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Vorauseilende Unterwerfung in China: TV-Verbot für Schweine

Wie Fakten & Fiktionen bereits vor zwei Tagen berichtete, hat das staatliche chinesische Fernsehen „China Central Television“ (CCTV) Werbespots verboten, in denen Schweine vorkommen. Grund: Die vermuteten Gefühle von Moslems, die durch den Anblick des „unreinen“ Tieres beleidigt werden könnten. Anlass war eine Werbung des Dhimmi-Konzerns Nestle (4. Beitrag von oben), der im chinesischen „Jahr des Schweins“ mit einem solchen geworben hatte. Der Anteil der moslemischen an der Gesamtbevölkerung beträgt in China 2%.

„China ist ein multiethnisches Land“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme des Senders. „Um dem Islam gegenüber Respekt zu zollen, wird CCTV jede Darstellung von Schweinen von den Fernsehschirmen verbannen.“

Der Respekt der chinesischen Regierung gegenüber anderen Religionen ist deutlich weniger ausgeprägt. Und da fragt man sich dann schon, was die Show soll.

Für die meisten Chinesen ist das Schwein verbunden mit starken, äußerst positiven kulturellen Assoziationen. Es ist eines der zwölf Zeichen im chinesischen Tierkreis.

Aber was interessieren eine Milliarde Chinesen, wenn 20 Millionen Moslems sich beleidigt fühlen könnten. Wobei die Autorin dieses Beitrages arge Zweifel hat, ob hier wirklich Sorgen um irgendwelche Gefühle eine Rolle spielen. Manchmal kann man direkt Mitleid mit den Moslems bekommen, was ihnen so alles unterstellt wird.

„Das Schwein ist ein Glückssymbol und ich kenne keine Muslime, die sich dadurch beleidigt fühlen“, kommentiert Carla Amina Baghajati, Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich.

Das ist natürlich Blödsinn, genau wie das hier:

In China ortet Baghajati jedoch eine besondere Sensibilität gegenüber religiösen Minderheiten: „China engagiert sich vor allem im Medienbereich besonders in der Schaffung eines guten gesellschaftlichen Klimas und der interreligiösen Verständigung.“

Diese Sensibilität haben wir bisher nicht so deutlich wahrgenommen. Sogar Amnesty International schreibt: „China: Wer glaubt, lebt gefährlich„. Aber es ist wichtig, dass sich Sensibilität abzuzeichnen beginnt, wenn auch bisher nur in eine Richtung.

Vom Schweine-Bann ist jedoch nicht nur Nestle betroffen, auch andere Unternehmen, die sich am boomenden chinesischen Markt tummeln, bekommen damit Probleme. In letzter Minute mussten Spots an die neue Direktive angepasst werden. Coca Cola beispielsweise wählt nun eine Doppelstrategie. Im „gesäuberten“ Spot auf CCTV tritt jetzt ein Pandabär auf, der versucht rechtzeitig zu den Feiertagen heim zu seiner Familie zu kommen. Die Schwein-Version wird allerdings nicht aufgegeben. „Sie wird im lokalen Fernsehprogramm in Gebieten ausgestrahlt, wo es keine signifikante Anzahl an muslimischer Bevölkerung gibt“, wird eine Sprecherin des Konzerns zitiert.

Signifikant? Was soll das denn heißen? Nimmt China etwa auf die Gefühle einzelner Personen keine Rücksicht?

(Spürnasen: maloon und A-M-M)




Die „lustigen“ verhinderten Selbstmordattentäter aus London

Am 21. Juli 2005, zwei Wochen nach den verheerenden Terrorattentaten auf den Londoner Nahverkehr am 7. Juli, bei denen 52 Menschen starben, versuchten sechs weitere Islamisten (Foto), sich und möglichst viele andere Menschen in U-Bahnzügen in die Luft zu sprengen. Die Sprengsätze gingen nicht in die Luft, wohl weil die Zünder zu schwach waren. Nun behaupten die sechs, dass alles nur ein Spaß war. Lustig!

Die Beweislast scheint erdrückend. Von jedem der missglückten Anschläge gibt es Aufnahmen der Überwachungskameras in den U-Bahnen. Und auch die selbstgebastelten Sprengsätze, ein explosives Gemisch aus Hydrogenperoxid, Mehl, Aceton und Säure, gespickt mit Nägeln und Metallteilen, haben einige der mutmaßlichen Terroristen am Tatort zurückgelassen. Zudem gibt es Dutzende Zeugen, die die Panik an diesem 21. Juli 2005 am eigenen Leib erfahren mussten. (…) „Es war reines Glück, das die Passagiere an diesem Tag gerettet hat“, sagte Staatsanwalt Nigel Sweeney während des Prozesses. Der Einschätzung einer Sprengstoffexpertin nach seien die Bomben nur deshalb nicht hochgegangen, weil die Zündung nicht stark genug war. (…) Die missglückten Attentate hatten die größte Fahndungsaktion der britischen Hauptstadt ausgelöst, in deren Verlauf die Polizisten die Verdächtigen in ganz Europa jagten. Den Angeklagten Hussein Osman stellten die Beamten in Rom. Dieser gab sich vor Prozessbeginn jedoch zuversichtlich – schließlich seien die Attentate nicht mehr als ein „Scherz“ gewesen.

Dann dürfen wir wohl mit einem Freispruch und Haftentschädigung rechnen – die Briten haben ja bekanntlich eine Schwäche für Schwarzen Humor … und wenn’s dann sogar noch geklappt hätte! Das wäre erst ein Spaß gewesen!

(Spürnase: Peer)