PI-Leser wissen bekanntlich mehr. Daher war ihnen der heute vom WDR als empörende Topmeldung veröffentlichte Jahresbericht 2006 der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) in Wien selbstverständlich seit Wochen bekannt.

Die Rassismusstelle bemängelt Bekanntes: Die armen Moslems werden diskriminiert, stigmatisiert und sind ständig Gewalttaten ausgesetzt. Dazu beklagt die EUMC:

dass «Daten über religiös motivierte Zwischenfälle nur in begrenztem Umfang gesammelt werden». Grossbritannien sei das einzige EU-Mitglied, in dem Gewalt gegen Muslime auf einer Liste mit so genannten Hass-Verbrechen veröffentlicht werde.

Das stört die EUMC mit ihrer Direktorin Beate Winkler. Gewalt von Moslems gegen Nicht-Moslems soll natürlich nicht erfasst werden, denn Moslems sind bekanntlich immer nur Opfer, wie wir wissen. Dabei ist genau diese von Moslems an Nichtmoslems verübte Gewalt die einzige, die tatsächlich religiös motoviert ist. Frau Winkler aber hat andere Sorgen, zum Beispiel diese:

EUMC-Direktorin Beate Winkler schrieb, dass sich die Muslime – EU-weit stellen sie einen Bevölkerungsanteil von 3,5 Prozent – einem immer stärkeren Assimilierungsdruck ausgesetzt fühlen. Ihre gesellschaftliche Akzeptanz werde als abhängig davon empfunden, dass sie ihre muslimische Identität aufgeben sollen. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 sähen sie sich zudem einem Generalverdacht des Terrorismus ausgesetzt.

Uns betrübt das auch. Warum verlangen wir von den Moslems, sich der Mehrheitsgesellschaft anzupassen? Es wäre doch viel netter, wenn wir unsere Identität aufgeben und uns dem Islam anpassen würden. Das wäre wahre Gastfreundschaft.

In einer Situationsbeschreibung stellten sie fest, dass Muslime überproportional schlechtere Wohnbedingungen hinnehmen müssten und auf Ausbildungs- und Arbeitsmarkt benachteiligt würden. So habe die Universität von Paris 2004 festgestellt, das ein Bewerber mit nordafrikanischem Hintergrund fünf Mal schlechtere Chancen habe, bei einer Stellenausschreibung als Verkäufer zum Zuge zu kommen. Insbesondere junge europäische Muslime sähen ihre gesellschaftlichen Aufstiegschancen verbaut. «Das könnte das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und des sozialen Ausschlusses verstärken. Rassismus, Diskriminierung und soziale Marginalisierung sind ernste Bedrohungen von Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt.»

Wir sind beschämt, zutiefst! Gegenden, die überwiegend von anatolischer Landbevölkerung und libanesischen Großfamilien bewohnt werden, verkommen nicht etwa deshalb, sondern weil sie von vornherein schlecht waren. Ist ja auch rücksichtslos von uns, dort nicht ständig zu renovieren und zu restaurieren. Auch unverständlich, dass nicht Wohnungseigentümer in Berlin-Schlachtensee oder Frohnau ihre Villen zur Verfügung stellen. Und die Tatsache, dass moslemische Migranten Probleme bei der Suche von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen haben, hängt natürlich auch nicht damit zusammen, dass sie zu bequem sind, die jeweiligen Landessprachen zu lernen und sich in der Schule anzustrengen – Probleme übrigens, die Einwanderer aus nicht-moslemischen Kulturen gar nicht kennen. Es ist unsere Schuld, dass wir die Moslems nicht auch ohne Leistunggswillen willkommen heißen. Es reicht doch wirklich, dass sie uns mit dem Islam bereichern. Und wir dürfen uns nach dieser Studie schon wieder ein bißchen schlechter fühlen, denn die „Muslime haben das Gefühl, nicht dazuzugehören„. Niemand fragt, ob sie überhaupt dazugehören möchten…

(Spürnase: Kreuzritter und Daniel E.)

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.
Jetzt den PI-NEWS-Telegram Kanal abonnieren!

5 KOMMENTARE

  1. …umgekehrt wird auch ein Schuh raus,
    der eigentlich auch noch ganz gut
    past….
    Wachsende EU-feindlichkeit im Islam…

  2. Wachsende EU-feindlichkeit im Islam…
    bin ich mal gespannt zu was wir es schaffen?
    Den Großen und kleinen Satan gibts schon.
    werden wir der kleine Satan und Israel rückt zum mittleren Satan auf?

  3. Das ist lupenreines EU-Denken. Wenn das Volk sich nicht ausreichend selbst erniedrigt, dann gründet man einfach eine staatliche Selbstbepissungs-Behörde. Das schafft gleichzeitig lukrative neue Versorgungs-Jobs für Grüne und Islamisten.

  4. Wurde im DLF heute auch thematisiert. „Muslimen müssen gleiche Chancen im Arbeitsmarkt eingeräumt werden.“ Furchtbar, überall diese Schilder: Nichtmuslime erwünscht. Vielleicht sollte aber auch der Rest der Gesellschaft den Sprachschatz und die überaus reichen Ausrucksformen der muslimischen Migranten übernehmen. Von „eh Alder“ bis zum Messer im Bauch. Dann klappts auch mit der Berufsbildung. Sich an den Letzten zu orientieren ist ja Spezialität unserer Politiker. Von PISA bis zur Sahelzone.

  5. Beate Winkler!
    Was is`n das für ne Tante.
    Müsste man sich mal ausgiebig mit beschäftigen. Literarisch mein ich.
    Bei PI etwa.

Comments are closed.