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Wort zum Sonntag: „Stehe dafür ein, dass Europa christlich bleibt“

stefan_juergens.jpgDas Wort zum Sonntag vom 2. Dezember 2006, gesprochen von Stefan Jürgens (Foto), verdient – im Gegensatz zu früheren Ausführungen seines Chefs Burkhard Müller („Der Islam ist eine großartige Religion“) – ausnahmsweise mal ein Lob. Jürgens, geistlicher Rektor der Katholischen Akademie "Kardinal-von-Galen", lässt den Besuch von Papst Benedikt in der Türkei Revue passieren und kritisiert die dortige Behandlung der Christen: "Ich wünsche mir, dass überall die Menschenrechte gelten, auch in der Türkei. Dazu gehört, dass die Christen dort genau so frei leben und glauben dürfen wie Moslems hier bei uns in Europa; das ist Menschenrecht."

Hier der komplette Text von Stefan Jürgens:

Kein Badeurlaub am Strand. Meine Reise in die Türkei war eine Pilgerfahrt. Fernab von den Hochburgen der Touristen. Mit einer Pilgergruppe bin ich den christlichen Spuren nachgegangen, von Istanbul aus durchs ganze Land. Denn Kleinasien war in der Antike christlich. Viele Orte der Bibel liegen in der heutigen Türkei. Der heilige Nikolaus kommt von dort. Selbst das christliche Glaubensbekenntnis ist in der heutigen Türkei formuliert worden: "Ich glaube an Gott, den Vater Jesu Christi, und an den Heiligen Geist."

All das kam mir diese Woche wieder in den Sinn, als der Papst die Türkei besucht hat. Mein Türkei-Aufenthalt damals war sehr beeindruckend, aber er hat mich auch nachdenklich gemacht. In Ephesus hätten wir gerne eine Messe gefeiert, aber das war nicht erwünscht. In Izmir ging es für uns nur durch die Hintertür in die Kirche, damit keiner was merkt. Als wir einmal draußen Gottesdienst feiern wollten, hielt unser Reiseleiter aufmerksam Wache, schirmte uns ab. Er hatte wohl doch ein mulmiges Gefühl, wenn Christen ihren Glauben bekennen. Religionsfreiheit?

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Der Papst begrüsst Gläubige in Ephesus.

Wie der Papst am Donnerstag haben auch wir eine Moschee besucht. Der Imam begrüßte uns freundlich und hörte gar nicht mehr auf zu erzählen. Von seinem Glauben und seiner Hingabe an Gott. Und wir haben ihm tausendundeine Frage gestellt. Seltsam, habe ich gedacht: Wir Christen stellen ihm Fragen, aber welche Fragen haben denn er und seine Glaubensbrüder an uns? Das Interesse war nur einseitig – diese Erfahrung habe ich schon oft gemacht. Und immer wieder gedacht: Hätten wir denn überhaupt Antworten gewusst?

Denke ich an Deutschland, frage ich weiter: Sind die Christen hierzulande wirklich so tolerant, wie sie sich geben? Oder sind viele bloß gleichgültig, weil sie kaum noch Bescheid wissen über ihren Glauben? Ich meine, als Christ braucht man Standpunkte, die man vertreten kann. Wer aber für nichts mehr steht – worüber sollte man mit dem reden, geschweige denn streiten? Umso wichtiger ist es, eine eigene Meinung zu haben. Damit man als Gesprächspartner überhaupt ernst genommen wird.

Darum habe ich eine Meinung. Und stehe dafür ein, dass Europa christlich bleibt. Ich wünsche mir, dass überall die Menschenrechte gelten, auch in der Türkei. Dazu gehört, dass die Christen dort genau so frei leben und glauben dürfen wie Moslems hier bei uns in Europa; das ist Menschenrecht. Und gerade deshalb, weil ich diese Meinung habe, kann ich mit anderen diskutieren, kann sie wertschätzen und sogar lieben, ohne sofort alles gleichzumachen.

Der Besuch des Papstes in der Türkei hat mich darin bestärkt. Benedikt ist für den Frieden eingetreten, für Verantwortung, und besonders für den Dialog der Religionen. Schließlich haben Christen und Moslems gemeinsame Wurzeln, wenn auch Jesus und Mohammed sehr verschieden von ihrem Gott sprechen. Ich selber glaube nicht, dass Allah der Vater Jesu ist; dafür ist die Offenbarung zu unterschiedlich. Es ist eben nicht alles immer sowieso dasselbe mit den Religionen, vieles passt einfach nicht zusammen in Bibel und Koran: Darüber muss man reden. Und wenn dann man miteinander spricht, darf es ruhig Unterschiede geben. Gleichmacherei macht nur gleichgültig, interessant ist das Unterscheidende!

Das Auftreten von Benedikt XVI. empfand ich darum sehr angemessen: Bescheiden, zurückhaltend, aber – und das ist wichtig – mit klarem Profil. Er steht für ein Christentum, das weltoffen ist, tolerant, aber erkennbar. Ich meine: Ein guter Weg!

» Email an Stefan Jürgens: stefan.juergens@wort-zum-sonntag.de

(Spürnase: Habakuk)




Klimakatastrophe – was ist wirklich dran? (Teil 2)

co2_logo.jpgVor zwei Wochen veröffentlichten wir den ersten Teil eines Gastbeitrags von PI-Leser Argus zum Thema „Klimakatastrophe“. Nun – wie versprochen – der zweite Teil über die Geschichte der Mann’schen Hockeystickkurve. Der amerikanische Wissenschafter Dr. Mann und die Seinen untersuchten 1998 die Baumringe – überwiegend nordamerikanischer – Nadelbäume und leiteten aus ihnen ein Rechnermodell ab, das den Verlauf der globalen Temperatur errechnete.

Es entstand eine wunderbare Temperaturkurve ab dem Jahre 1000, die den Anstieg zur Mitte des 20. Jahrhunderts zeigt:

instrumental.JPG

Und das war genau das, was die leitenden Herren des IPCC haben wollten. Diese Kurve, 1998 berechnet, fand sofort und an prominenter Stelle Einlaß in den IPCC-Bericht von 2001, wurde zigmal dort zitiert und nahm seinen Siegeszug durch die mediale und politische Welt. Wunderbar, der Mensch und sein CO2 ist schuld, hier sieht mans ja. Einsetzen der Industrialisierung und Anstieg der Global Temperatur gingen eng gekoppelt – nicht mehr nur korreliert – Hand in Hand. Die Champagnerkorken knallten beim IPCC. Endlich hatte man was in der Hand, um den astronomischen Forderungen an die Kyotoländer Nachdruck zu verleihen. Hier war der Beweis.

Er hatte allerdings einige Schönheitsfehler. Als Stephen McIntyre & Ross McKitrick und andere – darunter Hans von Storch in Deutschland – einen zweiten Blick auf diese Kurve warfen, fiel ihnen auf, dass die ganze schöne, mittelalterliche Warmzeit schlicht nicht vorhanden war. Obwohl sie – weil gut dokumentiert – einwandfrei nachweisbar war. Auch die dann folgende – noch besser dokumentierte – kleine Eiszeit war nicht so recht erkennbar. Den IPCC-Oberen war das irgendwann auch aufgefallen. Statt jedoch zuzugeben, dass ihr so schönes Modell schwere Fehler enthielt, versuchten sie zu verhindern, dass die Kurve offiziell korrigiert wurde. Ein mit dieser Aufgabe befasster IPCC-Wissenschaftler bemerkte zu diesen Versuchen: "We have to get rid of this medievial warm up period". Zu gut Deutsch: "Wir müssen irgendwie diese mittelalterliche Warmzeit loswerden." Diese Bemerkung wurde 2004 gegenüber Dr. Deming – einem amerikanischen Palaeoklimatologen – gemacht, weil dieser fälschlicherweise vom IPCC-Mann als Gesinnungsgenosse eingestuft wurde. Er hat sie überliefert.

Stephen McIntyre und Ross McKitrick versuchten nun das Computer-Modell nachzubauen und fütterten dieses Computerspiel nun mit allen möglichen Daten. Zuletzt und viele 10.000 Durchläufe später einfach mit Zufallszahlen. Und heraus kam – O Wunder – immer und immer ein Hockeystick. Das Modell konnte gar nicht anders. Es war auf diesen Schlenker hin programmiert. Die Daten, die Mann und Co. unterdrückt hatten, fanden sich in seinem Computermodell, das zuletzt doch zugänglich gemacht wurde, im Ordner "Censored Data". Das spricht für sich.

Die UN und alle ihr folgenden Regierungen und NGO´s oder GO´s haben sich übrigens bis heute nicht für diese bewusste Irreführung entschuldigt. Man kann sich ja mal irren, nicht wahr. Übrigens hatte sich die gesamte wissenschaftliche Fachpresse – auf wessen Druck wohl – geweigert, diese Korrekturen öffentlich zu machen. Ein Schelm der Schlechtes dabei denkt.

Nun zur messtechnischen Neuzeit. Die Temperaturentwicklung im Satellitenzeitalter:

temperature_anomalies.JPG

Sie zeigt den aktuellsten Temperaturverlauf der Erde, von 1979 bis Ende 2005, wie er von div. Instituten im offiziellen Auftrag und mit verschiedenen Methoden gemessen wurde. NCDC (lila gefärbt) Anomalies sind Temperaturen der terrestrischen Stationen. Es sind inzwischen nur noch 2000, weltweit. Sie befinden sich meist in oder in der Nähe von urbanen Zentren und zeigen als solche – u.a. durch den Wärmeinseleffekt – starke Abweichungen nach oben von den Messreihen, die in unberührter Natur z.B. Arktis oder Antarktis, Tundra etc. durchgeführt werden. Das Problem: Korrekturen sind zwar möglich, aber nicht standardisierbar, da fast jede Meßreihe jeder Meßstation anderen Einflüssen unterliegt. Im Grunde sind diese Messungen, für den o.a. Zweck, also mit ihnen die Erderwärmung zu messen, nutzlos. UAH-Messungen (blau gefärbt) sind solche mit Satelliten, die seit 1979 die Erde umrunden und eine sehr genaue Messung der durchschnittlichen Erwärmung erlauben. Sie liegen deutlich unter den terrestrischen Messungen. Nicht gezeigt sind die Wetterballonmessungen, die sich in sehr guter Übereinstimmung mit den Satellitenmessungen befinden. Hier gibts näheres dazu.

Wie man sieht, steigt die gemessene Oberflächentemperatur aus den bekannten Gründen – aber gegen die Theorie – deutlich stärker an. Sie wird daher – weil es sich so viel besser erschrecken läßt – in fast allen Veröffentlichungen der Medien benutzt. Die Satelliten und Ballonmessungen steigen deutlich weniger an und auch nur bis zum Jahre 1998, dann setzt ein leichter Abfall ein, oder auch ein flacher Verlauf, so genau weiß man das noch nicht, auf jeden Fall aber kein weiterer Anstieg.

Es wäre aber unredlich, daraus schon einen Trend abzuleiten, aber wahrnehmen kann man ihn – auch im Hinblick auf Nairobi – schon.

Mein Fazit: Es gibt Erhöhungen der Globaltemperatur im 1/10 Grad-Bereich im letzten Jahrhundert (im Mittel 0,6 °C um genau zu sein), sie liegen – mit Blick auf die mittelalterliche Warmzeit und folgende kleine Eiszeit – innerhalb der natürlichen Schwankungen. Ein geringer Einfluß des Menschen ist trotzdem anzunehmen. Irgendetwas Bleibendes müssen wir doch hinterlassen. Aber sie rechtfertigen weder ein Kyotoprotokoll noch andere Enteignungs- und Zwangsmaßnahmen, wie sie die Glaubensgemeinde der 6000 Erleuchteten in Nairobi vorbereitet hat.

Zu Frage 2: Ist der CO2-Anstieg, der in der Atmosphäre seit ca. 100 Jahren zu beobachten ist, die wesentliche Ursache dafür? Und wenn ja, hat der Mensch mit seiner technischen CO2-Erzeugung daran einen maßgeblichen Anteil?

CO2 ist als sog. Spurengas mit ca. 0,038 Prozent Anteil am Volumen (oder 380 p(art)(per)m(illion)) in trockener Luft enthalten. Dieses Schicksal als Spurengas teilt es mit anderen Spurengasen wie Methan (CH4), Ozon etc. Der große Rest trockener Luft besteht aus Stickstoff (ca. 78%) Sauerstoff (ca. 21%) und Argon (0,9%). Der stark wetterbestimmende Wasserdampf ist zwischen 0 und 4 %– im Mittel mit 2%- in der dann feuchten Luft enthalten.

Diese geringe Menge macht nun so viel Wirbel, und wird zum allerschlimmsten Killer der Menschheit ausgerufen. Was tut dieses böse CO2 denn so Schlimmes? Es treibt die Temperatur der Erde hoch, ist die inzwischen von allen Politikern und Medien ständig wiederholte Ansage, darunter müssen ganz schrecklich viele Menschen leiden, jetzt schon und in naher Zukunft noch viel mehr. Und – noch viel schlimmer – wir im Westen sind daran schuld. Die bösen Industrienationen. Pfui Teufel.

Da sollte sich doch jeder Mitbürger, der einigermaßen klar im Kopf ist und eine VorPisa-Bildung genossen hat, fragen: Ja, stimmt denn das? Einig sind sich alle Wissenschaftler, dass der Anteil von CO2 an der Atmosphäre seit einiger Zeit angestiegen ist. Von (von Arrhenius 1890 – und viele haben sehr gute Gründe zu meinen – zu niedrig geschätzen) 280 ppm auf ca. 380 ppm z.Zt. Unstrittig ist auch, dass dieser Anstieg mit der Industrialisierung einher ging. Also korreliert ist, wie man es auch vornehm ausdrücken kann. Gar nicht unstrittig ist, woher dieser Anstieg rührt. Überwiegend oder ganz aus den Aktivitäten des Menschen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie es uns die Grünen und inzwischen die ganze politische Klasse immer wieder vorwirft. Oder hat der Anstieg überwiegend oder ganz, natürliche Ursachen? Auch dafür sprechen sehr gute Argumente. Einige davon sehen wir in der folgenden Grafik, die den Temperaturverlauf und die CO2 Schwankungen in der Antarktis der letzten 420.000 Jahre darstellt, wie er aus Eisbohrkernen aus der Antarktis – wenn auch recht grob – hergeleitet werden kann. Wir erkennen sofort, daß der CO2 Anteil periodisch schwankt und mit ihm die Temperatur. Bei genauem Hinsehen erkennen wir aber auch, dass erst die Temperatur ansteigt und dann das CO2. Dieser Abstand liegt je nach betrachtetem Abschnitt zwischen 500 und 1500 Jahren (Quelle: Fischer et al. Science Vol 283, 1999).

antarktis_1999.JPG

Mit anderen Worten: Erst kommt die Temperatur, dann das CO2. Jeder, der mal eine Flasche Bier einige Zeit in der Sonne stehen ließ, kann bestätigen, da ist was dran. Wärme treibt gelöstes CO2 aus dem Wasser heraus und wohin, in die Atmosphäre.

Nun kann man auf Grund dieser Grafik leicht zu dem Schluß kommen: Ja, der Zyklus – erst Temperatur dann CO2 Anstieg- mag ja sein, aber was ist mit dem absoluten Werten des CO2. So hoch wie heute waren sie ja wohl die letzten 420.000 Jahre nicht. So dachten bis vor kurzem auch alle, aber heute nur noch diejenigen, die partout keine aktuellen Erkenntnisse zulassen, die ihrer Meinung entgegenstehen.

Aber, seit 1999 gibt es neue Messverfahren und überraschende Ergebnisse (Frederike Wagner, Universtät Utrecht). Zitat aus einer Buchbesprechung zu diesem Thema:

Bei bestimmten Pflanzen (Angiospermen) besteht zwischen der Flächendichte der Spaltöffnungen (Stomatae) und der umgebenden atmosphärischen CO2-Konzentration ein enger inverser Zusammenhang. Dieser macht es möglich, den einstigen CO2-Gehalt der Atmosphäre aus fossilen Blättern zu bestimmen. Für weniger weit zurückliegende Epochen können CO2-Gehalte abgeleitet werden aus Blättern, die man im Torfmoor findet. Obwohl die Eisbohrkerne dies nicht erkennen lassen, zeigt das neue Meßverfahren, wie die atmosphärische CO2-Konzentration von 260 ppm am Ende der letzten Eiszeit schnell auf 335 ppm im Preboreal (vor 11500 Jahren) anstieg, dann wieder auf 300 ppm abfiel und vor 9300 Jahren 365 ppm erreichte. Diese Beobachtungen widerlegen die Annahme einer stabilen "vorindustriellen" Atmosphäre und zeigen, dass CO2-Niveaus wie das heutige das Ergebnis sonnengesteuerter Temperaturzunahmen mit darauffolgender Ozean-Entgasung sind. Der rekonstruierte Verlauf aus der Zeit vor 9000 Jahren gibt Auskunft über CO2-Zunahmen von 65 ppm pro Jahrhundert, die zu CO2-Niveaus wie dem heutigen führten, bei Temperaturen ebenfalls ähnlich den heutigen. Daraus folgt, dass man nach Beweisen für Effekte der industriellen CO2-Emissionen vergeblich suchen wird. Weder die heutigen Temperaturen noch die heutige atmosphärische Chemie zeigen Anomalien.

Nach soviel Naturwissenschaft wollen wir mal ein wenig zusammenfassen:

1. Die Konzentration von CO2 steigt und fällt in der Atmosphäre im Wesentlichen aus natürlichen Ursachen.

2. Die Konzentration von CO2 lag in den vergangenen 10.000 Jahren schon mal bei 365 ppm.

3. Die Konzentrationszu- oder abnahme von CO2 folgt dem Temperaturverlauf mit einer Verzögerung zwischen 500 bis 1500 Jahren.

Dessen ungeachtet muss erwähnt werden, dass die menschliche Aktivität ebenfalls – jedenfalls einigermaßen wahrscheinlich – zum Anstieg der CO2-Konzentration beiträgt. Aber wieviel und mit welchen Wirkungen, das ist schlicht nicht genau bekannt. Es könnte ja gut sein, dass der einzige wirklich nachgewiesene Treibhauseffekt des CO2, nämlich das Pflanzenwachstum zu beschleunigen (ich komme weiter unten noch ausführlicher darauf) das zusätzlich entstehende CO2 schlicht absorbiert. Wir wissen es nicht. Es gibt zwar interessante Hypothesen, aber keine wirklichen Beweise s.o.

Wie ist es nun mit der These, dass CO2 das Treibhausgas ist, das die Globaltemperatur nach oben treibt. Als Einstimmung sei dazu an Prof. Stephen Schneider – berühmter IPCC-Wissenschaftler – mit seiner bekannten Aussage von 1989 erinnert

„To capture the public imagination, we have to offer up some scary scenarios, make simplified dramatic statements and little mention of any doubts one might have. Each of us has to decide the right balance between being effective, and being honest“ Auf gut Deutsch: "Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten, jeder von uns (Forschern) muss entscheiden wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will"

Wir haben jedenfalls sehr effektive Forscher auf diesem Feld, ansonsten kein weiterer Kommentar nötig. Sehr viele Untersuchungen wurden angestellt und alle möglichen physikalischen und chemischen Effekte in der Atmosphäre wurden untersucht. Immerhin fließen jährlich ca. acht Mrd. $ in diese Forschung, davon vier Mrd. in die USA, den größeren Teil des Restes erbringt die EU. Danach wirkt das CO2 hauptsächlich über seine Abstrahlung (Strahlungsantrieb) aufgenommer Energie auf die Globaltemperatur ein. Überwiegend aufgenommene Energie direkt von der Sonne. Das IPCC schätzte 2001 den für die Wirkung entscheidenden Wert der Klimasensitivität CS (das ist die Temperaturerhöhung, die bei einer Verdoppelung des CO2-Anteiles in der Luft auftritt) – auf Grund von Modellrechnungen und Datenbankanalysen – mit ca. 2,8°C. Andere Forscher haben nicht nur Modellrechnungen gemacht (Dietze, Barett u.a.), sondern aus den gemessenen Verläufen mit Regressionsanalysen diesen Parameter bestimmt. Es ergibt sich ein Wert für CS von ca. 0,7°C. Also eine Verdoppelung des CO2-Anteiles bei sonst unveränderten sonstigen Werten z.B. der Sonneneinstrahlung, ergibt eine Erhöhung der Temperatur um schlappe 0,7°. Das ist ein Viertel des IPCC-Wertes.

Das IPCC bereitet z.Zt. seinen dritten Bericht vor und wird dem Vernehmen nach den CS-Wert nach unten auf 1,35 ° C. korrigieren. Wir haben aber keine Verdoppelung des CO2 bisher erlebt, sondern einen Anstieg um 20 bis 30 % je nach dem auf welchen Eingangswert man sich bezieht. Außerdem geht das IPCC im Gegensatz zu den genannten Forschern von einem progressiven Anstieg des weiteren CO2-Gehaltes der Atmosphäre aus, die anderen und das deckt sich mit den Messungen, aber nur von einem linearen Anstieg. Das würde – vorausgesetzt alles bliebe so wie es jetzt ist – zu einem Anstieg um nur 0,24°C (bedingt durch den CO2-Anteil) bezogen auf heute und bis 2100 führen. Gleichzeitig würde das CO2 nicht über 470 ppm steigen, schlicht aus Verfügbarkeits- und Preisgründen der fossilen Brennstoffe.

Zitat dazu von Juri Israel (Direktor des Instituts für Weltklima und Ökologie der Russischen Akademie der Wissenschaften, IPCC-Vizepräsident):

"Viele Wissenschaftler sprechen von einem CO2-Anteil in der Atmosphäre von 400 ppm als dem Grenzwert. Unsere Berechnungen ergaben: Selbst wenn die gesamten erkundeten und gewonnenen Kraftstoffe der Erde im Laufe von wenigen Stunden verbrannt würden, stiege die CO2-Konzentration lediglich auf 800 ppm. Aber unsere Erde erlebte in ihrer Geschichte 6000 ppm, nämlich im Karbon, und das Leben, wie wir sehen, geht weiter."

Gibt es bei diesen Werten genügend Gründe aktiv zu werden? Ja, es gibt welche! Und das sind (aus Angst von uns) erpreßte Steuern und Abgaben! Das haben die Bürokratien der Welt, die politische Klasse und mit einiger Verzögerung, auch die Wirtschaft erkannt.

Mein Fazit: Die Wirkung des menschengemachten Anteiles am CO2 auf die Globaltemperatur ist deutlich geringer als uns glauben gemacht wird und wird i.A. von den anderen Faktoren weitgehendst überdeckt.

Zu Frage 3: Ist dieser Klimawandel insgesamt schädlich oder eher nützlich?

Die Fragestellung nach der Wirkung des CO2 wäre unvollständig behandelt, wenn man nicht auch die anderen Wirkungen, die ein CO2-Anstieg mit sich bringt, betrachtet. Wikipedia schreibt über CO2 u.a.

Pflanzen benötigen das in der Luft enthaltene Kohlenstoffdioxid zur Photosynthese. Für fast alle Pflanzen ist dies die einzige Kohlenstoffquelle.

Wie oben schon mal erwähnt, liegt der wirkliche Treibhauseffekt des CO2 in einem beschleunigten Pflanzenwachstum. Kein Zweifel, die Welternährung wurde drastisch und ohne Zutun des Menschen gesteigert. Das Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change stellt dazu vor kurzem fest:

Was haben diese zusätzlichen 100 ppm uns in Form erhöhter landwirtschaftlicher Produktivität gebracht? Aus Studien von Mayeux et. al. (1997) und von Idso und Idso (2000) läßt sich ableiten, dass der Luftdüngungseffekt zu folgenden mittleren Ertragssteigerungen geführt hat:

  • 70% für C3-Getreide, (betrifft 95 % aller Pflanzen)
  • 28% für C4-Getreide,
  • 33% für Obst und Melonen,
  • 62% für Hülsenfrüchte,
  • 67% für Wurzel- und Knollengewächse und
  • 51% für Gemüse.

Der Artikel fährt dann fort:

Dieser historische CO2-induzierte Erntezuwachs … war völlig ungeplant vom Menschen.

Na, ist das nichts? Und noch mehr aus der gleichen Arbeit von. A. von Alvensleben:

Die positiven Wirkungen der CO2-Vermehrung sind damit noch gar nicht alle aufgezählt: Mehr CO2 bedeutet meßbar geringeren Wasserbedarf der Pflanzen, also Erweiterung von Anbaumöglichkeiten in trockenere Gebiete hinein, und verlängerte Photosynthesezeiten in der Morgen- und Abenddämmerung (um Minuten) und im Frühjahr und Herbst (um Tage). Und zu den neuesten, noch nicht ganz gesicherten Ergebnissen gehört, daß vermehrtes CO2 auch als Heilmittel gegen das Waldsterben wirkt – den kranken Bäumen scheint die CO2-Kur gut zu bekommen.

Und das alles wollen wir behindern, vermeiden, vernichten. Ja, es darf sich jeder selbst seinen Reim drauf machen. Das schaffen vielleicht sogar begeisterte Klimaschützer; die Hoffnung stirbt zuletzt.

Fassen wir nochmal zusammen:

1. Die Konzentration von CO2 steigt und fällt in der Atmosphäre im Wesentlichen aus natürlichen Ursachen.

2. Die Konzentration von CO2 lag in den vergangenen 10.000 Jahren schon mal bei 365 ppm.

3. Die Konzentrationszu- oder abnahme von CO2 folgt dem Temperaturverlauf mit einer Verzögerung zwischen 500 bis 1500 Jahren.

4. Der CO2-Anstieg mit einem nur unpräzise zu erfassenden Anstieg durch anthropogenes CO2 führt maximal – weil uns der Brennstoff bis dahin ausgegangen ist – zu einem Temperaturanstieg von ca. 0,2 bis 0,3 ° C bis zum Jahre 2100.

5. Der Anstieg der CO2-Konzentration bewirkt gleichzeitig eine weitere und dramatische Verbesserung der Welternährungslage.

Die letzte Frage, die eingangs gestellt wurde, kann sich nun jeder – der unvoreingenommen an dieses Thema rangeht – selbst beantworten.

Wegen des entfachten CO2-Klimawandel-Hypes hat die Umweltbürokratie sich europaweit durchgesetzt, jetzt wird die Welt in Angriff genommen. Siehe jüngstes Beispiel: Nairobi mit 6000 Delegierten aus 188 Ländern. Besser lassen sich die Bürger garnicht schröpfen und gängeln. Das begreifen alle. Die Wegbereiter, ihre Motive und Aktivitäten dieser gigantischen Bewußtseinsverschmutzung sind überwiegend bekannt. Es würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen dieses hier ausführlich zu erörtern. Vielleicht demnächst mal in einem weiteren Teil.

(Gastbeitrag von Argus)




„Al Qaida verlangt, die Opfer mit Messern zu massakrieren“

Ali Hamad war Al Qaida-Aktivist in Bosnien. In Bahrein wurde er als 17-Jähriger von Mitgliedern der Terrororganisation angeworben und 13 Monate in Afghanistan ausgebildet. Danach war er überzeugt, sich gegen Juden und Christen im Heiligen Krieg zu befinden und hätte sofort mit einem Selbstmordanschlag sein Leben beendet. Er sitzt zur Zeit in Bosnien im Gefängnis und erklärt, wie Jihadisten sich unter den Augen der Weltöffentlichkeit auf dem Balkan einen Stützpunkt einrichten konnten – als Sprungbrett nach Europa.

Hamad: Al-Qaida war in Bosnien nicht an den dortigen Muslimen interessiert, sondern an der Eroberung einer Basis, von der aus sie weiter operieren konnte – so wie die USA weltweit ihre Stützpunkte haben. Einige Führer der westlichen Welt haben das durchaus registriert, aber nichts unternommen.

SPIEGEL ONLINE: Wie kommen Sie darauf?
Hamad: Die bosnische Armee und unsere Einheiten etwa wurden während des Krieges trotz des Embargos mit umfangreichen Waffenlieferungen aus Iran versorgt.

SPIEGEL ONLINE: Vor dem Haager Kriegstribunal sollen Sie als Zeuge im Prozess gegen den ehemaligen Generalstabschef der bosnischen Armee aussagen. Die Staatsanwaltschaft interessiert, ob die für ihre Grausamkeit bekannten Mudschahidin dem Kommando der Bosnier unterstanden.
Hamad: 1992 hatte es einen Massenzustrom von Mudschahidin Richtung Balkan gegeben. Unsere Route führte via Frankfurt nach Zagreb, Split und von dort aus über Mostar nach Bosnien. Sowohl Kroaten als auch Bosnier ließen uns frei passieren. Wer von uns später einen bosnischen Pass wollte, erhielt ihn auch – obwohl wir dafür meist falsche Namen benutzten. Bei der damaligen politischen wie militärischen Führung in Sarajewo genossen wir höchste Privilegien und gegenüber der Polizei Immunität.

SPIEGEL ONLINE: Es gab keine Proteste gegen ihre Kampfmethoden?
Hamad: Natürlich war unser Vorgehen grausam. Al-Qaida verlangte, den Feind zu foltern, ihn mit Motorsägen zu zerstückeln und die Opfer mit Messern zu massakrieren. Obwohl wir offiziell dem Kommando der bosnischen Armee unterstanden, wurden unsere Bedingungen akzeptiert: Kein bosnischer General durfte uns bei irgendwelchen Angriffen Befehle erteilen.

SPIEGEL ONLINE: Entgegen dem Dayton-Friedensabkommen blieben die ausländischen Krieger später im Land – als Schläfer für künftige Terroranschläge auf dem europäischen Kontinent?
Hamad: Bosniens Führung setzte sich dafür ein, dass wir nach dem Krieg bosnische Pässe erhielten, und man riet uns, bosnische Frauen zu heiraten – damit wir als Zivilisten im Lande bleiben konnten. Viele Qaida-Mitglieder traten in humanitäre Organisationen ein und kamen so an eine Aufenthaltsberechtigung. Was die künftige Terrorgefahr betrifft: Hätte der Terrorismus in Bosnien nicht während des Krieges auf dem Balkan Fuß gefasst, könnte er heute nicht so offen Europa drohen. …

Rückwirkend betrachtet muss man wohl sagen, dass die Weltgemeinschaft auf dem Balkan alles falsch gemacht hat. Johannes und Germania von Dohnanyi dokumentieren in ihrem Buch „Schmutzige Geschäfte und Heiliger Krieg – Al Qaida in Europa“ die Entwicklung islamistischer Terrorstützpunkte auf dem Balkan und das Wegsehen des Westens.

» PI : Al Kaidas Stützpunkt mitten in Europa
» Video: The Hidden Army Of Radical Islam
» Serbianna: Al-Qaeda in Bosnia: Bosnian Muslim War Crimes Trial

(Spürnase: Voltaire)




Priorität: Gerechtigkeit vor Freiheit

freiheit_statt_sozialismus.jpgWie sich die Zeiten ändern. Wovor einst die CSU gewarnt hat, wird immer mehr Realität. „Wären sie vor die direkte Wahl gestellt, würde sich eine große Mehrheit der Deutschen für mehr soziale Gerechtigkeit statt für mehr Freiheit entscheiden.“ So lautet das Ergebnis einer Umfrage, veröffentlicht in der Zeit„. Doch längst verbirgt sich hinter dem schönen Wort Gerechtigkeit die Ideologie sozialistischer Gleichmacherei und staatlicher Allgegenwart.

Berlin – Zu diesem Ergebnis kam eine vorab veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Zeitung „Welt am Sonntag“. 34 Prozent der Befragten gaben an, sie würden lieber in Freiheit leben, wo sich jeder ungehindert entfalten kann. Dagegen würden 58 Prozent lieber in einer Gesellschaft leben, in der möglichst große Gerechtigkeit in dem Sinne herrscht, dass die sozialen Unterschiede nicht so groß sind.

Dass Fleiß, Kompetenz, Risiko- und Leistungsbereitschaft wesentliche Gründe für unterschiedliche Lebensstandards sind, wird mittlerweile fast komplett ausgeblendet. Bestes Beispiel hierfür ist die Debatte um Bildungschancen. Kinder aus Unterschichten seien benachteiligt, heißt es. Als ob Schulen und Universitäten nicht für alle in gleicher Weise zugänglich sind, sieht man die Verantwortung für unterschiedliche Leistungsstandards bei „der Gesellschaft“. Nicht aber in der Erziehungsverantwortung der Eltern, die diese unzureichend wahrnehmen. Denn Fakt ist: Im Regelfall haben bildungsferne Eltern bildungsschwache Kinder. Doch solche Personen wird es immer geben, weil die Menschen nunmal nicht alle gleich sind. Einzig durch verstaatlichte Erziehung ? la SED ließe sich „Chancengleichheit“ herstellen.

Einflußmöglichkeiten und Verantwortung des Einzelnen treten als Erklärungsmodell für Bildungs- und Einkommensunterschiede weit zurück hinter den erst in den letzten Jahren von Schröder/Fischer entdeckten „Gerechtigkeitsdefiziten“ unserer Gesellschaft. Man bestätigt damit eine destruktive Anspruchshaltung und stellt unser Land absichtlich schlechter dar als es ist. Als gäbe es kein Gratis-Schul- und Universitätssystem. Als gäbe es nicht unzählige Bildungs- und Berufsbildungsmöglichkeiten für jeden, der nur will. Mit der Behauptung, es gäbe ein Gerechtigkeitsdefizit, bedient man linkes Stammtischdenken, und liefert Personen mit schwacher Eigeninitiative oder die vielleicht auch einfach nur ein bißchen relaxed eingestellt sind, einen willkommenen Vorwand, die Schuld an ihrer Misere bei der Gesellschaft zu suchen. Zugleich erschaffen sich die Linksparteien durch die Erfindung eines Gerechtigkeitsproblems sich selbst die Rolle als Problemlöser. Welche sie ausschlachten, indem sie so lange den Teufel einer vermeintlich ungerechten Gesellschaft an die Wand malen, bis es wie bei einem Werbejingle in genug Köpfen hängen geblieben ist.

Besonders deutlich fällt die Präferenz für soziale Gerechtigkeit den Angaben zufolge mit 70 Prozent bei den Ostdeutschen aus. Nur 24 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern würden die Freiheit bevorzugen. Dagegen ist diese Zahl in den unterschiedlichen Altersgruppen aller Befragten ähnlich hoch. 56 Prozent der 18 bis 29-Jährigen und 60 Prozent der über 60-Jährigen votierten für mehr soziale Gerechtigkeit. Am höchsten lag der Wert in der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen (63 Prozent). Bei Befragten mit Hauptschulabschluss ist der Abstand zwischen Gerechtigkeit und Freiheit mit 68 zu 27 Prozent deutlich höher als bei Umfrageteilnehmern mit Abitur, wo der Unterschied bei 52 zu 37 lag.

Dass die Anhängerschaft der linken und linksradikalen Parteien besonders große Gerechtigkeitsdefizite ausmacht und zugleich den Wert der Freiheit am geringsten bewertet, entspricht deren pro-sozialistischer Grundhaltung.

Nach Parteien gestaffelt findet sich die höchste Zustimmung für mehr soziale Gerechtigkeit bei Anhängern der Linkspartei.PDS mit 87 Prozent, gefolgt von SPD (67) und Grünen (63). Bei Unterstützern der Unionsparteien ist die Wahl mit 44 Prozent für Freiheit und 49 für soziale Gerechtigkeit fast ausgeglichen. FDP-Anhänger ziehen mit 72 zu 25 Prozent klar die Freiheit vor.

Wie absurd diese Behauptung angeblicher Ungerechtigkeit ist, zeigt sich, wenn man das postulierte Gerechtigkeitsideal zu Ende denkt. Angenommen, alle Schüler machten ein 1,0 Abitur aufgrund optimaler Förderung (wer nur 1,1 schafft wurde offensichtlich in irgend einer Form benachteiligt), wer wäre dann noch bereit einen Acker zu bestellen oder den Müll zu lehren? Oder entstünde hier nicht erneut ein Gerechtigkeitsproblem, weil es nicht für jeden den Traumjob geben kann, und einige Einser-Schüler ungerechter Weise doch den Müll leeren müssen, während andere aufgrund irgendwelcher Zufälligkeiten ihren Traumjob genießen?

Und wenn es sogar so gerecht zuginge, dass alle ihren Traumjob hätten, und niemand mehr den Müll lehren muss, wäre es dann gerecht, erneut Migranten für diese Tätigkeiten ins Land zu holen, weil sich aufgrund der totalen Gerechtigkeit in Deutschland alle zu fein geworden sind für diese „niedrigen Tätigkeiten“?

Diese Gerechtigkeitsdebatte ist reine Demagogie. Und sie ist gefährlich, weil sie keine tatsächlich vorhandenen Mißstände aufzeigt, sondern unsere Gesellschaft viel schlechter hinstellt, als sie ist. Darunter leidet aber die Identifikation mit unserem System der Marktwirtschaft, das uns allen, auch den vermeintlich Benachteiligten, einen nie zuvor in der Menschheitsgeschichte gekannten Wohlstand ermöglicht hat. Wer alternativ zur Marktwirtschaft nur aufgrund vermeintlicher Ungerechtigkeit in sozialistischen Ansätzen Lösungen propagiert, spielt mit dem Feuer. Bzw. der will den Systemwandel. Was der Sozialismus in seinen braunen wie roten Varianten angerichtet hat, sollte eigentlich Warnung genug sein. Offensichtlich ist es dies nicht. Und sonst erinnert diese Entwicklung an die Weimaer Republik, als ebenfalls mit aggressiven Heilsversprechen der Sozialisten die Massen mobilisiert und manipuliert wurden. Heute allerdings betätigen sich sogar etablierte Parteien wie die SPD an solcher Demagogie – obwohl man am historischen Beispiel sieht, wohin das führt.




Armer Murat!

Murat ist 23 Jahre alt und einer von den „Jugendlichen“, die kürzlich in Kreuzberg durch einen Angriff auf die Polizei die Festnahme zweier Zwölfjähriger verhindern wollten. Murat ist ein kleines bißchen vorbestraft wegen schweren Raubüberfalls, aber er ist ein „ehrlicher Mann“ und hat sich geändert. Und deshalb erfahren wir im Tagesspiegel seine Geschichte.

Murat war ein kluges Kind. Er schloss die Grundschule mit Gymnasialempfehlung ab und wechselte aufs Leibniz-Gymnasium. Doch dann begann das, was Murat seine „wilde Zeit“ nennt: Zigaretten, die erste Freundin und Abenteuerlust: „Ich habe mich oft in irgendeinen Bus gesetzt und Berlin erobert“, sagt er. Doch während er durch die Straßen von Grunewald oder Pankow streunte, sammelte er in der Schule Fehlzeiten – nach einem halben Jahr war die Gymnasialzeit vorbei.

Es folgten Stationen auf drei Schulen und der erweiterte Hauptschulabschluss. Schlechte Voraussetzungen beim Kampf um einen Ausbildungsplatz. „Die meisten sehen auf die Fehlzeiten und stellen mich deshalb nicht ein“, sagt er. Das Kreuzberger Job-Center fing ihn auf: Zwei Ausbildungs- und drei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen hat er durchlaufen. Beschäftigung für ein halbes, manchmal für ein ganzes Jahr. Ein Mal wäre daraus fast eine feste Stelle geworden: beim Kinderzirkus „Cabuwazi“. Für handwerkliche Arbeiten wurde er da gebraucht, Sägen und Schrauben lernte er. Und er hatte seinen großen Auftritt: als Clown in der Manege. „Als ich die Kinder lachen sah, war so viel Freude in mir“, sagt er. Doch auch dort scheiterte er: wieder an Fehlzeiten, die er sich auch hier erlaubte. Und die Bundeswehr nahm ihn auch nicht, wegen seiner Vorstrafe.

Wir sind sehr betroffen, dass der arme Murat wegen seiner liebenswerten Schwächen des Schwänzens und Unpünktlichseins offensichtlich keine Chancen in unserer Gesellschaft bekommt. Das geht nicht, er muss weitere Gelegenheiten bekommen, sein Leben in geordnete Bahnen zu bringen. Schließlich hat er sich geändert, was man an seinem Einsatz voller Nächstenliebe für die Kinder aus seinem Kiez gegen die willkürliche Polizeigewalt des deutschen Staates erkennen kann. Wir fragen uns weiter, ob man mit „Jugendlichen“, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, auch derart viel Aufhebens veranstaltet. Aber im Grunde ist das auch nicht wichtig. Für Leute wie Murat brauchen wir mehr Mittel. Die verdienen Einsatz!

(Spürnase: AllerersteAdresse)




Morgen kommt kein Weihnachtsmann …

Was Wien kann, können wir schon lange, scheint die Leitung einer Schule im traditionell katholischen Spanien sich gedacht zu haben. Um Kindern nicht-christlichen Glaubens (welche Religion mag gemeint sein?) nicht zu nahe zu treten, entschied man kurzerhand, die Weihnachtsfeierlichkeiten zu streichen.

Wie ABC Newspapers am Mittwoch berichtete, entschieden die Lehrer der Hilarion Gimeno Schule in Zaragoza in vorbildlicher vorauseilender Unterwerfung, während der Vorweihnachtszeit keine Krippenspiele und keine Vergabe von Weihnachtsgeschenken mehr zuzulassen, um Kinder moslemischen Glaubens nicht mit traditionellen Bräuchen zu belästigen. Die Schüler dürfen aber singen und die Eingangshalle dekorieren. Wir finden das übertrieben großzügig, hoffentlich stört das die Moslems nicht!

„Wir sind Erzieher“, erklären die Lehrer, “ und wir müssen mit der Zusammensetzung der Schülerschaft voranschreiten.“

Ja, so kann man die freiwillig Selbstaufgabe abendländischer Traditionen auch bezeichnen, als „Mit der Zeit-Gehen“.

Normalerweise dauern die Weihnachtsfeierlichkeiten in Spanien den ganzen Dezember bis zum 6. Januar. Dort wird dann mit einem riesigen Fest „Los Reyes“ die Ankunft der Heiligen drei Könige in Bethlehem gefeiert – oder wurde, muss man inzwischen wohl sagen.

Immerhin darf in Wien der Nikolaus nun doch kommen, wie unser Leser André M. uns mitteilte:

Als das Verbot bekannt wurde, zur unendlichen Schande der katholischen Kirche muss ich sagen, auch in katholischen Kindergärten, gab es einen so massiven Protest der Bevölkerung, dass nach zwei Tagen diese Weisung wieder zurückgenommen werden musste. Offiziell wurde die Entscheidung damit begründet, dass die Kinder sich vor der schönen, positiven Gestalt fürchten würden, inoffiziell wurde allerdings bekannt, dass moslemische Eltern dagegen protestiert hatten.

Traurig, wie wir unsere schönen christlich-abendländischen Traditionen freiwillig aufgeben, tröstlich, dass die Einheimischen beginnen, dem Widerstand entgegenzusetzen.

(Spürnase: René L.)




Im Selbstversuch mit Kopftuch durch Berlin: Wie eine Tarnkappe

kopftuch_gewand.jpgDas Bedürfnis der Deutschen, sich schlecht und schuldig zu fühlen, ist noch stärker ausgeprägt als das anderer westlicher Völker. Deshalb schlüpfte die Welt-Journalistin Nicole Dolif einen Tag in einen langen moslemischen Mantel und stülpte sich ein Kopftuch über, um zu sehen, wie böse ihre Landsleute eine gläubige moslemische Frau behandeln.

Um die Sache kurz zusammenzufassen: Dolif lebt in Berlin und hat eine moslemische Freundin, die sich vor zehn Jahren entschied, unter einem Kopftuch zu verschwinden. Freiwillig natürlich und aus religiösen Gründen. Seitdem fühlt Fatma sich als Mensch zweiter Klasse, ausgegrenzt und ignoriert von den Ungläubigen, die sie plötzlich einfach nicht mehr wahrnehmen wollen. Dieses Gefühl wollte Dolif gerne einmal nachempfinden, sich richtig schlecht fühlen und ihre Landsleute dafür verantwortlich machen, dass die ihre freiwillige Selbstausgrenzung respektieren.

Und es klappt. Die Deutschen meiden den Blickkontakt, vermeiden möglichst, mit Dolif zu sprechen, sie beklagt, es wäre, als wenn man durch das Kopftuch unter einer Tarnkappe verschwinden würde. Was soll das? Der Sinn des moslemischen Kopftuches ist einerseits, sich der Männerwelt zu unterwerfen, wodurch man sich – freiwillig oder gezwungen – selbst zum Menschen zweiter Klasse degradiert. Der zweite Grund ist die deutlich sichtbare Abgrenzung von der Welt der Ungläubigen, um sich selbst damit reiner und besser zu fühlen. Als Herrenmensch sozusagen. Es ist nichts anderes als purer Rassismus, erhaben über den ungläubigen Rest, der die einzig wahre und richtige Art zu leben, nämlich gemäß den Geboten Allahs, mißachtet. Der gesenkte Blick der Kopftuchfrau ist zugleich ein Blick hinab auf andere. Auf Menschen, die sich gemäß islamischen Maßstäben selbst degradieren. Und wenn wir Deutschen nun akzeptieren, dass sie nichts mit uns zu tun haben wollen, dann wird uns das sofort vorgeworfen.

Doch richtig ins Gesicht, in die Augen, schaut mir niemand.

Will die Kopftuchfrau denn, dass ihr jemand in die Augen schaut? Ist ihr der Blickkontakt speziell mit fremden Männern nicht sogar verboten?

Am Flughafen in Tegel und am Hauptbahnhof komme ich mir vor wie unsichtbar. Menschen mit Koffern hasten an mir vorbei. Kein Anrempeln, kein Blick in die Augen. Es ist fast, als sei ich gar nicht da. Das Kopftuch wirkt wie eine Tarnkappe – man verschwindet einfach. „Frauen mit Kopftuch werden oft nicht direkt angesehen. Es ist den Leuten irgendwie unangenehm.“

Vielleicht ist es einigen unangenehm, einem Menschen zu begegnen, der sich so sichtbar von der Welt abgrenzen will, in der er lebt. Vielleicht respektieren und tolerieren die Deutschen aber auch einfach nur das Fremde, wie man es ihnen seit Jahrzehnten einpaukt. Ist plötzlich negativ, was man als positiv gelernt hat?

Am Kudamm betrete ich die Kosmetikabteilung eines großen Kaufhauses. Ich probiere Lidschatten und Puder, schaue mir verschiedene Lippenstifte an. Nur wenig entfernt stehen zwei Verkäuferinnen. Sie unterhalten sich angeregt, schauen mich kurz an – und reden dann weiter. Niemand kommt zu mir, fragt mich, ob ich Hilfe brauche. Oder wofür ich mich interessiere. Sicher eine Viertelstunde lang. Die Blicke der Verkäuferinnen sind unsicher. So als wüssten sie nicht genau, was sie mir, einer Frau mit Kopftuch, überhaupt zeigen könnten. Ich bin in eine Welt eingedrungen, in die ich nicht hinein gehöre.

Man könnte auch sagen, sie ist in eine Welt eingedrungen, aus der sie sich freiwillig ausgegrenzt hat und mit der sie nichts zu tun haben will. Mit dem Ansprechen ist das so eine Sache. Hält man einer Kopftuchfrau eine Tür auf, kommt nie ein „Danke“, betreten Kopftuchfrauen einen Raum voller Ungläubiger, beispielsweise das Wartezimmer eines Arztes, grüßen sie nie, beantworten auch kein Grüßen anderer. Also, warum sie ansprechen?

Langsam habe ich genug davon, weit und breit die einzige muslimisch aussehende Frau zu sein. Ich sehne mich zurück nach Kreuzberg. Möchte für eine Weile abtauchen zwischen den vielen Kopftuchträgerinnen auf dem Kottbusser Damm in Kreuzberg.

Soll heißen, wir zwingen die Kopftuchträgerin ins Ghetto, weil wir ihre Abgrenzung respektieren und sie ignorieren. Und da blüht sie dann richtig auf! Die türkischen Jugendlichen, die ihr sonst immer nachpfeifen und sie anmachen, sind plötzlich höflich und zurückhaltend. Ein tolles Gefühl, wenn man plötzlich sogar von moslemischen Jungmännern respektiert wird. Und so einfach, das zu erreichen. Man muss nur ein Kopftuch tragen. Dann lassen sie einen in Ruhe. In Ländern West- und Nordeuropas werden bevorzugt westliche Frauen von Moslems vergewaltigt. Aber die wollten das ja auch nicht anders, sonst hätten sie schließlich ein Kopftuch getragen (Vergewaltigungsepedemie in westlichen Ländern) Am Ende ist unsere freiwillige Koptuchtesterin froh, das Ding wieder los zu sein. Sie begreift nicht, wie ein „kleines Stück Stoff eine solche Wirkung haben kann“. Mit anderen Worten, sie hat nicht das geringste Hintergrundwissen, wofür das islamische Kopftuch eigentlich steht. Die meisten anderen Menschen haben es hingegen verstanden: Hier begegnet mir gerade eine Welt, die mit unserer nichts zu tun haben will. Wir richten uns danach.

Frau Dolif hingegen hat geschafft, was sie erreichen wollte, sich mies zu fühlen und ihren Landsleuten das Gefühl zu geben, schlechte Menschen zu sein. Bei uns, Nicole Dolif, hat das nicht geklappt und Ihnen empfehlen wir, sich über den Islam und die Signale seiner Verkleidungen ein bißchen besser zu informieren. Vielleicht auf Politically Incorrect!




Interkultureller „Dialog“ im Alltag

Christen gehen auf Moslems zu, nehmen an moslemischen Feiertagen teil, haben für jede unmenschliche Gewohnheit und jeden Brauch der Moslems multikulturelles Verständnis, der Papst besucht die Blaue Moschee und allerorten verlangt man Respekt und Toleranz. Die Moslems verlangen das von uns, und wir verlangen das von uns auch. Natürlich fordert man niemals gleiches Verständnis auch für uns. Wäre auch sinnlos. Ein schönes Beispiel dafür, was für eine Einbahnstraße die Sache inzwischen geworden ist, verdeutlicht dieser Beitrag im Forum des Muslimmarktes:

Sehr verehrtes MM-Team,

sie können sich nicht vorstellen wie maßlos enttäuscht, traurig und auch wütend ich bin. Wie ich bereits an anderer Stelle ausführte, heiratet Ende Januar meine Tochter einen palästinensischen Jordanier hier in Deutschland. Für den schönsten Tag im Leben, war eigentlich schon allesbesprochen. Die hiesige moslemische Gemeinde in Düsseldorf hat sich bereit erklärt, dem Brautpaar, in der dortigen Moschee eine kleine Feierlichkeit auszurichten. Genauso wie unser Pfarrer, eine kleine Zeremonie in der hiesigen Kirche abhalten kann. Es sind keine Hochzeiten im kirchlichen Sinn.

Anlass der ganzen Aktion war nur einer: Den Segen Allahs und Gottes für das Brautpaar, deren Eltern und Familien zu erbitten. Sich darüber klar zu werden wie wichtig so eine Hochzeit ist und sich zu ehren und zu lieben, sich beizustehen in guten und in schlechten Zeiten… nicht mehr und nicht weniger. Jede Familie behält das Gesicht und die liebe Seele hat ihre Ruhe.

Vor zwei Tagen rief mich meine Tochter an und erklärte mir, dass ihr Verlobter NICHT in die Kirche gehen wird, das verbietet ihm sein Glaube. Er darf nicht vor einem Pfarrer den Segen Gottes erbeten. Dass meine Tochter geweint hat, da sie ja nun wohl nicht mehr, ihren „Traum“ von der Hochzeit in weiß bekommt, brauche ich wohl nicht zu betonen.

Da machen sich Theologen Gedanken darüber, um diese Glaubensunterschiede wenigstens im Kleinen zu überwinden, auf Familienebene .. und dann das.

Aber vielleicht hat ja auch das verehrte Forumsmitglied Fritzfernando Recht, wenn er sagen wird:

Wie kann man von einem Palästinenser erwarten, in einem so dekadenten westlichen, imperialistischen Staats und Kirchensystem, seinen Fuß in eine christliche Kirche zu setzen. Auch dieser Pfarrer hat zionistisches Gedankengut, dass er über seine Heilserwartung propagiert.

Aber mal Spaß beiseite, was soll bei den beiden in der Ehe passieren, wenn wegen so einem eigentlich unwichtigen Grund, der Familiensegen schief hängt.

Ich frage mich warum wir uns überhaupt so intensiv um das „Verständnis“ zum Islam gekümmert haben. Das wir sogar schon um Rechtsschulen, Sunniten, Schiiten, Fatwas, Hadits, Steinzeitislam, wahrer Islam, Euroislam und was weiß ich noch wissen. Glauben aber wird im Herzen gelebt und da habe ich so meine Zweifel bei meinem Schwiegersohn, der doch sonst so intelligent und freundlich ist.

Welche Gefühle, das Wort Islam bei mir und meiner Frau mittlerweile auslöst, können Sie sich vielleicht denken,…. Frust … Unverständnis … Hilflosigkeit und Wut.

Mit freundlichen Grüßen

Erkrath

PS: Sehr verehrtes MM-Team, bitte antworten Sie nicht mit der neuen Überschrift
„Moslem wurde in Kirche gezwungen“

Weitere Beweise für die Verfolgung unserer Glaubensbrüder …

Für uns ist das alles nicht eine MUSSFRAGE, wir werden keinen dazu zwingen, es ist für uns nur eine Verachtung, des Gottes an den wir und Sie glauben.

Die Antwort des Muslimmarkt-Teams ist sehr aufschlussreich. Davon abgesehen, muss man ihm sogar zustimmen, wenn es von dieser Ehe abrät, wenn auch aus völlig anderen Gründen:

Unabhängig davon sind wir auch sehr intensiv bei der Heirats- und Eheberatung aktiv und empfehlen in der heutigen Situation immer wieder von derartigen Ehen Abstand zu nehmen, da sie nicht auf einem Fundament aufbauen, das mittelfristig tragfähig ist.

… denn wir Muslime empfehlen unseren Glaubensbrüdern und -schwestern unter sich zu bleiben und sich von Unreinem (Ungläubigen) fern zu halten. Das ist unsere Auffassung von Dialog und gegenseitigem Respekt. Dies auch:

Und was ist, wenn er sich dann eines Tages eine Frau mit Kopftuch wünscht, oder gar eine Muslima zur Frau?

Oder dies hier:

Und Ihre Tochter? Ist Sie sich darüber im Klaren, dass sie einen Muslim heiratet? Ist sie sich darüber im Klaren, dass ihre Kinder Muslime werden und der Vater darauf bestehen wird, dass die Kinder muslimisch erzogen werden? Da spielt es keine Rolle, ob er „liberal“ oder „fundamentalistisch“ eingestellt ist: Jeder muslimische Vater möchte seine Kinder muslimisch erziehen, wenn er noch ein Minimum an Gefühl für den Islam hat, und das scheint ja hier der Fall zu sein.

Besonders verachtenswert ist, dass das Paar sich offenbar eigenständig kennengelernt hat. Geradezu ekelhaft ist das:

Solche Ehen entstammen einer blinden Verliebtheit! Der Kontakt entsteht meist durch eine Beziehung, die kaum etwas mit Gott zu tun hat (das muss in Ihrem Fall nicht der Fall sein, wir schreiben hier nur allgemein als Hilfe auch für andere). Man lernt sich in einer Atmosphäre kennen, die nicht „islamisch“ ist. Aber vor der Ehe will man dann Gott irgendwie doch nicht ganz außen vor lassen und wird dann plötzlich „päpstlicher als der Papst“.

Sauber islamisch wäre: Die Eltern suchen den Partner aus, den man nie zuvor gesehen hat, und die Eheleute beherzigen folgendes islamische Sprichwort:

„Heirate nicht denjenigen, den du liebst sondern liebe denjenigen, den du heiratest.“

Denn

Die Maßstäbe aber für die Auswahl des Partners sind Gottesehrfurcht, Gottesehrfurcht und noch einmal Gottsehrfurcht.

Einen Partner selbst zu wählen, noch dazu einen Ungläubigen (!), kann nur ein Werk des Teufels sein!

Das war interkulturelles „Verständnis“ aus islamischer Sicht in Theorie und Praxis.

(Spürnase: Voltaire)




Die gutmenschliche Interpretation der Wiener „Prügelstatistik“

Vor ein paar Tagen veröffentlichten wir einen Beitrag zum Tätigkeitsbereicht 2005 der „Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie und einen Beitrag über innerfamiliäre Gewalt in islamischen Familie. Es stellte sich heraus, dass der Anteil prügelnder Männer und verprügelter Frauen und Kindern unter Zuwanderern drastisch höher liegt als unter Einheimischen. Dies hat allerdings nichts mit dem religiösen Hintergrund der Betroffenen zu tun (wir ahnten es). Die Ursachen liegen – natürlich – ganz woanders, wie Tamar Citak, Zuständige für MigrantInnen-Fragen in der Beratungseinrichtung, uns erklärt.

Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sei der Anteil von Betroffenen aus MigrantInnen-Familien natürlich besonders groß, meinte Citak. Grund dafür sei allerdings nicht ein höheres Ausmaß an Gewalt, sondern der Mangel an Möglichkeiten, bei FreundInnen oder Verwandten Hilfe zu bekommen. Vielen bleibt als einziger Ausweg die Flucht zur Polizei. In sehr traditionellen Familien werden Gewaltopfer unter Druck gesetzt, bei ihrem Partner zu bleiben. Dieses Problem gebe es allerdings auch bei österreichischen Frauen in sehr christlichen, ländlichen Gebieten. Den Weg zur Exekutive wählen viele erst dann, wenn die Situation wirklich brutal wird.

Das hat schon was, wie hier Tatsachen so lange gutmenschlich zurechtgebogen werden, bis es passt. Und so einleuchtend ist das Ganze! Es gibt gar nicht mehr Opfer unter Zuwanderern, sondern die nehmen einfach nur schneller staatliche Hilfe in Anspruch. Das ist auch verständlich, da sie sich in einem fremden Land, dessen Sprache sie oftmals noch nicht einmal sprechen und verstehen, einfach besser zurechtfinden. Im Gegensatz zu den einheimischen Österreicherinnen. Die haben genug Freunde und Verwandte, die ihnen beistehen. Außer sie sind sehr christlich, dann haben sie keine Freunde und gehen zur Polizei. Daran sieht man dann auch gleich, dass Christen in Bezug auf innerfamiliäre Gewalt auch nicht besser sind als Moslems.

Der Islam ist freigesprochen, den Gutmenschen freut’s. Er hat sich in die Tasche gelogen und ist mit sich zufrieden. Wir hingegen fassen uns an die Stirn.

(Spürnase: Daniel E.)




Anwendung des § 166 StGB in Deutschland

Joachim Kardinal Meisner.

Ein Schüler aus Siegburg sammelte – animiert durch die Hysterie um die Mohammedkarikaturen – beleidigende Islam-Cartoons im Internet, bearbeitete auch hier und da und verschickte diese als Mail an 87 Personen und Einrichtungen mit Islam-Bezug, darunter das Türkische Generalkonsulat in Karlsruhe. Dafür wurde er jetzt vom zuständigen Amtsgericht wegen Volksverhetzung und auch gleich noch nach § 166 StGB wegen „“Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Es

handelte es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um Bilder, die in beleidigender, verhöhnender und teilweise Ekel erregender Weise verfremdet waren. Verunstaltet worden seien etwa Bilder der türkischen Flagge, eines mit Ornamenten versehenen Buches, das den Koran darstellen sollte und Fotos von schleiertragenden Personen.

Okay, die Cartoons waren wahrscheinlich nicht gerade besonders geschmackvoll. Wenn aber – wie geschehen – beim Karneval der katholische Kardinal Meissner eine Frau auf dem Scheiterhaufen anzündet, die bekennt, abgetrieben zu haben (s. Foto), ist das auch nicht geschmackvoll. Verurteilt wurde dafür allerdings niemand, denn der § 166 greift eben nur dann, wenn die „Beschimpfung“ oder „Beleidigung geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.“ Und hier punkten natürlich die Moslems, denn Christen lassen sich beleidigen, ohne deshalb den öffentlichen Frieden zu stören. Die Begründung der Staatsanwaltschaft und des Richters fällt entsprechend aus und zeugt von lupenreiner Unterwerfung:

Staatsanwalt Oliver Walter hatte in seinem Plädoyer gesagt, die Tat sei „geeignet gewesen, den Rechtsfrieden in Deutschland nicht unerheblich zu beeinträchtigen“. Der Angeklagte habe gesehen, welche „gewalttätigen Folgen“ die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen ausgelöst hätten. Er habe sich in einem Bereich bewegt, „der ein sehr starkes Gefahrenpotenzial beinhaltet“.

Der Vorsitzende Richter Frank Holdefer sagte, nach den Ausschreitungen wegen der Mohammed-Karikaturen sei „klar gewesen, wie gefährlich das für den öffentlichen Frieden sein kann“.

Man sieht also, der § 166 StGB in seiner jetzigen Form schützt nur die Moslems vor Beleidigungen ihrer Religion, nicht aber zivilisierte Menschen, die gewaltfrei zu protestieren pflegen. Der § 166 ist mitnichten ein Schutz vor Gotteslästerungen oder Beschimpfungen religiöser Gemeinschaften. Er soll einzig unter Strafe stellen, wenn durch die Beleidigung der öffentliche Frieden gefährdet ist. Und so ziehen nur noch die Moslems daraus Vorteile.

(Spürnase: Freewheelin)




US-Kongress: Keith Ellisons Koran-Vereidigung schlimmer als 9/11

keith_ellison.jpgBei den US-Zwischenwahlen hat es in Minnesota bekanntlich der Kandidat der Demokraten, Keith Ellison (Foto), in den Kongress geschafft. Insofern nichts Weltbwegendes, wäre da nicht die Religionszugehörigkeit des zukünftigen Mitglied des Kongresses und seine Forderung, auf den Koran vereidigt zu werden wir berichteten. „Dies sollte ihm nicht gestattet werden“, meint US-Kolumnist Dennis Prager, „nicht wegen irgendeiner amerikanischen Feindseligkeit gegenüber dem Koran, sondern weil dies die amerikanische Zivilisation schwächen würde.“

Dennis Prager weiter:

Zuallerst stellt dies einen Akt der Selbstüberschätzung dar, der perfekt den multikulturellen Aktivismus veranschaulicht: meine Kultur ist besser als Amerikas Kultur. Was Ellison und seine moslemischen und linken Unterstützer aussagen ist: es ist vollkommen egal, welches Buch für Amerika das heiligste ist; alles was zählt ist, was für die individuelle Person das heiligste Buch ist. Man vergebe mir, aber Amerika sollte sich keinen Deut um das Lieblingsbuch von Keith Ellison scheren. Wenn es um den Eid eines Mitglieds des Kongresses geht, der Amerika dienen und unsere Werte verteidigen soll, ist Amerika nur an einem Buch interessiert: der Bibel. Ist es jemandem unmöglich, auf die Bibel zu schwören, sollte er nicht im Kongress dienen.

Geht es um das persönliche Leben des Einzelnen, werden wir darum kämpfen, dass man jedes andere Buch bevorzugen kann. Wir werden uns sogar dafür einsetzen, dass ihr unsere Bibel mit Karikaturen lächerlich machen könnt. Allerdings, Mr Ellison, Amerika (und nicht Sie) entscheidet, auf welches Buch ein Diener des Staates vereidigt wird. Anhänger des Multikulti und der politischen Korrektheit, die nicht erkennen wie schädlich für die Grundfesten der amerikanischen Zivilisation es wäre, Ellison sein eigenes Buch auswählen zu lassen, sollten sich einfach nur die Möglichkeit eines in den Kongress gewählten Rassisten vorstellen. Würden sie ihm erlauben, sich auf Hitlers „Mein Kampf“ – der Nazi-Bibel – vereidigen zu lassen? Und falls nicht, warum nicht? Mit welcher Begründung würden sie dem gewählten Rassisten die gleichen Rechte wie Ellison verweigern?

Ellisons Verteidiger argumentieren, dass Ellison einfach nur ehrlich ist; wenn er an den Koran und nicht an die Bibel glaubt, sollte ihm erlaubt, ja sollte er gar ermutigt werden, seine Hand auf das Buch zu legen, an das er glaubt. In der gesamten amerikanischen Geschichte allerdings haben gewählte Juden ihren Eid auf die Bibel abgelegt, selbst wenn sie nicht an das Neue Testament glauben. Viele säkulare, gewählte Volksvertreter haben dies ebenfalls getan, selbst wenn ihnen das Alte Testament nichts bedeutet. Und sie haben nicht gefordert, zum Beispiel auf die Schriften von Voltaire oder auf einen Stapel der New York Times-Leitkommentare vereidigt zu werden, Schriften die für einige liberale Mitglieder des Kongresses wesentlich wichtiger als die Bibel sind. Ebenfalls hat noch kein Mormone verlangt, auf das Buch Mormon vereidigt zu werden und es ist schwer vorstellbar, dass ein Scientologe die Erlaubnis erhält, auf eine Kopie des Buches „Dianetik“ von L. Ron Hubbard vereidigt zu werden.

Warum erlauben wir also Keith Ellison etwas zu tun, was bisher noch kein Mitglied des Kongresses getan hat – sein bevorzugtes Buch für seinen Eid auszuwählen? Die Antwort ist offensichtlich – Ellison ist Moslem. Und wer auch immer diese Sache entscheidet, nicht zu vergessen fast jeder Leitkommentar in Amerika, wird niemals einen Moslem beleidigen. Im Gegenteil, viele dieser Leute argumentieren, dass dies eine gute Sache sei, weil Moslems überall in der Welt sehen werden, was für eine offene Gesellschaft Amerika ist und wie sehr die Amerikaner die Moslems und den Koran schätzen. Dieses Argument passt vor allem jenen, die glauben, dass es Amerikas größtes Ziel sei, von der Welt geliebt zu werden, und besonders von den Moslems – weil uns dann weniger Moslems hassen werden (und deshalb weniger Anschläge verübt werden).

Diese Naiven erkennen nicht, dass Amerika, indem es Ellison erlaubt, die Bibel für den Koran auszutauschen, keinen einzigen dieser Amerika-hassenden Moslems bekehren wird – das Gegenteil ist wahrscheinlich: Ellisons Handlung wird islamistische Extremisten ermutigen und neue schaffen, weil diese, wahr oder nicht, hier das erste Zeichen der Verwirklichung ihres größten Zieles sehen – der Islamisierung Amerikas. Indem alle gewählten Volksvertreter ihren Eid auf das selbe Buch ablegen, bestätigen sie das alles einende Wertesystem, das der amerikanischen Zivilisation zugrunde liegt. Sollte es Keith Ellison erlaubt werden, dies zu ändern, wird er damit der Einheit Amerikas und seinem Wertesystem, das dieses Land geprägt hat, mehr Schaden anrichten als die Terroristen des 11. Septembers. Es ist schwer zu glauben, dass dies das Vermächtnis ist, das die meisten moslemischen Amerikaner Amerika hinterlassen wollen. Sollte dies der Fall sein, wäre nicht nur Europa in Schwierigkeiten.

(Spürnase: Anita)




Die glatt geschliffenen Einheitspolitiker

Warum laufen den sogenannten Volksparteien scharenweise die Mitglieder davon? Was unterscheidet einen Jürgen Rüttgers von einem Sigmar Gabriel? Nichts, finden Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Politiker von heute sind wie geklont, in allen Parteien gleich und vollständig resistent gegenüber Ideen und Gestaltungswillen.

Die vorderen Teile der Wochenmagazine lesen wir immer seltener. Auch die ersten Seiten der großen Tageszeitungen überspringen wir häufig. Wenn wir irgendwo auf ein Politikerinterview stoßen, blättern wir um – mit dem Gefühl, nichts Wichtiges zu versäumen. Sonntags meiden wir Nachrichtensendungen, weil sie größtenteils aus Sprechblasen bestehen, die Politiker von sich gegeben haben, um am Wochenende ins Radio oder ins Fernsehen zu kommen. Größere Bildungslücken sind dadurch bisher nicht entstanden. Immer weniger Menschen in unserem Freundeskreis fühlen sich einer Partei zugehörig. Die meisten wählen mal diese, mal jene und begründen es mit dem jeweils „kleineren Übel“.

Die Erosion der Volksparteien ist im vollen Gange. Jahr für Jahr treten Zehtausende aus. Das Durchschnittsalter der verbleibenden Mitglieder steigt rapide. In der CDU liegt es mittlerweile bei 55,3 Jahren. Da könnten wir beide noch als knackige Nachwuchspolitiker durchgehen. Dennoch bleiben wir lieber Senior-Kolumnisten, denn unsere Erfahrungen mit der Parteienkultur sind nicht gerade inspirierend.

Der Journalistenberuf bringt es mit sich, dass wir von Zeit zu Zeit auf Parteitage oder ähnliche Veranstaltungen geraten. Dort merkt der Außenstehende schnell: Er betritt ein Biotop, das besondere Lebensformen hervorbringt. Als Erstes fällt auf, dass die meisten Anwesenden sehr ähnlich wirken. Egal ob Aktionäre, Zahnärzte oder Angler: Jede andere Gruppe wirkt bunter und vielfältiger. Offenbar sind in Parteien Kräfte am Werk, die einen bestimmten Typus hervorbringen. Leute, die einen unwillkürlich an jene Mitschüler erinnern, die sich freiwillig zum Tafeldienst meldeten.

Dieses Klonhafte wurde in den letzten Jahren immer augenfälliger. Schon in den Jugendorganisationen begegnen einem die typischen Parteiwesen in so großer Zahl, dass man manchmal glaubt, es gäbe einen geheimen Ort, wo man sie züchtet. Wahrscheinlich ist es aber wie mit den Zeitschriften am Kiosk. Die sehen auch immer ähnlicher aus, seit sie nicht mehr aus einer Idee geboren, sondern von Marketingexperten als Werbeumfeld konzipiert werden. Genauso ist es wohl bei der Herstellung jenes Menschentyps. Wenn man Überzeugungen entfernt und die Leerstelle mit Umfrageergebnissen füllt, kommen eben Sigmar Gabriel oder Jürgen Rüttgers dabei heraus. Wenn trotzdem mal einer durchflutscht, der nicht umfragesüchtig und medienhörig ist, wird er glatt geschliffen. Fraktionspeitsche und Karrierezuckerbrot machen aus fast jedem Individuum auf Dauer einen Replikanten.

Es gab mal eine Zeit, da gaben Parteien Orientierung bei der Suche nach einer besseren Zukunft. Das haben sie lange aufgegeben. Ihre Betriebsamkeit erschöpft sich darin, zunächst gesellschaftliche Trends zu ignorieren, ihnen dann hilflos zuzusehen und schließlich mit viel Getöse anzuerkennen, dass es ist, wie es ist. Nichts, was die Welt in jüngerer Vergangenheit bewegte, hatte irgendetwas mit Parteiprogrammen zu tun. Auch soziale Umwälzungen fanden ohne Parteien statt. Die deutsche Revolution von 1989 war ein völlig ungeplanter Bürgeraufstand. Als die Sache erledigt war, gingen die Bürger wieder nach Hause und ließen keine Organisation zurück.

Die Volksparteien werden ihr weiteres Schrumpfen nicht durch PR-Kampagnen verhindern können. Sie irren fundamental: Nicht die Menschen, die ihnen weglaufen, werden unpolitisch. Sie selbst sind es geworden. Sie haben jeden Anspruch auf Gestaltung aufgegeben. Mut- und ideenlos kann jedoch jeder für sich allein sein, dazu braucht niemand eine Partei.