter Pohl, im hessischen Sozialministerium für die Aufsicht über Kinder- und Jugendheime zuständig, hatte selbst recherchiert. Sein Urteil: „Die VIKZ-Vertreter versprechen alles und machen dann doch, was sie wollen.“ Religionsunterricht finde in „erheblichgrößerem Umfang“ statt als eingestanden, Kinder würden regelmäßig mitten in der Nacht für Gebete geweckt. Vorhalte, die der VIKZ so nicht stehenlassen will: „Gebete sind freiwillig, kein Kind wird hierzu gezwungen.“ Als Pohl die teils eingeschüchtert wirkenden Kinder selbst zum Alltag im Heim befragte, gaben sie einstudiert klingende Antworten: etwa, dass sie gern Fußball spielten. Auf Nachfrage kam dann aber heraus, dass sie kaum Zeit zum Fußballspielen hatten. Eine Hauptschullehrerin aus Nordrhein-Westfalen, deren Schule im Einzugsgebiet eines inoffiziellen VIKZ-Wohnheims liegt, hat sich über Jahre ein Bild machen können. „Die Schüler sind stark antisemitisch und antiamerikanisch eingestellt“, sagt sie. „Englisch, das ist die Sprache des Feindes, das sprechen einige nicht mehr, selbst wenn sie dann eine Sechs bekommen.“ (…) Außerdem klappten die Wohnheimkinder im Unterricht gelegentlich zusammen, weil sie „mal wieder bis abends um elf den Koran auf Arabisch rezitiert hatten“.

Man hört keine grünen, linken oder anderen Proteste gegen diese religiös-autoritäre Erziehung und Indoktrination von Kindern und gegen ihre erzwungene Ausgrenzung von unserer Gesellschaft. Dieselben Leute, die sich für Wohnprojekte 14-jähriger Jugendlicher einsetzen, damit die dem „spießigen Mief“ ihrer bürgerlichen Elternhäuser entkommen können, haben hier nichts zu kritisieren.

Der öffentlichkeitsscheue VIKZ ist mit seinen 300 Moschee-Gemeinden keine Randerscheinung. Er ist der drittgrößte islamische Verband in Deutschland und vertritt mehr Menschen als etwa der Zentralrat der Muslime. „Alle Verbände haben großes Interesse an der Jugendausbildung, wer an der Jugend dran ist, hat Zukunft“, so Herbert Müller, Chef der „Kompetenzgruppe Islamismus“ des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. „Die Verbände sagen, sie seien die Speerspitze der Integration und bänden die Jugendlichen in die Gesellschaft ein“, weiß Müller. „Aber gemeint sind die verschiedenen muslimischen Gemeinschaften.“ Unter solchen Vorzeichen scheint eine Integration, wie sie etwa von Innenminister Schäuble erwartet wird, nahezu illusorisch.

Wir fragen uns, wer eigentlich berät unseren Innenminister bei der Auswahl seiner Dialogpartner? Und warum gibt es keine Hilfe für die freudlose Kindheit der Jungen und Mädchen in diesen Heimen, die nicht spielen, keinen Sport treiben, in der Freizeit keine Kontakte mit „unreinen“ Deutschen haben und nachts nicht einmal ungestört schlafen dürfen? Die zum Hass und zur Ablehnung unserer Gesellschaft erzogen werden? Sie werden alle als deutsche Staatsbürger irgendwann wählen und gewählt werden. Was dann?

(Spürnase: Dietmar M.)




Mario M: „Sensibel (!) und intelligent“

Wenn man der Einschätzung von Gerichts-Gutachters Hans-Ludwig Glauben schenken darf, dann ist Kinderschänder und Gewaltverbrecher Mario M. eigentlich ein ganz Lieber: Ein sensibler junger Mann, hochintelligent noch dazu, bei dem ein Furunkel in der Nase leider ein Kindheitstrauma verursacht hat. Deshalb habe er sich „mental und emotional von seinen Mitmenschen und ihren Werten entfernt„. Er kann also eigentlich nichts dafür, dass er manchmal eben nicht so nett mit seinen Mitmenschen umgeht. Stefanie wird es verstehen!

Stephanie-Entführer Mario M. leidet nach Einschätzung des Gerichts-Gutachters Hans-Ludwig Kröber an einer «schweren Persönlichkeitsstörung». Diese habe den Rang einer «seelischen Abartigkeit», berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus» (München) unter Berufung auf das vorläufige psychiatrische Gutachten. Der 36-Jährige sei «überdurchschnittlich» intelligent. Sein Intelligenz-Quotient beträgt dem Bericht zufolge 138.

Wegen der seelischen Beeinträchtigung habe sich sein Mandant «mental und emotional von seinen Mitmenschen und ihren Werten entfernt», sagte Verteidiger Andreas Boine dem «Focus». Er sehe ein Kindheitstrauma von M. als eine der Ursachen für die Störung an. «Ab dem Alter von drei Jahren war er stark entstellt durch ein Furunkel auf der Nase. Sein Nasenrücken war komplett zerstört.» Unter seiner «platten Boxernase» habe der Angeklagte bis in seine Jugend gelitten und «eine starke Stigmatisierung erlebt», meinte Boine.

Seit Montag muss sich der arbeitslose Anlagenmonteur M. wegen Vergewaltigung, Geiselnahme, Kinderpornografie und anderer Straftaten vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Er hatte zu Prozessbeginn gestanden, Anfang des Jahres die damals 13 Jahre alte Schülerin Stephanie entführt und wochenlang sexuell misshandelt zu haben. Er war 1999 wegen schweren Kindesmissbrauchs zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Nach einem positiven Gutachten kam er nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe auf Bewährung frei. …

Ein Furunkel in der Nase macht aus einem lieben sensiblen Jungen einen ekelhaften Kinderschänder? Damit will ein Gutachter die Schandtaten erklären, wenn nicht entschuldigen? Wieviele Kinder und Jugendliche leiden unter ihrem Aussehen! Zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, Pickel, doofe Haare … Deshalb wird doch niemand zum Gewaltverbrecher! Für wie dumm sollen wir jetzt wieder verkauft werden?

Mario M. hat sich „mental und emotional von seinen Mitmenschen entfernt“. Nun sollten diese Mitmenschen dafür sorgen, dass er auch räumlich und körperlich für den Rest seines Lebens von ihnen ferngehalten wird und nicht durch das Gutachten eines Vergewaltiger-Verstehers wieder auf die Menschheit losgelassen wird!

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