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Londonistan: Hände waschen im Hospital – nein danke!

hand_desinfektion.jpgFortschritte in der Medizin durch wachsendes Hygienebewusstsein könnten beim Vormarsch des Islam auf der Strecke bleiben. Denn Händedesinfizieren ist eventuell haram und wird daher zukünftig vielleicht nicht mehr im gewohnten Maße praktiziert werden können. Moslemische Krankenhausbesucher haben sich in Londonistan jedenfalls geweigert, vor dem Besuch von Patienten ihre Hände zu waschen, weil sie "aus religiösen Gründen" nicht mit Alkohol in Berührung kommen wollen. Die Keime freuts!

Antibakterielle Gels werden in Krankenhäusern gegen sogenannte "Superbugs" verwendet, einschliesslich des Methicillin-Resistenten Staphylococcus Aureus (MRSA) und Periventricular Leukomalacia (PVL). Mitarbeiter des britischen Gesundheitsdienstes sagten, sie wären geschockt gewesen, als sie von der Weigerung der moslemischen Besucher hörten, sich vor dem Eintritt in Patientenzimmer die Hände zu desinfizieren.

Wir konnten bei unseren Recherchen auf islam.de keine Grundlage für dieses Verhalten entdecken, wir haben lediglich Regeln zum Umgang mit moslemischen Kranken und zum strikten Verbot des Alkoholgenusses gefunden. Bleibt die Hoffnung, dass es sich bei dem Bericht aus Londonistan um einen Einzelfall handelt.

» Fakten & Fitkionen: Londonistan: Muslime verbreiten lieber Bakterien als sich die Hände zu waschen




Verschleierte Moslemin im britischen Fernsehen ist Konvertitin

khadijah.jpgAnfang Dezember berichteten wir über die Absicht des britischen Fernsehsenders Channel 4, eine total verschleierte Moslemin eine Weihnachtsansprache halten zu lassen – das Ganze natürlich als Zeichen des multikulturellen friedlichen Miteinander. Die Pläne wurden umgesetzt. Aber wer ist nun diese Frau, die als Schleiereule auftritt und sogar als „moderat“ angepriesen wird?

Zunächst einmal ist sie eine Konvertitin, und – welch Hohn – ihre Urgroßmutter war eine Frauenrechtlerin. Von Channel 4 wurde sie als authentische – aber anonyme – Stimme der moderaten, britischen Moslems präsentiert. Am Weihnachtstag erhielt die "Khadijah" genannte Frau eine nationale Plattform, um ihre Ansichten in einer "alternativen Weihnachtsbotschaft" als Gegenstück zur traditionellen Ansprache der Königin zu präsentieren. Sie sagte den Zuschauern, dass Jack Straw sich irrt, wenn er den Schleier kritisiert, und behauptete, dass das Verstecken von Gesichtszügen Frauen "befreie". Die Daily Mail hat jetzt Khadijah entschleiert – und aufgedeckt, dass sie es sich um gewisse Elaine Atkinson handelt, eine englische Konvertitin, die im Auftrag einer radikalen Moslemgruppe durch das Land reist und deren Ziel es ist, die politische Kontrolle über Pakistan zu erhalten. Die 38-jährige hat in der Vergangenheit Ungläubige des öfteren als "Ratten, die in einer Tretmühle des Konsums laufen" bezeichnet und erklärt, sie würde sich die Umwandlung der englischen Pubs in Moscheen wünschen.

Nach ihrer islamischen Heirat mit einem in England geborenen Pakistani wurde Atkinson, die ehemalige radikale Feministin, als Khadijah Iqbal bekannt. Channel 4 sagte, dass man ihre wahre Identität verbergen würde, um den Zuschauern die Gelegenheit zu geben, sich auf die Worte und nicht auf die Person zu konzentrieren. Allerdings ist die Geschichte der Ablehnung ihres traditionellen englischen Hintergrundes und ihre Konzentration auf den radikalen Islam beeindruckend. Geboren wurde sie 1968 in den Armeebaracken der Stadt Tidworth in Wiltshire. Sie führte eine normale englische Kindheit, ohne jeglichen Kontakt mit Moslems und wurde Sozialarbeiterin. 1996 interessierte sie sich plötzlich für den Islam und nahm an Treffen in der Regents Park Mosque im Zentrum der Hauptstadt teil.

Atkinson sagte:

"Sehr zum Schock meiner Familie und Freunde trat ich zum Islam über. Sie legten Wert darauf, ihre negativen Meinungen zum Ausdruck zu bringen. Ich war immer als radikale Feministin bekannt und sollte die Familientradition in den Fußspuren meiner Großmutter, einer Frauenrechtlerin, fortführen. Sehr zum Horror meiner Großmutter (wenn sie noch hier wäre, um diesen auszudrücken), erkannte ich, dass Feminismus und Islam zusammen passen wie Öl und Wasser”. “Ich erkannte, dass der Feminismus die Unterdrückung der Frauen unterstützt.” Atkinson schrieb in einem Internet-Artikel für andere Moslems: “Wenn ich die große Anzahl von Ungläubigen sehe, tun sie mir sehr leid, weil sie mich an Ratten in Käfigen erinnern, die wie in einer Tretmühle laufen, und daran glauben, dass sie damit ihre wahre Bestimmung finden. Wenn sie nur ihre Augen öffnen würden und den Schaden sehen würden, den sie sich selbst und ihren Kindern damit antun. Ich bin sicher, dass, wenn sie nur die geringste Ahnung hätten, was der Islam ihnen geben könnte, es eine Moschee an jeder Ecke anstelle von Pubs geben würde."

Atkinson lebt jetzt mit ihrem Ehemann Dr. Zahid Iqbal, 38, in einem £350,000 Haus in Barking, Ost-London. Sie gab ihren englischen Namen vor vier Jahren auf und arbeitet für die radikale Minhaj ul Qur’an Gruppe, in deren UK-Basis in einer Moschee im nahen Forest Gate – und betreibt eine ‘Schwester”Gruppe für andere weibliche Moslems, sie reist durch das Land um Konvertiten zu betreuen und ist aktiv in asiatischen Radiostationen.

Minhaj ul Qur’an wurde in Pakistan gegründet, aber ist in 92 Ländern aktiv, und hat das Ziel, die ganze Welt zum Islam zu bekehren. In Pakistan hat diese religiöse Gruppe einen politischen Ableger – das Pakistan People Movement – das sich "aktiv für die Einrichtung eines islamischen Staates in Pakistan” einsetzt, um “sicher zu stellen, dass Moslems eine internationale Stimme und politische Macht haben, damit die fortgesetzte Unterdrückung der Moslems in der ganzen Welt beendet” werden kann. Atkinson weigerte sich gestern, ihre Ansichten zu erklären. Im Gegensatz zu ihrer Behauptung, moderat zu sein, hat sie auf einer islamischen Konferenz dieses Jahr in Sheffield ausgeführt, dass es moralisch falsch sein, jegliche Art von Musik zu hören oder Soap Operas im Fernsehen zu sehen. Auf der Konferenz rief sie dazu auf, ganz auf das Fernsehen zu verzichten. In einer Erklärung, die gestern über Channel 4 veröffentlicht wurde, sagte Atkinson:

"Minhaj-ul-Quran ist eine spirituelle Bewegung, die für Frieden und Toleranz gegenüber anderen Religionen eintritt. Sie ist gegen jegliche Form von Extremismus und Radikalismus.”

Hier das Channel 4-Video:

(Spürnase für’s Video: Volker L.)




Türkei droht der EU mit Abbruch der Beitrittsgespräche

Die Türkei beabsichtigt wohl, uns ein ganz besonderes Geschenk zum neuen Jahr zu bereiten und droht mit dem Abbruch der Beitrittsgespräche, sollte die EU sich nicht in der Zypern-Frage die türkische Sicht der Dinge aneignen.

Der Nationale Sicherheitsrat der Türkei hat in einer schriftlichen Erklärung mit dem Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der EU gedroht, falls Brüssel in der Zypern-Frage nicht die Sichtweise der türkischen Seite annimmt. Der Sicherheitsrat besteht aus den führenden Ministern der Regierung sowie dem Ministerpräsidenten und den Spitzen des Militärs. In der Erklärung ist nach der Aussetzung von acht Kapiteln der Beitrittsverhandlungen durch die EU von einer „neuen Ära in den Beziehungen“ die Rede. Die Türkei erwarte, „dass ein Hindernis wie Zypern nicht mehr errichtet wird“.

Komisch, wir dachten immer, das „Hindernis Zypern“ hätte schon bestanden, als die Türkei alles Mögliche versprochen hat, damit es zu Beitrittsgesprächen kommt.

(Spürnase: Hojujutsu)




Steinmeier will in Somalia den Dialog auch mit den Islamisten

Unser Außenminister scheint zunehmend von allen guten Geistern verlassen. Nun ruft er zum Dialog „aller Beteiligten“ in Somalia auf und wertet damit die islamischen Terroristen als gleichwertige Verhandlungspartner auf. Die Konfliktparteien sollten zu einem Dialog „zurückfinden“. Da fragt man sich unwillkürlich, wann sie je einen geführt hätten.

Die Bundesregierung will in Somalia vermitteln und hat die Konfliktparteien zum Dialog aufgerufen. „Die Zeichen hierfür könnten günstig stehen, wenn alle Beteiligten sich ihrer Verantwortung bewusst sind“, zeigte sich ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin zuversichtlich.

Sicher sind die islamischen Terrorhorden sich ihrer „Verantwortung“ bewusst. Dafür sind sie bekannt, und Dialoge sind prima, um Zeit für die Reorganisation und Wiederbewaffnung zu finden

Zugleich geht es laut Auswärtigem Amt „auf politischer Ebene darum, dass wir zu einem Dialog der Konfliktparteien zurückfinden“. Dazu stehe Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Kontakt mit wichtigen Gesprächspartnern, darunter die Generalsekretäre der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga sowie der EU-Außenbeauftragte Javier Solana. Zudem solle die Afrikabeauftragte des Auswärtigen Amtes, Dorothee Janetzke-Wenzel, am Samstag in die Region reisen und Gespräche in Nairobi, Addis Abeba und Kairo führen.

Nun wird es sowohl den Islamisten als auch der legitimen Regierung Somalias ziemlich egal sein, mit wem Wichtigtuer Steinmeier über ihre Köpfe hinweg Dialoge führt. Aber diese Anmaßung, der somalischen Regierung Gespräche mit den Islamisten aufnötigen zu wollen, ist schon ungeheuerlich und man fragt sich unwillkürlich, was treibt diesen Mann an, sich so für die Islamisten einzusetzen? Die Sorge um die humanitäre Situation der Menschen kann es nicht sein, denn die war ihm auch egal, als die Bevölkerung unter die Scharia gezwungen wurde.

Was für Leute es sind, die Steinmeier der somalischen Regierung als Gesprächspartner ans Herz legt, beschreibt Rolf Tophoven in der Welt unter dem Titel „Somalia wird zur neuen Basis für al-Qaida„. Da kann man nur gute Unterhaltung wünschen!

(Spürnase: Cay)




Gutmenschen aller Couleur verurteilen Husseins Hinrichtung

Die Verurteilung der Hinrichtung von Massenmörder Saddam Hussein hat begonnen. Die empörten Reaktionen der hyperventilierenden Gutmenschen überschlagen sich geradezu. Jeder will dabei gewesen sein, sich von der Hinrichtung zu distanzieren und seiner Abscheu darüber Ausdruck zu geben. Nicht nur das bekannte personifizierte moralische Gewissen der Nation in Gestalt von Claudia Roth – nein, Politiker aller Parteien sind wahlweise „empört“, „betroffen“ oder „enttäuscht“, nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa, und auch der Vatikan findet Husseins Tod „tragisch“.

Die in der großen Koalition vereinten Volksparteien SPD und CDU verurteilten einhellig die Hinrichtung.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz, sprach am Samstag von einer verpassten Chance für den Irak, seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Der SPD-Europapolitiker Martin Schulz nannte die Hinrichtung Saddams einen „staatlich sanktionierten Mord“.

Polenz sagte dem Deutschlandfunk: „Ich bin grundsätzlich gegen die Todesstrafe und auch gegen die Todesstrafe im Fall von Saddam Hussein.“ Mit der Vollstreckung des Urteils sei zudem die strafrechtliche Aufarbeitung der unter Saddam begangenen Verbrechen gestoppt worden, sagte der CDU-Politiker. Bevor sich ein Land versöhnen könne, müsse es sein Verhältnis zur Vergangenheit klären.

Für die Grünen durfte sich wie erwartet Nervensäge Claudia Roth empören:

„Die Hinrichtung des ehemaligen irakischen Diktators ist weder gerechtfertigt, noch ein „Meilenstein“, wie von US-Präsident Bush behauptet.

Saddam Hussein stand zu Recht vor Gericht und mußte für seine menschenverachtenden Taten verurteilt werden. Die Todesstrafe aber ist jedoch durch nichts zu rechtfertigen, denn sie ist die finalste Menschenrechtsverletzung und nicht Ausdruck eines starken Staates. Es bleibt zu befürchten, dass ihr Vollzug nun nur noch mehr Haß, Chaos und Tod im Irak erzeugen werden.“

Hier wird die besondere Empörung durch ein „final“ im Superlativ zum Ausdruck gebracht. Na, wenn das nicht was Besonderes ist! Eine Todesstrafe ist somit eine noch viel finalere Menschenrechtsverletzung als die Verbrechen, für die sie verhängt wurde. Dieselbe Roth hätte mit diesen Argumenten natürlich auch die Hinrichtung der Nazi-Größen beweint. Denn die Todesstrafe ist ja durch nichts, nichtser, am nichtsesten zu befürworten! Martin Schulz, Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, entblödete sich nicht, gar von einem „staatlich sanktionierten Mord“ zu sprechen.

Zugleich kritisierte er die Reaktion von US-Präsident George W. Bush, der die Hinrichtung als einen Meilenstein auf dem Weg zu einem demokratischen Irak bezeichnet hatte. Diese Äußerung sei völlig inakzeptabel, sagte Schulz.

Alles klar? Hussein verteidigen, Bush verurteilen – da weiß man gleich, was Sache ist. In der übrigen Welt gab es durchaus gemischte Reaktionen. Bush, Blair und die australische Regierung begrüßten die Hinrichtung, während Frankreich und die Schweiz Kritik übten. Immerhin hat Frankreich betont, dass es sich um eine vom irakischen Volk gewollte Entscheidung handelte.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch bezeichnete dagegen die Hinrichtung als einen bedeutsamen Schritt weg von den Menschenrechten.

Sehr aufschlussreich, die Hinrichtung eines der schlimmsten Menschenrechtsverletzer der Gegenwart ist ein „bedeutender Schritt weg von den Menschenrechten.“ Und aus dem Vatikan hört man folgende Stellungnahme

Sprecher Frederico Lombardi bezeichnete es als tragisch, dass der frühere irakische Präsident gehängt worden sei.

Wir fanden eher die Leiden und das Sterben von Husseins Opfern tragisch. Wer vergessen haben sollte, um wen hier so laut geweint wird, der sollte den wirklich guten Artikel auf SpOn von Alexander Schwabe lesen, der schon mit der Überschrift deutlich macht, um wen es hier geht, um den Barbaren von Bagdad Er beginnt so:

Saddam Hussein war eine Ausgeburt des Bösen. Das Unheil begann bereits vor jenem 28. April 1937, als Saddam Hussein in dem Dorf al-Audscha nahe Tikrit rund 150 Kilometer nördlich von Bagdad geboren wurde.

Sagt uns dann, was diese „“Ausgeburt des Bösen“ über die Menschheit brachte:

Saddam war unendlich grausam: 1980, nur ein Jahr nachdem er die alleinige Macht übernommen hatte, zog er in den verlustreichen, achtjährigen Krieg gegen Iran (schätzungsweise 350.000 Tote und 650.000 Verwundete auf beiden Seiten). Danach lief die sogenannte Anfal-Kampagne an: 4000 kurdische Dörfer wurden entvölkert und zerstört. 1988 griff die Armee des Terror-Regimes das irakische Kurdendorf Halabdscha mit Nervengas an. Binnen weniger Stunden starben 5000 Menschen einen grausamen Tod. Insgesamt kamen durch Saddams Völkermordpolitik rund 180.000 Kurden um. 1991 griff der Diktator Kuweit an.

Und endet so:

Als das Urteil gesprochen war, „Tod durch den Strang“, gab Saddam umgehend den Märtyrer: Wie ein Apostel schrieb er in seinen letzten Tagen einen Brief „an das irakische Volk“. „Ich opfere mich. Wenn es Gottes Wille ist, dann wird er mich in eine Reihe mit den wahren Männern und Märtyrern stellen.“ In Wahrheit stellte er sich selbst in diese Reihe – wie ihn sein Onkel in die Gefolgschaft Nebukadnezars und Saladins gestellt hatte. Saddam kam über die kindlichen Allmachtsphantasien nie hinaus. Das Unglück besteht darin, dass es nicht der kindliche Seelenzustand eines naiven Trottels war, sondern der eines Massenmörders.

Und diesen wichtigen Punkt blenden all die Empörten einfach aus, ja, er scheint überhaupt nicht wichtig zu sein. Und wir möchten nicht wissen, wieviele der heute so stark Entrüsteten an Stelle von Hussein lieber Bush am Galgen gesehen hätten. Die Trauer wäre sicher kleiner gewesen … man muss Verständnis haben.




Video: Die letzten Sekunden im Leben von Saddam Hussein…

Video-URL: http://www.youtube.com/watch?v=qr8ZM10ONm0

(Quelle: Arabija/n-tv)




Irak: Jubel und große Freude über Tod von Saddam Hussein

Heute morgen um 4 Uhr (MEZ) ist der irakische Ex-Diktator Saddam Hussein in Bagdad gehängt worden. Die Nachricht über den Tod des grausamen Tyrannen löste bei Irakern weltweit großen Jubel und Freude aus. Irakische Exilanten in den USA haben die Hinrichtung des ehemaligen Diktators Saddam Hussein gefeiert. „Ich möchte mich bei Präsident Bush bedanken“, sagte der 35-jährige Haytham Almawla. „Er hat gesagt, er wird Saddam entfernen und er hat es getan.“ Der US-Präsident bezeichnete die Hinrichtung des irakischen Massenmörders als einen Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie im Irak.

Die österreichische Presse berichtet:

Dutzende aus dem Irak stammende Männer verbrachten die Nacht der Hinrichtung in Detroit im US-Bundesstaat Michigan gemeinsam und zählten die Stunden bis zur Vollstreckung des Todesurteils. Als die Nachricht kam, feierten sie in dem Stadtviertel Dearborn die Hinrichtung mit einem Straßenfest. In Dearborn lebt die größte arabische Gemeinde in den USA.

Die Menschen bedeckten ihre Autos mit irakischen Flaggen, bildeten einen Konvoi und fuhren laut hupend über die Hauptstraßen des Viertels. Männer tanzten auf der Straße zu arabischer Musik und verteilten Süßigkeiten und Bonbons, wie es bei fröhlichen Anlässen üblich ist.

Alle Teilnehmer des Festes erinnerten voller Wut und Trauer an Familienmitglieder, die von Saddams Schergen umgebracht worden waren. „Das ist der Tag, an dem ich zur Ruhe kommen kann. Das ist der Tag, an dem meine Mutter zur Ruhe kommen kann“, sagte Ahmed Timimi, der erst vor wenigen Wochen nach einem eineinhalbjährigen Aufenthalt im Irak nach Detroit zurückgekehrt war. Der 42-Jährige sagte, sein älterer Bruder sei von Saddams Regierung getötet worden. „Wir kamen alle nach dem Aufstand 1991 hierher. Wir alle haben enge Familienangehörige verloren.“

Der 43-jährige Jabar Alzayadi sagte: „Ich wollte Saddam hängen sehen, weil er meinen Bruder gehängt hat. Mein Bruder hat nichts verbrochen. Er war nicht politisch. Er hatte sechs Kinder.“ Der Bruder diente demnach in der irakischen Armee, als er 1989 hingerichtet wurde.

Trotz der aufgekratzten Stimmung waren einige Männer besorgt um Angehörige, die in Bagdad leben. „Ich habe gerade mit meinen Schwestern und meiner Mutter in Bagdad telefoniert“, sagte der 22-jährige Farazdak Alsady, der sich eine irakische Flagge um den Kopf gebunden hatte. „Sie sagen, sie haben sich verbarrikadiert, weil sie sicher sind, dass etwas passieren wird.“

» Weitere Jubelbilder aus dem Irak auf news.yahoo.com

 




Böller statt Brot

Jedes Jahr vor Silvester schlägt die Stunde der Moralapostel. Es wird versucht, uns ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn wir uns an der angeblich sinnlosen Schönheit von Feuerwerk erfreuen. Gerade so, als gäbe es sonst übers Jahr keine „sinnlosen“ Geldausgaben, die man unbedingt in wohltätige Kanäle umleiten müsste. Nichts gegen eine Spende für einen guten Zweck, doch warum ausgerechnet auf die schönen Böller verzichten?

Böllern als praktizierter Antimaterialimus

Feuerwerk ist Ausdruck von Lebensfreude. Es ist der Genuß am flüchtigen Augenblick, in dem die Sinne durch die Ästhetik bunter Lichter und lauter Kracher in der ansonsten stillen, dunklen Nacht erfreut werden. Nichts bleibt einem davon als bestenfalls die Erinnerung samt dem Erlebnis, das man mit anderen teilt. Weihnachten ist das Fest der Familie. Silvester feiert man eher mit den Freunden. Das Feuerwerk stellt im dramaturgischen Ablauf des letzten Tages im Kalenderjahr einen Höhepunkt dar. Feuerwerk kommt ganz einer Hauptaussage in Erich Fromms Buch „Haben oder Sein“ entgegen. Man könnte fast theatralisch behaupten, Feuerwerk sei der lebendige Ausdruck des Antimaterialimus schlechthin.

eurf1000.jpgInsgeheim und sicher auch unbewußt schießen sich die Moralapostel der Spendenindustrie, sowie die gutmenschlichen Selbstdarsteller ein auf etwas, das man in einer auf Besitzanhäufung ausgerichteten Gesellschaft als „wertlos“ erachtet. Die Freude am Augenblick und rasch Vergänglichen.

Warum sonst ruft man nicht dazu auf, no-name-Produkte anstatt teurer Markenartikel, Fiat Panda anstatt Porsche Cayenne, Campingurlaub im Hundsrück dem Tauchurlaub in der Karibik vorzuziehen, und die Differenz zu spenden?

Noch besser wäre unter den möglichen Spenden abzuwägen, welche denn die größere Not lindert. Spenden gegen die Armut sind doch wohl wichtiger als Spenden an politische Parteien. Hier sind die Mitglieder der Linkspartei als SED-Nachfolger gleich doppelt angesprochen, denn Sozialismus läßt zwangsläufig Armut entstehen.

Wer böllert macht sich schuldig

Die Lebensfreude an Silvester und deren Ausdruck im feuerwerklichen Licht- und Krachspektakel wird über alle politischen Lager hinweg, und ebenso von den Medien als „sinnlos“ eingestuft. Wer könnte sich auch dem moralischen Druck gutmenschlicher Ideale schadlos entziehen ?

Brot für die Welt“ ruft dazu auf, zum Jahreswechsel die Aktion „Brot statt Böller“ zu unterstützen.

Jedes Jahr werden zu Silvester Knaller im Wert von knapp 45 Millionen Broten (rund 100 Millionen Euro) in die Luft gejagt. Einfach verknallt und verpulvert.

Als würden nicht auch jedes Jahr sinnlos Unsummen für modische Klamotten rausgeworfen, eventuell hergestellt unter frühkapitalistischen Arbeitsbedingungen in Schwellenländern.

Vor über 20 Jahren nahm dies die evangelische Kirchengemeinde in Bargteheide (Schleswig-Holstein) zum Anlass, unter dem Slogan „Brot statt Böller“ zu Spenden für „Brot für die Welt“ aufzurufen. Damit wurde eine schöne Tradition begründet. Zum Beispiel, auf ein paar Raketen zu verzichten und mit der ersten oder letzten Überweisung eines Jahres neue Lebenschancen zu eröffnen.

Verknallen Sie nicht alles, sondern schenken Sie stattdessen ein paar „Brote“ – damit „Brot für die Welt“ sich auch weiterhin für ein Stück Gerechtigkeit einsetzen kann. Damit die Menschen ihre Felder wieder selbst bestellen und Ernte einbringen können, damit Kinder mit einer Schulausbildung ein wichtiges Fundament für ihre eigene Zukunft legen können. Bereits ein Bruchteil der Summe, die an Silvester innerhalb weniger Stunden „verballert“ wird, kann vielen dieser Not leidenden Menschen helfen.

Als wäre der Böllerverzicht der einzige Weg, fast schon Voraussetzung dafür, „Menschen zu ermöglichen ihre Felder zu bestellen“. Umgekehrt gefragt: Wie genau verhindert ein Böller im deutschen Nachthimmel, daß z.B. ein Bewohner in Bukina Fasso sein Feld bestellen kann?

So richtig in die moralische Zwickmühle geraten die Böllermuffel mit ihrer Aufforderung zur Böllerabstinenz, wenn man sich klarmacht:

Böller schaffen Arbeitsplätze

So hat die Spendeneuphorie nach dem Tsunami bei der Böllerindustrie ordentlich reingebombt.

Der Aufruf ‚Spenden statt Böller‘ hat offensichtlich Wirkung gezeigt. Viele Geschäfte haben einen deutlichen Rückgang des Böllerverkaufs verzeichnet. Die Hilfsorganisationen dagegen haben in kürzester Zeit zweistellige Millionenbeträge erhalten.
Klaus Gotzen findet den Aufruf nicht in Ordnung. Man hätte nicht nur einen Aufruf zum Nicht-Böller-Kauf erheben sollen. ‚Man hätte auch prinzipiell zum Verzicht auf Luxusgüter aufrufen können‘, so der Geschäftsführer des Branchenverbandes.

Kein Wunder. Wer hält dem moralischen Dauerbeschuß schon stand. Zumal der eine oder andere mit der Spendenquittung auch sein gutes Herz quittiert bekommt.

Zu viel des Guten

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen. Hilfsbereitschaft ist eine äußerst positive Haltung. Doch es gibt auch Mißbrauch dieser Hilfsbereitschaft. Einmal, indem sie zur moralischen Verpflichtung erhoben wird mit Slogans wie „Brot statt Böller“, und sich willkürlich und selektiv gegen eine bestimmte Form von Lebensart und Lebensfreude richtet.

Und leider stellt sich so manche gute Tat als zuviel des Guten heraus. Die Financial Times vor einem Jahr mit einer ernüchtenden Bilanz der Tsunami-Spenden:

Hilfsgelder versickern in Bürokratien
von Shawn Donnan, Jakarta
Ein Jahr nach dem Tsunami verschwinden Spendengelder nach wie vor in einem bürokratischen Dickicht. Konkurrierende Verwaltungsapparate und Bilanzierungsmethoden bei den Vereinten Nationen und in vielen Fällen eine regelrechte Furcht vor Offenlegung sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit den Geldfluss weiterhin nicht nachvollziehen kann.

(….) Aktuell gibt es keine öffentlich zugänglichen Informationen darüber, wie viel Geld aus dem Hilfsaufruf beispielsweise für teure Berater oder Verwaltungskosten ausgegeben wurde. Nach Aussage von Uno-Vertretern lassen sich Einzelheiten zu den Finanzen nur dadurch erhalten, dass man sich an jede einzelne der 39 in dem Hilfsaufruf aufgeführten Organisationen wendet. Deren teilweise 100 Mio. $ schweren Projekte tragen Namen wie „Nothilfe für Grundausbildung“.

Die FT wandte sich an viele der Organisationen. Einige verweigerten die Auskunft oder ignorierten Anfragen. Andere lieferten unvollständige oder nach eigenem Bekunden „vorläufige, unbestätigte und inoffizielle“ Informationen zu ihren Ausgaben. Organisationen wie Care und Save The Children sagten, sie seien versehentlich in dem Aufruf aufgeführt worden.

(…) Die Unicef lieferte erst zwei Monate nach der Anfrage Einzelheiten zu den 169,5 Mio. $, die sie bis zum 1. November ausgegeben hatte. Fast 20 Prozent des Geldes deckten Personal- und Verwaltungskosten. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) hat bis zum 8. Dezember nach eigenen Angaben 82,5 Mio. der erhaltenen 120,2 Mio. $ ausgegeben. Knapp 7,5 Mio. $ fielen für Personal- und Verwaltungskosten an. Nicht enthalten in diesen Posten sind allerdings die Gehälter der hoch bezahlten Berater, die die Feldarbeit für UNDP leisten,…

Man hätte zum Jahreswechsel 2004/5 noch so manchen Böller zünden können, ohne daß den Tsunami-Opfern dadurch weniger Unterstützung zugekommen wäre.

Generell ist es grade auch für kleinere Hilfsorganisationen aus kalkulatorischen Gründen günstiger, die Spenden fließen regelmäßig über das Jahr verteilt.

Böllern für den Frieden

Böller-Fetischisten mit Gewissensbißen können kompensieren durch Verzicht auf Balkonpflanzen im Frühling, im Sommer durch Verzicht auf Sonnenbrandschutz, im Herbst durch Verzicht auf Volksfestbesuche, im Winter durch Verzicht auf warme Kleidung. Wer es ganz besonders gut meint, verzichtet ganzjährig auf die Entrichtung der GEZ-Gebühren zu Gunsten der Armen dieser Welt.

Lebensfreude und „Gutsein“ schließen sich nicht zwangsläufig aus – wie uns einige Moralapostel einreden. Diese Leute sind mit ihrer eigenen Waffe geschlagen, sobald die Böllerei als Ausdruck von Sehnsucht nach einer besseren Welt gilt. „Böller für den Frieden“, „Böller gegen den Klimawandel“, „Böller gegen Armut“, „Böller gegen Rechts“. Gutmenschliches Böllern ließe sich problemlos aufgrund tagespolitischer Ereignisse ganzjährig rechtfertigen. Jeder gezündete Böller ein krachender Beweis für unser Gutmenschentum. Unser Ansehen in der Welt ließe sich weit über die paar Lichterketten hinaus ins Unermeßliche steigern. Dafür laßt uns alle böllern.




Saddam Hussein soll noch in diesem Jahr sterben

Der fürchterliche Tyrann Saddam Hussein könnte noch in dieser Nacht hingerichtet werden. Die USA übergaben den stalinistischen ehemaligen Diktator inzwischen den irakischen Behörden. Da die Sunniten am Samstag und die Schiiten am Sonntag ihr viertägiges Opferfest beginnen und in diesen Tagen keine Hinrichtungen vorgenommen werden dürfen, rechnet man allgemein mit einem Vollzug der Todesstrafe in den nächsten Stunden.

Kein vergewaltigtes Mädchen, das wegen „Unzucht“ gesteinigt wird und kein wegen seiner Homosexualität gehängter Mann lösen ein derart besorgtes Hinterfragen des Wie und Warum aus wie Massenmörder Hussein. Die Bildzeitung spekuliert über den grausamen Todeskampf und überall kann man großformatig Husseins sorgenzerfurchtes Gesicht sehen.

Man kann für oder gegen die Todesstrafe sein, beide Seiten haben gute und überzeugende Argumente. Und gewiss wird kein zivilisierter Mensch Hussein einen möglichst qualvollen Tod wünschen, mag er ihn nun verdient haben oder nicht. Was uns abstößt ist dieses geheuchelte, zur Schau gestellte Mitleid, das von denselben Medien niemals eins seiner Opfer erfahren hat. Dass nun ausgerechnet ein Mann, der Hunderttausende Menschenleben auf dem Gewissen hat, die Herzen der Welt so tief berührt – das hat wohl nicht nur zufällig seine Ursache darin, dass er ein Opfer des „bösen“ Amis geworden ist. Denn nur Opfer amerikanischer Macht dürfen sich eine solchen weltweiten Fürsprache erfreuen.




Haram: Integration von Moslems in westliche Gesellschaft

PI-Leser FreeSpeech hat das Buch „The Lawful and the Prohibited in Islam“ von Yusuf al-Qaradaw gelesen. Dieses Buch ist für Moslems geschrieben worden, die unglücklicherweise in nicht-islamischen Ländern leben (müssen) und nicht so recht wissen, wie sie sich dort verhalten sollen. Manche zum Beispiel integrieren sich einfach, leben wie wir – völlig falsch und kein bißchen halal, das Buch klärt sie auf.

So heißt es im Vorwort des Buches:

Gewiss hat dieses Projekt der Produktion von Büchern und Pamphleten sowohl ein hehres Ziel als auch einen weiten Rahmen. Es hätte schon vor Jahren begonnen werden sollen, da viele Muslime in Europa und Amerika sehr geringe Kenntnisse des Islam haben, und sogar das Wenige nicht sicher blieb vor Verfälschung und Verwirrung. Kürzlich schrieb ein Freund der al-Ahzar, der in einen Staat der Vereinigten Staaten von Amerika geschickt worden war: „Viele Muslime in diesem Staat führen Bars und verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Alkoholika, und wissen nicht eimal, dass dies eine grössere Sünde im Islam ist.“ Er fügt an: „Muslimische Männer heiraten christliche, jüdische und manchmal gar mushrik (2) Frauen und lassen muslimische Frauen beiseite, welche dann unverheiratet bleiben und selber für sich sorgen müssen.“

FreeSpeech folgert:

Wir im Westen haben tatsächlich Vorurteile, die im Buch präzisiert werden. So haben wir zum Beispiel das Vorurteil, dass die Muslime ihre Frauen täglich prügeln, aber das wird vom Buch widerlegt: Man darf seine Frau nicht am gleichen Tag zusammenschlagen und mit ihr Sex haben. Ein jedes Ding hat seine Zeit.

Ein anderes Vorurteil besagt, dass ausserehelicher Sex mit Steinigung bestraft wird. Wieder falsch: Das Buch verliert kein Wort über die Art der Exekution!

Wer übrigens denkt, Muslime dürften nicht nett sein zu Nicht-Muslimen, liegt ebenfalls falsch. Im Buch wird detailliert erklärt, dass Muslime unter gewissen Umständen nett sein dürfen zu Nicht-Muslimen – wenn sie die Überlegenheit des Islams anerkennen. Allerdings ist Freundschaft mit Nicht-Muslimen verboten, und wenn ein Nicht-Muslim dem Islam nicht wohlwollend gegenübersteht, dann ist dessen Beseitigung natürlich halal. (…) Abschliessend kann ich dieses Buch nur mit aller Wärme empfehlen, jedem, der am Islam interessiert ist, jedem, der sich über den Islam informieren will, und insbesondere jedem Politiker. Nach der Lektüre wird keine Frage zum Islam mehr offen sein, und die Frage, ob sich Muslime in der nicht-islamischen Umgebung integrieren können, ist definitv beantwortet: Unmöglich – denn das ist gegen den Islam.

Was hingegen halal ist, das ist die Integration des Westens in den Islam. Und das ist durchaus möglich, wenn wir nicht aufpassen.

Und wir empfehlen wärmstens, den ganzen Beitrag auf Nebeldeutsch zu lesen!




Zwangsheirat hat sehr viel mit dem Islam zu tun

Vor ein paar Tagen griffen wir auf PI die ungeheuerliche Aussage „Zwangsheirat hat nichts mit dem Islam zu tun“ der „Expertin“ Gabi Reichhelm vom Pädagogischen Institut der Stadt München für Mädchenförderung und Krisenintervention auf. Unser Beitrag veranlasste unsere Leserin Dr. Maria S. dazu, Frau Reichhelm einen Brief zu schreiben, den wir nun hier veröffentlichen.

Sehr geehrte Frau Reichhelm!

Die Behauptung, dass Zwangsehen nichts mit dem Islam zu tun hätten, weil sie auch in katholischen Familien vorkämen, ist unwahr:

Nach islamischem Recht können junge Mädchen von ihrem Vormund zur Ehe gezwungen werden:

– „Vertragspartner in dem Heiratskontrakt sind der Vater, Bruder oder ein anderer männlicher Vertreter der Braut als ihr Vormund (Wali) und der Bräutigam. Mehrere Zeugen …. beeiden durch ihre Unterschrift den Abschluß des Vertrages, den ein Qadi notariell beglaubigt und registriert. Die jungfräuliche Braut ist in diesem Augenblick als rechtsfähige Person nicht beteiligt. Das islamische Recht empfiehlt gleichwohl, sie zu befragen, ob sie mit der Heirat einverstanden sind. Doch wird auch Stillschweigen als Zustimmung interpretiert. Junge Mädchen können von ihrem Vormund zur Ehe gezwungen werden.“

– Und das durchschnittliche Heiratsalter von Musliminnen ist bekanntlich sehr niedrig. Was auch nicht verwundert, weil Mädchen nach islamischem Recht bereits mit neun Jahren heiratsfähig sind. In der Islamischen Republik Iran war dies bis vor wenigen Jahren staatliches Recht, wie dies vor dem Eindringen europäischer Wert- und Rechtvorstellungen auch in allen anderen islamischen Ländern nicht nur der Fall, sondern sogar gängige Praxis war. Das islamische Recht stützt sich dabei auf die Ehe Mohammeds mit dem neun-jährigen Mädchen Aischa.

– Der Islam kennt nur die Ehe als legitime Lebensform mit dem ausschließlichen Zweck Nachkommen zu zeugen. Kinderlosen Frauen droht die Verstoßung und die Lage von Ehefrauen ohne Söhne ist prekär. Die ausgeprägte Präferenz für männliche Nachkommen erfordert die volle Ausschöpfung der fruchtbaren Jahre der Frau und damit ein sehr niedriges Heiratsalter.

– Für die im Zusammenhang mit Zwangsheiraten immer wieder genannte Ehe zwischen Cousin und Cousine ist ebenfalls das Beispiel Mohammeds maßgeblich, der bekanntlich seine Tochter Fatima ihrem Verwandten Ali zur Frau gab. Die Ehe zwischen Cousin und Cousine gilt im Islam als die Idealverbindung.

– Die im Islam praktizierte Geschlechter-Apartheid sowie die rigiden Ehrenvorstellungen stellen weitere grobe Hindernisse für eine selbstbestimmte Partnerwahl dar: Mädchen, die durch „freien“ Umgang mit dem anderen Geschlecht Schande über die Familie bringen oder auch nur ihren Ehepartner gegen den Willen der Eltern selbst wählen, kann bekanntlich auch in Europa der Tod drohen. Und Ehrenmorde sind – anders als die islamische Apologetik uns weismachen will -, nichts anders Scharia in Selbstjustiz: Denn in Ländern mit der Scharia als Staatsrecht werden Frauen aus genau den gleichen Gründen vom Staat hingerichtet.

Das Kirchenrecht verbietet Zwangsehen

– Nach katholischem Kirchenrecht sind unter Zwang geschlossene Ehen ungültig! Und eine Ehe ist nach katholischem Verständnis natürlich auch kein Vertrag zwischen 2 Männern, in dem die Frau lediglich als „Handelsobjekt“ vorkommt, sondern ein Sakrament, das sich Mann und Frau gegenseitig spenden!

– Das Christentum kennt von seinen Anfängen neben der Ehe auch die Ehelosigkeit als legitime Lebensform: Bekanntlich waren einige ersten christlichen Märtyrinnen im antiken Rom Jungfrauen, die sich einer Verheiratung widersetzten. Denn im antiken Rom hatten Väter über ihre weiblichen Angehörigen eine ähnlich weitreichende Rechtsgewalt wie im Islam, die aber nach und nach unter dem zivilisatorischen Einfluss des Christentums verschwand.

– Im Mittelalter kristallisierte sich die Konsensehe heraus, das heißt auch gegen den Willen der Eltern geschlossene Ehen waren gültig. Und „Gegen Ende des Mittelalters gilt es in weiten Teilen Europas als unschicklich, zwei Menschen gegen ihren Willen miteinander zu verheiraten.“

– Und dank der strengen Exogamie Vorschriften der mittelalterlichen Kirche gab es auch keine a priori vorherbestimmten Ehepartner: „Vor allem die beim Adel übliche Heirat unter nahen Verwandten wird von der Kirche erfolgreich bekämpft. Das Inzestverbot betrifft sogar Ehen zwischen Menschen bis zum sechsten Verwandtschaftsgrad.“

– Das Christentum kennt auch keine Geschlechter-Apartheid und auch keinen Ausschluss der Frau aus dem öffentlichen Raum (Harem ist schließlich ein arabisches Wort ohne europäische Entsprechung). Damit aber war eine Grundvoraussetzung für eine selbstbestimmte Partnerwahl gegeben.

– Ehelosigkeit als legitime Lebensform sowie Unauflöslichkeit der Ehe selbst bei Kinderlosigkeit bedingten, dass ein niedriges Heiratsalter von Frauen nicht wichtig war: Das Heiratsalter von Frauen im christlichen Europa war – ganz anders als in allen anderen Kulturen – sehr hoch. Dieses Phänomen ist als European Marriage Pattern bekannt.

Während das Christentum die Weichen für eine selbstbestimmte Partnerwahl stellte, legte der traditionelle Islam einer solchen unüberwindliche Hindernisse in den Weg; und der Übergang von arrangierten zu erzwungen Ehen ist bekanntlich fließend. Erst unter dem Einfluss westlicher Wert- und Rechtsvorstellungen begann sich dies langsam zu ändern.

Dass Zwangsehen auch in katholischen Familien vorkämen, stellt eine unbewiesene Behauptung dar:

Wenn man die Behauptung von katholischen Zwangsehen aufstellt, verlangt es die intellektuelle Redlichkeit, dass man dafür auch Beweise liefert! Alles spricht vielmehr dafür, dass es Zwangsehen unter Christen nicht einmal als Randphänomen gibt: Denn wie kommt es, dass

– man zwar ständig von Fällen muslimischer Zwangsehen hört und liest, aber noch nie auch nur ein einziges Fallbeispiel einer katholischen Zwangsheiraten dokumentiert wurde;
– Feministinnen seinerseits nie gegen „katholische“ Zwangsehen Sturm gelaufen sind;
– man in der westlichen Welt rechtliche Bestimmungen gegen Zwangsehen erst mit der muslimischen Masseneineinwanderung für notwendig erachtete?

Falls es Zwangsehen zwischen Katholiken überhaupt geben sollte, dann nicht im christlich geprägten Kulturkreis, sondern höchstens im islamischen Kulturkreis, wo die öffentliche Moral bekanntlich vom Islam bestimmt wird – wie dies ja auch sein expliziter Anspruch ist. Im Nahen Ostens aber sind Christen nur in den seltensten Fällen Katholiken!

Der Islam als Unschuldslamm und Kirche als Sündenbock

Je mehr sich die Belege häufen, dass Zwang und Gewalt in allen Lebensbereichen bestimmende Merkmale des Islam sind, desto mehr wird der Islam zum Unschuldslamm und die Kirche zum Sündenbock, dem man bekanntlich alle Sünden auflädt, um ihn damit in die Wüste zu schicken. Dass „Experten“ sich für dieses Spiel hergeben, lässt nicht nur an ihrer Kompetenz sondern vor allem an ihrer Integrität zweifeln; stimmen sie damit doch in die Grundmelodie islamischer Apologetik ein: Das Leugnen und die Lüge. Der Islam ist bekanntlich eine Religion der Unterwerfung und des Tributes: Und als ersten Tribut fordert er ganz offensichtlich die Preisgabe des kritischen Denkens und der intellektuellen Redlichkeit. Es ist erstaunlich wie bereitwillig europäische Intellektuelle zur Aufgabe dieser Quintessenz ihrer Existenz bereit sind.

Mit freundlichen Grüßen




Die Schwächen des Westens: Pazifismus und Selbsthass

Der amerikanische Publizist und Direktor des Middle East Forum Daniel Pipes befasst sich in einem Must Read mit der Wahrscheinlichkeit, dass der Westen – trotz großer militärischer Überlegenheit – im Kampf gegen die Islamisten unterliegen wird. Verantwortlich dafür sind die Fehler in der „Software“, sprich: der westliche Hang zu Pazifismus, Selbsthass und Selbstgefälligkeit.

Pipes weiter:

Pazifismus: Unter den Gebildeten hat sich weitgehend die Überzeugung fest gesetzt, es gebe „keine militärische Lösung" für heutige Probleme, ein Matra, das bei jedem Problem des Nahen und Mittleren Ostens angeführt wird – dem Libanon, dem Irak, dem Iran, Afghanistan, den Kurden, dem Terrorismus und dem arabisch-israelischen Konflikt. Aber dieser pragmatische Pazifismus übersieht die Tatsache, dass es in der modernen Geschichte von militärischen Lösungen nur so wimmelt. Was anderes waren die Niederlagen der Achsenmächte, der USA in Vietnam oder der Sowjetunion in Afghanistan, wenn nicht militärische Lösungen?

Selbsthass: Bedeutende Elemente in westlichen Staaten – besonders in den USA, Großbritannien und Israel – glauben, dass ihre eigenen Regierungen die Quelle allen Bösen sind und betrachten den Terrorismus als bloße Bestrafung für Sünden der Vergangenheit. Diese "Wir haben den Feind gefunden, er steckt in uns"-Haltung ersetzt eine effektive Antwort durch Appeasement, wozu auch die Bereitschaft gehört Traditionen und Erreichtes aufzugeben. Osama bin Laden nennt Linksaußen wie Robert Fisk und William Blum beim Namen und feiert sie. Sich selbst hassende Westler sind durch ihre herausragende Rolle als Meinungsmacher an Universitäten, in den Medien, in religiösen Institutionen und den Künsten von übergroßer Bedeutung. Sie dienen den Islamisten als Hilfs-Mujahidihn.

Selbstgefälligkeit: Dass es keine beeindruckende islamistische Militärmaschinerie gibt, durchdringt viele im Westen, besonders bei den Linken, mit einem Gefühl der Geringschätzung. Während konventionelle Kriege – mit ihren Menschen in Uniform, ihren Schiffen, Panzern, Flugzeugen und ihre blutigen Schlachten um Land und Ressourcen – einfach zu begreifen sind, ist der asymmetrische Krieg mit dem radikalen Islam schwer zu fassen. Teppichmesser und Selbstmord-Bombengürtel machen es schwierig, diesen Feind als einen würdigen Gegner wahrzunehmen. Wie John Kerry nehmen viel zu viele den Terrorismus als ein bloßes "Ärgernis" wahr.

Dagegen verfügen die Islamisten über beträchtliche Fähigkeiten:

  • Einen potenziellen Zugang zu Massenvernichtungswaffen, die das westliche Leben vernichten könnte.
  • Eine religiöse Anziehungskraft, die einen tieferen Widerhall und größeres Durchhaltevermögen bescheren könnte als die künstlichen Ideologien des Faschismus oder Kommunismus.
  • Eine auf beeindruckende Weise konzipierte, finanzierte und organisierte institutionelle Maschinerie, die erfolgreich Glaubwürdigkeit, guten Willen und Wahlerfolge aufbaut.
  • Sie verfügen über eine Ideologie, die imstande ist, Muslime jeder Art und Form anzuziehen, vom Lumpenproletariat bis hin zu den Privilegierten, von Analphabeten bis zu Akademikern mit Doktortiteln, von den gut situierten bis zu den Psychopathen, von den Jemeniten bis zu den Kanadiern.
  • Ein nicht gewalttätiger Ansatz – was ich "gesetzeskonformer Islamismus" nenne – verfolgt die Islamisierung über Bildung, Politik und Religion, ohne auf Illegalität und Terror zurückzugreifen. Gesetzeskonformer Islamismus erweist sich in Ländern mit muslimischer Mehrheit wie Algerien und solchen mit muslimischen Minderheiten wie Großbritannien als erfolgreich.
  • Es gibt eine große Anzahl engagierter Kader. Wenn die Islamisten zehn bis 15 Prozent der muslimischen Bevölkerung weltweit ausmachen, dann beträgt ihre Zahl 125 bis 200 Millionen Personen oder eine weit größere Gesamtzahl als alle Faschisten und Kommunisten, die jemals gelebt haben, zusammen.

Pazifismus, Selbsthass und Selbstgefälligkeit ziehen den Krieg gegen die radikalen Islam in die Länge und verursachen übermäßige Verluste. Erst nachdem sie katastrophale Verluste an Menschen und Besitz ertragen haben, werden die linkslastigen Westler dahin kommen, diese dreifache Plage zu überwinden und sich dem wahren Ausmaß der Bedrohung stellen. Die zivilisierte Welt wird dann wahrscheinlich bestehen bleiben, aber verspätet und zu einem höheren Preis als es nötig gewesen wäre.

Sollten die Islamisten smart werden, Massenvernichtung vermeiden und statt dessen den gesetzeskonformen, politischen, nicht gewalttätigen Weg einschlagen und sollte ihre Bewegung lebendig bleiben, ist schwer zu sehen, was sie aufhalten könnte.

Den kompletten Text (Übersetzung: H. Eitener) gibts hier, das englische Original hier.